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Wintersport-Saison 2021/22 : Friedrich verliert letztes Weltcuprennen und EM-Titel im Viererbob

Wintersport-Telegramm 21/22 : Friedrich verliert letztes Weltcuprennen und EM-Titel im Viererbob

Wie läuft die Weltcup-Saison in den Disziplinen außerhalb von Ski Alpin, Skispringen und Biathlon? In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden.

Francesco Friedrich hat im letzten Viererbob-
Weltcuprennen der Saison die erste Niederlage hinnehmen müssen. Der Lette Oskars Kibermanis war am Sonntag auf der Natureisbahn in St. Moritz 0,16 Sekunden schneller und schnappte Friedrich in der parallel ausgetragenen Europameisterschaft auch den Titel weg. EM- und Weltcup-Dritter wurde der Russe Rostislaw Gaitjukewitsch. Dafür sicherte sich der Doppel-Olympiasieger vom BRC Sachsen Oberbärenburg den Gesamt-Weltcup in der Königsklasse schon eine Woche vorher in Winterberg. Am Tag zuvor hatte Friedrich das Rennen und die Kristallkugel im kleinen Schlitten gewonnen.

Friedrich fuhr im Schweizer Engadin nicht mit seiner Olympia-Crew, da sein zuletzt verletzter Anschieber Alexander Rödiger seinen verdienten Abschied bekam. So saßen statt Thorsten Margis und Candy Bauer diesmal Rödiger und Martin Grothkopp im Bob. Rödiger hatte sich vor acht Wochen einen Bizepsmuskel abgerissen und nun das letzte Rennen seiner langen Karriere bestritten.

Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach, der mit seinen Peking-
Anschiebern Michael Salzer, Matthias Sommer und Tobias Schneider startete, landete auf Weltcup- und EM-Rang vier. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner kam mit seiner Olympia-Crew Florian Bauer, Christopher Weber und Christian Rasp zeitgleich mit dem Kanadier Justin Kripps auf Weltcup-Rang fünf und EM-Rang vier.

Kim Kalicki holt EM-Titel im Zweierbob

Die WM-Dritte Laura Nolte hat den ersten Sieg ihrer Karriere im Bob-Gesamtweltcup knapp verpasst. Die 23-Jährige landete bei der Olympia-Generalprobe auf der Natureisbahn in St. Moritz beim kombinierten Wettbewerb aus Weltcup und EM auf dem dritten Platz. Das reichte im letzten Zweier-Rennen der Saison für Nolte (1486) nicht, um in der Gesamtwertung noch an der in St. Moritz fünftplatzierten US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor (1505) vorbeizuziehen.

Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden) gewann mit Bahnrekord den Europameistertitel und führte den deutschen Dreifachtriumph vor Olympiasiegerin Mariama Jamanka an. "Die Freude überwiegt. Jetzt Vollgas Richtung Peking" sagte Kalicki, die in sechs von acht Weltcup-Rennen aufs Podest fuhr, in der ARD. "Der Weltcup-Gesamtsieg wäre schön gewesen, aber hat nicht die Priorität in dieser Saison", sagte Nolte, die leichte Probleme mit der Wade hatte und sich nun ebenfalls auf Peking fokussieren will.

Meyers Taylor profitierte am Ende der Saison vom Weltcup-Wochenende in Sigulda, das die deutschen Pilotinnen kurz nach dem Jahreswechsel ausgelassen hatten. Die Amerikanerin konnte dadurch an Nolte vorbeiziehen. Nolte gilt mit 23 Jahren im Bobsport noch als Juniorin, vor ziemlich genau zwei Jahren betrat sie erstmals die Weltcupbühne. In 18 Rennen fuhr sie 13 Mal aufs Podest, elfmal landete sie auf den Rängen eins oder zwei.

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"Es war heute wirklich eine ganz tolle Vorstellung von allen sechs Mädels, wirklich grandios", lobte Bundestrainer Rene Spies: "Wir gehen mit einem richtig guten Gefühl Richtung Yanqing (Olympia-Eiskanal, d. Red)."

Deutsche Rennrodel-Teamstaffel gewinnt Weltcup in Oberhof

Das deutsche Rennrodelteam hat zum Abschluss des Weltcups in Oberhof am Sonntag auch den Staffelwettbewerb gewonnen. In der Besetzung Johannes Ludwig, Julia Taubitz und Toni Eggert/Sascha Benecken siegte die deutsche Mannschaft vor Lettland und Österreich. In der Gesamtwertung konnte Deutschland die Führung vor Österreich ausbauen.

Rodlerin Taubitz verpasst Sieg knapp - Gesamtführung verteidigt

Julia Taubitz (Oberwiesenthal) hat ihren vierten Rennrodel-Weltcuperfolg in diesem Winter knapp verpasst, bleibt aber vor dem Finale im letzten Rennen am nächsten Wochenende im Gesamtklassement vorn. Die Österreicherin Madeleine Egle, die stärkste Konkurrentin in dieser Saison, gewann am Sonntag in Oberhof hauchdünn vor dem deutschen Verfolger-Quartett Taubitz, Anna Berreiter (Berchtesgaden), Natalie Geisenberger (Miesbach) und Cheyenne Rosenthal (Winterberg). „Ich hätte mich so über den Sieg gefreut. Aber Madeleine ist saustark gefahren, und es war am Ende echt eng. Sie ist in Top-Form. Es bleibt spannend zwischen uns“, sagte Taubitz, die in der Gesamtwertung noch mit 57 Punkten vor Egle führt.

+++ 15. Januar +++

Jamanka wird Monobob-Europameisterin - Friedrich triumphiert im Zweierbob

In nur einem Rennen holte Francesco Friedrich gleich vier Titel: Europameister, Weltcupsieger, Gesamtweltcupsieger im Zweierbob und Gesamtsieger in beiden Disziplinen. Der Doppel-Olympiasieger vom BSC Oberbärenburg gewann am Samstag im Schweizer Engadin im kleinen Schlitten mit Anschieber Thorsten Margis. Nach zwei Läufen verwies er den Kanadier Justin Kripps mit 0,19 Sekunden auf Rang zwei. Kripps, der 2018 in Pyeongchang zeitgleich mit Friedrich Olympiasieger geworden war, fuhr im zweiten Lauf Bestzeit in 1:05,80 Minuten, konnte den Sachsen aber nicht mehr abfangen. Weltcup-Dritter und EM-Zweiter wurde der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner.

Wie Friedrich fuhr Lochner mit Florian Bauer mit seinem Olympia-Anschieber. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach kam mit Matthias Sommer auf Weltcuprang acht und EM-Platz sechs.

„Wir sind super happy. Jetzt geht es in zwei Wochen nach Peking. Wir fahren mit einem guten Gefühl dahin“, sagte Friedrich, der mit Ausnahme des Patzers in Sigula (Platz zwölf) alle Weltcups im kleinen Schlitten gewann.

Zuvor hatte Mariama Jamanka vom BRC Thüringen für eine Überraschung gesorgt. Mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung holte sich die Zweierbob-Olympiasiegerin vor Laura Nolte aus Winterberg den Europameistertitel im Monobob. Im parallel ausgetragenen Weltcup kam sie auf Rang vier vor Nolte. Den Weltcupsieg sicherte sich US-Pilotin Kaillie Humphries vor Teamkollegin Elana Meyer Taylor, die nach zwei Läufen 0,04 Sekunden Rückstand auf Humphries hatte. Weltcupdritte wurde die Kanadierin Cynthia Appiah.

„Ich habe mein bestes Monobob-Ergebnis in meiner Weltcupzeit eingefahren. Europameister im Monobob, das muss man auch erstmal verdauen. St. Moritz ist eine Strecke, die mir liegt. Ich war froh, dass ich im Monobob zwei ordentliche Läufe zeigen konnte. Ich freue mich einfach“, sagte Jamanka, die die erstmals in Peking ausgetragene olympische Disziplin weiterhin nicht mag.

Doppelsitzer Eggert/Benecken siegen erneut - Wendl/Arlt Zweiter

Das Rodel-Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken hat drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Die Weltmeister aus Thüringen siegten eine Woche nach ihrem Erfolg im lettischen Sigulda auch beim vorletzten Weltcup in Oberhof. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt machten den deutschen Doppeltriumph perfekt.

Bereits im ersten Lauf hatten Eggert/Benecken mit einem Bahnrekord (41,331 Sekunden) die Weichen gestellt und diesen im zweiten Durchgang nochmals auf 41,320 Sekunden verbessert. "Toni und Sascha sind eine Klasse für sich, das haben sie heute wieder mit zwei Bahnrekorden gezeigt", sagte Bundestrainer Norbert Loch: "Man wird etwas ruhiger, wenn man sieht, wie stabil die Burschen hier die Leistungen abgerufen haben."

Für Eggert/Benecken war es der dritte Saisonsieg im klassischen Weltcup, der erste gelang zum Auftakt im Yanqing Sliding Center - dort geht es bei den Winterspielen von Peking (4. bis 20. Februar) im kommenden Monat um Olympiagold. Die beiden deutschen Duos bleiben in der Weltcup-Gesamtwertung erste Verfolger der lettischen Brüder Andris und Juris Sics, die am Samstag als Fünfte das Podest verpassten.

Vor den Olympischen Spielen steht noch eine letzte Weltcup-Station im Rennkalender an: Am kommenden Wochenende steigt in St. Moritz (22./23. Januar) die Peking-Generalprobe.

+++ 14. Januar +++

Lölling verpasst im Skeleton direktes Olympia-Ticket - darf aber noch hoffen

Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling (Winterberg) hat zum Abschluss der Weltcup-Saison eine Riesenenttäuschung erlebt. Beim kombinierten Wettbewerb aus EM und Weltcup auf der Natureisbahn in St. Moritz fuhr die 26-Jährige als Zwölfte an den Top Acht vorbei und verpasste dadurch das direkte Olympia-Ticket für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar). Deutlich besser lief es bei den Männern: Alexander Gassner feierte als Zweiter sein bestes Saisonergebnis, Weltmeister Christopher Grotheer folgte auf Platz drei.

"Es ist schwierig, Worte dafür zu finden", sagte Lölling enttäuscht: "Es haben zu viele Sachen gefehlt heute, um ganz vorne mitzufahren. Jetzt gerade ist es einfach sehr bitter."

Über die "Härtefall-Regelung" könnte Lölling das Ticket aber noch ziehen, teilte der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) mit. Der BSD will beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beantragen, dass Lölling nominiert wird, weil sie einmal mit Platz neun knapp an der dritten Top-Acht-Platzierung gescheitert und beim Testevent in Peking Vierte geworden war, teilte der BSD dem SID mit.

Für Lölling, die sich erst durch ihre erste Podestplatzierung am vergangenen Wochenende beim Heim-Weltcup in Winterberg Hoffnungen auf ihre zweite Olympia-Teilnahme machen durfte, zerschlugen sich bereits nach einem völlig enttäuschenden ersten Lauf alle Träume auf eine direkte Olympia-Qualifikation. Mit über einer Sekunde Rückstand ging sie als 15. in den zweiten Durchgang.

Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee), die im Dezember die beiden Weltcups in Altenberg gewonnen hatte, verfehlte als Zehnte erneut das Podium, Nachwuchshoffnung Hannah Neise (Winterberg) sorgte beim ersten australischen Weltcupsieg von Jaclyn Narracott als Achte für das beste deutsche Resultat. Europameisterin und Gesamtweltcup-Siegerin wurde die Niederländerin Kimberley Bos.

Rekord-Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland sicherte sich bei den Männern EM-Gold, holte durch den Sieg seinen elften Gesamtweltcup und reist als Favorit in knapp drei Wochen nach Peking.

Skicrosser Maier und Müller fahren aufs Podest

Die Skicrosser Daniela Maier und Tobias Müller sind drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking erstmals in dieser Saison aufs Podium gefahren. Die Deutschen belegten beim Weltcup im kanadischen Nakiska jeweils den dritten Platz und bescherten der Sparte des Deutschen Skiverbands (DSV) die Podestplatzierungen zwei und drei im Olympia-Winter.

Die 25 Jahre alte Maier aus Urach feierte beim sechsten Saisonsieg der schwedischen Weltmeisterin Sandra Näslund ihre beste Platzierung seit dem zweiten Platz in Val Thorens/Frankreich im Dezember 2020. Der 29-jährige Müller hatte erst im vergangenen Monat ebenfalls in Val Thorens mit dem fünften Rang sein bestes Weltcup-Ergebnis geschafft. Den Tagessieg bei den Männern sicherte sich David Mobärg (Schweden).

Florian Wilmsmann verpasste die Finalläufe knapp. Mit dem fünften Platz rundete der 25 Jahre alte Sportsoldat vom Tegernsee aber einen starken ersten Weltcup in Nakiska ab. Daniel Bohnacker und Tim Hronek waren bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Alle deutschen Athleten haben die Olympia-Norm schon sicher.

Nach dem zweiten Rennen in Nakiska am Samstag (20.15 Uhr MEZ) stehen noch zwei weitere im schwedischen Idre (22./23. Januar) vor Olympia in Peking auf dem Programm. Dort geht es am 17. und 18. Februar um Medaillen.

Snowboarder Baumeister rast zum Sieg und zur Gesamtführung

Snowboarder Stefan Baumeister hat eine glänzende Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Peking hingelegt. Der 28-Jährige gewann am Freitag in Österreich den Parallel-Riesenslalom auf der Simonhöhe und übernahm damit auch die Führung im Gesamtweltcup. Im Finale setzte er sich knapp gegen den Slowenen Tim Mastnak durch.

Im Zielraum riss sich Baumeister das Board von den Füßen und sprang seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschen Team in die Arme. Es war bereits sein fünfter Weltcup-Sieg und sein vierter Podestplatz in diesem Winter. Zweimal wurde er Erster, zweimal Zweiter. „Ich habe wirklich Spaß im Moment“, sagte der Sportler vom SC Aising-Pasing, der damit auch bei den Spielen in China zu den Topfavoriten gehört. Baumeisters Mannschaftskamerad Elias Huber scheiterte im letzten Einzelrennen vor dem Saisonhöhepunkt im Februar im Achtelfinale.

Bei den Damen fuhr Melanie Hochreiter derweil erstmals in ihrer Karriere auf ein Weltcup-Podium. Die 25-Jährige vom WSV Bischofswiesen und die Russin Sofia Nadirschina kamen im kleinen Finale zeitgleich ins Ziel und teilten sich den dritten Platz. Die zweimalige Gesamtweltcup-Gewinnerin Ramona Hofmeister scheiterte im Viertelfinale an der späteren Überraschungssiegerin Aleksandra Krol aus Polen. Auch für Carolin Langenhorst war in der Runde der besten Acht Schluss. Am Samstag steht noch ein Mixed-Teamevent an.

+++ 12. Januar +++

Deutsches Paar bei Eiskunftlauf-EM auf Platz fünf

Die besten deutschen Paarläufer Minerva Hase/Nolan Seegert haben im Kurzprogramm der Eiskunstlauf-EM in Tallinn/Estland nicht den optimalen Tag erlebt. Trotz eines Sturzes beim dreifachen Wurf-Salchow von ihr wurden die EM-Achten aus Berlin am Mittwoch mit 62,21 Punkten noch Fünfte. Ebenfalls von einem Sturz wurde der Auftritt der EM-Siebten Annika Hocke/Robert Kunkel (Berlin) beeinträchtigt. Sie qualifizierten sich mit dem 13. Platz und 55,19 Punkten immerhin für die Kür am Donnerstag. Die EM-Neulinge Letizia Roscher/Luis Schuster (Chemnitz/48,77) mussten Lehrgeld zahlen. Sie kamen nur auf Rang 19 mit 48,77 Punkten und schieden aus.

Herausragend waren die russischen Paare, die 2019 alle drei Medaillen gewannen. An die Spitze kämpften sich die Weltmeister Anastasia Mischina/Aleksandr Gallimow mit 82,36 Punkten. Die Titelverteidiger Jewgenia Tarassowa/Wladimir Morosow folgten auf Platz zwei mit 81,58 Punkten vor Aleksandra Boikowa/Dimitri Koslowski (76,26).

Einen guten, aber keinen perfekten Start hatte der viermalige deutsche Meister Paul Fentz. Mit 76,76 Punkten landete der 29-jährige EM-Achte von 2020 aus Berlin auf dem elften Platz. Der zehn Jahre jüngere gebürtige Russe Nikita Starostin (Dortmund) kam bei seiner EM-Premiere auf den 14. Rang und qualifizierte sich ebenso für die Kür am Donnerstag. „Es hat nicht alles gut geklappt“, meinte Fentz, der den vierfachen Toeloop schon so gut wie gestanden hatte, aber doch noch stürzte. „Es hat trotzdem viel Spaß gemacht.“

Den Titel werden vor allen die drei führenden Russen unter sich ausmachen. In Führung ging Junioren-Weltmeister Andrej Mosalew. Der erst 18-Jährige bekam 99,76 Punkte. Zweiter wurde Mark Kondratjuk (99,06) vor dem WM-Achten Jewgeni Semenenko (99,04).

Hofmeister in Olympia-Form

Die deutsche Snowboarderin Ramona Hofmeister ist weniger als vier Wochen vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Peking nur knapp an ihrem ersten Saisonerfolg vorbeigefahren. Im Finale des nicht olympischen Parallel-Slaloms in Bad Gastein gegen die Österreicherin Daniela Ulbing kostete ein Fehler kurz nach dem Start die 25-Jährige den Sieg.

"Heute sind mir wirklich mehrere Steine vom Herzen gefallen", sagte Hofmeister: "Die letzten Rennen waren echt schwierig für mich, ich war richtig enttäuscht und konnte meine Leistung nicht abrufen." Die Platzierung sei ihr "ganz egal" gewesen, "Hauptsache Podium. Das ist wirklich überragend."

Carolin Langenhorst schaffte es ins Viertelfinale, wo sie sich der Österreicherin Julia Dumjovits geschlagen geben musste, und wurde Sechste. Melanie Hochreiter schied im Achtelfinale gegen die Russin Natalija Sobolewa aus und landete am Ende auf Rang elf.

Bei den Herren scheiterte Hoffnungsträger Stefan Burmeister bereits im Achtelfinale. Der Sportsoldat unterlag in der Runde der besten 16 dem Österreicher Lukas Mathies und landete am Ende auf einem enttäuschenden 15. Platz. Zwei Tage zuvor war er noch im Finale beim Parallel-Riesenslalom im Schweizer Scuol knapp an seinem zweiten Saisonsieg vorbeigeschrammt. Arvid Auner fuhr nach einem rein österreichischen Halbfinale zu seinem ersten Weltcupsieg.

Yannik Angenend (Lengdorf) qualifizierte sich zwar für das Achtelfinale, blieb dort gegen den Südkoreaner Sangho Lee aber früh an einem Tor hängen, sodass er nur 16. wurde. Damit muss der 21-Jährige nach seinem zehnten Platz im italienischen Carezza im Dezember weiter auf den zweiten Teil der Olympia-Norm warten.

Baumeister, Hofmeister, Langenhorst und Hochreiter haben die Qualifikation für die Winterspiele (4. bis 20. Februar) bereits sicher.

Ungeimpfte Snowboard-Olympiasiegerin begibt sich in Peking in dreiwöchige Quarantäne

Die Schweizer Snowboarderin Patrizia Kummer wird schon diese Woche nach China reisen und sich im Vorfeld der Olympischen Winterspiele dort in eine 21-tägige Quarantäne begeben. Die 34-Jährige hat sich aus persönlichen Gründen bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Für eine Teilnahme an den Spielen vom 4. bis 20. Februar ist die Isolation vorab für sie daher erforderlich.

„Ich respektiere die Regelungen der Behörden und des IOC“, sagte Kummer, die bei den Winterspielen im russischen Sotschi 2014 Gold im Parallel-Riesenslalom gewonnen hat. „Nun möchte ich mich komplett auf meine sportlichen Ziele an den Olympischen Spielen in Peking konzentrieren - alles andere kann ich nicht beeinflussen.“

Kummer hat die nationale Norm für das Event in China im Laufe dieser Saison bereits geknackt. Ob sie einen der Startplätze des Schweizer Teams erhält, steht aber noch nicht fest. Die Nominierungen sollen erst nach den Snowboard-Weltcups in Bad Gastein an diesem Dienstag und in Simonhöhe (beides Österreich) am kommenden Freitag erfolgen.

+++ 9. Januar 2022 +++

Friedrich siegt auch im siebten Rennen im Viererbob

Mit dem siebten Sieg im siebten Rennen hat sich Francesco Friedrich beim letzten Bob-Weltcup in Deutschland vor den Olympischen Winterspielen vorzeitig die Kristallkugel im Vierer gesichert. Im verschneiten Winterberg raste er am Sonntag mit seiner Olympia-Crew Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller zum Sieg und bleibt in diesem Winter in der Königsklasse ungeschlagen.

