Gräserpollen

Nicht nur Birke, Erle, Hasel und Co. machen im Frühling während ihrer Blütezeit Allergikern Probleme. Auch die Pollen von Gräsern sorgen bei Allergiker zur Frühlingszeit bis hin in den Spätsommer zum allseits unbeliebten Heuschnupfen. Dabei reagieren Allergiker in unserem Raum vor allem auf die Pollen des Deutschen Weidelgras, des gewöhnlichen Ruchgras, des Wiesenlieschgras, des Wiesenknäuelgras, sowie des Wiesenrispengras.

Übertragen wird der Pollen der betreffenden Gräser so wie jene der Bäume auch vorwiegend über den Wind. Der Pollenflug der meisten Gräser beginnt etwas später als bei den meisten Bäumen für gewöhnlich im Mai und hält bis in späten Oktober an. Allerdings kann es auch vorkommen, dass der Pollenflug verschiedener Gräser über das ganze Jahr verteilt ist.

Geraten sie bei ihrem Pollenflug mit den Schleimhäuten eines Allergikers in Berührung, so führt dies zu einer allergischen Reaktion des Immunsystems.

Der eigentlich ungefährliche Fremdkörper wird von diesem quasi als Krankheitserreger eingeschätzt und erzeugt körpereigene Anti-Körper sowie verschiedene Botenstoffe - insbesondere Histamin - um sich gegen den vermeintlichen Angreifer zu verteidigen. Dies führt bei Betroffenen zu nassen Nasen und Augen oder einem Kratzen im Hals mit dazugehörigem Husten, also dem, was landläufig als Heuschnupfen bekannt ist.

Wer auf den Pollen eines bestimmten Grases allergisch ist, zeigt meistens auch beim Pollenflug anderer Gräser die heuschnupfentypischen Symptome. Grund dafür ist ein enger Verwandtschaftsgrad der einzelnen allergieauslösenden Gräser zueinander.

Möglichkeiten für Allergiker, gegen ihren Heuschnupfen in Bezug auf Gräser vorzugehen, sind für Betroffene glücklicherweise relativ vielfältig.

Zunächst bietet sich die Vermeidung des Kontaktes mit dem betreffenden Allergen (sogenannte Karenz)an. Ist dies in Bezug auf Tierhaare noch verhältnismäßig einfach durchzuführen, können Gräserpollen-Allergiker dies nur insoweit nur schwierig umsetzen, da Gräserpollen vor allem im Sommer überall durch die Luft schwirren.

Dennoch kann man das Risiko etwas minimieren, indem man zum Beispiel erst nach einem Regenschauer das Freie betritt und so dem Pollenflug nicht allzu stark ausgesetzt ist.

Eine weitere Option zur Karenz stellt weiterhin das Tragen einer speziellen Atemmaske dar, sodass die Pollenkörner nicht in Kontakt mit den Schleimhäuten geraten können. Dies mag zwar auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich oder für manche auch unästhetisch wirken, stellt aber eine effektive Methode der Karenz dar.