Wintersport-Ticker 2018/19: Kombinierer Johannes Rydzek deutscher Fahnenträger bei WM

+++ Wintersport-Telegramm+++: Kombinierer Rydzek deutscher Fahnenträger bei WM

Ski-Alpin, Bob, Biathlon oder Skispringen - die Wintersportler sind fast täglich im Einsatz. Wir halten Sie in unserem Wintersport-Telegramm über alle Ereignisse auf dem Laufenden.

+++Skispringen+++

20. Februar: Eisenbichler überzeugt im ersten WM-Training

Die deutschen Skispringer haben am ersten Trainingstag der WM in Seefeld einen guten Eindruck hinterlassen. Bester DSV-Adler war Markus Eisenbichler, der in den beiden Durchgängen am Bergisel die Ränge fünf und vier belegte. Da in Seefeld nur eine Normalschanze steht, finden die WM-Entscheidungen vom großen Bakken in Innsbruck statt.

Auch Willingen-Sieger Karl Geiger mit den Plätzen vier und sechs, Richard Freitag (7./10.), Stephan Leyhe (9./8.) und Andreas Wellinger (26./9.) landeten in den Top 10. "Ich bin gut reingekommen, fühle mich gut. Innsbruck macht irgendwie Spaß, meine Technik scheint gut hierher zu passen", sagte Freitag, der 2015 das Tourneespringen am Bergisel gewonnen hatte, dem SID.

Gewinner der Durchgänge wurden Olympiasieger Kamil Stoch (Polen) und überraschend der Schweizer Kilian Peier. Die Mannschaft von Gastgeber Österreich um Doppelweltmeister Stefan Kraft war nicht am Start.

Am Donnerstag steht am Bergisel ein weiteres Training an. Anschließend muss Bundestrainer Werner Schuster seine vier Starter für die Qualifikation am Freitag (14.30 Uhr/Eurosport) nominieren, die Medaillen werden am Samstag (Einzel) und Sonntag (Team) vergeben.

+++Biathlon+++

20. Februar: Schempp beendet Saison vorzeitig

Simon Schempp verzichtet wegen Formschwäche auf die Biathlon-Weltmeisterschaften und beendet vorzeitig die Saison. „In diesem Winter werde ich leider keine Rennen mehr laufen. Das heißt, ich werde auch bei der WM in Östersund nicht dabei sein. Das ist natürlich bitter, weil ich bis zuletzt gehofft und gekämpft habe, dass sich doch noch alles zum Guten wendet“, teilte der 30-Jährige am Mittwoch mit. Nach Rücksprache mit Ärzten und Trainern werde er sich erholen, „um dann im Frühjahr möglichst ohne Nebenbaustellen wieder voll angreifen zu können.“

Die Absage ist eine Schwächung für das Team von Bundestrainer Mark Kirchner. Denn der 30-Jährige, der bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang noch Silber im Massenstart und Bronze mit der Staffel gewann, war in den letzten Jahren auch als Staffel-Schlussläufer gesetzt.

+++Nordische Ski-WM+++

20. Februar: Rydzek deutscher Fahnenträger bei WM in Seefeld

Kombinierer Johannes Rydzek ist bei der Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Seefeld am Mittwochabend der Fahnenträger des Teams Deutschland. Dies gab der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt. Rydzek hatte bei der WM 2017 alle vier möglichen Goldmedaillen geholt und war zum Rekordweltmeister aufgestiegen.

Bei der Eröffnungszeremonie in Seefeld, die den Auftakt zu den zwölftägigen Titelkämpfen der Skispringer, Skilangläufer und Kombinierer bildet, tritt ab 18.00 Uhr unter anderem Stargeiger David Garrett auf.

+++Ski Alpin+++

19. Februar: Christina Geiger so gut wie nie

Skirennfahrerin Christina Geiger hat beim City Event in Stockholm mit Rang zwei völlig unerwartet das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere eingefahren. Drei Tage nach dem ärgerlichen Aus im WM-Slalom musste sich die 29-Jährige am Dienstagabend nur Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA geschlagen geben. Shiffrin sicherte sich damit vorzeitig zum sechsten Mal in ihrer Karriere die Disziplin-Wertung im Slalom. Auch Marcel Hirscher aus Österreich hat die kleine Kristallkugel für den besten Slalom-Fahrer der Saison sicher. Den Sieg bei den Männern holte sich Ramon Zenhäusern aus der Schweiz gegen Andre Myhrer aus Schweden.

