1. Sport
  2. Wintersport
  3. Skispringen

Skispringen Weltcup 2021/2022: Geiger beim Saisonfinale auf Rang 16 - Kobayashi holt die Kugel

Skispringen : Sorgen um Olympia-Sieger – erneute Knie-OP bei Wellinger

Kurz nach dem Saisonende hat sich Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger erneut einer Knie-Operation unterziehen müssen. In unserem Skisprung-Telegramm verpassen Sie nichts.

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hat sich nach Saisonende einer erneuten Knie-Operation unterzogen. Dies teilte der 26 Jahre alte Ruhpoldinger in den sozialen Netzwerken mit. Bis zum Start der Vorbereitung auf den WM-Winter 2022/23 soll Wellinger aber wieder fit sein.

"Da ich seit meinem gerissenen Meniskus im September immer mal wieder Probleme hatte, haben wir uns mit den Ärzten dazu entschieden, mein Knie diese Woche zu flicken - alles gut gelaufen", schrieb Wellinger: "Die gute Nachricht ist, dass die Regeneration nur einige Wochen dauern sollte."

Wellinger hatte im Juni 2019 einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten und in der Folge die komplette Saison 2019/20 verpasst. Im September 2021 verletzte sich Wellinger erneut, konnte aber nahezu die komplette Saison bestreiten.

Geiger in Planica weit zurück

Skispringer Karl Geiger hat den ohnehin kaum noch möglichen Triumph im Gesamtweltcup verpasst. Der Oberstdorfer kam beim Fliegen in Planica zum Abschluss der Saison nur auf Rang 16 und musste die große Kristallkugel dem Japaner Ryoyu Kobayashi überlassen, der nach 2018/19 zum zweiten Mal triumphierte. Den letzten Tagessieg des Winters holte Olympiasieger Marius Lindvik aus Norwegen.

Geiger hätte auf der Letalnica, auf der er 2020 Weltmeister geworden war, einen Sieg gebraucht. Davon war der 29-Jährige nach Flügen auf 225,0 und 242,0 aber deutlich entfernt. Kobayashi reichte ein achter Rang, um das monatelange Kopf-an-Kopf-Rennen mit Geiger für sich zu entscheiden.

Letzter Deutscher Gewinner der Gesamtwertung bleibt somit Severin Freund (2014/15), der am Sonntag etwas überraschend sein Karriereende verkündete. Der 33-Jährige belegte zum Abschluss den 28. Platz unter den traditionell nur noch 30 Startern.

Nur unwesentlich besser lief es aus deutscher Sicht für Andreas Wellinger (18.), Constantin Schmid (23.), Markus Eisenbichler (24.) und Stephan Leyhe (27.).

Lindvik holte mit 241,5 und 245,5 m seinen fünften Saisonsieg vor Yukiya Sato aus Japan und dem Slowenen Peter Prevc. Ziga Jelar (Slowenien) reichte Rang sechs, um sich die Kugel für den besten Flieger der Saison zu sichern. Der weiteste Sprung des Tages gelang mit 246,0 m seinem Teamkollegen Cene Prevc.

+++ 26. März +++

Slowenien gewinnt Team-Fliegen – Geiger und Co. weit abgeschlagen

  • Winterspiele 2022 in Peking : Der Kader der deutschen Skispringer für Olympia
  • Winterspiele 2022 in Peking : Der DSV-Kader der Skispringerinnen für Olympia
  • Jubel bei den Spielern der New
    US-Sport kompakt : NFL fordert lange Sperre für Quarterback Watson

Die deutschen Skispringer haben beim letzten Teamwettkampf der Weltcup-Saison das Podest sehr deutlich verpasst. Beim Skifliegen in Planica mussten sich die DSV-Adler um den starken Ex-Weltmeister Karl Geiger mit dem fünften Platz unter acht Mannschaften begnügen.

Mit 1425,8 Punkten lag das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher nach acht Flügen fast 100 m hinter dem dritten Rang und 146 m hinter Sieger Slowenien zurück. Der favorisierte Gastgeber (1601,1) gewann vor Norwegen (1576,9) und Österreich (1544,2). Der weiteste Flug gelang dem Norweger Halvor Egner Granerud mit 244,0 m.

Geiger (Oberstdorf), der am Vortag mit Platz zwölf im Einzel seine letzte realistische Chance auf den Gewinn des Gesamtweltcups verspielt hatte, zeigte sich deutlich verbessert und war mit Flügen auf 229,0 und 231,0 m der beste deutsche Springer. Auch Andreas Wellinger (Ruhpolding/220,5+228,0) zeigte eine starke Leistung.

Markus Eisenbichler (Siegsdorf/196,0+218,5) und Constantin Schmid (Oberaudorf/186,0+199,5) konnten sich im zweiten Durchgang steigern, nachdem sie zuvor jeweils rund 40 Meter auf die besten Springer ihrer Gruppe verloren hatten.

Das deutsche Team war vor zwei Wochen mit Severin Freund anstelle von Schmid hinter Slowenien Vizeweltmeister geworden. Im Vorjahr hatten Geiger, Eisenbichler, Schmid und Pius Paschke in Planica den ersten und seitdem einzigen deutschen Sieg in einem Mannschaftsfliegen seit 2000 gefeiert.

Am Sonntag (10 Uhr/ARD und Eurosport) findet mit einem Einzelfliegen der besten 30 im Weltcup der letzte Wettkampf der Saison statt. Bei 89 Punkten Rückstand auf den Japaner Ryoyu Kobayashi muss Geiger gewinnen und darf Kobayashi maximal 21. werden, damit der Allgäuer doch noch die große Kristallkugel gewinnt.

Geiger schwach in der Qualifikation

Der 29-Jährige flog am Donnerstag in Slowenien 219 Meter weit und belegte damit Rang 17 der Qualifikation. Der im Gesamtweltcup führende Japaner Ryoyu Kobayashi flog fünf Meter weiter als Geiger und wurde Elfter. Geiger liegt vor den letzten beiden Einzelwettkämpfen der Saison als Zweiter 66 Punkte hinter Kobayashi. Er könnte der erste deutsche Skisprung-Gesamtsieger seit Severin Freund 2015 werden.

Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich der Slowene Anze Lanisek vor seinem Landsmann Timi Zajc und dem Norweger Johann André Forfang. Die Slowenen präsentierten sich auf ihrer Heimschanze insgesamt sehr stark. Gleich zehn von ihnen qualifizierten sich für den Wettkampf der besten 40 Flieger. Als bester Deutscher belegte Constantin Schmid den zwölften Platz. Stephan Leyhe aus Willingen schaffte es nicht in den Wettkampf an diesem Freitag (14.00 Uhr/ARD und Eurosport). Wegen Problemen mit der Analaufspur hatte die Qualifikation nicht wie geplant um 11.00 Uhr stattgefunden, sondern begann erst vier Stunden später.

+++++21. März 2022+++++

Teammanager Hüttel geht von Verlängerung mit Bundestrainer Horngacher aus

Teammanager Horst Hüttel ist sich sicher, dass Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher seinen auslaufenden Vertrag verlängern wird. Deutschlands Skisprung-Teammanager Horst Hüttel geht fest davon aus, dass Bundestrainer Stefan Horngacher seinen auslaufenden Vertrag beim Deutschen Skiverband (DSV) verlängert. Dies sagte Hüttel im ZDF. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mit Stefan Horngacher an der Spitze weitergeht. Wir haben Gespräche, es ist noch nicht alles klar. Die Tendenz ist ganz klar, dass er bei uns bleibt“, erklärte der Funktionär. Der 52 Jahre alte Österreicher Horngacher übernahm nach der Saison 2018/19 von seinem Landsmann Werner Schuster und hat die deutschen Skispringer seitdem zu zahlreichen Erfolgen geführt.

+++ 20. März +++

Rückschlag für Geiger im Kampf um den Gesamtweltcup

Der frühere Skiflug-Weltmeister Karl Geiger darf weiter auf den ersten deutschen Gewinn des Gesamtweltcups seit sechs Jahren hoffen. Am zweiten Tag des Flieger-Weltcups in seiner Heimat Oberstdorf musste sich der 29-Jährige beim Sieg des Slowenen zwar mit Platz neun begnügen, sein japanischer Rivale Ryoyu Kobayashi konnte sich mit Rang sechs aber nicht entscheidend absetzen.

Damit geht Weltcup-Spitzenreiter Kobayashi mit 66 Punkten Vorsprung ins Saisonfinale am kommenden Wochenende in Planica, wo noch 200 Zähler zu vergeben sind. Am Samstag hatte Geiger mit Rang neun den Rückstand auf Kobayashi (10.) um drei auf 55 Punkte verkürzt. Als letzter Deutscher hatte Severin Freund 2015/16 die große Kristallkugel geholt.

Vor 6500 Fans zum Abschluss der ersten Weltcup-Springen der Männer mit Zuschauern seit Willingen im Februar 2020 flog Geiger bei schwierigen Windbedingungen auf 214,0 und 203,0 m (375,9), zum Podium fehlten ihm fast 20 Meter. Zajc (407,9) siegte mit Flügen auf 211,5 und 225,0 m vor dem Polen Piotr Zyla (401,1) und Österreichs Weltrekordler Stefan Kraft (399,8), der am Samstag gesiegt hatte.

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (Siegsdorf) kam punktgleich mit Geiger ebenfalls auf Platz neun und sorgte für den versöhnlichen Abschluss eines für ihn schwierigen Wochenendes. Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) zeigte mit Platz 13 eine starke Leistung. Constantin Schmid (Oberaudorf) wurde 24., Stephan Leyhe (Willingen) kam auf Rang 26.

Andreas Wellinger (Ruhpolding), eine Woche zuvor in Vikersund noch WM-Zweiter mit dem deutschen Team, schied als 42. ebenso wie Norwegens Einzel-Weltmeister Marius Lindvik (52.) in einer von stark wechselnden Winden geprägten Qualifikation aus. In dieser verbesserte der Slowenen Domen Prevc den Schanzenrekord um gleich dreieinhalb Meter auf 242,5 m.

