Wintersport-Telegramm Friedrich holt Weltcup-Gesamtsieg im Zweierbob

Düsseldorf · Im letzten Rennen holt Friedrich den ersten Saisonsieg im kleinen Schlitten und gewinnt den Gesamtweltcup. Er profitiert auch von den Stürzen seiner Konkurrenten. In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden.

Francesco Friedrich bei der Zieleinfahrt.

Francesco Friedrich bei der Zieleinfahrt.

Foto: AP/Seth Wenig

Francesco Friedrich hat seinen sechsten Gesamtweltcup im Zweierbob gewonnen. Zur Krönung verbuchte der 33-Jährige vom BSC Sachsen Oberbärenburg beim Saisonfinale in Lake Placid auch seinen ersten Weltcupsieg in diesem Winter im kleinen Schlitten. Vier Wochen nach dem WM-Titel in Winterberg mit Anschieber Alexander Schüller verwies das Duo mit 0,25 Sekunden Vorsprung Johannes Lochner auf Rang zwei. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener dominierte mit Georg Fleischhauer die ganze Saison, musste nach seinem Trainingssturz in Altenberg das folgende Rennen aber weglassen. Dadurch zog Friedrich noch vorbei.

Zum Abschluss kam Lochner mit Anschieber Joshua Tasche auf Rang zwei - wie auch im Gesamtklassement. Vize-Weltmeister Adam Ammour vom BRC Thüringen komplettierte mit Benedikt Hertel als Dritter den deutschen Dreifacherfolg. Im Gesamtklassement zog er daher noch mit sieben Zähler Vorsprung am Schweizer Michael Vogt vorbei, der nach seinem schweren Sturz in Altenberg sein Comeback gab und auf der Bahn am Mount van Hoevenberg Tages-Vierter wurde.

„Wir können sehr zufrieden sein, es war eine gute Vorbereitung auf die WM nächstes Jahr hier“, kommentierte Friedrich. Der zweimalige Doppel-Olympiasieger fügte an: „Allerdings gehört der Gesamtsieg Hansi, wenn er in Altenberg nicht gestürzt wäre, hätte er ihn ganz deutlich gewonnen. Es tut uns wahnsinnig leid für Hansi, er hat die meisten Zweier-Rennen dieses Jahr gewonnen. Aber wenigstens waren wir im letzten Rennen konkurrenzfähig und können den Pokal freudig mit nach Hause nehmen.“

Lisa Buckwitz gewinnt Gesamtweltcup im Monobob

Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen hat zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Kristallkugel für den Gesamtweltcup gewonnen. Der Zweierbob-Weltmeisterin reichte ein sechster Platz beim Saisonfinale im Monobob, um nach zuvor vier Saisonsiegen den Gesamtsieg mit 1644 Punkten zu holen.

„Ein solides Rennen, ich war etwas angeschlagen. Mit Blick auf die WM nächstes Jahr ist viel Verbesserung nötig. Man braucht hier einfach viele Trainingsläufe“, kommentierte die 29 Jahre alte Buckwitz. Zu ihrer ersten Kristallkugel sagte sie: „Als Pilotin ein weiterer Schritt nach vorne. Das war mein Ziel, was für eine Saison, ich bin megastolz darauf.“

Dritte im Gesamtklassement wurde Weltmeisterin Laura Nolte vom BSC Winterberg (1547), die zum Abschluss der Saison in Lake Placid auf Rang vier kam. Den Tagessieg sicherte sich die Australierin Breeana Walker mit Bahnrekord in 59,22 Sekunden. Mit ihrem ersten Sieg in diesem Winter verdrängte Walker Nolte in der Gesamtwertung noch um zwei Zähler von Platz zwei auf drei.

Einmal mehr erwies sich die anspruchsvolle Bahn am Mount van Hoevenberg als schwierige Hürde für die Deutschen. Das starke Abschneiden bei der Heim-WM in Winterberg wiederholte sich nicht. Nach dem Auftaktrennen in La Plagne war in Lake Placid erstmals keine deutsche Pilotin auf dem Podest. Dort findet die nächste WM statt.

Skeleton-Olympiasieger Grotheer verpasst Weltcup-Gesamtsieg

Skeleton-Olympiasieger Christopher Grotheer hat den Weltcup-Gesamtsieg beim Saisonfinale in Lake Placid verpasst. Der 31-Jährige vom BRC Thüringen, der nach zwei Saisonsiegen in der Gesamtwertung klar geführt hatte, wurde vom Briten Matt Weston (1523 Punkte) noch abgefangen. Dafür reichte Weston ein vierter Platz im Rennen, da Grotheer (1494) nach einer Verletzung nur auf Rang 17 kam. Nach zwei Läufen hatte der Weltmeister 2,04 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Chinesen Zheng Yin, der noch Gesamtdritter (1453) wurde. Zweiter im letzten Saison-Rennen wurde der Brite Marcus Wyatt vor dem Italiener Amedeo Bagnis.

„Ich habe mich im ersten Lauf am Start verletzt. Im zweiten musste ich versuchen, dass es einigermaßen geht, doch nach fünf Metern ist mir der Beuger übelst zugegangen am rechten Bein. Ich habe mich nur gewundert, dass es nicht komplett abgerissen ist“, sagte Grotheer, der bei der WM Ende Februar in Winterberg seinen dritten WM-Titel nach 2020 und 2021 gewonnen hatte. „Es ist schwierig, wenn man das im Hinterkopf hat. Die erste Fahrt war schon nicht gut, der zweite war oben besser, aber mit den Startzeiten und dem Abgangs-Speed inklusive Fehler kann man nicht viel machen.“

Axel Jungk kam auf Platz 14 hinter Felix Keisinger vom WSV Königssee. Das Saison-Fazit des Olympia-Zweiten vom BSC Sachsen Oberbärenburg fällt mit Gesamtrang zwölf ernüchternd aus: „Schwer, letztendlich spiegelt das Rennen die gesamte Saison von mir wider“, sagte Jungk. Felix Seibel vom BRC Hallenberg landete als bester Deutscher auf Rang elf.

Bei den Frauen kam Jacqueline Pfeifer von RSG Hochsauerland als beste Deutsche auf Rang fünf. Den Sieg sicherte sich Mystique Ro aus den USA vor der Belgierin Kim Meylemans und Kimberley Bos aus den Niederlanden, die schon vor dem Rennen als Gesamtsiegerin fest stand. Rekord-Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee fiel mit Rang 15 in der Gesamtwertung von Rang drei noch auf Rang fünf zurück.

+++17. März+++

Deutsche verpassen Spitzenplätze im Snowboardcross

Die deutschen Snowboardcrosser haben bei der vorletzten Weltcup-Station dieses Winters die Spitzenränge verpasst. Jana Fischer kämpfte sich bei den beiden Rennen im Montafon/Österreich immerhin einmal ins Halbfinale vor, musste sich am Samstag aber mit Platz acht begnügen.

Im zweiten Wettkampf am Sonntag scheiterte Fischer im Viertelfinale und landete letztlich auf Rang neun. Olympiasiegerin Michela Moioli aus Italien gewann zum 19. Mal im Weltcup, die französische Olympia-Zweite Chloe Trespeuch tags darauf zum siebten Mal.

Bei den Männern kamen Paul Berg und Leon Ulbricht, der vor zwei Wochen in der Sierra Nevada/Spanien erstmals im Weltcup triumphiert hatte, jeweils auf Platz zwölf. Ulbricht lag im zweiten Rennen am Sonntag in seinem Viertelfinale bis kurz vor dem Ziel noch vorne, ehe die Konkurrenz aus dem Windschatten heraus noch vorbeizog.

„Das hat er verschenkt“, sagte Sportdirektor Andreas Scheid: „Aber er ist noch ein junger Mann - man hat gesehen, was er kann.“

Olympiasieger Alessandro Hämmerle aus Österreich holte seine Weltcup-Erfolge Nummer 17 und 18. Der Olympia-Zweite Eliot Grondin aus Kanada sicherte sich erstmals den Erfolg in der Gesamtwertung.

Die Snowboardcrosser beschließen ihre Saison mit zwei Rennen am kommenden Wochenende in Mont Sainte-Anne/Kanada.

Amerikanerin Diggins gewinnt Langlauf-Gesamtweltcup

Die Amerikanerin Jessie Diggins hat zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn den Gesamtweltcup der Langläuferinnen gewonnen. Die 32-Jährige setzte sich am Sonntag im finalen Rennen des Winters über 20 Kilometer in der freien Technik durch und baute ihren Vorsprung auf die Schwedin Linn Svahn (26.) noch einmal deutlich aus. Diggins hatte den Gesamtweltcup bereits 2021 für sich entschieden. In den beiden folgenden Jahren landete sie jeweils auf dem zweiten Platz.

Mit 2746 Punkten beendete die Amerikanerin die Saison vor Svahn (2571), deren Landsfrau Frida Karlsson (2309) sowie der deutschen Olympiasiegerin Victoria Carl, die auf 2114 Punkte kam und Vierte wurde. „Das ist schon wirklich eindrücklich. Das hätte keiner vermutet. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten“, sagte Teamchef Peter Schlickenrieder über seine stärkste Sportlerin.

In der Tageswertung hatten die deutschen Athletinnen nichts mit dem Podium zu tun. Carl belegte Rang sieben, Pia Fink (21.) und Katharina Hennig (22.) fielen weiter zurück. Schlickenrieder war mit der mannschaftlichen Geschlossenheit in diesem Winter zufrieden. „Wir wollten eine breite Basis schaffen, auf der wir aufbauen können“, sagte der ehemalige Profisportler, der 2018 das deutsche Langlauf-Team übernahm.

+++16. März+++

Skicrosser Wilmsmann fährt auf Weltcup-Podest

Der deutsche Skicrosser Florian Wilmsmann ist beim Weltcup in Veysonnaz Dritter geworden und zum fünften Mal in dieser Saison auf das Podest gefahren. Der WM-Zweite aus Bayern musste sich am Samstag nur dem Sieger David Mobärg aus Schweden und dem Schweizer Lokalmatadoren Alex Fiva geschlagen geben.

In der Weltcup-Gesamtwertung rutschte der 28-Jährige damit um einen Rang auf Platz vier, hat mit 574 Punkten hinter dem neuen Führenden Fiva (628), Reece Howden aus Kanada (581) und Mobärg (580) aber weiter Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcups. Das Saisonfinale steigt am nächsten Wochenende mit zwei Rennen in Idre Fjäll in Schweden.

Carl Sechste in Falun - Niskanen siegt

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hat im vorletzten Rennen der Saison ihren sechsten Podestplatz knapp verpasst. Die 28-Jährige aus Zella-Mehlis landete in Falun über zehn Kilometer im klassischen Stil auf Rang sechs, nach 7,7 km hatte sie im Kampf gegen die Uhr noch auf dem dritten Platz gelegen. Der Sieg ging an die Finnin Kerttu Niskanen.

Carl fehlten nach 30:27,6 Minuten 16,3 Sekunden zum Treppchen. Katharina Hennig, die bei Olympia 2022 gemeinsam mit Carl Gold im Teamsprint gewonnen hatte, rundete sechs Tage nach ihrem dritten Platz über 50 km in Oslo als Zehnte das gute deutsche Ergebnis ab.

Carls Hoffnungen auf die kleine Kristallkugel für die beste Distanzläuferin sind damit dahin, die Amerikanerin Jessie Diggins sicherte mit Rang fünf ihre Führung vor der zweitplatzierten Carl ab. Die beste deutsche Platzierung der Weltcup-Geschichte ist Carl aber schon sicher, Evi Sachenbacher-Stehle (2005/06) und Claudia Nystad (2007/08) waren in der Distanzwertung jeweils Fünfte geworden.

Skilangläuferin Gimmler sprintet auf fünf

Skilangläuferin Laura Gimmler hat im letzten Sprint der Saison als Fünfte noch einmal voll überzeugt. Die Staffel-Weltmeisterin aus Oberstdorf stürmte im schwedischen Falun zum zweiten Mal in diesem Winter in ein Finale der besten sechs, zum Podest reichte es aber nicht ganz.

Gimmler egalisierte ihr bestes Ergebnis der Saison, auch im Januar in Oberhof hatte sie Rang fünf erreicht. Der Sieg ging an die Norwegerin Kristine Stavaas Skistad.

Coletta Rydzek schied zwei Wochen nach dem ersten Weltcup-Podest ihrer Karriere im Halbfinale aus und wurde letztlich Achte. Für Victoria Carl (28.) und Pia Fink (30.) war bereits im Viertelfinale Endstation.

Bei den Männern überstand Jan Stölben (Eisenärzt) als einziger Deutscher die Qualifikation, war im Viertelfinale aber chancenlos und belegte den 26. Rang. Der Sieg ging an Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo.

Am Samstag stehen in Falun Klassikrennen über zehn Kilometer auf dem Programm, ehe es am Sonntag zum Saisonabschluss über die doppelte Distanz geht.

Skicrosser Wilmsmann hat den Gesamtsieg vor Augen

Manchmal ist es nicht gut, wenn man sich zu viele Gedanken gemacht. Florian Wilmsmann jedenfalls hat in den vergangenen Tagen erkannt, dass er sich zuletzt viel zu oft damit beschäftigt hat, dass er als erster deutscher Skicrosser den Gesamtweltcup gewinnen könnte. Aber: „Wenn du zu viel nachdenkst“, weiß der Vizeweltmeister jetzt, dann „macht es das Skifahren nicht einfacher.“

Vor zwei Wochen auf der Reiteralm in Österreich hatte der 28 Jahre alte Sportsoldat vom Tegernsee die große Chance, die Führung im Kampf um die Kristallkugel zu übernehmen. Er wurde Sechster und Fünfter - gut, aber eben nicht gut genug für einen, der das große Ding drehen will. „Wilmsi“, sagt sein Sportlicher Leiter Heli Herdt, „will halt den Weltcup gewinnen.“

Und noch ist die Chance groß, dass Wilmsmann, bereits 2017 Weltmeister bei den Junioren und vor einem Jahr erster deutscher WM-Medaillengewinner im Skicross, sich die Kugel holt. Drei Rennen stehen noch aus, das erste am Samstag im Schweizer Veysonnaz. Wilmsmann ist derzeit Dritter in der Gesamtwertung, sein Rückstand auf den führenden Kanadier Reece Howden beträgt 52 Punkte - das ist nun nicht die Welt.

Nach einem schwachen Saisonstart hat sich Wilmsmann in den bisherigen 14 Saisonrennen durch Steilkurven, über Wellen und Sprünge achtmal in den Top Ten platziert. Viermal fuhr er im Finale mit, dabei viermal aufs Podium, ein Sieg fehlt ihm noch in diesem Winter. Dreimal hat er noch die Chance dazu: Wenn nicht am Samstag, dann eine Woche später beim Finale im schwedischen Idre Fjäll.

„Das wird ein offener Kampf“, sagt er über den Endspurt um die Kugel. Ansonsten gilt: Nur nicht zu viel daran denken, sondern: „Einfach so Ski fahren, wie du es kannst.“

Bobunfall in Altenberg: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat ihre Ermittlungen zum schweren Viererbob-Unfall beim Training zum Weltcup in Altenberg eingestellt. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Demnach gibt es keine Anhaltspunkte dafür, „dass Manipulationen am Schlitten oder dem Eiskanal vorgenommen wurden. Anhaltspunkte, dass Sicherheitsrichtlinien vom Betreiber des Eiskanals verletzt wurden, die ursächlich für die Verletzungen waren, liegen ebenfalls nicht vor“, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

„Zuallererst gute Genesung weiterhin für Sandro Michel. Wir als Team rund um die Bahn haben nichts anderes erwartet, da die Sicherheit bei uns immer ganz oben steht. Dennoch muss man aus jedem Unfall seine Schlüsse ziehen und weitere Schritte gehen“, sagte Bahnchef Jens Morgenstern am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Schweizer Bobanschieber Sandro Michel hatte sich beim Trainingssturz seines Weltklasse-Piloten Michael Vogt am 13. Februar in Altenberg in Kurve 13/14 schwere Verletzungen im Brustkorb und Beckenbereich zugezogen. Der 210 Kilogramm schwere Schlitten war mit drei gut hundert Kilogramm schweren Crewmitgliedern von der ansteigenden Zielkurve unkontrolliert zurück in die Bahn gerutscht und hatte den herausgeschleuderten liegenden Michel mit voller Wucht getroffen.

Nach dpa-Informationen waren der Bahnarzt sowie die herbeieilenden Notärzte per Hubschrauber schnellstens an der Unfallstelle und retteten Michel nicht nur das Bein, sondern vor allem das Leben. „Bis heute waren vier Operationen nötig, um mein Überleben zu sichern und mich wieder einigermaßen zusammenzuflicken, schrieb Michel Anfang März aus dem Krankenbett bei Instagram. Der Schweizer Bobverband Swiss Sliding forderte daraufhin vom Weltverband IBSF die Gründung einer Sicherheitskommission und die Einsetzung eines Sicherheits-Delegierten.

+++12. März+++

Skilangläuferin Rydzek verpasst erneutes Topergebnis

Skilangläuferin Coletta Rydzek hat neun Tage nach ihrer Podestpremiere im Weltcup beim Klassik-Sprint in Drammen eine weitere Spitzenplatzierung verpasst. Die 26 Jahre alte Oberstdorferin schied in Norwegen im Viertelfinale aus und belegte Rang 18 im Gesamtklassement.

Rydzek hatte Anfang März in Lahti als Zweite erstmals die Top 3 bei einem Weltcup-Rennen erreicht. Damals wurde der Sprintwettbewerb allerdings in Rydzeks stärkerem freien Stil ausgetragen.

In Drammen scheiterten beim Heimsieg der Norwegerin Kristine Stavaas Skistad neben Rydzek vier weitere deutsche Läuferinnen in der ersten K.o.-Runde der besten 30. Laura Gimmler (Oberstdorf) belegte als beste DSV-Starterin Platz 13, die Olympiasiegerinnen Katharina Hennig (Oberwiesenthal) und Victoria Carl (Zella-Mehlis) kamen auf Rang 20 und 25, Pia Fink (Bremelau) lag auf Platz 28 der Endabrechnung.

Bei den Männer überstand Jan Stölben (Eisenärzt) als einziger Deutscher die Qualifikation und belegte Platz 21. Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo war nicht zu stoppen und feierte souverän seinen 81. Weltcupsieg.

+++10. März+++

Klaebo gewinnt Langlauf-Klassiker am Holmenkollen

Norwegens Langlauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo hat den Distanz-Klassiker am Holmenkollen gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich am Sonntag in Oslo nach 50 Kilometern in der klassischen Technik vor Martin Loewstroem Nyenget und Paal Golberg durch. Klaebo war bei dem norwegischen Dreifacherfolg auf der Zielgeraden nicht zu bezwingen. Bester Deutscher wurde Friedrich Moch auf Rang 16. Moch hielt lange in der Spitzengruppe mit, büßte auf den letzten Kilometern aber kräftig Zeit ein.

Bei den Frauen war es am Tag zuvor über die gleiche Distanz deutlich besser gelaufen. Katharina Hennig überspurtete am Samstag auf der Zielgeraden Teresa Stadlober aus Österreich und wurde Dritte. Hennig streckte nach ihrem starken Finish, mit dem sie 0,2 Sekunden vor Stadlober landete, völlig entkräftet beide Hände nach oben.

„Einfach unglaublich. Ich bin wahnsinnig stolz auf mich. Ich bin sehr, sehr stolz auf mich, dass ich das so gerockt habe“, sagte Hennig nach dem Kraftakt in der ARD. Der Sieg ging an Frida Karlsson aus Schweden, die sich mit einem Vorsprung von 1:19,3 Minuten vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson durchsetzte. Es war für die Frauen das erste 50-Kilometer-Rennen in der klassischen Technik überhaupt.

+++9. März+++

Snowboarderin Ramona Hofmeister gelingt historisches Triple

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat beim Weltcup-Finale in Winterberg das historische Triple vollbracht. Im letzten Parallel-Slalom des Winters auf dem Poppenberg sicherte sich die 27 Jahre alte Polizistin bereits durch den Einzug ins Viertelfinale, in dem sie nach einem Sturz im Duell mit der tschechischen Olympiasiegerin Ester Ledecka scheiterte, erstmals auch den Gesamtsieg in dieser nicht-olympischen Disziplin.

Als erneute Gewinnerin des Gesamtweltcups und der kleinen Kristallkugel im olympischen Parallel-Riesenslalom hatte Hofmeister bereits vor dem letzten Einzelrennen des Winters festgestanden - beide Titel holte sie zum jeweils vierten Mal. Der Dreifach-Triumph im Snowboard-Weltcup war zuvor nur der Schweizerin Patrizia Kummer (2014) und dem Slowenen Zan Kosir (2020) gelungen.

Hofmeister hatte in der Slalom-Wertung am Ende 25 Punkte Vorsprung vor Sabine Schöffmann aus Österreich, die das Finale gegen Ledecka verlor. Die tschechische Ausnahmeathletin fährt nur zeitweise im Snowboard-Weltcup mit, sie tritt regelmäßig auch im alpinen Ski-Weltcup an. Nach Hofmeisters Scheitern verpasste Cheyenne Loch als Verliererin des kleinen Finales knapp das Siegerpodest.

Am Sonntag findet in Winterberg noch ein Team-Rennen statt.

+++9. März+++

Langläuferin Hennig sprintet nach 50 Kilometern in Oslo auf Platz drei

Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig hat beim schwersten Saisonrennen das Podest erreicht und mit Platz drei im „Marathon“ über 50 Kilometer am legendären Holmenkollen für einen weiteren Höhepunkt der so starken deutschen Saison gesorgt. Vor zehntausenden Fans in Oslo kämpfte die 27 Jahre alte Oberwiesenthalerin im Zielsprint die Österreicherin Theresa Stadlober nieder.

„Es ist unglaublich, ich bin sehr stolz, auch weil ich zuletzt mental etwas durchgehangen habe“, sagte Hennig: „Die letzten Massenstarts liefen nicht so toll. Ich habe mir deshalb nichts konkret vorgenommen und wollte einfach meinen lockeren Schritt laufen.“

Souveräne Siegerin war nach 2:20:20,3 Stunden im klassischen Stil die Schwedin Frida Karlsson, die zum zweiten Mal nach 2020 am Holmenkollen gewann. Die frühere Staffel-Weltmeisterin hatte im Ziel 1:19,3 Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Ebba Andersson, Hennig lag bei ihrem dritten Podestplatz der Saison 1:25,3 Minuten zurück.

Victoria Carl (Zella-Mehlis) wurde Neunte, Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg) kam auf Platz 17. Eine bittere Niederlage erlebten die Norwegerinnen, als beste Norge-Läuferin kam Astrid Öyre Slind nur auf Rang sieben.

Das 50-Kilometer-Rennen der Frauen war im Vorjahr erstmals im Weltcup ausgetragen worden, zuvor waren 30 Kilometer die längste Strecke. 2025 in Trondheim wird der Frauen-50er seine WM-Premiere feiern und auch 2026 bei Olympia in Mailand und Cortina gelaufen werden. Das IOC bemüht sich seit Längerem, das Wettkampfprogramm von Männern und Frauen bei Sommer- und Winterspielen anzugleichen. Die Männer bestreiten am Sonntag (10.30 Uhr) das traditionelle Holmenkollen-Rennen über 50 Kilometer.

