Wintersport-Ticker 2018/19: Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster holen Medaillen bei der Para-Ski-WM

+++ Wintersport-Telegramm+++: Silber und Bronze für deutsches Team bei der Para-Ski-WM

Ski-Alpin, Bob, Biathlon oder Skispringen - die Wintersportler sind fast täglich im Einsatz. Wir halten Sie in unserem Wintersport-Telegramm über alle Ereignisse auf dem Laufenden.

+++ Ski Alpin +++

Erste Medaillen für das deutsche Team bei Para-Ski-WM

Die Monoskifahrerinnen Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster haben bei der Para Ski WM der Alpinen die ersten Medaillen für das deutsche Team gewonnen. Die 25 Jahre alte Schaffelhuber musste sich am Dienstag im slowenischen Kranjska Gora nur der Japanerin Momoka Muraoka, die 1,71 Sekunden schneller war, geschlagen geben. Forster war knapp zwölf Sekunden langsamer als Schaffelhuber und sicherte sich Bronze.

Die beiden Sportlerinnen gehören zu den Erfolgsgaranten des Deutschen Behindertensportverbands. Bei den Winter-Paralympics von Pyeongchang hatten die querschnittsgelähmte Schaffelhuber und ihre zwei Jahre jüngere Teamkollegin jeweils zwei Goldmedaillen gewonnen.

Pech hatte Andrea Rothfuss in der stehenden Klasse. Die 29-Jährige hatte nach dem ersten Durchgang noch auf Rang zwei gelegen, schied dann jedoch aus. Auch Anna-Maria Rieder beendete das Rennen nicht.

+++ Ski Alpin +++

22. Januar 2019: Matthias Mayer holt erste Bestzeit auf der Streif

Lokalmatador Matthias Mayer hat beim Training zur Streif-Abfahrt beim Alpin-Weltcup in Kitzbühel die erste Bestzeit gesetzt. Der Doppel-Olympiasieger verwies bei strahlendem Sonnenschein in 1:57,44 Minuten den Kanadier Benjamin Thomsen (+0,15 Sekunden) und seinen Landsmann Daniel Danklmaier (+0,24) auf die Plätze zwei und drei.

Als bester Deutscher überzeugte vor der dem Rennen am Samstag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) Josef Ferstl (Hammer) als Neunter mit 1,44 Sekunden Rückstand auf Mayer. Manuel Schmid (Fischen/+2,39) belegte den 17. Platz, Dominik Schwaiger (Königssee) kam nicht ins Ziel. Das Abschlusstraining für die Abfahrt steigt am Donnerstag (11.30 Uhr).

+++Biathon +++

22. Januar 2019: Erik Lesser und Laura Dahlmeier starten in Antholz

Der zweimalige Biathlon-Weltmeister Erik Lesser (Frankenhain) kehrt beim Weltcup in Antholz zurück in das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV). Das gab der DSV am Dienstag bekannt, nachdem Lesser in der Vorwoche das Heimspiel in Ruhpolding ausgelassen und die Zeit mit seiner Lebensgefährtin und der neugeborenen Tochter Anouk verbracht hatte.

Angeführt wird das deutsche Team von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) und Franziska Preuß (Haag), die in Ruhpolding ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert hatte. "Ich bin nach den Rennen von Oberhof und Ruhpolding schon sehr am Limit, aber jetzt heißt es noch mal, zu regenerieren und die letzten Körner zusammenzukratzen - und dann noch mal volle Attacke in Antholz", sagte Preuß.

Das erste Rennen in der auf über 1600 Metern Höhe gelegenen Südtirol Arena wird am Donnerstag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) der Sprint der Frauen sein, am Tag danach geht es für die Männer (14.30 Uhr) mit dem gleichen Wettbewerb los. Am Samstag (ab 13.30 Uhr) stehen dann die Verfolger an, am Sonntag (ab 12.45 Uhr) die Massenstarts. Das deutsche Aufgebot:

Laura Dahlmeier (Partenkirchen), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Franziska Hildebrand, Karolin Horchler (beide Clausthal-Zellerfeld), Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag), Benedikt Doll (Breitnau), Johannes Kühn (Reit im Winkl), Erik Lesser (Frankenhain), Philipp Nawrath (Nesselwang), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Roman Rees (Schauinsland)

+++Ski Alpin +++

21. Januar 2019: US-Skistar Lindsey Vonn will über Rücktritt in den nächsten Tagen entscheiden

US-Skistar Lindsey Vonn will in den nächsten Tagen über ihren Rücktritt befinden. Sie brauche einige Tage zur Verarbeitung und um darüber zu entscheiden, wie es weitergehe, sagte eine Sprecherin des amerikanischen Skiteams am Montag. Nach dem frustrierenden Ausscheiden beim Super-G am Sonntag in Cortina d'Ampezzo hatte die mit 82 Weltcup-Siegen erfolgreichste Skifrennfahrerin über ein sofortiges Karriereende gesprochen.

„Ich wollte nicht aufhören, aber ich kann nicht weiterfahren. Die Schmerzen in meinem Knie sind zu viel und ich weiß nicht, was ich noch machen soll dagegen“, hatte die 34-jährige Vonn unter Tränen in den Dolomiten erklärt. „Ich hatte vier Operationen am rechten Knie und im linken ist mein Außenband kaputt“, erklärte Vonn. Eigentlich wollte sie noch diese Saison zu Ende fahren und ihre Karriere nach den Speedrennen in Lake Louise Anfang kommenden Winters endgültig beenden.

+++Skispringen+++

21. Januar 2019: Siegel zieht sich komplexe Knieverletzung zu
Skispringer David Siegel (Baiersbronn) wird die WM in Seefeld/Österreich (19. Februar bis 3. März) nach seinem schweren Sturz am vergangenen Samstag beim Weltcup im polnischen Zakopane verpassen und auch für den Rest der Saison ausfallen. Der 22-Jährige zog sich eine komplexe Knieverletzung unter anderem mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes zu.

"David muss die WM-Saison aufgrund der Verletzungen leider beenden", teilte der Mannschaftsarzt der deutschen Skispringer, Mark Dorfmüller, mit. Die Diagnose gab der Deutsche Skiverband (DSV) nach einer MRT-Untersuchung durch DSV-Arzt Peter Brucker am Montagmorgen in München bekannt. Siegel wird in den nächsten Tagen in der bayerischen Metropole operiert.

David Siegel, der zuletzt in Val di Fiemme als Fünfter sein bestes Karriereergebnis erzielt hatte, war am Samstag im von Deutschland gewonnenen Teamspringen nach einem weiten Flug bei der Landung zu Fall gekommen und unter großen Schmerzen auf einer Trage aus dem Stadion gebracht worden.

+++Skispringen+++

20. Januar 2019: Skispringer fliegen am Podest vorbei

Die deutschen Skispringer haben einen Tag nach ihrem Sieg im Teamwettbewerb einen weiteren Podestplatz im polnischen Zakopane verpasst. Im Einzel wurde Stephan Leyhe am Sonntag mit Sprüngen auf 129 und 133 Meter als bester DSV-Starter Siebter. Die Teamsieger Karl Geiger (24.) und Markus Eisenbichler (26.) enttäuschten genauso wie der letztjährige Gesamtzweite Richard Freitag (25.), der für das Quartett am Samstag nicht berücksichtigt worden war. Im Teamspringen war der Deutsche David Siegel schwer gestürzt und mit einer Trage von der Schanze gebracht worden. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll Klarheit über die Verletzung bringen.

Der Sieg in dem vom Wind immer wieder beeinflussten Wettkampf ging an den Österreicher Stefan Kraft, der seine starke Leistung vom Vortag bestätigte und nach Sprüngen auf 133 und 132,5 Meter erstmals in diesem Winter gewann. Das Podest komplettierten Robert Johansson aus Norwegen und der Japaner Yukiya Sato. Tournee-Sieger Ryoyu Kobayashi landete gemeinsam mit Leyhe auf Rang sieben.

+++Bob+++

20. Januar 2019: Friedrich gewinnt auch im Viererbob

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat die Siegesserie der deutschen Viererbobpiloten in diesem Winter fortgesetzt. Der Sachse aus Pirna fuhr am Sonntag im Olympia-Eiskanal in Innsbruck/Igls mit seiner Crew Martin Grothkopp, Alexander Schüller und Thorsten Margis den dritten Weltcupsieg in der Königsklasse ein und gewann somit gleich in beiden Disziplinen. Am Samstag hatte Friedrich schon das fünfte Rennen hintereinander im kleinen Schlitten gewonnen. Mit dem großen Gefährt verwies er nach zwei Läufen den Letten Oskars Kibermanis mit 19 Hundertstelsekunden auf Rang zwei. Dritter wurde Johannes Lochner, der in der Vorwoche auf seiner Heimbahn am Königssee Europameister im Viererbob wurde. Der wegen einer Muskelverletzung im Sitzen startende Olympia-Zweite Nico Walther kam auf einen respektablen siebten Rang.

+++Biathlon+++

20. Januar 2019: Preuß triumphiert in Ruhpolding

Franziska Preuß hat in Ruhpolding den Massenstart gewonnen und damit den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere geholt. Die 24-Jährige setzte sich am Sonntag über die 12,5 Kilometer im Zielsprint dank eines fehlerfreien Schießens vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold und der Slowakin Paulina Fialková durch. „Es ist ein wahnsinnig geiles Gefühl, daheim in meinem Wohnzimmer ganz oben zu stehen“, sagte die zusammen mit ihrem Freund Simon Schempp in Ruhpolding lebende Franziska Preuß in der ARD. „Es war ein perfektes Rennen, es war ein genialer Tag.“

Das gute Abschneiden der deutschen Skijägerinnen vervollständigten Denise Herrmann als Zwölfte und Vanessa Hinz auf Rang 15. Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier beendete das Rennen in der Chiemgau Arena nach insgesamt sechs Strafrunden auf dem 30. und letzten Platz mit einem Rückstand von 3:35,4 Minuten.

+++Ski Alpin +++

20. Januar 2019: Neureuther bei Slalom-Weltcup nur auf Rang 17

Skirennläufer Felix Neureuther ist zwei Wochen vor Beginn der alpinen Ski-WM in Are/Schweden weiter auf Formsuche. Der 34 Jahre alte Partenkirchner belegte beim traditionsreichen Weltcup-Slalom auf dem Männlichen in Wengen/Schweiz nur Rang 17.

Von Sieger Clement Noel trennten Neureuther 2,33 Sekunden - eine Welt. Immerhin machte er im Finale noch vier Plätze gut. Dominik Stehle (Obermaiselstein/3,14) belegte Platz 21. Der erst 21 Jahre alte Franzose Noel setzte sich bei seinem ersten Weltcup-Sieg vor den Österreichern Manuel Feller (0,08 Sekunden zurück) und Marcel Hirscher (0,10) durch.

+++Langlauf+++

20. Januar 2019: Johaug dominiert weiter - Hennig starke Neunte

Die Norwegerin Therese Johaug und der Finne Iivo Niskanen haben die Langlauf-Rennen im estnischen Otepää gewonnen, ein neunter Platz von Katharina Hennig machte dem deutschen Team Mut und Hoffnung. Für die 22 Jahre alte Oberwiesenthalerin war es über die zehn Kilometer in der klassischen Technik nach zwei starken Resultaten bei der Tour de Ski schon die dritte Top-10-Platzierung in diesem Winter. Auch Sandra Ringwald, die am Samstag noch Zehnte wurde, lag mit Rang 16 im Soll. Bei den Männern war Thomas Wick am Sonntag über 15 Kilometer in der klassischen Technik auf Rang 21 der beste Deutsche, Sebastian Eisenlauer (25.) folgte.

Die nach einer Dopingsperre zurückgekehrte Johaug war wieder einmal nicht zu schlagen und feierte ihren siebten Einzel-Sieg der Saison. In der Gesamtwertung liegt die 30-Jährige nur deshalb nicht vorne, weil sie auf einen Start bei der Tour de Ski verzichtet hatte. Die Schwedin Ebba Andersson auf Rang zwei ließ sie fast eine Minute hinter sich. Rang drei ging an Natalia Neprjajewa aus Russland. Bei den Männern komplettierten Alexander Bolschunow (Russland) sowie der Norweger Didrik Toenseth das Podium hinter Niskanen.

+++Nordische Kombination+++

20. Januar 2019: Rießle Zweiter beim Triple

Fabian Rießle hat das prestigeträchtigen Triple der Nordischen Kombinierer in Chaux-Neuve auf Platz zwei beendet und den deutschen Athleten damit einen Erfolg beschert. Der 28 Jahre alte Schwarzwälder kämpfte sich am Sonntag nach zwei durchwachsenen Sprüngen beim Lauf über 15 Kilometer von Rang vier noch zwei Positionen nach vorn und wurde damit mit Abstand bester Deutscher. Der Sieg ging an den Österreicher Mario Seidl, der sich am Vormittag mit zwei exzellenten Sprüngen auf der Schanze an die Spitze gesetzt hatte. Sein Landsmann Franz-Josef Rehrl wurde nach zwei Tagessiegen am Freitag und Samstag insgesamt Dritter.

Hinter Rießle verpassten die weiteren Deutschen Top-Platzierungen. Vinzenz Geiger schaffte es nach einem couragierten Lauf auf Rang zehn. Eric Frenzel (11.), Johannes Rydzek (12.), Manuel Faißt (14.) und Terence Weber (15.) hatten schon vor dem finalen Lauf einen zu großen Rückstand auf die Führenden. Das Triple fand in diesem Jahr in Frankreich statt, weil der eigentliche Austragungsort Seefeld in Tirol im Februar WM-Gastgeber ist.

+++Biathlon+++

20. Januar 2019: Peiffer Siebter bei Bö-Sieg

Die deutschen Biathleten haben es beim Heim-Weltcup in Ruhpolding im Massenstart nicht auf das Podest geschafft. Beim 30. Weltcupsieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö vor dem Österreicher Julian Eberhard sowie den Franzosen Quentin Fillon Maillet und Martin Fourcade war Olympiasieger Arnd Peiffer am Sonntag als Siebter der beste deutsche Skijäger.

Nach zwei Strafrunden hatte der 32-jährige Peiffer 25,5 Sekunden Rückstand auf Bö, der vor 24 000 Zuschauern in der Chiemgau Arena eine Extrarunde laufen musste, aber trotzdem seinen neunten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte. Der Norweger hatte in Ruhpolding schon den Sprint für sich entschieden.

Benedikt Doll kam nach zwei Strafrunden auf Rang 21., Johannes Kühn beendete das 15-Kilometer-Rennen nach sieben Schießfehlern auf dem 30. und letzten Platz.

