Japanische Filmtage​: Alles News und Infos zum Filmfestival

Japanische Filmtage​: Alles News und Infos zum Filmfestival

Foto: Endermann, Andreas (end)

Japanische Filmtage

In welchen Kinos finden die Japanischen Filmtage statt?

Wann sind die Japanischen Filmtage?

Alle Augen auf Fernost
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Japanische Filmtage in DüsseldorfAlle Augen auf Fernost

Zum 16. Mal finden jetzt die Japanischen Filmtage im Filmmuseum in Düsseldorf statt. Mit im Programm sind ein Oscar-Gewinner und Anime.

„Wozzek“ live aus der Oper New York
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Filmtipps zum Wochenende in Düsseldorf„Wozzek“ live aus der Oper New York

Afrika, Japan oder eine Oper in New York? Die Düsseldorfer Kinos haben ein breit gefächertes Angebot. Hier einige Tipps fürs Wochenende.

Welche Filme werden bei den Japanischen Filmtagen gezeigt?

Die fernöstlichen Filme sind eine bunte Mixtur aus aktuellen modernen Filmen, die gerade erst in den japanischen Kinos erschienen sind, aber auch aus altem Filmklassikern. So wurde etwa im Jahr 2009 „Godzilla“ von 1954 gezeigt.

Was ist das Ziel der Japanischen Filmtage?

Ziel der beliebten Düsseldorfer Veranstaltung ist es, einen Einblick in die japanische Kulturszene zu geben. Die „Eyes on Japan“ soll ein Ort der Begegnung für Interessierte sein und Diskussionsräume über die japanische und auch die deutsche Kultur schaffen. Zudem sollen die Filmtage den Blick für das japanische Filmhandwerk schärfen und die besondere Sicht der japanischen Filmemacher auf ihre Kunst nachvollziehbarer machen. Ein Beispiel der vergangenen 16. Filmtage 2023: Der Film „Doraibu Mai Kâ“ (die englische Übersetzung: Drive My Car) von Ryusuke Hamaguchi. Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau soll der Theaterschauspieler und Regisseur Yusuke Kafuku bei einem Theaterfestival in Hiroshima Tschechows „Onkel Wanja“ inszenieren. Doch den Regisseur holt die Vergangenheit ein und der Film gibt Einblick in seine Ängste, sein Trauma. Ein weiteres Beispiel: „A Four Movement Sonata: Tsugaru Shamisen“, ein Dokumentarfilm über eine besondere Form der japanischen Langhalslaute. Der Film begleitet einen jungen Musiker und eine Musikerin und stellt gleichzeitig die Geschichte der Region vor.

Kosten die Japanischen Filmtage Eintritt?

Das gesamte Festival ist kostenfrei. Karten für die einzelnen Vorstellungen gibt es jeweils am Veranstaltungstag ab 11 Uhr ausschließlich an den Kinokassen, maximal zwei Tickets pro Person.

Seit wann gibt es die Japanischen Filmtage?

Die Japanischen Filmtage gibt es bereits seit 2007. Ursprünglich hieß das Festival mal Japanische Filmwoche. Zudem findet in Düsseldorf seit 2002 das große NRW-Japanfest statt, zudem jährlich rund 700.000 Besucher kommen. Es ist das größte japanische Kultur- und Begegnungsfest in ganz Europa.

Wie laufen die Japanischen Filmtage ab?

In der Hauptsache werden original japanische Kinofilme an den unterschiedlichen Spielstätten gezeigt. Der Fankult ist groß und das nicht erst seit den letzten Jahren. Schon früh wurden in Japan Filme von großer internationaler Bedeutung produziert. Zum Beispiel die Werke von Akira Kurosawa, der auch nach seinem Tod als einer der einflussreichsten Regisseure weltweit gilt. So wurde etwa dessen Werk „Die sieben Samurai“ von 1954 sechs Jahre später in den USA als „Die glorreichen Sieben“ neu aufgelegt. Viele seiner späteren Filme, wie zum Beispiel „Uzala, der Kirgise“ (1975), „Kagemusha – Der Schatten des Kriegers“ (1980), „Ran“ (1985) und „Madadayo“ (1993), gelten von je her als Klassiker der Filmgeschichte und wurden mehrfach unter anderem mit dem Oscar nominiert. Selbst Steven Spielberg hat immer wieder davon gesprochen, dass er von dem japanischen Regisseur stark beeinflusst worden ist. Deshalb werden mitunter auch Werke von Spielberg bei den Japanischen Filmtagen in Düsseldorf präsentiert.

Die Veranstalter des Kulturfestivals achten darauf, dass sie die Filme thematisch ordnen, so zeigen sie zum Beispiel erst einen Godzilla-Film der früheren Jahre und danach eine modernere Version. Neben diesen Filmklassikern und den animierten Filmen des berühmten Zeichentrickfilmstudios Ghibli – etwa „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ - können sich die Besucher auch auf Einblicke in die japanische Kultur freuen.