+++Nordische Ski-WM+++

18. Februar: DSV hat hohe Ziele

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat für die Nordische Ski-WM in Seefeld ein 28-köpfiges Aufgebot nominiert. 11 Frauen und 17 Männer gehen bei den Wettkämpfen in Tirol an den Start.

Als Ziel hat der DSV „Saisonbestleistungen“ ausgegeben. „Bei der Medaillenvergabe wollen wir gerne wieder ein gehöriges Wörtchen mitreden und in etwa an die Ergebnisse von Lahti anknüpfen“, sagte DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger in der Mitteilung. Die Messlatte der letzten Weltmeisterschaften liegt extrem hoch: 2017 gab es im finnischen Lahti sechs Weltmeister-Titel, zwei Jahre davor waren es in Falun in Schweden fünf Goldmedaillen. Neben Rydzek hat auch Skispringerin Carina Vogt ihren Titel aus Lahti zu verteidigen.

+++Skispringen+++

18. Februar: Schlierenzauer nicht für WM nominiert

Der sechsmalige Skisprung-Weltmeister Gregor Schlierenzauer (29) ist vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) nicht für die Heim-WM in Seefeld nomininert worden. Stattdessen geht Österreich mit einem Sextett bestehend aus Titelverteidiger Stefan Kraft, Daniel Huiber, Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Manuel Fettner und Jan Hörl in die Wettbewerbe.

"Gregor hätte ganz klar Leistung zeigen müssen. Das hat er leider Gottes, wenn man das Mannschaftsspringen in Lahti ausnimmt, nicht ganz so gebracht, wie wir uns das erwartet haben. Daher haben wir dem jungen Athleten Jan Hörl den Vorzug gegeben", sagte der Sportliche Leiter des ÖSV, Mario Stecher.

Schlierenzauer, der mit 53 Einzelsiegen im Weltcup Rekordhalter ist, hatte wegen Formschwäche bereits auf die Vierschanzentournee verzichtet und stattdessen über mehrere Wochen Einzeltraining absolviert.

+++Skiflug+++

18. Februar: Weltmeister Tande muss Saison vorzeitig beenden

Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande muss seine Saison nach einem erneuten körperlichen Rückschlag vorzeitig beenden. Der 25 Jahre alte Norweger erlitt vor einer Woche in Lahti bei einem Sprung eine Knieverletzung und muss sechs Wochen pausieren, wie der Weltverband FIS am Montag mitteilte. Damit verpasst Tande auch die Nordische Ski-WM, die an diesem Dienstag in Seefeld in Tirol beginnt. „Es ist traurig, dass Daniel nicht bei der WM starten kann. Ich bin sicher, dass er dort eine gute Leistung hätte abrufen können“, sagte Norwegens Trainer Alexander Stöckl.

Tande will nach dem Saison-Aus im nächsten Winter wieder neu angreifen. „Ich werde diese Saison nicht mehr springen können, aber ich werde stärker und besser als jemals zurückkommen“, sagte er. Der Team-Olympiasieger von Pyeongchang erkrankte im vergangenen Sommer am Stevens-Johnson-Syndrom, das manchmal tödlich endet. Nach einer längeren Trainingspause kehrte Tande zwar genesen zurück, konnte aber noch nicht an seine alten Leistungen anknüpfen.

++Biathlon+++

18. Februar: Mixed-Staffel nur von Frankreich geschlagen

Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss des Weltcups in Soldier Hollow/USA mit einem weiteren Podestplatz noch einmal Selbstvertrauen für die WM in knapp drei Wochen getankt. Die Mixed-Staffel in der Formation Erik Lesser (Frankenhain), Benedikt Doll (Breitnau), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) und Vanessa Hinz (Schliersee) lief nach 2x7,5 und 2x6 km auf den zweiten Rang.

Nach insgesamt sechs Nachladern musste sich Deutschland um 13,5 Sekunden nur dem Quartett aus Frankreich geschlagen geben. Rang drei ging an die Formation aus Norwegen (+1:02,2 Minuten). "Wir haben alle einen guten Job gemacht und uns das verdient", sagte Hinz im ZDF. Lesser meinte: "Ein besonderer Dank geht an unsere Techniker. Die haben in den vergangenen Wochen tolle Arbeit geleistet."

Die Skijäger haben nun etwas mehr als zwei Wochen Zeit, um sich gezielt auf die Titelkämpfe in Schweden vorzubereiten. Die WM wird am 7. März traditionell mit der Mixed-Staffel eröffnet, das deutsche Team ist der Titelverteidiger und dürfte - sofern die Olympiasieger Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer starten werden - wieder zu den Favoriten gehören.

