Viktoria Rebensburg gewinnt Riesenslalom-Kugel - Fabian Rießle siegt vor Johannes Rydzek

+++ Wintersport-Telegramm +++: Rebensburg holt Riesenslalom-Kugel - Rießle siegt vor Rydzek

Im Rheinland ist der Winter zurückgekehrt, da ist es ja nur logisch, dass der Wintersport auch keine Pause einlegt. Wir halten Sie im Wintersport-Telegramm auf dem Laufenden.

+++ Nordische Kombination +++

Rießle gewinnt vor Rydzek - Watabe holt Gesamtweltcup

Die Olympiasieger Fabian Rießle und Johannes Rydzek haben beim Heimweltcup in Klingenthal für einen deutschen Doppelsieg in der Nordischen Kombination gesorgt. Rießle gewann den Zielsprint gegen seinen Teamkollegen und feierte den dritten Erfolg in Serie sowie den vierten der Saison. Dem Japaner Akito Watabe reichte ein dritter Rang, um Eric Frenzel vorzeitig als Gewinner des Gesamtweltcups abzulösen. Rießle (Breitnau) ging einen Tag nach seinem Start-Ziel-Sieg diesmal von Rang drei ins Rennen, wo er zusammen mit Rydzek (Oberstdorf) nach acht der zehn Kilometer zum führenden Watabe aufschloss. Wenig später ließ das Duo auch den Japaner stehen, ehe Rießle auf den letzten Metern nicht zu stoppen war. Es war der vierte deutsche Doppelsieg des Winters.

+++ Eisschnelllauf +++

Pechstein im Massenstart von Minsk auf Rang fünf

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat zum Abschluss des Weltcup-Finals in Weißrusslands Hauptstadt Minsk im Massenstart einen ordentlichen fünften Platz belegt. Im Gesamtweltcup musste sich die 46-Jährige mit Rang vier begnügen und verpasste beim Sieg der Italienerin Francesca Lollobrigida den Podestplatz nur um 29 Punkte.

+++ Eisschnelllauf +++

Bundestrainer van Veen schmeißt hin

In der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) deutet sich drei Wochen nach dem Olympia-Debakel von Pyeongchang in der sportlichen Leitung ein Umbruch an. Bundestrainer Jan van Veen erklärte am Sonntag, dass er seinen im Mai auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Weitere Rücktritte stehen im Raum.

"Zwei Jahre habe ich mit viel Spaß und voller Energie für die DESG gearbeitet. Ich sehe aber langfristig keine Möglichkeiten, die DESG wieder an die Weltspitze zu führen", erklärte der Niederländer am Sonntagnachmittag am Rande des Weltcupfinals von Minsk.

+++ Biathlon +++

Biathleten in Oslo-Staffel Fünfte - Norwegen siegt

Die deutschen Biathleten haben in der letzten Staffel des Weltcups-Winters einen Podestplatz verpasst. In der ungewohnten Besetzung Erik Lesser, Simon Schempp, Roman Rees und Arnd Peiffer reichte es für das deutsche Quartett am Sonntag in Oslo nur zu Platz fünf. Die Deutschen leisteten sich insgesamt neun Nachlader und hatten nach 4x7,5 Kilometer 32,5 Sekunden Rückstand auf die drittplatzierten Russen. Damit konnte der Olympia-Dritte von Pyeongchang in diesem Winter keinen Staffelsieg feiern. Im Weltcup hatte es nur in Hochfilzen mit Platz zwei zu einer Podiumsplatzierung gereicht. Den dritten Saisonsieg und damit die Weltcupwertung sicherten sich überlegen die Norweger. Sie verwiesen mit 50,3 Sekunden Vorsprung Österreich auf Rang zwei.

+++ Langlauf +++

Kläbo gewinnt Weltcup - Tagessieg an Bolschunow

Der Norweger Johannes Hösflot Kläbo (21) hat als jüngster Skilangläufer der Geschichte den Gesamtweltcup gewonnen. Dem dreifachen Olympiasieger von Pyeongchang genügte am Sonntag beim abschließenden Freistil-Verfolgungsrennen über 15 km im schwedischen Falun ein 25. Platz, um sich erstmals die große Kristallkugel zu sichern. Kläbo löste den Schweden Gunde Svan als Altersrekordler ab, der 1983/84 mit 22 Jahren triumphiert hatte.

Souveräner Sieger war am Sonntag der Russe Alexander Bolschunow, der einen Tag zuvor über 15 km im klassischen Stil seinen ersten Sieg im Weltcup gefeiert hatte. Zweiter wurde der Kanadier Alex Harvey (+47,1 Sekunden) vor dem Schweizer Dario Cologna (+47,5), der damit Platz zwei im Gesamtweltcup errang. Bester Deutscher war Thomas Bing (Dermbach) auf Rang 35 (+3:04,1 Minuten).