++Ski Alpin+++

20. Januar 2019: Shiffrin gewinnt Super-G, Rebensburg Neunte

Viktoria Rebensburg hat beim vorletzten Super-G vor den Weltmeisterschaften den neunten Platz belegt. Gut zwei Wochen vor der ersten Medaillenentscheidung in Are fehlten Deutschlands bester Skirennfahrerin am Sonntag in Cortina d'Ampezzo zur Spitze 0,74 Sekunden. Den Sieg holte sich Mikaela Shiffrin aus den USA und stahl damit ihrer Teamkollegin Lindsey Vonn die Show. Vonn schied wie viele andere aus und muss nach ihrem Comeback weiter auf den 83. Sieg im Weltcup warten. Zweite wurde Tina Weirather aus Liechtenstein (+0,14 Sekunden), Dritte Tamara Tippler aus Österreich. Kira Weidle lag nach 48 Fahrerinnen auf Rang 19.

+++Ski Alpin+++

20. Januar 2019:

US-Skistar Lindsey Vonn: Sofortiges Karriereende möglich
US-Skistar Lindsey Vonn hat in einem Interview des ORF ein mögliches sofortiges Karriereende angekündigt. „Ich wollte nicht aufhören, aber ich kann nicht weiterfahren. Die Schmerzen in meinem Knie sind zu viel und ich weiß nicht, was ich noch machen soll dagegen“, zitierte der TV-Sender aus Österrereich die erfolgreichste Frau der Weltcup-Geschichte am Sonntag auf seiner Homepage. Auf die Frage, ob der Super-G in Cortina d'Ampezzo vielleicht ihr letztes Rennen im Weltcup gewesen sein könnte, antwortete Vonn demnach unter Tränen: „Ich glaube schon. Ich muss noch darüber nachdenken, aber es kann sein. Ich muss überlegen.“

+++Skicross+++

20. Januar 2019: Zacher mit Licht und Schatten

Skicrosserin Heidi Zacher (Lenggries) ist rechtzeitig vor der WM in Park City/USA (ab 1. Februar) auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Beim Weltcup im schwedischen Idre Fjäll, wo sie im Vorjahr im Training einen Kreuzbandriss erlitten und deswegen auch die Olympischen Spiele 2018 von Pyeongchang verpasste hatte, fuhr die 30-Jährige im ersten von zwei Rennen etwas überraschend zu ihrem siebten Weltcupsieg.

Im zweiten Rennen am Sonntag schied Zacher bereits im Viertelfinale aus, die Freude über den Erfolg am Tag zuvor aber blieb ihr. "Es ist unglaublich, letztes Jahr habe ich mich hier verletzt und meine Saison war vorbei, und jetzt zurückzukommen mit einem Sieg, ist großartig. Ich bin total happy", sagte sie.

+++Ski Alpin+++

20. Januar 2019: Neureuther abgeschlagen auf Rang 21

Für Felix Neureuther läuft es auch beim Weltcup-Slalom in Wengen/Schweiz nicht wunschgemäß. Den ersten Lauf beendete der 34 Jahre alte Partenkirchner mit 1,87 Sekunden Rückstand auf den überraschend in Führung liegenden Franzosen Noel Clement auf Rang 21. Dominik Stehle (Obermaiselstein) liegt knapp vor Neureuther auf Rang 20.

Clement geht am Männlichen mit einem Vorsprung von 0,42 Sekunden auf den Österreicher Manuel Feller in den zweiten Lauf. Dritter ist der Norweger Henrik Kristoffersen (+0,72 Sekunden). Seriensieger Marcel Hirscher aus Österreich liegt etwas überraschend und zeitgleich mit Teamkollege Michael Matt (jeweils +0,91) nur auf Rang fünf.

+++Langlauf+++

20. Januar 2019: Hennig belegt Rang neun

Die deutsche Langläuferin Katharina Hennig hat ihre starke Form beim Weltcup im estnischen Otepää unter Beweis gestellt und einen neunten Platz eingefahren. Die 22-Jährige aus Oberwiesenthal schaffte über zehn Kilometer in der klassischen Technik ihr insgesamt drittes Top-Ten-Resultat in diesem Winter. Hinter Hennig gelang im Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder auch Sandra Ringwald, die am Samstag Zehnte wurde, mit Rang 16 eine ordentliche Platzierung.

Nicht zu schlagen war wieder einmal Therese Johaug. Die Norwegerin bewältigte die Strecke in 29:53 Minuten und lag damit fast eine Minute vor der Schwedin Ebba Andersson, die Zweite wurde. Rang drei ging an Natalia Neprjajewa aus Russland. Johaug liegt in der Gesamtwertung trotz einiger Siege deutlich zurück, weil sie an der Tour de Ski nicht teilgenommen hatte.

+++Skispringen+++

19. Januar 2019: David Siegel verletzt sich bei weitem Sprung am Knie - dennoch Sieg für deutsche Springer

Die deutschen Skispringer haben im polnischen Zakopane den zweiten Teamwettbewerb im WM-Winter gewonnen, den Erfolg aber teuer bezahlt. David Siegel (Baiersbronn) zog sich bei einem schlimmen Sturz womöglich eine schwere Verletzung zu. Für Siegel, der sein erstes Mannschaftsspringen im Weltcup bestritt, Karl Geiger (Oberstdorf), Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und Stephan Leyhe (Willingen) reichte es dennoch zum Sieg mit 0,1 Punkten Vorsprung auf Österreich.

+++Nordische Kombination+++

19. Januar 2019: Fabian Rießle holt wieder Platz drei beim Triple in Chaux-Neuve

Team-Olympiasieger Fabian Rießle hat mit seiner zweiten Podestplatzierung beim Kombinierer-Triple im französischen Chaux-Neuve seine gute Ausgangsposition im Kampf um den Gesamtsieg verteidigt. Im zweiten Wettkampf der dreitägigen Veranstaltung kam der Schwarzwälder erneut auf Rang drei und geht mit 24,8 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Franz-Josef Rehrl aus Österreich in den abschließenden "Marathon" am Sonntag. Rehrl, der seinen zweiten Weltcupsieg feierte, hatte bereits am Freitag den Auftakt mit einem Sprung und dem kurzen 5-km-Skilanglauf gewonnen und lief am Samstag über die reguläre Weltcup-Distanz (ein Sprung, 10 km) einen Start-Ziel-Erfolg ein. Die Entscheidung mit den besten 30 der Gesamtwertung fällt am Sonntag mit zwei Sprüngen und 15 km in der Loipe. Die Abstände werden beim Triple von Tag zu Tag mitgenommen.

+++Bob+++

19. Januar 2019: Olympiasieger Friedrich gewinnt auch fünftes Zweierbob-Rennen

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat in Innsbruck/Igls seinen fünften Zweierbob-Weltcupsieg in diesem Winter eingefahren. Mit Stammanschieber Thorsten Margis setzte sich der Pilot vom BSC Oberbärenburg am Samstag nach zwei Läufen mit 15 Hundertstelsekunden Vorsprung gegen Johannes Lochner durch. Der für Stuttgart fahrende Berchtesgadener hatte Probleme beim Einstieg im Finallauf und lag fast mit dem Oberkörper auf der Vorderhaube. Er rettete sich akrobatisch in den Schlitten und fuhr mit Florian Bauer noch ein starkes Rennen. Dritter wurde der Lette Oskars Kibermanis.

+++Biathlon+++

19. Januar 2019: Deutsche Frauen-Staffel läuft in Ruhpolding aufs Podest

Die deutschen Biathletinnen haben eine Woche nach Platz zwei in Oberhof auch in Ruhpolding mit der Staffel das Weltcup-Podium gestürmt. Vanessa Hinz (Schliersee), Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen), Franziska Preuß (Haag) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal) belegten nach 4x6 km den dritten Platz. Nach insgesamt neun Nachladern betrug der Rückstand des Quartetts auf Sieger Frankreich 23,4 Sekunden. Zweiter wurde Norwegen (11,5 Sekunden zurück).

+++Ski Alpin+++

19. Januar 2019: Österreicher Vincent Kriechmayr gewinnt Abfahrt in Wengen

Der Österreicher Vincent Kriechmayr hat beim spektakulären Abfahrtsklassiker in Wengen mit knappem Vorsprung einen Schweizer Heimsieg verhindert. Der 27 Jahre alte Linzer lag am Ende der kraftraubenden, beinahe 4,5 Kilometer langen Strecke vom Lauberhorn nur 0,14 Sekunden vor dem zunächst in Führung liegenden Weltmeister Beat Feuz. Dritter wurde der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,26 Sekunden).

Bei optimalen äußeren Bedingungen sorgte Manuel Schmid (Fischen) für eine kleine Überraschung. Er fuhr mit der hohen Startnummer 39 noch auf Rang 18 im Zwischenklassement (+1,81 Sekunden) und war damit bester Deutscher.

+++Snowboard+++

19. Januar 2019: Selina Jörg holt Weltcup-Sieg in Rogla


Snowboarderin Selina Jörg hat die Abwesenheit von Olympiasiegerin Ester Ledecka genutzt und ist im slowenischen Rogla mit einer bärenstarken Vorstellung zu ihrem dritten Weltcup-Sieg gefahren. Die 30 Jahre alte Allgäuerin setzte sich im Finale knapp gegen die Russin Natalia Sobolewa durch (0,13 Sekunden zurück) und gewann erstmals einen Parallel-Riesenslalom.

Damit fuhr Jörg, bei Olympia in Pyeongchang bereits Zweite, auch in die Favoritenrolle für die WM in Park City (USA). Wenn dort am 3. (Parallel-Riesenslalom) und 4. Februar (Parallel-Slalom) die Medaillen vergeben werden, wird Ledecka erneut fehlen: Die Super-G-Olympiasiegerin aus Tschechien hat angekündigt, sich in diesem Jahr auf die gleichzeitig stattfindende alpine Ski-WM in Are/Schweden konzentrieren zu wollen.

Jörg schaltete im Halbfinale ihre Teamkollegin Cheyenne Loch (Schliersee) aus, die als Dritte erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere aufs "Stockerl" fuhr - zum ersten Mal in einem Riesenslalom. Carolin Langenhorst (Bischofswiesen) schied im Achtelfinale aus, die Olympia-Dritte Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) in der Qualifikation.

Bei den Männern lief es dagegen nicht für Snowboard Germany. Keiner der drei deutschen Starter kam in die Finalläufe. Auch Stefan Baumeister (Aising-Pang), vor wenigen Tagen in Bad Gastein noch Sieger im Parallel-Slalom, schied in der Qualifikation aus.

+++Langlauf+++

19. Januar 2019: Sandra Ringwald als beste Deutsche auf Platz zehn

Sandra Ringwald hat beim Sprint der Langläuferinnen im estnischen Otepää als beste Deutsche Rang zehn belegt. Die 28-Jährige schied am Samstag im Halbfinale mit einer Zeit von 3:11,39 Minuten aus. Den Sieg sicherte sich die norwegische Olympiasiegerin von Sotschi, Maiken Caspersen Falla, vor Natalia Neprjajewa aus Russland und der Schwedin Maja Dahlqvist. Als zweitbeste DSV-Starterin lief Laura Gimmler auf Rang 16. Katharina Hennig wurde 24., fünf Plätze vor Sofia Krehl, die ebenfalls noch das Viertelfinale erreicht hatte.

Die deutschen Männer waren bereits in der Qualifikation gescheitert. Als bester DSV-Athlet lief Sebastian Eisenlauer die 40. schnellste Zeit der Quali. Der Stärkste war mal wieder der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo, der seinen Vorsprung im Gesamtweltcup weiter ausbaute.

+++Ski Alpin+++

19. Januar 2019: Kira Weidle und Viktoria Rebensburg mit Top-Fünf-Plätzen bei Abfahrt in Cortina d'Ampezzo

Gut zwei Wochen vor der WM in Are haben die deutschen Skirennfahrerinnen Kira Weidle und Viktoria Rebensburg für das beste Mannschaftsergebnis seit mehr als zehn Jahren gesorgt. Bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo belegte Weidle am Samstag Rang vier, Rebensburg wurde Fünfte. Der 22 Jahre alten Weidle fehlten nur 0,12 Sekunden auf die Top Drei. „Wenn sie so weiter macht, dann kann sie schon zu einer Geheimfavoritin auf eine Medaille werden da in Are“, sagte Rebensburg über die Aussichten ihrer Teamkollegin bei den Titelkämpfen in Schweden im Februar.

Die bereits für die WM qualifizierte Michaela Wenig sammelte auf Platz 25 erneut Weltcup-Punkte. Den Sieg holte sich wie tags zuvor Ramona Siebenhofer aus Österreich. Ihre Teamkollegin Nicole Schmidhofer wurde Zweite vor Ilka Stuhec aus Slowenien. „Es ist unglaublich, dass ich wieder in Führung bin. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meinte Siebenhofer nach dem zweiten Sieg ihrer Weltcup-Karriere.

+++Nordische Kombination+++

19. Januar 2019: Fabian Rießle in Lauerstellung beim Triple in Chaux-Neuve

Team-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau) hat am zweiten Tag des Triples der Nordischen Kombinierer im französischen Chaux-Neuve erneut eine Top-Platzierung im Blick. Der 28-Jährige liegt nach dem Springen auf dem vierten Platz und geht mit 54 Sekunden Rückstand auf Sprung- und Vortagessieger Franz-Josef Rehrl (Österreich) auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke um 15.45 Uhr (ARD und Eurosport).

Rießle war am Vortag Dritter, die Abstände aus dem ersten Wettkampf nahmen die Athleten in den zweiten Tag mit.

Ebenfalls unter die Top Ten sprangen Terence Weber (Geyer/+1:18 Minuten) und Manuel Faißt (Baiersbronn/+1:31). Olympiasieger Eric Frenzel (Geyer) geht als 15. mit einem Rückstand von 2:02 Minuten in die Loipe. Schlecht lief es für Johannes Rydzek. Der Olympiasieger landete nur bei 105,0 m und geht mit der Hypothek von 2:28 Minuten ins Rennen. Vinzenz Geiger (beide Oberstdorf) folgt vier Sekunden hinter Rydzek.

Das Triple ist für die Kombinierer der erste Höhepunkt der Saison. Erstmals findet die dreitägige Veranstaltung nicht beim kommenden WM-Gastgeber Seefeld, sondern in Chaux-Neuve statt. Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fällt am Sonntag, wenn gleich zwei Sprünge und 15 Kilometer in der Loipe folgen.

+++Skicross+++

19. Januar 2019: Heidi Zacher ist vor der WM in Bestform

Skicrosserin Heidi Zacher (Lenggries) ist rechtzeitig vor der WM in Park City/USA (ab 1. Februar) in Topform. Beim Weltcup im schwedischen Idre Fjäll, wo sie im Vorjahr im Training einen Kreuzbandriss erlitten und deswegen auch die Olympischen Spiele von Pyeongchang verpasste hatte, fuhr die 30-Jährige etwas überraschend zu ihrem siebten Weltcupsieg.