+++9. März+++

Saisonrekord für Kombinierer Jarl Magnus Riiber - 15. Sieg

Norwegens Kombinationsstar Jarl Magnus Riiber hat sich mit einem Rekord aus seiner kurzen Pause zurückgemeldet und mit seinem 15. Saisonsieg eine neue Bestmarke gesetzt. Beim Heimspiel in Oslo siegte der 26-Jährige überlegen und übertraf damit seine 14 Siege aus der Saison 2019/20.

Riiber setzte sich beim elften Erfolg bei seinem elften Start seit dem Jahreswechsel mit gewaltigen 1:28,6 Minuten Vorsprung auf den Österreicher Johannes Lamparter durch, Dritter wurde dessen Landsmann Stefan Rettenegger (+1:33,5).

Klar am Podest liefen die deutschen Starter vorbei. Terence Weber (Geyer) wurde als bester DSV-Kombinierer mit 2:23,0 Minuten Rückstand Siebter, David Mach (Buchenberg) kam auf Rang neun (+2:36,0). Olympiasieger Vinzenz Geiger (Oberstdorf) musste sich nach einem schwachen Sprung mit dem zehnten Platz (+2:36,9) begnügen.

Schon nach dem Springen hatte Rekord-Weltcupsieger Riiber, der sein 72. Karriere-Rennen gewann, praktisch uneinholbar mit 1:18 Minuten Vorsprung geführt und baute seinen Vorsprung in der Loipe mühelos aus.

Riiber, der bereits als Gewinner des Gesamtweltcups feststeht, hatte zuletzt leicht angeschlagen die Rennen in Lahti ausgelassen, um fit für die letzten Saisonwettbewerbe in der Heimat zu sein.

Bei den Frauen belegte Vizeweltmeisterin Nathalie Armbruster (Kniebis) den fünften Platz, Jenny Nowak (Sohland) wurde Sechste. Ida Marie Hagen führte einen norwegischen Dreifachsieg an und sicherte sich vorzeitig den Gesamtweltcup. Aus organisatorischen Gründen war das Frauen-Springen von der Normalschanze bereits am Donnerstag ausgetragen worden.

+++9. März+++

Wechsel im deutschen Team: Josephine Schlörb ersetzt Lea Sophie Scholz bei Eisschnelllauf-WM

Im deutschen Eisschnelllauf-Team hat es bei der Heim-Weltmeisterschaft eine kurzfristige Änderung für den großen Mehrkampf gegeben. Josephine Schlörb aus Dresden ersetzt die ursprünglich vorgesehene Lea Sophie Scholz. Die 24-Jährige vom TSV Mylau laboriert an den Folgen ihres Sturzes beim 1000-Meter-Rennen am Donnerstag in Inzell. „Das Knie hat einen ganz schönen Schlag abbekommen. Sie hat Schmerzen“, sagte Nadine Seidenglanz, Sportdirektorin der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), am Samstag kurz vor Beginn der Wettkämpfe.

Eigentlich sollte Scholz das Doppel aus Sprint-Kombination mit je zweimal 500 und 1000 Meter sowie Mehrkampf bestreiten. Die Belastung sei für das Knie zu groß, sagte Seidenglanz. Nachdem Scholz bereits am Freitag auf einen Start im Sprint verzichtet hatte, wird nun die 20 Jahre Dresdnerin Schlörb den Mehrkampf aus 500 Meter, 3000 Meter, 1500 Meter und 5000 Meter absolvieren.

+++3. März+++

Nach Carl stürmt auch Langläuferin Rydzek auf Platz zwei

Skilangläuferin Coletta Rydzek hat beim Weltcup in Lahti überraschend die erste Podestplatzierung ihrer Karriere erreicht. Die 26 Jahre alte Oberstdorferin musste sich im Freistil-Sprint nur der Norwegerin Kristine Staavas Skistad geschlagen geben und sorgte einen Tag nach dem zweiten Platz von Victoria Carl über 20 km für das nächste Topergebnis für das deutsche Team.

Rydzek erreichte zum dritten Mal in ihrer Karriere ein Sprintfinale und setzte sich im Kampf um Rang zwei vor den favorisierten Schwedinnen Maja Dahlqvist und Linn Svahn durch.

Für die Familie Rydzek bleibt Lahti damit ein gutes Pflaster: Bruder Johannes Rydzek hatte bei der WM 2017 viermal Gold in der Nordischen Kombination geholt.

Carl scheiterte am Tag nach dem harten Zwanziger in der Qualifikation und sammelte nur wenige weitere Punkte im Kampf um das historisch beste Ergebnis einer deutschen Läuferin im Gesamtweltcup. Carl, die 24 Stunden zuvor ihren zweiten Weltcupsieg nur um 1,9 Sekunden hinter der Finnin Krista Pärmäkoski verpasst hatte, kam in der Vorausausscheidung nicht über Platz 35 hinaus und verfehlte das Viertelfinale der besten 30 um 37 Hundertstel.

Im Gesamtweltcup liegt Carl weiter auf Platz vier, diesen Platz hatte auch Evi Sachenbacher als bislang beste deutsche Frau 2002/03 und 2005/06 erreicht. Im Distanzweltcup schob sich Carl auf Platz zwei vor.

Im Männersprint erreichte Marius Kastner (Neubau) bei seinem sechsten Einzel-Weltcup erstmals das Halbfinale und wurde Elfter. Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo siegte wie am Vortag und steht nun bei 79 Weltcupsiegen.

Kombinierer Geiger Vierter in Lahti - Lamparter siegt

Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger hat beim Weltcup in Lahti trotz einer starken Laufleistung erneut seinen ersten Podestplatz in diesem Winter verpasst. Beim Sieg des Österreichers Johannes Lamparter lief der Oberstdorfer noch von Platz zwölf nach dem Springen auf Rang vier nach vorne und egalisierte sein bestes Saisonergebnis.

„Ich bin sehr zufrieden, ich komme näher ran“, sagte Geiger im ZDF: „Wenn ich zwei, drei Meter weiter springe, bin ich auf dem Podest. Das gibt mir Hoffnung.“ Nur in seiner Debütsaison 2015/16 war der 26-Jährige ohne Podestplatz geblieben.

Geiger lag im Ziel 1:01,4 Minuten hinter Ex-Weltmeister Lamparter, der sich hauchdünn vor seinem Landsmann Stefan Rettenegger (+0,1 Sekunden) durchsetzte. Dritter wurde der Este Kristjan Ilves (+51,8). Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber fehlte in Lahti, er hat nach dem vorzeitigen Gewinn des Gesamtweltcups eine Pause eingelegt.

Terence Weber (Geyer), nach dem Springen als Vierter bester Deutscher, fiel auf Platz sieben zurück und konnte wie schon am Samstag bei seinem neunten Platz mit Julian Schmid in der Loipe nicht mithalten. Im Teamsprint hatte Geiger mit Manuel Faißt Platz drei beim Sieg der Norweger Jens Luraas Oftebro und Jörgen Graabak belegt.

David Mach (Buchenberg) und Faißt (Baiersbronn), die in dieser Saison als einzige Deutsche auf dem Einzelpodest standen, belegten die Plätze 13 und 18, Schmid (Oberstdorf) kam auf Platz 15.

Überschattet wurde das Springen am Sonntag von der schweren Verletzung des Österreichers Mario Seidl, der beim seinem seinen 136-m-Satz in den Schnee greifen musste und danach ins Krankenhaus gebracht wurde. Bei dem 31-Jährigen, der bereits 2019 bei einem weiten Sprung einen Kreuzbandriss erlitten hatte, wurde ein Bruch der Kniescheibe diagnostiziert.

Felix Loch Zweiter beim Rodeln in Sigulda

Felix Loch hat den Sigulda-Hattrick verpasst. Nach zwei Rodel-Siegen in Lettland am vergangenen Wochenende kam der dreimalige Olympiasieger im letzten Einzelrennen der Saison am Sonntag auf Platz zwei. „Die ersten Kurven waren etwas haarig, aber dann war es wirklich ein geiler Lauf“, sagte der 34-Jährige.

Lokalmatador Kristers Aparjods holte sich den Heimsieg. Mit 841 Punkte wurde der Lette Zweiter in der Weltcup-Gesamtwertung. Felix Loch (765) kam nach zwölf Rennen auf Platz drei. Der bereits als Gesamtweltcup-Sieger feststehende Max Langenhan (970 Punkte) war wegen seiner Rückenverletzung nicht am Start und bereits nach Deutschland zurückgekehrt.

Im letzten Rennen – Rodlerin Taubitz erstmals ohne Podest

Die fünfmalige Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz hat es im zwölften und letzten Saison-Rennen erstmals nicht auf das Podest geschafft. Die Sächsin kam am Sonntag in Sigulda beim Sieg der Lokalmatadorin Elina Vitola lediglich auf Platz neun. In den zweiten Lauf am Sonntag war sie als Führende gestartet. „Die ganzen Fehler hätten nicht sein müssen. Deswegen überwiegt gerade die Enttäuschung“, sagte die 28-Jährige. Den Gesamtweltcup und die Sprintwertung hatte sich die Wahl-Thüringerin bereits vorzeitig gesichert. „Ich freue mich, dass ich die Kugeln habe. Aber so die Saison zu beenden, ist nicht ganz so schön.“

Besser machten es Anna Berreiter (24) und Merle Fräbel (20). Die Bayerin und die Thüringerin schafften es als Zweite und Dritte auf das Podest. „Das ist ein krönender Abschluss für meine Saison“, sagte Berreiter, die sich nach der verpatzten Weltmeisterschaft in Altenberg kontinuierlich steigern konnte. In der Gesamtwertung wurde die Berchtesgadenerin Zweite mit einem Rückstand von 243 Punkten auf Taubitz. Als Gesamt-Siebte beendet Fräbel nach einem Bahnrekord die Rennrodel-Saison. „Die Sieben ist eine Glückszahl. Vielleicht ist das ein gutes Omen für die nächste Saison“, sagte sie.

+++2. März+++

Kombinierer Geiger und Faißt belegen in Finnland Rang drei

Olympiasieger Vinzenz Geiger und Manuel Faißt haben den deutschen Nordischen Kombinierern beim Weltcup im finnische Lahti den vierten Podestplatz der Saison beschert. Im Teamsprint über 2 x 7,5 Kilometer belegten der 26 Jahre alte Geiger und der 31 Jahre alte Faißt am Samstag den dritten Rang.

„Mit dem Podestplatz können wir zufrieden sein“, sagte Geiger im ZDF - auch, wenn auf der Strecke nicht alles perfekt gelaufen sei. Mit den schwierigen Bedingungen und tiefem Schnee hatte das deutsche Team sichtlich Probleme. Trainer Eric Frenzel war daher auch nicht ganz zufrieden. Nach dem starken Skispringen seiner Sportler hatte er sich erhofft, um den Sieg mitkämpfen zu können.

In Abwesenheit des bereits als Gesamtweltcupsieger feststehenden Jarl Magnus Riiber, der das Wochenende auslässt, sicherten sich dessen norwegische Landsmänner Jens Luraas Oftebro und Jörgen Graabak den Sieg. Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter aus Österreich liefen auf Rang zwei.

Das zweite deutsche Team mit Terence Weber und Julian Schmid belegte den neunten Platz. Die beiden waren nach dem Skispringen sogar als Führende mit einem kleinen Vorsprung vor den Österreichern Mario Seidl und Lukas Greiderer sowie ihren Teamkollegen ins entscheidende Langlaufrennen gestartet. Sie wurden jedoch schnell eingeholt und konnten das hohe Tempo an der Spitze nicht halten.

1,9 Sekunden fehlen – Carl läuft knapp am Sieg vorbei

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hat hauchdünn ihren zweiten Erfolg im Weltcup verpasst, mit Platz zwei im finnischen Lahti aber für einen weiteren Höhepunkt in ihrer bislang besten Saison gesorgt. Die 28-Jährige aus Zella-Mehlis musste sich am Samstag beim schweren Klassikrennen über 20 km im Intervallstart nur um 1,9 Sekunden Krista Pärmäkoski geschlagen geben, die einen umjubelten Heimsieg feierte.

Carl, die im Dezember in Trondheim erstmals ein Weltcuprennen gewonnen hatte, lag bis zur Zwischenzeit bei 15 km noch vor Pärmäkoski, die auf den letzten Runden aber einen Hauch stärker war. Für Carl war es der dritte Podestplatz ihrer Karriere. Die Thüringerin hat damit weiter das historisch beste Ergebnis einer deutschen Läuferin im Gesamtweltcup im Blick.

Carl festigte bei noch sechs ausstehenden Rennen mit 1752 Punkten ihren vierten Gesamtplatz hinter der diesmal chancenlosen Jessie Diggins (USA/2320) sowie den Schwedinnen Linn Svahn (2093) und Frida Karlsson (1906). Platz vier hatte auch Evi Sachenbacher als bislang beste deutsche Frau 2002/03 und 2005/06 erreicht. Im Distanzweltcup schob sich Carl auf Platz zwei vor.

Dritte wurde am Samstag die Finnin Kerttu Niskanen (+9,9 Sekunden). Katharina Hennig (Oberwiesenthal), 2022 in Peking mit Carl Olympiasiegerin im Teamsprint, kam auf Platz 18 (+2:55,6 Minuten) und war damit hinter Katherine Sauerbrey (Steinbach-Hallenberg) auf Rang 17 (+2:49,7) drittbeste Deutsche.

+++1. März+++

Buckwitz vor Nolte und Kalicki zur Halbzeit der Zweierbob-WM

Die deutschen Zweierbob-Pilotinnen machen den WM-Sieg bei den Titelkämpfen in Winterberg unter sich aus. Nach zwei von vier Läufen liegen Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen und Vanessa Mark von Eintracht Frankfurt mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung in Führung vor Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte vom BSC Winterberg, die mit der Potsdamerin Deborah Levi fährt. Nur hauchdünn dahinter liegt Titelverteidigerin Kim Kalicki vom TuS Eintracht Wiesbaden mit ihrer Winterberger Anschieberin Leonie Fiebig zur WM-Halbzeit auf Rang drei.

„Es wird sehr knapp zwischen uns, da müssen wir nochmal gut performen“, sagte Buckwitz. Nolte, die die führende Buckwitz im Monobob-Rennen am zweiten Tag noch abgefangen hatte, meinte: „Es war solide, wir suchen bis morgen noch ein, zwei Hundertstel und gucken mal, was wir beim Material machen.“

Monobob-Weltmeisterin Nolte hatte mit Startnummer eins gleich stark vorgelegt und in 55,93 Sekunden den neun Jahre alten Bahnrekord von Ex-Weltmeisterin Anja Schneiderheinze (56,54 Sekunden) geknackt. Dieser wurde dann umgehend von Kalicki auf 55,89 Sekunden geschraubt. Allerdings leistete sich Kalicki im zweiten Lauf einen kleinen Patzer und fiel auf Rang drei zurück.

Die internationale Konkurrenz hat vor den beiden abschließenden WM-Läufen an diesem Samstag kaum noch Medaillenchancen. Die viertplatzierte US-Pilotin Kaysha Love hat bereits 0,72 Sekunden Rückstand.

Langläuferinnen Hennig und Gimmler werden Dritte im Teamsprint

Die deutschen Skilangläuferinnen Katharina Hennig und Laura Gimmler haben es in einem packenden Teamsprint auf das Siegerpodest geschafft. Die 27 Jahre alte Hennig und die drei Jahre ältere Gimmler mussten sich am Freitag im finnischen Lahti nur den souverän siegreichen Schwedinnen Jonna Sundling und Linn Svahn sowie den Lokalmatadorinnen Krista Parmakoski und Johanna Matintalo geschlagen geben.

Im Schlussspurt setzte sich Gimmler im Kampf um den Podiumsrang knapp vor den beiden norwegischen Teams durch. Für die Oberstdorferin war es erst der dritte Weltcup-Podestplatz der Karriere.

Teamkollegin Hennig hatte bei den vergangenen Olympischen Spielen in Peking mit Victoria Carl sensationell die Goldmedaille im Teamsprint gewonnen. Carl war diesmal nicht am Start.

Snowboard-Gesamtweltcup geht vorzeitig an Hofmeister

Die deutsche Top-Snowboarderin Ramona Hofmeister hat vorzeitig den Gesamtweltcup gewonnen. Weil das in Berchtesgaden abgesagte Saisonfinale nicht an einem anderen Ort nachgeholt wird, ist die Sportlerin aus Oberbayern im einzigen noch verbleibenden Wettkampf nicht mehr von der Spitze des Klassements zu verdrängen. Sie erhält nun am Ende der kommenden Woche beim Heim-Event in Winterberg die vierte große Kristallkugel ihrer Karriere. Bereits zuletzt hatte sich die 27-Jährige den Disziplin-Gesamtsieg im Parallel-Riesenslalom gesichert.

Eigentlich sollte der Weltcup in Berchtesgaden am 16. und 17. März der traditionelle Saisonabschluss sein. Wegen Schneemangels wurden die Rennen dort aber jüngst gestrichen. Snowboard Germany versuchte, sie spontan nach Winterberg zu verlegen, wo am 9. und 10. März bereits Weltcup-Rennen anstehen. Zu dem Doppel-Event kam es aber nicht. „Letztlich ist es in der Kürze der Zeit nicht möglich, ein Rennen auf höchstem Niveau sicherzustellen“, sagte Verbandsdirektor Stefan Knirsch in einer Mitteilung vom Freitag.

Vor dem letzten Einzelrennen des Winters hat Hofmeister 160 Punkte Vorsprung auf die Japanerin Tsubaki Miki und kann somit nicht mehr eingeholt werden. Beim Parallel-Slalom von Winterberg hat die Athletin aus Bischofswiesen nun zudem allerbeste Chancen, auch diese Disziplin-Wertung für sich zu entscheiden. Sie führt mit 73 Punkten vor Sabine Schöffmann aus Österreich. Verteidigt die Olympia-Dritte von 2018 und zweimalige WM-Medaillengewinnerin ihren Vorsprung, holt sie erstmals in ihrer Karriere diese kleine Kristallkugel und darüber hinaus alle drei Parallel-Trophäen gleichzeitig in einer Saison.

Auch bei den Männern sorgt die Absage des Finales für eine Entscheidung: Der österreichische Routinier Benjamin Karl gewinnt - wie Hofmeister - nach der Riesenslalom- auch die Gesamtwertung. Im Parallel-Slalom können in Winterberg indes theoretisch noch neun Athleten die kleine Kristallkugel holen.

+++27. Februar+++

Kombinierer Riiber verzichtet auf Start in Lahti

Rekordweltmeister Jarl Magnus Riiber verzichtet am Wochenende auf einen Start beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti. Der Norweger, der den Triumph im Gesamtweltcup bereits sicher hat, wird stattdessen seine lädierte Schulter in einem speziellen Trainingsblock behandeln. Beim Saisonfinale im heimischen Oslo will der 26-Jährige wieder antreten.

Riiber hatte zuletzt immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Ende November in Kuusamo kugelte er sich beim Jubeln zum wiederholten Mal die Schulter aus - und gewann anschließend zwei der drei Rennen des Wochenendes. Unmittelbar nach der Saison wird er operiert und kann im Anschluss zwei Monate lang kein Sprungtraining absolvieren.

+++25. Februar+++

Rodel-Weltmeister Max Langenhan hat erstmals den Gesamtweltcup gewonnen. Im drittletzten Saisonrennen im lettischen Sigulda reichte dem 25-Jährigen aus Friedrichroda beim ersten Saisonsieg von Altmeister Felix Loch ein dritter Rang zum vorzeitigen Triumph im Kampf um die große Kristallkugel. Langenhan profitierte dabei auch von einem Sturz seines österreichischen Verfolgers Jonas Müller im zweiten Lauf.

Vor dem Sprint am Sonntagnachmittag und dem Finale am ersten März-Wochenende an gleicher Stelle ist Langenhan nach einer überragenden Saison mit sechs Weltcup-Siegen und dem WM-Titel nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Am Sonntag gehörten die Schlagzeilen aber auch Loch (Berchtesgaden), der den Lokalmatadoren Kristers Aparjods mit 59 Tausendstel Vorsprung auf den zweiten Platz verdrängte und erstmals seit Dezember 2022 wieder ganz oben auf dem Podest stand.

Langenhan ist damit der dritte deutsche Gesamtweltcupsieger in vier Jahren, 2021 hatte Loch triumphiert, 2022 gewann der mittlerweile zurückgetretene Johannes Ludwig die große Kristallkugel.

Am Samstag hatte bereits die fünfmalige Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) zum vierten Mal den Gesamtweltcup der Frauen gewonnen.

Laura Nolte holt WM-Titel im Monobob - Lisa Buckwitz Dritte

Verrücktes Monobob-Rennen. Selbst Bahnrekord im ersten Lauf von Lisa Buckwitz reicht trotz Halbzeit-Führung nicht zum Sieg. Laura Nolte von Platz vier kommend überraschte alle.

+++24. Februar+++

Taubitz feiert vierten Gesamtweltcupsieg

Die fünfmalige Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) hat zum vierten Mal den Gesamtweltcup der Frauen gewonnen. Im drittletzten Saisonrennen im lettischen Sigulda reichte der 27-Jährigen beim Sieg der Olympiazweiten Anna Berreiter ein dritter Rang zur vorzeitigen Entscheidung im Kampf um die große Kristallkugel. Vor dem Sprint am Sonntag und dem Finale am ersten März-Wochenende an gleicher Stelle ist Taubitz nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Auf dem Weg zu ihrem dritten Gesamtweltcupsieg in Serie fuhr die Vorjahresgewinnern auf der von vielen Aktiven gefürchteten Kunsteisbahn in Sigulda im zweiten Lauf noch von Rang vier auf Platz drei vor. Ihr Rückstand auf Berreiter betrug in der Endabrechnung 0,081 Sekunden.

Berreiter jagte mit einer nahezu perfekten Fahrt sogar von Position sieben zu ihrem ersten Saisonerfolg auf das Siegerpodest, weil allen zunächst vor ihr platzierten Konkurrentinnen im entscheidenden Lauf Fehler unterliefen. Im Ziel hatte Berreiter 0,018 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Lokalmatadorin Elina Ieva Vitola.

Durch den Sieg in Sigulda rückte Berreiter auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vor. Die 24-Jährige liegt vor den beiden letzten Wettbewerben gleichauf mit der Österreicherin Madeleine Egle, die Lettland auf Position 14 enttäuschte und alle Chancen auf ihren erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups begraben musste. Taubitz führt bei 895 Punkten mit einem Polster von 223 Zählern auf ihre beiden Verfolgerinnen.

Taubitz setzte durch ihren vorzeitigen Triumph die imponierende Erfolgsserie der deutschen Rodlerinnen fort. Seit 1999 gewannen ausschließlich Aktive aus Deutschland den Gesamtweltcup. Als bislang letzte Rodlerin außerhalb der deutschen Mannschaft setzte sich vor 26 Jahren die Italienerin Gerda Weißensteiner durch.