Lesser, der schon unzählige Staffeln als Startläufer angeführt hatte, stellte seine gute Verfassung am Sonntag noch einmal unter Beweis. Der zweimalige Weltmeister ließ sich auch von einem Nachlader beim ersten Schießen nicht aus der Ruhe bringen und schickte Doll sogar als Führenden auf die Strecke. Auch der Sprint-Weltmeister kam nicht fehlerfrei durch, er benötigte insgesamt sogar drei Reservepatronen - zur Halbzeit lag Deutschland auf Rang drei.

Dann übernahm Hildebrand, die mit zwei Podestplätzen in Sprint und Verfolgung in den zurückliegenden Tagen geglänzt hatte. Die 31-Jährige lieferte erneut ab, blieb fehlerfrei und führte ihr Team wieder an die Spitze des Feldes. Hinz, das einzige Mitglied der Weltmeister-Staffel von 2017, zeigte mit zwei Nachlader eine solide Leistung - und sicherte das Podest souverän ab.

++Skispringen+++

17. Februar: Eisenbichler in Willingen Zweiter - Kobayashi siegt

Die deutschen Skispringer haben sich einen Tag nach dem Sieg von Karl Geiger beim zweiten Einzel in Willingen nur Ryoyu Kobayashi geschlagen geben müssen. Am Sonntag wurde der Tournee-Zweite Markus Eisenbichler mit Sprüngen auf 140 und 141,5 Meter als Zweiter bester Deutscher und machte seinen 36. Platz vom Vortag wieder gut. Geiger (137,5/138,5 Meter) landete auf Rang sechs, auch Richard Freitag (138 und 144 Meter) schaffte es vor rund 20 000 Zuschauern als Vierter an der Mühlenkopfschanze unter die Top-Plätze.

Der Sieg ging an den Japaner Kobayashi, der auf 146 und 144 Meter sprang und sich damit auch den Scheck über 25.000 Euro für den besten Springer des Wochenendes gesichert. Rang drei belegte der Pole Piotr Zyla. Das Weltcup-Wochenende in Willingen war für die Adler der letzte Test vor der WM, die an diesem Dienstag in Seefeld beginnt.

+++Biathlon+++

17. Februar: Single-Mixed-Staffel - Rees und Preuß auf Rang vier
Die Biathleten Roman Rees (Schauinsland) und Franziska Preuß (Haag) haben bei der WM-Generalprobe mit der Single-Mixed-Staffel trotz einer Schlussoffensive das Podest verpasst. Beim Weltcup in Soldier Hollow/USA kam das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach 4x3 + 1,5 km auf den vierten Platz. Auf die siegreichen Italiener hatten Rees und Preuß nach insgesamt sechs Nachladern 1:06,9 Minuten Rückstand. Hinter Italien komplettierten die Duos aus Österreich (+22,9 Sekunden) und Frankreich (+50,2) das Podest.

Die Single-Mixed-Staffel ist die jüngste aller Biathlon-Disziplinen, sie wurde im Weltcup erstmals vor gut vier Jahren ausgetragen und gehört im März in Östersund zum ersten Mal auch zum WM-Programm. Die Laufrunde ist mit 1,5 km relativ kurz, eine Strafrunde mit 75 Metern auch nur halb so lang wie üblich.

+++Ski Alpin+++

17. Februar: Neureuther bei Slalom-Sieg von Hirscher disqualifiziert

Felix Neureuther ist im WM-Slalom von Are ausgeschieden und hat eine Medaille in seinem voraussichtlich letzten Rennen bei einem alpinen Großereignis verpasst. Der Skirennfahrer fädelte am Sonntag in Are im zweiten Lauf ein und wurde disqualifiziert. Weltmeister wurde Marcel Hirscher aus Österreich vor seinen beiden Teamkollegen Michael Matt (+0,65 Sekunden) und Marco Schwarz (+0,76). Anders als Neureuther, der eine Fortsetzung seiner Karriere nach der Saison zuletzt offen gelassen hatte, beendete der junge Anton Tremmel das Rennen in den Top 30. Dominik Stehle schied wie Neureuther aus.

+++Skispringen+++

17. Februar: Lundby auch in Oberstdorf nicht zu stoppen

Katharina Althaus und ihre deutschen Teamkolleginnen haben die Siegesserie von Maren Lundby auch beim Weltcup-Heimspiel in Oberstdorf nicht beenden können. Althaus belegte bei den beiden Springen in ihrem Heimatort die Plätze zwei und vier. Am Samstag fehlten ihr nur 22 Zentimeter auf die Gesamtführende Lundby, die am Schattenberg beide Wettbewerbe für sich entscheiden konnte.

