Vierschanzentournee 2019/2020: Zeitplan, TV-Übertragung, Termine, Favoriten

Favoriten, TV-Termine, Zeiten : Das müssen Sie über die Vierschanzentournee 2019/20 wissen

Die prestigeträchtige Vierschanzentournee findet 2019/20 zum 68. Mal statt. Ab dem 28. Dezember 2019 kämpfen die Skispringer wieder auf den vier Schanzen um den Titel. Wer sind die Favoriten und wann kann man die Springen im TV sehen? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wann findet die Vierschanzentournee 2019/2020 statt?

Die Vierschanzentournee startet in der Saison 2019/20 am 28. Dezember 2019 mit der Qualifikation in Oberstdorf und endet mit dem Dreikönigsspringen im österreichischen Bischofshofen am 6. Januar 2020.

Wo findet die Vierschanzentournee 2019/2020 statt? Orte, Termine und Zeitplan im Überblick

Die Reihenfolge der Wettkampforte ist bei der Vierschanzentournee traditionell jedes Jahr die selbe. Sie findet in Deutschland und Österreich auf jeweils zwei Skisprungschanzen statt.

Hier finden Sie den vollständigen Zeitplan der Vierschanzentournee 2019/2020.

Wie funktioniert die Vierschanzentournee?

Die Vierschanzentournee gehört zur Weltcup-Wertung der Skispringer. Daher gibt es auch bei den vier Etappen der Tournee Weltcuppunkte. Für die Gesamtwertung der Vierschanzentournee zählen allerdings die Punkte, die jeder Springer für Weite und Haltung erhält. Für die Windverhältnisse können ebenfalls Punkte gutgeschrieben oder aber abgezogen werden. Ähnlich wird verfahren, wenn der Anlauf während eines Wettkampfes verkürzt oder verlängert wird. Bei mehr Anlauf, werden Punkte abgezogen, bei weniger Anlauf gibt es Pluspunkte. Die Punkte, die die Sportler bei der Vierschanzentournee für ihre Sprünge sammeln, werden addiert. Der Skispringer, der nach allen vier Wettbewerben die meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt die Vierschanzentournee.

Anders als sonst im Weltcup qualifizieren sich bei der Vierschanzentournee aber nicht die besten 30 Springer des 1. Durchgangs für den 2. Durchgang, sondern es wird im 1. Durchgang im K.o.-System gesprungen. Deswegen ist die Qualifikation bei der Tournee besonders wichtig. Die Athleten werden nach der Qualifikation in 25 Paare eingeteilt. Der beste Skispringer der Quali tritt im K.o.-Durchgang gegen den 50. der Qualifikation an, der Zweite gegen den 49. und so weiter. Die Gewinner der Duelle (es zählt die für den Sprung erreichte Punktzahl) qualifizieren sich direkt für den 2. Durchgang. Dieser wird dann mit den punktbesten fünf Verlierern aus den K.o-Duellen auf 30 Skispringer aufgefüllt - das sind die sogenannten Lucky Loser (auf deutsch: glückliche Verlierer). Daher haben auch starke Springer, die gegen einen ebenfalls starken Kontrahenten antreten müssen, bei diesem K.o.-Modus die Chance auf den 2. Wertungsdurchgang.

Durch diesen Modus schaffen es auch Skispringer in den 2. Durchgang, die im normalen Weltcup-Modus ausgeschieden wären. So kann es passieren, dass jemand nach Punkten insgesamt 49. geworden wäre, er es aber dennoch in den 2. Durchgang schafft, weil sein K.o.-Partner noch schlechter war. Gleichzeitig kann jemand, der mit seinen Punkten Zwölfter geworden wäre, ausscheiden, weil er sein Duell verloren hat und fünf andere Verlierer besser waren als er. Das macht die Vierschanzentournee besonders anfällig für Ausfälle von Favoriten - was wiederum ihren besonderen Reiz ausmacht.

Muss die Qualifikation ausfallen, wird im normalen Weltcup-Modus gesprungen.

Fragen und Antworten zur Vierschanzentournee.

Wer sind die Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee 2019/2020?

In den ersten Weltcupspringen 2019 hat sich dieses Mal noch kein Skispringer hervorgetan, der das Feld dominiert. Der Vierschanzentourneesieger von 2018/19, der Japaner Ryoyu Kobayashi, zählt auch diesmal zu den Favoriten und könnte nach seinem Grand-Slam-Triumph im Vorjahr den Titel verteidigen. Der Österreicher Stefan Kraft, Vierschanzentourneesieger von 2014/15, sowie sein Teamkollege Philipp Aschenwald gehören zum Favoritenkreis. Der Norweger Daniel Andre Tande verpasste 2017 den Tournee-Sieg, ist aber diese Saison wieder in Topform. Auch wenn er sich in Klingenthal leicht am Fuß verletzt hat. Der zweifache Tourneesieger Kamil Stoch aus Polen meldete sich bei der Generalprobe in Engelberg mit einem Sieg pünktlich vor der Tournee im Favoritenkreis zurück.

