Hanf - alle News zur Droge und Nutzfaser

Hanf - alle News zur Droge und Nutzfaser (Foto: dpa, mut htf)
Hanf

Drogen sind nicht immer Genussmittel. Mancher Rohstoff eignet sich auch zur Herstellung von Nützlichem, etwa Hanf. Befürworter einer Legalisierung von Marihuana sind allerdings an der falschen Adresse: der Wirkstoffgehalt von Hanf ist so gering, dass weder Rausch noch Drogensucht die Folgen eines Nutzhanfjoints wären.

Viele Drogen dienen ausschließlich dem fragwürdigen Genuss. Auch für Marihuana gilt das in den meisten Fällen, das Bild der langhaarigen Hippies, die der Drogensucht anheim gefallen sind, wurde allerdings inzwischen durch lustlose, langhaarige Jugendliche abgelöst, die in der Schule nicht zurecht kommen.

In der kriminellen Szene sind Drogen alltäglich, auch Cannabis wird konsumiert. Damit gibt es ein starkes Gegenbild zur romantischen Verklärung des gemeinsamen Konsums, womöglich mit psychedelischer Musik und politischer Diskussion.

Hanf ist allerdings mehr als eine der vielen Drogen, deren Abhängige in der Großstadt zum Straßenbild gehören. Neben dem Auslöser der Drogensucht kann es auch als Nutzfaser gebraucht werden.

Hanf in der Landwirtschaft

Die Bauern sind seriöse Landwirte, die keinesfalls die Freigabe des Hanfs fordern würden. Für sie ist die Pflanze ein extrem widerstandsfähiger Faserlieferant. Die Arten der Hanfpflanze, Cannabis Sativa und Cannabis Indica, eignen sich nicht in gleichem Maße zur Herstellung von Fasern.

Die EU hat daher einige Sorten lizensiert, deren Wirkstoffgehalt so niedrig ist, dass der Bauer keinen Diebstahl durch Abhängige befürchten muss oder gar selbst der Drogensucht verdächtigt wird. Mit dem Marihuana, das viele mit holländischen Coffeeshops verbinden, hat dieses Industrieprodukt nur mehr den Namen gemein.

Hanf-Anbaufläche sehr gering

Der überwiegende Teil der Hanf-Produktion dient noch immer dem Konsum. Der Anbau von Nutzhanf ist ein marginaler Teil, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gibt – nach einem anfänglichen Boom in Folge der Legalisierung 1996 – eine sinkende Fläche für den Hanfanbau an.

Trotz eines kleinen Anstiegs wird auf unter 1000 Hektar Hanf angebaut, etwa 1/70 der Anbaufläche für Obst. Trotzdem kann es passieren, dass bei einem Produkt aus dem Biomarkt der unerwartete Hanf auf der Liste der Inhaltsstoffe steht. Sorgen um einen Rausch muss man sich dabei in keinem Fall machen.

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