Seit ihrem Comeback Mitte Dezember als 21. in Arosa/Schweiz hatte sich Zacher konstant verbessert. Bei den beiden Rennen in Innichen/Italien fuhr sie auf die Ränge 15 und sieben, nun war sie im Finale sogar schneller als die Schweizerin Fanny Smith, die in dieser Saison bereits zwei der drei Rennen gewonnen hatte. Daniela Maier (Urach) schied im Viertelfinale aus.

Keinen guten Tag erwischten die deutschen Männer. Daniel Bohnacker (Gerhausen), Paul Eckert (Samerberg-Törwang) und Florian Wilmsmann (Hartpennig) scheiterten allesamt schon in ihren Achtelfinalläufen.

+++Skispringen+++

19. Januar 2019: Deutsche Skispringerinnen gewinnen Team-Springen in Japan

Die deutschen Skispringerinnen haben erstmals in ihrer Geschichte einen Mannschaftswettbewerb gewonnen. In der Besetzung Juliane Seyfarth, Ramona Straub, Carina Vogt und Katharina Althaus setzten sich die DSV-Frauen am Samstag im japanischen Zao gegen die Konkurrenz durch. Schlussspringerin Althaus, die derzeit auch das Gelbe Trikot der Gesamtführenden trägt, baute den Vorsprung mit einem Versuch auf 97,5 Meter am Ende sogar noch deutlich aus. Zweiter wurde Österreich, Rang drei belegte Japan.

Gut vier Wochen vor der Nordischen Ski-WM in Seefeld in Tirol sind die Frauen von Bundestrainer Andreas Bauer in starker Form. Teamspringen sind bei den Frauen nicht an der Tagesordnung, im vergangenen Winter gingen beide Wettbewerbe an Japan. Am Sonntag steht in Zao ein weiteres Einzel auf dem Programm, Althaus will dabei ihre Gesamtführung ausbauen.

+++Bob+++

19. Januar 2019: Zweiter Saisonsieg für Stephanie Schneider

Stephanie Schneider hat beim Bob-Weltcup in Innsbruck/Igls ihren zweiten Weltcupsieg in diesem Winter eingefahren. Mit Anschieberin Ann-Christin Strack legte die Oberbärenburgerin am Samstag auf der Olympia-Bahn zweimal Startbestzeit hin und verwies Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit elf Hundertstelsekunden Vorsprung auf Rang zwei. Die für den BRC Thüringen startende Berlinerin fuhr mit Weltcup-Debütantin Kira Lipperheide. Den deutschen Dreifacherfolg verhinderte US-Pilotin Elana Meyer Taylors, die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Die verletzungsbedingt leicht angeschlagene Winterbergerin Anna Köhler kam mit Leonie Fiebig an der Bremse auf einen respektablen vierten Rang.

„Wir sind froh, dass es so gut gelaufen ist. Mit so einem zweiten Lauf kann man hier auch aufhören“, sagte Schneider. Im Gesamtweltcup bleibt Jamanka nach fünf Rennen mit 1095 Zählern souverän in Führung vor Schneider und Köhler.

+++Langlauf+++

19. Januar 2019: Vier deutsche Skilangläuferinnen überstehen Sprint-Qualifikation

Gleich vier deutsche Skilangläuferinnen haben beim Klassiksprint im estnischen Otepää das Viertelfinale erreicht. Beste DSV-Starterin in der Qualifikation über 1,3 km war Laura Gimmler (Oberstdorf), die als 17. in die erste K.o.-Runde der besten 30 einzog.

Auch Sandra Ringwald (Schonach) auf Platz 22, Katharina Hennig (Oberwiesenthal) als 24. und Sofie Krehl (Oberstdorf) als 30. überstanden die Vorausscheidung, die Schwedens Olympiasiegerin Stina Nilsson gewann. Nicht unter die Top 30 kamen Anne Winkler (Sayda/38) und Julia Belger (Oberwiesenthal/48.).

Bei den Männern scheiterten alle drei DSV-Läufer in der Qualifikation. Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) kam auf Platz 40, Andreas Katz (Baiersbronn) wurde 56. und Thomas Wick (Zella-Mehlis) belegte Rang 59. Schnellster auf dem 1,6-km-Kurs war Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo.

+++Skispringen+++

19. Januar 2019: Severin Freund nur 20. beim Continental Cup in Sapporo

Der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat auch beim zweiten Wettbewerb des zweitklassigen Continental Cups (COC) im japanischen Sapporo keinen Schritt nach vorne gemacht. Der 30 Jahre alte Niederbayer belegte auf der Olympiaschanze von 1972 nur den 20. Rang, nachdem er im ersten Springen 13. geworden war. Beim erneuten Sieg des Österreichers Clemens Aigner war Freund nur sechstbester Deutscher.

Freund, der nach zwei Kreuzbandrissen sein Comeback gefeiert hatte, kämpft um die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Seefeld (19. Februar bis 3. März). Das WM-Ticket scheint aber derzeit in weiter Ferne. Aus der Vierschanzentournee zum Jahreswechsel war der frühere Weltcup-Gesamtsieger nach zwei Springen ausgestiegen und tritt seitdem im Continental Cup an, in dem er in Bischofshofen als Dritter zunächst ein Erfolgserlebnis verbucht hatte.

Bester Deutscher in Sapporo, wo der Weltcup am kommenden Wochenende gastiert, war Martin Hamann (Aue) auf Platz drei. Andreas Wank (Hinterzarten), wie Freund Team-Olympiasieger von 2014, musste sich nach seinem zweiten Platz am Vortag mit Rang 17 zufrieden geben. Am Sonntag findet in Nordjapan ein weiteres Einzelspringen statt.

+++Der Wintersport am Samstag, 19. Januar 2019+++

Biathlon, Skispringen, Wengen - volles Programm am Samstag

Die deutschen Biathletinnen wollen erstmals in dieser Saison ganz nach oben auf das Podest. Im Staffel-Wettbewerb in Ruhpolding ist Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier wieder mit dabei. Als Team wollen auch die Skispringer in Zakopane angreifen. Und bei den Alpin-Klassikern haben die deutschen Frauen in Cortina d'Ampezzo bessere Chancen als die Männer in Wengen. Hier ist das Programm für den Tag:

BIATHLON

Weltcup, Ruhpolding

Staffel, Frauen, 14.30 Uhr (ARD und Eurosport)

Laura Dahlmeier fiebert ihrem ersten Staffeleinsatz in diesem Biathlon-Winter entgegen. Die zweimalige Olympiasiegerin geht beim Heim-Weltcup in Ruhpolding hinter Startläuferin Vanessa Hinz an Position zwei ins Rennen. Eigentlich ist Dahlmeier als Schlussläuferin gesetzt. Da sie aber nach ihren gesundheitlichen Problemen - in der Vorwoche in Oberhof hatte sie ausgesetzt - läuferisch noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, übernimmt Denise Herrmann die Rolle als Vierte. „Mein Ziel ist, kommende Woche in Antholz ein besseres Laufgefühl zu haben als aktuell“, sagt Dahlmeier. In der Chiemgau-Arena an Position drei läuft Franziska Preuß. In Oberhof vor einer Woche hatte es für die deutschen Skijägerinnen zu Rang zwei gereicht. Den letzten Sieg in Ruhpolding gab es vor einem Jahr mit Dahlmeier als Schlussläuferin.

SKISPRINGEN

Weltcup, Zakopane/Polen

Teamspringen, Männer, 16.15 Uhr (ARD und Eurosport)

„Um das Podest mitkämpfen“ - so lautet die Zielsetzung von Bundestrainer Werner Schuster vor dem Teamwettkampf der DSV-Adler in der polnischen Skisprung-Hochburg Zakopane. „Mit Zakopane wartet jetzt eine der schönsten Weltcupstationen auf uns“, meint der Coach. Zu den Hauptkonkurrenten seiner Springer dürften vor allem die Gastgeber mit den starken Kamil Stoch, Piotr Zyla und Dawid Kubacki zählen. Norwegen und Österreich sind ebenfalls stark einzuschätzen. Der formschwache Olympiasieger Andreas Wellinger verzichtet auf den Weltcup und feilt stattdessen in der Heimat an einer Performance.

SKI ALPIN

Weltcup, Wengen/Schweiz

Abfahrt, Herren 12.30 Uhr (ARD und Eurosport 2)

An diesem Tag mit zwei Abfahrtsklassikern sind die Chancen auf gute deutsche Platzierungen bei dem Damen deutlich größer als bei den Herren. Josef Ferstl ist bei den Lauberhornrennen in Wengen der einzige verbliebene Spitzenfahrer des DSV.

NORDISCHE KOMBINATION

Weltcup, Chaux-Neuve/Frankreich

Springen, 11.30 Uhr

Zehn Kilometer Langlauf, 15.45 Uhr (ARD)

Der Auftakt war schon einmal nicht schlecht: Mit Platz drei von Fabian Rießle und allen sechs deutschen Kombinierern unter den ersten 15 war Bundestrainer Hermann Weinbuch zum Start des Triples zufrieden. Und die weniger sprunglastigen Rennen am Samstag und Sonntag über zehn und 15 Kilometer sollten den laufstarken Deutschen noch mehr liegen. „Wir hoffen, dass wir uns dann noch weiter vorne platzieren“, sagte der 58-jährige Trainer.

AUSSERDEM

Von der Großstadt in die Provinz: Nach den Heimrennen am Elbufer in Dresden treten die deutschen LANGLÄUFER im estnischen Otepää an.

Nach dem erfolgreichen Heim-Auftritt beim Weltcup am Königssee wollen die deutschen BOB-Teams auch im nicht so weit entfernten Innsbruck/Igls wieder auftrumpfen. Besonders beachtenswert: Nico Walther, Olympia-Zweiter im Viererbob, wird wegen einer muskulären Oberschenkelverletzung im Sitzen starten.

Für die deutschen SKISPRINGERINNEN steht der erste Teamwettkampf der laufenden Weltcup-Saison an. Im japanischen Zao zählen die DSV-Sportlerinnen zu den Top-Favoritinnen. Mit der Weltcup-Führenden Katharina Althaus an der Spitze liegen vier Deutsche unter den besten zehn im Weltcup.

Zwei Wochen vor dem WM-Parallelriesenslalom ist der Weltcup in Rogla/Slowenien für die SNOWBOARDER die vorletzte Chance, ihre Form zu überprüfen. Auch für die SKICROSSER ist der Weltcup in Idre Fjäll/Schweden die vorletzte Gelegenheit, sich Selbstvertrauen zu holen vor den Titelkämpfen in den USA.

+++Skispringen+++

18. Januar 2019: Geiger Quali-Siebter in Zakopane - Kobayashi schwächelt
Karl Geiger (Oberstdorf) hat in der Qualifikation zum Skisprung-Weltcup im polnischen Zakopane als bester Deutscher Rang sieben belegt. Der Engelberg-Sieger flog am Freitagabend auf 131,5 m und damit sieben Meter kürzer als der erstplatzierte Norweger Johann Andre Forfang. Weltcup-Dominator Ryoyu Kobayashi kam überraschend nicht über Platz 31 (120,0) hinaus.

Neben Geiger erreichten auch die weiteren fünf Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei teils heftigem Schneefall und tückischen Winden in der Hohen Tatra den Wettkampf der besten 50 am Sonntag (16.00 Uhr). Am Samstag wird zunächst ein Teamspringen (16.15 Uhr/jeweils ARD und Eurosport) ausgetragen.

Der Vierschanzentournee-Dritte Stephan Leyhe (Willingen) belegte im Quali-Durchgang von der Wielka-Krokiew-Schanze, auf der zuletzt Michael Uhrmann 2004 für einen deutschen Weltcupsieg gesorgt hat, Platz elf, der Tournee-Zweite Markus Eisenbichler (Siegsdorf) kam auf den 13. Rang.

David Siegel (Baiersbronn), zuletzt als Fünfter in Val die Fiemme mit seinem besten Karriereergebnis, wurde 15., Richard Freitag (Aue) kam auf Platz 19. Der für Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) ins Team gerückte Constantin Schmid (Oberaudorf) erreichte Rang 39.

Wellinger verzichtet nach zuletzt schwachen Ergebnissen auf die Wettkämpfe in Polen und steigt nach Trainingseinheiten in der Heimat erst am folgenden Wochenende in Sapporo/Japan wieder in den Weltcup ein.

+++Biathlon+++

18. Januar 2019: Deutsche Biathleten in Ruhpolding Staffel-Zweite hinter Norwegen


Die deutschen Biathleten sind beim Heim-Weltcup in Ruhpolding mit der Staffel auf Platz zwei gelaufen. Die Deutschen mussten sich am Freitag in der Premieren-Besetzung Roman Rees, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll nur Norwegen geschlagen geben. Das Quartett leistete sich insgesamt sechs Nachlader und hatte nach 4 x 7,5 Kilometern 13,5 Sekunden Rückstand auf die überlegenen Skandinavier. Platz drei ging an Frankreich.

Mit dem zweiten Staffel-Podestplatz der Saison rehabilitierten sich die DSV-Skijäger für den enttäuschenden achten Platz in der Vorwoche in Oberhof. Fast hätte es sogar zum ersten Staffelsieg in Ruhpolding seit 13 Jahren gereicht. 2006 hatte es dort den bislang letzten Erfolg für die Mannschaft gegeben.

Die Männer mussten in der Chiemgau Arena auf die beiden Stammkräfte Simon Schempp und Erik Lesser verzichten. Der formschwache Massenstart-Weltmeister Schempp legt derzeit eine Wettkampfpause ein und trainiert. Lesser lässt die Rennen in Ruhpolding aus, weil der frisch gebackene Vater nach Absprache mit den Trainern zu Hause bei seiner Freundin Nadine und Töchterchen Anouk geblieben ist.

+++Ski Alpin+++

18. Januar 2019: Österreicher Schwarz gewinnt überraschend Kombination in Wengen

Skirennfahrer Marco Schwarz aus Österreich hat überraschend die traditionsreiche Kombination in Wengen gewonnen ist damit vor den Weltmeisterschaften zu einem Medaillenkandidaten avanciert. Der 23-Jährige war am Freitag in der Schweiz 0,42 Sekunden schneller als Victor Muffat-Jeandet aus Frankreich. Dessen Teamkollege Alexis Pinturault kam bei der ersten alpinen Kombination des Winters auf Rang drei.