+++ Eisschnelllauf +++

Ihle verpasst zum Abschluss wieder das Podest

Eis-Sprinter Nico Ihle hat das Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in Minsk mit einer weiteren Ernüchterung abgeschlossen. Der Chemnitzer kam im zweiten Lauf über 500 m beim niederländischen Dreifach-Triumph in 35,34 Sekunden nur auf den zehnten Rang. Es gewann Jan Smeekens (34,83 Sekunden) vor seinen Landsleuten Dai Dai Ntab (34,94) und Hein Otterspeer (34,97). Am Vortag war der Olympia-Achte aus Sachsen im ersten Rennen über 500 m in 35,60 Sekunden nur Elfter und Vorletzter geworden. Deutlich besser lief es für Ihle über 1000 m. In 1:09,56 Minuten landete er am Samstag beim Sieg des Niederländers Kjeld Nuis (1:09,23) auf Rang vier.

+++ Nordische Kombination +++

Springen der Kombinierer abgesagt

Sturmböen über der Vogtland Arena haben am Sonntag ein Springen beim Weltcup der Nordischen Kombination in Klingenthal unmöglich gemacht. Deshalb geht der provisorische Wettkampfsprung vom Freitag in die Wertung. Den gewann der japanische Weltcup-Spitzenreiter Akito Watabe mit einer Weite von 134 Metern. Er geht am Nachmittag mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf seinen ärgsten Rivalen Jan Schmid aus Norwegen in den 10-Kilometer-Lauf.

+++ Snowboardcross +++

Berg und Schad gewinnen Team-Wettbewerb

Die deutschen Snowboardcrosser haben beim letzten Weltcup des Olympia-Winters überraschend ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Paul Berg (Konstanz) und Konstantin Schad (Miesbach) setzten sich beim Team-Wettkampf im Schweizer Veysonnaz vor dem spanischen Duo Regino Hernandez und Lucas Eguibar durch. Es war der erste deutsche Sieg in einem Team-Event überhaupt. Berg (26) hatte im Dezember in Val Thorens (Frankreich) eine Einzel-Konkurrenz gewonnen. Zwei Weltcup-Siege durch deutsche Snowboardcrosser in nur einer Saison gab es bislang nur zwei Mal, zuletzt 2001 - jeweils durch Sandra Farmand. Für Berg war es der insgesamt dritte Sieg im Weltcup, Schad (30) war zum zweiten Mal erfolgreich.

+++ Langlauf +++

Björgen siegt - Weng holt den Weltcup

  • Fotos : Das ist Fabian Rießle

Die norwegische Skilangläuferin Heidi Weng hat zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen. In einem dramatischen letzten Rennen in Falun/Schweden reichte der 26-Jährigen beim 114. Weltcupsieg ihrer Landsfrau Marit Björgen im abschließenden Verfolgungsrennen über 10 km ein 18. Platz, um 40 Punkte Vorsprung auf die Amerikanerin Jessica Diggins ins Ziel zu retten.

+++ Snowboard +++

Snowboarder gehen in Winterberg leer aus

Die deutschen Alpin-Snowboarder haben im letzten Rennen der Saison einen Podestplatz verpasst. Beim Heim-Weltcup in Winterberg schieden Selina Jörg und Patrick Bussler sowie Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister am Sonntag im Team-Mixed-Wettkampf jeweils im Viertelfinale aus. Jörg hatte tags zuvor das Einzelrennen im Parallel-Slalom gewonnen und den zweiten Weltcup-Erfolg überhaupt gefeiert. Für Routinier Bussler und Alexander Bergmann war das Rennen im Sauerland der letzte Weltcup in ihren Karrieren - beide Routiniers beendeten nach der Olympia-Saison ihre aktiven Laufbahnen. Der Sieg ging an die Südtiroler Roland Fischnaller und Nadya Ochner.

+++ Nordische Kombination +++

Kircheisen hört auf

Björn Kircheisen beendet seine lange sportliche Karriere. Beim Heim-Weltcup der Nordischen Kombinierer in Klingenthal kündigte der Johanngeorgenstädter am Sonntag seinen Abschied nach dem Weltcup-Finale am nächsten Wochenende in Schonach an. "Es fällt mir sehr schwer, aber ich trage den Gedanken schon länger mit mir herum", sagte der 34-Jährige am Sonntag. Bundestrainer Hermann Weinbuch bedauerte den Rücktritt. "Ich habe eineinhalb Jahrzehnte mit Björn zusammengearbeitet und verbinde sehr viel mit ihm. Der Mannschaft geht ein großer Athlet und ein Vorbild verloren", bemerkte der Coach.
Der mittlerweile am Chiemsee lebende Kircheisen möchte als Trainer dem Sport erhalten bleiben.

