Alexis Tsipras - Ministerpräsident von Griechenland

Alexis Tsipras - Ministerpräsident von Griechenland (Foto: afp, GT)

Alexis Tsipras

In den Medien heißt Alexis Tsipras der athenische Che Guevara. Der junge Ministerpräsident Griechenlands hat eine steile Karriere hinter sich, und hat in ganz Europa Menschen für sich eingenommen oder gegen sich aufgebracht. Alexis Tsipras ist angetreten, die Lage für Griechenland zu verbessern und die Last der Sparmaßnahmen zu verringern. Dabei muss er die eigenen Wähler und die europäischen Partner im Blick behalten.

Alexis Tsipras wurde am 1974 in eine politisch aktive Athener Familie geboren. Seine Eltern waren überzeugte Sozialisten, seine Brüder Kommunisten. Bereits während der Schulzeit war auch Alexis bei der Kommunistischen Jugend Griechenlands aktiv, die er später zugunsten des Synaspismos, der später in die Partei Syriza aufging, verließ.

Politische Ambitionen sind bereits erkennbar. Er nimmt an den Schulbesetzungen im Athen der 90er Jahre teil und klebt kommunistische Plakate. Nach seinem Studienabschluss 2004 hat er einige Zeit als Bauingenieur gearbeitet, bevor er in die Politik ging.

Syriza, eine radikal linke Partei, ist sein Zuhause. Die relativ junge Partei geht auf ein Wahlbündnis verschiedener linker Parteien zurück, die alle aus dem radikaleren Spektrum der griechischen Linken stammen.

Im Mai 2012 beginnt Tsipras' Siegeszug

Mit der Kommunistischen Partei hat sich Syriza jedoch überworfen, als Tsipras ein Bündnis mit dem späteren Verteidigungsminister Panos Kammenos einging. Der sitzt einer rechtspopulistischen Partei vor, die im EU-Parlament der gleichen Fraktion wie die AfD angehört, und sollte später Alexis Tsipras zum Ministerpräsidenten machen. Die sozialdemokratische Pasok gehört ohnehin zum Feindbild der Syriza, da sie lange Jahre in Griechenland regierte und mutmaßlich zur Krise beigetragen hat.

Mit den Parlamentswahlen im Mai 2012 und den Neuwahlen einen Monat später begann der Siegeszug von Syriza und damit Alexis Tsipras.

Während die Volksparteien Nea Dimokratia und Pasok massiv Stimmen einbüßten, gelang der erste Triumph der radikalen Linken. Die Neuwahlen kosteten hauptsächlich kleine Parteien Stimmen und machten das Ergebnis für ND und Syriza noch deutlicher. 2015 dann der Durchbruch: Syriza wird mit Abstand stärkste Kraft und kann den Ministerpräsidenten stellen, Tsipras steht bereit.

Seither ringt er mit den europäischen Institutionen um Aufschub der griechischen Zahlungsverpflichtungen, einen Schuldenschnitt und die Aufgabe der Sparmaßnahmen.

Im eigenen Land muss er seinen Kurs verteidigen. Da Alexis Tsipras als Ministerpräsident keinen konsequenten Weg einschlägt, drohen ihm Vertrauens- und Populäritätsverlust.

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