Das sind die Favoriten bei der Vierschanzentournee 2019/2020.

Wer sind die deutschen Hoffnungen bei der Vierschanzentournee?

Der Deutsche Karl Geiger ist ebenfalls ein Favorit auf den Titel bei der Vierschanzentournee - dem ersten deutschen Vierschanzentournee-Gesamtsieg seit Sven Hannawald 2002. Markus Eisenbichler, vergangenes Jahr Zweiter der Tournee-Gesamtwertung, und Stephan Leyhe (Dritter 2018/19) konnten in der neuen Saison noch keine konstant guten Leistungen zeigen.

Hier finden Sie den deutschen Tournee-Kader in einer Übersicht.

Wo wird die Vierschanzentournee im TV übertragen?

Eurosport überträgt alle Qualifikationen und Wettbewerbe der Vierschanzentournee. Zudem übertragen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF die Vierschanzentournee live. Das Auftaktspringen und die Qualifikation in Oberstdorf sowie das Tournee-Finale 2020 samt Qualifikation in Bischofshofen zeigt die ARD live. Das ZDF überträgt das Neujahrsspringen und die Quali in Garmisch-Partenkirchen sowie die Wettbewerbe in Innsbruck. In Österreich werden alle vier Tournee-Springen von ORF eins übertragen.

Wo können Sie die Vierschanzentournee im Live-Stream sehen?

Sowohl ARD und ZDF übertragen die Vierschanzentournee auch in ihren Mediatheken im Live-Stream. Zudem sind die Springen durch die Kooperation mit Eurosport auch beim Streamingdienst Dazn live zu sehen.

Gesamtwertung der Vierschanzentournee – Top Ten und deutsche Platzierungen

Hier finden Sie während der Vierschanzentournee 2019/20 alles Einzelergebnisse von den vier Wettbewerben in Deutschland und Österreich.

Hier finden Sie die Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2019/20.

Wo bekommen Sie Tickets für die Vierschanzentournee?

Bei der Vierschanzentournee vertreiben die vier Veranstalter in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofhofen, beziehungsweise der Österreichische Skiverband (ÖSV), die Tickets selbst. Sie sind zum Beispiel online oder per Telefon bei den Veranstaltern zu erhalten, bei Ticketportalen oder zum Beispiel bei den lokalen Tourismusverbänden.

Wer war der Sieger der Vierschanzentournee 2018/2019?

Ryoyu Kobayashi aus Japan hat die Vierschanzentournee 2018/19 vom ersten bis zum letzten Tag dominiert. Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe setzten den Überflieger der vergangenen Saison zwar gehörig unter Druck und waren in einzelnen Durchgängen auch mal besser. Am Ende krönte sich der damals 22-jährige Kobayashi aber ungeschlagen zum Grand-Slam- und Vierschanzentournee-Gesamtsieger. Der Japaner war nach Sven Hannawald 2002 und dem Polen Kamil Stoch im Jahr 2017/18 erst der dritte Skispringer in der Tournee-Geschichte, der alle vier Springen der Vierschanzentournee gewinnen konnte - den sogenannten Grand Slam der Skispringer.

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Sieger der Vierschanzentournee.

Wer sind die Rekord-Sieger bei der Vierschanzentournee?

Der Finne Janne Ahonen hat die Vierschanzentournee bisher am häufigsten gewonnen. Ahonen sprang insgesamt fünfmal zum Gesamtsieg bei der traditionsreichen Tournee: 1998/99, 2002/2003, 2004/2005, 2007/2008. Im Jahr 2006 musste er sich den Titel allerdings mit dem Tschechen Jakub Janda teilen. Ein bisher einmaliges Ereignis bei der Vierschanzentournee. Die beiden Skispringer waren nach allen vier Wettkämpfen genau punktgleich.

Vier Titel gewann bei der Vierschanzentournee der Deutsche Jens Weißflog. Zwei davon gewann er für die DDR, zwei für die wiedervereinigte Bundesrepublik. Helmut Recknagel (DDR) holte drei Gesamtsiege bei der Vierschanzentournee. Genauso wie der Norweger Björn Wirkola.

Rekordteilnehmer bei der Tournee ist Noriaki Kasai. Der Japaner wird in dieser Saison erstmal seit 28 Jahren nicht bei der Vierschanzentournee starten.

Den Grand Slam aus allen vier Tagessiegen schafften bisher nur Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi.

Hier finden Sie die Dominatoren in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee.

Welche Vierschanzentournee-Sieger sind noch als Skispringer im Weltcup 2019/20 aktiv dabei?

Der Österreicher Gregor Schlierenzauer und der Pole Kamil Stoch sind bereits zweifache Vierschanzentournee-Sieger und immer noch dabei. Schlierenzauers Teamkollege Stefan Kraft würde gerne zu den beiden aufschließen und springt 2019/20 um seinen zweiten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. Gleiches könnten auch Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi oder der Sieger von 2016, Peter Prevc aus Slowenien schaffen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Favoriten für die Vierschanzentournee

(rent)