Zweiter wurde mit 0,42 Sekunden Rückstand der Brite Brad Hall vor US-Pilot Hunter Church. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner kam auf Rang vier. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach fuhr auf Platz zehn.

Friedrich hat vor dem Weltcup-Finale und der EM in St. Moritz am kommenden Wochenende die Kristallkugel im Viererbob mit 229 Zählern Vorsprung schon sicher. Im kleinen Schlitten benötigt er nur noch eine vordere Platzierung.

Taubitz wird Zweite – Geisenberger verpasst Podest

Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) bleibt die konstanteste Rodlerin des Olympia-Winters. Die 25-Jährige fuhr beim Weltcup auf der schwierigen Bahn im lettischen Sigulda auf den zweiten Rang, nur die starke Österreicherin Madeleine Egle war um 0,180 Sekunden schneller. Vier Wochen vor dem Start der Winterspiele von Peking (4. bis 20. Februar) deutet damit weiterhin vieles auf ein Duell zwischen Taubitz und Egle auch beim Saisonhöhepunkt hin.

Für Egle war es der vierte Sieg in diesem Winter, ebenso viele hat Taubitz auf dem Konto. Die Deutsche allerdings landete in acht der bislang neun Weltcuprennen auf einem der ersten beiden Plätze und führt die Gesamtwertung daher recht souverän an.

Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) verpasste das Podest als Vierte knapp, etwas schneller war die Russin Tatjana Iwanowa. Ein schwächerer erster Lauf kostete Geisenberger die Chance, im zweiten Durchgang war dann nur Egle schneller als die frühere Seriensiegerin. Olympiateilnehmerin Anna Berreiter (Berchtesgaden) holte als Zehnte ihr schwächstes Ergebnis der Saison, bleibt aber Dritte der Gesamtwertung.

Bis zu den Winterspielen stehen nun noch zwei Weltcup-Stationen im Rennkalender. Am kommenden Wochenende hat das deutsche Team noch einmal ein Heimspiel in Oberhof, die Generalprobe für Olympia erfolgt dann in St. Moritz in der Schweiz (22./23. Januar).

Bobpilotin Nolte holt in Winterberg vierten Sieg - Kalicki Zweite

Winterberg (dpa) - Laura Nolte hat auf ihrer Heimbahn in Winterberg den vierten Saisonsieg im Zweierbob eingefahren. Mit ihrer Olympia-Anschieberin Deborah Levi hatte sie am Sonntag 0,13 Sekunden Vorsprung vor Teamkollegin Kim Kalicki. Die Wiesbadenerin fuhr mit Leonie Fiebig. Dritte wurde US-Pilotin Kaillie Humphries.

Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen patzte am Start mit Deutschlands schnellster Sprinterin Alexandra Burghardt und musste sich mit Rang neun begnügen. Im ersten Durchgang lief das Duo zu weit, sodass der Schlitten beim Einsteigen aus der Anlaufspur geriet und gegen die Bande krachte, was einen enormen Zeitnachteil verursachte. „Ich habe schon viele aufmunternde Nachrichten aus dem Team erhalten. Lieber passiert es hier als dann bei Olympia in Peking“, sagte Burghardt.

Nörl feiert zweiten Sieg

Der deutsche Snowboardcrosser Martin Nörl hat seine Medaillen-Ambitionen bei Olympia mit einem Doppelerfolg im russischen Krasnojarsk unterstrichen. Einen Tag nach dem zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere gewann der 28-Jährige vom DJK-SV Adlkofen auch das Rennen am Sonntag. Zweiter wurde der Österreicher Jakob Dusek gefolgt von Eliot Grondin aus Kanada.

Für die Winterspiele in rund vier Wochen in Peking zählt Nörl nun zu den großen Favoriten. „Ich bin sprachlos, zwei Weltcupsiege in Folge. Ich weiß nicht warum, aber das ist meine Strecke hier“, sagte Nörl nach dem besten Wochenende seiner Snowboard-Laufbahn.

Snowboarder Höflich springt aufs Podium

Snowboarder Andre Höflich ist vier Wochen vor den Olympischen Spielen zum zweiten Mal im Weltcup der Sprung auf das Podest in einem Halfpipe-Wettbewerb gelungen. In Mammoth Mountain/USA belegte der 24 Jahre alte Allgäuer wie zuvor im März 2021 in Aspen/USA den dritten Rang. Den Sieg holte sich der zweimalige Olympia-Zweite Ayumu Hirano aus Japan.

Bobpilot Maier aus Österreich positiv getestet - Stampfer ratlos

Bobpilot Benjamin Maier ist beim Weltcup in Winterberg positiv auf das Coronavirus getestet worden und musste vorzeitig die Heimreise antreten. Doch der Befund des WM-Zweiten im Viererbob sorgte für Kopfschütteln. „Die Situation ist völlig skurril. Denn in Deutschland gelten offenbar andere Grenzwerte als in Österreich, wo Benni nicht positiv wäre“, sagte Österreichs Trainer Wolfgang Stampfer, der mit den zuständigen Behörden in der Heimat Kontakt aufnehmen will, um eine Teilnahme am nächsten Wochenende bei der EM und beim Weltcup-Finale in St. Moritz abzusichern.

Immerhin sei laut Stampfer „das gesamte Bob-Lager vollständig geimpft und geboostert“. Maier habe zudem keinerlei Symptome. „Die Teilnahme ist nur möglich, wenn Benni einen Genesungsbescheid vorlegen kann. Wenn er bei uns als negativ gilt, kann der aber kaum erbracht werden. Ehrlich gesagt bin ich ratlos momentan“, sagte Stampfer laut einer Verbandsmitteilung auf Facebook.

+++++8. Januar 2022+++++

Rodel-Duo Eggert/Benecken siegt souverän

Das Rodel-Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken hat einen Monat vor den Olympischen Winterspielen einen eindrucksvollen Sieg gefeiert. Die Weltmeister aus Thüringen gewannen am Samstag den Weltcup im lettischen Sigulda, dabei verwiesen sie die bislang so starken Brüder Andris und Juris Sics auf deren Heimbahn auf Rang zwei. 0,037 Sekunden lagen Eggert/Benecken nach zwei Läufen vor den Letten.

Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt komplettierten ein starkes deutsches Ergebnis auf Rang drei. Die beiden besten deutschen Duos bleiben in der Weltcupwertung damit erste Verfolger der Spitzenreiter Sics/Sics.

Für Eggert/Benecken war es erst der zweite Saisonsieg im klassischen Weltcup, der erste allerdings gelang zum Auftakt im Yanqing Sliding Center - dort geht es bei den Winterspielen von Peking (4. bis 20. Februar) im kommenden Monat um Olympiagold. Im Weltcup stehen zuvor noch die Rennen in Oberhof und in St. Moritz in der Schweiz an.

Friedrich triumphiert in Winterberg mit Bahnrekord vor Lochner

Bob-Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat auch das vorletzte Zweier-Rennen vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) gewonnen. Der Rekordweltmeister holte beim Weltcup in Winterberg am Samstag seinen bereits zwölften Saisonsieg und verbesserte dabei seinen eigenen Bahnrekord um 13 Hundertstel auf 54,89 Sekunden - beide Läufe absolvierte er in der exakt gleichen Zeit. Der erneute Triumph im Gesamtweltcup ist dem Sachsen nur noch theoretisch zu nehmen.

Der Doppel-Olympiasieger hatte nach zwei Läufen 33 Hundertstel Vorsprung auf den zweitplatzierten Vizeweltmeister Johannes Lochner (Stuttgart), der Friedrichs rund sechs Jahre alten Bahnrekord im ersten Durchgang ebenfalls unterboten hatte (54,94) - Friedrich konterte jedoch umgehend. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) fuhr mit Lokalmatador Matthias Sommer als Fünfter (+1,18) sein drittes Top-5-Ergebnis der Saison im Zweier ein. Olympiasieger Justin Kripps (Kanada) komplettierte das Podest als Dritter (+0,85).

"Wir hatten die ganze Woche ein paar Probleme auf dieser Bahn, haben uns dann aber gut eingestellt", sagte Friedrich in der ARD: "Johannes Lochner ist unten raus auf Augenhöhe. Und die internationale Konkurrenz war hier auf unserer Hausbahn ein bisschen weit weg, das wird in Peking aber nicht so sein. Das wissen wir ganz genau."

Friedrich hat bislang nur ein Saisonrennen nicht gewonnen. Am Neujahrstag waren ihm mit Schüller im lettischen Sigulda ungewöhnlich viele Fehler unterlaufen, als Zwölfter hatte der 31-Jährige gar die Top Ten verpasst. Unter der Woche entschied Friedrich nun, bei den Winterspielen mit Anschieber Thorsten Margis, mit dem er bereits in Pyeongchang 2018 Gold geholt hatte, im Zweier an den Start zu gehen.

Vor Olympia macht der Bob-Weltcup nur noch einmal in St. Moritz in der Schweiz Station (15. und 16. Januar). Am Sonntag steht außerdem noch ein Vierer-Rennen in Winterberg auf dem Programm.

Eisschnelllauf-Sprinter verpassen EM-Medaille

Die deutschen Sprinter haben bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften im niederländischen Heerenveen knapp eine Medaille verpasst. Nico Ihle (Chemnitz), Joel Dufter (Inzell) und Moritz Klein (Erfurt) wurden am Samstag zum Auftakt des zweiten Wettkampftages Vierte im nicht-olympischen Teamsprint. In 1:20,72 Minuten war das Trio nur um 0,19 Sekunden langsamer als das drittplatzierte Team aus Polen. Europameister wurden die favorisierten Niederländer in 1:19,71 Minuten vor Norwegen (1:19,83). Für die EM-Gastgeber war es vierte Titel im fünften Wettbewerb.

Loch verpasst ersten Rodel-Saisonsieg

Der einstige Rodel-Dominator Felix Loch hat seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst, die Formkurve zeigt vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen aber nach oben: Der Rekordweltmeister kam beim Weltcup am Samstag im lettischen Sigulda auf den guten zweiten Rang, nur Kristers Aparjods war auf seiner schwierigen Heimbahn 0,186 Sekunden schneller.

"Ich kann zufrieden sein, und es war wichtig, mal wieder auf dem Podest zu stehen", sagte Loch, der das zuletzt Ende November geschafft hatte.

Enttäuschend schnitt Johannes Ludwig ab. Der Olympia-Dritte, mit bereits vier Saisonsiegen souveräner Weltcup-Spitzenreiter, landete nur auf dem 13. Rang. Max Langenhan (Friedrichroda) schaffte es als Siebter in die Top 10. Sebastian Bley (15.) und Chris Eißler (17.) landeten noch hinter Ludwig.

Für Loch war die Leistung in Sigulda ein wichtiges Signal in einer schwierigen Saison. Zum Auftakt hatte er mit zwei zweiten Plätzen auf der Olympiabahn nahe Peking und in Sotschi noch überzeugt, danach schaffte Loch es aber nicht mehr auf das Podest. Im Dezember sorgte zudem eine Corona-Infektion für eine Zwangspause.

"Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich vorne mitfahren kann, aber Ergebnisse sind eben schon wichtig", sagte Loch: "Es ist alles noch etwas anstrengend für mich, Corona hängt mir nach, ich tue mich in den Rennen schwer. Aber es wird besser, ich denke, dass in vier Wochen alles funktioniert."

Bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch zwei Weltcup-Stationen im Rennkalender. Am kommenden Wochenende steigen die Rennen in Oberhof, die Generalprobe für Olympia erfolgt dann in St. Moritz in der Schweiz (22./23. Januar).

Nolte zum vierten Mal auf dem Mono-Podest

Die WM-Dritte Laura Nolte ist zum vierten Mal im olympischen Winter auf das Podest im Monobob gefahren. Die Juniorenweltmeisterin musste sich bei ihrem Heimrennen in Winterberg nach zwei Läufen der erneut herausragenden US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor um 0,25 Sekunden geschlagen. Breeana Walker aus Australien (+0,17) wurde Zweite.

"Ich habe jetzt schon öfter gezeigt, dass ich im Monobob auf das Podest fahren kann", sagte Nolte in der ARD. In jedem ihrer sechs Saisonrennen landete sie unter den besten Vier: "Bei Olympia gibt es allerdings vier Läufe, da kommt es dann sehr auf die Konstanz an, das ist nochmal eine andere Nummer."

Zweier-Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof), die neben Nolte einen von zwei deutschen Startplätzen bei der Olympia-Premiere des Einzelschlittens in Peking (4. bis 20. Februar) erhalten wird, belegte den neunten Platz (+0,98). Zweier-Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden) war gesundheitlich leicht angeschlagen und ging nicht an den Start.

Damit warten die deutschen Frauen in der sogenannten World Series weiter auf den ersten Erfolg in der jungen Disziplin, wenn diese im Rahmen eines Weltcups ausgetragen wird. Im Monobob werden bei den Winterspielen in China erstmals olympische Medaillen vergeben.

+++++7. Januar 2022+++++

Lölling Zweite bei Skeleton-Weltcup in Winterberg

Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling darf dank ihrer ersten Podestplatzierung der Saison beim Heim-Weltcup in Winterberg weiter auf die zweite Olympia-Teilnahme ihrer Karriere hoffen. Die 26-Jährige wurde beim Sieg der Niederländerin Kimberly Bos Zweite und hat damit nun zwei Drittel der Norm für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) erfüllt. Zuvor hatte es Axel Jungk (Oberbärenburg) als Zweiter ebenfalls aufs Treppchen geschafft.

"Das waren harte Wochen und eine harte Zeit für mich. Die Trainer und meine Familie stehen hinter mir und müssen einiges aushalten", sagte Lölling am ARD-Mikrofon sichtlich bewegt: "Ich wusste, wenn es irgendwo funktionieren kann, dann hier. Dass es mit dem Podest geklappt hat, macht mich sehr glücklich."

Bislang war Rang vier im Dezember, ebenfalls in Winterberg, Löllings bestes Saisonergebnis gewesen. Um sicher in Peking dabei zu sein, muss sie bei der letzten Station am 14. Januar in St. Moritz, zugleich auch das Rennen um die Europameisterschaft, erneut die Top 8 erreichen. Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee), die im Dezember die beiden Weltcups in Altenberg gewonnen hatte, verpasste als Siebte erneut das Podium, Nachwuchshoffnung Hannah Neise (Winterberg) landete auf Rang 14.

Jungk fuhr indes wie schon im Dezember in Winterberg auf den zweiten Rang. Auf der Bahn im Hochsauerland musste sich der WM-Zweite von 2020 im einzig gewerteten Durchgang nur dem Letten Martins Dukurs geschlagen geben. Dritter wurde der Russe Alexander Tretjakow.

Zweitbester Deutscher wurde der Winterberger Alexander Gassner auf Rang vier, Weltmeister Christopher Grotheer kam auf Platz neun.

Der erste Lauf war annulliert worden, da das Kehrprotokoll nicht eingehalten wurde. Die Jury hatte nach Protesten mehrerer Nationen, darunter Deutschland, entschieden, nur den zweiten Lauf zu werten.

Claudia Pechstein EM-Siebte über 3000 Meter - Behlau Neunte

Claudia Pechstein hat bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften im niederländischen Heerenveen für einen Achtungserfolg gesorgt. Die 49 Jahre alte Berlinerin belegte am Freitag zum Auftakt des Championats über 3000 Meter den siebten Platz. Im direkten Duell mit ihrer Teamkollegin Leia Behlau setzte sich die fünfmalige Olympiasiegerin in 4:11,60 Minuten durch. Die Inzellerin lief in 4:14,20 Minuten die neuntbeste Zeit. Europameisterin wurde die Niederländerin Irene Schouten in 3:56,62 Minuten vor ihrer Landsfrau Antoinette de Jong (3:59,79) und Francesca Lollobrigida aus Italien (4:00,61).

+++++4. Januar 2022+++++

Langläuferin Hennig wird Gesamt-Neunte bei Tour de Ski

Katharina Hennig hat die Tour de Ski der Langläuferinnen als Gesamt-Neunte beendet. Die Oberwiesenthalerin belegte am Dienstag auf der letzten Etappe, dem Schlussanstieg zur Alpe Cermis, Rang zwölf. Im Ziel hatte sie 1:43,6 Minuten Rückstand auf Tagessiegerin Heidi Weng aus Norwegen.

Weng setzte sich mit 7,0 Sekunden Vorsprung vor der Schwedin Ebba Andersson durch, die damit Gesamt-Zweite wurde. Den Tour-Sieg holte sich die Russin Natalja Neprjajewa, die ihre Führung als Tagesvierte ins Ziel rettete. Als 18. verpasste die Thüringerin Katherine Sauerbrey die Erfüllung der Olympia-Norm nur knapp.

„Ich bin mit den Mädels sehr zufrieden. Alle haben sich unter den besten 32 platziert. Katharina Hennig wird unsere Medaillenhoffnung für die nächsten Jahre sein. Peking kommt dafür noch ein bissel zu früh“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF. Hennig selbst zeigte sich sehr zufrieden. „Nachdem es etwas zäh losgegangen ist bei der Tour, habe ich mein Ziel Top 10 in der Gesamtwertung geschafft“, sagte die 25-Jährige.

Langläufer Moch stürmt auf das Podest - Kläbo gewinnt

Langläufer Friedrich Moch ist beim Finale der Tour de Ski völlig überraschend auf das Podest gestürmt. Der 21-Jährige aus Isny landete beim steilen Anstieg auf die Alpe Cermis als Dritter erstmals in seiner Karriere auf dem Treppchen. Lucas Bögl komplettierte als Vierter das erstklassige deutsche Ergebnis auf der letzten Etappe.

"Ich kann es noch nicht ganz glauben. Ich habe versucht, ein gutes Rennen zu machen. Ich dachte: Schaust du dir es mal an. Dass ich es so bis zum Ende durchziehen kann, habe ich nicht gedacht", sagte Moch im ZDF. Für den DSV war es das erste Podium bei der Tour de Ski seit Tim Tscharnkes Sieg in Val di Fiemme im Januar 2015.

Auch Peter Schlickenrieder war rundum zufrieden. "Ist das geil. Also damit habe ich nicht gerechnet. Was unser junger Fri abzieht, ist abgefahren. Auch taktisch - das war schon erste Sahne", sagte der Bundestrainer im ZDF.

Den Gesamtsieg holte sich zum zweiten Mal in seiner Karriere Norwegens Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo. Dem dreifachen Olympiasieger reichte ein fünfter Rang, um seine Führung zu verteidigen. Der Tagessieg ging an den dreimaligen Weltmeister Sjur Röthe (Norwegen).

Wegen Corona-Sorgen - Langlauf-Weltcup in Frankreich abgesagt

Wegen Sorgen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bezüglich der Omikron-Variante haben die Organisatoren den für Mitte Januar in Frankreich geplanten Skilanglauf-Weltcup abgesagt. Das teilte der Weltverband Fis am Dienstagabend mit. Die Wettbewerbe in Les Rousses sollten eigentlich vom 14. bis zum 16. Januar ausgetragen werden.

+++++3. Januar 2022+++++

Kläbo mit Siegrekord

Norwegens Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat mit seinem 46. Einzelsieg den Weltcup-Rekord seines Landsmanns Björn Dählie egalisiert. Der Norweger gewann die vorletzte Etappe der Tour de Ski in Val di Fiemme in überlegener Manier und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus. Bester Deutscher im Massenstart-Rennen über 15 km im klassischen Stil war Janosch Brugger auf Rang 18.

Dreifach-Olympiasieger Kläbo ist erst 25 Jahre alt. Dählie war dagegen bereits 31, als er im März 1999 seinen letzten Weltcupsieg holte. Für Kläbo war es zudem auf der fünften Etappe der diesjährigen Tour de Ski schon der vierte Sieg. Insgesamt steht er nun bei zwölf Etappensiegen, mehr hat nur der Norweger Petter Northug (14).

Brugger (Schluchsee) verpasste die Top 15 und damit das Ticket für Olympia um zwölf Sekunden. Ebenfalls in die Punkte liefen direkt hinter ihm Friedrich Moch (Isny) und Lucas Bögl (Gaißach) auf den Rängen 19 und 20 sowie Albert Kuchler (Lam) auf Position 25.

Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt am Dienstag, wenn der "Final Climb" auf die legendäre Alpe Cermis ansteht.

Hennig überzeugt erneut

Langläuferin Katharina Hennig hat auf der vorletzten Etappe der Tour de Ski als Fünfte erneut überzeugt. Die 25-Jährige hielt sich im italienischen Val di Fiemme auf ihrer Paradestrecke über zehn Kilometer im klassischen Stil bis zum Schluss in der Spitzengruppe, zum zweiten Podest des Olympiawinters fehlten am Ende nur sechs Sekunden.

"Ich habe bestätigt, dass ich auf dieser Strecke vorne mitlaufen kann. Das ist die Hauptsache", sagte Hennig, die auf der Olympiastrecke von 2026 in den vergangenen zwei Jahren jeweils auf das Podium gelaufen war, im ZDF: "Ich hatte einen Stockbruch in der ersten Runde und hing ganz hinten dran. Die Körner haben dann am Ende gefehlt."