+++ 19. März ++++

Geiger wird bei Kraft-Sieg Neunter und holt im Gesamtweltcup auf

Der 29 Jahre alte Geiger kam beim Sieg von Österreichs Weltrekordler Stefan Kraft mit Flügen auf 211,5 und 215,0 m auf Platz neun. Damit lag Geiger knapp vor dem japanischen Weltcup-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi, der sich mit Rang zehn begnügen musste.

Bei noch drei ausstehenden Wettbewerben schmolz der Vorsprung von Kobayashi auf den Allgäuer damit von 58 auf 55 Punkte. Für einen Sieg gibt es 100 Zähler, für Platz zwei 80.

Kraft setzte sich vor 8500 Fans an der Heini-Klopfer-Schanze beim ersten Weltcup-Männerspringen vor Zuschauern seit Willingen im Februar 2020 mit 232,0 und 207,0 m (413,0 Punkte) vor den drei Slowenen Ziga Jelar, Timi Zajc und Anze Lanisek durch. Geiger kam auf 383,0 Zähler.

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (Siegsdorf) musste sich mit Platz 14 begnügen, Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) landete auf Position 17. Andreas Wellinger (Ruhpolding) kam auf den 20. Rang. Constantin Schmid (Oberaudorf) schied als 36. im ersten Durchgang aus.

Nur fünf von zwölf in der Qualifikation angetretenen deutschen Springern hatten sich für den Wettkampf der besten 40 qualifiziert. Ausgeschieden unter anderem der Team-Olympiadritte Stephan Leyhe (Willingen). Letztmals in dieser Saison hatte der Deutsche Skiverband über das Kontingent der nationalen Gruppe ein vergrößertes Aufgebot melden dürfen.

+++++16. März 2022+++++

Paschke fehlt beim Skifliegen in Oberstdorf

Pius Paschke, Skisprung-Weltmeister im Team, muss auf den Flug-Weltcup am Wochenende in Oberstdorf verzichten. Der 31-Jährige aus Kiefersfelden fällt mit einer Viruserkrankung für die Wettbewerbe auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze aus. Paschkes Platz im zwölfköpfigen deutschen Team, das von Lokalmatador Karl Geiger angeführt wird, übernimmt Martin Hamann (Aue).

Mit Geiger starten in Oberstdorf auch Severin Freund (Rastbüchl), Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Markus Eisenbichler (Siegsdorf). Das Quartett hatte am vergangenen Sonntag in Vikersund/Norwegen Silber bei der Skiflug-WM gewonnen.

Für Geiger geht es in seiner Heimat um das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, derzeit liegt er als Zweiter 58 Punkte hinter Olympiasieger Ryoyu Kobayashi (Japan). Nach den Springen in Oberstdorf am Samstag und Sonntag findet das Saisonfinale vom 25. bis 27. März in Planica/Slowenien statt.

+++ 13. März +++

Deutschland holt Silber im Team

Die deutschen Skispringer haben bei der Flug-WM im norwegischen Vikersund Silber im Teamwettbewerb gewonnen und damit medaillenlose Titelkämpfe abgewendet. In der Besetzung Severin Freund, Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Karl Geiger musste sich das deutsche Quartett nur den überlegenen Slowenen Domen Prevc, Peter Prevc, Timi Zajc und Anze Lanisek geschlagen geben. Das Podium komplettierte Norwegen. Österreich, Japan und Polen blieben auf der größten Anlage der Welt ohne Team-Medaille.

Im Einzel waren Deutschlands Adler um Titelverteidiger Geiger, der Rang acht belegte, leer ausgegangen. Geigers Nachfolger ist Olympiasieger Marius Lindvik aus Norwegen. Bundestrainer Stefan Horngacher hatte sich für Eisenbichler entschieden, obwohl dieser im Einzel hinter Constantin Schmid gelandet war. Stephan Leyhe blieb in Vikersund ohne Einsatz. Die Skisprung-Saison wird in den kommenden Wochen auf den Flugschanzen von Oberstdorf und Planica beendet.

Althaus landet zum Skisprung-Saisonende auf Rang fünf – Sieg geht an Bogataj

Die deutsche Skispringerin Katharina Althaus hat beim letzten Wettbewerb der Saison einen Podestplatz verpasst. Die 25 Jahre alte Allgäuerin sprang am Sonntag in Oberhof 90 und 96,5 Meter und wurde damit Fünfte. Am Samstag hatte die Olympia-Silbergewinnerin von Peking noch einen dritten Platz vor heimischem Publikum bejubelt. Der Tagessieg ging an Olympiasiegerin Ursa Bogataj aus Slowenien vor ihren Landsfrauen Nika Kriznar und Ema Klinec.

Die Entscheidung im Gesamtweltcup war bereits am Samstag gefallen. Österreichs Marita Kramer, die Olympia wegen einer Corona-Infektion verpasste, war vor dem letzten Einzel nicht mehr einzuholen. Für Althaus reichte es nach einer coronabedingten Pause vor zwei Wochen nicht mehr für einen Top-Drei-Rang im Gesamtweltcup. Die geplante Blue-Bird-Tour in Russland ist wegen der russischen Invasion in die Ukraine abgesagt worden.

+++ 12. März +++

Geiger mit versöhnlichem Abschluss – Lindvik ist Weltmeister

Olympiasieger Marius Lindvik hat den Titel als Skiflug-Weltmeister gewonnen. Der 23 Jahre alte Norweger flog im heimischen Vikersund 232,5, 226,5, 230 und 224,5 Meter und gewann damit am Samstag vor dem Slowenen Timi Zajc und Weltrekordhalter Stefan Kraft aus Österreich die Goldmedaille. Der deutsche Titelverteidiger Karl Geiger blieb deutlich hinter den hohen Erwartungen zurück und belegte nach einem schwachen ersten Tag den achten Platz.

Auch Severin Freund (12.), Andreas Wellinger (14.), Constantin Schmid (17.) und der enttäuschende Markus Eisenbichler (Rang 18) hatten mit den Medaillenrängen nichts zu tun. Am Sonntag (16.30 Uhr/ARD) wartet das Teamspringen. Deutschland hat als Ziel eine Medaille ausgegeben, die Favoriten auf Gold sind Norwegen und Slowenien. Krafts Weltrekord von 253,5 Metern aus dem Jahr 2017 blieb auch am insgesamt dritten Flugtag in Vikersund unangetastet.

+++ 11. März +++

Deutsche Springer zur Halbzeit bereits abgeschlagen

Titelverteidiger Karl Geiger hat bei der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund nach zwei von vier Durchgängen bereits seine Goldchancen eingebüßt. Der 29 Jahre alte Allgäuer flog am Freitag 209 und 199 Meter und liegt damit als 13. schon sehr weit hinter den Medaillenrängen. In Führung befindet sich Norwegens Lokalmatador Marius Lindvik, der auf 232,5 und 226,5 Meter kam. Auch Stefan Kraft aus Österreich und der Slowene Domen Prevc nehmen Kurs auf die Medaillen.

Vor zwei Jahren hatte Geiger im Einzel Gold und sein Teamkollege Markus Eisenbichler Bronze gewonnen. Diesmal ist Eisenbichler (185 und 204,5 Meter) als 22. abgeschlagen. Auch Severin Freund (14.), Constantin Schmid (15.) und Andreas Wellinger (16.) dürften mit den Medaillen nichts mehr zu tun haben. Am Samstag (16.30 Uhr/ARD) stehen die Durchgänge drei und vier an. Zum Abschluss der Titelkämpfe wartet am Sonntag das Teamfliegen.

+++ 10. März +++

Titelverteidiger Geiger startet gut in die Flug-WM

Titelverteidiger Karl Geiger hat bei der Skiflug-WM in Vikersund einen ordentlichen Start erwischt. Der 29 Jahre alte Allgäuer flog am Donnerstag auf der größten Anlage der Welt 221,5 Meter und belegte damit in der Qualifikation den sechsten Rang. Der Tagessieg ging an Österreichs Weltrekord-Mann Stefan Kraft, der 230 Meter schaffte. „Es macht Spaß“, rief Kraft mit einem Grinsen in die Kamera. Der Weltrekord, ebenfalls in Vikersund aufgestellt, liegt bei 253,5 Metern.

Für das am Freitag (16.30 Uhr/ARD) beginnende Einzel sind auch die vier weiteren deutschen Starter qualifiziert. Constantin Schmid (8.), Andreas Wellinger (10.), Markus Eisenbichler (13.) und Severin Freund (20.) schafften es allesamt souverän. Die Quali-Punkte zählen nicht für den Wettbewerb der Flug-WM. „Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit dem heutigen Tag“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD. Stephan Leyhe war zuvor bei der internen Qualifikation ausgeschieden.

Sportlich hatte die Quali überschaubaren Wert: Nur 45 Athleten standen am Start, davon qualifizierten sich 40. Routinier Freund sagte: „Auch wenn ich mit der Leistung noch nicht ganz zufrieden bin: Spaß macht es trotzdem, weil es einfach eine geile Schanze ist.“ Am Freitag und Samstag stehen insgesamt vier Durchgänge im Einzel an, zum Abschluss folgt am Sonntag der Teamwettbewerb.

+++ 6. März +++

Eisenbichler wird Vierter am Holmenkollen

Skispringer Markus Eisenbichler hat mit Rang vier am legendären Holmenkollen für einen starken Abschluss der Raw-Air-Serie gesorgt. Während der Norweger Daniel Andre Tande in Oslo den Tagessieg holte und Stefan Kraft wie schon 2017 die Gesamtwertung gewann, überzeugte der Bayer einen Tag nach Rang zwei erneut. Auch der Olympia-Zweite Karl Geiger sprang als Fünfter auf der von ihm ungeliebten Schanze in die Weltspitze.

"Ich habe hier doch noch eine Idee gefunden, wie die Schanze funktioniert. Das ist schon cool", sagte Geiger im ZDF. In der Gesamtwertung der fünftägigen Norwegen-Tournee schob sich der Oberstdorfer noch auf Rang zwei vor und holte sich ein Preisgeld in Höhe von 17.500 Euro ab. Der "Jackpot" von 35.000 Euro ging aber an den Österreicher Kraft, der seit Mittwoch in den insgesamt neun Wertungssprüngen die konstanteste Leistung zeigte.

