Wintersport-Ticker 2018/19: Michaela Wenig wird in Gröden Fünfte

+++ Wintersport-Telegramm +++: Wenig wird in Gröden Fünfte

Der alpine Ski-Weltcup geht auch in der Woche weiter. Wir halten Sie im Wintersport-Telegramm auf dem Laufenden.

+++ Ski Alpin +++

Michaela Wenig und Kira Weidle in Gröden in den Top Ten

Die deutschen Abfahrerinnen haben bei der Frauen-Premiere auf der traditionsreichen Saslong in Gröden überraschend für Furore gesorgt. Michaela Wenig aus Lenggries fuhr beim Sieg von Weltmeisterin Ilka Stuhec (Slowenien) als starke Fünfte zu ihrem besten Karriereergebnis, die Starnbergerin Kira Weidle wurde mit ungünstiger Startnummer Achte.

+++ Ski alpin +++

Stefan Luitz scheidet im Parallel-Riesenslalom gegen Sieger Marcel Hirscher aus

Stefan Luitz hat beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 26-jährige Allgäuer hatte erst im Viertelfinale gegen den schier übermächtigen Marcel Hirscher das Nachsehen und belegte am Ende den guten fünften Platz.

Der österreichische Dominator Hirscher holte am Ende nach seinem Triumph am Vortag im "normalen" Riesenslalom auf der Gran Risa den Doppelsieg und seinen insgesamt 62. Weltcup-Erfolg.

+++ Eisschnelllauf +++

Pechstein verpasst Top Ten

Claudia Pechstein hat am Schlusstag des Weltcups in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen eine weitere Top-10-Platzierung knapp verpasst. Die fünfmalige Olympiasiegerin lief am Sonntag auf ihrer Nebenstrecke 3000 m in 4:05,091 Minuten auf den elften Platz. Pechstein, die nach Verbandsangaben zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, war am Samstag Sechste im Massenstart geworden.

Den Sieg über 3000 m sicherte sich die Olympia- und WM-Dritte Antoinette de Jong aus den Niederlanden (3:59,419) vor der Kanadierin Isabelle Weidemann (4:00,129) und der dreimaligen Olympiasiegerin Martina Sablikova (4:00,337) aus Tschechien.

+++ Biathlon +++

Biathleten laufen in Staffel auf Platz drei

Die deutschen Biathleten sind im ersten Staffelrennen der neuen Saison auf Platz drei gelaufen. Zum Abschluss des zweiten Saison-Weltcups im österreichischen Hochfilzen mussten sich in der ungewohnten Aufstellung Simon Schempp, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll am Sonntag nur Olympiasieger Schweden und Norwegen geschlagen geben. Insgesamt leistete sich das deutsche Quartett zwar nur sechs Nachlader, Kühn musste aber einmal in die Strafrunde. Nach 4x7,5 Kilometern hatten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner 28,8 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Der etatamäßige Startläufer Erik Lesser, der an permanenten Rückenproblemen leidet, wurde geschont. Nach der Strafrunde von Kühn lag das deutsche Team als 14. mehr als eine Minute hinter der Spitze zurück. Aber Peiffer brachte mit einer starken Leistung sein Team auf Rang sieben nach vorne, Doll sicherte dann den Podestplatz ab.

Damit beenden die deutschen Skijäger den zweiten Weltcup mit drei Podestplätzen: Sprint-Olympiasieger Peiffer war zuvor in der Verfolgung Zweiter geworden, Weltmeister Doll im Sprint Dritter.

+++ Eisschnelllauf +++

Ihle enttäuscht über 1000 Meter


Eissprinter Nico Ihle muss weiter auf seine erste Podestplatzierung in der laufenden Weltcup-Saison warten. Der 33-Jährige aus Chemnitz belegte am Sonntag in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen über 1000 m in 1:09,204 Minuten den enttäuschenden 13. Platz. Damit verlor Ihle sogar das teaminterne Duell gegen Joel Dufter (Inzell). Der 23-Jährige landete in 1:08,659 Minuten auf dem sechsten Rang und egalisierte damit seine beste Saisonplatzierung.

Der Sieg über die lange Sprintstrecke am Sonntag ging an Olympiasieger und Weltmeister Kjeld Nuis aus den Niederlanden (1:07,803) vor den beiden Russen Pawel Kulischnikow (1:07,930) und Denis Juskow (1:07,953).

Stefan Luitz hat beim Riesenslalom von Alta Badia die vorderen Plätze deutlich verpasst. Der Allgäuer Skirennfahrer landete am Sonntag auf dem enttäuschenden 20. Platz. Nicht zu schlagen war in den Südtiroler Dolomiten einmal mehr Marcel Hirscher, der auf der Gran-Risa-Piste zum sechsten Mal in Serie triumphierte. Der Olympiasieger aus Österreich verwies die beiden Franzosen Thomas Fanara und Alexis Pinturault mit mehr als zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf das Podium. Die anderen deutschen Starter neben Luitz verpassten allesamt das Finale. Routinier Felix Neureuther hatte wegen seiner Verletzung am Daumen auf einen Start verzichtet.