Snowboard: Hofmeister mit 20. Weltcupsieg und Kugel-Chancen

Snowboarderin Ramona Hofmeister riss schon vor der Ziellinie die Arme in die Luft, schnallte dann ihr Brett ab und stürmte auf die Teamkolleginnen zu: Mit ihrem 20. Weltcupsieg ist die 27-Jährige auf dem besten Wege, zum fünften Mal nacheinander die kleine Kristallkugel als Saisonbeste in der olympischen Disziplin Parallel-Riesenslalom zu gewinnen.

Bei der Weltcup-Premiere im polnischen Krynica setzte sich Hofmeister im Finale klar gegen die Schweizerin Julia Zogg durch und bekannte anschließend mit einem Lachen: „Es ist unbeschreiblich. Es war heute überhaupt nicht leicht zu fahren. Dass es so heute hinhaut, ist echt geil.“

Durch ihren vierten Saisonsieg übernahm Hofmeister zugleich die Führung im Gesamtweltcup von der Japanerin Miki Tsubaki, die bereits in der Qualifikation scheiterte. Vor dem zweiten Parallel-Riesenslalom-Rennen am Sonntag hat die Deutsche nun 56 Punkte Vorsprung auf ihre Verfolgerin.

Buckwitz dominiert im Mono, Nolte in Lauerstellung

Europameisterin Lisa Buckwitz (Oberhof) ist zur WM-Halbzeit im Monobob auf Titel-Kurs. Nach zwei von vier Läufen führt die Favoritin das Feld an und hat ihr erstes WM-Gold fest im Blick. Titelverteidigerin Laura Nolte (+0,18 Sekunden) blieb am Samstag auf ihrer Heimbahn in Winterberg mit Platz vier noch etwas hinter den Erwartungen. Kim Kalicki (Wiesbaden, +0,67), trotz eines Meniskusrisses und Rückenproblemen am Start, belegt Rang zwölf.

Bei teils starkem Schneefall und schlechten Sichtverhältnissen nutzte Ex-Anschieberin Buckwitz die noch vergleichsweise guten Verhältnisse zu Beginn aus und eröffnete das Rennen mit Bahnrekord - obwohl ihr in der Ausfahrt von Kurve neun, ebenso wie Nolte unmittelbar danach, ein Fehler unterlief und der Bob fast kippte.

Als größte Konkurrenz im Kampf um die Medaillen am Sonntag ab 9.15 Uhr haben sich hinter Buckwitz die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor (+0,09) und die Gesamtweltcup-Dritte Bree Walker (Australien/+0,11) in Stellung gebracht.

Buckwitz, die in der laufenden Saison vier von sechs Rennen gewann und Nolte, die zuletzt in Altenberg erstmals in diesem Winter triumphierte, gehören als Nummer eins und zwei der Weltcup-Gesamtwertung zu den größten Favoritinnen im Mono, wobei die Weltspitze, anders als im Zweier, sehr eng beisammen ist.

+++23. Februar+++

Skeleton-Olympiasieger Grotheer holt seinen dritten WM-Titel

Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer hat seinen dritten WM-Titel im Skeleton geholt. Der 31-Jährige vom BSC Thüringen hatte am Freitag in Winterberg nach vier Läufen 23 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Titelverteidiger Matt Weston aus Großbritannien. Dritter wurde der Chinese Zheng Yin vor dem Briten Marcus Wyatt, der im Finallauf den Bahnrekord auf 55,26 Sekunden schraubte.

„Unten hat alles gepasst. Ich wusste, dass Matt nicht den Superlauf hatte, aber der Wyatt hat ganz schön einen rausgehauen. Ich wollte nach dem dritten Lauf angreifen, das hat geklappt“, sagte Grotheer und holte sich ein Sieger-Küsschen von Ehefrau Mary-Ann ab. Cheftrainer Christian Baude lobte: „Er hat es gerockt, überragend einfach.“

Der Olympia-Zweite Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg kam nach einem völlig verkorksten ersten Lauf („eine Katastrophe“) noch auf Rang fünf vor Felix Keisinger vom WSV Königssee.

Der gebürtige Wernigeroder Grotheer legte zwischenzeitlich mit Bahnrekord (55,32 Sekunden) im dritten und vorletzten Lauf die Grundlage für seinen dritten Titelgewinn nach 2020 und 2021 in Altenberg. Nur der mittlerweile zurückgetretene Lette Martins Dukurs schaffte mit sechs WM-Siegen mehr. Zum Auftakt am Donnerstag hatte Grotheer Bestzeit vorgelegt, kam im Regen aber dann in Durchgang zwei nur auf die viertbeste Laufzeit. Dennoch reichte es für die Halbzeitführung - und zum Sieg.

Hannah Neise verpasste dagegen ihr erstes WM-Gold. Die Olympiasiegerin von Peking 2022 lag in Führung, erwischte im Finallauf jedoch einen dichten Graupelschauer und wurde Dritte. Den Sieg sicherte sich die Kanadierin Hallie Clarke, die mit ihren 19 Jahren zugleich die jüngste Weltmeisterin in der Skeleton-Geschichte ist. Auf Platz zwei landete die Belgierin Kim Meylemans.

Die 23 Jahre alte Neise vom BSC Winterberg fuhr im dritten von vier Läufen Bestzeit und war vor dem Finallauf zeitgleich in Führung mit Clarke. „Mein Gesicht lacht gerade. Gold wäre schön gewesen, mein Ziel war aber eine Medaille hier vor heimischen Publikum“, sagte Neise. Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland kam auf Platz fünf. Titelverteidigerin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg haderte wie schon am Vortag mit dem Material und musste sich mit Rang zehn begnügen.

Olympiasiegerin Neise verpasst ersten WM-Titel im Skeleton

Hannah Neise hatte ihr erstes WM-Gold schon vor Augen und musste sich dann mit Bronze zufriedengeben. Die Olympiasiegerin von Peking 2022 lag in Führung, erwischte im Finallauf jedoch einen dichten Graupelschauer und wurde auf ihrer Heimbahn in Winterberg noch ausgebremst. Den Sieg sicherte sich am Freitag die Kanadierin Hallie Clarke, die mit ihren 19 Jahren zugleich die jüngste Weltmeisterin in der Skeleton-Geschichte ist. Auf Platz zwei landete die Belgierin Kim Meylemans, die auf die Kanadierin 0,22 Sekunden Rückstand hatte.

Die 23 Jahre alte Neise vom BSC Winterberg fuhr im dritten von vier Läufen Bestzeit und war vor dem Finallauf zeitgleich in Führung mit Clarke. „Mein Gesicht lacht gerade. Gold wäre schön gewesen, mein Ziel war aber eine Medaille hier vor heimischen Publikum. Hallie hat einfach ein megastarkes Rennen gemacht, sie hat es total verdient“, sagte Neise. Sie wurde 40 Kilometer entfernt von Winterberg im sauerländischen Arnsberg geboren und lebt unweit in Schmallenberg.

Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland kam auf Platz fünf. „Es war eine sehr gute Leistung von mir, aber schade, dass ich an einer Medaille vorbeigeschrammt bin. So ein spannendes Rennen war der Wahnsinn“, sagte Pfeifer. Titelverteidigerin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg haderte wie schon am Vortag mit dem Material und musste sich mit Rang zehn begnügen. „Es ist schwierig, ich hatte einfach keinen Speed, es tut einfach nur weh“, kommentierte Kreher.

+++18. Februar+++

Friedrich feiert gelungene WM-Generalprobe im Vierer

Im Zweier geschlagen, im Vierer obenauf: Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich ist in Altenberg doch noch eine gelungene WM-Generalprobe gelungen. Nachdem er am Samstag „Kronprinz“ Adam Ammour gratulieren musste, setzte sich Friedrich im großen Schlitten durch und übernahm damit auch die Führung im Gesamtweltcup. Den Sieg teilte er sich zeitgleich mit dem Letten Emilis Cipulis.

Johannes Lochner, bis zu den Rennen in Sachsen Spitzenreiter im Zweier und Vierer, fehlte nach einem Trainingssturz. Die Gesamtwertung im Vierer ist damit vor dem Finale in Lake Placid im März so gut wie entschieden, was Friedrich bedauerte. „Natürlich hätten wir es gerne mit Hansi ausgefochten“, sagte er.

Bei der WM in Winterberg am letzten Februar- und ersten März-Wochenende wird es wieder zum Dauerduell kommen. Lochner gab nach einer Untersuchung der Halswirbelsäule Entwarnung, am Montag reist der Stuttgarter ins Sauerland.

Dort will auch Ammour (22) in den Titelkampf eingreifen, zumindest im Zweier hat der Newcomer gute Chancen. In Altenberg feierte er vor Friedrich (33) seinen dritten Sieg in Serie, im Vierer landete er auf Platz vier. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) kam als Ersatz für Lochner auf Platz neun.

Die Trainingsstürze am Dienstag hatten den Weltcup in Altenberg überschattet und für eine Sicherheitsdiskussion gesorgt. Kam Lochner glimpflich davon, traf es das Schweizer Team mit Pilot Michael Vogt und Anschieber Sandro Michel schwer. Michel erlitt nach Angaben des Schweizer Verbandes „Swiss Sliding“ erhebliche Verletzungen. Der 27-Jährige wurde in Dresden mehrfach operiert, befand sich aber vor dem Wochenende außer Lebensgefahr.

Rodlerin Taubitz siegt vor Berreiter in Oberhof

Julia Taubitz und Anna Berreiter haben beim Rodel-Weltcup in Oberhof für einen deutschen Doppelerfolg gesorgt. Taubitz setzte sich am Sonntag in 1:24,426 Minuten vor der Berchtesgadenerin Berreiter durch, die 0,051 Sekunden Rückstand hatte. Dritte wurde die Österreicherin Madeleine Egle, die nach dem ersten Durchgang noch geführt. Die Oberwiesenthalerin Taubitz baute vor den Sprint-Rennen am Nachmittag ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

„Im ersten Lauf hatte ich noch Fehlerchen am Start, aber die Fahrten waren beide echt schön. Ich muss mich bei den Trainern bedanken, die mir immer wieder Tipps gegeben haben, wie man hier fahren muss. Ich habe mich hier in der Vergangenheit wirklich schwer getan“, sagte die Siegerin. Berreiter war stolz: „Mehr konnte ich nicht erwarten. Ich habe am Samstag zum dritten Mal in dieser Saison krank im Bett gelegen. Das war jetzt das Maximale“, sagte Berreiter im ZDF.

Nolte siegt mit Rückehrerin Levi in Altenberg

Laura Nolte hat nach ihrem Sieg im Monobob auch die WM-Generalprobe im Zweierbob gewonnen. Die Winterbergerin setzte sich beim Weltcup in Altenberg souverän mit Anschieberin Deborah Levi (Potsdam) vor Kim Kalicki (Wiesbaden) durch, die zuletzt noch in Sigulda einen der beiden Wettkämpfe gewonnen hatte.

Für das Duo Nolte/Levi, das 2022 zusammen Olympia-Gold geholt hatte, war es ein ganz besonderer Sieg: Levi feierte im Osterzgebirge ihr Comeback nach fast zwei Jahren Wettkampfpause aufgrund eines Knorpelschadens. Levi brachte sich damit rechtzeitig für einen WM-Start in Noltes Heimat Winterberg ab der kommenden Woche in Position.

Hinter Nolte/Levi, die in beiden Läufen die klare Bestzeit erzielten, lag Kalicki diesmal mit Anschieberin Anabel Galander (Magdeburg) stattliche 64 Hundertstel zurück. Europameisterin Lisa Buckwitz (Oberhof), die nach dem ersten Lauf noch auf Platz drei gelegen hatte, wurde nach einem gefährlich anmutenden Sturz im Finale nur Neunte.

Am Samstag hatte Nolte in Altenberg ihren ersten Saisonsieg im Monobob-Weltcup eingefahren. Buckwitz belegte Platz drei.

+++17. Februar+++

Ammour und Nolte gewinnen WM-Generalproben

Der frischgekürte Zweier-Europameister Adam Ammour (Oberhof) und Laura Nolte (Winterberg) sind zum Auftakt des Bob-Weltcups in Altenberg die strahlenden Sieger. Junioren-Weltmeister Ammour bestätigte nach den von schweren Stürzen überschatteten Trainingsläufen bei der Generalprobe für die WM am letzten Februar-Wochenende in Winterberg seine starke Form durch seinen dritten Sieg nacheinander. Auch Zweier-Olympiasiegerin Nolte scheint nach ihrem ersten Saisonerfolg im Monobob für die Titelkämpfe auf ihrer Heimbahn gerüstet.

Ammour ist im „kleinen Schlitten“ der Mann der Stunde. In Abwesenheit des nach der Sturzserie im Training fehlenden Stuttgarters Johannes Lochner verdrängte der 22-Jährige, der zuletzt in Sigulda erst sein erstes Weltcuprennen und 24 Stunden später EM-Gold gewonnen hatte, noch den nach Lauf eins knapp führenden langjährigen Dominator Francesco Friedrich (Oberbärenburg) von der Spitze.

Nolte setzte sich vor der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor und Europameisterin Lisa Buckwitz (Oberhof) durch. Nach dem ersten Durchgang noch hinter Buckwitz liegend, raste Nolte mit einem starken zweiten Lauf zum Triumph.

„Es ist die richtige Zeit für den ersten Sieg“, sagte Nolte mit Blick auf die anstehende WM. Bei ihrem Sieg in Altenberg war sie „schon mit der ersten Fahrt sehr zufrieden. Aber da hatte ich auch mit der Startnummer etwas Pech und wusste, ich muss jetzt nur ruhig bleiben.“ Durch den Erfolg belegt Nolte im Monobob-Weltcup hinter Buckwitz den zweiten Platz. Maureen Zimmer (Wiesbaden), dritte Deutsche im Rennen, fuhr auf Rang sechs.

Rodeln: Eitberger/Schirmer feiern Premeriensieg

Die deutschen Rennrodler sind auch in das zweite Weltcup-Wochenende in Oberhof erfolgreich gestartet. Dajana Eitberger/Saskia Schirmer (Ilmenau/Berchtesgaden) fuhren dank eines starken zweiten Laufs ihren ersten Sieg im Weltcup ein. Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal (Altenberg/Winterberg) rutschten dagegen vom ersten auf den dritten Platz. Im Männer-Rennen landeten die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) auf Rang zwei, Hannes Orlamünder und Paul Gubitz wurden bei ihrem Heimrennen Dritte.

„Heute jubelt ganz Oberhof mit uns mit. Das ist ein ganz tolles Gefühl und hinterlässt ganz viele und lange Spuren bei uns im Gedächtnis“, sagte Eitberger nach ihrem Premierensieg. Erst in diesem Winter war die 33-Jährige in den Doppelsitzer gewechselt.

Degenhardt/Rosenthal, die eine Woche zuvor an gleicher Stelle triumphierten, setzten sich mit Bahnrekord im ersten Lauf zunächst an die Spitze, doch Eitberger/Schirmer kamen mit der langsamer werdenden Bahn im zweiten Durchgang am besten zurecht und setzten sich mit nur acht Tausendstelsekunden vor den Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer durch.

Die beiden besten deutschen Männer-Duos hatten in der Vorwoche noch in umgekehrter Reihenfolge auf dem Podest gestanden, am siegreichen österreichischen Duo Thomas Steu und Wolfgang Kindl gab es aber erneut kein Vorbeikommen. „Wir haben nochmal richtig Gas gegeben. Das war an sich ein runderer Lauf“, sagte Wendl am ZDF-Mikrofon. Sieben Hundertstelsekunden fehlten Wendl/Arlt auf Rang eins. Das dritte deutsche Paar Moritz Jäger/Valentin Steudte beendete das Rennen auf Platz sieben.

Durch den zweiten Platz festigen Wendl/Arlt Rang zwei im Gesamtweltcup. Im Sprint am Sonntag (13.30 Uhr) wollen die beiden Deutschen „nochmal voll angreifen“, kündigte Arlt an.

+++16. Febraur+++

Doppel-Erfolg im Skeleton-Weltcup – Hermann vor Kreherup

Tina Hermann vom WSV Königssee hat den Skeleton-Weltcup in Altenberg gewonnen. Die nicht für die in einer Woche in Winterberg beginnenden Weltmeisterschaften nominierte Rekordweltmeisterin siegte am Freitag mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Weltmeisterin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg. Dritte wurde die Amerikanerin Mystique Ro.

Wie schon zuletzt beim Rodeln bauten die Bahnbedingungen aufgrund der hohen Temperaturen und dem Reif in der Bahn ab, so dass Hermann und Kreher im zweiten Durchgang nur auf die 14. bzw. 16. beste Laufzeit kamen. Für Hermann war es der zweite Saisonsieg.

„Ich fahre hier sehr gerne, man kann hier fahrerisch viel rausholen“, sagte Hermann, die am Start meistens Rückstand hat. Kreher war nach ihren eher schwachen Trainingsleistungen glücklich: „Ich habe irgendwas in der Bahn gefunden, was ich im Training nicht gefunden habe“, sagte sie.

Bestzeit im zweiten Durchgang fuhren die zusammen auf Platz 22 liegenden Anna Fernstädt, die einst für Deutschland und nun für Tschechien startet, sowie die in beiden Läufen zeitgleiche Italienerin Alessandra Fumagalli.

Die Olympia-Zweite von 2018 in Pyeongchang, Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland, wurde Sechste. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise vom BSC Winterberg kam auf Rang acht. „Im Training lief es viel besser. Es war viel wärmer, ich hätte nicht gedacht, dass es sich vom Fahren so anders anfühlt“, sagte Neise.

Schwer verletzter Schweizer Bobfahrer erneut operiert

Der bei einem Unfall in der Altenberger Bahn schwer verletzte Bobfahrer Sandro Michel musste erneut operiert werden. Das teilte der Schweizer Bob-Verband Swiss Sliding am Freitag mit. Demnach ist Michel am Donnerstag in der Universitätsklinik Dresden „aufgrund der gravierenden Verletzungen im Hüftbereich“ ein zweites Mal operiert worden. Er sei stabil und habe keine Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule. Wann Michel in die Schweiz zurückgebracht werden kann, steht noch nicht fest.

Der Anschieber hatte sich beim Auftakttraining im Viererbob am Dienstag zudem schwere
Verletzungen im Brustkorb zugezogen. Da der 210 Kilogramm schwere Schlitten mit den drei gut hundert Kilogramm schweren Crewmitgliedern von der ansteigenden Zielkurve unkontrollierbar zurück in die Bahn rutschte und den herausgeschleuderten und dann benommen im Eiskanal liegenden Michel mit voller Wucht traf, diskutieren am Freitag der Weltverband, die Piloten und Anschieber gemeinsam über die Verbesserungen für die Sicherheit der Sportler.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung von Swiss Sliding haben beschlossen, sich zu den aktuellen Sicherheitsdiskussionen derzeit nicht zu äußern, sondern sich voll auf die Unterstützung der verletzten Athleten und die Betreuung der weiteren Teams zu konzentrieren.

Altenbergs Bahn-Chef Jens Morgenstern hatte am Donnerstag betont, dass es „ein globales Thema“ sei. Er forderte zudem eine generell bessere Ausbildung der Sportler und nicht immer noch schneller werdende Bobs. „Dass Altenberg hier jetzt teilweise als Buhmann dargestellt wird, werde ich nicht akzeptieren“, sagte Morgenstern.

+++14. Februar+++

Schwere Bob-Stürze in Altenberg – Lochner verpasst Weltcup

Im Training vor dem Bob-Weltcup in Altenberg ist es am Dienstag zu zwei schweren Stürzen gekommen. Zweierbob-Weltmeister Johannes Lochner aus Berchtesgaden stürzte mit dem Viererbob ebenso wie der Viererbob des Schweizer Piloten Michael Vogt. Lochner kam glimpflich davon, sein Anschieber Erec Bruckert verbrachte mit einer leichten Gehirnerschütterung eine Nacht im Krankenhaus.

„Hansi hat Probleme mit dem Nacken, deswegen ist er für den Weltcup rausgenommen worden“, sagte Bundestrainer Rene Spies dem SID über Lochner. Der WM-Start des Mitfavoriten in Winterberg in der kommenden Woche soll laut Spies aber nicht gefährdet sein. Später am Mittwoch teilte der deutsche Verband BSD zudem mit, dass Lochners „Verletzung an der Halswirbelsäule“ am Donnerstag in München per MRT genauer untersucht werde.

Der Sturz des Schweizer Teams endete mit schwerwiegenderen Folgen. Anschieber Sandro Michel erlitt nach Angaben des Schweizer Verbandes „Swiss Sliding“ erhebliche Verletzungen. Demnach kippte der Viererbob im unteren Teil der Bahn um und rutschte auf der Seite liegend in den aufsteigenden Zielbereich - dann aber wieder unkontrolliert zurück und erfasste den in der Bahn befindlichen Michel.

Der 27-jährige Anschieber wurde sofort notärztlich versorgt, mit einem Hubschrauber in die Uniklinik nach Dresden geflogen und dort umgehend operiert. Laut Verband befinde sich Michel in stabilem Zustand und außer Lebensgefahr.

BSD-Sportdirektor Thomas Schwab sprach von einem „tragischen Unfall. Auf so einen Vorfall muss natürlich reagiert werden, und der Veranstalter in Altenberg wird entsprechende Maßnahmen einleiten, damit kein Bob, der stürzt, wieder den Zielauslauf hoch- und zurückrutscht - soweit man das sicherstellen kann.“ Ähnliches werde für die Ende Februar und Anfang März anstehende WM in Winterberg geprüft.

Zudem soll es am Freitag in Altenberg eine „Aussprache zum Thema Sicherheit im Bobsport“ zwischen Athleten und dem Weltverband IBSF geben: „Man wird das sehr ernst nehmen und versuchen, auf die Dinge, die die Athleten vorbringen, zu reagieren.“

+++10. Februar+++

Erster Weltcup-Sieg für Rodlerin Fräbel – Taubitz Dritte

Langläuferin Laura Gimmler hat das Finale beim Sprint im kanadischen Canmore nur knapp verpasst. Beim Sieg der Norwegerin Kristine Stavaas Skistad schaffte es die 30 Jahre alte Oberstdorferin am Samstag bis ins Halbfinale und verfehlte als Siebte das Finale der besten Sechs nur um eine Sekunde. Das Podium komplettierten die beiden Schwedinnen Maja Dahlqvist und Linn Svahn.

Victoria Carl (15.) und Lena Keck (30.) schieden im Viertelfinale aus. Katharina Hennig verzichtete auf einen Start und konzentriert sich auf den Klassik-Massenstart über 20 Kilometer am Sonntag (18.00 Uhr/Eurosport). Bei den Männern ging der Sieg an Johannes Hoesflot Klaebo aus Norwegen. Der 27-Jährige distanzierte im Finale seinen Landsmann Erik Valnes sowie den Schweden Edvin Anger. Als einziger deutscher Starter konnte sich Anian Sossau (29.) für einen der fünf Viertelfallläufe der besten 30 qualifizieren, schied dort aber nach einem Stockbruch auf der Zielgeraden aus.

Erster Weltcup-Sieg für Rodlerin Fräbel – Taubitz Dritte

Merle Fräbel hat erstmals einen Rodel-Weltcup gewonnen. Die 20-jährige Suhlerin sicherte sich am Samstag auf ihrer Heimbahn in Oberhof überraschend den Sieg. In 1:24,956 Minuten war sie 0,124 Sekunden schneller als Madeleine Egle aus Österreich. Dritte wurde Weltcup-Spitzenreiterin Julia Taubitz vor Anna Berreiter.