Für den Slalom-Spezialisten Schwarz war es der zweite Weltcup-Sieg seiner Karriere. Er hatte an Neujahr bereits das City Event in Oslo gewonnen. Wegen des Wetters war die übliche Reihenfolge im Berner Oberland vertauscht worden, und Schwarz konnte im Slalom mit der Bestzeit vorlegen. Auf den 2950 Metern der verkürzten Abfahrt überraschte er dann mit Rang 13. Bei nur zwei Kombinationen im Weltcup-Kalender hat er nun auch beste Chancen auf die erste Kristallkugel seiner Karriere.

Der einzige deutsche Starter, Dominik Schwaiger, verzichtete nach einem verpatzten Slalom auf die Abfahrt. In der Abfahrt am Samstag (12.30 Uhr/ARD und Eurosport 2) gehen neben Schwaiger noch Manuel Schmid und Josef Ferstl an den Start. Nach den Verletzungen von Thomas Dreßen und Andreas Sander (beide Kreuzbandriss) ist Ferstl der einzig verbliebene Spitzenfahrer des DSV in den schnellen Disziplinen.

+++Ski Alpin+++

18. Januar 2019: Lindsey Vonn bei Comeback 15. in Cortina d'Ampezzo

US-Star Lindsey Vonn hat bei ihrem Comeback im alpinen Ski-Weltcup die angestrebte Spitzenplatzierung klar verpasst. 18 Tage vor dem WM-Super-G in Are am 5. Februar raste Vonn am Freitag bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo auf Rang 15. Auf die überraschende Siegerin Ramona Siebenhofer aus Österreich fehlten der 34-Jährigen 1,19 Sekunden. Zweite wurde Ilka Stuhec aus Slowenien vor Stephanie Venier aus Österreich.

Trotz Fehlern in guter Form präsentierten sich die besten deutschen Speedfahrerinnen. Kira Weidle wurde Achte, Viktoria Rebensburg belegte Position elf. Auch Michaela Wenig kam als 17. in die Punkte.

+++ Nordische Kombination+++

18. Januar 2019: Kombinierer Rießle zum Triple-Auftakt in Frankreich Dritter

Fabian Rießle hat zum Auftakt des Triples der Nordischen Kombinierer im französischen Chaux-Neuve Platz drei belegt. Der 28-Jährige musste sich am Freitag nur dem Sieger Franz-Josef Rehrl aus Österreich und Espen Bjoernstadt aus Norwegen geschlagen geben. Rießle war als Sechster mit einem Rückstand von 41 Sekunden auf Rehrl ins Langlaufrennen über fünf Kilometer gegangen.

Als zweitbester Deutscher wurde Johannes Rydzek Neunter vor dem zehntplatzierten Terence Weber. Manuel Faißt wurde Zwölfter. Eric Frenzel belegte Rang 14, Karl Geiger kam auf den 15. Platz.

Das Triple besteht aus drei Wettkämpfen an drei Tagen. An diesem Samstag (Lauf 15.45 Uhr/ARD) sind die Athleten über die doppelte Distanz gefordert. Der spezielle Wettbewerb findet in diesem Jahr erstmals nicht im österreichischen Seefeld statt, weil dort vom 19. Februar an die Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

+++Skispringen+++

18. Januar 2019: Katharina Althaus landet in Zao auf Rang drei

Die Skispringerin Katharina Althaus hat beim Weltcup in Zao einen weiteren Podestplatz geholt und damit ihre Führung im Gesamtweltcup ausgebaut. Die 22 Jahre alte Oberstdorferin belegte am Freitag den dritten Rang hinter Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich und der Japanerin Sara Takanashi. Nach Sprüngen auf 89 und 94,5 Meter fehlte Althaus nur ein Meter auf die siegreiche Iraschko-Stolz (93,5 und 92,5 Meter), die schon in der Vorwoche in Sapporo starke Leistungen gezeigt hatte. Im Gesamtklassement ist die Olympia-Zweite Althaus mit 590 Punkten klar an der Spitze.

Auch die bisherige Gesamtdritte Juliane Seyfarth auf Platz acht und die Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (13.) schafften es unter die Top 15 und sorgten damit für ein gutes Mannschaftsergebnis der DSV-Frauen. Ramona Straub wurde 17., Anna Rupprecht belegte Rang 22. In Zao finden am Samstag und Sonntag zwei weitere Wettkämpfe statt.

+++Biathlon+++

18. Januar 2019: Vorverkauf für World Team Challenge auf Schalke 2019 hat begonnen

Drei Wochen nach der vergangenen Austragung hat am Freitag der Vorverkauf für die 18. Auflage der Joka Biathlon World Team Challenge auf Schalke begonnen. Die Elite der Skijäger trifft sich am 28. Dezember 2019 zur nächsten Show in der Veltins Arena.

Der Wettbewerb am 29. Dezember 2018 war mit 46.412 Zuschauern ausverkauft. Dabei hatte Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen an der Seite seiner Ehefrau Darja Domratschewa einen bewegenden Abschied gefeiert. Das Paar hatte beim Sieg der Italiener Dorothea Wierer und Lukas Hofer Platz drei belegt.

+++Skeleton+++

18. Januar 2019: Jungk Vizeeuropameister, Lölling auf dem Podest
Vizeweltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) hat den deutschen Skeleton-Männern den zweiten Podestplatz der nacholympischen Saison gesichert und ist neuer Vizeeuropameister. Der 27-Jährige holte beim Weltcup im österreichischen Igls mit 0,29 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Rekordweltmeister Martins Dukurs aus Lettland am Freitag den dritten Rang. Olympiasieger Yun Sung Bin aus Südkorea lag nur eine Hundertstelsekunde vor Jungk.

Die Olympia-Zweite Jaqueline Lölling (Winterberg) holte ihren dritten Podestplatz im Skeleton-Weltcup und kam nur zwei Hundertstel hinter der Gesamtweltcupführenden Jelena Nikitana (Russland) als Dritte ins Ziel. Die Österreicherin Janine Flock sicherte sich mit Rang zwei zum dritten Mal den EM-Titel.

Das Rennen in Igls war EM-Ersatz für den ausgefallenen Weltcup in Königssee in der vergangenen Woche. Die Nicht-Europäer wurden aus der Wertung für die Europameisterschaft gestrichen.

+++Skispringen+++

18. Januar 2019: Severin Freund in Sapporo nur auf Rang 13 - Andreas Wank Zweiter

Ex-Weltmeister Severin Freund kommt im Kampf um seine WM-Teilnahme nur langsam in Schwung. Der 30 Jahre alte Skispringer musste sich im zweitklassigen Continental Cup (COC) zum Auftakt des Wochenendes in Sapporo mit einem 13. Rang begnügen. Der Niederbayer war damit viertbester DSV-Adler hinter Team-Olympiasieger Andreas Wank (2.), Martin Hamann (6.) und Moritz Baer (12.). Am Samstag und Sonntag folgen zwei weitere Wettkämpfe.

Freund hatte am vergangenen Wochenende als Dritter in Bischofshofen zumindest seinen ersten Podestplatz im COC erreicht. Für den Weltmeister von 2015 seien mit Blick auf die Ende Februar beginnende WM in Seefeld "die Türen bis zum Schluss offen", hatte Bundestrainer Werner Schuster gesagt und Freund gelobt: "Bei ihm muss man hervorheben, wie er als Weltmeister anstandslos in die zweite Liga geht. Das ist, als ob jemand bei Bayern München gespielt hat und dann in die Regionalliga muss."

Der Sieg ging an den Österreicher Clemens Aigner. Für ein Ausrufezeichen sorgte derweil Wank. "Ich bin sehr zufrieden. Sapporo und ich, wir kennen uns schon lange und ich mag die Schanze. Es hat Spaß gemacht", sagte der 30-Jährige.

+++Ski Alpin+++

17. Januar 2019: Thomas Dreßen will nach Kreuzbandriss zum Start der nächsten Saison fit sein

Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen plant sieben Wochen nach seinem Kreuzbandriss seine Rückkehr zum ersten Abfahrtsrennen der kommenden Saison. "In Lake Louise möchte ich wieder am Start stehen", sagte er am Donnerstag im Medical Park in Bad Wiessee, wo er derzeit sein Reha-Training absolviert. Die Rennen in Lake Louise/Kanada sind am 30. November/1. Dezember 2019 geplant.

Überstürzen will Dreßen allerdings nichts. "Das Ziel ist es, erst zu hundert Prozent gesund zu werden, bevor ich das nicht bin, sieht mich keiner auf Skiern", sagte der 25-Jährige. Einen optimalen Heilungsverlauf seines rechten Knies vorausgesetzt, könnte er nach Meinung der behandelnden Cheforthopädin Nadine Dreyer frühestens im August mit dem Schneetraining beginnen.

In der kommenden Woche besucht Dreßen die Weltcup-Rennen in Kitzbühel, wo er am 20. Januar 2018 auf der legendären "Streif" sensationell zu seinem ersten Sieg fuhr. Anschließend wird er am 30. Januar in München noch an der linken Schulter operiert, die er sich bei seinem Sturz am 30. November 2018 bei der Abfahrt in Beaver Creek/USA lädiert hatte.

+++Eiskunstlauf+++

17. Januar 2019: Aljona Savchenko und Bruno Massot wollten Goldkür nach Tod des Trainers nicht mehr laufen

Nach dem plötzlichen Herztod ihres Trainers Jean-Francois Ballester im Dezember vergangenen Jahres hatten die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot erwogen, ihre Goldkür von Pyeongchang nicht mehr zu präsentieren. "Es gab diese Überlegung, aber wir haben uns dazu entschieden, für ihn zu laufen - aus Respekt vor ihm", sagte Savchenko in einem Interview mit der Rheinpfalz.

Der französische Coach hatte Massot von Kindesbeinen an trainiert und für die Paarlauf-Weltmeister aus Oberstdorf auch die Musik des Erfolgsprogramms "La Terre vue du ciel" ausgesucht. Savchenko: "Aber es ist schwierig zu laufen, weil von unserem Viereck jetzt einer fehlt." Ballester, der nur 53 Jahre alt wurde, betreute Savchenko/Massot zusammen mit seinem Trainerkollegen Alexander König.

+++Skispringen+++

17. Januar 2019: Bundestrainer Andreas Bauer fordert Vierschanzentournee für die Frauen

Bundestrainer Andreas Bauer macht sich für die Skispringerinnen stark und möchte eine Vierschanzentournee auch für die Frauen. Organisatorisch sieht der 54-Jährige überhaupt keine Probleme. "Am Tag der Qualifikation der Männer findet ja nur ein Durchgang statt. Da wäre Zeit, den Wettkampf der Frauen auszutragen", sagte der Oberstdorfer, 1986/87 selbst Sechster bei der Tournee, im Gespräch mit unserer Redaktion. Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus der Rheinischen Post.

+++Biathlon+++

16. Januar 2019: Simon Schempp verzichtet auf die nächsten Weltcups - Neu-Papa Erik Lesser bleibt bei Frau und Tochter

Der formschwache Massenstart-Weltmeister Simon Schempp wird neben dem Biathlon-Heimweltcup in Ruhpolding wohl auch die Rennen in der kommenden Woche in Antholz auslassen. „Es ist zu 95 Prozent fix, dass er da auch nicht an den Start“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner am Mittwoch in Ruhpolding. In der derzeitigen Verfassung würden Wettkämpfe keinen Sinn machen.

Der 30 Hagre alte Schempp wird neben einer Ruhephase und reduzierten Einheiten ab Sonntag eine längere Trainingsphase einlegen, damit er dann wieder bei den beiden Übersee-Weltcups ab 7. Februar in Canmore/Kanada und Soldier Hollow/USA wieder angreifen kann. „Wir werden jetzt in eine Trainingsphase gehen, damit er hoffentlich in Richtung WM wieder der ist, den wir kennen. Einer der Leistungsträger der Mannschaft“, sagte Kirchner. Die WM ist im März in Östersund.

Der viermalige Weltmeister war in seiner Karriere mehrfach von seiner Gesundheit ausgebremst worden. Gesundheitliche Probleme soll er aber nicht haben. Nach einer Schulter-Operation im Sommer war Schempp mit Platz fünf im Einzel von Östersund in die Saison gestartet. In Oberhof hatte er als Sprint-70. das Verfolgungsrennen verpasst und auch in der Staffel eine schwache Leistung abgeliefert. „Wenn ich auf der Strecke einen gewissen Punkt überschreite, geht gar nichts mehr“, hatte Schempp in Oberhof ratlos gesagt.

Auch Erik Lesser fehlt in Ruhpolding. Der 30-Jährige war am Samstag erstmals Vater geworden und bleibt zu Hause bei seiner Freundin Nadine und Tochter Anouk. Das hatte Lesser im Vorfeld schon längerfristig mit Kirchner abgesprochen. Der Suhler kehrt in Antholz ins Team zurück. „Wenn er dann frisch und ausgeruht nach Antholz kommt, hilft er uns sicher wieder auch ganz gut“, sagte Kirchner.

+++Bob+++

16. Januar 2019: Nico Walther fährt auch mit Museklverletzung

Der Olympia-Zweite im Viererbob, Nico Walther, wird bei den kommenden Weltcups in Innsbruck/Igls und St. Moritz weiter im Sitzen starten. Beim Zweierbob-Rennen am vergangenen Wochenende in Königssee hatte er sich im hinteren Oberschenkel eine Muskelverletzung zugezogen. Dennoch landete er im Viererbobrennen auf einen beachtlichen siebten Weltcup-Platz, was Rang fünf in der EM-Wertung bedeutete.

„Er wird jetzt intensiv von unserem physiotherapeutischen Team in Innsbruck vor Ort behandelt. Ziel ist es, dass er beim ersten Übersee-Weltcup in Lake Placid wieder sprinten kann“, sagte Cheftrainer René Spies. Die Rennen in Innsbruck sind am kommenden Wochenende, eine Woche später ist der Weltcup in St. Moritz dran.

+++Ski Alpin+++

15. Januar 2019: Rebensburg auf Platz fünf

Die kleine Podestserie von Viktoria Rebensburg ist beim vorletzten Riesenslalom vor den Weltmeisterschaften gerissen. Nach zwei zweiten Plätzen in Courchevel und Semmering kam die beste deutsche Skirennfahrerin am Dienstag am Kronplatz nicht über Rang fünf hinaus. Überlegene Siegerin in Südtirol war Mikaela Shiffrin aus den USA. Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich auf Platz zwei hatte 1,21 Sekunden Rückstand. Dritte wurde Marta Bassino aus Italien. Die beiden anderen Deutschen Veronique Hronek und Marlene Schmotz waren im zweiten Lauf nicht mehr dabei.

