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Hand-Fuß-Mund-Krankheit in NRW 2022: Aktuelle News und Infos zur Viruserkrankungen bei Kindern

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in NRW 2022: Aktuelle News und Infos zur Viruserkrankungen bei Kindern (Foto: dpa/Monika Skolimowska)

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

  • Erreger: etwa 15 verschiedene Viren
  • Symptome: Ausschlag im Mund sowie an den Handflächen und Fußsohlen
  • Inkubationszeit: drei bis zehn Tage
  • Behandlung: fieber- und schmerzsenkende Mittel und Mundspülungen

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch Viren ausgelöst und ist weltweit verbreitet. Anzeichen für eine Erkrankung sind ein Ausschlag im Mund sowie an den Handflächen und Fußsohlen.

Auch Gesäß, Genitalbereich, Knie oder Ellenbogen können betroffen sein. Die Viruserkrankung trifft vor allem Kita-Kinder zwischen ein und drei Jahren. Aber auch ältere Kinder und Erwachsene können sich den Virus, der hochansteckend ist, bekommen. 

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Wie ansteckend ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit? 

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist sehr ansteckend. Besonders während der ersten Woche sind Patienten ansteckend, die Viren können aber noch lange nach Abklingen der Symptome mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Auch asymptomatisch Erkrankte können die Viren weitergeben. Wichtig ist es daher eine gute Handhygiene, besonders nach dem Toilettengang oder dem Wickeln. Verschmutzte Gegenstände wie beispielsweise Spielzeug müssen ebenfalls gereinigt werden. Außerdem sollte zu enger Kontakt mit Erkrankten vermieden werden.

In Deutschland zählt HFMK nicht zu den meldepflichtigen Krankheiten. Kinder mit akuten Symptomen sollten Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen aber möglichst nicht besuchen. Sind die Symptome abgeklungen und die Bläschen verheilt, spricht aus Sicht des RKI nichts gegen eine Wiederzulassung zu den Gemeinschaftseinrichtungen. Nach überstandener Erkrankung gibt es eine Immunität gegen den auslösenden Erreger. Da aber mehrere Erreger die Krankheit verursachen können, ist eine erneute Ansteckung mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit möglich. 

Wie behandelt man die Hand-Fuß-Mund-Krankheit? 

Eine spezifische Therapie gibt es für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht, es werden lediglich die Symptome behandelt. Im westpazifischen Raum gibt es laut RKI Impfstoffe, die allerdings nur auf einen Erregertyp (EV-A71) ausgerichtet sind. In der EU gibt es keine Impfung für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Zur Behandlung der Symptome wird meist auf übliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zurückgegriffen, gegen die Schmerzen im Mund gibt es Gels und Lösungen. Auch Eis oder kalte Flüssigkeiten können gegen die Schmerzen helfen. Saure oder scharfe Lebensmittel sollten besser nicht genossen werden. 

Ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit für Erwachsene ansteckend? 

HMFK ist keine reine Kinderkrankheit, auch Erwachsene können sich infizieren und schmerzhafte Symptome entwickeln. Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sollten also gerade auch von den Eltern erkrankter Kinder konsequent angewendet werden. 

Wie lange dauert die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Kindern?

Entwickeln die Kinder Symptome wie Bläschen, heilen diese meist nach acht bis zwölf Tagen ab, manchmal auch schneller. 

Wie lange müssen Kinder bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu Hause bleiben? 

Solange Kinder akute Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit wie Bläschen haben, sollten sie besser keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Besonders in der ersten Zeit ist die Krankheit ansteckend und gerade unter jüngeren Kindern, die vieles in den Mund stecken, kann sie sich schnell verbreiten. Nach dem Abklingen der Symptome und klinischer Genesung dürfen die Kinder meist auch ohne ärztliches Attest die Einrichtungen wieder besuchen. Ein genereller Ausschluss erkrankter Kinder erscheint laut RKI wegen der vielen Verläufe ohne Symptome wenig zielführend.

Aktuelle News und weitere Infos zu den Symptomen bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit finden Sie hier.