Geiger landete am Sonntag zudem vor Ryoyu Kobayashi, mit dem er sich ein enges Duell um den Gesamtweltcup liefert. Der Japaner flog auf Rang sieben, verteidigte mit 1478 Punkten aber seine knappe Führung vor Geiger (1420). Letzter deutscher Gewinner der Kristallkugel war Severin Freund im Winter 2014/15.

Ebenfalls in den Punkten landeten zum Raw-Air-Abschluss Constantin Schmid (Oberaudorf/23.) und Andreas Wellinger (Ruhpolding/25.). Severin Freund (Rastbüchl) verpasste als 39. den zweiten Durchgang, Stephan Leyhe (Willingen) war als 54. bereits in der Qualifikation gescheitert.

Für Geiger, Eisenbichler und Co. geht es schon am kommenden Wochenende mit dem nächsten Highlight weiter: Am "Monsterbakken" in Vikersund steht die Skiflug-WM an, Geiger geht dabei als Titelverteidiger an den Start.

+++ 5. März +++

Eisenbichler in Oslo auf dem Podest – Kobayashi vor Geiger

Skispringer Markus Eisenbichler hat den vierten Weltcupsieg seiner Karriere hauchdünn verpasst. Der Bayer landete am legendären Holmenkollen in Oslo hinter Olympiasieger Marius Lindvik aus Norwegen auf dem starken zweiten Rang. Eisenbichler fehlten nach zwei Sprüngen auf 130,0 m umgerechnet 88 Zentimeter zum Sieg.

Für den nach dem ersten Durchgang führenden Bayern war es der sechste Podestplatz der Saison - ein Sieg war aber nicht dabei. Der Olympia-Dritte Karl Geiger (Oberstdorf) kletterte dank eines starken zweiten Sprungs auf 132,0 m noch vom 14. auf den siebten Platz. Im Duell um den Gewinn des Gesamtweltcups verlor Geiger erneut etwas Boden auf Ryoyu Kobayashi, der Sechster wurde. Der Japaner führt die Wertung nun mit 1442 Punkten vor Geiger (1372) an.

Eine gute Leistung zeigte zudem Severin Freund (Rastbüchl) auf Rang 19. Punkte sammelten zudem der in den Weltcup zurückgekehrte Andreas Wellinger (Ruhpolding/25.) sowie Constantin Schmid (Oberaudorf/26.). Stephan Leyhe (Willingen) verpasste dagegen als 44. den zweiten Durchgang.

In der Gesamtwertung der Raw-Air-Serie verteidigte der Österreicher Stefan Kraft nach sechs von neun Flügen mit Rang acht seine Führung vor Kobayashi. Direkt dahinter folgen Geiger und Eisenbichler auf den Positionen drei und vier. Die Entscheidung im Kampf um die Siegprämie der Raw-Air-Serie von 35.000 Euro fällt am Sonntag im abschließenden Wettkampf ab 15.45 Uhr.

+++ 4. März +++

Seyfarth und Geiger patzen

Deutschlands Skispringer haben auch im fünften Mixed-Wettkampf der Weltcup-Geschichte das Podest verpasst. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Katharina Althaus und Juliane Seyfarth kamen am Holmenkollen im norwegischen Oslo mit 832,9 Punkten nur auf den fünften Rang unter den acht Teams. Der Sieg ging an den überragenden Olympiasieger Slowenien (942,9) vor Österreich (867,7) und Norwegen (866,9).

25 Tage nach der Farce im olympischen Mixed, als neben Deutschland drei weitere Top-Nationen wegen nicht regelkonformer Anzüge aus dem Medaillenkampf genommen worden waren, brachte ein Patzer von Vorflieger Geiger Weltmeister Deutschland um ein besseres Resultat. Der Oberstdorfer kam im ersten Durchgang nur auf 107,5 m, ehe er sich im zweiten noch auf 125,5 m steigerte.

Auch Seyfarth (110,5 m und 95,5) ließ viele Punkte liegen. Dagegen überzeugte Eisenbichler mit zwei Sprüngen auf 128,5 m ebenso wie die Olympia-Zweite Althaus (122,0 und 125,0 m), die wie Seyfarth erst am Donnerstag aus einer Corona-Pause zurückgekehrt war.

Nicht zu schlagen war wie schon in Peking Slowenien mit Timi Zajc, Lovro Kos, Olympiasiegerin Ursa Bogataj und der in der Raw Air führenden Nika Kriznar. Der Olympia-Zweite Russland war nach dem Ausschluss aus sämtlichen FIS-Wettbewerben bereits in Lillehammer aus der Raw-Air ausgestiegen.

In die Gesamtwertung der fünftägigen Raw-Air-Tour fließen die Ergebnisse nicht ein. Dort geht es am Samstag mit den Wettkämpfen der Frauen (13.00 Uhr) und Männer (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) weiter. Vor allem Geiger liegt im Kampf um die Siegprämie in Höhe von 35.000 Euro als Dritter noch gut im Rennen.

+++ 3. März 2022 +++

Skispringerin Althaus bei Comeback nur Zehnte

Skispringerin Katharina Althaus hat in ihrem ersten Wettkampf nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille und der folgenden Corona-Pause ihr schwächstes Ergebnis des Winters erzielt. Die Oberstdorferin kam beim Weltcup in Lillehammer nicht über den zehnten Platz hinaus. Der Sieg beim zweiten von vier Wettbewerben der norwegischen Raw-Air-Tour ging an die Österreicherin Marita Kramer.

Althaus hatte den Wettkampf am Mittwoch noch verpasst und war nach einem negativen Coronatest kurzfristig nach Norwegen gereist. Gleiches galt für Teamkollegin Juliane Seyfarth, für die sich die Reise noch weniger lohnte: Die 32-Jährige wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert und erlitt somit das gleiche Schicksal wie Althaus im olympischen Mixed-Wettbewerb.

Die im Gesamtweltcup führende Kramer holte ihren siebten Saisonsieg vor Nika Kriznar und Olympiasiegerin Ursa Bogataj (beide Slowenien). In der Raw-Air-Gesamtwertung liegt dagegen Kriznar nach sechs von zwölf Sprüngen vor Bogataj und Kramer. Althaus und Seyfarth hatten wegen der verpassten Auftakts ohnehin keine Chance mehr auf die Siegprämie in Höhe von 45.000 Euro. Weiter geht es am Freitag mit dem Mixed-Wettbewerb in Oslo.

Wellinger verpasst in Norwegen den zweiten Durchgang

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger ist bei seinem Comeback im Weltcup direkt im ersten Durchgang ausgeschieden. Der 26-Jährige kam am Donnerstag in Lillehammer nicht über 118,5 Meter hinaus und landete damit beim ersten Einzel der sogenannten Raw-Air-Tour in Norwegen auf dem 41. Platz. „Es ist nur irgendwie Oberkörper, Arme ziehen und dann auf den Ski drauflegen“, kommentierte Wellinger im ZDF. „Ich weiß, dass ich viel besser skispringen kann. Ich habe gestern und heute nix zusammengebracht.“

Der Olympiasieger von 2018 war kurz vor den Winterspielen in Peking positiv auf das Coronavirus getestet und in der Folge nicht für die Wettbewerbe in China nominiert worden. Nun ersetzt Wellinger in Norwegen den formschwachen Pius Paschke. Die fünf weiteren deutschen Starter schafften es in den zweiten Durchgang.

Althaus nach Corona-Infektion wieder einsatzfähig

Katharina Althaus kehrt nach einer überstandenen Corona-Infektion in den Weltcup zurück. Dies kündigte die 25-Jährige am Donnerstagmorgen in den sozialen Netzwerken an. „Ich bin auf meinem Weg zum Raw-Air-Tournament. Endlich darf ich auch wieder fliegen“, schrieb Althaus. Die Olympia-Silbergewinnerin von Peking, die vor einem Jahr bei der WM in Oberstdorf Gold im Mixed-Team gewann, war vor gut einer Woche positiv auf das Virus getestet worden und hatte in der Folge das Wochenende in Hinzenbach (Österreich) sowie den Start der Raw-Air-Tour am Mittwochabend verpasst.

Nach einem weiteren Springen in Lillehammer am Donnerstagabend stehen am Wochenende drei Wettbewerbe am Holmenkollen in Oslo an. Für den Gesamtsieg bei der Raw-Air-Tour in Norwegen kommt Althaus nicht mehr in Frage, da ihr die ersten drei Sprünge vom Mittwoch in der Wertung fehlen. Dieser Rückstand ist an den folgenden Tagen nicht mehr aufzuholen.

+++ 2. März 2022 +++

Geiger startet mäßig in die Raw-Air-Tour

Skispringer Karl Geiger hat einen mäßigen Start in die hoch dotierte Raw-Air-Serie in Norwegen erwischt. Der Olympia-Dritte aus Oberstdorf belegte in der Qualifikation für den Weltcup in Lillehammer nur den 14. Rang und verlor damit auch im Kampf um den Gesamtsieg etwas an Boden. Erster Führender der Gesamtwertung, in die bis Sonntag insgesamt neun Sprünge einfließen, ist Lokalmatador Johann Andre Forfang.

Geiger flog auf dem Lysgardsbakken bei schwierigen Windverhältnissen auf 125,5 m. Ex-Weltmeister Markus Eisenbichler (123,0 m) musste sich gar mit dem 23. Rang begnügen. Als bester Deutscher weckte Constantin Schmid als Fünfter Hoffnungen für den Wettkampf am Donnerstag (16 Uhr/ZDF und Eurosport).

Bei der Raw-Air-Serie zählen alle sechs Wettkampfsprünge, aber auch die drei Flüge aus der Qualifikation für die Gesamtwertung. Neben Forfang überzeugten am Mittwoch auch der Österreicher Stefan Kraft als Zweiter dicht gefolgt von Landsmann Manuel Fettner, der bei Olympia überraschend Silber gewonnen hatte. Der Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit Geiger noch um den Triumph im Gesamtweltcup kämpft, landete auf dem zwölften Rang.

