Grüße aus dem Schnee (3): Weißflog ist eine Fehlbesetzung

Grüße aus dem Schnee (3) : Weißflog ist eine Fehlbesetzung

Oberstdorf (RPO). Stefan Bier ist ein höchst respektabler Journalist. Er recherchiert gründlich, führt einfühlsame Gespräche und kommt – was für einen Fernsehmann keine Selbstverständlichkeit ist – ohne Dünkel daher.

Oberstdorf (RPO). Stefan Bier ist ein höchst respektabler Journalist. Er recherchiert gründlich, führt einfühlsame Gespräche und kommt — was für einen Fernsehmann keine Selbstverständlichkeit ist — ohne Dünkel daher.

Seit einigen Jahren sitzt der ZDF-Reporter bei den Skisprung-Wettbewerben, die die Mainzer übertragen dürfen, am Mikrofon. Manche Zuschauer mögen seine unaufgeregte Art, andere halten ihn für einen Langweiler. Man kann es nun einmal nicht jedem Recht machen.

Wer nun aber beim ZDF auf die kuriose Idee gekommen ist, ihm in der Oberstdorfer Qualifikation den viermaligen Tournee-Sieger Jens Weißflog an die Seite zu setzen, der gehört bestraft.

Als Co-Moderator zwischen den Durchgängen war der sächselnde Sachse immer schon etwas gewöhnungsbedürftig, als Dauerplauderer aus dem Off ("Das war eine so genannte Granate") aber ist er eine Fehlbesetzung.

Ein nicht minder bemerkenswerter Plan ist es, Georg Späth beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee als Co-Stadionsprecher zu nominieren. Späth, der wegen eines Kreuzbandrisses dieses Jahr nicht springen kann, ist zwar ein netter Kerl, noch dazu Lokalmatador in Oberstdorf, als Stimmungskanone aber konnte er sich bislang noch keinen Namen machen. Man kann ihm nur wünschen, dass er nächstes Jahr wieder als Sportler mitmachen darf.

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