+++Ski Alpin+++

Drei Wochen Zwangspause für Luitz nach Schulterluxation

Leichtes Aufatmen bei Stefan Luitz: Der Skirennläufer hat sich bei seinem Sturz im Riesenslalom von Adelboden/Schweiz am vergangenen Samstag über die bereits diagnostizierte Schulterluxation hinaus keine schwerwiegende Verletzung zugezogen und wird wohl rechtzeitig zu den Weltmeisterschaften in Are/Schweden (5. bis 17. Februar) fit. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Dienstagmorgen mitteilte, muss der 26-Jährige aus Bolsterlang damit eine dreiwöchige Trainingspause einlegen.

Die Slaloms in Wengen am Sonntag, Kitzbühel (27. Januar) und Schladming (29. Januar) wird Luitz verpassen, auch seine Teilnahme am Heim-Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen am 3. Februar erscheint durchaus fraglich. Beim WM-Riesenslalom am 15. Februar wird der Allgäuer allerdings fit erwartet.

"Da hatte ich wohl noch Glück im Unglück. Jetzt konzentriere ich mich auf die Reha und hoffe möglichst schnell wieder Rennen fahren zu können", sagte Luitz, der nach dem Kreuzbandriss von Abfahrts-Ass und Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen (Mittenwald) eine der wenigen verbliebenen Medaillenhoffnungen des DSV beim Saisonhöhepunkt ist.

Luitz hatte sich die Blessur bei einem Sturz im zweiten Lauf zugezogen, nachdem er nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreich auf Rang vier gelegen hatte. Zwei Tage zuvor war Luitz sein erster Weltcupsieg vom 2. Dezember im Riesenslalom in Beaver Creek/USA durch den Weltverband FIS wegen der unerlaubten Nutzung von Sauerstoff aberkannt worden.

+++Biathlon+++

Schneechaos wirft Zeitplan der Organisatoren in Ruhpolding durcheinander

Anfangs waren die Organisatoren des Biathlon-Weltcups und Ruhpolding noch optimistisch, dass alle Rennen trotz der Neuschnee- Massen wie geplant stattfinden können. Nun mussten sie das erste Rennen absagen. Bis zum Sprint der Herren am Mittwoch kann die Strecke nicht ausreichend präpariert werden. Seit Tagen herrscht in Teilen Bayerns und Österreichs Schneechaos. Sollten die anderen Wettkämpfe stattfinden, ist auch Deutschlands Biathlon-Star Laura Dahlmeier wieder dabei. Bei den Herren ist der Einsatz von Erik Lesser und Simon Schempp fraglich.

+++Skispringen+++

13. Januar 2019: Kobayashi verpasst Rekordsieg

Skispringer David Siegel hat beim Weltcup in Val di Fiemme für eine Überraschung gesorgt und das erste Weltcup-Podest seiner Karriere nur knapp verpasst. Beim ersten Sieg des Polen Dawid Kubacki flog der deutsche Meister als Fünfter nur um umgerechnet drei Meter am Treppchen vorbei. Siegels zuvor beste Platzierung war ein 13. Rang gewesen.

Der Japaner Ryoyu Kobayashi verpasste eine Woche nach seinem Grand Slam bei der Vierschanzentournee einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern. Der 22-Jährige kam nicht über den siebten Rang hinaus. Kobayashi hätte als erster Skispringer der Geschichte sieben Springen in Folge gewinnen können.

Hinter Kubacki landete Doppel-Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich auf Rang zwei, Dritter wurde Olympiasieger Kamil Stoch (Polen) vor dem Norweger Robert Johansson.

+++Eisschnelllauf+++

13. Januar 2019: Zehnter EM-Titel für überragenden Sven Kramer

Rekordweltmeister Sven Kramer ist zum zehnten Mal Mehrkampf-Europameister im Eisschnelllauf. Der 32 Jahre alte Niederländer erkämpfte am Sonntag auf der Freiluftbahn im italienischen Klobenstein nach Streckensiegen über 1500 und 5000 Meter souverän den erneuten Allround-Titel.

Auf den abschließenden 10 000 Metern hatte sich Kramer in 13:26,88 Minuten nur um 0,43 Sekunden seinem Landsmann Patrick Roest geschlagen geben müssen, der in der Gesamtwertung Zweiter wurde. In der bisherigen Saison hatte 5000-Meter-Olympiasieger Kramer über chronische Rückenprobleme geklagt und einige Weltcuprennen ausgelassen. Tags zuvor war seine Teamgefährtin Antoinette de Jong in der Damen-Konkurrenz überlegene Siegern geworden.

Der beste deutsche Langstreckler Patrick Beckert aus Erfurt hatte auf einen Start bei der EM verzichtet, um sich konzentriert auf die Heim-WM in Inzell im Februar vorzubereiten. So kam der 19 Jahre alte EM-Debütant Lukas Mann aus Berlin als bester Deutscher auf Platz elf, der Erfurter Felix Maly wurde Zwölfter. Die beiden Deutschen hatten am Sonntag das Finale der besten Acht über 10 0000 Meter verpasst.

Im Sprint-Vierkampf der Damen dominierte die Österreicherin Vanessa Herzog mit zwei Siegen im 500-Meter-Sprint. Die Inzellerin Gabi Hirschbichler kam nicht über Rang elf im Feld der 13 EM-Starterinnen hinaus.

+++Nordische Kombination+++

13. Januar 2019: Geiger feiert ersten Weltcup-Sieg der Karriere

Kombinierer Vinzenz Geiger hat überraschend den ersten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Team-Olympiasieger verwies im italienischen Val di Fiemme Rekordweltmeister Johannes Rydzek nach einem spannenden Duell auf Rang zwei. Die beiden Oberstdorfer sorgten damit für den ersten deutschen Doppelsieg des WM-Winters.

Geiger ging nach einem guten Sprung auf 124,5 m als Vierter in die Loipe, 37 Sekunden nach dem Österreicher Franz-Josef Rehrl. Gemeinsam mit dem direkt hinter ihm gestarteten Rydzek gelang ihm nach fünf der zehn Kilometer die Flucht. Auf der letzten Runde setzte Geiger schließlich die entscheidende Attacke, im Ziel hatte er 7,1 Sekunden Vorsprung. Für Geiger war es erst der vierte Podestplatz seiner Laufbahn. Dritter wurde mit 40,6 Sekunden Rückstand der Japaner Akito Watabe.

Olympiasieger Rydzek machte derweil zwei Tage nach seinem ersten Saisonsieg den Kampf um die Kristallkugel wieder spannend. Der Bayer hat nach sieben Podestplätzen in zehn Rennen in der Gesamtwertung mit 581 Punkten den kurzfristig pausierenden Norweger Jarl Magnus Riiber (730) in Sichtweite.

Auch das übrige deutsche Team zeigte sich rund fünf Wochen vor der WM in Seefeld (19. Februar bis 3. März) gut in Form. Olympiasieger Eric Frenzel (Geyer), der 2013 an gleicher Stelle Weltmeister geworden war, lief auf Rang fünf vor, auch Terence Weber (Geyer) als Neunter und Team-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau) als Zehnter schafften es in die Top 10.

+++Biathlon+++

13. Januar 2019: Deutsche Biathleten enttäuschen in Staffel von Oberhof

Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof aufgrund einer schwachen Schießleistung einen Podestplatz mit der Staffel klar verpasst. Erik Lesser, Simon Schempp, Arnd Peiffer und Benedikt Doll mussten sich am Sonntag über 4 x 7,5 Kilometer mit dem enttäuschenden achten Rang zufrieden geben. Es war das schlechteste Staffel-Ergebnis in Oberhof überhaupt.

Insgesamt leistete sich das Quartett 17 Nachlader, zudem mussten Schempp und Peiffer je einmal in die Strafrunde. Am Ende hatten die Deutschen 2:54,9 Minuten Rückstand auf die siegreichen Russen, die sich mit 1:01,1 Minuten Vorsprung vor Frankreich und Österreich (+ 2:18,6 Minuten) durchsetzten.

+++Bob+++

13. Januar 2019: EM-Hattrick von Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner

Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner hat auf seiner Heimbahn am Königssee den EM-Hattrick in der Königsklasse geschafft. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener fuhr am Sonntag mit seiner Crew Florian Bauer, Marc Rademacher und Christian Rasp zweimal Bestzeit und verwies den Letten Oskars Kibermanis mit 0,18 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter im parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen wurde Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, der am Vortag den EM-Hattrick im kleinen Schlitten perfekt gemacht hatte. Der aufgrund einer am Samstag zugezogenen Adduktorenverletzung nur im Sitzen startende Olympia-Zweite Nico Walther kam mit Weltcup-Platz sieben auf EM-Rang fünf.

+++Skilanglauf+++

13. Januar 2019: Ringwald Siebte im Sprint von Dresden

Skilangläuferin Sandra Ringwald (Schonach) hat beim Weltcup in Dresden ihr bestes Resultat des bisherigen Winters eingefahren. Die bislang in dieser Saison schwächelnde 28-Jährige schied im Einzel-Sprint am Samstag zwar im Halbfinale aus, kam in der Endabrechnung jedoch auf einen guten Rang sieben. Bislang war ein 13. Platz im Sprint von Lillehammer Ende November ihr bestes Ergebnis gewesen.

Den Tagessieg beim City-Rennen am Elbufer sicherte sich im Finale vor 2400 Zuschauern Sprint-Olympiasiegerin Stina Nilsson aus Schweden vor ihren beiden Teamkolleginnen Maja Dahlqvist (0,24 Sekunden zurück) und Jonna Sundling (0,54 Sekunden zurück).

Die deutschen Männer erlebten wieder einmal einen schwarzen Tag. Einzig Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Janosch Brugger (Schluchsee) hatten sich von den sieben Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) für das Viertelfinale qualifiziert, scheiterten dort jedoch klar.

+++Rodeln+++

13. Januar 2019: Loch ohne Sieg zur Heim-WM

Der einstige Rodel-Dominator Felix Loch (Berchtesgaden) fährt ohne einen einzigen Saisonsieg zur Heim-WM nach Winterberg. Der zweimalige Einzel-Olympiasieger enttäuschte auch bei der Generalprobe im lettischen Sigulda als Neunter völlig und hat nun seit einem Jahr kein Rennen mehr gewonnen. Europameister Semen Pawlitschenko und Alexander Gorbatcewitsch sorgten für einen russischen Doppelerfolg, Olympiasieger David Gleirscher (Österreich) wurde Dritter.

Auch die übrigen deutschen Männer sorgten für einen ernüchternden letzten Weltcup vor der WM im Hochsauerland (25. bis 27. Januar). Zweitbester Vertreter des Bob- und Schlittenverbandes BSD war der Olympia-Dritte Johannes Ludwig als Zwölfter. Der Oberhofer, durch seinen Auftakterfolg in Igls weiterhin einziger deutscher Saisonsieger bei den Männern, bleibt dennoch Weltcup-Gesamtführender.

Er profitierte dabei vom ebenfalls schwachen Abschneiden von Weltmeister Wolfgang Kindl (Österreich/10.) und von der Disqualifikation des Russen Roman Repilow (zu hohes Zusatzgewicht). Max Langenhan (Friedrichroda) schloss als 15. ab, Chris Eißler (Zwickau) landete auf dem 19. Rang. Sebastian Bley (Suhl) kam nicht über den 24. Rang hinaus.

+++Biathlon+++

13. Januar 2019: Deutsche Biathletinnen in Oberhof-Staffel Zweite

Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof den ersten Staffelsieg seit einem Jahr knapp verpasst. Bei schwierigen Wind- und Streckenbedingungen liefen am Sonntag Karolin Horchler, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Denise Herrmann aber auf einen starken zweiten Rang. In Führung liegend leistete sich Schlussläuferin Herrmann beim letzten Stehendanschlag zwei Strafrunden, so dass sich Russland noch den Sieg sicherte. Das deutsche Quartett, das auf die erkrankt fehlenden Laura Dahlmeier und Vanessa Hinz verzichten musste, hatte nach zwei Extra-Runden und zehn Nachladern 33,5 Sekunden Rückstand. Platz drei sicherte sich Tschechien.

Mit dem ersten Staffel-Podestplatz der Saison rehabilitierten sich die deutschen Damen für das Debakel im Sprint, nachdem es bereits in der Verfolgung drei Top-Ten-Plätze gegeben hatte.

+++Rodeln+++

12. Januar 2019: Iwanowa sticht deutsche Frauen aus

Die deutschen Rodlerinnen um Olympiasiegerin Natalie Geisenberger haben ihre erste Niederlage der WM-Saison kassiert. Beim Weltcup im lettischen Sigulda siegte die Russin Tatjana Iwanowa am Samstag mit gut einer Zehntelsekunde Vorsprung auf Geisenberger (Miesbach) und brach damit im achten Rennen des Winters die deutsche Dominanz. Auf der schwierigen Bahn nahe der Hauptstadt Riga belegte Summer Britcher aus den USA den dritten Rang.

Geisenbergers Teamkolleginnen schafften es nicht ansatzweise, Iwanowas Sieg zu gefährden. Rekordweltmeisterin Tatjana Hüfner (Blankenburg) fuhr immerhin den sechsten Rang heraus, die Olympia-Zweite Dajana Eitberger (Ilmenau) wurde Achte. Die zweimalige Saisonsiegerin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) kam nicht über den neunten Rang hinaus.

In den vergangenen Wochen hatten Geisenberger (4 Siege), Taubitz (2) und Eitberger (1) die Erfolge in dieser Weltcup-Saison untereinander aufgeteilt. In der Gesamtwertung liegt Geisenberger (697 Punkte) weiterhin vor der zweitplatzierten Taubitz (634).

+++Bob+++

12. Januar 2019: EM-Hattrick von Doppel-Olympiasieger Friedrich

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat mit Anschieber Martin Grothkopp am Samstag auf der ältesten Eiskunstbahn der Welt in Königssee einen EM-Hattrick im Zweierbob eingefahren. Erneut fing der Sachse beim parallel ausgetragenen Weltcup den nach dem ersten Lauf noch führenden Justin Kripps mit 0,11 Sekunden Vorsprung noch ab. Der Kanadier hatte zeitgleich mit Friedrich den Olympiasieg im kleinen Schlitten geholt. Für Friedrich war es insgesamt der vierte EM-Sieg in seiner Spezialdisziplin, zudem baute er im Gesamtweltcup seine Führung mit dem vierten Sieg im vierten Rennen weiter aus. „Wir haben hier wieder zwei richtig gute Läufe ins Eis gezaubert. Wir sind zufrieden, zumal wir hier auch ein bisschen probiert haben in Richtung Material“, sagte Friedrich.