Den Sprung unter die besten 50 und damit in den Wettkampf am Donnerstag schafften aus deutscher Sicht zudem Ex-Weltmeister Severin Freund (20.), Stephan Leyhe (46.) und mit etwas Glück auch der in den Weltcup zurückgekehrte Andreas Wellinger (50.). Kurzfristig nicht am Start war der positiv auf Corona getestete Slowene Peter Prevc.

Skispringerinnen bei Weltcup in Lillehammer abgeschlagen

Beim Auftakt-Springen der Raw-Air-Tour in Lillehammer haben sich die deutschen Skispringerinnen klar geschlagen geben müssen. In Abwesenheit der coronabedingt fehlenden Katharina Althaus und Juliane Seyfarth kamen die Athletinnen nicht unter die besten 15. Luisa Görlich landete beim Weltcup-Springen als beste Deutsche auf Rang 16, Selina Freitag musste sich mit Platz 29 abfinden.

Den Tagessieg in Norwegen sicherte sich am Mittwoch die Japanerin Sara Takanashi. Zweite wurde die Slowenin Nika Kriznar, Rang drei ging an Olympiasiegerin Ursa Bogataj aus Slowenien.

Der Wettkampf war als Ersatz für den wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie Anfang Januar im japanischen Sapporo abgesagten Weltcup ins Programm genommen worden. Schon am Donnerstag geht es in Lillehammer im Rahmen der lukrativen Raw Air weiter.

Takanashi feiert 62. Weltcupsieg – Görlich auf Rang 16

Skispringerin Sara Takanashi hat nach den bitteren Erfahrungen bei den Olympischen Spielen zumindest im Weltcup ein Erfolgserlebnis gefeiert. Die Japanerin, die in Peking nach ihrer Disqualifikation im Mixed-Wettbewerb sogar an ein Karriereende gedacht hatte, feierte in Lillehammer zum Auftakt der norwegischen Raw-Air-Serie den 62. Weltcupsieg ihrer Karriere.

Als beste Deutsche belegte Luisa Görlich (Lauscha) den 16. Platz, Selina Freitag (Aue) sammelte auf Rang 29 noch zwei Weltcuppunkte. Die Olympia-Zweite Katharina Althaus (Oberstdorf) und Juliane Seyfarth (Ruhla) waren nach positiven Coronatests nicht am Start, zumindest Seyfarth wird aber schon am Donnerstag beim zweiten Springen in Lillehammer starten.

Takanashi, die in Peking auch im Einzel als Vierte eine Enttäuschung erlebt hatte, gewann vor Nika Kriznar und Olympiasiegerin Ursa Bogataj (beide Slowenien). In der Gesamtwertung der fünftägigen Norwegen-Tour liegt Kriznar nach drei von zwölf Sprüngen vorne, da dort auch die Punkte aus der Qualifikation einfließen.

+++++27. Februar 2022+++++

Skisprung-Frauen ohne Topathletin Althaus erneut abgeschlagen

Die deutschen Skispringerinnen haben auch im dritten von drei Wettbewerben von Hinzenbach nur Nebenrollen eingenommen. In Abwesenheit der coronabedingt fehlenden Katharina Althaus kam das Team von Bundestrainer Maximilian Mechler nicht unter die besten 15. Anna Rupprecht (19.), Selina Freitag (20.), Luisa Görlich (22.) und Josephin Laue (28.) holten Weltcup-Punkte. Neben Olympia-Silbergewinnerin Althaus fehlte auch Juliane Seyfarth nach einem positiven Corona-Test.

Den Tagessieg in Österreich sicherte sich am Sonntag die Slowenin Nika Kriznar. Die Österreicherin Marita Kramer, die die Winterspiele von Peking wegen einer Corona-Infektion verpasste, wurde Zweite und festigte damit ihre Führung im Gesamtweltcup. Den Titel und das Gelbe Trikot muss Althaus nach zwei verpassten Springen an diesem Wochenende wohl abhaken. Tagesrang drei ging am Sonntag überraschend an die Französin Joséphine Pagnier.

+++++26. Februar 2022+++++

DSV-Adler fliegen wie bei Olympia auf Platz drei

Die deutschen Skispringer um Weltcup-Spitzenreiter Karl Geiger sind auch im ersten Team-Wettkampf nach den Olympischen Spielen auf das Podest geflogen. Im finnischen Lahti kamen die DSV-Adler nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang wie zwölf Tage zuvor in Peking auf den dritten Platz.

Mit 1058,0 Punkte lagen Geiger (Oberstdorf), Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Constantin Schmid (Oberaudorf) und Severin Freund (Rastbüchl) deutlich hinter Olympiasieger Österreich (1087,9), der wie in Peking vor Slowenien (1082,4) triumphierte.

Geiger landete nach mäßigen 121,5 m im ersten Durchgang im Finale bei guten 125,0 m. Eisenbichler kam bei schwierigen Bedingungen zunächst auf 121,0 m und zeigte im zweiten Durchgang bei verkürztem Anlauf mit 125,5 einen ganz starken Sprung.

Schmid (121,5+127,5) glänzte im Finale, der nicht für Olympia nominierte Team-Weltmeister Freund überzeugte mit 124,0 und 131,0 m, ließ bei wackligen Landungen aber jeweils einige Punkte liegen.

+++++25. Februar 2022+++++

Eisenbichler verpasst Podest bei erstem Weltcup nach Olympia knapp

Skispringer Markus Eisenbichler hat einen Podestplatz beim ersten Weltcup-Wettbewerb nach den Olympischen Winterspielen von Peking nur knapp verpasst. Der 30 Jahre alte Bayer sprang am Freitag im finnischen Lahti 127 und 125 Meter und belegte damit Rang vier. Der Sieg ging deutlich an Österreichs Stefan Kraft, der 124,5 und 131 Meter sprang. Im Kampf um das Gelbe Trikot landete Karl Geiger (122 und 127,5 Meter) als Fünfter zwei Plätze vor Ryoyu Kobayashi aus Japan und baute damit seine Führung aus. Das Podium komplettierten Halvor Egner Granerud aus Norwegen und der Pole Piotr Zyla.

Auch Severin Freund (15.) und Constantin Schmid (16.) holten für das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher Weltcup-Punkte. Stephan Leyhe und Pius Paschke schafften es einen Tag vor dem Teamspringen in Finnland nicht in den zweiten Durchgang. Am Sonntag steht zum Abschluss des langen Wochenendes ein weiteres Einzel auf dem Programm, bevor es nächste Woche in Norwegen mit der Raw-Air-Tour weitergeht.

Katharina Althaus positiv auf Corona getestet

"Es geht ihr gut, sie ist symptomfrei", sagte Florian Porzig, Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Althaus (Oberstdorf) hatte zuletzt bei den Winterspielen in Peking Silber von der Normalschanze geholt und war danach im Mixed-Wettbewerb wegen eines angeblich nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden. Das DSV-Team schied daraufhin aus.

"Schade, dass ich pausieren muss, ich habe eine sehr gute Form", sagte Althaus, die Anfang der Woche das positive Testergebnis erhielt: "Ich setze alle Hoffnungen daran, dass ich bei der RawAir in Norwegen wieder mit von der Partie bin." Die Wettkampfserie beginnt Anfang März.

Nach Angaben von Frauen-Bundestrainer Maximilian Mechler muss in Hinzenbach "auch Pauline Hessler passen, sie hat etwas mit dem Rücken zu kämpfen und pausiert dieses Wochenende. Wieder mit dabei sind Luisa Görlich und Anna Rupprecht sowie Josephin Laue, die sehr gute Leistungen im Continentalcup gezeigt hat."

+++++30. Januar 2022+++++

Geiger Zweiter bei Olympia-Generalprobe

Skisprung-Ass Karl Geiger hat sich mit einer Podestplatzierung zu den Olympischen Winterspielen verabschiedet und bei der Generalprobe in Willingen noch einmal Selbstvertrauen getankt. Der Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf musste sich fünf Tage vor der Eröffnungsfeier in Peking nur dem Norweger Marius Lindvik geschlagen geben. Damit holte sich Geiger nach 24 Stunden die Führung im Gesamtweltcup zurück.

Nach Sprüngen auf 139,5 und 140,0 m (238,7) fehlten Geiger, nach dem ersten Durchgang noch Fünfter, umgerechnet knapp drei Meter auf Lindvik (243,8). Dritter wurde der Slowene Cene Prevc (235,6). Vortagessieger Ryoyu Kobayashi verlor als Vierter das Gelbe Trikot wieder.

Markus Eisenbichler (Siegsdorf), Dritter nach dem ersten Durchgang, stürzte mit einem schwachen zweiten Sprung noch auf Platz zwölf ab. Am Samstag hatten Geiger (20.) und Eisenbichler (30.) im wegen starker Winde nach dem ersten Durchgang abgebrochenen Wettkampf Rückschläge hinnehmen müssen.

Der Willinger Lokalmatador Stephan Leyhe, am Samstag glänzender Sechster, kam auf Platz 18. Andreas Wellinger landete bei seinem Comeback-Wochenende nach Corona-Infektion und Knieproblemen nach Platz zwölf am Vortag auf Rang 22.

Der nicht für Olympia nominierte Teamweltmeister Severin Freund (Rastbüchl) konnte nicht an seinen starken vierten Platz vom Samstag anknüpfen und kam auf Rang 25. Den Sprung in den zweiten Durchgang verpassten die Peking-Fahrer Pius Paschke (Kiefersfelden/33.) und Constantin Schmidt (Oberaudorf/46.).