Der Sieg ging wie schon am Samstag im Sprint an Natalja Neprjajewa, die auch ihre Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Nach 29:51,3 Minuten lag die Russin vor Heidi Weng (Norwegen/+3,7 Sekunden) und der Finnin Krista Parmakoski (+4,8).

Hennig mischte von Beginn an bei jeder Zwischenzeit vorne mit und war Teil einer sechsköpfigen Spitzengruppe, die sich schon nach der Hälfte der Strecke abgesetzt hatte. Am letzten Anstieg musste die Sächsin aber abreißen lassen. Für eine Überraschung sorgte Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg), die als Zwölfte die halbe Norm für Olympia (1xTop8 oder 2xTop15) erfüllte.

Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt am Dienstag, wenn der brutal steile "Final Climb" auf die legendäre Alpe Cermis ansteht.

+++++2. Januar 2022+++++

Friedrich meldet sich nach überraschender Niederlage erfolgreich zurück

Nach seiner überraschenden Niederlage am Neujahrstag hat sich Bob-Dominator Francesco Friedrich erfolgreich zurückgemeldet. Der Doppel-Olympiasieger gewann am Sonntag mit Anschieber Thorsten Margis das zweite Zweier-Rennen im lettischen Sigulda vor dem Briten Brad Hall (+0,06 Sekunden) und Lokalmatador Oskars Kibermanis (+0,55) und feierte damit seinen insgesamt 63. Weltcup-Sieg.

"Wir sind zufrieden, wir haben nach gestern zurückgeschlagen", sagte Friedrich. Mit Blick auf den knappen Vorsprung auf Hall atmete er erleichtert auf: "Es hat gerade so gereicht."

Am Samstag war Friedrichs beeindruckende Siegesserie gerissen, nachdem er mit Alexander Schüller nach Fahrfehlern am Start nicht über den zwölften Platz hinaus gekommen war. Zuvor hatte Friedrich 21 Rennen in Folge für sich entschieden, nicht auf dem Podium oder in den Top Ten hatte der Perfektionist zuletzt 2017 gestanden.

Zwar gelangen Friedrich am Sonntag erneut keine fehlerfreien Läufe, diesmal meisterte er die knifflige Passage am Start aber jeweils ohne Banden-Berührung. Vizeweltmeister Johannes Lochner (Stuttgart) enttäuschte mit Erec Bruckert als Neunter (+0,81), Christoph Hafer (Bad Feilnbach) und Anschieber Lukas Frytz belegten außerdem den zehnten Platz (+0,88).

"Ich bin froh, dass wir auf allen vier Kufen unten angekommen sind. Das müssen wir abhaken und schauen, dass wir bei den nächsten beiden Rennen wieder auf dem Podest stehen", sagte Lochner. Bis Olympia (4. bis 20. Februar) finden noch Weltcups in Winterberg (8./9. Januar) und St. Moritz/Schweiz (15./16. Januar) statt.

Rennrodlerin Taubitz siegt in Winterberg vor Geisenberger

Rennrodlerin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) hat in Winterberg ihren vierten Saisonsieg gefeiert. Die Weltmeisterin setzte sich am Sonntag bei warmen Temperaturen um acht Grad vor Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (+0,241 Sekunden) und der Österreicherin Madeleine Egle (+0,256) durch und holte damit ihren insgesamt 16. Weltcup-Erfolg.

"Die Bahn hat besser gehalten als gedacht. Es waren halbwegs faire Bedingungen", sagte Taubitz, nachdem im zweiten Durchgang Regen eingesetzt hatte: "Ich habe das Beste draus gemacht. Im Endeffekt sind die ersten vier aus der Weltcup-Reihenfolge auch vorne gelandet."

Taubitz, die mit einem starken zweiten Lauf vom vierten Platz zum Sieg raste, verteidigte mit der siebten Podestplatzierung des olympischen Winters ihre Führung im Gesamtweltcup erfolgreich. Bereits im Vorjahr hatte die 25-Jährige vor Geisenberger (Miesbach) triumphiert, die trotz der Laufbestzeit in Durchgang eins weiter auf ihren ersten Saisonsieg wartet.

Dennoch äußerte sich Geisenberger zufrieden. "Ich bin froh, auf dem Podest zu stehen und zu zeigen, dass ich dahin gehöre", sagte die Rodel-Mama, die nach einem Sturz ihrer befreundeten Teamkollegin Dajana Eitberger (Ilmenau) im zweiten Durchgang aber mit den Gedanken woanders war: "Das macht mich nicht glücklich." Anna Berreiter (Berchtesgaden) fuhr im zweiten Lauf noch auf Rang vier (+0,275) vor.

"Ich bin sehr zufrieden mit den Frauen, die sehr konstante Rennläufe gezeigt haben. Das ist das Wichtigste mit Blick auf die Vorbereitung zu Olympia", sagte Bundestrainer Norbert Loch. Am Montag will der 59-Jährige seine Vorschläge zur Nominierung bekannt geben.

Bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch drei Weltcup-Stationen im Rennkalender. Am kommenden Wochenende reist der Tross zunächst ins lettische Sigulda (8./9. Januar), ehe in Oberhof (15./16. Januar) ein weiteres Heimrennen stattfindet. Die Generalprobe für Olympia erfolgt in St. Moritz in der Schweiz (22./23. Januar).

+++++1. Januar 2022+++++

Langläuferin Rydzek freut sich über Platz zwölf bei Tour de Ski

Coletta Rydzek gab auf den letzten Metern nochmal alles und stürmte mit vollem Einsatz in Richtung Ziel - doch für den Finaleinzug beim Heimspiel in Oberstdorf reichte es für die 24-Jährige knapp nicht. Und obwohl sie beim Finale nur zusehen durfte, wähnt sich Rydzek nach dem zwölften Platz am vierten Tag der Tour de Ski auf einem guten Weg.

"Das neue Jahr fängt an, wie das alte aufgehört hat", sagte sie, nachdem sie im Halbfinale ausgeschieden war: "Das freut mich, dass sich die harte Arbeit so konstant bezahlt macht." Für die jüngere Schwester des Kombinations-Olympiasiegers Johannes Rydzek ist die Tour de Ski nun beendet: "Jetzt kommt eine kleine Erholungsphase, und dann geht es in Richtung Olympia."

Auf ein Ticket für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) hofft Janosch Brugger noch. Am Neujahrstag klappte es nicht - dennoch tankte der 24-Jährige aus Schluchsee viel Selbstvertrauen. Dass er den Prolog als 17. überstanden und somit für einen Lichtblick für die im Sprint alles andere als erfolgsverwöhnten deutschen Männer gesorgt hatte, habe ihn "brutal positiv gestimmt", sagte er: "Das war richtig, richtig gut."

Im Viertelfinale aber schwanden die Kräfte. Statt des anvisierten Platzes unter den Top 15, der fürs Peking-Ticket gereicht hätte, sprang nur der 26. Rang heraus.

Dennoch gehe er mit einem "lachenden Auge" in die nächste Station der Tour de Ski im italienischen Val di Fiemme: "Dort ist alles möglich, und ich hoffe, dass ich dort meine Olympia-Qualifikation perfekt mache." Bruggers Plan vor den beiden Massenstart-Rennen in Italien am Montag und Dienstag: "Viel Pasta essen", um den geschlauchten Körper wieder mit Kohlehydraten zu stärken.

Bei den Männern hatte sich Brugger als einziger Deutscher unter den besten 30 platziert. Katharina Hennig, die am Freitag über 10 km starke Sechste geworden war, schied bei ihrem Heimspiel im Viertelfinale aus und landete auf Platz 18. Ebenfalls im Viertelfinale scheiterten Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg/29.) und Sofie Krehl (Oberstdorf/22.). Laura Gimmler (Oberstdorf) war aufgrund einer Erkältung nicht an den Start gegangen.

Die Siege holten Natalja Neprjajewa aus Russland und Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo.

Friedrich kann doch verlieren: Nur Platz zwölf für Bob-Dauersieger in Sigulda

Überraschung zu Jahresbeginn: Die beeindruckende Siegesserie von Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) ist gerissen. Der Bob-Rekordweltmeister belegte nach zuvor 21 Weltcup-Triumphen in Folge im lettischen Sigulda am Neujahrstag im Zweier nur den enttäuschenden zwölften Platz. Der Sieg ging an den Russen Rostislaw Gaitukewitsch.

Friedrich war mit Anschieber Alexander Schüller in beiden Läufen dasselbe Malheur am Start unterlaufen, der Schlitten kollidierte mit der Bande und verlor viel Schwung. Den Geschwindigkeitsverlust konnte der Sachse in der Folge nicht mehr wettmachen. Im zweiten Durchgang fiel Friedrich vom siebten Rang sogar noch weitere fünf Positionen zurück.

"Wir haben zwei Mal das Starteck mitgenommen. Dann ist hier auf der Bahn die Zeit weg, dann hat man keine Chance und wird durchgereicht. Die Fahrt ging so, das war auch nicht so die Wucht heute", sagte der 31-jährige Friedrich.

Zuletzt hatte Friedrich ein Rennen im Zweier oder Vierer am 12. Dezember 2020 in Innsbruck nicht gewonnen, damals triumphierte Teamkollege Johannes Lochner (Stuttgart) vor dem Dominator. Im kleinen Schlitten stand Friedrich zuletzt 2017 in Whistler nicht auf dem Podium, zum selben Zeitpunkt hatte der Perfektionist zuletzt auch die Top Ten verpasst.

Lochner verpasste mit Paul Krenz als Sechster das Podest. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) und Anschieber Issam Ammour wurden außerdem Zehnte. Am Sonntag steht in Lettland ein weiteres Zweier-Rennen auf dem Programm. Bis Olympia finden noch Weltcups in Winterberg (8./9. Januar) und St. Moritz/Schweiz (15./16. Januar) statt.

Rodler Johannes Ludwig gewinnt auch in Winterberg

Rennrodler Johannes Ludwig (Oberhof) hat im neuen Jahr nahtlos an seine starke Form angeknüpft und den vierten Saisonsieg eingefahren. Der Olympia-Dritte setzte sich am Neujahrestag beim Weltcup in Winterberg vor Sprint-Weltmeister Nico Gleirscher aus Österreich (+0,068 Sekunden) und dessen Landsmann Wolfgang Kindl (+0,181) durch.

Für Ludwig, der den Gesamtweltcup weiter souverän anführt, war es bereits die siebte Podestplatzierung im olympischen Winter. Felix Loch (Berchtesgaden) kam im ersten Rennen nach überstandener Corona-Infektion auf den sechsten Platz (+0,307).

Chris Eißler (Zwickau) fiel im zweiten Durchgang vom fünften außerdem noch auf den zwölften Platz zurück (+0,500). Max Langenhan (Friedrichroda) wurde Zehnter (+0,499), Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) belegte den 22. Rang (+0,873).

Bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch drei Weltcup-Stationen im Rennkalender. Am kommenden Wochenende reist der Tross zunächst ins lettische Sigulda (8./9. Januar), ehe in Oberhof (15./16. Januar) ein weiteres Heimrennen stattfindet. Die Generalprobe für Olympia erfolgt in St. Moritz in der Schweiz (22./23. Januar).

Rennrodler Johannes Ludwig (Oberhof) hat im neuen Jahr nahtlos an seine starke Form angeknüpft und den vierten Saisonsieg eingefahren. Der Olympia-Dritte setzte sich am Neujahrestag beim Weltcup in Winterberg vor Sprint-Weltmeister Nico Gleirscher aus Österreich (+0,068 Sekunden) und dessen Landsmann Wolfgang Kindl (+0,181) durch.

Für Ludwig, der den Gesamtweltcup weiter souverän anführt, war es bereits die siebte Podestplatzierung im olympischen Winter. Felix Loch (Berchtesgaden) kam im ersten Rennen nach überstandener Corona-Infektion auf den sechsten Platz (+0,307).

Chris Eißler (Zwickau) fiel im zweiten Durchgang vom fünften außerdem noch auf den zwölften Platz zurück (+0,500). Max Langenhan (Friedrichroda) wurde Zehnter (+0,499), Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) belegte den 22. Rang (+0,873).

Bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) stehen noch drei Weltcup-Stationen im Rennkalender. Am kommenden Wochenende reist der Tross zunächst ins lettische Sigulda (8./9. Januar), ehe in Oberhof (15./16. Januar) ein weiteres Heimrennen stattfindet. Die Generalprobe für Olympia erfolgt in St. Moritz in der Schweiz (22./23. Januar).

Eggert/Benecken stürzen in Winterberg

Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) haben knapp fünf Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die Olympiasieger gewannen am Neujahrstag den Weltcup in Winterberg vor den österreichischen Duos Thomas Steu/Lorenz Koller (+0,041 Sekunden) und Yannick Müller/Armin Frauscher (+0,154).

Wendl/Arlt hatten nach dem ersten Durchgang auf dem dritten Platz gelegen und profitierten in der Folge von gleich zwei Stürzen: Bei schwierigen Bedingungen und Temperaturen um zehn Grad stürzten im finalen Lauf sowohl die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) als auch die Gesamtweltcupführenden Andris Sics/Juris Sics aus Lettland.

„Es war sehr selektiv. Das ist schade, ich dachte, der Toni würde einen souveränen Sieg einfahren. Es war ein Fahrfehler meiner Meinung nach“, sagte Bundestrainer Norbert Loch.

Eggert/Benecken verpassten den dritten Saisonsieg und die Führung im Gesamtweltcup. Für Wendl/Arlt war es die erst zweite Podestplatzierung in diesem Winter nach dem dritten Platz Ende November in Sotschi. „Es waren echt schwierige Bedingungen, das Feedback vom Eis war nicht da. Unter dem Strich sind wir aber echt happy“, sagte Wendl.

Die Winterberger Robin Geueke/David Gamm bleiben in der Saison derweil weiter hinter den Erwartungen zurück und verpassten bei ihrem Heim-Rennen als Elfte (+0,804) eine Top-Ten-Platzierung. 2Wenn sie ihre Phobie, die sie vielleicht auf ihrer Heimbahn haben, nicht langsam abstellen, wird es schwer, in der Weltspitze anzukommen“, sagte Norbert Loch.

+++++1. Januar+++++

Laura Gimmler steigt erkältet bei Tour de Ski aus

Das deutsche Skilanglauf-Team muss bei der Tour de Ski den nächsten Ausfall verkraften. Ausgerechnet in ihrer Heimat Oberstdorf musste Laura Gimmler am Samstagmorgen vor den Sprintrennen aussteigen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, ist die 28 Jahre alte WM-Zehnte über 30 km erkältet.

Gimmler hatte am Freitag im Massenstart nur Platz 49 belegt, in der Gesamtwertung lag sie auf Rang 34. Am Silvestertag hatte bereits Jonas Dobler (Traunstein) mit leichten Herzproblemen aufgegeben, Florian Notz (Römerstein) verabschiedete sich ebenfalls mit einer Erkältung.

+++++1. Januar+++++

Kanadierin De Bruin gewinnt Weltcup im Monobob

Christine de Bruin hat am Neujahrstag im lettischen Sigulda den Weltcup im Monobob gewonnen. In Abwesenheit eines Großteils der Weltspitze setzte sich die Kanadierin am Samstag vor Breena Walker aus Australien und der Russin Nadjeschda Sergejewa durch. In 53,77 Sekunden stellte sie im zweiten Lauf einen Bahnrekord auf. Der deutsche Verband hatte diesen Wettbewerb nicht besetzt. Die Olympia-Starterinnen trainieren derzeit in der Heimat.

+++++1. Januar+++++

Fünf deutsche Langläufer überstehen Sprint-Qualifikation

Katharina Hennig ist am Neujahrstag ins Viertelfinale der Klassik-Sprints bei der Tour de Ski gestürmt. Die Oberwiesenthalerin belegte in der Qualifikation der vierten Etappe in ihrer Wahlheimat Oberstdorf Rang zehn und war damit beste Deutsche. Mit ihr zogen am Samstag zudem Sofie Krehl als 15., Coletta Rydzek als 18. und Katherine Sauerbrey als 28. in die K.o.-Runde ein. Pia Fink als 31. und Victoria Carl als 32. verpassten diese denkbar knapp. Erstmals in dieser Saison überstand in Janosch Brugger auch ein DSV-Mann die Qualifikation eines Sprint-Weltcups. Der Junioren-Weltmeister von 2017 in dieser Disziplin belegte Rang 17.

+++++31. Dezember+++++

Serie gerissen - Deutsche Skeletonis in Sigulda nicht auf dem Podest

Die Erfolgsserie der deutschen Skeleton-Piloten im Weltcup ist am letzten Tag des Jahres gerissen. Alexander Gassner war am Freitag als Fünfter Bester des Teams von Bundestrainer Christian Baude. Bislang gab es in allen Saison-Rennen mindestens einen Podiumsplatz für die Männer. Auch die Frauen schafften es nicht auf das Podest. Tina Hermann blieb als Sechste unter den Erwartungen. Die Siege gingen an Janine Flock aus Österreich und Lokalmatador Tomass Dukurs, der sich vor seinem Bruder Martins Dukurs behauptete.

Nach guten Trainingsfahrten, allerdings unter anderen Witterungs- und Bahnbedingungen, war es nicht der Tag der Deutschen. Viele Fahrfehler, die auch auf falsche Materialeinstellungen zurückzuführen waren, verhinderten ein besseres Abschneiden. Weltcup-Spitzenreiter Christopher Grotheer, der bislang bei allen Wettbewerben einen Platz unter den besten Drei erreicht hatte, wurde nur Achter. Noch heftiger erwischte es den bisherigen Gesamtzweiten Axel Jungk, der nach seinem zwölften Rang hinter Martins Dukurs auf Rang drei zurückrutschte. „Die Kufe hat nicht gehalten“, sagte Baude nach dem Männer-Rennen.

Bei den Frauen waren vor allem die schwachen Startzeiten schuld an den Plätzen jenseits des Podestes. Hinter Hermann wurden Hannah Neise 16. und Jaqueline Lölling 17. „Der Start hat überhaupt nicht gepasst und die Fahrten waren so lala“, sagte Hermann. Sie machte sich unmittelbar nach dem Wettkampf mit dem Auto auf den Heimweg. Aus Sicherheitsgründen verzichtete sie auf den Flug.

+++++31. Dezember+++++

Jubel um Hennig, Sorgen um Dobler bei Tour de Ski

Als Katharina Hennig mit einem Sturm auf Rang sechs ihre Topform unter Beweis gestellt hatte, durfte Peter Schlickenrieder die Sorgen um das Herz von Jonas Dobler für kurze Zeit vergessen. "Das war ein tolles Ende eines sehr ereignisreichen Tages", sagte der Bundestrainer nach der dritten Etappe der Tour de Ski im heimischen Oberstdorf, die ihm von großen Sorgen bis lautem Jubel alles abverlangte.

Sorgen bereitete ihm zunächst Dobler, der das Rennen über 15 km unvermittelt verließ. "Jonas hat mir zugerufen: Hoher Puls, hoher Puls", sagte Schlickenrieder im ZDF: "Wir wissen, dass er mit dem Herzen ein bisschen Probleme hat. Es ist nichts Lebensbedrohliches, von den Ärzten hat er die Freigabe. Er kann damit 100 Jahre alt werden, aber es ist jetzt das erste Mal in einem Rennen passiert. Wir müssen das gut analysieren."

Gut eine Stunde nach dem Rennen gab Mannschaftsarzt Alexander Disch Entwarnung. Dobler aus dem Rennen zu nehmen, sei eine "reine Vorsichtsmaßnahme" gewesen. Der 30-Jährige habe sich während des Wettkampfs nicht gut gefühlt. "Ich kannte das von ihm nur aus dem Training. Es ist halt ein unkalkulierbares Risiko, da muss man gut überlegen", sagte Schlickenrieder.

Fast in den Hintergrund geriet so der zwölfte Rang von Friedrich Moch, der das Ticket für die Olympischen Spiele in Peking löste. "Die Saison lief bereits richtig gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich schon für Olympia qualifizieren kann", sagte der 21-Jährige. Der Sieg ging wie schon beim Auftakt-Sprint in Lenzerheide an Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo.

+++ 29. Dezember +++

Geschwister sorgen bei Tour de Ski mit Siegen für Novum

Ein seltenes Kunststück ist den Geschwistern Kerttu und Iivo Niskanen gelungen. Am zweiten Tag der Tour de Ski der Langläufer in Lenzerheide sicherten sich die beiden Finnen die Siege über 10 beziehungsweise 15 Kilometer klassisch. Im Wachs-Truck der Finnen stieg eine spontane Party. Von den deutschen Startern überzeugten am Mittwoch Victoria Carl und Janosch Brugger als jeweils Elfte. In der Gesamtwertung führen Kerttu Niskanen und der Norweger Johannes Klaebo. Auf der 3. Etappe am Silvestertag stehen in Oberstdorf Freistil-Massenstartrennen auf dem Programm.