Dritter im Weltcup und EM-Zweiter wurde Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Lochner fuhr auf seiner Heimbahn mit Christian Rasp, nachdem der mit ihm zuletzt in Altenberg gestürzte Christopher Weber nach schweren Verbrennungen im Schulterbereich operiert werden musste. Überraschend EM-Dritter wurde der auf Weltcup-Platz vier landende Franzose Romain Heinrich. Der Olympia-Zweite im Viererbob, Nico Walther, fuhr mit Paul Krenz an der Bremse zeitgleich mit dem Letten Oskars Kibermanis auf Gesamtrang fünf und EM-Platz vier.

+++Skispringen+++

12. Januar 2018: Kobayashi gewinnt zum sechsten Mal in Serie

Der japanische Überflieger Ryoyu Kobayashi hat seine Siegesserie nach dem Vierfachtriumph bei der Vierschanzentournee fortgesetzt und auch in Predazzo gewonnen. Sein überdeutlicher Sieg mit Sprüngen auf 135 und 136 Meter am Samstag war Kobayashis sechster am Stück, seine Führung im Weltcup-Gesamtklassement hat der 22-Jährige damit weiter ausgebaut. Bester Deutscher war in Abwesenheit des disqualifizierten Markus Eisenbichler der Tournee-Dritte Stephan Leyhe, der mit Sprüngen auf 119,5 und 127,5 Meter Fünfter wurde. Das Podest komplettierten die beiden Polen Dawid Kubacki und Kamil Stoch.

Von den vorderen Platzierungen waren die meisten DSV-Adler, denen neben Eisenbichler auch der formschwache Severin Freund fehlt, weiter entfernt als bei der Tournee vor gut einer Woche. David Siegel (14.), Richard Freitag (17.) und Karl Geiger (19.) schafften es ebenfalls in die Top 20. Am Sonntag (17.00 Uhr) findet ein weiterer Einzelwettbewerb statt, dann darf auch Eisenbichler wieder mitspringen.

+++Ski Alpin+++

12. Januar 2019: Saison-Aus für Olympiasiegerin Veith

Ski-Olympiasiegerin Anna Veith muss die WM-Saison nach einer weiteren schweren Verletzung vorzeitig beenden. Die 29 Jahre alte Österreicherin hat sich beim Riesenslalom-Training in Südtirol einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) mitteilte, wurde sie noch am Samstag operiert.

Veith bekam beim Training in Pozza di Fassa einen Schlag ab und brach die Einheit mit Schmerzen im Knie ab. Ob und wie es mit ihrer Karriere weitergeht, ist offen. Eine Stellungnahme gab es von ihr zunächst nicht.

+++Bob+++

12. Januar 2019: Jamanka erneut Europameisterin

Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) hat sich zum zweiten Mal zur Europameisterin gekrönt und dabei einen deutschen Doppelsieg angeführt. Die 28-Jährige gewann am Samstag mit Anschieberin Annika Drazek das Rennen am bayerischen Königssee und verwies dabei Titelverteidigerin Stephanie Schneider (Oberbärenburg) mit Ann-Christin Strack auf den zweiten Platz. Dritte wurde Katrin Beierl aus Österreich, Anna Köhler (Winterberg) belegte mit Lisa Gericke Platz sechs der EM-Wertung.

Auch der Konkurrenz aus Übersee ließ Jamanka im parallel gewerteten Weltcup-Rennen keine Chance, hier feierte sie ihren dritten Saisonsieg und baute die deutliche Führung im Gesamtklassement weiter aus. Schneider musste sich hinter Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA mit dem dritten Rang begnügen, Köhler wurde Siebte der Weltcup-Wertung.

Im Bobsport werden die Europameister im Rahmen eines Weltcups ermittelt, die nicht europäischen Starter werden zu diesem Zweck aus dem Ergebnis genommen. Bei der 16. Europameisterschaft der Frauen siegte nun zum 15. Mal eine Deutsche. Jamanka hatte 2017 in Winterberg ihren ersten EM-Titel gewonnen.

+++Rodeln+++

12. Januar 2019: Eggert/Benecken gewinnen auch in Sigulda

Die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) bleiben im Rodel-Weltcup momentan eine Klasse für sich. Die Weltmeister aus Thüringen gewannen am Samstag auch das Rennen in Sigulda souverän, feierten damit ihren vierten Sieg in Folge und bauten die Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Die lettischen Duos Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins und Andris Sics/Juris Sics komplettierten auf ihrer Heimbahn das Podest.

Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee), vergangene Woche auch auf ihrer Heimbahn am Königssee erstmals von Eggert/Benecken geschlagen, landeten in Lettland nur auf Platz vier. Mehr als sechs Zehntelsekunden trennten sie von den Siegern. Das dritte deutsche Duo Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) belegte den 14. Platz.

Im Klassement führen Eggert/Benecken (725) nun schon mit 149 Zählern Vorsprung auf Wendl/Arlt (576), der erneute Sieg im Gesamtweltcup scheint ihnen kaum noch zu nehmen. Das Auftreten des Thüringer Duos erinnert damit stark an die vergangene Weltcup-Saison, als Eggert/Benecken 10 von 13 möglichen Siegen holten.

+++Biathlon+++

12. Januar 2019: Bö siegt in Oberhof - Peiffer auf Rang zwei

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat am Samstag beim Heim-Weltcup in Ruhpolding den Sieg um 15,1 Sekunden verpasst. Der 31 Jahre alte Skijäger beendete das 12,5-Kilometerrennen nach einer Strafrunde hinter dem Norweger Johannes Thingnes Bö als Zweiter und sicherte sich den zweiten Podestplatz der Saison. Dritter wurde der am Schießstand fehlerfrei gebliebene Italiener Lukas Hofer. Johannes Thingnes Bö holte sich trotz dreier Strafrunden seinen siebten Saison-Sieg vor 22 500 Zuschauern.

Sprint-Weltmeister Benedikt Doll vervollständigte als Siebter das starke deutsche Ergebnis. Ebenfalls viermal in die Strafrunde musste Johannes Kühn und beendete das Rennen auf Rang 31. Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hatte die Qualifikation für das Jagdrennen nach einem schwachen Sprint nicht geschafft, Ex-Weltmeister Erik Lesser verzichtete kurz vor dem Start aus „privaten Gründen“ auf einen Einsatz.

In der Frauen-Verfolgung gelang den deutschen Skijägerinnen eine famose Aufholjagd mit drei Athletinnen unter den ersten elf. Beste beim erneuten Erfolg von Sprintsiegerin Lisa Vittozzi aus Italien war Franziska Preuß als Sechste. Die 24-Jährige verbesserte sich um 39 Plätze.

+++Skilanglauf+++

12. Januar 2019: Ringwald Siebte im Sprint von Dresden

Skilangläuferin Sandra Ringwald (Schonach) hat beim Weltcup in Dresden ihr bestes Resultat des bisherigen Winters eingefahren. Die bislang in dieser Saison schwächelnde 28-Jährige schied im Einzel-Sprint am Samstag zwar im Halbfinale aus, kam in der Endabrechnung jedoch auf einen guten Rang sieben. Bislang war ein 13. Platz im Sprint von Lillehammer Ende November ihr bestes Ergebnis gewesen.

Den Tagessieg beim City-Rennen am Elbufer sicherte sich im Finale vor 2400 Zuschauern Sprint-Olympiasiegerin Stina Nilsson aus Schweden vor ihren beiden Teamkolleginnen Maja Dahlqvist (0,24 Sekunden zurück) und Jonna Sundling (0,54 Sekunden zurück).

Von den übrigen acht deutschen Starterinnen waren außer der bereits für die nordische Ski-WM in Seefeld/Österreich (19. Februar bis 3. März) qualifizierte Ringwald sechs Läuferinnen im Viertelfinale ausgeschieden. Nur Antonia Fräbel (Asbach) hatte es nach Platz 37 im Prolog gar nicht erst in die Endläufe geschafft.

Die deutschen Männer erlebten wieder einmal einen schwarzen Tag. Einzig Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Janosch Brugger (Schluchsee) hatten sich von den sieben Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) für das Viertelfinale qualifiziert, scheiterten dort jedoch klar.

+++Riesenslalom+++

Luitz in Adelboden ausgeschieden und an Schulter verletzt

Skirennfahrer Stefan Luitz ist beim Riesenslalom von Adelboden ausgeschieden und hat zwei Tage nach dem Verlust seines ersten Weltcup-Sieges den nächsten Rückschlag erlitten. Als Vierter nach dem ersten Durchgang rutschte der 26-Jährige am Samstag im Finale nach fünf Toren weg und kugelte sich dabei auch noch die linke Schulter aus. Der Allgäuer wurde mit dem Helikopter für weitere Checks in eine Klinik geflogen. Der Sieg in der Schweiz ging an den Weltcup-Führenden Marcel Hirscher aus Österreich, der den Norweger Henrik Kristoffersen (+0,71 Sekunden) und den Franzosen Thomas Fanara (+1,04) auf die Plätze verwies. Kein Deutscher kam in das Klassement.

+++Biathlon+++

12. Januar 2018: Deutsche Biathletinnen betreiben Wiedergutmachung in Oberhof

Die deutschen Biathletinnen haben nach der historischen Sprint-Pleite von Oberhof im Verfolgungsrennen eine tolle Aufholjagd gezeigt und sich am Samstag gleich zwei Top-Ten-Plätze gesichert. Beim erneuten Sieg von Lisa Vittozzi aus Italien über die zehn Kilometer verbesserte sich Franziska Preuß (2 Strafrunden) gleich um 39 Plätze auf Rang sechs und war beste deutsche Skijägerin. „Wir waren alle enttäuscht und sauer auf uns selbst“, sagte die 24-Jährige im ZDF. „Ich bin aggressiv rangegangen und habe gesagt: Jetzt haue ich Euch alle weg, ihr blöden Scheiben“, meinte sie und wunderte sich über sich selbst: „Ich kann es selber nicht ganz glauben, dass es möglich war von soweit hinten nach vorne zu kommen. Das tut der ganzen Mannschaft gut.“

Auch Denise Herrmann (4) machte genau wie Karolin Horchler (1) einen großen Sprung nach vorne auf die Plätze neun und elf. Horchler hatte als 34. die Jagd aufgenommen, Hermann war als 36. gestartet. Franziska Hildebrand (3) komplettierte als 24. den starken Auftritt der deutschen Damen.

+++Skispringen+++

11. Januar 2019: Eisenbichler in Val di Fiemme disqualifiziert

Skispringer Markus Eisenbichler hat nach seiner überragenden Vierschanzentournee einen Rückschlag kassiert und ist bei der Qualifikation zum Weltcup im italienischen Predazzo/Val di Fiemme disqualifiziert worden. Dem Tourneezweiten aus Siegsdorf wurde ein nicht regelkonformer Anzug zum Verhängnis, damit muss der 27-Jährige im erstem Springen am Samstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) zusehen.

Eisenbichler, der in der Vorausscheidung zunächst als bester DSV-Adler auf Platz acht geführt worden war, verliert damit die Chance auf wichtige Weltcup-Punkte. In der Qualifikation für das zweite Springen am Sonntag darf der Bayer aber wieder antreten.

Die weiteren deutschen Springer zeigten solide Leistungen. Der Tourneedritte Stephan Leyhe (Willingen) wurde Achter, Engelberg-Sieger Karl Geiger (Oberstdorf) belegte Rang neun. Die Qualifikation gewann Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi souverän mit einem Flug auf 134,5 m. Der Japaner greift damit nach seinem sechsten Weltcupsieg in Serie.

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) zeigte nach einer enttäuschenden Tournee ansteigende Form und belegte Platz 14. Zudem erreichten David Siegel (Baiersbronn) als 24. und Richard Freitag (Aue) als 30. den Wettkampf der besten 50. Japans Routinier Noriaki Kasai (46) profitierte von Eisenbichlers Malheur und rutschte als 50. ins Starterfeld.

+++Biathlon+++

11. Januar 2019: Loginow siegt in Oberhof - Deutsche verpassen Podest

Weltmeister Benedikt Doll hat beim Biathlon-Weltcup in Oberhof im Sprint als Vierter nur knapp seinen zweiten Podestplatz in diesem Winter verpasst. Als bester Deutscher landete der 28-Jährige am Freitag mit einem Schießfehler zwei Sekunden hinter dem Drittplatzierten Schweden Sebastian Samuelsson. Seinen ersten Weltcupsieg sicherte sich der wegen seiner Dopingvergangenheit umstrittene Russe Alexander Loginow ohne Schießfehler. Der 26 Jahre alte Ex-Juniorenweltmeister, der bis Ende 2016 zwei Jahre wegen Epo-Missbrauchs gesperrt war, gewann vor Gesamtweltcup-Spitzenreiter Johannes Thingnes Bö aus Norwegen (1 Fehler).

+++Nordische Kombination+++

11. Januar: Rydzek gewinnt Weltcup in Val die Fiemme

Johannes Rydzek hat für den ersten deutschen Weltcup-Sieg der Nordischen Kombinierer in diesem Winter gesorgt. Mit einem echten Kraftakt gewann der 27 Jahre alte Oberstdorfer am Freitag in Val di Fiemme nach einem Sprung von der Großschanze und einem Zehn-Kilometer-Lauf. Rydzek setzte sich vor dem Norweger Joergen Graabak und Mario Seidl aus Österreich durch und erlöste die DSV-Athleten nach knapp zwei sieglosen Saison-Monaten. Vinzenz Geiger (6.) und Eric Frenzel auf Rang sieben komplettierten ein gutes deutsches Teamergebnis.

+++Skeleton+++

10. Januar 2019: Skeleton-Weltcup am Königssee fällt aus

Die Skeleton-Wettbewerbe am Freitag auf der Bahn am Königssee sind abgesagt worden. Grund sind nach Angaben der Veranstalter die anhaltenden Schneefälle und schlechten Wettervorhersagen. „Unter diesen Umständen können wir die Sicherheit der Athletinnen und Athleten nicht gewährleisten“, sagte am Donnerstag Markus Aschauer, Betriebsleiter der Bahn. Die Bob-Entscheidungen (Weltcup und EM) sollen nach derzeitigem Stand am Samstag und Sonntag wie geplant stattfinden.

+++Biathlon+++

10. Januar 2019: Debakel für deutsche Biathletinnen

Ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen eine schwere Schlappe hinnehmen müssen und auch zum Start ins neue Jahr das Podest deutlich verpasst. Beim Heimweltcup in Oberhof war Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) auf einem indiskutablen 34. Platz im Sprint über 7,5 km noch die stärkste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV).

+++ Ski Alpin +++

10. Januar 2019: Neureuther verzichtet in Adelboden auf Riesenslalom

Skirennläufer Felix Neureuther wird am kommenden Wochenende beim Weltcup im schweizerischen Adelboden den traditionsreichen Riesenslalom auslassen. "Heuer werde ich mich voll und ganz auf den Slalom konzentrieren", sagte der 35-Jährige. Der Slalom findet am Sonntag statt. Dann will Neureuther versuchen, "zwei gute Läufe ins Ziel zu bringen", nachdem er bei den letzten Rennen stets nur einen Durchgang solide absolviert hatte.