Althaus erneut Zweite in Willingen

Die Olympiazweite aus Oberstdorf kam am Sonntag beim zweiten Weltcup-Springen in Willingen wie schon am Samstag auf Rang zwei. Die 25-Jährige profitierte dabei auch vom Ausfall der dominierenden Weltcupführenden Marita Kramer, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Im aufgrund von böigen Winden mehrmals verschobenen Wettkampf flog Althaus im einzigen Durchgang auf starke 145 m (126,0 Punkte). Sie landete damit umgerechnet rund drei Meter hinter der slowenischen Gesamtweltcupsiegerin Nika Kriznar (131,6), die mit einem Traum-Sprung auf 151 m einen Schanzenrekord der Frauen auf der Mühlenkopfschanze aufstellte. Dritte wurde die Russin Alexandra Kustowa (115,8), die auf 150 m sprang. Für Kustowa war es der erste Podestplatz im Weltcup, zwischen November 2019 und Mai 2021 saß sie eine 18-monatige Sperre aufgrund von Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln ab.

Bereits am Samstag hatte Althaus bei der Olympia-Generalprobe im Sauerland bei schwierigen Windverhältnissen überzeugt und war mit Platz zwei zum sechsten Mal in diesem Winter aufs Podest gesprungen. Kramer gewann am Samstag, nach ihrem positiven Coronatest sind die Winterspiele in Peking für sie in akuter Gefahr. Die Österreicherin muss vier aufeinanderfolgende negative PCR-Tests abgeben, um in China dabei zu sein. Die ÖSV-Frauen waren in Folge des Coronafalls bereits am Sonntagmorgen abgereist.

Selina Freitag (Aue) hatte nach ihrem schweren Sturz am Samstag auf das zweite Einzel am Sonntag verzichtet. Der DSV zeigte sich aber zuversichtlich, dass die 20-Jährige bei Olympia starten kann.

Die weiteren deutschen Springerinnen konnten wie bereits am Samstag nicht überzeugen. Juliane Seyfarth (Ruhla) landete mit 107 m auf Rang 15, Pauline Heßler (Lauscha/93,5) kam nur auf den 19. Platz. Insgesamt waren am Sonntag nur 23 Springerinnen an den Start gegangen.

+++++30. Januar 2022+++++

Corona-Fall: Österreichs Skispringerinnen treten nicht mehr an

Wegen eines positives Corona-Tests einer Skispringerin tritt das komplette österreichische Frauen-Team beim Weltcup in Willingen nicht mehr an. Wie der Weltverband Fis am Sonntag mitteilte, habe das Team-Management nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden beschlossen, mit der gesamten Damenmannschaft die Heimreise anzutreten. Die betroffene Athletin, deren Name nicht mitgeteilt wurde, habe keine Symptome und sei sofort isoliert worden, hieß es weiter.

Welche Auswirkungen der Corona-Fall auf die Teilnahme der Springerinnen bei den Olympischen Winterspielen hat, blieb zunächst offen. Die österreichischen Skispringerinnen mit der Gesamtweltcup-Führenden, Marita Kramer, zählen zu den stärksten Athletinnen ihres Sports. Die Winterspiele werden am kommenden Freitag in Peking eröffnet. Für die Einreise nach China gibt es strenge Regeln und es werden mehrere negative PCR-Tests verlangt.

+++++29. Januar 2022+++++

Geiger in Willingen nur auf Platz 20 – Kobayashi wieder in Gelb

Die deutschen Skisprung-Asse Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben beim ersten Wettkampf der Olympia-Generalprobe in Willingen Pech mit dem Wind gehabt. Geiger (Oberstdorf) flog mit 120,5 m (74,5 Punkte) nur auf Rang 20, Eisenbichler (Siegsdorf) rettete sich bei widrigen Windbedingungen mit 118,5 m (30./64,9) gerade so in die Punkte. Nach dem ersten Durchgang wurde das Springen abgebrochen.

Das Springen gewann der Tournee-Sieger Ryoyu Kobayashi (Japan) nach einem Flug auf 145,0 m (115,6). Dahinter liegt der Norweger Halvor Egner Granerud, der vergangenes Jahr beide Einzel in Willingen gewinnen konnte. Der nicht für Olympia nominierte Severin Freund (Rastbüchl) überraschte mit einem Flug auf 140,0 m (104,2 und belegte Platz vier. Auch Stephan Leyhe überzeugte in seiner Heimat, der 30-Jährige flog auf Rang sechs (136,5m/97,0).

Der für Olympia nominierte Constantin Schmid (Oberaudorf) ist starker Elfter, Andreas Wellinger wurde bei seinem Comeback nach Corona-Infektion und Knieproblemen Zlfter.

Nicht in Olympia-Form istPius Paschke (Kiefersfelden). 112,0 m reichten aber nur für Rang 32.

Althaus Zweite in Willingen

Althaus landete am Samstag beim ersten Weltcup-Springen in Willingen auf Rang zwei und musste sich nur der Weltcupführenden Marita Kramer (Österreich) geschlagen geben. Aufgrund schwieriger Windbedingungen wurde der zweite Durchgang gestrichen.

Die Olympiazweite aus Oberstdorf sprang auf starke 126,5 Meter (77,1 Punkte) und landete damit zum sechsten Mal in diesem Winter auf dem Podest. Am Ende fehlten ihr umgerechnet weniger als zwei Meter auf Dominatorin Kramer (80,2), die bereits ihren sechsten Sieg im zehnten Weltcup-Springen feierte. Dritte wurde die Slowenin Ema Klinec (72,0).

"Das war heute einer meiner besseren Sprünge, das hat mich gefreut. Für mich ist es die richtige Entscheidung, den zweiten Durchgang abzusagen. Kurz vor Olympia muss man nichts mehr riskieren", sagte Althaus im ZDF.

Ein schwerer Sturz von Selina Freitag (Aue) überschattete den Wettkampf. Die 20-Jährige verlor bei der Landung die Kontrolle, nach längerer Behandlungspause gab die Olympia-Fahrerin aber Entwarnung, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die weiteren deutschen Springerinnen konnten nicht überzeugen. Juliane Seyfarth (Ruhla) landete mit 100 m auf Rang 16, Pauline Heßler (Lauscha/78,5) kam nur auf den geteilten 20. Platz.

Am Sonntag (10 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Willingen für die Frauen ein weiteres Einzelspringen an.

+++++28. Januar 2022+++++

Slowenien siegt im Skisprung-Mixed – Deutschland auf Rang vier

Die deutschen Skispringerinnen und Skispringer haben beim Mixed-Wettbewerb in Willingen den vierten Platz belegt. Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Juliane Seyfarth und Karl Geiger mussten sich am Freitag auf der Großen Mühlenkopfschanze der siegreichen slowenischen Mannschaft, Norwegen und den drittplatzierten Österreichern geschlagen geben.

Für das Quartett des Deutschen Skiverbands war der Wettbewerb auch eine Generalprobe für die Olympia-Premiere des Formats. Sie gelang nicht optimal. Bei den Winterspielen, die am kommenden Freitag in Peking eröffnet werden, wird erstmals ein Wettbewerb im Mixed Team ausgetragen. Deutschland zählt dort als Weltmeister zu den Favoriten auf eine Medaille.

+++++26. Januar 2022+++++

Wellinger nach positivem Corona-Test zurück im Weltcup-Aufgebot

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger ist nach seinem positiven Corona-Test vom vergangenen Wochenende wieder im deutschen Aufgebot für den Weltcup. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) vor den Wettbewerben in Willingen am Mittwoch mit. Wellinger und der DSV hatten am vergangenen Freitag über den Befund berichtet, der 26 Jahre alte Bayer musste deshalb auch das Wochenende in Titisee-Neustadt auslassen. Damit entging Wellinger auch die letzte Chance auf die sportliche Olympia-Qualifikation. Für Peking ist er hinter den nominierten Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe, Pius Paschke und Constantin Schmid nur Ersatzmann.

Das Programm für die Olympia-Generalprobe sieht ein Mixed am Freitag und zwei Einzel am Samstag und Sonntag vor. „Am Freitag werden wir ein richtig gedrängtes Programm haben. Darauf freuen wir uns und hoffen, dass wir ähnlich erfolgreich agieren können wie zuletzt im Schwarzwald“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. In Titisee-Neustadt hatte Topathlet Karl Geiger beide Einzel für sich entschieden.

+++ 23- Januar +++

Karl Geiger siegt erneut in Titisee-Neustadt

Doppelsieger Karl Geiger und Markus Eisenbichler haben sich beim Heim-Weltcup der Skispringer in Titisee-Neustadt in starker Olympia-Form präsentiert. Geiger gewann am Sonntag mit Sprüngen auf 131 und 143 Meter und baute damit seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter aus. Eisenbichler belegte im Schwarzwald mit Flügen auf 135 und 134,5 Meter den dritten Platz. Beide deutschen Springer wiederholten damit ihre Platzierungen des Vortages. Zweiter wurde der Slowene Anze Lanisek.

Aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher holten zum Abschluss des Wochenendes auch Stephan Leyhe als Zehnter, Justin Lisso (13.), Severin Freund (14.), Constantin Schmid (16.), Philipp Raimund (19.) und Richard Freitag (21.) noch Weltcup-Punkte. Pius Paschke, der wie Geiger, Eisenbichler, Leyhe und Schmid zur Olympia-Mannschaft gehört, schied dagegen nach dem ersten Durchgang aus.

Schmid und Paschke für Peking nominiert - Aus für Wellinger und Freund

Constantin Schmid und Pius Paschke sind als letzte deutsche Skispringer für die Winterspiele in Peking nominiert worden, für Andreas Wellinger ist hingegen der Traum vom dritten Olympia-Gold geplatzt. Die sportliche Leitung um Bundestrainer Stefan Horngacher meldete zum Ablauf der Frist am Sonntagmorgen Youngster Schmid (Oberaudorf) und Routinier Paschke (Kiefersfelden) an den DOSB, neben dem am Freitag positiv auf Corona getesteten Wellinger (Ruhpolding) verpasst auch Sotschi-Olympiasieger Severin Freund (Rastbüchl) die Reise nach China.