Bei dichtem Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt im Biathlon-Stadion von Lenzerheide gab es bei den Frauen nicht den angestrebten Top-10-Platz. Allerdings war man im DSV-Team nicht unzufrieden. „Es war ein rundum gutes Mannschaftsergebnis. So kann es weitergehen“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder angesichts der Ränge 17 für Antonio Fräbel, 20 für Katharina Hennig und 21 für Katherine Sauerbrey. Carl freute sich angesichts der Höhe und der Bedingungen über ihren elften Platz. „In der zweiten Runde konnte ich mich noch mal ganz gut pushen. Wir hatten wieder gutes Material unter den Füßen, was die Mannschaftsleistung ausdrückt“, sagte Carl.

Genauso erfreut war Brugger, der mit Platz elf die erste Teilnorm für eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen erfüllte. „Janosch hat ein sehr gutes Rennen gemacht und gezeigt, dass er es einfach drauf hat“, lobte Schlickenrieder. Man gehe jetzt zufrieden in den Ruhetag am Donnerstag und wolle Kräfte sammeln, um sich bei den Heimrennen in Oberstdorf bestens zu zeigen.

+++ 28. Dezember +++

Rydzek knackt beim Tour-de-Ski-Auftakt die Olympia-Norm

Coletta Rydzek starke Sechste, Laura Gimmler auf Platz neun: Die deutschen Langläuferinnen haben einen glänzenden Start in die Tour de Ski erwischt. Im eigentlich ungeliebten Freistil-Sprint löste Rydzek in Lenzerheide/Schweiz mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere das Olympia-Ticket. Gimmler erfüllte zum Auftakt des ersten Saisonhöhepunkts mit ihrer stärksten Leistung des Winters die halbe Peking-Norm.

Die 24 Jahre alte Rydzek stürmte als erste Deutsche seit Sandra Ringwald im Februar 2019 in ein Finale der besten sechs Läuferinnen. Dort war die jüngere Schwester des Kombinations-Olympiasiegers Johannes Rydzek aber ohne Chance. Gimmler (beide Oberstdorf) schaffte es immerhin ins Halbfinale, auch das war bei den ersten vier Sprints der Weltcup-Saison keiner DSV-Starterin gelungen.

Die deutschen Männer blieben dagegen auch im fünften Sprint des Winters ohne Punkt. Die Siege bei der ersten von sechs Tour-Etappen gingen an Tour-Titelverteidigerin Jessica Diggins (USA) und Dreifach-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo aus Norwegen.

Rydzeks bestes Ergebnis war zuvor Rang zehn im Februar 2020 in Dresden gewesen, die WM-Zehnte Gimmler war nur im Februar 2019 als Siebte in Cogne besser. Victoria Carl (Zella-Mehlis/14.) und Anne Winkler (Sayda/27.) schieden im Viertelfinale aus.

Die im Gesamtweltcup führende Schwedin Maja Dahlqvist, die zuvor alle Sprints des Winters gewonnen hatte, ist bei der Tour nicht am Start. Dahlqvist (5) und ihre Teamkollegin Linn Svahn (3) hatten zuletzt für acht schwedische Sprint-Siege in Folge gesorgt.

Weiter geht es am Mittwoch mit den ersten Distanzrennen der Tour. Vor allem Katharina Hennig, die beim Sprint als 52. im Prolog scheiterte, rechnet sich über die zehn Kilometer im freien Stil eine vordere Platzierung aus. "Der Durchpust

+++ 26. Dezember +++

Sprinterin Burghardt als Bob-Anschieberin zu Olympia

Das deutsche Langlauf-Team nimmt die Tour de Ski mit einem großen Aufgebot in Angriff. Zehn Frauen und acht Männer wurden am Sonntag von Teamchef Peter Schlickenrieder für das Großereignis in Lenzerheide (Schweiz), Oberstdorf und Val di Fiemme (Italien) nominiert. Die Tour sei von je her ein beliebtes Format für die deutschen Langläuferinnen und Langläufer, sagte der frühere Profi Schlickenrieder.

Man erwarte „keine Wunderdinge“ von den Athletinnen und Athleten. Alle hätten viele Trainingskilometer aus den letzten Wochen in den Beinen. „Daher könnte der Einstieg etwas schwerer fallen“, wurde Schlickenrieder vor dem Start am Dienstag zitiert. Katharina Hennig hat in diesem Winter bereits einen Podestplatz eingefahren und gilt als Top-Kandidatin für gute Resultate beim prestigeträchtigen Etappenrennen rund um den Jahreswechsel. Bei den Männern wurde die nationale Quote laut Schlickenrieder nicht voll ausgeschöpft.

Burghardt als Anschieberin zu Olympia

Sprinterin Alexandra Burghardt (Burghausen) kann sich nach Olympia in Tokio auch den Traum von der Teilnahme an den Winterspielen in Peking erfüllen. Die deutsche Meisterin über 100 und 200 m wird für die Nominierung zu den Wettkämpfen in China (4. bis 20. Februar) als Anschieberin von Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) vorgeschlagen. Das bestätigte Bundestrainer Rene Spies dem SID.

Zuvor hatte die Bild am Sonntag berichtet, dass Burghardt die finalen Anschubtests in Oberhof kurz vor Weihnachten für sich entschieden hatte. "Ich freue mich natürlich riesig! Ich habe so viele Jahre trainiert, um mir meinen olympischen Traum zu erfüllen, nun darf ich ihn gleich zweimal in einem halben Jahr leben. Unglaublich", sagte die 27-Jährige. Die offizielle Nominierung erfolgt am 19. Januar.

Östberg verzichtet auf Olympia

Die norwegische Langlauf-Olympiasiegerin Ingvild Flugstad Östberg wird aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) teilnehmen. Das teilte der norwegische Skiverband am Sonntag mit.

"Die nach den ersten Rennen geplante Nachsorge zeigt, dass der Gesundheitszustand den Rennplan nicht unterstützt", sagte Langlauf-Teamarzt Öystein Andersen. Die 31-Jährige müsse "daher wieder eine längere Pause einlegen, was leider bedeutet, dass die Olympischen Spiele zu früh kommen".

+++ 25. Dezember +++

Eisschnelllauf-EM ohne Beckert

Ohne den Langstrecken-Spezialisten Patrick Beckert reisen die deutschen Eisschnellläufer zur Einzelstrecken-Europameisterschaft vom 7. bis 9. Januar in Heerenveen (Niederlande). Das teilte die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft am Samstag mit. Über 5000 Meter wurde neben dem für die Olympischen Winterspiele in Peking qualifizierten Felix Rijhnen aus Frankfurt/Main der 24-jährige Fridtjof Petzold aus Crimmitschau nominiert.

Das Frauen-Team wird angeführt von Claudia Pechstein. Die 49 Jahre alte Berlinerin, die sich als erste Frau für ihre achten Olympischen Spiele qualifiziert hat, tritt über 3000 Meter und im Massenstart an. Die ebenfalls für Peking qualifizierte Michelle Uhrig (Berlin) läuft neben dem Massenstart über die 1500 Meter.

Das Aufgebot:

Frauen
500 m: Katja Franzen (Inzell), Sophie Warmuth (Erfurt)
1000 m: Lea Sophie Scholz (Berlin)
1500 m: Michelle Uhrig (Berlin), Leia Behlau (Inzell), Scholz
3000 m: Claudia Pechstein (Berlin)
Massenstart: Uhrig, Pechstein

Männer
500 m: Joel Dufter (Inzell), Nico Ihle (Chemnitz)
1000 m: Dufter, Moritz Klein (Erfurt), Ihle
1500 m: Stefan Emele (Erfurt), Klein
5000 m: Felix Rijhnen (Frankfurt/Main), Fridtjof Petzold (Erfurt)
Massenstart: Rijhnen

+++++20. Dezember 2021+++++

Deutsche Skicrosser fahren in Innichen nur hinterher

Das deutsche Skicross-Team hat die Finalläufe auch beim zweiten Weltcup im italienischen Innichen verpasst. Daniela Maier scheiterte ebenso im Viertelfinale wie ihre Kollegen Daniel Bohnacker und Niklas Bachsleitner. Für Florian Wilmsmann und Tobias Müller war im Achtelfinale Endstation.

Bohnacker erfüllte als 14. aber als sechstes Teammitglied die interne Olympia-Norm. Dies hatten neben Maier auch Bachsleitner, Tim Hronek, Müller und Wilmsmann schon geschafft.

Die schwedische Weltmeisterin Sandra Näslund holte im sechsten Saison-Rennen ihren fünften Erfolg. Bei den Männern gab es in Bastien Midol (Frankreich) im sechsten Wettkampf den sechsten Sieger.

Für die deutschen Skicrosser steht bislang eine Podestplatzierung zu Buche: Wilmsmann war im französischen Val Thorens kürzlich Dritter.

Nach der Weihnachtspause stehen im Januar in Nakiska/Kanada (14./15.) und Idre/Schweden (22./23.) noch je zwei Rennen vor Olympia in Peking auf dem Programm. Dort geht es am 17. und 18. Februar um Medaillen.

+++++19. Dezember 2021+++++

Bobpilot Friedrich beendet das Jahr mit Double in Altenberg

Francesco Friedrich hat sich mit einem Weltcup-Double aus dem Jahr verabschiedet. Der Doppel-Olympiasieger vom BSC Oberbärenburg gewann am Sonntag in Altenberg das Viererbob-Rennen, nachdem er am Vortag auch im kleinen Schlitten gesiegt hatte. Mit seiner Crew Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller verwies er den Kanadier Justin Kripps mit 0,28 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Russe Rostislaw Gaitjukewitsch.

Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach kam nach Platz zwei im Zweierbob diesmal auf Rang neun. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner musste sich mit Rang 21 zufrieden geben. Nachdem er im Zweierbob nach Oberschenkelproblemen nur mit halber Kraft starten konnte und zudem eine miserable Fahrt hinlegte, patzte sein Team in der Königsklasse. Nach dem Start klappten die Anschubbügel nicht ein. Damit raste Lochner mit voll ausgeklappten Bügeln die anspruchsvolle Bahn herunter und verhinderte nur mit viel Glück einen bösen Sturz. Als 21. verpasste er zudem die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Taubitz holt sich den Rodel-Sieg – Doppelerfolg für Bob-Frauen

Angeführt von Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) haben die deutschen Rodlerinnen beim Weltcup in Innsbruck erneut ihre gute Form unterstrichen. Rund sechs Wochen vor den Winterspielen in Peking fuhr Taubitz in 1:19,546 Minuten zu ihrem dritten Saisonsieg, dem zweiten in der olympischen Disziplin Einsitzer. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach/+0,348) überzeugte als Dritte mit ihrem zweiten Podiumsplatz in diesem Weltcupwinter.

Sportsoldatin Anna Berreiter (Berchtesgaden/+0,372) komplettierte das starke Ergebnis mit Rang vier, Platz zwei ging an die Österreicherin Madeleine Egle (+0,012). Nicht dabei war Dajana Eitberger (Ilmenau). Die 30-Jährige war nach der Rückkehr vom Weltcup in Altenberg unter der Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Bis zu den Winterspielen in China (4. bis 20. Februar 2022) stehen insgesamt neun Weltcup-Stationen im Rennkalender. Altenberg war der fünfte Weltcup der Saison.

Doppelsieg der Bob-Frauen

Zweierbob-Senkrechtstarterin Laura Nolte ist beim Weltcup in Altenberg jäh ausgebremst worden - dafür sprang Kim Kalicki in die Bresche. Vizeweltmeisterin Kalicki (Wiesbaden) holte sich mit Anschieberin Lisa Buckwitz ihren ersten Saisonerfolg und führte einen deutschen Doppelsieg an. Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) landete mit 0,22 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

"Das ist super, ich freue mich natürlich", sagte Kalicki am ZDF-Mikrofon: "Jetzt können wir beruhigt in unsere kleine Winterpause gehen und Kraft und Energie für die zweite Saisonhälfte sammeln."

Nolte (Winterberg), die drei der vier vorangegangenen Saisonrennen gewonnen hatte und in Altenberg erstmals einen Weltcup mit Anschieberin Viktoria Dönicke fuhr, musste sich mit Rang sechs begnügen. Schon bei den Starts verlor das Duo viel Zeit, nach zwei Läufen betrug der Rückstand auf Kalicki 0,91 Sekunden. In der Gesamtwertung bleibt Nolte jedoch in Führung, auf Rang zwei folgt Kalicki.

Schwedinnen dominierten Teamsprint

Die schwedischen Skilangläuferinnen Maja Dahlqvist und Jonna Sundling haben den Teamsprint in Dresden gewonnen. Die beiden überragenden Sprinterinnen des Wochenendes setzten sich beim Wettbewerb am Elbufer in der freien Technik vor den Amerikanerinnen Jessie Diggins und Julia Kern sowie dem slowenischen Duo Eva Urevc und Anamarija Lampic durch. Dahlqvist und Sundling waren auch schon am Samstag im Einzel-Sprint stark gewesen und hatten die Plätze eins und zwei belegt.

Das Finale hatte am Sonntag auch ein deutsches Team erreicht. Laura Gimmler und Sofie Krehl hatten mit dem Kampf um die Podestplätze allerdings nichts zu tun und belegten mit rund 24 Sekunden Rückstand auf Rang drei den neunten Platz. Gimmler ärgerte sich anschließend. „Ich bin mir sicher, wir können das besser“, sagte die 28-Jährige. Das deutsche Team war auch durch einen Sturz Gimmlers gestört worden. „Es gab viele Stürze und uns hat's halt leider auch erwischt“, sagte Krehl.

Bei den Männern hatten keine Sportler aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder das Finale erreicht. Den Sieg sicherten sich die beiden Norweger Thomas Helland Larsen und Even Northug vor ihren Landsmännern Sindre Björnestad Skar und Haavard Solaas Taugböl. Platz drei ging an die Russen Alexander Bolschunow und Gleb Retiwych.

+++ 18. Dezember +++

Friedrich auch in Altenberg nicht zu schlagen

Francesco Friedrich bleibt im Olympia-Winter ungeschlagen. Auf seiner Heimbahn in Altenberg, wo er sogar seit Januar 2018 unbezwungen ist, siegte er am Samstag mit dem Hallenser Thorsten Margis im Zweierbob. Nach zwei Läufen verwies der Doppel-Olympiasieger vom BSC Oberbärenburg mit 0,22 Sekunden Vorsprung Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach mit dem Wiesbadner Issam Ammour auf Rang zwei. Für Hafer war es der erste Podestplatz im kleinen Schlitten in dieser Saison. Dritter wurde der Kanadier Justin Kripps, der 2018 in Pyeongchang zeitgleich mit Friedrich Olympiasieger im Zweierbob wurde.

Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner kam nach enttäuschenden Fahrleistungen mit Paul Krenz (Mitteldeutscher SC) nur auf Rang zehn.

Doppelsitzer nicht auf dem Podest

Die deutschen Rodel-Doppelsitzer sind zum ersten Mal im Olympia-Winter am Podest vorbeigefahren. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee/+0,227 Sekunden) wurden als bestes deutsches Duo in Innsbruck-Igls Vierter. Den Heimsieg feierten die Gesamtweltcupsieger Thomas Steu/Lorenz Koller hauchzart vor den lettischen Brüdern Andris und Juris Sics (+0,022).

"Wir sind einfach nicht schön gefahren, da braucht man heute nicht drumherum reden", sagte Arlt im ZDF. "Wir waren heute nicht in der Lage, um den Sieg mitzufahren. Mund abputzen, aufstehen und in zwei Wochen in Winterberg wieder zeigen, was sie können", sagte Bundestrainer Norbert Loch.

Die Winterberger Robin Geueke/David Gamm und die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) verpassten als 12. und 13. sogar die Top 10.

Ludwig feiert seinen dritten Sieg

Johannes Ludwig bleib der überragende Rodler der bisherigen Saison. Der 35-Jährige aus Suhl gewann am Samstag im Olympia-Eiskanal von Innsbruck-Igls mit Bahnrekord-Zeit sein drittes Weltcuprennen in diesem Winter und kam im fünften Rennen damit zum fünften Mal auf einen Podestplatz. Ludwig gewann vor Wolfgang Kindl, österreichischer Doppel-Weltmeister von 2017, und Dominik Fischnaller (Italien). „Freut mich, dass Hansi das gerissen hat. Wir sind stolz, dass wir den Österreichern auf ihrer Heimbahn Paroli bieten konnten“, sagte Bundestrainer Norbert Loch nach dem Auftakterfolg.

In der Gesamtwertung konnte sich Ludwig auf Rang eins weiter absetzen, da Verfolger Max Langenhan (Friedrichroda) nach einem Patzer im zweiten Lauf nicht in die Wertung kam und Felix Loch wegen eines positiven Coronatests in häuslicher Quarantäne ist. Als zweitbester Deutscher kam Chris Eißler aus Zwickau mit seiner besten Saisonplatzierung auf Rang zwölf ins Ziel, Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) kam nur auf Rang 27.

Snowboarder Berg schnappt sich Olympia-Ticket

Snowboardcrosser Paul Berg hat sich im dritten Saisonrennen das Ticket für die Olympischen Spiele in Peking gesichert. Der 30-Jährige fuhr beim Weltcup in Cervinia/Italien auf Rang sieben und qualifizierte sich damit als dritter Deutscher für den Saisonhöhepunkt in China (4. bis 20. Februar 2022).

Seine Teamkollegen Leon Beckhaus, Umito Kirchwehm und Martin Nörl scheiterten im Achtelfinale. Die beiden Letztgenannten haben ihr Ticket für die Winterspiele aber bereits in der Tasche.

Der Tagessieg ging an den Österreicher Jakob Dusek. Das Frauen-Rennen gewann Olympiasiegerin Michela Moioli (Italien), Hanna Ihedioha war in der Qualifikation gescheitert.

Nolte Vierte im Monobob

Die Winterbergerin Laura Nolte ist beim Monobob-Weltcup in Altenberg auf Rang vier gefahren. Den Sieg sicherte sich am Samstag die Kanadierin Christine de Bruin vor ihrer Teamkollegin Cynthia Appiah, die nach Durchgang eins noch in Führung gelegen hatte. Dritte wurde die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA. Hinter Nolte kam die Wiesbadenerin Kim Kalicki auf Rang fünf. Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen, die nach ihrem Sieg im Testrennen auf der Olympia-Bahn in Peking den Vorzug vor Kalicki für die Winterspiele bekam, landete auf Platz sieben.

Langläufer enttäuschen in Dresden

Die deutschen Skilangläufer und Skilangläuferinnen haben bei der vorerst letzten Auflage des Heim-Weltcups in Dresden auch in Abwesenheit eines Teils der Weltspitze eine Enttäuschung erlebt und sind ohne Top-10-Platzierung geblieben. Bei den Frauen überstanden zwar immerhin sechs DSV-Starterinnen die Qualifikation, danach schied das Sextett aber geschlossen im Viertelfinale aus.

Beste Deutsche war Anne Winkler (Sayda), die als 13. ihr zweitbestes Karriereergebnis einfuhr und die halbe Olympianorm für Peking abhakte. Victoria Carl (Zella-Mehlis), 2019 WM-Fünfte im Sprint, und die im Vorjahr so starke Laura Gimmler (Oberstdorf) scheiterten als Vierte und Fünfte in ihrem Sechserlauf.

Bei den Männer erreichte kein einziger deutscher Läufer die K.o.-Runde, Anian Sossau (Eisenärzt) kam in der Qualifikation als bester DSV-Athlet auf Platz 38. Dabei war die Topnation Norwegen bei Männern und Frauen nur mit einem besseren B-Team an den Start gegangen.

Der Skilanglauf-Weltcup macht zum fünften Mal Station, ab der kommenden Saison fehlt er im provisorischen Kalender - ein Comeback ist aber nicht ausgeschlossen. Allerdings sind die sogenannten "City-Sprints" in ansonsten schneefreien Großstädten im Hinblick auf die Nachhaltigkeit etwas aus der Mode geraten.

Die Organisatoren in Dresden hatten damit zu kämpfen, dass nun zum zweiten Mal nacheinander aufgrund der Pandemie keine Zuschauer zugelassen waren. Der zwischen 2002 und 2010 ausgetragene Weltcup am Düsseldorfer Rheinufer war zu Zeiten der goldenen deutschen Langlauf-Generation um Tobias Angerer und Evi Sachenbacher zeitweise ein Publikumsmagnet.

+++ 17. Dezember +++

Jungk und Grotheer auf dem Podest

Ein Sieg, zwei Podestplätze - und ein großes Sorgenkind: Der nächste Heim-Weltcup in Altenberg hat am Freitag Licht und Schatten aus Sicht der deutschen Skeletonis gebracht. Sieben Wochen vor den Olympischen Spielen landeten Axel Jungk (Oberbärenburg) und Weltmeister Christopher Grotheer (Oberhof) auf dem Podest, mussten sich dabei allerdings Rekord-Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland geschlagen geben.

