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Skispringen 2020/21: Skisprung-Saison gespickt mit zahlreichen Höhepunkten

Skispringen-Telegramm 2019/20 : Skisprung-Saison 2020/21 gespickt mit zahlreichen Höhepunkten

Die Skisprung-Saison ist wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abgebrochen worden. Die abgesagte Skiflug-WM in Planica soll im Dezember nachgeholt werden. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige während der Saison auf dem Laufenden.

Auf die deutschen Skispringer um den Gesamtweltcupzweiten Karl Geiger und den dreimaligen Weltmeister Markus Eisenbichler kommen im nächsten Winter zahlreiche Höhepunkte zu. Neben der ohnehin geplanten Heimweltmeisterschaft in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) und der Vierschanzentournee (29. Dezember bis 6. Januar) soll bereits vor dem Jahreswechsel die Skiflug-WM nachgeholt werden. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten provisorischen Kalender des Ski-Weltverbandes FIS hervor.

Das im März wegen der Coronakrise ausgefallene Event soll demnach vom 11. bis 13. Dezember im slowenischen Planica stattfinden. Das Weltcupfinale wird planmäßig vom 26. März bis 28. März an gleicher Stelle ausgetragen, zuvor steht mit der in diesem Jahr ebenfalls abgebrochenen Raw-Air-Tour in Norwegen (12. bis 21. März) das letzte Saisonhighlight auf dem Plan. Der Skisprungwinter soll wie bereits in den letzten Jahren im polnischen Wisla (21. bis 22. November) starten.

In Deutschland werden die Skispringer gleich fünfmal zu Gast sein. Neben der Weltmeisterschaft in Oberstdorf, den Tourneespringen an gleicher Stelle und in Garmisch gehören auch Titisee-Neustadt (9. bis 10. Januar) und Willingen (29. bis 31. Januar) wie im Vorjahr zum Kalender.

Die Frauen sollen neben der WM in Oberstdorf auch am 30. und 31. Januar in Deutschland springen, der Austragungsort ist aber noch offen. Für Katharina Althaus und Co. stehen nach der Weltmeisterschaft mit der Raw-Air-Tour und der Blue-Bird-Tour in Russland noch zwei Höhepunkte an. Das Internationale Skisprung Komitee wird am 18. Mai abschließend über beide Kalender entscheiden.

+++++31. März 2020+++++

Skiflug-WM in Planica soll Mitte Dezember nachgeholt werden

Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagte Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica/Slowenien soll in der zweiten Dezemberhälfte noch vor Weihnachten nachgeholt werden. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt, ohne allerdings einen genauen Termin zu nennen. Ursprünglich sollten die Welt-Titelkämpfe vom 19. bis 22. März ausgetragen werden. Die Eintrittskarten würden ihre Gültigkeit behalten, hieß es.

+++++13. März 2020+++++

Stephan Leyhe erleidet nach Sturz Kreuzbandriss

Skispringer Stephan Leyhe hat sich bei seinem schweren Sturz in Trondheim einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und wird mehrere Monate ausfallen. Der 28 Jahre alte Hesse zog sich zudem Einrisse in beiden Menisken im linken Knie zu, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag mitteilte. Nach Absprache mit dem Teamarzt des DSV ist Leyhe am Freitag bereits operiert worden. Leyhe soll nach der Operation noch einige Tage in der Klinik bleiben, „ehe er mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen kann“, teilte Kniespezialist Manuel Köhne mit.

Besonders tragisch ist Leyhes Sturz, weil er in einer Qualifikation für einen Wettbewerb passierte, der wegen der Coronavirus-Pandemie einen Tag später nicht mehr stattfinden konnte. „Ich spürte bei der Landung einen Stich im linken Knie und stürzte daraufhin“, beschrieb der Hesse. Dies sei bitter, „aber jetzt gilt es, nach vorne zu schauen“. Leyhe war hinter Karl Geiger in diesem Winter der zweitbeste deutsche Skispringer. Bis zur Heim-WM 2021 in Oberstdorf hat er nun knapp ein Jahr Zeit, um sich von seiner schweren Knieverletzung wieder zu erholen.

+++++12. März 2020+++++

Saison vorzeitig beendet

Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig abgebrochen worden. "Wir müssen Sie darüber informieren, dass die Saison beendet ist", sagte Renndirektor Walter Hofer vom Internationalen Ski-Verband (FIS) am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Trondheim. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen, die Athleten treten nun die Heimreise an. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist mehr als fraglich, eine Entscheidung ist aber offiziell noch nicht gefallen.

Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei.

Der Willinger Stephan Leyhe war am Mittwoch in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation schwer gestürzt, bei dem 28-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss im linken Knie.

+++++11. März 2020+++++

Leyhe stürzt schwer

Stephan Leyhe kam nach einem starken Flug auf 141,5 m zu Fall und hielt sich anschließend das linke Knie. Leyhe, der im Kampf um den Gesamtsieg der Raw-Air-Tour aussichtsreich auf Rang zwei lag, musste dick eingepackt mit einem Motorschlitten aus dem Stadion gebracht werden.