Schmid (Oberaudorf) und Paschke (Kiefersfelden) werden damit von 4. bis 20. Februar ihre ersten Olympischen Spiele bestreiten. Die Topspringer Karl Geiger (Oberstdorf) und Markus Eisenbichler (Siegsdorf) sowie Stephan Leyhe (Willingen) waren bereits in das fünfköpfige Männerteam berufen worden.

Der gerade nach Knieprobleme ins Team zurückkehrenden Wellinger war am Freitag vor der Qualifikation zum Weltcupspringen in Titisee-Neustadt positiv getestet worden, laut seiner Aussage lag der CT-Wert aber nur knapp unter der in Deutschland üblichen Grenze von 30. Je tiefer der CT-Wert, desto höher ist in der Regel die Viruslast im Körper. Bei den Winterspielen in Peking wird jedoch 40 als Grenze angesetzt, bei Wellinger blieben damit Fragezeichen.

Von den Konkurrenten um die letzten Startplätze konnte beim letzten und für die Nominierung entscheidenden Springen am Samstag im Schwarzwald nur Schmid punkten, der Achter wurde. Routinier Freund, der erst zur Vierschanzentournee ins Weltcup-Team gerückt war, verpasste als 17. den zur Normerfüllung nötigen zweiten Top-15-Platz. Der zuletzt formschwache Paschke kam nur auf Platz 33.

+++++22. Januar 2022+++++

Geiger siegt bei Skisprung-Weltcup – Eisenbichler Dritter

Skispringer Karl Geiger hat beim Weltcup in Titisee-Neustadt seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Der 28 Jahre alte Oberstdorfer setzte sich im Schwarzwald vor dem Slowenen Anze Lanisek und seinem Teamkollegen Markus Eisenbichler (Siegsdorf) durch. Obendrein holte sich Geiger die Führung im Gesamtweltcup vom Japaner Ryoyu Kobayashi zurück, der Fünfter wurde.

Geiger sprang im Schwarzwald auf 132,0 und 141,0 m (288,3 Punkte) und lag souverän vor Lanisek (283,1), der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Durch seinen zwölften Karriere-Erfolg zog Geiger mit dem früheren Tourneesieger Dieter Thoma gleich.

Eisenbichler (273,9) flog noch von Platz fünf im Finale auf das Podest. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking zeigten sich die beiden besten deutschen Springer in bestechender Form. Auch Stephan Leyhe (Willingen) überzeuge mit Platz acht. Geiger, Eisenbichler und Leyhe waren bereits für Olympia nominiert worden.

Im Kampf um die letzten beiden Peking-Tickets buchte in Abwesenheit des zweimaligen Olympiasiegers Andreas Wellinger, der am Freitag positiv auf Corona getestet worden war, wohl Constantin Schmid (Oberaudorf) mit Platz neun seine Peking-Reise. Team-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) vergab als 17. die letzte Chance, doch noch die Norm zu erfüllen, dazu hätte der 33-Jährige mindestens 15. werden müssen.

Pius Paschke (Kiefersfelden) verpasste als 33. den zweiten Durchgang und hat damit schlechte Karten. Die letzten Startplätze verteilt Bundestrainer Stefan Horngacher am Samstagabend unter Schmid, Freund, Paschke und Wellinger.

+++21. Januar 2022+++

Positiver Coronatest – Wellinger droht Olympia-Aus

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger droht nach einem positiven Coronatest das Aus für die Winterspiele in Peking. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte, wurde der 26-Jährige aus Ruhpolding während der Anreise zum Weltcup in Titisee-Neustadt positiv getestet und begab sich am Freitag sofort in Quarantäne.

"Was soll ich sagen? Dem Knie geht es wieder besser, ich hatte medizinisch die Freigabe und könnte springen. Und dann kommt der scheiß Coronatest dazwischen", sagte Wellinger, der nach auskurierten Problemen am operierten Knie am Samstag um einen der verbleibenden Olympia-Startplätze kämpfen wollte: "Das kann ich jetzt leider nicht, und das ist bitter. Mir geht es gesundheitlich gut, ich merke nix, aber der CT-Wert war halt knapp jenseits der Grenze."

Wellinger, der zuletzt in Zakopane fehlte, hätte am Freitag zur Qualifikation antreten sollen. Nach dem Springen am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) will Bundestrainer Stefan Horngacher seine letzten zwei Peking-Plätze vergeben, dafür kamen Wellinger, Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid infrage. Gesetzt sind bereits Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe.Weltmeister Zyla kurz vor Olympia mit Corona infiziert

+++ 16. Januar +++

Weltmeister Zyla kurz vor Olympia mit Corona infiziert

Der polnische Skisprung-Weltmeister Piotr Zyla ist zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen von Peking positiv auf das Coronavirus getestet werden. Dies teilte Polens Verband unmittelbar vor dem Weltcup-Wochenende in Titisee-Neustadt mit. Der 35 Jahre alte Zyla, der im Februar 2021 vollkommen überraschend das WM-Einzel von Oberstdorf gewonnen hatte, ist damit der nächste Fall im polnischen Team, nachdem es zuletzt auch den früheren Vierschanzentournee-Sieger Dawid Kubacki erwischt hatte.

Um nach China einreisen zu dürfen, müssen Zyla und Kubacki nach ihrer Genesung insgesamt vier negative PCR-Tests absolvieren. Im Weltcup gibt es derzeit weitere Fälle. Daniel-André Tande und Fredrik Villumstad aus dem norwegischen Team wurden positiv auf das Virus getestet. Am Donnerstag hatte auch Johann André Forfang einen positiven Test erhalten, wie Cheftrainer Alexander Stöckl bestätigte. Im deutschen Team gab es in diesem Winter auch schon Fälle, die sich allerdings nicht im Springerteam ereigneten. Vor Weihnachten waren zwei Betreuer betroffen.

+++ 16. Januar +++

Geiger fliegt in Zakopane auf Platz zwei

Skispringer Karl Geiger ist beim Weltcup in Zakopane zu seiner siebten Podestplatzierung im Olympia-Winter geflogen. Der 28-Jährige aus Oberstdorf musste sich vor 9000 Zuschauern in Polen als Zweiter nur dem Norweger Marius Lindvik geschlagen geben. Knapp drei Wochen vor Beginn der Winterspiele zeigte der Skiflug-Weltmeister wieder stark ansteigende Form.

Geiger, der bereits am Samstag die deutsche Mannschaft auf Platz zwei geführt hatte, kam mit Sprüngen von 134,5 und 135,5 m auf 284,6 Punkte und hatte umgerechnet rund fünfeinhalb Meter Rückstand auf Lindvik (294,6/135,0+139,5).

Dritter wurde der Slowene Anze Lanisek vor Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi. Im Gesamtweltcup verkürzte Geiger mit 897 Punkten den Rückstand auf den Japaner (941). Markus Eisenbichler (Siegsdorf) schob sich mit einem starken zweiten Sprung von Platz 16 auf zehn vor. Team-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) fiel hingegen von Rang 14 auf 20 zurück.

Zuletzt hatten die deutschen Skispringer beim Weltcup in Bischofshofen nicht überzeugt, Geiger war Achter im Einzel geworden, das DSV-Team auf Platz sechs gelandet. Allerdings waren dem Team Deutschland die Strapazen der kurz zuvor zu Ende gegangenen Vierschanzentournee deutlich anzumerken gewesen.

Hinter den Topspringern haben die deutschen Adler weiter Probleme. Mit Stephan Leyhe (Willingen/31.), Youngster Constantin Schmid (Oberaudorf/37.) und dem weiter formschwachen Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden/46.) schied die Hälfte des gestarteten DSV-Quartetts im ersten Durchgang aus. Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) war wegen Knieschmerzen am Samstag abgereist.

+++ 14. Januar +++

DSV-Adler fliegen in Zakopane auf Platz zwei

Markus Eisenbichler wurde euphorisch, Karl Geiger grinste zufrieden in die Kamera: Eine Woche nach dem vorläufigen Tiefpunkt von Bischofshofen haben Deutschlands Skispringer wieder eine aufsteigende Formkurve bewiesen und sich einen zweiten Platz im Teamwettbewerb von Zakopane ersprungen. In der Besetzung Severin Freund, Stephan Leyhe, Eisenbichler und Geiger musste sich das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher am Samstag nur den überlegenen Slowenen geschlagen geben. Japan, Österreich und Norwegen landeten diesmal hinter dem deutschen Quartett.

„Das war schon cool heute. Wir wissen, dass wir ein gutes Team sind. Wir sind glücklich, dass wir Zweiter geworden sind“, sagte Eisenbichler, der im zweiten Durchgang 141,5 Meter flog, im ZDF. Garant für Tagesrang zwei war Schlussmann Geiger, der Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi mit dem letzten Sprung noch einige Punkte abnahm, so dass das DSV-Quartett an Japan vorbeizog. „Die Jungs sind ganz gut gesprungen. Heute waren wir deutlich verbessert“, kommentierte Horngacher. Vor einer Woche hatte es mit Rang sechs im Pongau eine schwere Schlappe für das Team gesetzt.

„Karl hat mal wieder einen richtigen Treffer gemacht, das hat uns sehr geholfen“, befand Horngacher nun. Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) war der Podestplatz auch mental wichtig. „Der zweite Platz hilft uns extrem. Karl hat den Faden wieder gefunden, wie er vom Tisch wegspringen muss. Da können die anderen im Windschatten bei den Topspringern mitgehen“, sagte Horngacher.

„Es war eine sehr gute Teamleistung“, befand auch Topmann Geiger, der sich „ehrlich freuen“ konnte. Für die Athleten hinter Geiger und Eisenbichler dürfte es im Einzel am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) auch um die begehrten Peking-Tickets gehen. Drei Plätze stehen für Leyhe, Freund, Pius Paschke, Constantin Schmid und Olympiasieger Andreas Wellinger zur Verfügung.

Ob es bei Wellinger körperlich reicht, bleibt allerdings abzuwarten. Der 26 Jahre alte Bayer ist vorzeitig aus Polen abgereist, nachdem er einen Stich im Knie gespürt hatte. „Als Vorsichtsmaßnahme wird er dieses Wochenende nicht an den Start gehen“, twitterte der Deutsche Skiverband (DSV). Wellinger hatte sich 2019 einen Kreuzbandriss zugezogen und hat seither massiv um den sportlichen Anschluss zu kämpfen. Bei Olympia 2018 gewann er Gold von der Normalschanze.