Fräbel hatte nach dem ersten Durchgang geführt und trotz der nur sechstbesten Zeit im zweiten Lauf den Sieg nach Hause gebracht. Dabei profitierte sie von ihren Bahnkenntnissen. Der WM-Kanal des vergangenen Jahres ließ bei zweistelligen Plusgraden immer mehr nach, sodass im zweiten Lauf die Rodlerinnen mit den frühen Startnummern etwas bevorteilt waren. Egle fuhr so vom siebten Rang nach Lauf eins noch nach vorn. Taubitz, die im ersten Lauf gepatzt hatte, schaffte es bei ihrer Aufholjagd sogar vom 13. Rang noch auf das Podium. Vor einer Woche hatte sie in Altenberg von Position 22 kommend noch gewonnen.

Ich bin megastolz auf mich. Im zweiten Lauf hatte ich oben ein paar Fehlerchen. Aber egal, es hat gereicht“, jubelte Fräbel, während Taubitz mit ihrem ersten Lauf haderte. „Nachdem es im Training hier super geklappt hatte, hatte ich einen groben Fehler. Das ärgert mich, wenn das im Wettkampf passiert. Umso glücklicher bin ich, dass es noch für einen Podestplatz gereicht hat“, sagte die Oberwiesenthalerin.

Degenhardt und Rosenthal siegen bei Rodel-Weltcup in Oberhof

Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal haben den Rodel-Weltcup der Doppelsitzerinnen in Oberhof gewonnen. Das sächsische Duo setzte sich am Samstag in 1:26,244 Minuten durch und feierte einen Bahnrekord in 43,049 Sekunden im zweiten Durchgang.

Mit dem Sieg übernahmen Degenhardt/Rosenthal auch wieder die Führung im Gesamtweltcup vor den diesmal Zweitplatzierten Andrea Vötter/Marion Oberhofer. Die Italienerinnen hatten 0,033 Sekunden Rückstand auf das deutsche Doppel. Rang drei ging an Selina Egle/Lara Michaela Kipp aus Österreich, die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatten. Dajana Eitberger/Saskia Schirmer wurden mit 0,518 Sekunden Rückstand auf die Siegerinnen Vierte.

„Wir sind total erleichtert, nachdem die WM und auch der Weltcup auf unserer Heimbahn in Altenberg alles andere als gut gelaufen sind“, sagte Degenhardt und bekannte: „Wir haben schon begonnen, an uns zu zweifeln.“

Zuvor hatten Hannes Orlamünder/Paul Gubitz und Tobias Wendl/Tobias Arlt im Doppelsitzer der Männer die Plätze zwei und drei belegt. Die beiden Duos mussten sich nur den Österreichern Thomas Steu/Wolfgang Kindl geschlagen geben, die mit zwei Bestzeiten und der Gesamtfahrzeit von 1:23,928 Minuten gewannen. Die Thüringer Orlamünder/Gubitz hatten 0,123 Sekunden Rückstand, Wendl/Arlt 0,190 Sekunden. Das dritte deutsche Doppel Moritz Jäger/Valentin Steudte belegte Rang elf. Im Gesamtweltcup bauten Steu/Kindl ihre Führung mit dem Sieg weiter aus.

„Wir haben unseren Heimvorteil optimal genutzt. Es war das beste Rennen von uns überhaupt. Wir sind stolz, das erste Mal vor den beiden Tobis zu stehen“, sagte Gubitz in der ARD.

Zwei deutsche Doppelsitzer in Oberhof auf dem Podest

Die deutschen Doppelsitzer Hannes Orlamünder/Paul Gubitz und Tobias Wendl/Tobias Arlt sind am Samstag bei Heimweltcup der Rodler in Oberhof auf das Podest gefahren. Die beiden Schlitten mussten sich als Zweite und Dritte nur den Österreichern Thomas Steu/Wolfgang Kindl geschlagen geben, die mit zwei Bestzeiten und der Gesamtfahrzeit von 1:23,928 Minuten gewannen. Die Thüringer Orlamünder/Gubitz hatten 0,123 Sekunden Rückstand, Wendl/Arlt 0,190 Sekunden. Das dritte deutsche Doppel Moritz Jäger/Valentin Steudte belegte Rang elf. Im Gesamtweltcup bauten Steu/Kindl ihre Führung mit dem Sieg weiter aus.

Skicrosser Wilmsmann Zweiter beim Weltcup in Bakuriani

Skicrosser Florian Wilmsmann ist zum vierten Mal in dieser Saison auf das Podest gefahren. Der 28-Jährige vom TSV Hartpenning belegte in Bakuriani am Samstag Rang zwei hinter dem Schweden David Mobärg. Wilmsmann war mit guten Erinnerungen nach Georgien gereist: 2021 hatte er dort seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert, 2023 WM-Silber geholt. Nun bestätigte er seine ansteigende Form aus den vergangenen Wochen.

Bei den Frauen feierte Marielle Thompson aus dem starken kanadischen Team ihren dritten Saisonsieg. Die einzige deutsche Starterin, Johanna Holzmann, scheiterte im Viertelfinale. Am Sonntag stehen in Bakuriani die nächsten Weltcup-Rennen an.

+++9. Februar+++

Kombinierer Riiber gewinnt Massenstart in Otepää

Der Norweger Jarl Magnus Riiber ist in der Nordischen Kombination weiter das Maß der Dinge und hat auch das erste Rennen im estnischen Otepää gewonnen. Der 26-Jährige feierte am Freitag im selten ausgetragenen Massenstart seinen achten Sieg in Folge. Bereits nach dem Zehn-Kilometer-Lauf in Führung liegend, zeigte Riiber im abschließenden Springen mit 99 Metern den weitesten Sprung im Feld. Hinter ihm schafften es der Este Kristjan Ilves und der Österreicher Johannes Lamparter auf das Podium.

Die deutschen Kombinierer konnten zumindest im Langlauf mithalten. Vinzenz Geiger kämpfte in der Loipe lange mit Riiber auf Augenhöhe und kam nur 1,7 Sekunden hinter dem Dominator ins Ziel. Auch Johannes Rydzek sicherte sich als Dritter mit 1,8 Sekunden Rückstand eine gute Ausgangslage für die Schanze. Doch nach schwachen Sprüngen fielen beide zurück. Rydzek landete nach einem Sprung auf 93 Meter als bester Deutscher auf Platz sechs, Geiger kam auf Platz 15. Manuel Faißt (10.), David Mach (11.), Julian Schmid (13.), Terence Weber (14.) und Wendelin Thannheimer (16.) platzierten sich geschlossen im Mittelfeld.

+++5. Februar+++

Kombinierer Riiber wird nach Saisonende operiert

Kombinierer Jarl Magnus Riiber muss sich unmittelbar nach Saisonende einer Schulteroperation unterziehen. Der Rekordweltmeister kann im Anschluss zwei Monate lang kein Sprungtraining absolvieren, für den Norweger ist dies vor der Heim-WM 2025 in Trondheim ein großer Rückschlag.

„Jetzt möchte ich noch nicht pausieren, da ich noch die Chance habe, zum fünften Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen“, sagt Riiber der norwegischen Zeitung NRK. Fünf Kristallkugeln hat bislang nur Eric Frenzel vorzuweisen.

Die OP soll am 19. März direkt nach dem letzten Weltcup in Trondheim durchgeführt werden. „Zu diesem Zeitpunkt hat eine Operation die meisten Vorteile“, sagte Riiber.

Der 26-Jährige hat immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Ende November in Kuusamo kugelte er sich beim Jubeln zum wiederholten Mal die Schulter aus - und gewann anschließend zwei der drei Rennen des Wochenendes. Aktuell führt er den Gesamtweltcup mit 1370 Punkten klar vor dem Österreicher Stefan Rettenegger (1009) an.

+++4. Februar+++

Ammour-Brüder holen EM-Titel im Zweierbob

Nach seinem Premierensieg im Weltcup hat Adam Ammour vom BRC Thüringen nachgelegt und am Sonntag den EM-Titel mit seinem älteren Bruder Issam im Zweierbob gewonnen. Im zweiten Finallauf raste er im lettischen Sigulda in 48,83 Sekunden zum Bahnrekord und verwies den Schweizer Michael Vogt mit 0,06 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter mit nur einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Silber wurde Weltmeister und Titelverteidiger Johannes Lochner, der erstmals in diesem Winter Anschieber Erec Bruckert im Schlitten hatte.

Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg, der erstmals mit dem Magdeburger Tim Becker fuhr, landete nur auf Rang vier. Zudem verlor er seinen im Jahr 2020 mit Alexander Schüller aufgestellten Bahnrekord (49,19 Sekunden).

„Besser hätte man sich das Wochenende nicht vorstellen können. Am Ende war es noch Trackrekord. Und ich war mit meinem Bruder am Start, da fühlt es sich noch mal besser an“, sagte der erst 22 Jahre alte Ammour, der seine sportliche Karriere als Turner begann. 24 Stunden vorher hatte er mit Abschieber Benedikt Hertel den ersten Weltcupsieg seiner Karriere eingefahren.

Friedrich war im ersten Rennen Dritter vor Lochner. „Ich bin froh, dass es vorbei ist, mein Körper braucht jetzt mal eine Pause. Ammour hat absolut verdient gewonnen“, sagte der für Stuttgart startende Berchtesgadener, während Friedrich bilanzierte: „Wir haben viel getestet, auch nicht mit der Topcrew geschoben und hinsichtlich WM viel herausgefunden.“

Zuvor hatte Peking-Olympiasiegerin Laura Nolte mit ihrem dritten Weltcupsieg den EM-Titel im Zweierbob geholt. Mit Anschieberin Neele Schuten verwies sie Weltmeisterin Kim Kalicki, die das Rennen am Freitag gewonnen hatte, auf Rang zwei. Kalicki fuhr diesmal mit Anabel Galander. Monobob-Europameisterin Lisa Buckwitz kam mit Vanessa Mark hinter dem Schweizer Duo Melanie Hasler und Mara Morell auf Platz vier. „Ich bin richtig, richtig zufrieden. Es war eine super anstrengende Woche. Ich bin froh, dass es endlich Klick gemacht hat auf der Bahn hier“, sagte Nolte.

Nolte holt EM-Titel und Weltcupsieg im Zweierbob

Peking-Olympiasiegerin Laura Nolte hat mit dem dritten Weltcupsieg in diesem Winter auch den EM-Titel im Zweierbob geholt. Die Winterbergerin gewann am Sonntag im lettischen Sigulda mit ihrer Gladbecker Anschieberin Neele Schuten mit 0,29 Sekunden Vorsprung vor Weltmeisterin Kim Kalicki, die das Rennen am Freitag gewonnen hatte. Die Wiesbadenerin Kalicki fuhr diesmal mit der Magdeburgerin Anabel Galander. Monobob-Europameisterin Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen lag mit Vanessa Mark (Eintracht Frankfurt) nach Lauf eins noch auf Rang drei, wurde nach einem Patzer in Kurve 14 aber noch vom Schweizer Duo Melanie Hasler und Mara Morell auf Platz vier verdrängt.

„Ich bin richtig, richtig zufrieden, es war eine super anstrengende Woche. Ich bin froh, dass es endlich Klick gemacht hat auf der Bahn hier“, sagte Nolte. Auch Kalicki, die die Bahn überhaupt nicht mag, meinte nach Platz eins und zwei: „Wir können zufrieden sein, ich bin aber auch froh, dass wir jetzt durch sind.“

Das Rennen wurde zweimal unterbrochen, da die Australierinnen Breeana Walker und Kiara Reddingius sowie die Amerikanerinnen Kaysha Love und Emily Renna gestürzt waren.

Aufholjagd in Altenberg – Taubitz und Langenhan profitieren von Wetter-Lotterie

Erst raste Weltmeister Max Langenhan von Platz 21 auf Rang 1, dann legte auch Julia Taubitz eine fulminante Aufholjagd hin: Außergewöhnliche Wetterbedingungen haben den deutschen Rennrodlern bei ihrem Heim-Weltcup in Altenberg zu zwei verrückten Siegen verholfen. Taubitz' Triumph am Sonntag erinnerte dabei schwer an Langenhans Comeback keine 24 Stunden zuvor.

„Es war ein Wetterrennen, klar ist der Sieg schön, aber da freut man sich nicht so sehr drüber wie bei Kaiserwetter“, sagte die Vizeweltmeisterin, nachdem sie im zweiten Durchgang vom 22. noch auf den ersten Platz gerast war: „Das hätte ich nicht gedacht. Es war schon der Plan im ersten Lauf im guten Mittelfeld zu sein. Ich habe ein paar kleine Fehlerchen eingebaut, die dann im Endeffekt doch ganz praktisch waren.“

Durch die warmen Temperaturen von rund 6 Grad baute die Bahn mit zunehmender Wettkampfdauer ab. Hintere Startnummern hatten im ersten Lauf so zunächst einen Nachteil. Taubitz war als Drittletzte in die Eisrinne gegangen, saß im entscheidenden zweiten Lauf dann aber entsprechend früh am Start, weil die besten Fahrerinnen des ersten Durchgangs wie üblich als Letzte starteten.

Am Samstag hatte Langenhan ein ähnliches Comeback wie Taubitz hingelegt. Bei seinem fünften Sieg im sechsten Saisonrennen spielten das Wetter und sein schwächerer erster Durchgang eine entscheidende Rolle. „Ich hatte heute einfach Glück, eigentlich verdienen solche Fehler auch mal eine bittere Niederlage“, sagte Langenhan, der eine Woche zuvor mit WM-Gold an selber Stelle den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert hatte.

Weiter geht es für die deutschen Rennrodler am kommenden Wochenende mit dem nächsten Heim-Weltcup in Oberhof.

+++3. Februar+++

Norwegen dominiert Nordische Kombination – Armbruster erneut Dritte

Die norwegischen Nordischen Kombiniererinnen und Kombinierer haben auch am zweiten Tag in Seefeld dominiert. Nach Jarl Magnus Riiber wiederholte seine Landsfrau Ida Marie Hagen ihren Erfolg vom Vortag. Der 26-jährige Riiber feierte am Samstag im Rennen über zehn Kilometer erneut einen Start-Ziel-Sieg. Im Ziel hatte er mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Jörgen Graabak, der seinen zweiten Platz vom Freitag bestätigte. Jens Luras Oftebro komplettierte das norwegische Dreifachpodium beim „Nordic Combined Triple“ in Österreich.

Bei tiefen Bedingungen in der Loipe lieferte sich eine große Verfolgergruppe lange einen spannenden Kampf um die Plätze zwei und drei. Auch Manuel Faißt (7.) und Terence Weber (8.) waren vorn dabei, mussten aber in der letzten Runde abreißen lassen. „Natürlich würden wir uns wünschen, dieses Quäntchen näher dran zu sein. Es fehlt nicht mehr viel. Heute war die Chance bis in die letzte Runde da, ums Podium zu kämpfen“, sagte Disziplintrainer Eric Frenzel in der ARD.

Olympiasieger Vinzenz Geiger lief nur als 32. nach dem Springen gestartet ein starkes Rennen und wurde Zehnter. „Das Laufen ging richtig gut. Einfach ein paar Meter weiter auf der Schanze, dann wird alles ein wenig leichter“, sagte der 26-Jährige. David Mach (13.), Johannes Rydzek (14.), Julian Schmid (25.) und Wendelin Thannheimer (26.) komplettieren das Ergebnis der deutschen Mannschaft.

Bei den Frauen, die im neuen „Compact Race“-Format mit engen Abständen starteten, konnte Hagen in der Loipe schnell an Dauersiegerin Gyda Westvold Hansen vorbeiziehen. Im Ziel hatte die 23-Jährige mehr als eine Minute Vorsprung auf ihre Landsfrau. Nathalie Armbruster schaffte es direkt dahinter wie am Freitag auf Platz drei. „Hinten raus hat es sich brutal gezogen, da waren echt noch Körner nötig, um durch den tiefen Schnee zu kommen. Aber mir ging es heute echt wieder super gut“, sagte die 18-Jährige.

Jenny Nowak, nach dem Springen noch Vierte, konnte das hohe Tempo nicht mitgehen und wurde Zehnte. Maria Gerboth kam als 14. ins Ziel. Ex-Skispringerin Svenja Würth war nicht am Start. Am Freitag konnte sie das Rennen nach einem Sturz in der Loipe nicht beenden. Die 30-Jährige war bereits am vergangenen Wochenende beim Springen in Schonach gestürzt.

Langenhan rodelt von Platz 21 noch zum Sieg

Rodel-Weltmeister Max Langenhan vom BRC 05 Friedrichroda hat etwas fast Unmögliches geschafft. Nach einem kapitalen Fahrfehler im ersten Lauf und fast einer Sekunde Rückstand raste der Thüringer am Samstag beim Weltcup in Altenberg noch auf Rang eins. Den nach Lauf eins führenden Pyeongchang-Olympiasieger David Gleirscher aus Österreich verwies er mit 0,121 Sekunden auf Rang zwei.

Dritter wurde der Lette Kristers Aparjods. Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch vom RC Berchtesgaden verpasste als Vierter seinen 51. Weltcupsieg, nachdem er zur Halbzeit noch aussichtsreich auf Rang zwei gelegen hatte.

„Ich hatte einfach Glück. Solche Fehler verdienen eigentlich eine Niederlage. Dass ich dann so einen Lauf treffe und die Bahn dann so nachlässt, das wünscht man keinen anderen Sportler. Das tut mir auch leid. Es ist ein Outdoorsport, da war es auch so“, sagte Langenhan.

Ein ähnliches Kunststück schaffte Kollege Loch auch schon einmal: Im Dezember 2020 fuhr der Berchtesgadener auf der Altenberger Bahn von Platz 17 aus zum Sieg. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo wurde 13., der Altenberger Mathis Ertel landete auf Platz 17.

Wilmsmann beschert Skicrossern nächsten Podestplatz

Die deutschen Skicrosser haben beim Weltcup in Alleghe einen weiteren Podestplatz eingefahren. Florian Wilmsmann wurde bei dem Rennen in den Dolomiten am Samstag Zweiter hinter dem Kanadier Reece Howden. Für den 28-Jährigen vom TSV Hartpenning war es der elfte Podestplatz seiner Karriere und der dritte in dieser Saison. Er sei „sehr zufrieden“, sagte Wilmsmann nach dem Event.

Tags zuvor hatte Wilmsmanns Teamkollege Niklas Bachsleitner in Alleghe Rang drei belegt. Die deutschen Skicrosser und Skicrosserinnen stehen damit aktuell bei sechs Podestplätzen in diesem Winter. Bei den Frauen fuhr Johanna Holzmann am Samstag erneut auf den zehnten Platz, es gewann die Kanadierin Marielle Thompson.

Buckwitz holt EM-Titel und Weltcupsieg im Monobob

Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen hat im lettischen Sigulda mit dem Weltcupsieg auch den Europameisterschaftstitel im Monobob gewonnen. Nach zwei Läufen setzte sich die 29 Jahre alte WM-Dritte am Samstag mit 0,27 Sekunden Vorsprung vor der Rumänin Andreea Grecu durch. Im zweiten Durchgang stellte sie in 5,55 Sekunden einen Startrekord auf.

Dritte wurde Weltmeisterin Laura Nolte vom BSC Winterberg, die sich im Weltcup den dritten Platz mit der zeitgleichen Amerikanerin Elana Meyers Taylor teilte. Maureen Zimmer vom BSC Sachsen Oberbärenburg wurde als Weltcup-Sechste in der parallel ausgetragenen EM Vierte.

„Der Startrekord war mein Ziel, das hat geklappt. Jetzt habe ich hier gewonnen, das hätte ich nicht gedacht“, sagte Buckwitz, die mit dem vierten Saisonsieg ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Nolte hingegen haderte mit der Technik des Schlittens: „Meine Bremse hat in den Ein- und Ausfahrten der Kurven so ein bisschen geschliffen, das sollte natürlich nicht passieren. Aber es ist besser, es passiert jetzt als bei der WM.“ Die Weltmeisterschaft findet ab 19. Februar auf ihrer Heimbahn in Winterberg statt.

Doppelsitzer Wendl und Arlt patzen beim Weltcup in Altenberg

Die sechsmaligen Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei der WM-Revanche schwer gepatzt. Nach Bronze bei den Titelkämpfen lag das bayerische Duo am Samstag beim Weltcup im sächsischen Altenberg nach Lauf eins in Führung und hatte den Sieg vor Augen. Im finalen Durchgang fuhren sie dann aber in Kurve neun gleich doppelt an die Bande und landeten mit über einer Sekunde Rückstand auf die siegreichen Weltmeister Juri Gatt und Thomas Schoepf aus Österreich auf Rang 16. „Was sollen wir sagen, es war ein Mordseinschlag nach Kurve neun, eine Katastrophe, wir sind gefrustet“, sagte Arlt dem TV-Sender ARD, während Wendl meinte: „Da möchtest du nur noch aussteigen.“

Bei schwierigen Bedingungen im Osterzgebirge mit viel Reif auf dem Eis kam das thüringische Duo Hannes Orlamünder und Paul Gubitz vom RC Zella-Mehlis auf Rang acht. Moritz Jäger und Valentin Steudte (RRC Zella-Mehlis/RT Suhl) landeten auf Platz neun.

+++2. Februar+++

Kombinierer Riiber siegt souverän in Seefeld – Rydzek Vierter

Der Nordische Kombinierer Jarl Magnus Riiber dominiert auch zum Auftakt beim „Nordic Combined Triple“ in Seefeld. Der Norweger sicherte sich am Freitag im Rennen über 7,5 Kilometer souverän den Sieg. Bereits nach dem Springen am Mittag hatte er mehr als 30 Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes. Hinter ihm schafften es sein Teamkollege Jörgen Graabak und der Österreicher Johannes Lamparter auf das Podium.

Direkt dahinter landete Johannes Rydzek als bester Deutscher auf Platz vier. „Ich wusste, zum Schluss in der Gruppe heißt es Körner haben und die hatte ich heute. So ganz will es noch nicht Richtung Podium, aber ich schnuppere schon sehr oft dran und bin super happy“, sagte der 32 Jahre alte Oberstdorfer in der ARD.

Julian Schmid (9.) und David Mach (18.), die nach dem Springen noch Podestchancen hatten, konnten das hohe Tempo der Spitze nicht mitgehen. Auch Manuel Faißt (10.), Terence Weber (16.), Olympiasieger Vinzenz Geiger (22.) und Wendelin Tannheimer (26.) landeten im hinteren Feld.

Bobpilotin Kalicki siegt bei deutschem Dreifacherfolg in Sigulda

Mit Bahnrekord im zweiten Lauf hat Weltmeisterin Kim Kalicki die Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte noch vom ersten Platz verdrängt und den Weltcup im lettischen Sigulda gewonnen. Mit ihrer Winterberger Anschieberin Leonie Fiebig siegte die Wiesbadenerin Kalicki am Freitag mit 0,04 Sekunden Vorsprung.

