Vierschanzentournee 2018/19: Markus Eisenbichler Vierter in der Qualifikatione zum Neujahrsspringen

Vierschanzentournee 2018/19 : Eisenbichler Vierter in der Qualifikation zum Neujahrsspringen

Der Deutsche Markus Eisenbichler hat seine gute Leistung bei der Vierschanzentournee bestätigt. Der Weltcupführende Ryoyu Kobayashi ist wieder die beste Weite gesprungen. Gewonnen hat er die Quali in Garmisch-Partenkirchen aber nicht.

Müde, aber weiter in Topform: Markus Eisenbichler hat nach einer kurzen Nacht auch den letzten Sprung des Jahres bravourös gemeistert. Die deutsche Tournee-Hoffnung flog in der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen auf Rang vier und weckte Hoffnungen für den Wettkampf am Dienstag (14.00 Uhr/ARD und Eurosport). "Ich habe kaum geschlafen, aber dafür bin ich gut reingekommen", sagte der 27-Jährige.

Eisenbichler segelte keine 20 Stunden nach seinem starken zweiten Platz beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf auf 135,5 m und kam damit auf die gleiche Weite wie der Pole Dawid Kubacki (Polen), der den besten Sprung des Tages zeigte. Das erste Training hatte Eisenbichler noch ausgelassen - auch weil er bis 8.00 Uhr im Bett lag, vor allem aber wegen des Dauerregens in Garmisch.

"Es war ein guter Schachzug, dass wir ihn erst später zur Schanze gekarrt haben. So ist er eine Stunde weniger nass geworden", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Vor 10.000 Zuschauern belegten Oberstdorf-Sieger Ryoyu Kobayashi (Japan) und Titelverteidiger Kamil Stoch (Polen) die Ränge zwei und drei. Topfavorit Kobayashi kam sogar auf 140,0 m, erhielt aber Abzüge für seine schwache Landung.

Eisenbichlers bestes Ergebnis in Garmisch-Partenkirchen ist bislang ein vierter Platz vor zwei Jahren. "Ich mag Garmisch extrem gerne. Die Schanze ist zwar ein bisschen knifflig, aber meistens hab ich sie im Griff", sagte er über die Olympia-Anlage von 1936. Als "knifflig" erwies sich an Silvester vor allem die ruppige Eisspur, die mehreren "Adlern" Probleme bereitete.

Ebenfalls gut in Form präsentierten sich aus deutscher Sicht Karl Geiger (Oberstdorf) als Sechster und Stephan Leyhe (Willingen) als Achter. "Ich habe technisch einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, beide Sprünge hier haben mir wahnsinnig Spaß gemacht. Morgen ist ja ein neues Jahr, da ist alles anders", sagte Geiger. David Siegel (Baiersbronn) und Richard Freitag (Aue) folgten auf den Rängen 15 und 19 (Hier geht’s zu den Bildern der Qualifikation).

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding/29.) und Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl/44.), die am Schattenberg den zweiten Durchgang verpasst hatten, erreichten trotz erneut mäßiger Leistungen den Wettkampf.

Freund ist in der Tournee-Wertung derzeit nur achtbester Deutscher und könnte somit schon an Neujahr seinen Tournee-Platz verlieren - nach Garmisch muss Schuster sein Team von 13 auf sieben Namen verkleinern. "Ich hoffe, dass ich mit Leistung überzeugen kann", sagte Freund.

Insgesamt qualifizierten sich zwölf der 13 deutschen Skispringer. Mit dabei sind am Dienstag auch Constantin Schmid (Oberaudorf/21.), Martin Hamann (Aue/28.), Pius Paschke (Kiefersfelden/39.), Felix Hoffmann (Goldlauter-Heidersbach/40.) und Moritz Baer (Gmund-Dürnbach/47.). Ausgeschieden ist wie schon in Oberstdorf einzig Justin Lisso (Schmiedefeld/54.).

Seinen besten Sprung der Saison zeigte Japans "Flugsaurier" Noriaki Kasai. Der 46-Jährige flog auf Rang 18 und erreichte anders als in Oberstdorf den Wettkampf der besten 50.

Nicht mit dabei sind dagegen die slowenischen Prevc-Brüder: Peter (26), der Tourneesieger von 2015/2016, enttäuschte mit Position 61 auf der ganzen Linie, und Domen (19) landete gar nur auf dem 64. Rang.

Hier geht’s zu unserem Liveblog zur Vierschanzentournee.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen: die schönsten Bilder

(rent/sid)
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