+++ 14. Januar +++

Kubacki bangt nach positivem Corona-Test um Olympia

Rund drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking werden die Sorgen der polnischen Skispringer immer größer. Nach der Knöchelverletzung von Olympiasieger Kamil Stoch drohen nun auch dem ehemaligen Vierschanzentournee-Gewinner Dawid Kubacki zusätzliche Komplikationen. Der 31-Jährige wurde vor dem Heimspiel in Zakopane positiv auf das Coronavirus getestet und wird die Wettbewerbe in seiner Heimat definitiv verpassen.

Kubacki hat - wie sein ebenfalls positiv getesteter Kollege Pawel Wasek - zwar noch genug Zeit bis zum Olympia-Beginn am 4. Februar, wird aber vor der Abreise nach Peking zusätzliche Negativtests vorlegen müssen, um nach China einreisen zu dürfen. Sportlich spielen die Polen im bisherigen Winter eine untergeordnete Rolle. Stoch belegt derzeit Weltcup-Gesamtrang 16, Kubacki befindet sich sogar nur auf dem 36. Platz.

+++ 14. Januar +++

Stoch bangt um Olympische Spiele

Der 34 Jahre alte Pole wird das Heimspiel im polnischen Zakopane an diesem Wochenende wegen einer Verletzung am Knöchel sicher verpassen. „Ich habe mich aufgewärmt und war eine Sekunde unaufmerksam. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, und dann kam der Schmerz. Der Knöchel ist angeschwollen und verfärbte sich. Die Konsultation der Ärzte, Behandlungen und Diagnose haben einige Stunden gedauert“, schrieb Stoch in den sozialen Netzwerken.

Er berichtete von einem Kapselriss. Schon vor der Verletzung im Training durchlief der Pole, der 2014 zweimal Olympia-Gold und 2018 einen weiteren Olympiasieg holte, eine schwere Phase. Bei der Vierschanzentournee war er als Titelverteidiger chancenlos und stieg deshalb vorzeitig aus.

+++++9. Januar 2022+++++

Deutsche Mannschaft nach Geiger-Sturz nur auf Rang sechs

Karl Geiger lag nach seinem Sturz auf dem Boden und hatte den Schnee im Gesicht hängen. Zum Abschluss eines sehr enttäuschenden Skisprung-Wochenendes bot Deutschlands bester Flieger damit das ideale Sinnbild. Waren die Schützlinge von Bundestrainer Stefan Horngacher vor zwei Wochen noch mit großen Träumen und Zielen gestartet, verlassen sie nun Bischofshofen gebeutelt und enttäuscht: Auf die verfehlten Podestplatzierungen bei der Vierschanzentournee folgte ein Wochenende zum Vergessen. Geiger stürzte, Severin Freund stürzte, Markus Eisenbichler wurde disqualifiziert, und das Team kam am Sonntag nicht über Rang sechs hinaus.

„Irgendwann ist auch die Luft draußen. Ein, zwei Dinge waren okay, aber es ist einfach nicht rundgelaufen für uns an diesem Wochenende“, sagte Chefcoach Horngacher knapp vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking in der ARD. Im Pongau siegte beim abschließenden Teamwettbewerb Gastgeber Österreich vor Japan und Norwegen. Deutschland war chancenlos und das nicht nur wegen des Sturzes von Geiger. Am Ende fehlten 82,4 Punkte und damit umgerechnet mehr als 45 Meter. „Wir werden versuchen, so schnell wie möglich den Anschluss wieder herzustellen“, kündigte Horngacher an.

Über den im November noch herausragenden Geiger sagte Deutschlands letzter Tournee-Sieger Sven Hannawald am Sonntag: „Der Ist-Zustand ist, dass er vom Kopf her müde ist. Du siehst, das ist eine gebrauchte Ausstrahlung, die er nicht wegzaubern kann.“ Geiger hatte in den vergangenen Tagen mehrere Male eingeräumt, wie sehr ihm der große Druck rund um die Tournee zu schaffen gemacht hatte. Der 28 Jahre alte Allgäuer war als Topfavorit in das Event gestartet, hatte aber schon in Garmisch-Partenkirchen alle Chancen verspielt.

Und auch am Wochenende lief es nicht, denn die kräfteraubende Traditionsveranstaltung schienen andere Nationen besser weggesteckt zu haben. Am Samstag hatte sich der Tournee-Zweite Marius Lindvik aus Norwegen vor Landsmann Halvor Egner Granerud und dem Österreicher Jan Hörl durchgesetzt. Tournee-Sieger Ryoyu Kobayashi aus Japan wurde Vierter.

Geiger als Achter und Andreas Wellinger auf Rang 19 lagen deutlich zurück. Mit Blick auf Peking (4. bis 20. Februar) fehlt dem Horngacher-Team nicht nur die anfängliche Dominanz Geigers, sondern auch die mannschaftliche Geschlossenheit. Das nervt die Beteiligten. „Mir langt's jetzt wirklich, ohne Scheiß. Ich hab die Schnauze schon ein bissl voll grad“, sagte Eisenbichler.

Team-Weltmeister Freund hatte es bereits im Einzel nach einem Sprung auf 128 Meter erwischt. „Gefühlt bin ich schon im Telemark gestanden, im nächsten Moment bin ich gelegen“, beschrieb Freund, den der Sturz auch eine Teilnahme am zweiten Durchgang des Wettbewerbs kostete. Den Grund für den Sturz konnte Freund nicht benennen. „Es ist sau bescheuert.“

Körperlich geht es dem Olympiasieger von 2014 gut. „Sollte alles passen. Ich hoffe, dass nicht irgendwelche blauen Flecken auftauchen. Soweit nichts, was ich jetzt merken würde“, sagte Freund. Der Bayer ist erst zur Tournee zum deutschen Weltcup-Team gestoßen und kämpft um einen Olympia-Platz. Gesetzt sind nur Geiger und Eisenbichler.

Deutsche Adler enttäuschen in Bischofshofen

Karl Geiger lächelte gequält, Markus Eisenbichler winkte genervt ab: Die deutschen Skispringer haben zwei Tage nach dem Ende der Vierschanzentournee ihre bislang schwächste Leistung im Olympia-Winter abgeliefert. Beim ersten Saisonsieg des Norwegers Marius Lindvik war Geiger in Bischofshofen als Achter noch bester DSV-Adler, Eisenbichler wurde sogar disqualifiziert.

"Das war ein schwieriger Wettkampf mit krassem Rückenwind. Die Granate war nicht dabei, aber alles in allem war es in Ordnung", sagte Geiger nach seinem zweitschwächsten Ergebnis der Saison. Nach dem ersten Durchgang hatte der Skiflug-Weltmeister noch auf Rang neun gelegen, ehe er zumindest noch einen Platz aufholte.

Eisenbichler wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzugs nach seinem zweiten Sprung sogar disqualifiziert, die Top Ten hatte er da längst aus den Augen verloren. "Ich glaube, die Jungs sind platt. Ich gehe davon aus, dass Müdigkeit und die mentale Frische eine Rolle spielen. Aber klar, alle Springer hatten die gleiche Belastung", sagte ARD-Experte Sven Hannawald.

Lindvik holte den vierten Sieg seiner Karriere vor Landsmann Halvor Egner Granerud und Jan Hörl (Österreich). Der japanische Tourneesieger Ryoyu Kobayashi wurde Vierter, baute mit jetzt 891 Punkten aber seine Führung im Gesamtweltcup vor Geiger (817) aus.

Als zweitbester DSV-Adler folgte Andreas Wellinger (Ruhpolding) erst auf dem 19. Platz. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich bin auf dem richtigen Weg, es liegt immer wieder Futter rum", sagte der Olympiasieger in der ARD. Wellinger empfahl sich damit auch für einen Einsatz im Teamwettkampf am Sonntag - es wäre sein erster seit Februar 2019.

Zumindest in die Punkte schafften es außerdem Stephan Leyhe (Willingen/22.), Constantin Schmid (Oberaudorf/23.) und Pius Paschke (Kiefersfelden/28.).

Severin Freund (Rastbüchl) stürzte nach einem guten Sprung auf 128,0 m kurz nach der Landung und verpasste den zweiten Durchgang. "Keine Ahnung, warum ich da umgefallen bin. Es sollte körperlich aber alles passen. Ich hoffe, dass nicht irgendwelche blauen Flecken auftauchen", sagte der Ex-Weltmeister, der in seiner Karriere gleich zwei Kreuzbandrisse verkraften musste.

Am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) steht auf der Paul-Außerleitner-Schanze das zweite Teamspringen der Saison an. Als Favorit geht das DSV-Quartett nach der Leistung am Samstag eher nicht an den Start. Anfang Dezember hatte es im polnischen Wisla noch zu Rang zwei hinter Österreich gereicht.

+++ 7. Januar +++

Kasai verpasst seine neunten Spiele

Für Skisprung-Oldie Noriaki Kasai ist der Traum von seiner neunten Olympia-Teilnahme endgültig vorbei. Der 49-Jährige wurde nach Abschluss der Vierschanzentournee wie erwartet nicht vom japanischen Skiverband für die Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) nominiert.

In China antreten werden stattdessen Tournee-Triumphator Ryoyu Kobayashi, dessen Bruder Junshiro Kobayashi sowie Yukiya Sato, Naoki Nakamura und Daiki Ito. Das letzte Einzel-Gold für Japan hatte 1998 Kazuyoshi Funaki geholt.

Kasai hält mit acht Teilnahmen den Rekord für Winterspiele. In Peking wird er nun von der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein (49) eingeholt, die ihr Olympia-Ticket bereits sicher hat.

Kasai springt zwar noch, im Weltcup war er aber zuletzt im Februar 2020 dabei. Noch 2017 hatte es der Skiflug-Weltmeister von 1992 in Planica überraschend auf das Podest geschafft. Wenn es 2022 nicht mit Olympia klappe, "dann eben vier Jahre später", hatte Kasai zuletzt gesagt.