+++ Ski Alpin +++

Ketterer fällt verletzt aus

Die deutschen Skirennläufer werden weiter vom Verletzungspech verfolgt. Nächster Ausfall ist Slalomläufer David Ketterer, der zuletzt in Zagreb im ersten Durchgang ausgeschieden war. Eine Untersuchung bei dem 25-Jährigen vom SSC Schwenningen ergab am Donnerstag einen Riss der Syndesmose im rechten Fuß. Er wird nach Angaben von Cheftrainer Mathias Berthold sechs Wochen ausfallen.

Ketterers beste Weltcup-Platzierung war bislang ein 18. Rang beim Rennen im Dezember in Saalbach-Hinterglemm.

+++ Ski Alpin +++

Stefan Luitz verliert Weltcupsieg wegen Sauerstoff-Gebrauch

Der deutsche Skirennfahrer Stefan Luitz verliert wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln des Weltverbandes FIS nachträglich seinen ersten Weltcupsieg. Wie seine Anwältin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte, geht der 26-Jährige mit einem Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation gegen die Entscheidung vor.

+++ Ski Alpin +++

Christina Geiger mit Starker Leistung in Flachau

Als sie im Ziel die grüne "1" aufleuchten sah, ließ Christina Geiger ihrer Freude freien Lauf. Mit dem Sieg hatte die Skirennläuferin aus Oberstdorf beim Flutlicht-Slalom im österreichischen Flachau am Ende erwartungsgemäß nichts zu tun - vier Wochen vor der WM im schwedischen Are zeigte die 28-Jährige bei dichtem Schneetreiben als Sechste aber erneut eine starke Leistung.

"Ich war so überrascht im Ziel, ich hatte ja doch den ein oder anderen Fehler. Als ich gesehen habe, dass ich 1,15 Sekunden vorne bin, habe ich die Welt gar nicht mehr verstanden - ich bin superglücklich, dass ich mich noch verbessern konnte", sagte Geiger nach ihrem couragierten zweiten Lauf. Nach dem ersten Lauf hatte sie noch Rang neun belegt. Lena Dürr (Germering) erreichte Rang 15.

Im sechsten Slalom des WM-Winters hieß die Siegerin am Ende überraschend nicht Mikaela Shiffrin. Die Slalom-Königin belegte nach den fünf Saisonerfolgen in ihrer Spezialdisziplin vor 13.400 Zuschauern diesmal Rang zwei, 0,15 Sekunden hinter Petra Vlhova (Slowakei), der ein starker zweiter Lauf gelungen war. Dritte auf der Hermann-Maier-Weltcupstrecke wurde Katharina Liensberger (Österreich), nachdem Anna Swenn Larsson (Schweden) nachträglich disqualifiziert wurde.

+++ Ski Alpin +++

Felix Neureuther wird bei Hirscher-Sieg in Zagreb Achter

Felix Neureuther ist beim Weltcup-Slalom von Zagreb Achter geworden und hat das zweite Top-Ten-Resultat nacheinander gefeiert. Dem lange verletzten deutschen Ski-Routinier gelang am Sonntag eine Aufholjagd, als er nach einem verpatzten erster Lauf im Finale noch 15 Plätze gut machte. Der Sieg ging an den Österreicher Marcel Hirscher, der Alexis Pinturault aus Frankreich und seinen Teamkollegen Manuel Feller auf die Plätze verwies. Der nach dem ersten Lauf führende Marco Schwarz aus Österreich schied im zweiten Durchgang aus. Aus dem Deutschen Skiverband war neben Neureuther nur Stefan Luitz in das Finale gefahren, wo er dann aber einfädelte.

+++Nordische Kombination+++

Rydzek kann Riiber nicht mehr einholen

Johannes Rydzek hat den deutschen Nordischen Kombinierern beim Weltcup im estnischen Otepää einen Podestplatz beschert. Der 27 Jahre alte Olympiasieger musste sich am Sonntag nur dem erneut überragenden Norweger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben, dem bereits sein sechster Saisonsieg gelang. Auf den Überflieger, der nach dem Skispringen mit 30 Sekunden vor dem zweitplatzierten Manuel Faißt und 36 Sekunden vor Rydzek auf die zehn Kilometer lange Langlaufstrecke gegangen war, fehlten Rydzek am Ende gut 20 Sekunden.

Als zweitbester Deutscher wurde Vinzenz Geiger Vierter hinter dem Japaner Akito Watabe. Faißt landete direkt hinter Fabian Rießle auf dem zehnten Platz. Olympiasieger Eric Frenzel war nicht mit nach Estland gereist und arbeitet im Training an seiner Sprungtechnik.

+++ Langlauf +++

Johannes Hoesflot Klaebo gewinnt Tour de Ski

Der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo hat als bislang jüngster Langläufer die Tour de Ski gewonnen. Der 22-Jährige verteidigte am Sonntag auf der siebten und letzten Etappe zur Alpe Cermis seinen Vorsprung in der Gesamtwertung. Im Ziel des Neun-Kilometer-Rennens auf 3650 Meter mit Steigungen bis zu 28 Prozent lag der dreimalige Olympiasieger nur noch 16,7 Sekunden vor dem Russen Sergej Ustjugow.

Klaebos Landsmann Simen Hegstad Krüger lief noch auf den dritten Platz vor. Florian Notz aus Römerstein verbesserte sich als bester Deutscher vom 20. auf den 13. Gesamtrang.

+++ Bob +++

Friedrich feiert Doppelsieg auf Heimbahn

Nach dem Zweierbob-Rennen hat Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich auch den Viererbob-Weltcup auf seiner Heimbahn in Altenberg gewonnen. Mit seiner in Pyeongchang siegreichen Olympia-Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis verwies er am Sonntag den Letten Oskars Kibermanis mit 0,31 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde Friedrich Vereinskollege Nico Walther vom BSC Oberbärenburg. Der am Vortag im kleinen Schlitten gestürzte Berchtesgadener Johannes Lochner, der für Stuttgart startet, kam auf Rang vier.

Schon am Samstag hatte Friedrich mit dem Sieg im kleinen Schlitten den 20. Weltcupsieg seiner Karriere eingefahren. Mit Anschieber Thorsten Margis bezwang er den in Pyeongchang zeitgleichen Olympiasieger Justin Kripps aus Kanada mit 0,37 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde Kibermanis vor Walther. Der Olympia-Zweite im Viererbob fuhr mit Anschieber Paul Krenz. Der 2017 mit Friedrich zeitgleiche Viererbob-Weltmeister Lochner stürzte mit Christopher Weber bei seinem ersten Zweierbob-Weltcuprennen in diesem Winter. Bei den Frauen gewann Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit Annika Drazek.

+++ Langlauf +++

Ingvild Flugstad Östberg gewinnt Tour de Ski

Die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg hat erstmals die Tour de Ski der Langläufer gewonnen. Auf der letzten von sieben Etappen zur Alpe Cermis baute die Staffel-Olympiasiegerin am Sonntag ihren Vorsprung in der Gesamtwertung noch einmal deutlich aus. Im Ziel lag die 28-Jährige 2:42 Minuten vor der Russin Natalia Neprjajewa. Dritte wurde die Finnin Krista Parmakoski. Pia Fink aus Bremelau kam als 17. mit einem Rückstand von 10:58,4 Minuten auf die Siegerin an.

+++Rodeln+++

Felix Loch wird bei verschneitem Heimspiel am Königssee nur 10.

Deutschlands kriselnder Vorzeige-Rodler Felix Loch wartet auch nach seinem völlig verschneiten Heimspiel am Königssee weiter auf den ersten Saisonsieg. Beim auf einen Lauf verkürzten Weltcup am Sonntag wurde der zweimalige Einzel-Olympiasieger nur Zehnter, der Österreicher Reinhard Egger holte seinen ersten Weltcupsieg vor Dominik Fischnaller aus Italien. Nachwuchsmann Sebastian Bley (Suhl) fuhr als Dritter erstmals in seiner Karriere auf ein Weltcup-Podest.

+++ Ski Alpin +++

Shiffrin holt Sieg Nummer 52 - Geiger auf Rang fünf

Skirennfahrerin Christina Geiger hat beim ersten Slalom-Weltcup des Jahres die verbandsinterne Qualifikationsnorm für die WM im Februar erfüllt. In Zagreb belegte die 28-Jährige am Samstag Rang fünf und verbuchte damit vier Tage nach ihrem siebten Platz beim City Event in Oslo das zweite Top-10-Ergebnis im WM-Winter. Ein besseres Resultat für eine Deutsche in einem Damen-Slalom gab es zuletzt vor fast vier Jahren.

Auf Mikaela Shiffrin aus den USA fehlten Geiger in Kroatien dennoch 3,51 Sekunden. Die 23-Jährige aus den USA gewann auch das fünfte Slalom-Rennen der Saison souverän und kommt nun auf insgesamt 52 Weltcup-Siege. Rang zwei ging ein weiteres Mal an Petra Vlhova aus der Slowakei vor Wendy Holdener aus der Schweiz.

+++Bob+++

Zweiter Weltcup-Sieg für Olympiasiegerin Jamanka

Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka hat ihren zweiten Weltcup-Sieg eingefahren. Die Auftaktsiegerin von Sigulda gewann am Samstag mit Anschieberin Annika Drazek auf der Bahn in Altenberg das dritte Saisonrennen mit 0,31 Sekunden Vorsprung vor den Kanadierinnen Alysia Rissling/Bianca Ribi. Damit baute Jamanka ihre Führung im Gesamtklassement aus. Dritte wurde die US-Pilotin Elana Meyers Taylor mit Anschieberin Lake Kwaza.

Die Winterbergerin Anna Köhler, die von Leonie Fiebig angeschoben wurde, landete auf Platz fünf. Lokalmatadorin Stephanie Schneider aus Oberbärenburg verbesserte sich mit Anschieberin Ann-Christin Strack dank eines besseren zweiten Laufs von Rang acht auf Platz sechs.

+++Tour de Ski+++

Nächster Sieg für Superstar Klaebo - Dobler auf Rang 17

Der dreifache Olympiasieger Johannes Hoesflot Klaebo bleibt der überragende Mann bei der Tour de Ski der Langläufer. Der Norweger gewann auch am Samstag im Massenstartrennen über 15 Kilometer in Val di Fiemme die sechste und vorletzte Etappe und holte damit schon seinen vierten Tagessieg. Klaebo, der damit auch als Gesamterster auf die Schlussetappe zur Alpe Cermis geht, siegte im Schlusssprint vor dem Italiener Francesco de Fabiani und dem Russen Alexander Bolschunow. Einen Rückschlag erlitt der Klaebo-Rivale Sergej Ustjugow aus Russland, der 42 Sekunden zurück nur auf Platz 16 lief.

Bester Deutscher war Jonas Dobler (Traunstein) auf Platz 17 mit einem Rückstand von 44 Sekunden. Florian Notz (Römerstein), Lucas Bögl (Gaißach) und Andreas Katz (Baiersbronn) liefen auf die Plätze 22, 23 und 25.

+++Rodeln+++

Taubitz gewinnt Schneelotterie am Königssee

Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat bei einem denkwürdigen Weltcup am Königssee erstmals seit sieben Jahren den Sieg auf ihrer Heimbahn verpasst und wurde erneut von ihrer jungen Teamrivalin Julia Taubitz geschlagen. Bei teilweise starkem Schneefall musste sich Geisenberger (Miesbach) mit dem achten Rang begnügen, beide Läufe der 30-Jährigen wurden von den Witterungsbedingungen stark beeinträchtigt. Taubitz (Oberwiesenthal) feierte ihren zweiten Saisonsieg und liegt in der Gesamtwertung nur noch 17 Punkte hinter der führenden Geisenberger.

Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Russin Viktoria Demtschenko. Die Tochter des früheren Weltklasserodlers Albert Demtschenko wurde im ersten Lauf in einem der schnellsten Abschnitte der Bahn von ihrem Schlitten geschleudert und schlug mit dem Helm auf dem Eis auf.

+++ Rodeln +++

Schwere Verletzung bei Russin

Bei starkem Schneefall ist beim Rodel-Weltcup am Königssee im ersten Lauf in der Frauen-Konkurrenz zu schweren Stürzen gekommen. Am schlimmsten erwischte es Viktoria Demtschenko. Die Russin schlug mit dem Kopf auf dem Eis auf und blieb bewusstlos liegen. Auch andere Rodlerinnen hatten Probleme mit der Strecke.

+++ Ski Alpin +++

Shiffrin vor 52. Weltcupsieg - Geiger Zehnte

Mikaela Shiffrin steht vor ihrem 52. Sieg im Weltcup. Die Skirennläuferin aus den USA liegt beim Slalom nahe der kroatischen Hauptstadt Zagreb nach dem ersten Lauf deutlich in Führung, ihr Vorsprung auf Wendy Holdener aus der Schweiz beträgt bereits 1,15 Sekunden. Mit 1,34 Sekunden Rückstand auf die Seriensiegerin folgt die Slowakin Petra Vlhova auf Rang drei.

Beste Deutsche ist Christina Geiger (Oberstdorf) auf Rang zehn, sie hat bereits einen Rückstand von 3,13 Sekunden auf Shiffrin. Für den zweiten Lauf am Bärenberg qualifizierte sich außerdem Marlene Schmotz (Leitzachtal) als 20. des Zwischenklassement. Lena Dürr (Germering) verpasste das Finale als 31. ebenso wie Jessica Hilzinger (Oberstdorf/36.).

+++ Ski Alpin +++

Kreuzbandriss bei Andreas Sander

Die deutschen Skirennläufer bleiben vom Verletzungspech verfolgt. Nachdem sich Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen Anfang Dezember einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, fällt nun auch sein Mannschaftskollege Andreas Sander mit derselben Verletzung aus. Wie Sander in den sozialen Netzwerken mitteilte, erlitt er den Kreuzbandriss allerdings schon am 27. Dezember im zweiten Trainingslauf zur Abfahrt im italienischen Bormio.

+++Rodeln+++

Eggert/Benecken schlagen Wendl/Arlt erstmals am Königssee

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) haben erneut ihre aktuelle Stärke demonstriert und die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) erstmals auf deren Heimbahn geschlagen. Eggert/Benecken gewannen am Samstag den Weltcup am Königssee mit gut drei Zehntelsekunden Vorsprung auf die Bayern und bauten damit die Führung in der Gesamtwertung aus.