Bei den Frauen feierte Tina Hermann (Königssee) ihren zweiten Saisonsieg, schon den ersten Altenberg-Weltcup Anfang Dezember hatte sie gewonnen. Hannah Neise wurde Siebte und hat damit die Norm für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) zu zwei Dritteln erfüllt. Für Jacqueline Lölling (beide Winterberg) ist dieses Ziel dagegen noch immer weit entfernt: Die Olympia-Zweite landete nach einem ganz schwachen ersten Lauf nur auf Rang 13, weiterhin steht für sie damit nur eines von drei nötigen Top-8-Ergebnissen zu Buche. Drei Weltcups stehen in dieser Saison noch an.

"Ich bin kein Mensch, der Ausreden sucht, aber ich hatte wohl einen Sprung in der Kufe im ersten Lauf, da wäre mehr drin gewesen", sagte Lölling: "Es ist ärgerlich, es ist wie verhext. Ich wäre hier gerne anders abgereist, aber es ist mir zur Zeit nicht vergönnt."

Das Männer-Trio hat die Olympia-Norm indes bereits geknackt. Neben Jungk und Grotheer, der in jedem der bislang fünf Saisonrennen auf dem Podest landete, gilt das auch für Alexander Gassner. Am Freitag wurde der Winterberger nur Zehnter.

Bei den Frauen trägt vor allem Hermann die Hoffnungen, die deutschen Männer scheinen insgesamt gut aufgestellt für den Höhepunkt des Winters. Dem bisherigen Saisonverlauf könnte es allerdings noch an Aussagekraft fehlen: Drei der Rennen fanden auf den Heimbahnen in Altenberg und Winterberg statt, zweimal ging es im ebenfalls bestens bekannten Innsbruck um Weltcup-Punkte.

+++++16. Dezember 2021+++++

Snowboarder Stefan Baumeister siegt in Carezza - Ramona Hofmeister wird Dritte

Snowboarder Stefan Baumeister hat seinen ersten Weltcup-Sieg seit fast drei Jahren gefeiert. Der 28-Jährige vom SC Aising-Pang gewann am Donnerstag den Parallel-Riesenslalom in Carezza. Im Finale in den Dolomiten profitierte er von einem Fahrfehler seines russischen Rivalen Dimitri Loginow.

„Ich bin total glücklich“, sagte Baumeister nach dem insgesamt vierten Weltcup-Erfolg seiner Karriere - und dem ersten für die deutschen Raceboarder in diesem Winter. Letztmals hatte Baumeister im Januar 2019 beim Parallel-Slalom in Bad Gastein ganz oben auf dem Podium gestanden. Beim Doppel-Event im russischen Bannoye am vergangenen Wochenende war er einmal Zweiter und einmal 15. geworden.

Auch Ramona Hofmeister präsentiert sich in der Olympia-Saison weiter in guter Verfassung. Die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin wurde in Carezza Dritte. In Bannoye war die 25-Jährige vom WSV Bischofswiesen, die im Gesamtklassement schon wieder ganz vorne liegt, einmal auf den zweiten und einmal auf den vierten Rang gefahren.

Das große Finale der Damen in Südtirol gewann die Österreicherin Daniela Ulbing gegen Allrounderin Ester Ledecka, die ihren ersten Snowboard-Weltcup in diesem Winter bestritt. Bei den Olympischen Spielen 2018 hatte die Tschechin Ledecka sowohl Gold auf dem Brett als auch im Super-G der alpinen Skirennfahrerinnen geholt.

Für Hofmeisters Clubkolleginnen Carolin Langenhorst und Melanie Hochreiter sowie den Lengdorfer Yannik Angenend war in Carezza am Donnerstag jeweils im Achtelfinale Endstation.

+++++15. Dezember+++++

Deutsche Curling-Teams verpassen Olympische Spiele

Die deutschen Curling-Teams müssen ihren Traum von den Olympischen Winterspielen in Peking endgültig begraben. Die Frauen und die Männer haben beim Qualifikationsturnier im niederländischen Leeuwarden keine Chance mehr, sich einen Startplatz zu sichern. Bereits für die Spiele in Pyeongchang 2018 hatte sich kein Team aus Deutschland qualifiziert.

Nach dem 1:10 am Mittwoch gegen Südkorea belegen die Männer um Skip Sixten Totzek (Rastatt) nach sechs Partien mit nur einem Sieg den letzten Tabellenplatz. Die von Skip Daniela Jentsch (Füssen) angeführten Frauen gewannen am Morgen zwar mit 8:7 gegen Lettland, nach dem 6:7 am Abend gegen Italien ist die Olympia-Qualifikation jedoch außer Reichweite.

Jeweils neun Mannschaften kämpfen um die jeweils letzten drei Startplätze für Peking. Auch das deutsche Mixed Double hatte in der vergangenen Woche ebenfalls in Leeuwarden das Ticket für die Winterspiele (4. bis 20. Februar) verpasst.

Rodler Loch und Eitberger positiv auf Corona getestet

Die deutschen Rodler müssen beim Weltcup in Innsbruck-Igls (Österreich) vom 18. bis 19. Dezember 2021 auf Dajana Eitberger und Felix Loch verzichten. Beide wurden nach der Rückkehr vom vergangenen Weltcup-Wochenende im sächsischen Altenberg positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich in häuslicher Quarantäne, wie der Bob- und Schlittenverband für Deutschlan (BSD) am Mittwoch mitteilte. „Alle Teammitglieder mit zuvor engerem Kontakt sind in einem gesonderten Hotel in Innsbruck untergebracht und werden sich den FIL Regularien entsprechend nur sehr eingeschränkt an der Bahn aufhalten und größtmöglichen Abstand halten“, heißt es in der Mitteilung des BSD.

„Schlitten in die Ecke stellen, positiv bleiben, negativ werden!“, schrieb Loch bei Instagram. „Mir geht's gut, ich bin zu Hause und werde zum ersten Mal in meinem Leben die Weihnachtszeit mit meiner Familie verbringen“, so Loch (32). Und weiter: „Du kleines, verdammtes Coronavirus wirst mich nicht davon abhalten, stärker zurückzukommen!“

Neben den Entscheidungen im Damen- und Herren-Einsitzer sowie im Doppelsitzer steht der zweite Sprint-Weltcup dieser Saison auf dem Programm.

Bei den Frauen gehen für Deutschland an den Start: Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), Natalie Geisenberger (SV Miesbach), Anna Berreiter (RC Berchtesgaden)

Bei den Herren: Johannes Ludwig (WSV Oberhof), Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda), Chris Eißler (ESV Lok Zwickau), Moritz Bollmann (RRV Sonneberg/Schalkau)

Im Doppelsitzer: Toni Eggert / Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/RT Suhl), Tobias Wendl / Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee),Robin Geueke / David Gamm (BSC Winterberg)

+++++14. Dezember++++

Olympia-Qualifikation für Curling-Teams in weiter Ferne

Die deutschen Curling-Teams müssen den Traum von der Qualifikation für die Olympischen Winterspielen in Peking langsam begraben. Die Männer fuhren am Dienstagmittag zwar im fünften Spiel ihren ersten Sieg beim Qualifikationsturnier im niederländischen Leeuwarden ein, befinden sich aber weiter in der unteren Tabellenhälfte. Das Team um Skip SixtenTotzek (Rastatt) setzte sich gegen Finnland mit 8:6 durch.

Die Frauen verloren am Nachmittag gegen Schottland 4:7. Das Team um Skip Daniela Jentsch (Füssen) hat nach der vierten Niederlage im fünften Spiel kaum noch Chancen auf die Olympia-Qualifikation.

Jeweils neun Mannschaften kämpfen um die jeweils letzten drei Startplätze für Peking. Das deutsche Mixed Double hatte in der vergangenen Woche ebenfalls in Leeuwarden das Ticket für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) verpasst.

Eiskunstlauf-Team für Olympia qualifiziert

Die deutschen Eiskunstläufer haben sich für den Teamwettbewerb bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Peking qualifiziert. Dies teilte der Eislauf-Weltverband am Dienstag mit. Der Teamwettbewerb gehört erst zum zweiten Mal zum Programm der Winterspiele. Vor vier Jahren war Deutschland Siebter geworden.

Ein Team bilden jeweils ein Einzelläufer bei den Damen und Herren sowie ein Paar und ein Eistanzduo. Zur deutschen Mannschaft werden aller Voraussicht nach die Paarläufer Minerva Hase/Nolan Seegert (Berlin), die Eistänzer Katharina Müller/Tim Dieck (Dortmund) und Nicole Schott (Essen) bei den Damen gehören. Offen ist, ob der deutsche Meister Paul Fentz (Berlin) mit nach Peking reisen darf. Er hatte die Qualifikationsnorm nicht erfüllt.

+++ 12. Dezember +++

Friedrich nicht zu schlagen

Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seinen Triumphzug im Olympia-Winter fortgesetzt. Nach dem Erfolg am Samstag gewann der Rekordweltmeister auch das zweite Rennen im Vierer am Sonntag in Winterberg. Für Friedrich war es der achte Saisonsieg im achten Rennen.

Friedrich siegte in 1:49,38 Minuten vor dem Briten Brad Hall (+0,30 Sekunden) und Benjamin Maier aus Österreich (+0,36). Johannes Lochner (Stuttgarter/+0,45), im ersten Rennen noch Zweiter, verpasste das Podium und musste sich mit dem fünften Platz begnügen. Christoph Hafer (Bad Feilnbach/+0,58) wurde Achter.

Friedrich, für den es der 60. Weltcupsieg war, ist der große Favorit auf die Bob-Goldmedaillen bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar). Der Sachse ist seit fünf Großereignissen in beiden Schlitten ungeschlagen. Im Vorjahr gewann er neben WM-Gold im Zweier und Vierer alle Weltcup-Rennen bis auf eines, damals hatte Lochner in Innsbruck die Nase vorn gehabt.

Bob-Pilotin Nolte holt beim deutschen Dreifacherfolg in Winterberg den Sieg

Senkrechtstarterin Laura Nolte hat ihre Vormachtstellung im Zweierbob der Frauen in der Olympia-Saison unterstrichen. Die 23-Jährige feierte am Sonntag auf ihrer Heim-Bahn in Winterberg mit Anschieberin Deborah Levi den dritten Sieg im vierten Rennen. Olympiasiegerin MariamaJamanka (Oberhof/+0,07 Sekunden), die zum zweiten Mal mit Sprinterin Alexandra Burghardt als Anschieberin antrat, und Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden/+0,36) machten den deutschen Dreifacherfolg perfekt.

"Ich hatte einmal einen kleinen Rutscher. Ich wusste, dass es eng wird, aber wir haben es geschafft", sagte Nolte in der ARD und lobte ihre Anschieberin: "Es passt super gut bei uns. Levi ist in Topform."

Für die 27 Jahre alte Burghardt, eigentlich auf den 100 m und einer Tartanbahn zuhause, war es der zweite Weltcup-Auftritt. "Es ist eine super Erfahrung, es macht super viel Spaß", sagte Burghardt. Bei ihrem Debüt vor zwei Wochen in Innsbruck-Igls war sie mit Pilotin Jamanka auf Platz vier gefahren.

Nolte führt die Gesamtwertung weiter deutlich an. Seit Anfang 2020 hat sie an 15 Weltcups teilgenommen, zwölfmal stand sie dabei auf dem Podest. Die zweimalige Junioren-Weltmeisterin holte bei der vergangenen WM Bronze und wurde Europameisterin 2021.

Skilangläuferin Hennig läuft in Davos in die Top 10

Skilangläuferin Katharina Hennig hat ihre starke Frühform mit der dritten Top-10-Platzierung in ihrem vierten Distanzrennen der Olympiasaison bestätigt. Beim Weltcup in Davos belegte die 25-Jährige aus Oberwiesenthal über 10 km im freien Stil den neunten Platz.

Hennig, zuvor Dritte im Klassik-Zehner sowie Siebte im Verfolger von Ruka Ende November, lag im Ziel 32 Sekunden hinter Norwegens Starläuferin Therese Johaug, die ihren 97. Weltcupsieg feierte. Victoria Carl (Zella-Mehlis) kam auf Rang elf.

Bei den Männern lief Florian Notz (Römerstein) beim Sieg des Norwegers Simen Hegstad Krüger über 15 km auf Platz 15 und hakte damit die halbe Norm für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) ab.

Snowboarderin Hofmeister verpasst Podestplatz knapp

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat ihren zweiten Podestplatz beim alpinen Weltcup-Auftakt in Bannoye knapp verpasst. Die 25-Jährige wurde beim Parallel-Slalom am Sonntag Vierte. Im kleinen Finale unterlag sie der Russin AnastassijaKurotschkina. Zuvor hatte die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin Hofmeister im Achtelfinale ihre Clubkollegin Carolin Langenhorst bezwungen. Melanie Hochreiter, die ebenfalls für den WSV Bischofswiesen startet, schied auch in der Runde der besten 16 aus.

Der Sieg ging an die Schweizerin Julie Zogg. Bei den Herren triumphierte der Österreicher Andreas Prommegger. Für Stefan Baumeister aus Rosenheim war im Achtelfinale Endstation.

In den Parallel-Riesenslaloms am Samstag war es für das deutsche Team deutlich besser gelaufen. Hofmeister und Baumeister hatten jeweils Platz zwei belegt. Auch Langenhorst als Dritte und Hochreiter, die im Viertelfinale gescheitert war, hatten die nationale Norm für die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar geknackt. Die Siege waren an Sofia Nadirschina aus Russland und Sang-ho Lee aus Südkorea gegangen.

Hofmeister ist auch in diesem Winter die größte Hoffnungsträgerin unter der deutschen Raceboardern. In der Saisonvorbereitung hatte sie sich wegen ihrer langjährigen Bandscheibenprobleme einer kleinen Operation am Rücken unterzogen. Mit dem Auftakt-Wochenende in Bannoye kann die Olympia-Dritte von 2018 dementsprechend zufrieden sein. „Ich bin mega happy, dass ich so schnell wieder in meinen Rennmodus zurückgekommen bin“, sagte sie. „Ich merke, dass Potenzial da ist.“

+++++11. Dezember 2021+++++

Bob-Pilot Friedrich setzt Siegesserie fort

Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) dominiert das Geschehen im Weltcup weiter nach Belieben. Der Rekordweltmeister gewann auch das Heim-Rennen in Winterberg und feierte bereits den siebten Sieg im siebten Saisonrennen. Den deutschen Doppelerfolg im Vierer komplettierte Johannes Lochner (Stuttgart/+0,05 Sekunden), der nach dem ersten Lauf noch in Führung gelegen hatte.

Christoph Hafer (Bad Feilnbach/+0,19) rutschte nach Platz zwei im ersten Durchgang auf Rang vier ab, rundete aber ein erneut starkes deutsches Ergebnis ab. Der Kanadier Justin Kripps (+0,14) reihte sich zwischen inmitten des deutschen Trios als Dritter ein.

Friedrich, für den es der 59. Weltcupsieg war, ist der große Favorit auf die Bob-Goldmedaillen bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar). Der Sachse ist seit fünf Großereignissen in beiden Schlitten ungeschlagen. Im Vorjahr gewann er neben WM-Gold im Zweier und Vierer alle Weltcup-Rennen bis auf eines, damals hatte Lochner in Innsbruck die Nase vorn gehabt.

Skicrosser Wilmsmann fährt aufs Podest

Skicrosser Florian Wilmsmann (Hartpennig) hat seine gute Form zum Beginn des Olympiawinters bestätigt. Der 25 Jahre alte Sportsoldat vom Tegernsee belegte beim zweiten Rennen der Saison im französischen Val Thorens den dritten Rang und bescherte dem deutschen Team damit die erste Podestplatzierung. Niklas Bachsleitner (Partenkirchen) erfüllte als Achter die Norm für Olympia in Peking (4. bis 20. Februar).

Wilmsmann hatte beim Saisonauftakt im chinesischen Secret Garden Ende November Rang fünf belegt und sich schon dabei seine Teilnahme an den Spielen gesichert. Ebenfalls die Norm hatten bei der Generalprobe auf dem Olympiakurs Daniela Maier (Urach/6.) und Tobias Müller (Fischen/8.) erfüllt. Maier scheiterte in Val Thorens im Viertelfinale, Müller und Tim Hronek (Unterwössen) im Achtelfinale.

Wilmsmann hatte sein Viertel- und Halbfinale bei schlechter Sicht in Val Thorens nach gutem Start jeweils gewonnen, im Finale aber kam er nur als Dritter weg und konnte sich bis ins Ziel nicht mehr verbessern. Der Franzose Terence Tchiknavorian holte sich vor seinem Mannschaftskollegen BastienMidol seinen ersten Sieg im Weltcup. Bei den Frauen gewann wie in Secret Garden Weltmeisterin Sandra Näslund (Schweden).

Deutsches Snowboard-Team mit drei Podestplätzen

Dem deutschen Snowboard-Team ist ein großartiger Start in den Olympia-Winter gelungen. Beim Weltcup im russischen Bannoye verpassten Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister in der olympischen Disziplin Parallel-Riesenslalom nach Fahrfehlern im Finale nur knapp den Sieg und landeten jeweils auf Rang zwei.

Bei den Frauen belegte außerdem Carolin Langenhorst zum zweiten Mal in ihrer Karriere den dritten Rang. Melanie Hofreiter fuhr auf Rang fünf und erreichte damit das beste Resultat ihrer Karriere. Das Quartett sicherte sich damit zugleich das Ticket für die Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar). Am Sonntag findet in Bannoye noch ein Parallel-Slalom statt.

Cheftrainer Paul Marks war begeistert. "Mega. Heute ist bis zu den beiden Finals alles aufgegangen. Das nimmt uns jede Menge Druck, und wir können in den nächsten Rennen befreit auffahren", sagte er. "Speziell am Anfang der Saison fragt man sich immer: Haben wir alles richtig gemacht? Anscheinend haben wir das."

Doppelsitzer Eggert/Benecken verpassen Sieg in Altenberg knapp

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) haben ihre hervorragende Verfassung im Olympia-Winter auch beim vierten Weltcup unter Beweis gestellt. Die Weltmeister fuhren in Altenberg nur um drei Tausendstel an ihrem zweiten Saisonsieg vorbei und wurden Zweite hinter den Gesamtweltcupsiegern Thomas Steu/Lorenz Koller aus Österreich. In der Gesamtwertung liegt das Duo auf Rang zwei weiter in Schlagdistanz.

Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee/+0,219 Sekunden) verpassten als Vierte das Podest zum dritten Mal in dieser Saison. Die Winterberger Robin Geueke/David Gamm enttäuschten auf Platz 14 mit über einer Sekunde Rückstand.

+++++10. Dezember 2021+++++

Zweimal Skeleton-Silber in Winterberg

Skeleton-Weltmeisterin Tina Hermann ist beim Heim-Weltcup in Winterberg auf Rang zwei gefahren. Den Sieg sicherte sich am Freitag die Niederländerin Kimberley Bos, die im zweiten Lauf in 56,70 Sekunden Bahnrekord fuhr. Dritte wurde die Kanadierin MirelaRahneva mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Olympia-Zweiten Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland, die ihre beste Saisonplatzierung einfuhr. Junioren-Weltmeisterin Hannah Neise vom BRC Winterberg kam auf Rang neun.

Auch Axel Jungk ist beim Skeleton-Weltcup auf Rang zwei gefahren. Der Sieger von in Altenberg vor einer Woche musste am Freitag auf der Bahn im Sauerland nur dem Russen Alexander Tretjakow den Vortritt lassen, der im zweiten Durchgang in 55,50 Sekunden Bahnrekord fuhr. Der Oberbärenburger Jungk hatte 0,29 Sekunden Rückstand auf den Russen. Dritter wurde Weltmeister Christopher Grotheer vom BSC Thüringen, der im Gesamtweltcup seine Führung ausbaute.

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, mit der eigenen Leistung nur bedingt. Wenn man mit Blick auf Olympia schaut, ist es einfach nicht ausreichend“, meinte Jungk selbstkritisch. Für Grotheer war diesmal nicht mehr drin. „Platz eins und zwei waren für mich heute nicht in Schlagweite, daher freue ich mich über Platz drei.“

Der Winterberger Alexander Gassner landete auf Platz fünf. „Mir fällt einen Riesenstein vom Herzen, jetzt habe ich die Olympia-Qualifikation in der Tasche“, sagte Gassner.

+++++8. Dezember 2021+++++

Rodlerin Geisenberger schließt Olympia-Boykott nicht aus

Die viermalige Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger zieht einen Verzicht auf die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022) in Betracht. "Die Bedingungen, die wir da vor Ort erlebt haben, die sprechen dafür, da nicht unbedingt noch einmal hinzufahren", sagte die 33-Jährige, die im November bereits zu Testzwecken auf der Olympiabahn gefahren ist, dem Bayerischen Rundfunk.