+++ 6. Januar +++

Tourneesieger Kobayashi verpasst Grand Slam - Geiger zum Abschluss auf Platz drei

Japans Gesamtsieger Ryoyu Kobayashi hat den so sehr ersehnten Vierfachsieg bei der Vierschanzentournee verpasst. Der 25-Jährige sprang nach drei Siegen am Donnerstag in Bischofshofen nur auf Rang fünf (133,5 und 133,5 Meter) und scheiterte damit am historischen zweiten Vierfachsieg, den vor ihm noch nie jemand geschafft hat. Stattdessen siegte zum Abschluss der 70. Ausgabe des Traditionsevents der Österreicher Daniel Huber vor Norwegens Halvor Egner Granerud und Deutschlands Karl Geiger, der seine Halbzeit-Führung nach 140,5 und 132 Metern noch abgab. Immerhin im ersten Sprung hatte er seine starke Form von vor Weihnachten unter Beweis gestellt.

Die große Aufmerksamkeit gehörte aber Kobayashi, der am 20. Jahrestag von Sven Hannawalds historischem ersten Vierfachsieg keine Wiederholung aus dem Winter 2018/19 schaffte, als er seinerseits an allen vier Stationen siegte. „Ich freue mich, dass ich den goldenen Adler gewonnen habe. Ich bin total glücklich“, sagte Kobayashi und fügte hinzu: „Ich bin ein bisschen erschöpft. Am glücklichsten bin ich darüber, dass ich die ganze Zeit stabile Sprünge zeigen konnte.“

Der Japaner bekommt nun 100 000 Schweizer Franken (etwa 96 000 Euro), das Sieger-Preisgeld war vor diesem Winter verfünffacht worden. In der Tournee-Gesamtwertung hängte der Japaner sowieso alle ab, dahinter wurde es tatsächlich noch spannend. Marius Lindvik belegte Rang zwei, Granerud wurde Dritter. Für Geiger reichte es nur zu Platz vier.

Wegen der windbedingten Absage in Innsbruck war es das zweite Bischofshofen-Springen innerhalb zweier Tage. Und es wurde eine spektakuläre Show mit ganz weiten Flügen. Der Deutsche Markus Eisenbichler (133 und 134 Meter) belegte nach einem starken Quali-Versuch den achten Rang und fiel damit im Gesamtranking hinter Geiger zurück. Er belegte Rang fünf.

Im dicht gedrängten Kalender, in dem am Donnerstag sogar zwischen Qualifikation und Wettbewerb noch PCR-Tests für das kommende Weltcup-Wochenende in Bischofshofen nötig waren, erlaubte sich Kobayashi quasi keine Fehler. Wie vor drei Jahren hatte er in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen nur einen knappen Vorsprung, doch es reichte ihm zu drei Tagessiegen - und in der Gesamtwertung deutlich. Für eine „sportlich gesehen unglaublich grandiose Leistung“ (Severin Freund) einer weiteren Vierfachserie war es aber nicht genug. „Ich habe wirklich angegriffen“, sagte Kobayashi. „Ich freue mich, dass ich den goldenen Adler gewonnen habe.“

Für die Gegner kommt sein Lauf nicht überraschend. Es sei ein Stück weit erklärbar, weil Regeln wie Wind- und Anlaufpunkte für mehr Gerechtigkeit sorgen, erläuterte Freund. Kobayashi gab sich die komplette Tournee über wortkarg, antwortete kurz und nichtssagend. Auf die Frage, ob ihn das täglich ausführliche Interviewprozedere nerve, antwortete Kobayashi nur: „Es ist kalt.“ Sportlich wurde der stoische Japaner zur unschaffbaren Herausforderung. „Er kann sich nur selbst schlagen“, ordnete Eisenbichler ein. Am Donnerstag kam es anders.

Geiger und Eisenbichler hatten die Spitzenleistungen und vor allem die Konstanz von vor Weihnachten vermissen lassen. „Das Ziel war eine andere Platzierung. Die ist durch“, hatte ein schwer enttäuschter Geiger schon nach dem ersten Teil des Bischofshofen-Doppels eingestanden. „Eisei“ konstatierte: „Aus kleinen Niederlagen lernt man viel mehr, als wenn man immer gewinnt.“ Auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden gab Geiger an Kobayashi ab, der in dieser Form auch bei Olympia in China (4. bis 20. Februar) Topfavorit sein wird.

Die deutschen Adler müssen derweil mindestens ein 21. Jahr seit dem Hannawald-Triumph auf den goldenen Adler warten. Der Jubilar verbrachte den Dreikönigstag als ARD-Experte. „Die Erinnerungen sind so, als wäre es letzten Monat gewesen“, merkte der 47-Jährige an. Die Feierlichkeiten zu 20 Jahren Vierfachsieg fielen coronabedingt allesamt aus. Hannawald stört sich daran nicht. „Das holen wir zum 25. Jubiläum nach“, sagte er. Bis dahin haben Eisenbichler, Geiger & Co. einige weitere Chancen. „Nächstes Jahr ist wieder 'ne Tournee“, sagte Eisenbichler.

Innsbruck bekommt Flutlichtanlage

Die Vierschanzentournee der Skispringer könnte in den kommenden Jahren komplett zur Abendveranstaltung werden. Nachdem Garmisch-Partenkirchen am Neujahrstag erstmals die rund 2,25 Millionen Euro teure Flutlichtanlange bei einem Tourneespringen einsetzen konnte, soll auch Innsbruck zeitnah die seit langem diskutierte künstliche Beleuchtung erhalten.

"Es laufen noch die Behördenverfahren. Wenn alles wie geplant läuft, kann 2023 oder 2024 erstmals ein Springen mit Flutlicht stattfinden", wird Innsbrucks OK-Chef Alfons Schranz in der Kronen-Zeitung zitiert.

Am Bergisel ist bereits seit vielen Jahren eine Fluchtlichtanlage geplant, bislang war das Vorhaben aber zumeist an Anwohnerprotesten gescheitert. Weil die Olympiaschanze von 1976 sehr anfällig für den Föhnwind ist, geraten die Veranstalter regelmäßig bei Verzögerungen unter Zeitdruck, um das Springen noch bei akzeptablen Lichtverhältnissen über die Bühne zu bringen.

Bei der laufenden Tournee wurden und werden die vier Springen zu ihren gewohnten Anfangszeiten gestartet: In Oberstdorf (16.30 Uhr) und Bischofshofen (17.30) am späteren Nachmittag, in Garmisch-Partenkirchen (14) und Innsbruck (13.30) zur früheren Nachmittagszeit. Von Springen am Abend versprechen sich die Veranstalter höhere TV-Quoten.

+++ 4. Januar +++

So geht es nach der Absage von Innsbruck bei der Tournee weiter

Bei der Vierschanzentournee der Skispringer werden in Bischofshofen zwei Wettbewerbe und zwei Qualifikationen ausgetragen. Darüber informierten die Verantwortlichen nach der windbedingten Absage in Innsbruck am Dienstag. Demnach soll am Mittwoch im Pongau zunächst das Bergisel-Springen nachgeholt werden. Angesetzt ist eine Qualifikation am Mittag (13.00 Uhr) und später am Tag der Wettbewerb (16.30 Uhr). Die Vorausscheidung aus Innsbruck wird damit annulliert.

Am Donnerstag bleibt es bei der bisherigen Startzeit für das Finale (17.30 Uhr). Die Qualifikation soll am Nachmittag (14.30 Uhr) ausgetragen werden. In Innsbruck war ein Wettkampf wegen eines Föhnsturms unmöglich. Es ist erst das zweite Mal in der langen Geschichte des Events, dass ein Springen an einem Ort abgesagt und am nächsten Tag an einem anderen Ort nachgeholt wird. Erstmals passierte dies 2008, als ebenfalls Innsbruck betroffen war - auch damals wurde ein Wettbewerb nach Bischofshofen verlegt.

Zu starker Wind – Springen in Innsbruck abgesagt

Das dritte Skispringen der Vierschanzentournee ist wegen starken Windes an der Bergiselschanze in Innsbruck für Dienstag abgesagt worden und soll am Mittwoch in Bischofshofen nachgeholt werden. Dies entschieden die Verantwortlichen des Weltverbandes Fis am Dienstag, nachdem der Start zuvor mehrere Male verschoben worden war. Die Schanze in Tirol ist für ihre Windanfälligkeit bekannt. Zuvor war der eigentlich für 13.30 Uhr geplante Start mehrere Male verschoben worden. Auch der Probedurchgang musste ersatzlos gestrichen werden. Am Montag in der Qualifikation hatte es derweil keine Probleme gegeben.

Es ist in der 70 Jahre langen Geschichte der Tournee erst das zweite Springen, das am geplanten Tag komplett abgesagt und an einen anderen Ort verlegt wurde. Erstmals war dies am 4. Januar 2008 passiert, als in Innsbruck ebenfalls Föhnsturm herrschte. Damals wurden am 5. und 6. Januar zwei Wettbewerbe in Bischofshofen veranstaltet. Auf der Anlage im Pongau können die Veranstalter durch das vorhandene Flutlicht und wegen weniger Windproblemen flexibler agieren.

„Es gab eine Phase, als der Wind viel ruhiger wurde. Da hätten wir gute Chancen gehabt. Aber jetzt ist es wieder unglaublich. So ist unser Sport“, sagte Rennleiter Sandro Pertile vom Weltverband Fis nach der Absage, die er um 15.00 Uhr verkündet hatte.

  • 1/6/22 6:25 PM
  • 1/6/22 6:20 PM
  • 1/6/22 6:18 PM
  • 1/6/22 6:17 PM
  • 1/6/22 6:14 PM
  • 1/6/22 6:11 PM
  • 1/6/22 6:09 PM
  • 1/6/22 6:08 PM
  • 1/6/22 6:04 PM
  • 1/6/22 6:00 PM
Tickaroo Live Blog Software
(red/dpa/sid)