Im Klassement führen Eggert/Benecken (625) nun schon mit 109 Zählern Vorsprung auf Wendl/Arlt (516), die sich den zweiten Gesamtrang mit Thomas Steu/Lorenz Koller teilen. "Im Gesamtweltcup glaube ich nicht mehr an den Sieg, aber bei den Höhepunkten schon", sagte Wendl mit Blick auf die WM Ende Januar in Winterberg. Die Österreicher Steu/Koller wurden am Samstag Dritte, das dritte deutsche Duo Robin Geueke/David Gamm belegte den fünften Rang.

+++Nordische Kombination+++

Springen abgesagt - Weber als Siebter in die Loipe

Zu starker Wind hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im estnischen Otepää zu einer Absage des Springens geführt. Als Grundlage für die Entscheidung in der Loipe (12.30 MEZ/ZDF und Eurosport) dient somit der am Freitag durchgeführte provisorische Durchgang. Als bester Deutscher geht demnach Terence Weber (Geyer) auf Position sieben an den Start, sein Rückstand auf den führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl beträgt 33 Sekunden.

Nur drei Sekunden hinter Rehrl geht der im Weltcup führende Norweger Jarl Magnus Riiber als Favorit ins Rennen. Zweitbester Deutscher ist Manuel Faißt (Baiersbronn/+0:40 Minuten) als Achter, Julian Schmid (+0:52) und Vinzenz Geiger (beide Oberstdorf/+0:55) belegen die Ränge elf und zwölf. Die laufstarken Johannes Rydzek (Oberstdorf/+1:30) und Fabian Rießle (Breitnau/+2:32) liegen bereits deutlich zurück.

+++ Langlauf Herren+++

Klaebo gewinnt fünfte Etappe der 13. Tour de Ski

Der dreifache Olympiasieger Johannes Hoesflot Klaebo hat auch die fünfte Etappe der 13. Tour de Ski der Langläufer gewonnen und damit die Spitze im Gesamtklassement behauptet. Der 22-jährige Norweger, der zuvor schon zwei Teilabschnitte für sich entschieden hatte, setzte sich in Oberstdorf nach 35:07,5 Minuten im Schlussspurt des Verfolgungsrennen über 15 Kilometer im freien Stil gegen Sergej Ustjugow durch (+0,4 Sekunden), Rang drei belegte Alexander Bolschunow (1:08,2 Minuten/beide Russland). Auf den anspruchsvollen Allgäuer WM-Loipen für 2021 holte Florian Notz (Römerstein) als bester Deutscher auf Rang 25 (3:15,4) Weltcup-Punkte. Lucas Bögl (Gaißach) wurde 36. mit 4:05,6 Minuten Rückstand.

Der am Mittwoch im Massenstartrennen erfolgreiche Norweger Emil Iversen war nicht mehr am Start. Er brach die Tour auf Rang drei des Gesamtklassements liegend ab und bereitet sich auf die WM im Februar im österreichischen Seefeld vor. Auch der deutsche Sprintspezialist Max Olex (Garmisch-Partenkirchen) nahm die 15 Kilometer nicht mehr in Angriff. Abschließende Station ist am Wochenende das italienische Val di Fiemme mit einem Massenstart und einem Verfolgungsrennen inklusive des Schlussanstiegs am Sonntag auf die Alpe Cermis.

+++ Langlauf Frauen +++

Östberg gewinnt Verfolgung bei der Tour de Ski

Staffel-Olympiasiegerin Ingvild Flugstad Östberg reist als Führende zu den letzten beiden Rennen der Tour de Ski der Skilangläuferinnen ins italienische Val di Fiemme. Am Donnerstag gewann die Norwegerin in Oberstdorf das Verfolgungsrennen über zehn Kilometer in 26:21,2 Minuten mit 30,4 Sekunden Vorsprung auf die Russin Natalia Neprjajewa und 1:12,6 Minuten auf die US-Amerikanerin Jessica Diggins. Tags zuvor hatte Östberg bereits das Massenstartrennen im Allgäu für sich entschieden.

Pia Fink (21. Platz/5:39,2 Minuten zurück) und Victoria Carl (35./8:27,1), die zum wiederholten Male bei dieser Wettkampfserie stürzte, waren die einzigen verbliebenen Athletinnen des Deutschen Skiverbands bei der 13. Auflage der Tour. Julia Belger und Katharina Hennig, die mit den Plätzen zehn und neun auf vorherigen Stationen die Qualifikation für die WM im Februar im österreichischen Seefeld geschafft hatte, gingen wegen einer Erkältung nicht an den Start. Insgesamt waren nur noch 37 von 75 in die Tour gestarteten Läuferinnen dabei.

+++ Ski Alpin +++

Felix Neureuther startet beim Slalom in Zagreb

Felix Neureuther führt das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) für den alpinen Weltcup an diesem Wochenende in Zagreb an. Der 34-jährige Partenkirchener startet am Sonntag (12.15/15.30 Uhr/ZDF/Eurosport) in den dritten Slalom nach seiner Verletzungspause.

Die Frauen sind bereits tags zuvor gefordert. Insgesamt sind elf Athletinnen und Athleten des DSV in Kroatien am Start. Neureuther hatte nach einem Kreuzbandriss zuletzt wegen eines gebrochenen Daumens pausieren müssen. Der erfolgreichste deutsche Weltcup-Starter will sich im Januar bei den Klassikern in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming Schwung holen für die Weltmeisterschaften im Februar in Schweden.

+++Eisschnelllauf +++

Ausblick auf die EM in Klobenstein in Italien

Die Eis-Sprinter Nico Ihle und Joel Dufter tragen die größten deutschen Hoffnungen bei den Europameisterschaften der Eisschnellläufer vom 11. bis 13. Januar im italienischen Klobenstein. Der Chemnitzer Ihle, der bei der Premiere des Sprint-Vierkampfes im Rahmen von europäischen Titelkämpfen vor zwei Jahren in Heerenveen Dritter geworden war, könnte sich ebenso wie der deutsche Meister Dufter aus Inzell in den Bereich der Medaillenränge laufen. Weiterhin wurden von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG Hendrik Dombek (München) und Gabi Hirschbichler (Inzell) für den EM-Sprint-Vierkampf nominiert.

Für die Mehrkampf-EM hat sich Claudia Pechstein ebenso wie die Inzellerin Roxanne Dufter qualifiziert. Da die fast 47 Jahre alte Berlinerin aber weiterhin mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, ist der Start bei ihrer 22. Eisschnelllauf-EM noch fraglich. Der beste deutsche Langstreckler Patrick Beckert aus Erfurt verzichtet auf die EM, dafür werden sein Vereinskamerad Felix Maly und der Berliner Lukas Mann den Großen Vierkampf in Südtirol bestreiten.

+++Skispringen+++

Markus Eisenbichler nur 32. bei der Quali in Innsbruck

Der Vierschanzentournee-Zweite Markus Eisenbichler hat bei der Qualifikation in Innsbruck eine sportlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zwei zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sprang der 27 Jahre alte Bayer am Donnerstag nur auf 116 Meter und belegte damit den 32. Rang. Sein Rivale Ryoyu Kobayashi war einmal mehr nicht zu schlagen und sicherte sich mit einem Flug auf 126,5 Meter den Quali-Erfolg. Ebenfalls auf das Podest bei der Quali schafften es vor 4200 Zuschauern Roman Koudelka aus Tschechien und der Norweger Johann Andre Forfang.

Die sieben DSV-Adler schafften allesamt die Qualifikation für den Wettbewerb am Bergisel an diesem Freitag (14.00 Uhr/ARD und Eurosport). Am knappsten war es bei Andreas Wellinger, der nur auf 110 Meter kam und damit 47. wurde. Auch Karl Geiger (6.), Stephan Leyhe (8.), Richard Freitag (12.), Constantin Schmid (30.) und der mit Eisenbichler punktgleiche David Siegel (32.) sind qualifiziert.
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+++ Langlauf +++

Tour de Ski: Frauen-Duo im Viertelfinale

Die deutschen Langläufer sind mit durchwachsenen Leistungen ins neue Jahr gestartet. Bei der 13. Auflage der Tour de Ski erreichten im Freistil-Sprint nur Victoria Carl (Zella-Mehlis) und Sandra Ringwald (Schonach) das Viertelfinale. Im Schweizer Val Müstair war für alle zehn deutschen Männer nach der Qualifikation Schluss.

Damit lief der Freistil-Sprint aus deutscher Sicht ähnlich schwach wie der Sprint im klassischen Stil zum Auftakt der Tour de Ski in Südtirol. Auch in Toblach/Italien waren alle zehn deutschen Männer in der Qualifikation gescheitert. Max Olex (Partenkirchen) verpasste in Val Müstair als bester Deutscher die Top 30 als 32. nur knapp.

Carl kam als beste Deutsche auf Rang 27 mit 11,30 Sekunden Rückstand auf die Tagesbeste Stina Nilsson (Schweden/3:30,52 Minuten) ins Ziel, Olympia-Teilnehmerin Ringwald qualifizierte sich als 30. Nilsson hatte bereits beim Auftakt-Sprint in Toblach triumphiert. Bei den Männern war einmal mehr Norwegens Sprint-Ass Johannes Hösflot Kläbo (3:04,69 Minuten) Quali-Schnellster.

Nach dem Sprint in Val Müstair geht es ohne Ruhetag weiter zum dritten Tour-Stopp nach Oberstdorf (2. und 3. Januar). Das Finale steigt am 5. und 6. Januar mit der Bergverfolgung im italienischen Val di Fiemme.

+++BIATHLON+++

Franziska Preuß und Simon Schempp verpassen Sieg auf Schalke

Zwar schnappten sich die Italiener Lukas Hofer und Dorothea Wierer den Sieg bei der World Team Challenge auf Schalke vor dem deutschen Duo Simon Schempp und Franziska Preuß. Die größte Aufmerksamkeit am Samstagabend aber genoss der Norweger Ole Einar Björndalen im Mixed-Team mit seiner weißrussischen Frau Darja Domratschewa. Die beiden Biathlon-Legenden verabschiedeten sich bei den deutschen Fans mit einem letzten Rennen. Beide waren nach der vergangenen Saison zurückgetreten.

+++Ski Alpin+++

Mikaela Shiffrin knackt Rekord von Marlies Schild im Slalom

Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin hat beim Slalom im österreichischen Semmering ihr Idol Marlies Schild in der Bestenliste überholt. Shiffrin feierten ihren 36. Sieg in einem Slalom. Schild war bisher mit 35 Siegen Rekordhalterin.

+++ Ski Alpin +++

Verletzter Thomas Dreßen muss wohl auch an Schulter operiert werden

Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen rechnet mit einer weiteren Operation nach seinem schweren Sturz Ende November. „Ich gehe schwer davon aus, dass ich die Schulter auch noch mal operieren lassen muss. Sie war ausgekugelt und gehört geflickt. Das mache ich aber erst, wenn wir mit der ersten Reha am Knie durch sind“, sagte der 25 Jahre alte Skirennfahrer in einem am Samstag veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Kitzbühel-Sieg und Kreuzbandriss sind die beiden Momente, die mein Jahr geprägt haben“, sagte er.

Dreßen war am 30. November auf der Abfahrt in Colorado gestürzt und hatte sich dabei einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen sowie am Meniskus und Außenband verletzt. Zudem kugelte er sich die Schulter aus. Er rechne mit einer Pause von acht Monaten, wolle sich aber erst wieder auf Ski stellen, wenn er ganz gesund sei. „Alles vorher macht keinen Sinn. Dann gewöhnst du dir nur eine schlechte Technik an, weil du in Schonhaltung fährst, um Schmerzen zu vermeiden“, sagte Dreßen. „Mein sportliches Ziel ist, noch im Jahr 2019 wieder zu 100 Prozent am Start stehen zu können.“

+++Skispringen+++

Rekordsieger Gregor Schlierenzauer verzichtet auf Start bei Vierschanzentournee

Der sechsmalige Skisprung-Weltmeister Gregor Schlierenzauer verzichtet auf einen Start bei der Vierschanzentournee. Der formschwache Österreicher, der zuletzt bereits eine Weltcuppause eingelegt hatte, will sich stattdessen ganz auf die Heim-WM Ende Februar in Seefeld konzentrieren. Der 28-Jährige hatte die Tournee 2011/12 und 2012/13 gewonnen.

+++Skispringen+++

Kreuzbandriss bei Gianina Ernst

Skispringerin Gianina Ernst (Oberstdorf) hat einen Kreuzbandriss erlitten und fällt für den Rest der Saison aus. Wie der Deutsche Skiverband am Donnerstag mitteilte, zog sich die 19-Jährige die Verletzung beim Continental-Cup-Springen in Notodden/Norwegen am vergangenen Wochenende zu.

"Ich bin bei der Landung durch ein Verschneiden der Ski gestürzt. Ich hatte Schmerzen, das Beugen und Strecken war sofort eingeschränkt, und mir war klar, dass ich mich verletzt hatte", sagte Ernst: "Ich hoffe jetzt, dass die Operation bald und gut verlaufen wird, danach arbeite ich mich in der Rehabilitation zurück."

Ernst hatte Ende 2013 mit 14 Jahren bei ihrem ersten Weltcupspringen als Zweite sogleich einen Podestplatz belegt. Als 15-Jährige nahm sie 2014 an Olympia in Sotschi teilgenommen und war jüngste Starterin der Winterspiele. Zur Saison 2018/19 schaffte es Ernst nicht ins deutsche Weltcup-Team

+++ Langlauf +++

Therese Johaug startet nicht bei Tour de Ski

Norwegens Skilanglauf-Star Therese Johaug wird nicht an der in der kommenden Woche in Toblach/Südtirol beginnenden Tour de Ski teilnehmen. Die 30-Jährige, die nach ihrer Dopingsperre den Weltcup dominiert, legt im Hinblick auf die WM in Seefeld (16. Februar bis 3. März) eine Trainingspause ein.

"Sie hat das Gefühl, dass sie etwas Zeit braucht, um bei der Weltmeisterschaft vorne zu sein. Ich finde es sehr klug, dass sie die Batterien auflädt", sagte Norwegens Skilanglauf-Chef Vidar Löfshus.

+++ Skispringen +++

Freund dämpft Vierschanzentournee-Hoffnungen

Skisprung-Olympiasieger Severin Freund will bei seiner Rückkehr nach zwei Kreuzbandrissen nicht von seinen früheren Verdiensten zehren. „Mein Name und meine Erfolge der Vergangenheit werden nicht reichen. In einem anderen Team wäre es vielleicht einfacher“, sagte der 30-Jährige der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf die bevorstehende Vierschanzentournee (30. Dezember bis 6. Januar). Freund ist im Weltcup derzeit der schlechteste Springer der sieben Deutschen und landete am Samstag in Engelberg auf dem 50. und letzten Platz.

(rent/sid/dpa)
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