Für einen Weltcup oder eine Weltmeisterschaft würde sie aktuell "auf gar keinen Fall" mehr nach Peking reisen, führte die Miesbacherin aus: "Und, ich muss ganz einfach sagen, ich überlege jetzt selbst für die Olympischen Spiele - mit den Erfahrungen von jetzt - ob ich mir das noch einmal antun würde."

Geisenberger beklagte den Umgang mit den Sportlern, denen nicht erklärt worden sei, warum sie nach dem Flug isoliert wurden, unmögliche Coronatest- und Trainingszeiten und die Tatsache, im Hotel förmlich eingesperrt gewesen zu sein.

"Es wäre ein sehr, sehr harter Schritt, weil die Olympischen Spiele für einen Sportler das Größte sind", sagte die Goldmedaillengewinnerin im Einzel von 2014 und 2018. Sollte sie zuhause bleiben, stehe "ganz einfach ein anderer Name auf der Ergebnisliste", erklärte Geisenberger lapidar. Zum jetzigen Zeitpunkt will sie sich noch nicht festlegen: "Aber einfach wird's nicht."

+++++5. Dezember 2021+++++

Bob-Pilot Friedrich holt drittes Weltcup-Double

Bob-Pilot Francesco Friedrich hat das dritte Weltcup-Double im Olympia-Winter eingefahren und bleibt auf seiner Heimbahn in Altenberg seit Januar 2018 ungeschlagen. Nach seinem siegreichen Rennen im kleinen Schlitten gewann der Doppel-Olympiasieger vom BSC Oberbärenburg am Sonntag auch den Viererbob-Wettbewerb.

Mit 0,67 Sekunden Vorsprung raste er mit seiner Crew Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller zum Sieg vor dem Österreicher Benjamin Maier. Dritter wurde der Russe RostislawGaitjukewitsch. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner verbesserte sich von Rang neun noch auf Platz vier. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach landete auf Rang acht.

Zuvor war die Siegesserie der Winterbergerin Laura Nolte im Zweierbob gerissen. Nach der Führung im ersten Durchgang wurde die WM-Dritte mit Anschieberin Debora Levi im Finallauf von US-Pilotin Kaillie Humphries noch abgefangen. Dritte wurde die Kanadierin Christine de Bruin vor der Wiesbadenerin Kim Kalicki, die mit Ann-Christin Strack fuhr.

Doppelerfolg für deutsche Rodlerinnen - Taubitz vor Geisenberger

Erster Sieg für Julia Taubitz, erster Podestplatz für Natalie Geisenberger: Beim dritten Rodel-Weltcup des Olympia-Winters haben sich Deutschlands größte Hoffnungsträgerinnen mit einem Doppelerfolg zurückgemeldet. Weltmeisterin Taubitz gewann am Sonntag in Sotschi vor Olympiasiegerin Geisenberger. KendijaAparjode aus Lettland wurde Dritte.

"Es war jetzt an der Zeit, dass mal ein Ergebnis kommt", sagte Geisenberger: "Und es ist ein brutaler Druck abgefallen, weil ich auch in Sachen Olympiaqualifikation damit einen Schritt weitergekommen bin."

Gute Ergebnisse sind mit Blick auf die Winterspiele in Peking (4. bis 20 Februar) auch für die hoch dekorierte Geisenberger wichtig, weil innerhalb des ausgeglichenen deutschen Frauenteams ein hoher Konkurrenzdruck herrscht. Für Geisenberger, die im vergangenen Jahr erstmals Mutter wurde, war bislang ein achter Platz das beste Saison-Ergebnis gewesen.

Zwei Monate vor Olympia scheinen die deutschen Frauen damit auf einem sehr guten Weg, denn auch Anna Berreiter (Berchtesgaden) bestätigte ihre starke Frühform. Die Sportsoldatin, die eine Woche zuvor an gleicher Stelle überraschend gewonnen hatte, wurde am Sonntag Vierte. Dajana Eitberger (Ilmenau) verpatzte ihren ersten Durchgang, als Schnellste des zweiten Laufs schaffte sie es aber immerhin noch auf Rang neun.

Bei den Männern hatte am Samstag erneut nur Johannes Ludwig überzeugt. Der Olympia-Dritte, der beide bisherigen Weltcups gewonnen hatte, landete auf dem zweiten Platz hinter KristersAparjods aus Lettland. Der einstige Dominator Felix Loch kam trotz eines starken zweiten Durchgangs lediglich auf Rang sechs. Bei den Doppelsitzern verpassten Toni Eggert und Sascha Benecken als Zweite knapp den Sieg.

Auch im nicht-olympischen Sprint gab es in Sotschi am Sonntag nur einen deutschen Erfolg. Taubitz gewann das Kurzdistanz-Rennen der Frauen über nur einen Lauf. Die Männer verpassten geschlossen das Podest, im Doppel holten Robin Geueke/David Gamm immerhin den dritten Platz.

Siegesserie gerissen - Nolte Zweite im Zweierbob-Weltcup

Die Siegesserie der Winterbergerin Laura Nolte im Zweierbob-Weltcup ist gerissen. Nach zwei Erfolgen musste sie sich am Sonntag in Altenberg mit Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) geschlagen geben. Nach der Führung im ersten Durchgang wurde die WM-Dritte im Finallauf von US-Pilotin Kaillie Humphries noch abgefangen. Die gebürtige Kanadierin Humphries, die in dieser Woche die US-Staatsbürgerschaft erhielt, setzte sich mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung durch. Dritte wurde die Kanadierin Christine de Bruin vor der Wiesbadenerin Kim Kalicki, die mit Ann-Christin Strack (BC Stuttgart) fuhr. Olympiasiegerin MariamaJamanka vom BRC Thüringen kam mit Kira Lipperheide (TV Gladbeck) hinter den Chinesinnen auf Rang zehn.

Deutsche Langlauf-Staffel bei Peking-Generalprobe auf Platz sieben

Die deutschen Skilanglauf-Staffeln haben gute Generalproben für die Olympischen Winterspiele in Peking abgeliefert. In Lillehammer lief das Frauen-Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) im einzigen Mannschaftswettbewerb der Weltcup-Saison über 4x5 km lange um Platz vier, ehe Schlussläuferin Victoria Carl im Finale die Kraft ausging.

Rang sieben gab es letztlich für das deutsche Quartett mit Katharina Hennig (Oberwiesenthal), Laura Gimmler (Oberstdorf), Pia Fink (Bremelau) und Carl (Zella-Mehlis) mit 40,4 Sekunden Rückstand auf Sieger Russland. In der bereinigten Olympia-Rangliste (nur eine Staffel pro Nation) war Deutschland Sechster. Deutschland II um die Oberstdorferin Sofie Krehl kam auf Platz neun (+2:39,0 Minuten)

Zuvor hatten die deutschen Männer ebenfalls Platz sieben und in der bereinigten Rangliste Rang fünf belegt. Jonas Dobler (Traunstein), Lucas Bögl (Gaißach), Friedrich Moch (Isny) und Janosch Brugger (Schluchsee) lagen nach 4x7,5 km - bei großen Meisterschaften werden 4x10 km gelaufen - 58,5 Sekunden hinter Sieger Norwegen I zurück, der sich mit Topstar Johannes HösflotKläbo vor Russland II und Norwegen II durchsetzte.

Der Rückstand des deutschen Teams auf Italien, das den Bronzerang der bereinigten Wertung belegte, betrug nur 3,2 Sekunden.

+++++4. Dezember 2021+++++

Annika Morgan schreibt deutsche Snowboard-Geschichte

Annika Morgan hat deutsche Snowboard-Geschichte geschrieben. Die 19-Jährige aus Miesbach flog als herausragende Dritte beim Weltcup in SteamboatSprings/USA als erste Athletin von Snowboard Germany auf ein Big-Air-Podium. Mit ihren 132,25 Punkten musste sich Morgan nur der Japanerin ReiraIwabuchi (178,25) und Olympiasiegerin Anna Gasser aus Österreich (148) geschlagen geben.

"Im Finale zu sein und dann auch noch erstmals aufs Podium zu kommen - ich kann's gar nicht glauben, es ist ein Traum wirklich geworden", sagte sie.

Vor dem dritten Final-Run war Morgan nur Achte und damit Letzte, setzte dann aber ein echtes Ausrufezeichen in den Schnee: Sie stand einen "Backside 1080", den sie in der Qualifikation erstmals überhaupt in einem Wettbewerb hervorgeholt hatte - mit einem kleinen Schönheitsfehler: Sie überdrehte den Sprung bei der Landung minimal. Aber es reichte dennoch fürs "Stockerl".

Dabei nahm das Finale für Morgan, schon Drittbeste der Quali, einen denkbar schlechten Anfang. Im ersten Run stürzte sie und erhielt keine Wertung. So stand sie im zweiten Durchgang unter Druck, werden für die Gesamtwertung doch die beiden besten Läufe gezählt. Morgan, die bereits für Olympia qualifiziert ist, stand aber ihren "Cab Double Cork 900", also zweieinhalb Drehungen, rückwärts angefahren.

Friedrich wehrt Angriff von Lochner im Zweierbob ab

Rekordweltmeister Francesco Friedrich hat den Angriff von Teamkollege Johannes Lochner abgewehrt und den dritten Sieg im dritten Zweierbob-Weltcuprennen geholt. Der Doppel-Olympiasieger lag am Samstag mit Anschieber Alexander Schüller auf seiner Heimbahn in Altenberg nach Lauf eins noch 0,16 Sekunden hinter Lochner, drehte dann aber auf und hatte am Ende 24 Hundertstelsekunden Vorsprung auf den für Stuttgart startenden Berchtesgadener, der mkt Christopher Weber fuhr. Dritter wurde der Russe RostislawGaitiukewich. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach landete mit Matthias Sommer auf Platz fünf und verbuchte somit die bislang beste Saisonplatzierung.

Ludwig wird Zweiter in Sotschi

Rennrodler Johannes Ludwig hat beim dritten Weltcup in Sotschi den dritten Einzelsieg in Folge verpasst, behält aber die Führung im Gesamtweltcup. Der 35 Jahre alte Oberhofer fuhr am Samstag auf Rang zwei hinter dem Letten KristersAparjods. Ludwig, der zur Halbzeit auf Platz vier gelegen hatte, verbesserte sich in Bahnrekordzeit im zweiten Durchgang und verfehlte den Sieg nur knapp.

„Ich bin mit dem zweiten Platz superhappy. Es waren Kleinigkeiten, die über den Sieg entschieden haben, von denen waren es im ersten Durchgang bei mir aber ein paar zu viel“, sagte Ludwig.

Dritter wurde der Italiener Dominik Fischnaller. Der zweimalige Olympiasieger Felix Loch aus Berchtesgaden fuhr dank einer stark verbesserten zweiten Fahrt von Rang zwölf auf sechs. Max Langenhan wurde Siebter. Die weiteren deutschen Fahrer verpassten die Top Ten: Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) wurde 21., Chris Eißler (Zwickau) beendete das Rennen als 22.

Am nächsten Wochenende starten die Rodler beim vierten Weltcup der Saison in Altenberg erstmals in Deutschland.

Langläuferin Carl stark in Lillehammer

Die deutschen Skilangläuferinnen haben sich auch auf der zweiten Weltcup-Station im Olympia-Winter in starker Frühform präsentiert. In Lillehammer lief Victoria Carl (Zella-Mehlis) beim Sieg der Schwedin Frida Karlsson über 10 km im freien Stil auf Platz elf (+0:42,8 Minuten) und verpasste ihre zweite Top-10-Platzierung im dritten Distanzrennen knapp.

Katharina Hennig (Oberwiesenthal) in der Vorwoche in Ruka Dritte im Klassik-Zehner, kam auf Rang 13 (+0:44,5). Sofie Krehl (Oberstdorf) überzeugte mit Platz 20 (+1:19,5).

Ihren 97. Weltcupsieg verpasste Norwegens Starläuferin Therese Johaug, die sich ihrer neuen Hauptkontrahentin Karlsson um 0,3 Sekunden geschlagen geben musste. Johaug (33) hat damit zwei von drei Distanzrennen gegen die elf Jahre jüngere Schwedin verloren.

Die deutschen Männer konnten die Topplatzierungen vom Auftakt in Ruka nicht bestätigen. Lucas Bögl (Gaißach), vergangene Woche in Abwesenheit zahlreicher Spitzenkräfte Siebter, kam diesmal über die 15 km nur auf Platz 30. Bester DSV-Starter war Jonas Dobler (Traunstein) auf Platz 18.

Der Sieg ging an den Norweger Simen Hegstad Krüger. Die Gastgeber zeigten beim Heimspiel mit sieben Läufern unter den besten neun ihre ganze Stärke.

Eggert/Benecken auf Platz zwei

Die deutschen Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken haben beim dritten Rodel-Weltcup den zweiten Saisonsieg knapp verpasst, aber die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Das Thüringer Duo kam am Samstag beim zweiten Weltcuprennen in Sotschi nacheinander auf Rang zwei hinter den Russen Andrej Bogdanow und Juri Prochorow. „Wir konnten uns deutlich steigern im Vergleich zur Vorwoche. Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte Benecken.

Dritte wurden die Letten Andris und Juris Sics. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) kamen auf Rang fünf. Das Winterberger Duo Robin Geueke/David Gamm musste sich nach einem Sturz im zweiten Lauf mit Rang 15 begnügen.

Nolte Dritte im Monobob

Die Winterbergerin Laura Nolte ist auch im dritten Monobob-Saisonrennen aufs Podium gefahren. Die WM-Dritte im Zweier- und Mono-Bob kam am Samstag auf dem anspruchsvollen Eiskanal in Altenberg auf Rang drei. Den Sieg sicherte sich die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA vor der der Kanadierin Cynthia Appiah. Die Wiesbadenerin Kim Kalicki kam nach einem Sturz im zweiten Lauf auf Rang zwölf. Sie hatte jedoch Glück, denn ihr Schlitten richtete sich in der nächsten Kurve wieder auf. Zweierbob-Olympiasiegerin MariamaJamanka vom BRC Thüringen landete direkt hinter ihr auf Platz 13.

Beckert schafft Olympia-Norm bei Weltrekord-Show

Patrick Beckert hat zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups in Salt Lake City mit einem erneuten Top-Ten-Resultat seine gute Form bewiesen. Der bereits über 10 000 Meter für die Olympischen Winterspiele in Peking qualifizierte Erfurter wurde am Freitag in 6:12,056 Minuten Siebter über 5000 Meter und erreichte sein bestes Saisonresultat.

Den Sieg auf dem Olympic Oval sicherte sich der Schwede Nils van der Poel, der in 6:01,566 Minuten den Weltrekord von Ted-Jan Bloemen um rund 0,3 Sekunden verbesserte. Der Kanadier belegte nur Rang acht noch hinter Beckert, der zuletzt als Achter beim Weltcup im norwegischen Stavanger über 10 000 Meter bereits für das beste deutsche Ergebnis gesorgt hatte.

Über 500 Meter hatte zuvor Joel Dufter als bester Deutscher Platz zehn in der B-Gruppe belegt. In 34,582 Sekunden lief der Inzeller persönliche Bestleistung. Das 3000-Meter-Rennen der Frauen entschied die Niederländerin Irene Schouten in 3:52,899 Minuten für sich. Die Berlinerin Claudia Pechstein ging in der B-Gruppe über diese Distanz erst in der Nacht zum Samstag an den Start.

Siege für deutsche Skeletonis

Axel Jungk aus Oberbärenburg hat die Siegesserie von Skeleton-Weltmeister Christopher Grotheer in Altenberg beendet. Beim Weltcup siegte Jungk am Freitagabend dank eines famosen zweiten Durchgangs in 1:51,71 Minuten. Er erfüllte mit der dritten Platzierung unter den besten Acht die Qualifikations-Kritierien des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) für die Olympischen Winterspiele in Peking.

Nach Durchgang eins hatte Grotheer, der in den vergangenen zwei Jahren in Altenberg jeweils zu WM-Gold fuhr, mit dem Bahnrekord von 55,77 Sekunden noch geführt. Am Ende hatte der Thüringer 0,11 Sekunden Rückstand auf Jungk. Dritter wurde der Lette Martins Dukurs. Alexander Gassner vom BSC Winterberg landete auf Platz sechs.

„Ich bin zufrieden, dass ich gewonnen habe, wenn ich mit den Läufen zufrieden wäre, wäre auch was verkehrt. Im ersten Lauf hatte ich in Kurve 14/15 einen fatalen Fehler“, meinte Jungk und war traurig, dass seine zahlreichen Fans aufgrund der Corona-Pandemie nicht an der Bahn sein konnten.

Die viermalige Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee fuhr ihren ersten Saisonsieg ein - ebenfalls mit Bahnrekord. Sie schraubte ihre eigene Bestmarke auf 57,52 Sekunden. Zweite wurde die Russin Alina Tararichenkowa vor der Österreicherin Janine Flock. „Natürlich habe ich mir nach Igls schon Gedanken gemacht, es war erbärmlich und schlecht, auch fahrerisch. Ich wusste, dass es jetzt es auf Bahnen geht, die ich mag und die besser stehen“, sagte Hermann.

Die Olympia-Zweite Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland landete auf Rang neun und muss nach den Plätzen 11 und 21 in Innsbruck/Igls weiter um die Olympia-Qualifikaktion kämpfen. Da kommt ihr der nächste Weltcup im Sauerland gelegen. „Ich weiß, was ich kann in Winterberg, kenne jede Kurve in- und auswendig, da fühle ich mich unterwegs am sichersten“, sagte Lölling.

Nowak Achte in der Nordischen Kombination

Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Jenny Nowak hat für das erste Top-Ten-Ergebnis einer deutschen Kombiniererin im Weltcup gesorgt. Die 19-Jährige landete im norwegischen Lillehammer nach einer Aufholjagd auf Rang acht. GydaWestvold Hansen und Mari Leinan Lund sorgten wie schon Ende Februar bei der WM in Oberstdorf für einen norwegischen Doppelsieg.

Nowag (Sohland) ging nach einem Sprung auf 84,0 m als Elfte in die Loipe, nach fünf Kilometern hatte sie 2:23,9 Minuten Rückstand auf Weltmeisterin Westvold Hansen. Cindy Haasch (Ruhla), bei der WM Ende Februar als Elfte beste Deutsche, belegte den zwölften Rang, die ehemalige Skispringerin Svenja Würth folgte auf Position 15. Insgesamt waren nur 27 Frauen am Start.

Im vergangenen Winter hatte es erstmals einen Weltcup für Frauen gegeben, der Wettbewerb in Ramsau blieb wegen Corona aber der einzige der gesamten Saison. Die damalige Gewinnerin Tara Geraghty-Moats (USA) ist inzwischen zum Biathlon gewechselt.

Im Februar hatten die Kombiniererinnen in Oberstdorf ihre WM-Premiere gefeiert, für 2026 hoffen sie auf eine Olympia-Premiere.

+++ 28. November +++

Friedrich setzt Siegesserie fort

Viertes Rennen, vierter Sieg: Bob-Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seinen Triumphzug in der olympischen Saison eindrucksvoll fortgesetzt. Der Rekordweltmeister fuhr einen Tag nach seinem Erfolg im Zweier der Konkurrenz erneut davon und siegte in Innsbruck-Igls im Vierer vor Oskars Kibermanis (Lettland/+0,28 Sekunden) und dem Kanadier Justin Kripps (+0,33).

Johannes Lochner (Stuttgart/+0,43), der am Samstag im Zweier den deutschen Doppelsieg komplettiert hatte, rutschte nach Platz zwei im ersten Lauf noch auf Rang sieben ab.

Friedrich, für den es der 56. Weltcupsieg war, ist großer Favorit in der Olympia-Saison. Der Sachse ist seit fünf Großereignissen ungeschlagen. Im Vorjahr gewann er neben WM-Gold im Zweier und Vierer zudem alle Weltcup-Rennen bis auf eines, damals hatte Lochner in Innsbruck die Nase vorn gehabt.

Zuvor hatte Laura Nolte ihren zweiten Saisonsieg im Zweier gefeiert. Die WM-Dritte aus Winterberg gewann mit Anschieberin Deborah Levi wie schon am vergangenen Wochenende vor Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden/+0,06 Sekunden) und der Kanadierin Christine de Bruin (+0,15).

Den Erfolg des Tages feierte jedoch Sprinterin Alexandra Burghardt bei ihrem Debüt im Eiskanal als Anschieberin von Olympiasiegerin MariamaJamanka (Oberhof). Die 27 Jahre alte Burghardt, eigentlich auf den 100 m und einer Tartanbahn zuhause, fuhr mit Jamanka auf Platz vier (+0,34).

Insgesamt stehen bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) acht Weltcupstationen, vier davon in Deutschland, im Rennkalender.

Skilanglauf: Carl auf Rang 21 - nächster Sieg für Dahlqvist

Die deutschen Skilangläuferinnen sind auch im zweiten Weltcup-Sprint des Olympiawinters ohne Top-Platzierung geblieben. Beim zweiten Saisonsieg der Schwedin Maja Dahlqvist belegte Victoria Carl (Zella-Mehlis) im norwegischen Lillehammer den 21. Platz, Pia Fink (Bremelau) landete auf Rang 24 ebenfalls in den Punkten. Die übrigen deutschen Teilnehmerinnen scheiterten bereits in der Qualifikation.