Dabei stellte die 26-Jährige in 50,66 Sekunden einen Bahnrekord auf. Kalicki hatte im Vorfeld betont, dass sie die Bahn in Sigulda absolut nicht mag. „Die gute Startzeit hat uns gerettet. Die Fahrten waren okay, aber noch weit weg von gut“, sagte sie nach dem Rennen. Cheftrainer René Spies meinte schmunzelnd: „Jetzt wird sie ihre Hassliebe für die Bahn entdecken.“

Die nach dem ersten Lauf in Führung liegende Winterbergerin Nolte kam im Finallauf nur auf die drittbeste Zeit, sicherte mit Anschieberin Claudia Schüßler (MSC Magdeburg) aber Rang zwei. Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen komplettierte als Dritte mit Vanessa Mark (Eintracht Frankfurt) den deutschen Dreifacherfolg.

An diesem Sonntag findet erneut ein Zweierbob-Rennen in Sigulda statt, dann wird parallel zum Weltcup auch der Europameisterschaftstitel vergeben.

+++29. Januar+++

Rodel-Olympiasieger Wendl und Arlt machen weiter

Die beiden 36 Jahre alten Rodel-Altmeister Tobias Wendl und Tobias Arlt werden ihre Karriere ein weiteres Jahr fortsetzen und liebäugeln sogar mit einer weiteren Olympia-Kampagne. „Das lassen wir uns offen. Wir werden von Saison zu Saison schauen. Mal schauen, wie der Sommer verläuft, wie das Training geht“, sagt Tobias Wendl.

Bei der gerade zu Ende gegangenen Rodel-Weltmeisterschaft in Altenberg holte das hochdekorierte Duo nach einer bärenstarken Aufholjagd noch Doppelsitzer-Bronze. Beim Gold-Triumph der Team-Staffel waren die sechsmaligen Olympiasieger und nun zehnmaligen Weltmeister wie immer ein verlässlicher Faktor. „Im zweiten Lauf hatten wir die Startbestzeit. Das heißt, biologisch sind wir noch nicht die Ältesten. Solange das noch so gut geht und wir Spaß haben, werden wir auch weitermachen“, sagt Wendl.

Der neue Bundestrainer Patric Leitner, selbst Doppelsitzer-Olympiasieger, spielt dem Duo ebenfalls in die Karten. Der 46-Jährige tritt nach der Saison die Nachfolge von Erfolgstrainer Norbert Loch (61) an. „Der Norbert hat uns unser ganzes Leben lang begleitet. Wir haben alles mit ihm gewonnen, sind durch Höhen und Tiefen gegangen. Aber irgendwann geht jede Ära zu Ende. Wir können uns nur bedanken für die geile Zeit„, sagte Wendl und meinte: „Wir freuen uns nichtsdestotrotz auf den neuen Bundestrainer. Das ist ein Grund mehr für uns, noch ein Jahr dranzuhängen.“

+++28. Januar+++

Rodel-Olympiasieger Wendl und Arlt machen weiter

Die Weltcupführende Julia Taubitz hat bei den Rodel-Weltmeisterschaften im sächsischen Altenberg die Silbermedaille gewonnen. Die 27-Jährige aus Oberwiesenthal lag nach zwei Läufen 0,104 Sekunden hinter der neuen Weltmeisterin Lisa Schulte aus Österreich. Taubitz hatte beim WM-Auftakt am Freitag Gold im Sprintrennen gewonnen, nun verpasste sie nach 2021 ihren zweiten Titel in der klassischen Disziplin knapp. Bronze ging an Schultes Landsfrau Madeleine Egle (+0,175).

„Es ist ein bisschen ärgerlich, weil ich ein paar Fahrfehler drin hatte“, sagte Taubitz, „aber ich bin auch erleichtert, Gold im Sprint und jetzt Silber, das ist toll. Lisa Schulte war heute einfach unschlagbar.“

Merle Fräbel (Suhl) sorgte mit Rang fünf für ein weiteres gutes Ergebnis aus deutscher Sicht, Melina Fabienne Fischer (Zwickau) verbesserte sich im zweiten Durchgang deutlich und beendete das Rennen auf dem 12. Platz.

Titelverteidigerin Anna Berreiter (Berchtesgaden) erwischte einen desaströsen Tag. Einen Sturz konnte die 24-Jährige zwar gerade noch verhindern, am Ende landete sie aber nur auf dem 24. Platz und verpasste gar die Qualifikation für den finalen Durchgang.

Jubeln durfte das deutsche Team zum Abschluss in der Staffel. Der Sieg vor den USA (+0,358) und Lettland (+0,406) geriet auch deshalb so souverän, weil das österreichische Frauen-Doppel Selina Egle/Lara Kipp schwer patzte.

Zwischen den Rennen gab es zudem einen emotionalen Moment: Die dreimalige Einzel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, die 2023 ihre sportliche Karriere beendet hatte, wurde von den Veranstaltern und dem deutschen Team offiziell verabschiedet. „Ich kann nur nochmal meinen Hut ziehen, vielen Dank für die vielen Jahre“, sagte Bundestrainer Norbert Loch.

Deutscher Doppelerfolg im Zweierbob – Kalicki vor Nolte

Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) und Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg) haben das Weltcuprennen in Lillehammer im Zweierbob gewonnen. Das Duo setzte sich am Sonntag auf der Olympiabahn von 1994 in der Zeit von 1:43,62 Minuten vor ihren Teamkollegen Laura Nolte vom BSC Winterberg und der Gladbeckerin Neele Schuten (0,19 Sekunden) durch. Dritte wurde die Amerikanerin Kaysha Love (0,23), die am Vortag die Konkurrenz im Monobob gewonnen hatte.

Der Weltcup-Neuling aus den Vereinigten Staaten verhindert einen deutschen Dreifacherfolg. Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) und Vanessa Mark (Eintracht Frankfurt) mussten sich mit Platz vier begnügen. Nach vier Weltcup-Stationen führt Nolte mit 860 Zählern das Gesamtklassement vor Kalicki (813) und Buckwitz (803) an.

Skilangläuferin Hennig Achte, Carl mit Sturzpech

Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig hat ihre dritte Podestplatzierung im Weltcup trotz einer erneut starken Leistung verpasst. Beim Massenstartrennen von Goms (Schweiz) über 20 km im freien Stil belegte die 27-Jährige aus Oberwiesenthal beim Sieg von Weltcup-Spitzenreiterin Jessie Diggins aus den USA Rang acht.

Hennig hatte in ihrer schwächeren Stilart lange an der Spitze mitgehalten, erst in der Schlussphase konnte sie das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen. Letztlich hatte sie 15,9 Sekunden Rückstand auf Diggins, die sich im Zielsprint vor der Schwedin Frida Karlsson (+0,6) ihren vierten Saisonsieg sicherte. Dritte wurde die Schweizerin Nadine Fähndrich (+2,0).

Hennig hat von ihren bisherigen zehn Podestplätzen in Einzelrennen neun im klassischen Stil erreicht. Zuletzt war die Sächsin beim Heimspiel in Oberhof Zweite im Klassik-Zwanziger geworden.

Olympiasiegerin Victoria Carl landete in ihrer stärkeren Stilart auf Platz elf (+21,6). Die Thüringerin, die lange an der Spitze mitgelaufen war, fiel nach einem Sturz auf einer Abfahrt rund sechs Kilometer vor dem Ziel zurück und schaffte nicht mehr den Sprung nach ganz vorne.

Schon am Samstag im Sprint hatte die 28-Jährige Pech gehabt, als sie nach einem Stockbruch im Viertelfinale ausschied.

+++27. Januar+++

Bob-Weltmeister Lochner gewinnt auch in Lillehammer

Bob-Weltmeister Johannes Lochner hat erneut das Duell mit Francesco Friedrich für sich entschieden und bleibt die klare deutsche Nummer eins im Zweier. Beim Weltcup in Lillehammer setzte sich Lochner mit Anschieber Georg Fleischhauer souverän durch und baute mit seinem vierten Sieg im fünften Rennen die Gesamtführung im kleinen Schlitten aus.

Nach Laufbestzeit in beiden Durchgängen und einem Bahnrekord im zweiten Lauf lag Lochner 38 Hundertstel vor Friedrich. Top-Talent Adam Ammour (+0,45 Sekunden) machte mit seinem dritten Platz den zweiten deutschen Dreifachsieg in diesem Winter nach Innsbruck-Igls perfekt.

Am Sonntag (14.30 Uhr) steht noch der Vierer-Weltcup auf dem Programm. Dort liegen Lochner (drei Saisonsiege) und Friedrich (zwei) im Weltcup eng beieinander.

Langenhan gewinnt WM-Titel – Loch holt Bronze

Der deutsche Spitzenrodler Max Langenhan hat bei den Heim-Weltmeisterschaften im sächsischen Altenberg mit einer Machtdemonstration den Titel gewonnen. Der 24 Jahre alte Sportsoldat fuhr am Samstag im Einsitzer in 1:47,813 Minuten am schnellsten, ganze 0,761 Sekunden trennten ihn vom Österreicher Nico Gleirscher. Bronze holte der 14-malige Weltmeister Felix Loch mit 0,817 Sekunden Rückstand.

„Wir haben zusammen eine Medaille gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Langenhan im ZDF: „Wir sind super glücklich.“ Loch hingegen kämpfte mit den Tränen. „Die Medaille war extrem wichtig“, bekam der 34-Jährige noch heraus, dann musste er das Interview unterbrechen.

Nach Langenhans Triumphfahrt hievte Loch seinen Teamkollegen unter großem Jubel in die Höhe. Für Langenhan ist es die Krönung einer bislang herausragenden Saison. Den Weltcup dominiert er nach Belieben, nur bei der EM hatte er als Dritter nicht vollends überzeugen können. Am Freitag zum Auftakt der Titelkämpfe in Altenberg war Langenhan im Sprint zudem zu Silber gefahren.

Langenhan und Loch profitierten auch von Patzern hoch gehandelter Konkurrenten: Der Lette Kristers Aparjods stürzte im ersten Umlauf und fuhr damit die mit Abstand schlechteste Zeit heraus. Titelverteidiger Jonas Müller (Österreich) hatte ebenfalls Probleme mit der anspruchsvollen Bahn und fuhr nur auf Platz sechs.

Norbert Loch hört als Rodel-Bundestrainer auf

Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat während der WM in Altenberg den Rückzug seines Vaters Norbert Loch als Bundestrainer angekündigt. „Mein Dad tritt nach der Saison zurück. Der Patric Leitner übernimmt“, sagte der 34-Jährige, der bei den Titelkämpfen am Samstag beim Sieg seines Teamkollegen Max Langenhan den dritten Platz belegt hatte. Norbert Loch (61) ist seit 2008 Cheftrainer der deutschen Rennrodlerinnen und Rennrodler. Sein Vertrag läuft 2026 aus.

Der 46 Jahre alte Leitner fehlte bei der WM-Gala der deutschen Männer im Einsitzer-Wettbewerb in Altenberg. Der Doppel-Olympiasieger von 2002 hatte sich beim Badminton-Spielen mit der Mannschaft in einer Altenberger Sporthalle den Fuß gebrochen und liegt nun in einem Krankenhaus. Über Leitner sagte Felix Loch: „Da sind wir dann sehr, sehr gut aufgestellt. Da haben wir einen sehr, sehr guten Nachfolger. Da mache ich mir keine Sorgen über die nächsten Jahre.“

Deutsche Kombinierer bei Riiber-Sieg chancenlos

Der Norweger Jarl Magnus Riiber hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Schonach einen überlegenen Sieg gefeiert und auch die deutschen Athleten bei deren Heimspiel deklassiert. Nach einem Normalschanzensprung und dem Zehn-Kilometer-Lauf lag Riiber am Samstag bei Sonnenschein 1:13 Minuten vor dem Österreicher Stefan Rettenegger und Jörgen Graabak aus Norwegen.

Vinzenz Geiger (8.) und Manuel Faißt (10.) schafften es unter die besten Zehn. Vor allem die Leistungen auf der Schanze ließen bei den Deutschen mal wieder zu wünschen übrig. „Ich schaue da Schritt für Schritt, dann wird es auch wieder besser“, sagte Olympiasieger Geiger. Diese Saison sei vom Fokus her „nicht das Allerwichtigste“, fügte Geiger mit Blick auf die WM 2025 in Trondheim und Olympia 2026 in Italien an.

Riiber hingegen ist jede Saison stark. „Er ist auf einem brutal hohen Niveau und gibt die Pace vor“, sagte der deutsche Trainer Kai Bracht über Dominator Riiber, der den Weltcup-Winter einmal mehr prägt. Am Sonntag steht nicht nur der Abschluss des Wochenendes an, sondern auch das letzte Rennen von Routinier Fabian Rießle. Der Team-Olympiasieger von 2018 wird seine Laufbahn nach dem Heimspiel im Schwarzwald beenden.

+++26. Januar+++

Deutsche Mixed-Staffel im Skilanglauf chancenlos – Schweden dominiert

Die deutschen Skilanglauf-Staffeln haben ohne ihre Topstars das Podest in Goms deutlich verpasst. Beim Doppelsieg der schwedischen Mixed-Teams vor Norwegen landeten Lucas Bögl, Katherine Sauerbrey, Jan Stölben und Laura Gimmler als bestes DSV-Quartett nur auf dem achten Platz.

Dem DSV-Team fehlten zum Auftakt des Wochenendes in der Schweiz fast zwei Minuten zum Treppchen. Die Mixed-Staffel über 4x5 Kilometer stand erst zum vierten Mal auf dem Weltcup-Programm, erstmals gingen Frauen und Männer im Wechsel an den Start.

Nicht dabei waren die Olympiasiegerinnen Katharina Hennig und Victoria Carl sowie Friedrich Moch, die sich auf die Einzelstarts am Samstag und Sonntag konzentrieren. Albert Kuchler fehlt wegen der Nachwirkungen einer Corona-Erkrankung.

Die zweite deutsche Staffel wurde nach einem Regelverstoß der an Position zwei laufende Lisa Lohmann disqualifiziert. Anian Sossau und Coletta Rydzek kamen so erst gar nicht zum Einsatz.

Keine Doppelsitzer-Medaille beim Rodel-WM-Auftakt

Die deutschen Doppelsitzer-Paarungen sind zum Auftakt der Rodel-Weltmeisterschaft in Altenberg ohne Medaille geblieben. Dajana Eitberger und Saskia Schirmer waren beim Sprint-Sieg der Italinerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer als Fünfte bestes deutschen Team. Elisa-Maria Storch und Pauline Patz wurden am Freitag Fünfte. Die Oberhof-Weltmeisterinnen Jessica Degenhart und Cheyenne Rosenthal kamen mit einem Rückstand von 4,111 Sekunden lediglich auf Rang 14.

Im WM-Auftaktrennen waren auch die Doppelsitzer-Männer leer ausgegangen. Beim Sprint-Erfolg der Letten Martins Bots und Roberts Plume im Doppelsitzer waren Hannes Orlamünder und Paul Gubitz als Sechste mit einem Rückstand von 0,218 Sekunden das beste deutsche Duo. Die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt wurden nach einem Fahrfehler Siebte, lagen 0,268 Sekunden hinter den Überraschungssiegern. Moritz Jäger und Valentin Steudte kamen mit einem Rückstand von 0,420 Sekunden auf Rang elf.

WM-Silber für Rennrodler Langenhan

Weltcup-Spitzenreiter Max Langenhan hat bei der Rodel-Weltmeisterschaft in Altenberg die Silbermedaille gewonnen. Der 24-Jährige aus Thüringen war am Freitag im Sprint der besten 15 Rennrodler 0,070 Sekunden langsamer als der Österreicher David Gleirscher. „Es sind schwierige Bedingungen. Ich wusste, mit der Startnummer ist nichts zu holen. Es ist aber eine Outdoor-Sportart, da frisst es einen schonmal. Aber nicht so schlimm, Medaille ist Medaille“, sagte Langenhan dem ZDF.

Dritter in dem Regenrennen wurde der Lette Kristers Aparjods. Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch aus Berchtesgaden verpasste das Podest als Vierter knapp. Der 34-Jährige hatte im Vorjahr in Oberhof den Sprint-Titel gewonnen. David Nößler und Timon Grancagnolo beendeten das Rennen auf den Plätzen 14 und 15.

Taubitz gewinnt WM-Gold im Sprint

Die deutsche Top-Rodlerin Julia Taubitz hat bei der Heim-WM in Altenberg einen perfekten Auftakt hingelegt und Gold im Sprint gewonnen. Die 27-Jährige aus Annaberg-Buchholz triumphierte am Freitag vor der Schweizerin Natalie Maag und Elina Ieva Vitola aus Lettland.

+++23. Januar+++

Langenhan Topfavorit bei Rodel-WM in Altenberg

Rodel-Medaillen in neun Wettbewerben werden bei der Heim-Weltmeisterschaft in Altenberg vergeben und der Bundestrainer hat hohe Ansprüche. „Ich will WM-Titel haben. Wir haben das Zeug dazu“, sagt Norbert Loch. Die Titelkämpfe im Erzgebirge beginnen am Freitag mit den Sprint-Wettkämpfen und enden am Sonntag mit der Teamstaffel.

Vor einem Jahr bei der Oberhof-WM holten die deutschen Rodlerinnen und Rodler acht von neun Titeln und acht weitere Podestplätze - nur im Männer-Einsitzer gab es kein Gold. Bei der nächsten Heim-WM soll der Titel auch in diesem Wettbewerb gewonnen werden. „Aufgrund meiner bisherigen Ergebnisse halten mich viele meiner Konkurrenten für den WM-Favoriten und wollen mich jagen“, sagt Max Langenhan, der souveräne Weltcup-Spitzenreiter. „Ich selbst habe viele meiner Kollegen auf der Rechnung.“

Die beeindruckende Serie des 24-Jährigen mit saisonübergreifend zehn Weltcup-Siegen am Stück war allerdings zuletzt bei der Europameisterschaft in Innsbruck gerissen. Auch bei der deutschen Meisterschaft Ende des vergangenen Jahres verlor der Thüringer den Titelkampf gegen Rekordweltmeister Felix Loch. Der dreimalige Olympiasieger aus Berchtesgaden ist bisher nicht so richtig in Schwung gekommen, mit dem 34-Jährigen ist aber immer zu rechnen.

Anna Berreiter (24) aus Berchtesgaden, die in Oberhof den Einsitzer vor Julia Taubitz und der nun Doppelsitzer fahrenden Dajana Eitberger gewonnen hatte, erwartet ein heißes Duell im SachsenEnergie-Eiskanal. „Die WM in Altenberg ist für mich wie der Eintritt in die Höhle der Löwin: Julia Taubitz hat dort das Rodeln gelernt, und nicht nur deshalb wird es für mich brutal schwer, meinen Titel zu verteidigen. Ich glaube, sie will dort unbedingt gewinnen.“

Allerdings war es für Weltcup-Spitzenreiterin Julia Taubitz bei den deutschen Meisterschaften mit einem Trainingssturz nicht gut gelaufen. „Mir geht es gesundheitlich gut, ich fühle mich fast zu 100 Prozent wieder fit“, sagt die 27-Jährige.

In den Doppelsitzer-Wettbewerben gehören die deutschen Rodlerinnen und Rodler zu den Gold-Anwärtern - auch wenn es bei den Männern zuletzt nicht ganz so gut gelaufen war. „Nach der EM haben sich die Österreicher in die Favoritenrolle manövriert“, sagt der sechsmalige Olympiasieger Tobias Wendl, der mit Tobias Arlt trotzdem seinen zehnten WM-Titel gewinnen will.

Eine Medaille holen wollen auch die zweimaligen Oberhof-Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal. Das Duo hatte bei der EM das einzige deutsche Gold gewonnen und will unbedingt beim Team-Finale am Sonntag (14.00 Uhr) starten. „Es ist eine historische Staffel, wo erstmals alle vier Disziplinen vereint sind. Und da wären wir gerne dabei!“

+++21. Januar+++

Deutsche Frauen-Langlaufstaffel belegt zweiten Platz in Oberhof

Die deutschen Skilangläuferinnen haben beim Heim-Weltcup in Oberhof mit Platz zwei in der Staffel erneut ihre starke Form bewiesen. Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Pia Fink und Victoria Carl mussten sich am Sonntag nur dem schwedischen Quartett Linn Svahn, Frida Karlsson, Ebba Andersson und Jonna Sundling geschlagen geben. Rang drei ging nach 4x7,5 Kilometern an Finnland.

Schweden hatte vor dem letzten Wechsel sehr deutlich in Führung gelegen. Mit einer überragenden Leistung, die das deutsche Team immer näher heranbrachte, ließ Carl am Ende sogar nochmal kurzzeitig kleine Sieghoffnungen aufkommen. „Eine Runde länger, dann gehört der Sieg uns“, sagte Teamchef Peter Schlickenrieder, der sich aber nicht ärgerte. Ein Podium pro Wochenende sei das Ziel, sagte er in der ARD. „Jetzt haben wir schon das zweite. Was willst du eigentlich mehr?“

Bereits tags zuvor hatten die Teamsprint-Olympiasiegerinnen Hennig und Carl für einen Erfolg gesorgt. Hennig wurde am Samstag beim 20-Kilometer-Massenstart in der klassischen Technik Zweite hinter Siegerin Karlsson. Carl belegte den vierten Rang.

Das Frauen-Team von Schlickenrieder hat sich in der Weltspitze etabliert. Auch im zuvor einzigen Staffelrennen der Saison lief ein deutsches Quartett auf das Podest. Carl und Hennig sorgten zudem für bislang bereits sechs Einzelpodestplätze.

+++20. Januar+++

Plätze zwei und vier – Langläuferinnen in Oberhof stark

Die deutschen Langlauf-Olympiasiegerinnen Katharina Hennig und Victoria Carl haben beim Heimspiel in Oberhof für einen überraschenden Erfolg gesorgt. Hennig wurde am Samstag beim 20-Kilometer-Massenstart in der klassischen Technik Zweite hinter Siegerin Frida Karlsson aus Schweden. Carl belegte in dem taktisch geprägten Rennen den vierten Rang. Das Podium hinter Karlsson und Hennig komplettierte die Finnin Kerttu Niiskanen.

„Ich muss den Hut ziehen vor den Mädels. Sie waren zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Position. Was Katha und Vicky hier gezeigt haben, ist absolute Weltklasse. Beide sind Weltklasse“, sagte Teamchef Peter Schlickenrieder in der ARD. Der ehemalige Spitzensportler geriet ins Schwärmen. „Wir können hier zu Hause absolut stolz sein, was die Mädels und Jungs hier gebracht haben. Dass sie so performen: Chapeau!“, sagte Schlickenrieder.

Bei den Männern, die bereits am Vormittag am Start waren, siegte der Norweger Erik Valnes. Friedrich Moch belegte Rang 16. Am Sonntag stehen zum Abschluss des Wochenendes die Staffeln auf dem Programm.

+++19. Januar+++

Langläuferin Gimmler in Oberhof auf Rang fünf

Laura Gimmler ist beim Skilanglauf-Weltcup in Oberhof ein Achtungserfolg gelungen. Die 30-Jährige belegte am Freitag im Sprint in der klassischen Technik als beste Deutsche den fünften Platz. Den Sieg im Frauenrennen sicherte sich die Schwedin Linn Svahn vor ihren Landsfrauen Frida Karlsson und Jonna Sundling.

