Vierschanzentournee: Zum Jubel reicht es für Schmitt nicht

Vierschanzentournee : Zum Jubel reicht es für Schmitt nicht

Oberstdorf (RP). Deutschlands bester Skispringer Martin Schmitt belegt zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf den fünften Rang. Er selbst hat auf einen Podestplatz gehofft. Bundestrainer Werner Schuster spricht trotzdem von einem schönen Abend, und die Stimmung an der Schanze ist wie zu besten Zeiten.

Um 18.11 Uhr ist sie wieder da. Die alte Skisprungstimmung, die es schon gab, als von Fußball-Fanmeilen in Deutschland noch keine Rede war. Ein Meer schwarz-rot-goldener Fahnen wogt an der Schanze am Oberstdorfer Schattenberg.

Gebannte Blicke von 25.000 Fans richten sich nach oben auf den Turm, wo Martin Schmitt sein Brillenband noch einmal richtet, bevor er sich zu seinem zweiten Versuch in die Tiefe stürzt. Vierter war er nach dem ersten Durchgang, mit "meinem besten Sprung im ganzen Winter", hauchdünn nur hinter den Spitzenrängen. Die Wiedergeburt des Siegspringers Martin Schmitt, wie der verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß ihn in seinen besten Jahren bezeichnete, liegt in der Luft.

Dass es dann nicht ganz fürs Treppchen reicht, dass sich Schmitt mit Rang fünf begnügen muss, hindert Bundestrainer Werner Schuster nicht daran, von einem "schönen Skisprungabend" zu sprechen. Lange hatte Wintersport-Deutschland diese Euphorie an der Schanze nicht mehr erlebt.

In Michael Neumayer auf Rang neun, Michael Uhrmann als Zehntem und Stephan Hocke als 15. bringt Schuster weitere drei Springer unter die Top 15. "Das ist ein Superstart in die Tournee", stellt der 39-Jährige fest, "das hätte uns wohl keiner zugetraut."

Erst 134,5 und dann 129 Meter

Hier geht es zur Bilderstrecke: Vierschanzentournee 08/09: 1. Springen

(RP)
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