Kircheisen war 17 Jahre im Weltcup aktiv. 2017 krönte er seine Laufbahn mit dem Gewinn des Weltmeistertitel mit dem Team. Von fünf Olympischen Winterspielen brachte er drei Silbermedaillen sowie einmal Bronze jeweils im Team mit nach Hause. In Pyeongchang kam der Oldie, der erst kurz vor den Spielen die Qualifikation geschafft hatte, nicht über die Rolle des Ersatzmannes hinaus.

+++ Ski alpin +++

Auch Männer-Slalom abgesagt

Starker Wind hat das Weltcup-Finale der Ski-Rennläufer durcheinandergewirbelt und zur Absage der letzten Saisonrennen geführt. Nach dem Riesenslalom der Frauen fiel wegen phasenweise orkanartiger Böen auch der Slalom aus.

Doppel-Olympiasieger Marcel Hirscher, der bereits als Gewinner der Disziplinwertung und des Gesamtweltcups feststand, wurde damit um eine große Chance gebracht: Der Slalom-Dominator der Saison (sieben Siege) beendet den Winter mit 13 Weltcup-Erfolgen - einem Rekord. Diesen hält er aber gemeinsam mit Ingemar Stenmark (Schweden) und seinem Landsmann Hermann Maier, übertreffen konnte er sie in Are nicht mehr.

+++ Snowboard +++

Jörg verpasst weiteren Coup in Winterberg

Snowboarderin Selina Jörg hat einen Tag nach ihrem Heimsieg beim Weltcup-Finale in Winterberg einen weiteren Podestplatz verpasst. Die 30-Jährige aus Sonthofen schied im Teamwettbewerb mit Patrick Bussler (Aschheim) im Viertelfinale aus und wurde Fünfte. Auch Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) und Stefan Baumeister (Aising-Pang) scheiterten in der Runde der letzten acht Mannschaften und kamen letztlich auf Rang sechs.

Jörg hatte im Viertelfinale vorgelegt und Bussler auf dem schnelleren blauen Kurs mit über eine Sekunde Vorsprung ins Rennen geschickt. Doch der Routinier kam im letzten Rennen seiner Karriere auf dem eher flachen Poppenberg überhaupt nicht zurecht und schwang 0,06 Sekunden hinter seinem Rivalen Sebastian Kislinger aus Österreich ab.

+++ Biathlon +++

Hildebrand denkt ans Karriereende

Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand könnte ihre Biathlon-Karriere womöglich schon bald beenden. "Ich bin in so einem Alter, wo ich mir Gedanken mache, was denn im Leben nach dem Sport kommt", sagte Hildebrand im Gespräch mit der ARD bei Facebook. Angesprochen auf ihre Planungen für die nächste Saison meinte die 30-Jährige: "Ich muss erstmal grob schauen, wo meine Reise in den nächsten Jahren hingeht. Da spielen hauptsächlich private Gründe eine Rolle, körperlich ist es kein Problem."

Lesen Sie den ausführlichen Bericht.

+++ Ski alpin +++

Rebensburg gewinnt Riesenslalom-Kugel kampflos

Viktoria Rebensburg hat zum dritten mal die kleine Kristallkugel im Riesenslalom gewonnen. Die 28-Jährige aus Kreuth am Tegernsee profitierte am Sonntag von der Absage des letzten Saisonrennens in ihrer Paradedisziplin wegen starken Windes und schlechter Sicht.

Rebensburg hatte die Gesamtwertung im "Riesen" bereits 2011 und 2012 für sich entschieden. Sie war mit 92 Punkten Vorsprung auf Weltmeisterin Tessa Worley (Frankreich) nach Schweden gereist, wo sie die Kugel kampflos erhielt. Rebensburg hatte drei Saisonrennen gewonnen und darüber hinaus drei zweite Plätze geholt.

+++ Curling +++

Curlerinnen mit zwei Niederlagen zum WM-Auftakt

Die deutschen Curlerinnen sind mit zwei Niederlagen in die WM im kanadischen North Bay gestartet. Das Team um Skip Daniela Jentsch (Füssen) unterlag zunächst dem Olympiazweiten Südkorea mit 3:8, anschließend gab es gegen Japan ein knappes 5:6. Dabei hatte die Auswahl des Deutschen Curling Verbandes (DCV) noch vor dem letzten End mit 5:4 geführt.

Das Team, das sich nicht für die Winterspiele in Pyeongchang qualifiziert hatte, hat mit Blick auf die Sportförderungen Rang acht als WM-Ziel ausgegeben. Im neuen Turnier-Modus gehen 13 Nationen an den Start und damit eine mehr als bislang. Sechs Mannschaften ziehen in die Play-offs (24./25. März) ein, der Titelverteidiger ist Gastgeber Kanada.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rebensburg bekommt ihre Kristallkugel

(can)