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Wintersport: Skiflug-WM 2026 steigt in Oberstdorf - Garmisch-Partenkirchen geht leer aus​

Wintersport-Highlights : Skiflug-WM 2026 steigt in Oberstdorf - Garmisch-Partenkirchen geht leer aus

Oberstdorf darf sich auf das nächste Wintersport-Highlight freuen. Die Skiflug-WM findet 2026 auf der Heini-Klopfer-Schanze statt. Keine guten Nachrichten gab es derweil für Garmisch-Partenkirchen.

Die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2027 findet wie erwartet im schwedischen Falun statt. Dies teilte der Weltverband Fis am Mittwoch nach einem Meeting in Mailand mit. Der kleine Ort mit großer Wintersport-Tradition ist nach 1954, 1974, 1993 und 2015 zum fünften Mal Ausrichter des Großevents, das alle zwei Jahre ausgetragen wird. Falun war einziger Bewerber, die Vergabe an die Schweden war daher nur eine Formsache. Zuvor finden die Titelkämpfe 2023 im slowenischen Planica und 2025 in Trondheim in Norwegen statt.

Auch der Deutsche Skiverband (DSV) bekam wie erwartet die nächste Veranstaltung im nordischen Skisport: Die Skiflug-WM findet 2026 in Oberstdorf statt. Da es weltweit nur vier taugliche Flugschanzen gibt, wechselt sich die Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Allgäu mit den Anlangen in Planica, Vikersund (Norwegen) und dem österreichischen Bad Mitterndorf ab. Auch hier gab es bei der Vergabe keinen Gegenkandidaten.

Die Freestyle-, Freeski- und Snowboard-Weltmeisterschaften 2027 finden wie erwartet im österreichischen Montafon statt.

Eine alpine Ski-Weltmeisterschaft in Deutschland wird es dagegen nicht geben: Garmisch-Partenkirchen ging bei der Vergabe des Winter-Highlights 2027 erneut leer aus. Der oberbayerische Ski-Ort, in dem unter anderem die anspruchsvollen Weltcup-Rennen auf der Kandahar stattfinden, musste sich bei der Entscheidung des internationalen Skiverbandes Fis in Mailand am Mittwoch der Schweizer Gemeinde Crans-Montana geschlagen geben.

Insgesamt hatte es vier Bewerber um die Ausrichtung der Ski-WM in fünf Jahren gegeben: Neben Garmisch-Partenkirchen und Crans-Montana noch das norwegische Narvik und Soldeu in Andorra.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte sich für die Ski-WM „dahoam“ stark gemacht und das mögliche Prestige-Event im Freistaat als „absolutes Highlight“ bezeichnet. Herrmann hob dabei mit Blick auf die vorhandenen Pisten Kandahar und Gudiberg die etablierte Infrastruktur hervor. „Die Sportstätten sind da, deswegen ist es in Sachen Nachhaltigkeit eine Spitzenbewerbung“, erklärte er im Winter.

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Mit der gemeinsamen Bewerbung der Marktgemeinde Garmisch- Partenkirchen, des DSV und des Ski-Clubs Garmisch wollten die Verantwortlichen das Winter-Highlight zum dritten Mal nach 1978 und 2011 ins Werdenfelser Land holen. Bei der Vergabe der WM 2025 hatte Garmisch - genau wie Crans-Montana - gegen Saalbach-Hinterglemm in Österreich das Nachsehen. Die nächste WM findet 2023 im französischen Courchevel/Meribel statt.

(dpa/sid)