+++++10. März 2020+++++

Geiger patzt im Wind von Lillehammer

Einen Tag nach dem gefeierten Doppel-Podium ist bei den deutschen Skispringern Ernüchterung eingekehrt. Karl Geiger hat nach einem weiteren Patzer in Lillehammer nur noch geringe Chancen auf das Gelbe Trikot, Stephan Leyhe gab die Gesamtführung in der Raw-Air-Wertung wieder ab und Markus Eisenbichler verwehte es einen Tag nach Rang zwei auf Rang 44. „Ich bin echt ziemlich bedient, schon die ganze Raw-Air. Aber so ist es halt manchmal im Skispringen. Das nervt mich ziemlich“, schimpfte Geiger, nachdem er nach zwei durchwachsenen Sprüngen nicht über Rang 19 hinauskam.

Während Eisenbichler (2.) und Leyhe (3.) am Montag noch geglänzt und gemeinsam gefeiert hatten, mussten die DSV-Adler die Feierlichkeiten diesmal anderen Athleten überlassen. Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen sicherte sich nicht nur den Tagessieg (131,5 und 139,5 Meter), sondern übernahm auch die Führung in der mit 60 000 Euro dotierten Gesamtwertung der Raw-Air-Tour, bei der zehn Tage am Stück in Norwegen gesprungen wird und alle Versuche am Ende addiert werden. Die beiden Slowenen Ziga Jelar und Timi Zajc komplettierten das Podium.

Geiger liegt zwei Weltcup-Einzel vor Schluss 140 Punkte hinter dem Österreicher Stefan Kraft, der als Tages-17. am Dienstag selbst gepatzt hatte. „Er hat eine super Saison gesprungen. Jetzt hat er sich vielleicht einen zu großen Rucksack aufgeladen, das hat ihm ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF über Geiger. Um in diesem Winter noch einen ganz großen Titel zu holen, müssten Geiger und Co. wohl bei der Skiflug-WM in Planica, die wegen des Coronavirus nächste Woche ohne Zuschauer stattfindet, zuschlagen.

+++++9. März 2020+++++

Eisenbichler und Leyhe in Lillehammer auf dem Podium

Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe haben den deutschen Skispringern beim Weltcup in Lillehammer zwei Podestplätze beschert. Der zweitplatzierte Eisenbichler musste sich mit seinen Sprüngen auf 138 und 120,5 Meter nur ganz knapp dem Slowenen Peter Prevc geschlagen geben. Leyhe wurde mit Sätzen auf 130 und 133 Meter Dritter.

Für den 28 Jahre alten Eisenbichler, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, war es mit Abstand das beste Ergebnis des bisherigen Weltcup-Winters. Drittbester Deutscher beim Nachholspringen für den am Sonntag abgesagten Wettkampf in Oslo war Pius Paschke auf Rang 14, der Gesamtweltcupzweite Karl Geiger kam auf Platz 19 und verlor weiter Punkte auf den Österreicher Stefan Kraft im Gelben Trikot.

Constantin Schmid, der am Freitag überraschend die Qualifikation von Oslo gewonnen hatte, wurde 16. Die Weltcup-Punkte verpassten Severin Freund und Martin Hamann. Beide schieden bereits nach dem ersten Durchgang aus. In der eigenen Raw-Air-Gesamtwertung übernahm der Norweger Marius Lindvik die Führung von Schmid.

+++++9. März 2020+++++

Althaus fliegt auf Platz vier - Kriznar stürzt schwer

Die Japanerin Sara Takanashi hat den Weltcup der Skispringerinnen in Lillehammer gewonnen. Die 23-Jährige setzte sich am späten Montagabend mit Sprüngen auf 120,5 und 127,5 Meter vor Maren Lundby aus Norwegen und deren Teamkollegin Silje Opseth durch. Katharina Althaus belegte als beste deutsche Springerin den vierten Platz. Als Zweitbeste aus dem Team von Bundestrainer Andreas Bauer sprang Juliane Seyfarth beim Nachholwettbewerb des am Vortag in Oslo abgesagten Weltcups auf Rang zwölf. Luisa Görlich wurde 16., Svenja Würth landete auf Platz 21.

Überschattet wurde der Wettkampf von einem Sturz von Nika Kriznar im Auslauf. Die Slowenin musste an ihrem 20. Geburtstag in Führung liegend mit einer Trage weggebracht werden. In der Weltcup-Gesamtwertung eroberte Lundby die Führung von der Österreicherin Chiara Hölzl, die nur Neunte wurde.

Das eigene Klassement der Raw-Air-Serie führt Lundby ebenfalls an. Althaus liegt auf Platz drei. In diese Wertung fließen sowohl die Wettkampf- als auch die Qualifikationssprünge der Events in Oslo, Lillehammer und Trondheim ein. Die Siegerin erhält ein Preisgeld von 35.000 Euro.