+++ Bob +++

Zweiter Dreifach-Erfolg der deutschen Viererbobs

Die deutschen Viererbob-Piloten haben den zweiten Dreifach-Erfolg nacheinander eingefahren. Diesmal gewann Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich in Winterberg mit seiner in Pyeongchang siegreichen Viererbob-Crew mit 36 Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem für Stuttgart startenden Berchtesgadener Johannes Lochner. Friedrich revanchierte sich am Sonntag zugleich für die knappe Niederlage am Samstag gegen seinen Oberbärenburger Vereinskollegen Nico Walther, der das Auftaktrennen in der Königsklasse gewann und diesmal Dritter wurde. Friedrich fuhr mit seiner Olympia-Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis zweimal Start- und Laufbestzeit.

+++ Skispringen +++

Althaus gelingt Doppelschlag in Premanon

Katharina Althaus dominiert weiter den Weltcup und hat auch den zweiten Wettkampf im französischen Premanon gewonnen. Die 22-Jährige siegte am Sonntag mit 14,1 Punkten Vorsprung vor der norwegischen Olympiasiegerin Maren Lundby und baute ihre Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Althaus sprang auf 85 und 88,5 Meter. Dritte wurde die Japanerin Sara Takanashi. Als zweitbeste deutsche Springerin landete Juliane Seyfarth auf Platz elf. Anna Rupprecht als 14., Carina Vogt auf dem 15. Rang und Ramona Straub als 21. erhielten ebenfalls noch Weltcuppunkte.

Althaus hat von den bisherigen fünf Einzelspringen der Saison nun drei gewonnen. Am Samstag hatte die Oberstdorferin dank eines überragenden Sprungs im 2. Durchgang Takanashi noch überholt und ihre klasse Form unter Beweis gestellt.

+++ Langlauf +++

Notz als bester Deutscher auf Rang 28

Die deutschen Langläufer haben beim Weltcup im schweizerischen Davos erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen können. Beim Sieg des Russen Jewgeni Below vor dem Franzosen Maurice Manificat und Martin Sundby aus Norwegen lief Florian Notz als bester Deutscher am Sonntag auf Rang 28. Sein Rückstand auf den Sieger betrug gut eine Minute. Direkt hinter ihm landete Jonas Dobler, der damit ebenfalls noch Weltcup-Zähler erhielt. Deutlich außerhalb der Punkte-Ränge kamen Lucas Bögl und Thomas Wick ins Ziel

+++ Biathlon +++

Biathletinnen enttäuschen in der Staffel

Die deutschen Biathletinnen sind beim Weltcup von Hochfilzen auch in der Staffel weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach 4x6 km landete das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Formation Vanessa Hinz, Franziska Preuß, Karolin Horchler und Denise Herrmann nur auf Platz sieben. Es war das schlechteste Weltcup-Resultat einer deutschen Frauen-Staffel seit dem neunten Platz in Antholz im Januar 2016.

Nach zwei Strafrunden und neun Nachladern fehlten den DSV-Frauen 2:05,0 Minuten auf die siegreiche italienische Staffel (0 Strafrunden/3 Nachlader). Rang zwei ging an Schweden (0/8) vor Frankreich (0/9). Die deutschen Biathletinnen warten hingegen weiter auf den ersten Podestplatz des Winters.

In den vier Weltcup-Staffeln der Vorsaison waren die DSV-Athletinnen stets auf dem Podest gelandet, in Hochfilzen und Ruhpolding sogar ganz oben. Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang gab es allerdings eine große Enttäuschung mit

+++ Skispringen +++

Freund dämpft Vierschanzentournee-Hoffnungen

Skisprung-Olympiasieger Severin Freund will bei seiner Rückkehr nach zwei Kreuzbandrissen nicht von seinen früheren Verdiensten zehren. „Mein Name und meine Erfolge der Vergangenheit werden nicht reichen. In einem anderen Team wäre es vielleicht einfacher“, sagte der 30-Jährige der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf die bevorstehende Vierschanzentournee (30. Dezember bis 6. Januar). Freund ist im Weltcup derzeit der schlechteste Springer der sieben Deutschen und landete am Samstag in Engelberg auf dem 50. und letzten Platz.

+++ Skilanglauf +++

Johaug feiert fünften Sieg

Norwegens Top-Skilangläuferin Therese Johaug bleibt nach ihrem Comeback schier unbezwingbar. Die 30-Jährige gewann am Sonntag in Davos über 10 km Freistil und feierte damit im fünften Distanzrennen seit ihrer Rückkehr den fünften Sieg. Die siebenmalige Weltmeisterin hatte aufgrund einer Dopingsperre mehr als zwei Jahre im Weltcup gefehlt.

Johaug setzte sich in der Schweiz in 26:06,9 Minuten mit 12,1 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg durch. Dritte wurde die Finnin Krista Pärmäkoski (+19,2).

Achtbar schlugen sich die jungen deutschen Starterinnen. Julia Belger holte als 28. zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach mehr als zwei Jahren Weltcup-Punkte, Pia Fink (Bremelau) sammelte auf Platz 30 noch einen Zähler.

(rent/sid/dpa)
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