Teamsprint-Olympiasiegerin Victoria Carl war als zweitbeste Athletin aus dem Team von Teamchef Peter Schlickenrieder im Halbfinale ausgeschieden. Bei den Männern schaffte es kein Deutscher in die Runde der besten zwölf Sportler. Im Finale siegte Erik Valnes aus Norwegen vor drei Landsleuten.

+++16. Januar+++

Snowboarderin Hofmeister rast zum vierten Saisonsieg

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat ihre Topform einmal mehr bestätigt. Die Athletin vom WSV Bischofswiesen gewann am Dienstag den Parallelslalom in Bad Gastein und feierte damit bereits ihren vierten Sieg im fünften Rennen der Saison. Im Finale setzte sie sich knapp gegen die WM-Dritte Sabine Schöffmann aus Österreich durch.

Hofmeister, die im Viertelfinale des Flutlicht-Events ihre Teamkollegin Melanie Hochreiter bezwungen hatte, baute durch den 19. Weltcup-Sieg ihrer Karriere auch die Führung im Gesamtklassement aus. Schon 2020, 2021 und 2022 schloss sie den Winter jeweils als beste Raceboarderin ab. In ihrer aktuellen Verfassung ist die 27-Jährige erneut die große Favoritin auf den Gewinn des Gesamtweltcups. Es sei eine „unglaubliche Saison bisher“, sagte sie.

„Der Sieg geht an meine Mama. Ich möchte mich für alles bedanken“, erklärte Hofmeister. Ihre Familie und ihr Freund hätten sie an der Strecke unterstützt. Der neunte Platz in Scuol in der Schweiz am vergangenen Wochenende sei ein „Ausrutscher“ gewesen. Sie sei „richtig stolz“ auf ihre derzeitigen Leistungen und fühle sich „mental ziemlich stark“.

Bei den Männern scheiterte Stefan Baumeister im Viertelfinale. Den Sieg sicherte sich der Italiener Maurizio Bormolini.

+++14. Januar+++

Lochner gewinnt Viererbob in St. Moritz – Zittern um Kalicki

Die Kampfansage von Johannes Lochner im Bob-Mekka St. Moritz hätte nicht deutlicher ausfallen können. Gut sechs Wochen vor der Heim-Weltmeisterschaft in Winterberg schlug der für Stuttgart startende Berchtesgadener den zweimaligen Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich erst im Zweierbob und legte dann 24 Stunden später in der Königsdisziplin Viererbob nach.

Mit Startbestzeit (4,98 Sekunden) seiner Crew Florian Bauer, Erec Bruckert und Georg Fleischhauer nahm Lochner dem langjährigen Dominator insgesamt eine Zehntelsekunde nach zwei Läufen ab und holte sich den dritten Saisonsieg im großen Schlitten. Dritter wurde der Lette Emils Cipulis. Adam Ammour vom BRC Thüringen kam auf Platz neun.

„Mega geil, ich bin so happy, dass wir hier noch Bobfahren dürfen, es gibt nichts Schöneres als hier zu gewinnen - außer am Königssee“, sagte der Bayer Lochner und fügte an: „Endlich konnte wir im zweiten Lauf am Start nachlegen, was sonst der Franz immer macht.“ Der Sachse haderte: „Wir haben überall ein bisschen liegengelassen. Wir waren am Start nicht in der Lage, vorn mitzumischen und haben in der Bahn nicht gezeigt, was wir können.“

Bei den Frauen feierte Laura Nolte nach ihrem Sturz bei der WM im Vorjahr eine erfolgreiche Rückkehr. Mit Neele Schuten siegte sie im Zweierbob mit einem winzigen Vorsprung von acht Hundertstelsekunden vor Lisa Buckwitz und Lauryn Siebert. Die für den BSC Winterberg startende Nolte, die im Monobob in Führung liegend noch von Buckwitz (BCR Thüringen) abgefangen wurde, baute mit dem zweiten Saisonsieg ihre Führung im Gesamtweltcup aus. „Wir sind überglücklich, denn die Woche war ein emotionales Auf und Ab nach der WM im letzten Jahr“, sagte die Zweierbob-Olympiasiegerin von Peking.

Weltmeisterin Kim Kalicki aus Wiesbaden verletzte sich, nachdem sie mit Leonie Fiebig im ersten Durchgang noch Startbestzeit geschoben hatte. Mehr als Platz sieben war nicht drin. „Kim hat sich was in den Beuger geschossen, mal sehen, wohin die Reise geht. Morgen ist erstmal MRT. Im Fokus steht die WM, mal sehen wie wir das hinbekommen“, sagte Fiebig.

Ende einer Siegesserie – Rodler Langenhan EM-Dritter

Die Serie von Max Langenhan im Rodel-Weltcup ist ausgerechnet bei der Europameisterschaft zu Ende gegangen. Nach zehn Siegen am Stück kassierte der Thüringer am Sonntag bei dem auch als Weltcup ausgetragenen Einsitzer-Rennen auf der Olympia-Bahn in Innsbruck-Igls wieder eine Niederlage und wurde Dritter hinter den beiden Österreichern Jonas Müller und Nico Gleirscher.

„Ich bin super unzufrieden. Ich habe einfach ein superschlechtes Rennen geliefert. Das enttäuscht“, sagte der 24-Jährige. „Am Ende geht es darum, seine Bestleistung abzurufen im Wettkampf. Das habe ich nicht am Start geschafft und auch nicht in der Bahn.“

Auf Weltmeister Müller hatte Langenhan einen Rückstand von 0,428 Sekunden. In der Weltcup-Gesamtwertung führt Langenhan weiter mit einem Vorsprung von 90 Punkten vor Müller.

Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch aus Berchtesgaden wurde Achter. „Es waren zwei solide Läufe, nichts Außergewöhnliches, aber es waren auch keine großen Fehler drin“, sagte Loch.

Im Nachbarland ist Deutschlands Rodel-Legende Georg Hack seit fast zwei Jahren als Trainer für Fahr- und Schlittentechnik tätig. „Meinen EM-Titel zu verteidigen, wird sehr schwer“, hatte Langenhan vor dem Rennen gesagt.

Nach dem ersten Durchgang lag Langenhan noch auf Rang vier, überholte aber den Österreicher David Gleirscher und schaffte es auf das Podest. Nun blicken die deutschen Rodler auf die Weltmeisterschaft Ende Januar. „In zwei Wochen sind wir in Altenberg auf einer deutschen Bahn. Da kennen wir uns ganz gut aus. Da heißt es wieder Vollgas geben, und dann schauen wir, wie es da ausgeht“, sagte Loch. Und Langenhan meinte: „Das wird richtig gigantisch.“

Doppelerfolg im Zweierbob – Nolte vor Buckwitz in St. Moritz

Laura Nolte hat mit Anschieberin Neele Schuten den Zweierbob-Weltcup in St. Moritz gewonnen. Nach zwei Läufen verwies das Duo am Sonntag die Teamkolleginnen Lisa Buckwitz und Lauryn Siebert mit 0,08 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Die Wiesbadenerin Kim Kalicki, die im Vorjahr auf der Natureisbahn im Schweizer Engadin den WM-Titel holte, verletzte sich, nachdem sie mit Leonie Fiebig im ersten Durchgang noch Startbestzeit geschoben hatte. „Kim hat sich was in den Beuger geschossen, mal sehen, wohin die Reise geht. Morgen erstmal MRT. Im Fokus steht die WM, mal sehen wie wir das hinbekommen“, sagte Fiebig, die mit Kalicki auf Rang sieben landete. Dritte wurde die Schweizerin Melanie Hasler.

Die für den BSC Winterberg startende Nolte, die am Vortag im Monobob in Führung liegend noch von Buckwitz (BCR Thüringen) abgefangen wurde, baute mit dem zweiten Saisonsieg ihre Führung im Gesamtweltcup aus. „Wir sind überglücklich, denn die Woche war ein emotionales Auf und Ab nach der WM im letzten Jahr“, sagte die Zweierbob-Olympiasiegerin von Peking, die bei den Titelkämpfen vor knapp einem Jahr auf dieser Bahn gestürzt war.

Buckwitz, die 2018 in Pyeongchang noch als Anschieberin von Mariama Jamanka überraschend Olympiasiegerin wurde, verbesserte sich im Gesamtweltcup auf Rang zwei vor Kalicki. „Wir sind gut gestartet, aber im zweiten Lauf bin ich schlecht gefahren, da habe ich es weggeschmissen“, sagte Buckwitz.

+++13. Januar+++

Siegesserie gerissen – Snowboarderin Hofmeister früh raus

Die Siegesserie der deutschen Top-Snowboarderin Ramona Hofmeister ist gerissen. Die 27-Jährige vom WSV Bischofswiesen musste sich im Achtelfinale des Parallel-Riesenslaloms in Scuol am Samstag der japanischen Weltmeisterin Tsubaki Miki geschlagen geben. Die drei vorangegangenen Saisonrennen der alpinen Raceboarderinnen hatte Hofmeister allesamt für sich entschieden. Die Oberbayerin hat schon dreimal den Gesamtweltcup gewonnen und führt das Klassement auch in diesem Winter souverän an.

Sie habe „gemischte Gefühle“, sagte Hofmeister nach dem Event in der Schweiz. Nachdem sie die Qualifikation als Beste abgeschlossen hatte, habe sie in der Finalsession nicht die „200 Prozent abrufen“ können, die es ihrer Meinung nach gegen die starke Miki braucht.

Für Hofmeisters Teamkolleginnen Melanie Hochreiter und Cheyenne Loch war im Viertelfinale Schluss - genau wie für Elias Huber bei den Männern. Die Tageserfolge gingen an Lucia Dalmasso aus Italien und Olympiasieger Benjamin Karl aus Österreich.

Buckwitz gewinnt vor Nolte Monobob-Weltcup in St. Moritz

Lisa Buckwitz hat den Monobob-Weltcup in St. Moritz gewonnen und die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Die WM-Dritte vom BCR Thüringen holte bereits ihren dritten Saisonsieg im vierten Monobob-Rennen. Buckwitz schob sich im zweiten Durchgang mit Start- und Laufbestzeit und 0,13 Sekunden Vorsprung noch an Weltmeisterin Laura Nolte vorbei.

Die Zweierbob-Olympiasiegerin vom BSC Winterberg hatte vor knapp einem Jahr auf der Natureisbahn im Schweizer Engadin, die jedes Jahr im November mit 15 000 Kubikmetern Schnee und 10 000 Litern Wasser neu erschaffen wird, den ersten deutschen WM-Titel in dieser Disziplin geholt. Dritte am Samstag wurde Breeana Walker aus Australien. Die Wiesbadenerin Kim Kalicki landete auf Rang sechs.

„Den ersten Lauf habe ich etwas verkackt, da war der zweite oben am Starteck deutlich besser. Irgendwie bin ich dann noch nach vorn gefahren. Weltcupsieg in St. Moritz - ich bin mega happy und sehr stolz“, sagte Buckwitz, die 2018 in Pyeongchang noch als Anschieberin von Mariama Jamanka überraschend Zweierbob-Olympiasiegerin wurde. Nolte zeigte sich mit Platz zwei zufrieden: „Die Tendenzen stimmen, leider kostete das Starteck mir zu viel Zeit.“

Rodlerin Taubitz erneut hauchdünn hinter Österreicherin Egle

Ex-Weltmeisterin Julia Taubitz hat erneut das Wimpernschlag-Duell mit der Österreicherin Madeleine Egle verloren und beim Rodel-Weltcup in Innsbruck wieder Rang zwei belegt. Die 27-Jährige aus Oberwiesenthal lag bei dem zugleich als Europameisterschaft ausgefahrenen Rennen am Samstag auf der Olympia-Bahn nach zwei Läufen in 1:19,224 Minuten um 0,024 Sekunden hinter Egle.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich Taubitz in Winterberg lediglich hauchdünn um 0,029 Sekunden geschlagen geben müssen. Dritte in Innsbruck mit einem Rückstand von 0,239 Sekunden wurde Weltmeisterin Anna Berreiter aus Berchtesgaden, die hinter Europameisterin Egle und Taubitz auch EM-Bronze gewann.

Durch Platz zwei verteidigte Taubitz, die Ende vorigen Jahres bei den deutschen Meisterschaften in Altenberg gestürzt und dadurch zuletzt gehandicapt war, ihre Führung in der Weltcup-Gesamtwertung mit 455 Punkten. Allerdings schrumpfte der Vorsprung der dreimaligen Weltmeisterin auf Verfolgerin Egle (415) um 15 Zähler.

+++12. Januar+++

Skeleton-Olympiasieger Grotheer Zweiter in St. Moritz

Auf der Natureisbahn in St. Moritz musste sich Grotheer am Freitag nur dem WM-Zweiten Amedeo Bagnis aus Italien geschlagen geben, der mit 0,52 Sekunden Vorsprung siegte. Dritter wurde der Südkoreaner Seunggi Jung. Felix Seibel aus Hallenberg wurde Siebter, der Olympia-Zweite Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg kam zusammen mit dem Königsseer Felix Keisinger zeitgleich auf Rang neun.

Die deutschen Frauen gingen zuvor leer aus. Es siegte die Niederländerin Kimberly Bos überlegen mit 0,73 Sekunden Vorsprung vor Valentina Margaglio aus Italien und der Amerikanerin Katie Uhländer. Weltmeisterin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg belegte als beste Deutsche mit 1,13 Sekunden Rückstand Platz vier direkt vor Rekordweltmeisterin Tina Hermann aus Königssee und der Olympia-Zweiten Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland. Olympiasiegerin Hannah Neise aus Winterberg wurde Zehnte.

Kreher hatte vor knapp einem Jahr als WM-Debütantin auf der Natureisbahn im Schweizer Engadin überraschend den Titel geholt - mit der Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde Vorsprung nach vier Läufen vor der Olympia-Dritten Bos.

Der Natureiskanal in St. Moritz gilt als Wiege des Bob- und Skeleton-Sports und wird jedes Jahr im November mit 15 000 Kubikmetern Schnee und 10 000 Litern Wasser neu erschaffen - angeblich ganz ohne chemische Stoffe. Daher gibt es nur Saisonbestzeiten, aber keine Bahnrekorde.

Kein Podest für Skeleton-Frauen beim ersten Weltcup des Jahres

Die deutschen Skeleton-Frauen sind im ersten Weltcup des Jahres leer ausgegangen. Am Freitag siegte die Niederländerin Kimberly Bos im schweizerischen St. Moritz überlegen mit 73 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Valentina Margaglio aus Italien und der Amerikanerin Katie Uhländer. Weltmeisterin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg belegte als beste Deutsche mit 1,13 Sekunden Rückstand Platz vier direkt vor Rekordweltmeisterin Tina Hermann aus Königssee und der Olympia-Zweiten Jacqueline Pfeifer (ehemals Lölling) von der RSG Hochsauerland. Olympiasiegerin Hannah Neise aus Winterberg wurde Zehnte.

Kreher hatte vor knapp einem Jahr als WM-Debütantin auf der Natureisbahn im Schweizer Engadin überraschend den Titel geholt - mit der Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde Vorsprung nach vier Läufen vor der Olympia-Dritten Kimberley Bos.

Dass den deutschen Frauen ein Podestplatz verwehrt blieb, lag insbesondere an den schlechten Startzeiten, die jenseits der Top-15 lagen. Der Natureiskanal in St. Moritz gilt als Wiege des Bob- und Skeleton-Sports und wird jedes Jahr im November mit 15 000 Kubikmetern Schnee und 10 000 Litern Wasser neu erschaffen - angeblich ganz ohne chemische Stoffe. Daher gibt es nur Saisonbestzeiten, aber keine Bahnrekorde.

+++7. Januar+++

Moch stürmt sensationell auf Platz zwei bei Tour de Ski

Auf der letzten Etappe mit dem berüchtigten Anstieg zur Alpe Cermis in Val di Fiemme wurde der 23 Jahre alte Allgäuer nach einer grandiosen Leistung Zweiter und schob sich damit im Gesamtklassement ebenfalls auf Platz zwei vor.

Moch musste sich am Sonntag beim abschließenden Massenstart über 10 km nur dem Franzosen Jules Lapierre geschlagen geben und verpasste seinen ersten Weltcup-Sieg um lediglich 2,4 Sekunden. In der Gesamtwertung lag Moch 1:19,2 Minuten hinter dem Norweger Harald Östberg Amundsen, dem Platz fünf zum ungefährdeten Tour-Sieg reichten.

Für die bislang letzte deutsche Podestplatzierung hatte Teichmann 2008/09 mit Platz drei bei der dritten Auflage gesorgt. Tobias Angerer hatte 2006/07 die Premiere der Tour de Ski gewonnen, ein Jahr später wurde Rene Sommerfeldt Zweiter. Eine deutsche Läuferin hat das Podest noch nicht erreicht, der fünfte Platz von Katharina Hennig 2022/23 ist das bislang beste Ergebnis.

Moch war von Gesamtplatz vier aus ins Finale gegangen. Auf dem 3,5 km langen und maximal 30 Prozent steilen Schlussanstieg hatte er noch genug Kraft, um die meisten Favoriten stehen zu lassen und sich mit Lapierre abzusetzen. Letztlich hatte aber der Franzose die etwas besseren Beine und siegte nach 33:00,7 Minuten.

Langläuferin Hennig holt Tagesrang drei bei Tour de Ski

Das deutsche Langlauf-Team hat einen Tag vor dem Finale der Tour de Ski ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Olympiasiegerin Katharina Hennig behauptete sich im 15-Kilometer-Massenstart in der klassischen Technik gegen die starke Konkurrenz und belegte Rang drei. Schneller waren im Endspurt im verschneiten Val di Fiemme am Samstag nur die beiden Schwedinnen Linn Svahn und Frida Karlsson.

Nach zwei zweiten Plätzen von Victoria Carl an Silvester und Neujahr war es bereits der dritte Podiumsplatz für das deutsche Team bei dem Traditionsevent rund um den Jahreswechsel. Die 28 Jahre alte Carl hielt auch diesmal bis zum Finale mit und belegte am Ende Rang sieben.

Auch in der Tour-de-Ski-Gesamtwertung, die weiter von der Amerikanerin Jessie Diggins angeführt wird, belegt Carl Rang sieben. Hennig ist in dem Klassement Elfte. Am Sonntag (15.45 Uhr) steht in Italien der traditionelle Final Climb auf die Alpe Cermis auf dem Programm.

Das Finalwochenende müssen Deutschlands Starterinnen und Starter ohne Teamchef Peter Schlickenrieder bestreiten. Dem ehemaligen Top-Athleten wurde die Akkreditierung entzogen, weil er beim Verfolgungsrennen am Donnerstag bei schwierigen Bedingungen seine Ski quer auf die Strecke gestellt hatte, um das Material der deutschen Athleten von der Schneelast zu befreien. Am Freitag teilte Schlickenrieder via Instagram mit, sein Team an den Sportlichen Leiter Andreas Schlütter zu übergeben.

Rodlerinnen Degenhardt/Rosenthal siegen in Winterberg

Die Rodel-Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal haben beim Weltcup in Winterberg einen erfolgreichen Start ins neue Jahr gefeiert. Das Duo fuhr am Samstag im Doppelsitzer-Wettbewerb auf den ersten Platz und sicherte sich nach dem Triumph im kanadischen Whistler vor Weihnachten seinen zweiten Sieg der Saison.

Im Ziel hatten Degenhardt/Rosenthal 0,024 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierten Andrea Voetter und Marion Oberhofer aus Italien. Dajana Eitberger und Saskia Schirmer landeten hinter den Österreicherinnen Selina Egle und Laura Kipp auf dem vierten Platz.

Rodlerin Julia Taubitz Zweite beim Heim-Weltcup

Julia Taubitz hat beim Heim-Weltcup in Winterberg ihren dritten Saisonsieg knapp verpasst, die Führung im Gesamtweltcup aber verteidigt. Der 27-Jährigen fehlten als Zweite am Samstag im Einsitzer-Wettbewerb 29 Tausendstelsekunden auf Madeleine Egle aus Österreich. „Ich bedanke mich bei allen Ärzten und Physios, die mich hierher gepäppelt haben“, sagte die gesundheitlich angeschlagene Julia Taubitz. „Jetzt fühle ich mich wieder wohl auf meinem Schlitten.“ Dritte wurde in Hannah Prock eine weitere Österreicherin knapp vor Weltmeisterin Anna Berreiter aus Berchtesgaden.

Die Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal hatten zum Auftakt den Doppelsitzer-Wettbewerb gewonnen. Das Duo setzte sich trotz eines Fahrfehlers mit einem Vorsprung von 24 Tausendstelsekunden vor den Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer durch. „So, wie es uns da ein bisschen zerbeutelt hat, habe ich nicht mehr daran geglaubt“, sagte Jessica Degenhardt.

Dritte wurden die Österreicherinnen Seline Egle und Lara Michaela Kipp (0,044 Sekunden zurück) vor den viertplatzierten Dajana Eitberger und Saskia Schirmer. Das zweite deutsche Duo lag 0,105 Sekunden hinter den Siegerinnen. „Wir sind nicht unzufrieden“, sagte Dajana Eitberger, die zum Saisonbeginn vom Einsitzer auf den Doppelsitzer gewechselt ist. Mit Blick auf die guten Ergebnisse zu Saisonbeginn meinte sie: „Man muss damit rechnen, dass die Arrivierten einfach da vorne drin sind.“

Für die 21 Jahre alte Jessica Degenhardt und die 23-jährige Cheyenne Rosenthal war es nach dem Erfolg im kanadischen Whistler der zweite Saisonsieg. Der Rodel-Weltcup in Winterberg endet am Sonntag mit den Einsitzer-Rennen der Männer und der Teamstaffel.

+++4. Januar+++

Unerlaubte Hilfe - Skilanglauf-Bundestrainer Schlickenrieder hart bestraft

Skilanglauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder ist wegen einer regelwidrigen Hilfestellung für seine Läuferinnen beim Verfolgungs-Wettbewerb der Tour de Ski am Donnerstag in Davos hart bestraft worden. Die Jury verdonnerte den 53-Jährigen zu einer Geldstrafe von 1000 Schweizer Franken (umgerechnet 1070 Euro) und vor allem zum Entzug der Akkreditierung bis zum Ende des Etappenrennens am Sonntag.

Schlickenrieder hatte nach eigener Aussage bei schwierigen Bedingungen mit teils heftigem Schneetreiben einen Ski in die Spur gelegt. Seine Athleten sollten darüber laufen, „damit sie die Stollen loswerden, die sich gebildet haben, weil sich der aggressive Schnee festgeklebt hat“. Dies sei eine Regelverletzung, räumte er ein: „Die Strafe habe ich natürlich akzeptiert, auch wenn es ein bisschen krass ist.“

Hätten seine Läuferinnen um Katharina Hennig, die bei ihrem neunten Platz am Donnerstag schwer zu kämpfen hatte, selbst einen Ski zum Abstreifen der Schneeknubbel unter den gewachsten Rennski ausgelegt, wäre das laut Schlickenrieder regelkonform gewesen: „Aber alles, was dem Athleten zugute kommt, muss er selbst machen, es darf nicht von dritter Seite passieren.“

Schlickenrieder kann damit seine Athleten und Athletinnen am Samstag und Sonntag bei den entscheidenden Tour-Etappen in Val di Fiemme nicht an der Strecke betreuen.

