Boeing 787 "Dreamliner" - aktuelle Nachrichten

Boeing 787 "Dreamliner" - aktuelle Nachrichten (Foto: afp, kn/ACW)

Boeing 787 "Dreamliner"

Die Boeing 787, genannt "Dreamliner", ist ein Langstreckenflugzeug von Boeing.

Die meisten Flugzeuge, die sich just in der Luft befinden oder an einem Flughafen auf den nächsten Einsatz warten, sind keine modernen Entwicklungen. Das hat einen Grund. Luftfahrtzulassungen sind teuer und dauern lange. Was bewährt ist und sicher fliegt, wird auch in zehn Jahren noch sicher fliegen - so der Gedanke. Dennoch will sich die Luftfahrt weiter optimieren. Der zweistrahlige Langstreckenflieger Boeing 787 ist dabei der neueste Wurf des US-amerikanischen Flugzeugbauers.

Die letzte Neuentwicklung Boeings vor der 787 war die 777. Sie bestritt 1994 ihren Erstflug. Erst 2011 stellte die japanische All Nippon Airways als Erstkunde die 787 in Dienst. Dank dieses zeitlichen Abstands war der Technologiesprung bei der Entwicklung der Boeing 787 immens. Auch deshalb erhielt sie den Beinamen „Dreamliner“ - Traumflugzeug.

So ist die Boeing 787 das erste Flugzeug weltweit, das Verbundwerkstoffe als Hauptbestandteil ihrer Konstruktion aufweist - 80% des Volumens bestehen aus Karbon. Schon früher verwendete die Luftfahrt diese leichten, widerstandsfähigen Materialien, doch nur in Komponenten wie Rudern oder dem Leitwerk.

Keine Zapfluft aus den Triebwerken der Boeing 787

Eine weitere Neuerung ist die Klimaanlage der Flugzeugs. Das liest sich zwar wie eine Detailänderung, hat aber Auswirkungen auf zahlreiche Systeme. Alle Flugzeuge der Hersteller Boeing und Airbus ziehen heiße, komprimierte Luft aus den Triebwerken. Diese Zapfluft dient beispielsweise der Regulierung von Kabinendruck und -temperatur, sowie der Tragflächenenteisung.

Diese Technik ist bewährt, birgt jedoch Nachteile. So führen Leitungen mit heißer Luft durch das gesamte Flugzeug - eine Gefahrenquelle. Außerdem kann Zapfluft wegen ihrer Entnahme aus den Triebwerken Öldämpfe enthalten, die zu Unwohlsein oder gar Bewusstlosigkeit führen können. Die Boeing 787 nutzt angestaute Außenluft für ihre Klimaanlage, sowie elektrische Heizsysteme für die Enteisung. Das Konkurrenzmodell Airbus A350 verlässt sich hingegen auf die traditionelle Zapfluft.

Die umfassende Elektrifizierung der Boeing 787 brachte den Flugzeugbauer in den ersten Jahren nach Indienststellung in ernste Schwierigkeiten. Auf mehreren Flügen brannten die Lithium-Ionen-Akkumulatoren der 787. Mittlerweile sind die Kinderkrankheiten des Dreamliners jedoch weitgehend behoben.

Die moderne Technik der Boeing 787 ist auch für den Passagier nicht zu übersehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Fenster der Maschine besitzen keine Rollläden. Stattdessen lässt sich ihre Lichtdurchlässigkeit individuell elektronisch anpassen. Da kommt auch in der Kabine des Traumflugzeugs ein Gefühl von Science-Fiction auf.

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