Bei den Männern ging das DSV-Team wie schon eine Woche zuvor beim Sprint in Ruka gänzlich leer aus, der einzige Starter Janosch Brugger (Schluchsee) belegte in der Qualifikation Rang 55. Der Sieg ging an Dreifach-Olympiasieger Johannes HösflotKläbo aus Norwegen.

Langläufer Bögl nutzt Kälte-Absagen der Stars

Skilangläufer Lucas Bögl hat in der Eiseskälte von Ruka das Fehlen zahlreicher Stars genutzt und mit dem besten Weltcup-Ergebnis seiner Karriere das Olympia-Ticket gelöst. Der 31-Jährige aus Gaißach stürmte im Verfolgungsrennen über 15 km auf Rang sieben und erfüllte damit die Norm für Peking 2022. Gleiches gilt für Jonas Dobler, dem als 14. zum zweiten Mal die halbe Norm gelang.

Das gesamte norwegische Team um Dreifach-Olympiasieger Johannes HösflotKläbo verzichtete wegen der Kälte in Finnland auf einen Start. "Es ist bitterkalt. Die Gesundheit geht vor, wir riskieren keine Krankheit", sagte Langlaufchef Espen Bjervig der norwegischen Zeitung VG. Am frühen Sonntag waren in dem Ort nahe des Polarkreises 20 Grad unter Null gemessen worden.

Rang eins ging an Alexander Bolschunow, der nach 35:23,7 Minuten einen russischen Vierfachsieg anführte. Auch Lokalmatador IivoNiskanen, der am Freitag zum Saisonstart den Sprint gewonnen hatte, und der viermalige Olympiasieger Dario Cologna (Schweiz) gingen nicht in die Loipe. Das Frauen-Rennen über 10 km war zuvor von 10.20 Uhr auf 13.45 Uhr MEZ verschoben worden.

Rodel-Staffel auf Platz zwei

Die deutsche Team-Staffel hat beim zweiten Rennrodel-Weltcup der Saison in Sotschi den ersten Podestplatz erreicht. In der Besetzung Anna Berreiter, Johannes Ludwig und Tobias Wendl/Tobias Arlt kam das Team am Sonntag auf Rang zwei hinter Russland und vor Lettland ins Ziel. Vor einer Woche in China beim Weltcup-Auftakt hatte die deutsche Mannschaft noch abgeschlagen den siebten Rang belegt.

Doppelsieg für deutsche Bobfahrerinnen – Burghardt gelingt Debüt im Kanal

Bob-Pilotin Laura Nolte hat auch beim zweiten Weltcup-Rennen ihre gute Form unter Beweis gestellt. Die WM-Dritte aus Winterberg gewann in Innsbruck-Igls im Zweier mit Anschieberin Deborah Levi wie schon am vergangenen Wochenende vor Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden/+0,06 Sekunden) und der Kanadierin Christine de Bruin (+0,15).

"Es fühlt sich sehr gut an", sagte Nolte: "Heute war es noch einmal ein bisschen schwieriger und enger, weil die Startzeiten auch sehr eng beieinander waren. Am Ende sind wir froh, dass es gereicht hat."

Für Nolte, die ihre Führung aus dem ersten Lauf souverän verteidigte, war es der sechste Weltcupsieg. Kalicki schob sich nach Rang drei im zweiten Lauf zusammen mit Leonie Fiebig mit einer Laufbestzeit noch an de Bruin vorbei.

Den Erfolg des Tages feierte jedoch Sprinterin Alexandra Burghardt bei ihrem Debüt im Eiskanal als Anschieberin von Olympiasiegerin MariamaJamanka (Oberhof). Die 27 Jahre alte Burghardt, eigentlich auf den 100 m und einer Tartanbahn zuhause, fuhr mit Jamanka auf Platz vier (+0,34). "Wir konnten uns gut verbessern. Es ist noch alles recht neu, aber ich denke, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben", sagte Burghardt, die sich bei weiteren guten Leistungen Hoffnungen auf eine Teilnahme bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) machen darf.

Am Samstag hatte bei den Männern Dominator Francesco Friedrich mit seinem zweiten Erfolg im Zweier seine Vormachtstellung untermauert. Nolte fuhr im Monobob als Zweite aufs Podest.

Insgesamt stehen bis Olympia acht Weltcupstationen, vier davon in Deutschland, im Rennkalender. Am kommenden Wochenende ist der Weltcup in Altenberg zu Gast.

Ludwig siegt vor Loch

Die deutschen Rennrodler haben mit einer unglaublichen Aufholjagd einen nicht mehr für möglich gehaltenen Doppeltriumph in Sotschi gefeiert. Eine Woche nachdem Johannes Ludwig einen deutschen Dreifachsieg beim Auftakt in China angeführt hatte, feierte der Olympia-Dritte trotz eines völlig misslungenen ersten Laufs den zweiten Sieg im zweiten Weltcup-Rennen vor Vorzeigerodler Felix Loch (Berchtesgaden/+0,158 Sekunden).

Ludwig, der zur Halbzeit auf Platz 20 gelegen hatte, rief sein ganzes Potenzial im zweiten Durchgang mit deutlicher Laufbestzeit ab und verbesserte sich um sagenhafte 19 (!) Plätze.

Der zweimalige Einsitzer-Olympiasieger Loch stürmte ebenfalls dank einer stark verbesserten zweiten Fahrt von Rang 15 aufs Podium. Max Langenhan (Friedrichroda/+0,394) krönte die deutsche Aufholjagd und fuhr vom zwischenzeitlichen 26. Platz noch auf Platz vier.

Die weiteren deutschen Fahrer verpassten die Top Ten: Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) wurde 18. (+0,785), Chris Eißler (Zwickau) beendete das Rennen als 23. (+1,015). Zum Abschluss des zweiten Weltcup-Wochenendes steht eine Team-Staffel auf dem Programm.

Bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) sind insgesamt neun Weltcup-Stationen im Rennkalender.

+++ 27. November +++

Hennig überraschend Langlauf-Dritte

Die deutsche Langläuferin Katharina Hennig hat im finnischen Ruka für eine Überraschung gesorgt. Über die zehn Kilometer in der klassischen Technik belegte die 25 Jahre alte Oberwiesenthalerin am Samstag den dritten Platz und musste sich nur Frida Karlsson (Schweden) und Therese Johaug (Norwegen) geschlagen geben. Auf die sonst über die Langstrecke so dominante Johaug fehlten Hennig in ihrer Lieblingsdisziplin nur 1,5 Sekunden. Teamkollegin Victoria Carl kam auf den elften Platz.

„Ich bin superhappy. Die Ski waren einfach top, ich hatte richtige Raketen unter den Füßen. Aber das hätte ich im Leben nicht erwartet“, sagte Hennig, die nach der Zielüberfahrt erschöpft zu Boden sackte, später im ZDF. Mit der Kälte sei sie „sehr gut“ zurechtgekommen, erklärte Hennig bei minus 16 Grad in Ruka. „Damit hat keiner im Team gerechnet“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.

Zuvor hatte bei den Männern IivoNiskanen das 15-Kilometer-Rennen in der klassischen Technik gewonnen. Bester Deutscher war Jonas Dobler, der mit Rang 15 die halbe Olympia-Norm für Peking erfüllte.

Friedrich gewinnt vor Lochner Zweierbob-Weltcup in Innsbruck

Rekordweltmeister Francesco Friedrich hat wie schon in der Vorwoche den Zweierbob-Weltcup in Innsbruck/Igls vor JohannnesLochner gewonnen - diesmal jedoch mit einem anderen Anschieber. Der Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg fuhr am Samstag mit Thorsten Margis zu seinem insgesamt 55. Weltcup-Sieg. Auch der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner wechselte seinen Anschieber aus und hatte nach zwei Läufen mit Christian Rasp 0,36 Sekunden Rückstand auf den Ausnahmepiloten aus Sachsen.

Dritter bei leichtem Schneefall wurde der Kanadier Justin Kripps, der in Pyeongchang mit Friedrich zeitgleich Olympiasieger geworden war. Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach landete mit Matthias Sommer auf Platz sechs.

Berreiter gewinnt Rodel-Weltcup in Innsbruck - Taubitz patzt

Rodlerin Anna Berreiter (Berchtesgaden) hat ihre starke Frühform im Olympia-Winter untermauert und ein Ausrufezeichen gesetzt. Die 22 Jahre alte Sportsoldatin siegte beim zweiten Weltcup im russischen Sotschi und feierte den dritten Triumph ihrer Karriere. Bereits vergangenes Wochenende hatte Berreiter auf der Olympia-Bahn in China mit einem vierten Platz überzeugt. Zweite im Sliding Center Sanki wurde KendijaAparjode (Lettland/+0,107 Sekunden) vor der Russin WiktorijaDemtschenko (+0,268).

Berreiter profitierte von einem verpatzten Lauf von Demtschenkos Landsfrau Jekaterina Katnikowa, die nach dem ersten Durchgang vor Berreiter in Führung gelegen hatte. "Das Fazit ist positiv, nach einem für mich durchaus überraschenden Weltcup-Sieg. Ich habe zwei gute Läufe ins Ziel gebracht und kann zufrieden sein", sagte Berreiter.

Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal/+0,464) konnte ihren zweiten Platz aus Peking nicht bestätigen, kämpfte sich aber nach einem völlig missglückten ersten Lauf noch von Rang 19 auf neun. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach/+0,448) rehabilitierte sich nach ihrem Sturz beim Auftakt in China, bei dem sie sich Prellungen zugezogen hatte, und fuhr auf Rang acht. Besser lief es für Dajana Eitberger (Ilmenau), die wie schon zum Auftakt Fünfte wurde.

Bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) stehen insgesamt neun Weltcup-Stationen im Rennkalender.

Nolte im Monobob Zweite in Innsbruck - Jamanka erneut weit zurück

Die WM-Dritte Laura Nolte hat ihren starken ersten Eindruck im Monobob bestätigt. Die Winterbergerin, die zum Auftakt vergangene Woche Dritte geworden war, landete als beste deutsche Fahrerin in Innsbruck-Igls auf Platz zwei mit fünf Hundertstelsekunden Rückstand. In der jungen Disziplin werden bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) erstmals olympische Medaillen vergeben.

"Ich war total zufrieden heute mit beiden Fahrten", sagte Nolte, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang sechs gelegen hatte: "Im ersten Lauf hat es ein bisschen am Start gefehlt und deswegen wusste ich, dass ich mit einem guten Start am zweiten Lauf weiter nach oben fahren kann."

Den Sieg am Samstag sicherte sich nach zwei tadellosen Läufen Elana Meyers Taylor (USA). Damit warten die deutschen Frauen in der World Series weiter auf den ersten Sieg in dieser Disziplin.

Pyeongchang-OlympiasiegerinMariamaJamanka (Oberhof/+0,91 Sekunden) und Kim Kalicki (Wiesbaden/+0,65) hatten wie schon am Auftaktwochenende, das ebenfalls im Eiskanal in Innsbruck stattgefunden hatte, große Probleme und mussten sich mit den enttäuschenden Plätzen 16 und zwölf begnügen.

Im Vorjahr hatten die deutschen Pilotinnen in der ersten Saison der Mono-Weltserie, die nicht Teil des Weltcups ist, lediglich drei zweite sowie zwei dritte Plätze verbucht. Bei der WM in Altenberg hatte Nolte zudem Bronze hinter Teamkollegin Stephanie Schneider geholt, die in dieser Saison nicht den Sprung ins Weltcup-Team geschafft hat.

Dritter Platz für Doppelsitzer Wendl/Arlt beim Weltcup in Sotschi

Die deutschen Rodel-Doppelsitzer haben beim zweiten Saisonrennen den zweiten Sieg verpasst. Eine Woche nach dem Auftakterfolg der Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) auf der Olympia-Bahn in China fuhren die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee/+0,229 Sekunden) im Sliding Center Sanki im russischen Sotschi als beste Deutsche auf Platz drei.

Den Sieg sicherten sich die lettischen Brüder Andris und Juris Sics vor den Russen Andrei Bogdanow/Juri Prochorow (+0,120). Eggert/Benecken (+0,234) verpassten das Podest als Vierte. Das dritte deutsche Duo Robin Geueke/David Gamm (Winterberg/+0,870) wurde wie schon am vergangenen Wochenende Sechster.

Beim Saisonauftakt in Peking hatten Wendl/Arlt noch nach ihrer Form gesucht und waren mit deutlichem Rückstand nur Neunte geworden. Vor den Wettkämpfen hatte ein positiver Corona-Test von Arlt für Aufregung gesorgt. Die zwei folgenden Tests brachten dann ein negatives Resultat hervor.

Skilangläufer Dobler auf Rang 15 - Niskanen siegt mit Rekord

Skilangläufer Jonas Dobler hat im ersten Distanzrennen des Olympia-Winters für einen Achtungserfolg gesorgt. Der 30-Jährige aus Traunstein lief beim Weltcup im finnischen Ruka über 15 km auf den 15. Platz und erfüllte die halbe Olympia-Norm. Für einen Heimsieg sorgte der zweimalige Olympiasieger IivoNiskanen, der als erster Athlet zum vierten Mal ein Distanzrennen an ein und demselben Weltcuport gewann.

"Ich bin sehr zufrieden, das war ein sehr gelungener Einstand. Besser kann man es sich nicht wünschen. Es hat Spaß gemacht", sagte Dobler, der im Ziel des Einzelstart-Rennens 1:12,5 Minuten Rückstand auf Niskanen hatte. Der Lokalmatador hatte in Ruka schon 2014, 2016 und 2019 gewonnen, diesmal siegte er nach 33:08,6 Minuten im klassischen Stil vor den Russen Alexej Tscherwotkin (+8,3 Sekunden) und Alexander Bolschunow (+14,1).

Hinter Dobler liefen auch Lucas Bögl (Gaißach/19.) und Friedrich Moch (Isny/25.) in die Punkte.

+++++26. November 2021+++++

Deutsche Curlerinnen holen EM-Bronze

Die deutschen Curlerinnen haben bei der EM in Lillehammer die Bronzemedaille gewonnen. Das Team um Skip Daniela Jentsch (Füssen) setzte sich am Freitag im Spiel um Platz drei gegen Russland mit 9:6 durch. Für die deutschen Frauen ist es die sechste Bronzemedaille bei einer EM, zuletzt belegten sie 2018 in Schweden den dritten Rang.

Die deutschen Männer um Skip SixtenTotzek (Rastatt) waren mit sechs Niederlagen aus neun Spielen als Vorrundenachter ausgeschieden.

Jentsch und Totzek hatten bei der WM im vergangenen April und Mai die Chance auf die direkte Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) liegen lassen. Sie haben bei ihren jeweiligen Qualifikationsturnieren im Dezember aber noch die Möglichkeit, sich einen der drei letzten Plätze für die beiden Zehnerfelder in China zu sichern.

Grotheer einer von drei Siegerin in Ingls

Im wohl spannendsten Weltcup-Rennen überhaupt ist Skeleton-Weltmeister Christopher Grotheer in Innsbruck/Igls zeitgleich mit dem Chinesen WenqiangGeng und dem Briten Matt Weston auf Rang eins gefahren. Drei Sieger in einem Rennen sind ein Novum. Grotheer, der am Freitag im Finallauf die schnellste Zeit fuhr, hat nach Platz drei in der Vorwoche damit bereits die Qualifikation für Olympia in Peking geschafft. Der Skeletoni vom BRC Thüringen übernahm zudem die Führung im Gesamt-Weltcup. „Es ist echt der Hammer, hier in Innsbruck auf einer Starterbahn gewonnen zu haben. Ich fühle mich momentan mental sehr gut und habe den Schlitten in der Bahn richtig fliegen lassen“, sagte Grotheer.

Fünfter wurde am Freitag auf dem Olympia-Eiskanal am Patscherkofel Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg. „Ärgerlich ist es, wenn es immer so knapp ist, wenn man sieht, die Nähe zur Weltspitze ist da und man kann vorne mit dabei sein“, sagte Jungk. Alexander Gassner vom BSC Winterberg landete bei leichtem Schneefall auf Rang 21.

+++++23. November 2021+++++

Shorttrackerin Seidel verpasst Olympia-Qualifikation über 1500 m

Shorttrackerin Anna Seidel (Dresden) hat das Olympiaticket über 1500 m verpasst. Die Vize-Europameisterin über diese Strecke schied am Donnerstag beim vierten und letzten Weltcup im niederländischen Dordrecht im Viertelfinale als Vierte aus. Für einen Peking-Start auf dieser Strecke hätte sie in der Gesamtwertung mindestens Platz 15 belegen müssen.

Zum Weltcupauftakt in Peking hatte Seidel nach langer Verletzungspause als Neunte ihr bisher bestes Saisonergebnis auf dieser Strecke erreicht und die Nominierungs-Anforderungen zur Hälfte erfüllt. In Dordrecht ist Seidel noch über 1000 m am Freitag am Start.

+++++21. November 2021+++++

Friedrich gewinnt auch im Vierer

Bob-Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seine Ausnahmestellung auch zu Beginn des Olympia-Winters mit einem Doppelerfolg untermauert. Einen Tag nach seinem Sieg im Zweier gewann der Rekordweltmeister am Sonntag auch das Vierer-Rennen beim Saisonstart in Innsbruck-Igls und führte vor Johannes Lochner (Stuttgart) erneut einen deutschen Doppelsieg an.

Lochner lag im Ziel zeitgleich mit Brad Hall aus Großbritannien. Den beiden Teams fehlten nach zwei Läufen 26 Hundertstel auf Friedrich, der von seinem guten Start profitierte und zwei starke Fahrten hinlegte. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) kam hingegen noch nicht in Fahrt und verpasste wie schon beim Zweier-Rennen als 17. (+1,15 Sekunden) deutlich die Top Ten.

Bereits am Samstag hatte Friedrich im Zweier vor Lochner gelegen. Der 31-Jährige holte am Wochenende damit seine Weltcupsiege 53 und 54. Friedrich ist seit fünf Großereignissen ungeschlagen. Im Vorjahr gewann der Sachse neben WM-Gold im Zweier und Vierer alle Weltcup-Rennen bis auf eines, damals hatte Lochner in Innsbruck im kleinen Schlitten die Nase vorn gehabt.

Insgesamt stehen bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) acht Weltcupstationen, vier davon in Deutschland, im Rennkalender.

+++++21. November 2021+++++

 Taubitz zweite auf Olympia-Bahn – Geisenberger stürzt

Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz hat beim Weltcup-Auftakt auf der Olympia-Bahn in China den Sieg knapp verpasst. Die Oberwiesenthalerin musste sich am Sonntag in Yanqing lediglich der Österreicherin Madeleine Egle geschlagen geben und wurde Zweite (+0,106 Sekunden). Olympiasiegerin Natalie Geisenberger schaffte es nach einem Sturz im ersten Durchgang nur auf Rang 26 (+4,383).

Drei deutsche Starterinnen landeten unter den Top Fünf: Anna Berreiter (RC Berchtesgaden) belegte den starken vierten Platz (+0,772), Dajana Eitberger (Ilmenau) folgte dahinter auf Position fünf (+0,958). Die Österreicherin Lisa Schulte komplettierte das Podest als Dritte (+0,528).

Taubitz lag zur Halbzeit lediglich sieben Tausendstel hinter Egle, schaffte es nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf aber nicht mehr, den Rückstand wettzumachen. Auch sie stürzte auf der selektiven Bahn beinahe, profitierte aber von ihrem hohen Tempo und rettete sich so mit einer starken Zeit ins Ziel.

Die 25-Jährige kam mit der neu errichteten Bahn im Yanqing National Sliding Center etwas besser zurecht als ihre Konkurrentin Geisenberger, die im unteren Drittel an der selben Stelle die Kontrolle über den Schlitten verloren hatte und ins Ziel gerutscht war. Laut ARD zog die 33-Jährige sich Prellungen zu.

Insgesamt machten die deutschen Rodlerinnen und Rodler einen starken Eindruck auf der Bahn, wo in zweieinhalb Monaten olympische Medaillen vergeben werden. Johannes Ludwig (Oberhof) hatte am Samstag bei den Männern einen deutschen Dreifachsieg angeführt, bei den Doppelsitzern triumphierten die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl).

Bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) stehen insgesamt neun Weltcup-Stationen im Rennkalender.

+++++21. November 2021+++++

Nolte gewinnt Weltcup-Auftakt im Zweier

Bob-Pilotin Laura Nolte hat den Weltcup-Auftakt des olympischen Winters in Innsbruck gewonnen. Die WM-Dritte aus Winterberg setzte sich beim Saisonstart mit Anschieberin Leonie Fiebig nach zwei Läufen vor Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden/+0,17 Sekunden) und der Kanadierin Christine de Bruin (+0,29) durch.