Am Sonntag musste sich die beste deutsche Skispringerin nach Sprüngen auf 128 und 120,5 Meter auch Teamkollegin Juliane Seyfarth und Sara Takanashi aus Japan geschlagen geben. „Die Mädels haben tollen Sport auf der Schanze gezeigt bis zu 135 Metern. Maren war wieder das Quäntchen besser, das müssen wir neidlos anerkennen“, sagte Bundestrainer Andreas Bauer am Sonntag im ZDF.

Die Norwegerin Lundby, die acht der neun letzten Springen gewonnen hat und in Oberstdorf einen Schanzenrekord aufstellte, und Althaus (zehn Podestplätze) prägen in diesem Winter den Weltcup der Frauen.

+++Langlauf+++

17. Februar: Carl wird Sechste in Cogne - Finnin Niskanen gewinnt

Wenige Tage vor Beginn der nordischen Ski-Weltmeisterschaften hat Victoria Carl den sechsten Platz im 10-Kilometer-Langlauf in der klassischen Technik beim Weltcup im italienischen Cogne belegt. Die 23-Jährige aus Thüringen (SC Motor Zella-Mehlis) lag am Sonntag im Ziel gut 32 Sekunden hinter der Siegerin Kerttu Niskanen aus Finnland zurück. Zweite wurde die Schweizerin Nadine Fähndrich, auf dem dritten Rang landete die Russin Natalia Neprjajewa. Allerdings fehlten mehrere Top-Athletinnen aus Skandinavien, die kurz vor der WM im österreichischen Seefeld (19. Februar bis 3. März) pausierten.

Den 15-Kilometer-Langlauf der Männer gewann der Russe Alexander Bolschunow. Der 27-jährige Iivo Niskanen, Bruder der Siegerin bei den Damen, belegte den zweiten Platz. Dritter wurde Alexander Bessmertnych ebenfalls aus Russland. Bester Deutscher wurde Andreas Katz aus Baiersbronn auf dem 19. Rang.

+++Ski-WM+++

17. Februar: 160.000 Tickets für Ski-WM in Seefeld verkauft

Wenige Tage vor Beginn der Nordischen Ski-WM in Seefeld/Österreich (19. Februar bis 3. März) sind 160.000 Tickets verkauft worden. Das gab Mario Stecher, zweimaliger Olympiasieger der Nordischen Kombinierer und aktueller sportlicher Leiter des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), im Rahmen des Skisprung-Weltcups in Willingen bekannt. Das Kontingent liegt bei 200.000 Tickets. Neben Seefeld ist auch Innsbruck Austragungsort einiger Wettbewerbe.

"Wir hoffen, mit der einen oder anderen Möglichkeit aus dem deutschen Raum noch punkten zu können. Es ist nicht weit von der Grenze", sagte Stecher. Mit dem Stand der Vorbereitungen zeigte sich Stecher zufrieden. "Seefeld präsentiert sich bereits absolut WM-reif, die Vorbereitungen sind mehr oder weniger abgeschlossen", sagte er.

Nicht bestätigen konnte Stecher Gespräche mit dem aktuellen deutschen Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster, der am Saisonende seinen Posten verlässt und mit einer Rückkehr nach Österreich in Verbindung gebracht wird. "Seitens des ÖSV hat es keine Gespräche gegeben. Natürlich trifft man sich privat immer mal wieder. Was ich weiß, ist, dass er in Gesprächen mit dem Skigymnasium Stams steht. Aber das hat mit dem ÖSV nichts zu tun", sagte Stecher.

+++Skicross+++

17. Februar: Wilmsmann beim Heim-Weltcup Zweiter und Fünfter

Einen Tag nach dem besten Weltcup-Ergebnis seiner Karriere mit Platz zwei im Heim-Rennen am Feldberg hat Skicrosser Florian Wilmsmann das Finale der besten Vier hauchdünn verpasst. Das „kleine Finale“ am Sonntag im Hochschwarzwald beendete der 23-Jährige vom TSV Hartpenning als Erster und belegte damit einen guten fünften Rang.

Tags zuvor hatte sich Wilmsmann nur dem Schweizer Ryan Regez geschlagen geben müssen. Am Sonntag gewann der Franzose Jean Frederic Chapuis nach Fotofinish. Daniel Bohnacker vom SC Gerhausen schied nach seinem siebten Platz am Samstag tags darauf wie Teamkollege Tobias Müller im Viertelfinale aus.