Carl fällt bei der Tour de Ski zurück

Victoria Carl hat im Schneechaos von Davos das Podest bei der Tour de Ski aus den Augen verloren. Nach einem frühen Sturz kam die Skilanglauf-Olympiasiegerin in einem hektischen Klassik-Verfolgungsrennen über 22 km nur auf Platz 31 und fiel in der Gesamtwertung von Platz fünf auf acht zurück. Ein starkes Rennen lief Carls „Co-Olympiasiegerin“ Katharina Hennig, die als beste Deutsche Neunte wurde.

Ihren zweiten Etappensieg sicherte sich die Finnin Kerttu Niskanen im teilweise sehr heftigen Schneetreiben nach 1:12:00,7 Stunden vor der US-Amerikanerin Rosie Brennan (+0,8 Sekunden). Deren Landsfrau Jessie Diggins, die ebenfalls gestürzt war, festigte als Dritte die Gesamtführung. Hennig, die nach einer Corona-Erkrankung mit geringen Erwartungen in die Tour gestartet war, lag 15,2 Sekunden zurück.

Carl erreichte das Ziel mit 1:00,2 Minuten Rückstand. In der Tour-Wertung liegt sie 1:39 Minuten hinter Diggins, die vor Niskanen (+44 Sekunden) und der Schwedin Jonna Sundling (+52) führt. Hennig ist 15. (+2:30 Minuten).

Carl hatte nach den ersten drei Etappen in Toblach auf Platz zwei gelegen. Am Mittwoch war sie nach dem Sprint von Davos auf den fünften Platz abgerutscht, hatte aber die Chance auf die erste Podest-Platzierung einer deutschen Läuferin beim Etappenrennen gewahrt.

Das bislang beste deutsche Ergebnis hatte Hennig im Vorjahr als Fünfte erreicht. Bei den Männer gab es in Tobias Angerer bei der Tour-Premiere 2006/07 sogar einen deutschen Sieger.

Auch Krehl muss bei Tour de Ski aufgeben

Das deutsche Langlauf-Team muss bei der Tour de Ski den nächsten krankheitsbedingten Ausfall verkraften. Einen Tag nach Pia Fink wird auch Sofie Krehl das Rennen aufgeben, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstagmorgen mitteilte. „Sofie hat seit heute Morgen Erkältungssymptome und wird daher heute nicht mehr an den Start gehen und aus der Tour aussteigen“, wurde Mannschaftsarzt Tom Kastner zitiert. Nach der Verfolgung in Davos in der Schweiz am Donnerstag stehen am Wochenende noch zwei abschließende Rennen im italienischen Val di Fiemme auf dem diesjährigen Programm der Tour de Ski.

+++3. Januar+++

Carl bleibt nach Davos-Sprint bei Tour de Ski auf Podestkurs

Beim „Nachtsprint“ im Schweizer Edelort verpasste die Thüringerin zwar erstmals seit Ende November den Einzug ins Halbfinale, steuert aber weiter der ersten Top-3-Platzierung einer deutschen Läuferin beim Etappenrennen entgegen.

Carl wurde im mehr als 1600 Meter hoch gelegenen Davos Dritte in ihrem Viertelfinale - Platz zwei in ihrem Sechserlauf oder eine der beiden weiteren besten Zeiten hätte es für die 28-Jährige sein müssen. Mit Platz 16 in der Endabrechnung sammelte Carl aber noch einige Bonussekunden und wahrte ihre gute Ausgangsposition.

Ihre Gesamtführung verteidigte die US-Amerikanerin Jessie Diggins erfolgreich, die das Finale erreichte und dort hinter der Schwedin Linn Svahn sowie der Norwegerin Kristina Stavaas Skistad Dritte wurde.

Wie Carl schied Sofie Krehl (21.) im Viertelfinale aus. Katharina Hennig, 2022 mit Carl Olympiasiegerin im Teamsprint, war als 36. in der Qualifikation hängengeblieben. Auch für Sprintspezialistin Coletta Rydzek war dort als 31. überraschend Endstation, ihr fehlte eine Hundertstel zu Platz 30 und zum Viertelfinaleinzug. Pia Fink hatte am Morgen die Tour wegen eines Infekts aufgeben müssen.

Carl hatte bei der ersten Station in Toblach in den beiden Distanzrennen jeweils mit Platz zwei geglänzt und damit ihren Status als deutsche Topläuferin unterstrichen. Bei der Tour-Generalprobe in Trondheim hatte sie zuvor ihren ersten Weltcupsieg gefeiert.

Bei den Männern erreichten Anian Sossau (19.) und Jan Stölben (29.) das Viertelfinale. Der Sieg ging wie im ersten Sprint von Toblach an den Franzosen Lucas Chanavat.

Am Donnerstag stehen in Davos Klassik-Verfolgungsrennen der Frauen (10.45 Uhr) und Männer (13.00 Uhr) an. Abgeschlossen wird die Tour de Ski am Samstag und Sonntag in Val di Fiemme. Die letzte Etappe mit dem Anstieg zur Alpe Cermis hoch über dem Fleimstal ist außerordentlich schwer und kein ideales Terrain für kräftige Läuferinnen wie Carl.

+++3. Januar+++

Prevc gewinnt Skispringen in Villach – Reisch gestürzt

Die Slowenin Nika Prevc ist auch nach ihrem Titel bei der Two-Nights-Tour der Skispringerinnen auf Erfolgskurs. Beim Weltcup-Wettbewerb in Villach in Österreich sprang die 18-Jährige auf der Normalschanze 96,5 und 92 Meter und distanzierte die Konkurrenz deutlich.

Eva Pinkelnig (Österreich) und Abigail Strate (Kanada) komplettierten am Mittwoch das Podium bei dem Springen, bei dem es auch mehrere Stürze gab. Sowohl die Kanadierin Alexandria Loutitt als auch Agnes Reisch aus Deutschland konnten nach ihren Stürzen aber selbst wieder aufstehen.

Beste Deutsche wurde Anna Rupprecht, die nach Sprüngen auf 91,5 und 84 Meter Rang neun belegte. Zur Halbzeit hatte sich Rupprecht noch auf Platz zwei befunden und Hoffnung auf den ersten deutschen Podestplatz in diesem Winter gemacht. Selina Freitag (13.), Luisa Görlich (18.), die gestürzte Reisch (23.) und Juliane Seyfarth (28.) holten ebenfalls Weltcup-Punkte. Am Donnerstag (12.30 Uhr) steht ein weiteres Einzel in Villach auf dem Programm.

+++1. Januar+++

Carls großer Kampf mit Platz zwei belohnt

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hat bei der Tour de Ski erneut eine Meisterleistung abgeliefert und mit großem Kampf ihren Podestplatz in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigt.

Starker Moch läuft bei Tour de Ski knapp am Podest vorbei

Skilangläufer Friedrich Moch ist am dritten Tag der Tour de Ski nur hauchdünn am Podest vorbeigelaufen, geht aber mit ganz starker Ausgangsposition in die entscheidende Phase des Etappenrennens. Im Verfolgungsrennen von Toblach über 20 km kam der Allgäuer auf Platz sechs und verpasste Rang drei im Zielsprint nur um 0,9 Sekunden. Auch in der Gesamtwertung ist Moch damit Sechster.

Der 23-Jährige lief zum Abschluss der ersten Tour-Station im Südtiroler Pustertal in der Verfolgergruppe mit und lag schließlich 1:05,5 Minuten hinter dem souveränen Tagessieger Harald Östberg Amundsen aus Norwegen, der sich vor Landsmann Erik Valnes (32,9 Sekunden) durchsetzte. Jan Thomas Jenssen als Dritter und Sieger des Verfolgersprints (+1:04,6 Minuten) machte Norwegens Dreifachsieg perfekt. Auch Lucas Bögl (Gaißach) überzeugte mit Platz 13.

Moch hatte bereits an Silvester auf der zweiten Etappe mit Platz sieben über 10 km im klassischen Stil überzeugt. Von dieser Position war er auch in der Verfolger gegangen, der nach dem Stand der Gesamtwertung gestartet wurde - das Endergebnis des 20-km-Rennens ist damit auch der Tourstand.

+++31. Dezember+++

Langläuferin Carl Zweite in Toblach - Hennig Fünfte

Skilangläuferin Victoria Carl ist bei der zweiten Etappe der Tour de Ski Zweite geworden. Die Thüringerin musste sich am Sonntag über 10 Kilometer im klassischen Stil nur Kerttu Niskanen aus Finnland geschlagen geben. Nach ihrem Sieg vor zwei Wochen in Trondheim fehlten ihr im italienischen Toblach nun 6,7 Sekunden auf Platz eins. Mit Platz fünf meldete sich auch Katharina Hennig nach überstandener Corona-Infektion stark in der Weltspitze zurück. In der Gesamtwertung übernahm die drittplatzierte Amerikanerin Jessica Diggins die Führung mit sieben Sekunden Vorsprung vor Carl. Am Neujahrstag steht ein 20-Kilometer-Massenstartrennen in Toblach auf dem Programm.

„Ich wusste nicht wirklich, wie die Form nach Weihnachten ist. Auf den letzten Metern musste ich sehr kämpfen, aber da haben mir die Trainer sehr geholfen“, sagte Carl im ZDF. Als Grund für ihren Aufwärtstrend in diesem Winter sieht die Teamsprint-Olympiasiegerin vor allem ihre gewonnene mentale Stärke. „Ich war in den Jahren zuvor oft krank oder verletzt, jetzt läuft es und das hat mir einen Schub gegeben“, sagte die in Oberhof trainierende Carl.

Bundestrainer Peter Schlickenrieder freute sich, dass der Fokus nun nicht mehr allein auf Hennig liegt. „Die Mädels machen alle Schritte nach vorn. Der Erfolg von Vici zeigt allen, wohin es führen kann, wenn sie ihren Weg weiter gehen“, sagte Schlickenrieder angesichts der Ränge 16 von Coletta Rydzek, 21 von Lisa Lohmann und 26 von Pia Fink.

Schwedinnen bei der Tour de Ski zu stark für deutsches Duo

Das deutsche Langlauf-Team ist zum Start in die prestigeträchtige Tour de Ski nicht über ein paar Achtungserfolge hinausgekommen. Bei den Frauen erreichten Victoria Carl und Coletta Rydzek am Samstag in Toblach jeweils das Halbfinale im Sprint in der freien Technik. Teamsprint-Olympiasiegerin Carl belegte in ihrem Halbfinale Rang sechs, während Rydzek nur zwei Zehntelsekunden für die Final-Qualifikation fehlten. „Ich bin sehr, sehr happy heute“, sagte Rydzek, die mit dem Ergebnis Siebte wurde.

Zu stark waren in beiden Läufen die Schwedinnen um Tagessiegerin Linn Svahn. Sie setzte sich im Endlauf vor Landsfrau Jonna Sundling und der Norwegerin Kristine Stavaas Skistad durch. Vier von sechs Plätzen im Finale gingen an Starterinnen aus Schweden. Carl kam mit der Empfehlung eines Weltcup-Siegs kurz vor Weihnachten in das Traditionsevent, konnte dem hohen Tempo der Weltspitze über die kurze Distanz allerdings nicht folgen.

Auch Katharina Hennig kann sich nach einer überstandenen Corona-Infektion noch steigern. Sie belegte im Vorlauf am Samstag Rang 37 und konnte sich so nicht für die Finalläufe qualifizieren. Hennig hatte zuletzt zwei Weltcup-Stationen krankheitsbedingt verpasst und ist nun pünktlich zum Saison-Höhepunkt ins Aufgebot zurückgekehrt.

Die Männer aus dem Team von Peter Schlickenrieder überraschten. Jan Stölben, Marius Kastner und Anian Sossau schieden nach guten Vorlauf-Leistungen jeweils im Viertelfinale aus. Sonst ist für die deutschen Männer meist die Qualifikation bereits der Schlusspunkt. Der Tagessieg ging an Lucas Chanavat aus Frankreich vor Landsmann Jules Chappaz und Ben Ogden aus den USA.

Loch und Berreiter gewinnen deutsche Meistertitel

Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat sich zum 14. Mal den deutschen Meistertitel gesichert. Auf der WM-Bahn in Altenberg präsentierte sich der 34-Jährige rund einen Monat vor den Titelkämpfen in Sachsen (26. bis 28. Januar) in guter Verfassung und gewann vor dem überragend in die Saison gestarteten Weltcup-Führenden Max Langenhan (+0,128 Sekunden). Dritter wurde der junge Timon Grancagnolo (+0,895).

Bei den Frauen setzte sich am Freitag Weltmeisterin Anna Berreiter überlegen mit mehr als einer Sekunde Vorsprung auf die Nachwuchsfahrerinnen Melina Fischer (+1,241) und Alina Bräutigam (+1,286) durch. Im Doppelsitzer siegten Hannes Orlamünder/Paul Gubitz vor den Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt, bei den Frauen gewannen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal.

Odermatt vor Sieg im Super-G - Deutsche Skifahrer abgeschlagen

Der Schweizer Skirennfahrer Marco Odermatt steht beim Super-G in Bormio vor dem Sieg. Der 26-Jährige, der in den vergangenen beiden Wintern den Gesamtweltcup gewonnen hat, lag nach 30 Startern auf der berüchtigten Stelvio am Freitag in Führung. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Raphael Haaser betrug 0,98 Sekunden. Dritter war zu diesem Zeitpunkt der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+1,31).

Die bis dahin gestarteten deutschen Athleten enttäuschten erneut. Andreas Sander und Romed Baumann belegten die Plätze 22 und 23. Keiner der Fahrer, die das Ziel erreichten, war langsamer.

Snowboarderin Hofmeister feiert dritten Sieg im dritten Rennen

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat ihrer makellose Saison fortgesetzt und im dritten Weltcuprennen den dritten Sieg gefeiert. Beim ersten Weltcup-Gastspiel in Davos/Schweiz setzte sich die 27-Jährige aus Bischofswiesen im Finale des Parallelslaloms gegen die Italienerin Lucia Dalmasso durch und baute damit ihre Führung in der Gesamtwertung vor Dalmasso aus.

„Es ist ein brutal emotionaler Sieg. Der dritte Sieg in Folge, mein zweiter überhaupt im Slalom. Einfach krass! Es hat richtig viel Spaß gemacht. Ich bin voll in meinem Flow drin“, sagte Hofmeister nach dem 18. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere: „Ich brauche die Weihnachtspause jetzt gar nicht, ich könnte gleich weiterfahren.“

Weil der nächste Weltcup aber erst am 13. Januar in Scuol/Schweiz ansteht, wird Hofmeister nun erstmal in der Heimat ausspannen: „Ich genieße die Zeit mit der Familie, wir sind ja selten daheim.“

Zuvor hatte die Olympiadritte Hofmeister in diesem Winter die Parallel-Riesenslaloms in Carezza und Cortina d'Ampezzo (beides Italien) gewonnen. In der Final-Revanche für Cortina lag Hofmeister im Nobelort Davos 29 Hundertstel vor der ein Jahr jüngeren Dalmasso, die erneut ihren ersten Karrieresieg verpasste.

Hofmeister hatte in der Qualifikation Platz zwei hinter Weltmeisterin Julie Zogg aus der Schweiz belegt. In den K.o.-Runden setzte sie sich auf dem Weg ins Finale höchst souverän gegen die bereits 50 Jahre alte Ex-Weltmeisterin Claudia Riegler (Österreich), die WM-Zweite Ladina Jenny (Schweiz) und die WM-Dritte Sabine Schöffmann (Österreich) durch. Schöffmann sicherte sich im kleinen Finale gegen Zogg Platz drei.

Melanie Hochreiter (Bischofswiesen/12.) scheiterte im Achtelfinale an Dalmasso. Cheyenne Loch (Schliersee/25.) schied in der Qualifikation aus.

Bei den Männern unterlag Stefan Baumeister (Aising Pang) im Achtelfinale knapp dem Qualifikations-Sieger sowie späteren Gesamtvierten Cody Winters (USA) und kam auf Platz 16. Der Tagessieg ging an den Italiener Daniele Bagozza.

+++22. Dezember+++

Skicrosser Hronek und Wilmsmann auf dem Podest

Gleich zwei deutsche Skicrosser sind im letzten Weltcup-Rennen vor Weihnachten auf das Podest gefahren. Tim Hronek wurde im Schneetreiben von Innichen am Freitag Zweiter, sein Teamkollege Florian Wilmsmann Dritter. Den Sieg sicherte sich der Franzose Terence Tchiknavorian.

Nach einer bis dahin durchwachsenen Saison könnten die Ergebnisse von Südtirol den deutschen Männern nun womöglich Auftrieb für den restlichen Winter geben. Wilmsmann hatte im Halbfinale sogar seinen rechten Skistock verloren und trotzdem souverän den Endlauf erreicht.

„Extrem heiße Rennen“ seien das gewesen, sagte Hronek. „Sau gut“ finde er den insgesamt fünften Podestplatz seiner Karriere. Die Mannschaft habe immer an ihre Form geglaubt, diese aus unterschiedlichen Gründen bisher aber zu selten zeigen können, erklärte Wilmsmann.

Bei den Frauen belegte die Olympia-Dritte Daniela Maier als beste Deutsche Platz sieben. Der Sieg ging überraschend an die Schweizerin Sixtine Cousin. Die seit Jahren dominierende Schwedin Sandra Näslund stürzte im Finale.

+++21. Dezember+++

Skicrosserin Maier wird Fünfte beim Weltcup in Innichen

Skicrosserin Daniela Maier ist im ersten der beiden Weltcup-Rennen in Innichen am Donnerstag auf Platz fünf gefahren. Für die Olympia-Dritte vom SC Urach war es das bislang zweitbeste Ergebnis in dieser Saison nach ihrem Sieg im französischen Val Thorens vor zwei Wochen. Sie sei zufrieden und wolle am Freitag noch mal voll angreifen, sagte Maier. Die Strecke in Südtirol gilt als eine der anspruchsvollsten im Rennkalender. Die schwedische Ausnahmeathletin Sandra Näslund war einmal mehr nicht zu schlagen.

Bei den Männern siegte bereits zum dritten Mal in diesem Winter der Kanadier Jared Schmidt. Von den deutschen Athleten kam keiner über das Viertelfinale hinaus.

+++17. Dezember+++

Coup in Trondheim – Langläuferin Carl feiert ersten Weltcupsieg

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl ist in Trondheim überraschend zu ihrem ersten Weltcup-Erfolg gestürmt und hat damit eine deutsche Durststrecke nach zwei Jahrzehnten beendet. Beim Intervallstart über zehn Kilometer im klassischen Stil ließ die 28-Jährige aus Zella-Mehlis der versammelten Weltelite keine Chance und siegte überlegen mit 19,6 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Rosie Brennan. Dritte wurde Schwedens Skiathlon-Weltmeisterin Ebba Andersson (+21,6).

Es war der erste Einzelsieg für eine deutsche Frau im Weltcup außerhalb von Etappenrennen seit fast 20 Jahren. Zuletzt hatte Claudia Nystad im Januar 2004 in Otepää über 15 km triumphiert. Danach gelangen Nystad bei den Weltcups-Finals 2008 und 2009 im Sprint sowie Katharina Hennig bei der Tour de Ski 2023 in Val di Fiemme über 15 km jeweils Etappensiege.

Hennig, 2022 in Peking Teamsprint-Olympiasiegerin mit Carl, fehlte am Sonntag in Trondheim wegen der Folgen einer Corona-Infektion.

+++16. Dezember+++

Deutscher Dreifach-Erfolg beim Rodeln in Kanada

Julia Taubitz hat beim Dreifach-Erfolg der deutschen Rodlerinnen in Kanada ihr zweites Weltcup-Rennen der Saison gewonnen. Nach ihrem Sprintsieg vor einer Woche in Lake Placid setzte sich die 27-Jährige am Samstag im Einsitzer-Wettbewerb vor ihren Teamkolleginnen Anna Berreiter und Merle Fräbel durch. Nach beiden Läufen auf der Olympiabahn von 2010 lag die Gesamtweltcup-Siegerin 0,11 Sekunden vor der 24 Jahre alten Weltmeisterin Berreiter und 0,113 Sekunden vor der 20-jährigen Fräbel. „Es war ein tolles Rennen. Ich bin extrem happy damit“, sagte Taubitz nach ihrem insgesamt 23. Weltcup-Sieg.

Beim letzten Weltcup des Jahres trumpften Deutschlands Rodlerinnen und Rodler auch in den anderen Wettbewerben auf. Im Frauen-Doppelsitzer gewannen die Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal am Freitag (Ortszeit) vor Dajana Eitberger und Saskia Schirmer. Im Männer-Doppelsitzer setzten sich die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt vor den Österreichern Thomas Steu und Wolfgang Kindl durch. Hannes Orlamünder und Paul Gubitz wurden Dritte.

Zum Auftakt des Kanada-Weltcups hatte der WM-Zweite Max Langenhan schon wieder gewonnen. Wie schon vor einer Woche in Lake Placid siegte der 24-Jährige im Einsitzer-Wettbewerb vor Weltmeister Jonas Müller aus Österreich - diesmal mit einem Vorsprung von 0,255 Sekunden. „Ich habe ein paar kleine Fehlerchen gemacht. Dass es dann trotzdem reicht, freut mich sehr“, sagte Langenhan.

Snowboarderin Hofmeister gewinnt auch zweiten Weltcup

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat auch den zweiten Weltcup der Saison gewonnen und ihre bestechende Frühform unter Beweis gestellt. Die Sportlerin aus Bischofswiesen in Oberbayern entschied am Samstagabend den Parallel-Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo für sich. Im Finale setzte sich die 27-Jährige gegen die Italienerin Lucia Dalmasso durch. Hofmeister feierte ihren 17. Weltcup-Erfolg - erst am Donnerstag hatte sie im Skigebiet von Carezza beim Saisonauftakt ebenso triumphiert.

„Ich komme gerade aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus“, sagte Hofmeister, die 2018 bei Olympia Bronze gewonnen hatte und von 2020 bis 2022 dreimal Gesamtweltcupsieger war. „Es ist unglaublich, es hat so viel Spaß gemacht.“

Hofmeisters Teamkolleginnen Melanie Hochreiter und Cheyenne Loch waren nach starken Leistungen in der Qualifikation im Achtelfinale ausgeschieden. Die deutschen Männer verpassten den Einzug in die K.o.-Runde der besten 16 Starter. Der Sieg in Cortina ging an den österreichischen Olympiasieger Benjamin Karl.

Hundertstel-Krimi – Lochner gewinnt auch in Innsbruck

Johannes Lochner gewann am Samstag auch den Zweier-Weltcup in Innsbruck-Igls, mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer verwies er Olympiasieger Francesco Friedrich und Alexander Schüller um lediglich acht Hundertstelsekunden auf den zweiten Platz.

Top-Talent Adam Ammour fuhr mit seinem Bruder Issam als Dritter (+0,74) erstmals in seiner Karriere im Zweierbob auf ein Weltcup-Podest. Nach dem Vierer-Weltcup am vergangenen Wochenende in La Plagne war es der zweite deutsche Dreifachsieg der Saison.