Während Juniorenweltmeisterin Nolte ihre Führung aus dem ersten Lauf sicher behauptete und ihren fünften Weltcupsieg feierte, schob sich Kalicki im zweiten Durchgang mit Anabel Galander noch um zwei Plätze vor auf das Podium vor. Olympiasiegerin MariamaJamanka (Oberhof) belegte mit Anschieberin Kira Lipperheide zusammen mit Weltmeisterin Kaillie Humphries (USA) den geteilten vierten Platz (+0,30).

"Wir sind sehr zufrieden. Ich hatte im Training eigentlich ein paar Probleme, deswegen war ich mir nicht so sicher, wie es laufen wird", sagte Nolte, die bereits im Vorjahr an selber Stelle einen deutschen Dreifachsieg angeführt hatte. Jamanka haderte mit dem um nur eine Hundertstel verpassten Podest, war aber auch froh: "Es ist gut zu sehen, dass wir in Schlagweite sind."

Nolte hatte bereits am Samstag mit ihrem dritten Platz im Weltserien-Rennen im Monobob das beste deutsche Ergebnis eingefahren. In der noch jungen Disziplin werden bei den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) erstmals Medaillen vergeben.

Die Pilotinnen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) starteten auf der Olympia-Bahn von 1964 damit stark in den Winter. Am Vortag hatte bei den Männern auch Dominator Francesco Friedrich mit seinem Sieg im Zweier einen erfolgreichen Auftakt hingelegt.

Insgesamt stehen bis Olympia acht Weltcupstationen, vier davon in Deutschland, im Rennkalender. Am kommenden Wochenende sind erneut Rennen in Innsbruck angesetzt.

+++++20. November 2021+++++

53. Weltcupsieg – Friedrich beim Saisonstart in Innsbruck vorn

Bob-Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seine Ausnahmestellung auch zu Beginn des Olympia-Winters bestätigt. Der Rekordweltmeister gewann am Samstag mit seinem Anschieber Alexander Schüller den Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls im Zweier vor dem Stuttgarter Johannes Lochner, der bereits 0,47 Sekunden zurücklag.

Für Friedrich, der von seinem starken Start profitierte und zwei nahezu perfekte Läufe hinlegte, war es der bereits 53. Weltcupsieg. Vizeweltmeister Lochner leistete sich auf der Olympia-Bahn von 1964 im ersten Lauf mehrere Fehler, kämpfte sich zusammen mit seinem Anschieber Florian Bauer im zweiten Durchgang aber noch einen Rang nach vorn.

Christoph Hafer schaffte es mit Christian Hammers nur auf den enttäuschenden 15. Platz (+1,21 Sekunden). Das Podium komplettierte Brad Hall aus Großbritannien (+0,63).

Friedrich geht als großer Favorit in die Olympia-Saison. Der Sachse ist seit fünf Großereignissen ungeschlagen. Im Vorjahr gewann er neben WM-Gold im Zweier und Vierer zudem alle Weltcup-Rennen bis auf eines, damals hatte Lochner in Innsbruck die Nase vorn gehabt.

Insgesamt stehen bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) acht Weltcupstationen, vier davon in Deutschland, im Rennkalender. Das Weltcup-Wochenende der Männer wird am Sonntag mit einem Rennen im Vierer, dem großen Schlitten, abgeschlossen.

Ludwig führt deutschen Rodel-Dreifachsieg auf der Olympia-Bahn an

Die deutschen Rennrodler haben einen glänzenden Start in den olympischen Winter hingelegt. Johannes Ludwig gewann den Weltcup-Auftakt auf der Olympia-Bahn in China und führte beim Saisonstart mit deutlichem Vorsprung einen deutschen Dreifachsieg an. Vorzeigerodler Felix Loch (Berchtesgaden) verbesserte sich am Samstag im zweiten Lauf noch auf den zweiten Platz (+0,854), Max Langenhan (Friedrichroda/+0,858) wurde Dritter.

Der Olympia-Dritte Ludwig bestätigte mit seinem insgesamt achten Weltcupsieg seine gute Form aus der Vorbereitung, wo er die teaminterne Selektion klar für sich entschieden hatte. Im nordöstlich von Peking gelegenen neu errichteten Yanqing National Sliding Center legte der 35-Jährige zwei nahezu fehlerfreie Läufe hin.

Der zweimalige Einsitzer-Olympiasieger Loch, der im Vorjahr mit Konstanz überzeugt und den Gesamtweltcup gewonnen hatte, leistete sich im ersten Durchgang einen Fahrfehler im letzten Drittel der tückischen Bahn. In seinem deutlich stärkeren zweiten Lauf holte der 32-Jährige aber noch vier Plätze auf. Langenhan lag nur vier Tausendstel hinter Loch.

Die weiteren deutschen Fahrer verpassten die Top Ten: Moritz Bollmann (Sonneberg/Schalkau) belegte den 15. Platz (+1,851), zwei Plätze dahinter reihte sich Chris Eißler (Zwickau) als 17. (+1,981) ein.

Bis zu den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) stehen insgesamt neun Weltcup-Stationen im Rennkalender.

Doppelsitzer Eggert/Benecken siegen auf Olympia-Bahn

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) haben den Saisonauftakt auf der Olympia-Bahn in China gewonnen und damit Hoffnung für die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr geweckt. Die Weltmeister fuhren am Samstag im Yanqing National Sliding Center mit komfortablem Vorsprung auf die Österreicher Thomas Steu/Lorenz Koller (+0,209 Sekunden) und die lettischen Brüder Andris und Juris Sics (+0,429) zum Sieg.

75 Tage vor dem Beginn der Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022) suchen Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) nach dem Corona-Wirbel um einen wohl falsch-positiven Test von Arlt hingegen noch nach ihrer Form. Die Olympiasieger wurden mit deutlichem Rückstand nur Neunte (+1,443) und landeten damit auch hinter den Winterbergern Robin Geueke/David Gamm (Winterberg), die den sechsten Platz (+1,116) belegten.

Vor den Wettkämpfen hatte ein positiver Corona-Test von Arlt für Aufregung gesorgt. Nach Angaben des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) war Arlt am vergangenen Dienstag positiv getestet worden, anschließende Proben bestätigten das Ergebnis aber nicht.

Laura Nolte Dritte im Monobob beim Saisonauftakt

Die Winterbergerin Laura Nolte ist beim ersten Monobob-Rennen der Saison mit deutscher Beteiligung auf Rang drei gefahren. Die WM-Dritte im Zweier- und Mono-Bob musste sich am Samstag auf dem Eiskanal in Innbruck/Igls nur den US-Pilotinnen geschlagen geben. Den Sieg sicherte sich Elana Meyers Taylor vor Kaillie Humphries. Dabei verpasste die 22-jährige Nolte Platz zwei nur um eine Hundertstelsekunde. Nach Lauf eins hatte die Winterbergerin noch zeitgleich mit Meyers Taylor auf Rang eins gelegen. Zweierbob-Olympiasiegerin MariamaJamanka vom BRC Thüringen kam vor der Wiesbadenerin Kim Kalicki auf Rang elf. Die Disziplin Monobob feiert bei den Winterspielen im Februar in Peking Olympia-Premiere.

+++++19. November 2021+++++

Platz drei für SkeletoniGrotheer zum Weltcupauftakt

Alexander Tretjakow aus Russland hat den Weltcup-Auftakt im Skeleton für sich entschieden. Auf der ersten von insgesamt acht Stationen gewann der Russe in Innsbruck-Igls am Freitag nach zwei Läufen in der Gesamtzeit von 1:45,07 Minuten. Auf dem 1270 Meter langen Olympia-Eiskanal wurde der sechsmalige Weltmeister Martins Dukurs (0,07 Sekunden zurück) Zweiter vor Christopher Grotheer vom BRC Thüringen (0,16).

Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg belegte in 1:45,48 Minuten den vierten Platz, Alexander Gassner vom BSC Winterberg wurde in 1:45,64 Minuten Achter. Am kommenden Freitag tragen die Skeletoni ihr zweites Weltcup-Rennen ebenfalls in Innsbruck aus.

Dukurs hatte nach dem ersten Lauf mit 52,64 Sekunden noch vor Grotheer (52,73) sowie den beiden zeitgleichen Olympiasiegern Sungbin Yun und Tretjakow (52,74) in Führung gelegen, ehe der Russe im zweiten Lauf nicht mehr zu schlagen war.

Deutsche Eissprinter enttäuschen in Stavanger über 1000 Meter

Joel Dufter und Hendrik Dombek haben zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups in Stavanger über 1000 Meter nicht überzeugen können. Nachdem die beiden in der Vorwoche in Polen auf Platz 16 und 17 gerade noch Ränge belegt hatten, die zum Verbleib in der A-Gruppe gereicht hätten, wurden sie durch die Wahrnehmung von zwei Wildcards ausländischer Sprinter nun doch in der B-Kategorie ausgelost. Dort landete der EM-Dritte Dufter aus Inzell am Freitag in 1:10,23 Minuten auf Platz zwölf, der Münchner Dombek auf Rang 21 (1:10,57 Minuten). Wegen der geringen Punktzahlen in der Gesamtwertung wird es für die deutschen Eissprinter nun schwieriger, noch Tickets für die Olympischen Winterspiele in Peking zu erkämpfen.

+++++17. November+++++

Bob-Olympiasieger Lange sieht nur Francesco Friedrich als Goldkandidat bei den Winterspielen

Für den viermaligen Bob-Olympiasieger André Lange ist Francesco Friedrich der Top-Favorit auf die Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Peking. „Es gibt aus meiner Sicht nur einen, der Gold holen wird – und das ist er“, sagte der 48-Jährige der „Thüringer Allgemeinen“ (Freitag) vor dem Auftakt der Bob-Saison am Samstag in Innsbruck, „ich weiß nicht, wer ihm den Olympiasieg streitig machen könnte. Er hat das beste Gesamtpaket: Vom guten Start, über das Top-Material bis zum fahrerischen Können.“

Mit zwei weiteren Olympiasiegen würde der 31 Jahre alte Friedrich nach Goldmedaillen zu Lange, der seit 2018 die chinesischen Bobsportler auf die Spiele vorbereitet, aufschließen. Für Rekord-Weltmeister Friedrich, der schon 13 mal WM-Gold erkämpfte, zählen in diesem Winter auch nur Olympiasiege. Zudem zeigte sich der Ausnahmeathlet vom BSC Sachsen Oberbärenburg begeistert von der Bahn, auf der er bei den Testrennen im Oktober sowohl im Zweier- als auch im Viererbob triumphieren konnte.

+++++17. November+++++

Snowboardcrosser starten „Abenteuer“-Trip - Fischer verletzt

Mit einem fünfköpfigen Team brechen die deutschen Snowboardcrosser am Sonntag in die Olympia-Saison auf. Mit einem vom Weltverband Fis organisierten Charterflug geht es für Martin Nörl (Adlkofen), Leon Beckhaus (Miesbach), Fillip Freudenberg (Dingolfing), UmitoKirchwehm (Altglashütten) und Sebastian Pietrzykowski (Ebingen) zum Weltcup-Auftakt nach Peking, wo im Februar auch die Winterspiele stattfinden. Jana Fischer (Löffingen), die im Training eine Schultereckgelenksprengung erlitt und operiert wurde, fällt aus. Auch Paul Berg (Konstanz) und Hanna Ihedioha (Dingolfing) sind nach überstandenen Verletzungen noch nicht dabei.

„Aktuell gibt es keine Linienflüge nach Peking. Daher trifft sich die komplette europäische Snowboardcross-Elite in Frankfurt. Von dort starten wir alle gemeinsam in das Abenteuer China“, sagte Sportdirektor Andreas Scheid in einer Mitteilung von Snowboard Germany. „Obwohl ich schon so lange im Weltcupgeschehen dabei bin - dieser Trip wird wirklich spannend.“ Am 28. November geht es auf den Strecken von Secret Garden um die ersten Weltcup-Punkte des Winters.

+++++18. November+++++

Verwirrung um deutsche Rodler - falsch-positiver Corona-Test bei Tobias Arlt

Kurz vor Beginn des Rodel-Weltcups im Olympia-Eiskanal von Peking hat ein wohl falsch-positiver Corona-Test von Tobias Arlt (34) für Unruhe im deutschen Team gesorgt. Der Olympiasieger und Doppelsitzer-Partner von Tobias Wendl wurde im Zuge der regelmäßigen Testungen in der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Dienstag positiv auf das Virus getestet. Das gab der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) am Donnerstag bekannt.

Mittlerweile durfte Arlt das Quarantänehotel in Peking nach einem zweitägigen Aufenthalt wieder verlassen, nachdem zwei Tests in Folge ein negatives Resultat hervorgebracht hatten. "Zum Glück hat sich dieser Test nicht bestätigt und wir werden morgen am letzten Training teilnehmen. Gerade noch rechtzeitig", schrieb das Team Wendl/Arlt am Donnerstag bei Instagram.

Einem Start beim ersten Weltcup im Yanqing National Sliding Center am Samstag steht deshalb nichts im Wege. An selber Stelle werden bei den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr (4. bis 20. Februar) die Medaillen ausgefahren.

Nach Angaben des BSD war Arlt bis zu seinem positiven Testergebnis seit seiner Einreise nach China am 4. November täglich negativ getestet worden und hatte sich wie der Großteil des deutschen Teams den gesamten Aufenthalt über in Isolation befunden. Lediglich zwischen Hotelzimmer und Training an der Bahn habe Arlt sich bewegt.

+++ 17. November +++

Diese Sportarten starten am Wochenende in die Winter-Saison

Francesco Friedrich geht (natürlich) auch in den Olympia-Winter als der große Favorit. Die Saison startet mit je einem Rennen im Zweier und Vierer in Innsbruck, einer Lieblingsbahn Friedrichs, der in Österreich seine Stärke am Start perfekt ausspielen kann. Acht Weltcups, darunter je zwei in Altenberg und Winterberg, sind vor den Spielen in Peking geplant. Bei den Frauen messen sich MariamaJamanka und Co. in Innsbruck im Zweier und Mono, der neuen Disziplin, die in Peking erstmals olympisch sein wird. Auch die deutschen Skeletonis starten an selber Stelle in die neue Saison.

Auch bei den Rodlern hat es der Weltcup-Auftakt in sich, denn gleich zu Beginn der Saison stehen die ersten Fahrten auf der Olympia-Bahn unter Wettkampfbedingungen an. Nach den teilweise chaotisch organisierten Testfahrten im Yanqing Sliding Center geht es für Felix Loch, Natalie Geisenberger und Co. um die ersten Weltcup-Punkte und ein gutes Gefühl im tückischen Eiskanal, wo zweieinhalb Monate später um olympisches Gold gefahren wird. Insgesamt stehen neun Weltcup-Stationen im Rennkalender.

+++ 17. November 2021 +++

Rodler üben Kritik an Olympia-Bahn

Deutschlands beste Rodler blicken kurz vor dem Start in den Olympia-Winter mit wenig Verständnis auf die umfangreichen Baumaßnahmen für Peking 2022. "Ich sehe das alles kritisch, bin aber auch von nichts anderem ausgegangen", sagte Felix Loch im Gespräch mit dem SID: "Es ist alles übertrieben, überdimensional, es ist Protz, um der Welt zu zeigen, was sie können."

Der Rekordweltmeister und die Rodler bestreiten an diesem Wochenende ihren Weltcup-Auftakt auf der neuen, komplett überdachten Bahn in Yanqing, auf der im Februar (4. bis 20.) auch die Olympia-Medaillen ausgefahren werden. In den vergangenen Wochen fanden dort bereits Testwettbewerbe für die Bobsportler und Rodler statt.

"Es schaut schön aus", man sei angesichts der Dimensionen hin- und hergerissen, sagte Loch: "Aber es passt einfach nicht mehr in die Welt, die sich ja gerade über Nachhaltigkeit Gedanken macht." Es gehe dabei "nicht nur um die Rodelbahn, sondern um alle Sportstätten hier."

In Yanqing etwa 70 Kilometer von Peking entfernt ist neben der knapp zwei Kilometer langen Eisrinne auch das komplette Gebiet für die Ski-Alpin-Wettbewerbe neu entstanden, dazu eines von drei Olympischen Dörfern.

Auch aus Sicht von Natalie Geisenberger "erreicht das Dimensionen, bei denen man sich fragt: Was ist mit der Nachhaltigkeit?", sagte die Olympiasiegerin: "Wie geht es mit der Bahn nach Olympia weiter, was kostet das alles, wie steht das in einem Verhältnis? Diese Riesenhallen, die Gebäudekomplexe, Säulen, der ganze Beton."

Loch fordert daher vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine konsequente Umsetzung dessen ein, was in der Agenda 2020+5 längst niedergeschrieben ist: Nachhaltige Lösungen schon bei der Vergabe der Spiele.

"Alles immer wieder komplett neuzubauen, das geht einfach nicht", sagte der 32-Jährige: "Und das braucht man nicht. Warum gehen wir nicht nach Lillehammer und bringen dort die Olympiastätten wieder auf Vordermann. Das wäre auch für den Nachwuchs dort in diesen Wintersportländern ein Riesengewinn. Das ist etwas, das man unbedingt machen muss."

+++ 14. November +++

Schwacher Start der Eisschnellläufer in den Olympia-Winter

Die deutschen Eisschnellläufer sind zum Beginn des Olympia-Winters schwer in Tritt gekommen. Beim Weltcup-Auftakt im polnischen TomaszowMazowiecki sorgte der deutsche Meister Patrick Beckert mit Platz zehn über 5000 Meter für das beste Resultat. Zum Abschluss am Sonntag verfehlten die Sprinter Joel Dufter aus Inzell als 16. in 1:10,658 Minuten und Hendrik Dombek aus München in 1:11,061 Minuten als 17. über 1000 Meter die Top Ten.

„Von den Zeiten hatten wir uns mehr erhofft“, sagte Bundestrainer Helge Jasch. Olympiasiegerin Claudia Pechstein aus Berlin hatte im Massenstartrennen eine Dreiviertel-Runde vor Schluss nach einem missglückten Angriff aufgegeben und als 15. in ihrem Halbfinale den Endlauf verpasst. Michelle Uhrig (Berlin) verfehlte als Neunte das Finale. Es komme nun darauf an, mehr deutsche Starter in die A-Gruppen zu bekommen, um die Olympia-Nominierung zu schaffen, sagte Jasch. „Es ist nicht so, dass Hopfen und Malz verloren sind. Aber es wird kein leichter Weg sein“, gab der Bundestrainer zu.

Positiv bewertete Jasch, dass sowohl Dufter als auch Dombek nach der bereinigten Ergebnisliste eine Teilnorm für die Olympischen Winterspiele in Peking erreicht haben. Weil fünf Niederländer vor ihnen platziert waren, aber nur drei in die Wertung kommen, stehen mit Blick auf die Spiele die Ränge 14 und 15 zu Buche.

Nach den Nominierungskriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes muss für die Olympia-Teilnahme einmal ein Platz unter den ersten Acht oder zweimal ein Platz unter den ersten 15 erreicht werden.

Gleiches war zum Auftakt auch Claudia Pechstein gelungen, die über 3000 Meter in 4:19,073 Minuten zwar 16. und Letzte geworden war, aber in Bezug auf Peking davon profitierte, dass vier Niederländerinnen schneller als sie waren. „Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen ist das ein ganz schlechtes Ergebnis“, sagte die 49-Jährige.

Beim Weltcup im norwegischen Stavanger am kommenden Wochenende muss sie über ihre Paradestrecke 5000 Meter in der B-Gruppe antreten. Dort hat sie über das Zeit-Ranking noch die Möglichkeit, einen der begehrten zwölf Olympia-Startplätze auf der Langstrecke zu erkämpfen.

Das Halbfinal-Aus im Massenstart war für die Berlinerin ein weiterer Rückschlag beim Kampf um die Olympia-Tickets. Mit nur 26 Punkten in der Weltcupwertung wird sie Probleme haben, sich über die Gesamtwertung nach vier Stationen das Ticket für Peking zu sichern.

Patrick Beckert hingegen kann sich Hoffnungen auf eine direkte Olympia-Qualifikation über seine Spezialstrecke 10 000 Meter machen. Der Erfurter holte durch sein 5000-Meter-Resultat für Stavanger einen der zwölf Startplätze in der A-Gruppe. In Norwegen werden über die Langstrecke acht Olympia-Tickets vergeben. „Patrick Beckert hat es sehr gut gemacht mit seinem zehnten Platz“, befand der Bundestrainer.

+++ 10. November +++

Rodel-Team in China eingesperrt – Verzweiflung macht sich breit

Natalie Geisenberger erlebt derzeit in der Olympia-Vorbereitung auf der Bob-und Rodelbahn in Peking offenbar schwere Tage. Sie und einige andere aus der deutschen Mannschaft befinden sich seit Tagen in Isolation.

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Bob-Dominator Francesco Friedrich

(RP/dpa/SID)