Hyposensibilisierung gegen Allergien

Hyposensibilisierung gegen Allergien (Foto: Shutterstock/Nicolesa )
Hyposensibilisierung

Für Allergiker bedeutet die Frühlings- und Sommerzeit leider meistens nicht Spaß und Sonnenschein, sondern Augenjucken, Niesattacken und kratzige Hälse. Denn wie jedes Jahr beginnt dann der Pollenflug der Samenpflanzen und damit auch der Heuschnupfen für Allergiker. So mancher Allergiker wird sich deshalb fragen, wie er gegen dieses verhasste Leid anzugehen vermag. Für viele heißt die Lösung: Hyposensibilisierung.

Die einfachste Möglichkeit wäre natürlich, das Haus einfach nicht mehr zu verlassen, um sich so den Pollen nicht weiter auszusetzen, doch wer möchte bei herrlichem Sonnenschein und klarem Himmel schon gerne Zuhause sitzen? Auch das Tragen einer Atemmaske zum Schutz der eigenen Schleimhäute mag für so manchen als unzumutbar erscheinen.

Abhilfe verschaffen können hingegen auch je nach Allergie bestimmte oder Infusionen per Spritze. Doch insbesondere bei Kindern ist letztere Option nicht gerade sonderlich beliebt. Tabletten andererseits setzen voraus, dass diese stets griffbereit mit sich geführt und auch regelmäßig eingenommen werden.

Aus diesem Grund stellt wohl für die meisten Allergiker die sogenannten Hyposensibilisierung die wirksamste Methode dar, um gegen den leidlichen Heuschnupfen vorzugehen.

Körper an Allergene gewöhnen

Bei der Hyposensibilisierung – auch als Allergie-Impfung oder spezifische Immuntherapie bezeichnet – soll das Immunsystem an die jeweiligen Stoffe, auf die der Allergiker reagiert, gewöhnt werden, sodass dieses bei Kontakt des Allergens mit den Schleimhäuten nicht mehr mit der Produktion von Antikörpern und der Ausschüttung von Histamin reagiert.

Dabei werden verschiedene Arten der Hyposensibilisierung unterschieden.

So werden bei der subkutanen Immuntherapie die Allergene unter die Haut des Betroffenen gespritzt. Allergiker müssen diese Prozedur alle vier bis sechs Wochen über sich ergehen lassen, damit die gewünschte Ergebnisse eintreten können.

Zudem gibt es noch die sogenannten sublinguale Immuntherapie. Bei dieser Form der Hyposensibilisierung werden von dem Allergiker Tropfen oder Tabletten mit dem betreffenden Allergen oral eingenommen, sodass der Körper sich allmählich an dieses gewöhnen kann. Als großer Unterschied zur subkutanen Immuntherapie muss diese Anwendung jedoch täglich geschehen.

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