Komasaufen / Komatrinken - aktuelle Nachrichten

Komasaufen / Komatrinken - aktuelle Nachrichten (Foto: AP, AP)

Komasaufen

In den letzten Jahren sind vor allem Jugendliche Opfer eines Trends geworden, der sich bei immer Jüngeren ausgebreitet hat: das Komasaufen. Teilweise sehr junge Menschen nehmen dabei Alkohol in unverantwortlichen Mengen zu sich, die zum Alkoholismus führen können.

Welcher Konsum als Komasaufen gilt, ist eine Definitionsfrage. Dennoch scheint es ziemlich klar. Beim Komasaufen haben die Trinker das erklärte Ziel, einen Rausch zu erleben, und das in möglichst kurzer Zeit.

Bei den Jugendlichen, die besonders oft betroffen sind, geht es aber um mehr. Der Alkohol verschafft ihnen Anerkennung in der Clique oder einen scheinbaren Ausweg aus alltäglichen Problemen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz des Alkohols spielt ebenfalls eine Rolle, so lernen die jüngsten, dass man mittels Saufen dazugehört. Der Alkoholismus ist dagegen kein großes Thema und wird oft totgeschwiegen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung zeigt mit ihrer Arbeit grassierende Missstände auf. So würden täglich über 70 Jugendliche wegen Komasaufens ins Krankenhaus eingeliefert werden. In absoluten Zahlen sieht das Ergebnis noch dramatischer aus: 2012 habe es 26.700 Betroffene gegeben.

In den letzten Jahren wurden immer mehr Fälle bekannt, in denen Jugendliche durch Alkohol ins Krankenhaus kamen. Aktuell scheint der Zenit überschritten, allerdings ist immer noch nicht das niedrigere Niveau aus 2005 erreicht. Betroffen sind vor allen Dingen Jungen, das Komasaufen bei Mädchen nimmt jedoch weniger stark ab als bei Jungen. Im gleichen Zeitraum nimmt jedoch der übermäßige Alkoholkonsum durch Ältere zu.

Schon vor dem 18. Geburtstag Alkoholiker

Die Gefahren liegen auf der Hand. Bereits 0,5 Promille Blutalkohol kann bei einem Kind zur Bewusstlosigkeit führen. Manche Jugendliche werden mit 3 Promille ins Krankenhaus eingeliefert, eine Menge, die nicht jeder Erwachsene ohne weiteres überlebt.

Die Gefahr der Abhängigkeit ist groß, besondere Gefahren lauern bei jungen Menschen. Durch den noch nicht weit entwickelten Körper und damit die Organe gibt es spezielle Gefahren, wie etwa ein starkes Absinken des Blutzuckerspiegels.

Die weitere Entwicklung wird dann durch Alkohol stark eingeschränkt, beispielsweise beim Knochenwachstum. Alkoholismus macht vor Jugendlichen nicht halt: es gibt junge Leute, die vor ihrem 18. Geburtstag trocken bleiben müssen, um der Sucht nicht wieder zu verfallen.

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