Im Fokus steht allerdings der Zweikampf zwischen Friedrich, der über Jahre unschlagbar war, und Lochner. Zumindest im kleinen Schlitten hat Lochner die Rolle des Top-Piloten mittlerweile übernommen, Friedrich dagegen ist dort in diesem Winter noch ohne Sieg. Am Samstag legte er zweimal die beste Startzeit hin, war im zweiten Durchgang auch in der Bahn stärker - doch Lochners Vorsprung genügte knapp.

Am Sonntag (13.30 Uhr) steht in Innsbruck noch der Vierer-Weltcup auf dem Programm, hier hatte Friedrich schon in La Plagne starke Form gezeigt und seinen ersten Sieg des Winters eingefahren. Die Gesamtführung sowohl im Zweier als auch im Vierer hat noch Lochner inne.

Dessen Aufschwung im Zweier hatte im vergangenen Winter begonnen. Der Bayer krönte sich erstmals zum Zweier-Weltmeister und beendete damit Friedrichs Serie nach sieben Titeln. Auch im Weltcup holte Lochner den Gesamtsieg, profitierte dabei allerdings auch von einer Verletzung des Konkurrenten: Friedrich kämpfte ab dem Jahreswechsel mit Adduktorenproblemen.

Buckwitz gewinnt auch zweiten Monobob-Weltcup in Innsbruck

Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen hat auch den zweiten Monobob-Weltcup in Innsbruck/Igls gewonnen. Die Olympiasiegerin von Pyeongchang setzte sich am Samstag im Olympia-Eiskanal am Patscherkofel mit 0,11 Sekunden Vorsprung vor der Amerikanerin Kaysha Love. Die Australierin Breeana Walker belegte mit 0,13 Sekunden Rückstand Rang drei. Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte vom BSC Winterberg kam diesmal nur auf Platz acht, nachdem sie am Freitag Dritte geworden war.

Buckwitz, die den Sieg-Hattrick in Innsbruck schaffte und dafür die Grundlagen mit zwei Startbestzeiten legte, musste diesmal im zweiten Durchgang Love die Bestzeit überlassen. Sie hatte das Rennen genutzt, um eine andere Kufe zu testen. „In Innsbruck kommt es auf den Start an. Der ist mir wieder geglückt. Mal sehen, ob es am Sonntag im Zweier so weiter geht“, sagte die Siegerin.

Nolte war gehandicapt ins Rennen gegangen. „Ich habe ein paar Probleme mit dem Beuger. Die Fahrten aber waren gut, damit bin ich zufrieden“, sagte Nolte.

Bundestrainer René Spies war angetan von der Leistung von Buckwitz. „Es war ein absolut verdienter Sieg mit zwei Top-Startzeiten. Sie hat aber auch immer noch ein paar kleine Fehler dabei. Wenn sie die noch abstellt, wird es schwer, sie bei der WM zu schlagen“, sagte der Bundestrainer.

Langläuferin Carl im Skiathlon auf Rang sechs

Langläuferin Victoria Carl etabliert sich allmählich in der Weltspitze. Einen Tag nach ihrem fünften Platz im Sprint schaffte es die 28 Jahre alte Teamsprint-Olympiasiegerin beim Weltcup im norwegischen Trondheim auf Rang sechs im Skiathlon. Carl sah in dem Rennen über je zehn Kilometer in der klassischen und freien Technik zeitweise sogar so aus, als ob sie es auf das Podest schaffen könne. Dort standen am Ende die schwedische Siegerin Ebba Andersson sowie Jessie Diggins (USA) und Heidi Weng (Norwegen). Pia Fink holte auf Rang 18 ebenfalls Weltcup-Punkte.

Rodler Langenhan gewinnt erneut

Vize-Weltmeister Max Langenhan hat auch das zweite Weltcup-Rennen der Saison gewonnen. Der 24 Jahre alte Sportsoldat setzte sich am Freitag (Ortszeit) im kanadischen Whistler souverän durch. Wie schon vor einer Woche in Lake Placid gewann Langenhan den Einsitzerwettbewerb vor Weltmeister Jonas Müller aus Österreich - diesmal mit einem Vorsprung von 0,255 Sekunden. Dritter bei der Generalprobe für die Rodel-Weltmeisterschaft 2025 wurde Kristers Aparjods aus Lettland. Für Langenhan war es saisonübergreifend der neunte Sieg am Stück. Beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid hatte Langenhan neben dem Einsitzer-Wettbewerb auch den Sprintwettkampf gewonnen.

Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch beendete das Rennen in Kanada als Vorletzter auf dem 26. Platz. David Nössler kam auf Rang 14.

++++15. Dezember++++

Topergebnis eingestellt – Carl sprintet auf Platz fünf

Carl war in der Qualifikation Dritte geworden, hatte danach auch ihr Viertelfinale gewonnen und durfte auf den ersten deutschen Podestplatz in einem Weltcup-Sprint der Frauen seit Denise Herrmann im Februar 2014 in Toblach (Rang zwei) hoffen. Im Finale fehlte der Thüringerin aber dann ein wenig die Kraft.

Den Sieg zum Auftakt des letzten Weltcups vor der Tour de Ski (30. Dezember bis 7. Januar) sicherte sich die Norwegerin Kristine Stavaas Skistad vor den Schwedinnen Linn Svahn und Emma Ribom. Sofie Krehl nach einem Sturz und Pia Fink schieden im Viertelfinale aus.

Katharina Hennig, die mit Carl 2022 in Peking Olympia-Gold im Teamsprint geholt hatte, fehlt wegen der Folgen einer Corona-Infektion in Trondheim, dem Schauplatz der nächsten WM im Jahr 2025.

Carl war am vergangenen Sonntag in Östersund über 10 km erstmals in ihrer Karriere in einem Einzelrennen auf das Podest im Weltcup gelaufen. Im Sprint hatte sie zuvor im Dezember 2022 in Lillehammer Platz fünf erreicht.

Bei den Männern zog Anian Sossau zum dritten Mal in seiner Karriere in ein Sprint-Viertelfinale ein und belegte schließlich Platz 29. Weltcup-Rekordsieger Johannes Hösflot Klaebo (Norwegen) sprintete souverän zu seinem 70. Karriere-Erfolg vor dem Franzosen Lucas Chavanat und seinem Landsmann Harald Östberg Amundsen.

Am Samstag stehen in Trondheim Skiathlon-Rennen an, am Sonntag werden 10 km im klassischen Stil gelaufen.

Skeleton: Keisinger auf dem Podest - Grotheer Fünfter

Skeletoni Felix Keisinger ist beim dritten Saison-Weltcup in Innsbruck-Igls erstmals seit drei Jahren wieder auf das Podest gefahren. Beim Sieg des Briten Matt Weston landete der 25-Jährige mit 0,32 Sekunden Rückstand auf dem starken dritten Platz, Zweiter wurde der Südkoreaner Jung Seung-Gi (+0,15).

„Ich bin überglücklich“, sagte Keisinger, der eine lange Leidenszeit hinter sich hat. „Ich bin teilweise sang- und klanglos hinterhergefahren, musste mich oftmals über einen elften Platz freuen. Aber jetzt läuft es wieder.“

Olympiasieger Christopher Grotheer (Oberhof) landete nach seinem Sieg zum Auftakt in Yanqing und dem dritten Platz in La Plagne vor einer Woche diesmal außerhalb der Podestplätze auf Rang fünf (+0,51). „Fahrerisch war es richtig gut, aber am Start war ich zu weit weg. Keine Chance“, sagte der 31-Jährige.

Axel Jungk (Oberbärenburg) als Siebter und Felix Seibel (Hallenberg) auf Rang 13 rundeten das erneut ordentliche deutsche Ergebnis ab. Weiter geht es erst am 12. Januar im Schweizer St. Moritz, langweilig wird zumindest Keisinger in der langen Pause nicht.

„Ich habe sauviel zu tun. Ich wohne gerade in einer Wohnung nur mit Bett und Schrank. Da würde ich gerne ein bisschen was dazustellen“, sagte Keisinger: „Ich freue mich auf den Umzug, endlich mal wieder ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben, wo man sich auch wohlfühlt.“

Am Nachmittag (ab 15.30 Uhr) stürzen sich im Frauen-Rennen noch die viermalige Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee), Olympiasiegerin Hannah Neise (Winterberg), Jacqueline Pfeifer (Winterberg) und Susanne Kreher (Oberbärenburg) in den Eiskanal.

Snowboardcrosser Nörl verletzt sich bei Sturz schwer

Der zweimalige Snowboardcross-Gesamtweltcupsieger Martin Nörl hat sich im Training eine Fraktur des linken Sprunggelenks zugezogen. Er muss auf unbestimmte Zeit pausieren. Das teilte der Verband Snowboard Germany in der Nacht zu Freitag mit. Nörl war im italienischen Cervinia ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Wie es für den 30-Jährigen weitergeht, sollen die Ärzte des Verbands in den kommenden Tagen entscheiden.

In Cervinia findet von Samstag an der zweite Weltcup dieser Saison im Snowboardcross statt. Vizeweltmeister Nörl hatte zuletzt zweimal nacheinander den Gesamtweltcup gewonnen und war zum Auftakt des Winters im französischen Les Deux Alpes Zehnter geworden.

Lisa Buckwitz gewinnt Monobob-Weltcup in Innsbruck

Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen hat den Monobob-Weltcup in Innsbruck/Igls gewonnen. Die Olympiasiegerin von Pyeongchang setzte sich am Freitag auf dem Olympia-Eiskanal am Patscherkofel dank zweier Laufbestzeiten mit 0,25 Sekunden Vorsprung vor der Australierin Breeana Walker durch. Dritte wurde Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte vom BSC Winterberg. Die Wiesbadenerin Kim Kalicki verzichtete auf den zweiten Durchgang.

Perfekter Auftakt für Snowboarderin Hofmeister

Die dreimalige Gesamtsiegerin holte sich im italienischen Carezza ihren 16. Erfolg in einem Einzelrennen, den 14. in der olympischen Disziplin Parallel-Riesenslalom.

Die rasende Polizistin Hofmeister (27) setzte sich im Finale gegen die Olympia-Zweite Daniela Ulbing aus Österreich durch. Im Halbfinale schaltete sie Weltmeisterin Miki Tsubaki (Japan) aus.

„Es war ganz schön glatt und tricky“, sagte Hofmeister, „aber es hat einigermaßen gut hingehauen von der Technik her. Dass es für den Sieg gereicht hat, ist Wahnsinn, einfach krass!“ Cheyenne Loch und Melanie Hochreiter blieben bereits im Achtelfinale hängen.

Stefan Baumeister, der in der Vorbereitung mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, verpasste in der Qualifikation den Einzug in die K.o.-Duelle um 0,07 Sekunden und belegte Rang 19. Den Tagessieg bei den Männern holte sich der Italiener Maurizio Bormolini.

Olympia-Siegerin Hennig fehlt auch in Lillehammer

Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig fehlt nach ihrer Corona-Infektion auch bei der Generalprobe für die Tour de Ski. Dies gab der Deutsche Skiverband am Mittwoch bekannt. Bei den Weltcup-Rennen in Lillehammer ab Freitag fehlen auch die weiteren erkrankten deutschen Sportler im Aufgebot, das von Victoria Carl angeführt wird. Olympiasiegerin Carl hatte am Sonntag in Östersund ihr erstes Weltcup-Podium erreicht.

„Leider müssen Katharina Hennig, Laura Gimmler, Albert Kuchler und Florian Notz auch in Trondheim noch pausieren“, sagte Sportdirektor Andreas Schlütter: „Sie konnten zum Teil schon wieder ins Training einsteigen. Auch Katha konnte sich schon wieder locker bewegen. Der Fokus liegt aber ganz klar darauf, ganz gesund zu werden, um anschließend einen vernünftigen Trainingsaufbau zu realisieren.“

Hennig hatte bereits am vergangenen Wochenende auf den Weltcup im schwedischen Östersund verzichten müssen. Die Tour de Ski findet vom 30. Dezember bis 7. Januar an den Schauplätzen Toblach, Davos und Val di Fiemme statt. In einem Winter ohne WM und Olympia kommt dem Etappenrennen besondere Bedeutung zu.

Nach Corona-Infektionen: Langlauf-Quartett fehlt beim Weltcup

Das deutsche Skilanglauf-Team muss auch beim Weltcup im norwegischen Trondheim auf Olympiasiegerin Katharina Hennig, Laura Gimmler, Albert Kuchler und Florian Notz verzichten. Das Quartett ist nach Corona-Infektionen noch nicht wieder fit genug für die Wettkämpfe im WM-Ort von 2025. Die vier waren bereits am vergangenen Wochenende im schwedischen Östersund nicht angetreten.

„Sie konnten zum Teil schon wieder ins Training einsteigen“, sagte Langlauf-Sportdirektor Andreas Schlütter laut einer Mitteilung vom Mittwoch. „Der Fokus liegt aber ganz klar darauf, ganz gesund zu werden, um anschließend einen vernünftigen Trainingsaufbau zu realisieren.“

+++10. Dezember+++

Bobfahrer Francesco Friedrich schlägt im Vierer zurück

Francesco Friedrich hat im fünften Rennen dieses Winters seinen ersten Weltcupsieg eingefahren. Der zweimalige Doppel-Olympiasieger gewann am Sonntag beim deutschen Dreifacherfolg das Viererbob-Rennen in La Plagne. Mit jeweils Start- und Laufbestzeiten verwies der Pirnaer mit seiner Crew Thorsten Margis, Alexander Schüller und Felix Straub seinen Dauerrivalen Johannes Lochner mit 0,44 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei und machte seine Ankündigung nach dem Auftakt in Peking - „Die Klassenfahrt war schön. Jetzt schlagen wir zurück.“ - wahr. Adam Ammour vom BRC Thüringen kam in seinem ersten Weltcup-Rennen in der Königsklasse prompt auf Rang drei.

Zuvor hatte Peking-Olympiasiegerin Laura Nolte den Zweierbob-Weltcupauftakt gewonnen. Die Pilotin aus Winterberg, die im Monobob das Podest als Fünfte verpasste, setzte sich mit Anschieberin Neele Schuten mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor der Wiesbadenerin Kim Kalicki und Leonie Fiebig durch. Dritte wurde die Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die nach der Geburt ihres zweiten Kindes ein starkes Comeback mit Anschieberin Emily Renna feierte. Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen kam mit Vanessa Mark auf Rang sechs. „Es war eine große Erleichterung, da es beim Start des ersten Laufs nicht so lief“, sagte Nolte.

Beim Zweierbob-Rennen der Männer am Samstag verschenkte Lochner den siebten Sieg in Serie nach einem Patzer am Start. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener knallte nach dem Einstieg an die Bande und verlor seinen ganzen Speed. Am Ende reichte es mit Anschieber Georg Fleischhauer noch für Rang zwei hinter dem Schweizer Michael Voigt - aber immerhin vor Friedrich. „Das war dämlich von mir, dass wir es zu weit ausgereizt haben, was nicht nötig gewesen wäre. Zum Glück wurde es noch der zweite Platz. Das ärgert einen natürlich, wenn man es so herschenkt“, sagte Lochner. Der deutsche Meister Ammour kam mit seinem Bruder Issam auf den fünften Platz.

Skilanglauf: Victoria Carl läuft auf Rang drei ein

Beim Weltcup in Schweden zeigt Langläuferin Victoria Carl ihr großes Potenzial. Sie schafft etwas, das ihr zuvor noch nie gelungen war. Bei den Männern dominiert Norwegen.

Skilanglauf: Moch mischt bei Norge-Gala vorne mit

Skilangläufer Friedrich Moch hat beim Weltcup im schwedischen Östersund für die erste Top-10-Platzierung der deutschen Männer in diesem Winter gesorgt. Der 23-Jährige aus Memmingen lief über 10 km im freien Stil auf einen starken achten Platz und war damit zweitbester Nicht-Norweger.

Beim Fünffachsieg der Norge-Übermacht hatte Moch 51,1 Sekunden Rückstand auf Sieger Harald Amundsen, der bei seinem zweiten Weltcupsieg 8,1 Sekunden vor Olympiasieger Simen Hegstad Krüger lag. Dritter wurde Didrik Tönseth (+14,3). Außer Norwegern war nur der Brite Andrew Musgrave als Sechster besser als Moch, der zum achten Mal im Weltcup unter die besten zehn lief.

Die drei weiteren deutschen Starter verpassten die Weltcup-Ränge. Anian Sossau wurde 34., Lucas Bögl 40., Jan Stölben kam auf Platz 65.

Nolte rast im Zweierbob zum Sieg beim Weltcup-Start

Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte ist zum Start in den Weltcup-Winter sofort wieder zum Sieg gerast. Die 25-Jährige verwies am Sonntag im französischen La Plagne Weltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden) mit zwölf Hundertsteln Vorsprung auf den zweiten Rang. Zusammen mit Anschieberin Neele Schuten knüpfte Nolte (Winterberg) damit nahtlos an die zwei Erfolge zum Abschluss der vergangenen Saison an.

Dritte im olympischen Eiskanal von 1992 wurde die erfahrene US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor (+0,22). Die WM-Zweite Lisa Buckwitz (Oberhof) kam mit Anschieberin Vanessa Mark auf den sechsten Rang (+0,66). Für Nolte war es der insgesamt 14. Weltcup-Sieg im Zweier.

Im Monobob am Samstag waren die deutschen Pilotinnen noch am Podest vorbeigefahren. Beim Überraschungssieg der Weltcup-Debütantin Kaysha Love war Nolte mit Rang fünf beste Deutsche. Die Frauen waren beim Weltcup-Auftakt in Yanqing vor drei Wochen aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl noch nicht an den Start gegangen.

+++9. Dezember+++

Zweites Rennen, zweiter Sieg - Rodler Langenhan obenauf

Rennrodler Max Langenhan hat im zweiten Saisonrennen den zweiten Sieg gefeiert. Einen Tag nach seinem Einsitzer-Erfolg beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid setzte sich der 24-Jährige am Samstag auch im Sprintwettkampf durch. Er gewann mit einem Vorsprung von 0,303 Sekunden vor dem dreimaligen Olympiasieger Felix Loch. „Ich hatte einen richtig, richtig guten Lauf. So wollte ich Lake Placid abschließen, so hat es gepasst. Ich freue mich da riesig drüber“, sagte Langenhan.

Julia Taubitz war zuvor im Damen-Einsitzer als Zweite auf das Podium gefahren. Die 27-Jährige musste sich nur der Österreicherin Madeleine Egle geschlagen geben, lag nach den beiden Läufen 0,188 Sekunden zurück. Im Sprintrennen setzte sich die Gesamtweltcupsiegerin dann durch.

Nach ihrem Umstieg auf den Doppelsitzer kam Dajana Eitberger mit der jungen Saskia Schirmer nach Platz zwei beim Debüt auch im Sprint als Dritte auf das Podest. „Damit hat von uns beiden keine gerechnet, dass das erste Wochenende schon durchaus sehr erfolgreich ist.“ Die Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal rodelten zweimal auf Rang fünf. Im Männer-Doppelsitzer schafften es die sechsmalige Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Artl im Sprintrennen als Dritte auf das Podest.

Nach dem Auftakt in Lake Placid geht es in der nächsten Woche im kanadischen Whistler auf der Olympia-Bahn von 2010 weiter. Erst nach Weihnachten folgen die ersten Rennen in Europa. Höhepunkt der Rodel-Saison ist die Weltmeisterschaft Ende Januar in Altenberg.

Lochners Serie im Bob endet

Ein Startfehler im zweiten Durchgang hat die Siegesserie von Bobpilot Johannes Lochner beendet. Der Stuttgarter musste sich mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer (SC Potsdam) nach drei Siegen zum Auftakt am Samstag im Zweierbob in La Plagne mit dem zweiten Platz begnügen. Auf der Olympiabahn von 1992 gewannen die Schweizer Michael Vogt und Sandro Michel in 1:58,51 Minuten vor dem Stuttgarter (0,07 Sekunden zurück). Dritte wurden Francesco Friedrich vom BSC Oberbärenburg Sachsen und Anschieber Thorsten Margis (SV Halle) (0,43). Der deutsche Meister Adam Ammour (BRC Thüringen) kam mit seinem Bruder Issam (Eintracht Frankfurt) auf den fünften Platz (0,92).

Skilanglauf: Krehl sprintet auf Platz 25 - Klaebo und Ribom siegen

Das von Corona-Ausfällen geschwächte deutsche Skilanglauf-Team hat beim Weltcupsprint im schwedischen Östersund Top-Platzierungen deutlich verpasst. Die Staffel-Olympiazweite Sofie Krehl kam als beste DSV-Läuferin nach dem Aus in der ersten K.o.-Runde auf Platz 25. Coletta Rydzek scheiterte ebenfalls im Viertelfinale und kam auf Rang 30.

Katherine Sauerbrey, die 2022 in Peking ebenfalls Silber mit der Staffel geholt hatte, schied als 35. in der Qualifikation aus. Bei den Männern überstand kein deutscher Athlet die Vorausscheidung. Anian Sossau (42.) und Jan Stölben (45.) liefen deutlich am Viertelfinale der besten 30 vorbei.

Die Männer-Konkurrenz beherrschte Norwegens Superstar Johannes Hösflot Klaebo, der 27 Jahre alte Rekord-Weltcupsieger feierte vor seinem Landsmann Eirik Valnes und James Schoonmaker (USA) seinen 69. Karriere-Erfolg. Die schwedische Teamsprint-Weltmeisterin Emma Ribom sicherte sich vor der Norwegerin Kristine Skistad und ihrer Landsfrau Linn Svan ihren zweiten Saisonsieg.

Olympiasiegerin Katharina Hennig, Laura Gimmler und Albert Kuchler hatten die Reise nach Schweden nach positiven Coronatests absagen müssen.

Nolte und Buckwitz verpassen Monobob-Podest

Die deutschen Monobob-Pilotinnen sind zum Start in den Weltcup am Podest vorbeigerast. Weltmeisterin Laura Nolte (Winterberg) fiel im französischen La Plagne nach einem schwächeren zweiten Lauf noch auf den geteilten fünften Rang (+0,40 Sekunden) zurück, den Sieg sicherte sich die US-Amerikanerin Kaysha Love in ihrem ersten Weltcup-Rennen. Zweite wurde die Schweizerin Melanie Hasler (+0,21) vor der Rumänin Andreea Grecu (+0,31).

Die WM-Dritte Lisa Buckwitz (Oberhof) belegte im olympischen Eiskanal von 1992, in dem auch 2030 um Olympia-Medaillen gefahren wird, Rang sieben (+0,57). Kim Kalicki (Wiesbaden) enttäuschte mit Platz zwölf (+1,51). „Es war ein harter Wettkampf, am Ende gewinnt Love verdient und zeigt, wo es hingeht. Es zeigt sich, dass die Konkurrenz extrem hart ist, wir müssen uns ins allen Bereichen verbessern“, sagte Bundestrainer Rene Spies.

Die Frauen waren beim Weltcup-Auftakt in Yanqing vor drei Wochen aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl noch nicht an den Start gegangen. Die Olympia- und Gesamtweltcupsiegerin Kaillie Humphries erwartet ihr erstes Kind und pausiert in diesem Winter. Am Sonntag (ab 9.00 Uhr) steht für die Frauen noch das Rennen im Zweier an.

(RP/dpa/SID)