+++++9. März 2020+++++

Skiflug-WM in Planica ohne Zuschauer

Die Skiflug-WM in Planica (19. bis 22. März) wird aufgrund der raschen Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer stattfinden. Diese Entscheidung der slowenischen Regierung teilte der Veranstalter am Montag mit. Man werde sich bei den Ticketkäufern melden, um das weitere Prozedere zu besprechen. Vorerst rechnet der Veranstalter mit Verlusten in Höhe von 650.000 Euro.

Das Virus hat unterdessen auch Einfluss auf die aktuell stattfindende Raw-Air-Tournee in Norwegen. In Lillehammer wurden am Montag zwei Personen aus dem Umfeld der lukrativen Tournee als "Vorsichtsmaßnahme" unter Quarantäne gestellt.

+++++8. März 2020+++++

Einzel aus Oslo wird am Montag in Lillehammer nachgeholt

Das am Sonntag abgesagte Weltcup-Skispringen am Holmenkollen in Oslo wird am Montag in Lillehammer nachgeholt. Dies teilte der Weltverband Fis am späten Sonntagabend mit. Statt der für Montag angepeilten Qualifikation sollen die beiden Durchgänge ab 17.15 Uhr ausgetragen werden. Damit könnte die Fis den befürchteten Ausfall des viertletzten Einzel-Wettbewerbs in diesem Winter verhindern. Das Einzel von Lillehammer soll wie geplant am Dienstag (17.00 Uhr) stattfinden, die Qualifikation soll direkt davor um 15.45 Uhr ausgetragen werden. Der Deutsche Karl Geiger hat damit weiter vier Chancen, die 118 Punkte Rückstand im Gesamtweltcup auf den Österreicher Stefan Kraft aufzuholen.

Auch das für 18.15 Uhr angesetzte Frauen-Springen musste wegen zu starken Windes und Nebel abgesagt werden. Zuvor waren beide Springen schon auf eine spätere Uhrzeit verlegt worden.

+++++8. März 2020+++++

Einzel in Osloa wetterbedingt abgesagt

Das Weltcup-Skispringen am Holmenkollen in Oslo ist wenige Stunden nach der ankündigten Verschiebung abgesagt worden. Zu viel Wind und dichter Nebel machten einen Wettkampf, der wegen des neuartigen Coronavirus ohnehin ohne Zuschauer ausgetragen worden wäre, am Sonntagnachmittag unmöglich. Am Samstag hatten Constantin Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe und Karl Geiger im Teamspringen den zweiten Platz hinter Norwegen belegt. Für Geiger ist die Absage bitter, schließlich dürften ihm nun nur noch drei Einzel bleiben, um die 118 Punkte auf den Weltcup-Gesamtführenden Stefan Kraft aus Österreich aufzuholen. Was mit dem Frauen-Springen passiert, war zunächst offen.

+++++7. März 2020+++++

Deutsche Skispringer bei Teamwettbewerb in Oslo auf Rang zwei

Die deutschen Skispringer haben beim Teamwettbewerb am Holmenkollen in Oslo den zweiten Platz belegt. In der Besetzung Constantin Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe und Karl Geiger mussten sich die Schützlinge von Bundestrainer Stefan Horngacher am Samstag nur Gastgeber Norwegen geschlagen geben. Vor allem Schmid (128 und 130 Meter) und Leyhe (128,5 und 127,5 Meter) zeigten bei dem ohne Zuschauer ausgetragenen Wettbewerb eine starke Leistung. Den dritten Platz belegte Slowenien, Favorit Österreich um Gelb-Träger Stefan Kraft musste sich mit Rang sechs begnügen. Am Sonntag (14.30 Uhr) steht noch ein Einzel in Oslo auf dem Programm.

+++++6. März 2020+++++

Weltcup am Holmenkollen in Oslo findet ohne Zuschauer statt

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben nun auch das Skisprung-Mekka am Holmenkollen erreicht. Wie die Veranstalter des Weltcup-Springens in der norwegischen Hauptstadt Oslo mitteilten, werden für den von Freitag bis Sonntag stattfindenden Auftakt der Raw Air keine Zuschauer zugelassen. Die Durchführung der Wettkämpfe ist aber nicht gefährdet.

"Selbstverständlich wird der norwegische Skiverband den Entscheidungen der Gesundheitsbehörden folgen", sagte Ingvild Bretten Berg, Generalsekretärin des norwegischen Skiverbandes, auf einer Pressekonferenz: "Natürlich ist das aber eine sehr unglückliche Situation für alle Sportler und Fans, die sich auf das traditionelle Holmenkollen Skifestival an diesem Wochenende gefreut haben."

Die Entscheidung gilt zunächst nur für das Springen in Oslo. Für die weiteren Stationen der Raw-Air-Tour in Lillehammer, Trondheim und Vikersund sind zunächst keine Einschränkungen geplant.

+++++5. März 2020+++++

Für Geiger ist Gesamtweltcup „leistungsmäßig das Größte“

Der beste deutsche Skispringer Karl Geiger schätzt den sportlichen Wert des Gesamtweltcups noch höher ein als Titel bei Olympia oder Weltmeisterschaften. „Der Gesamtweltcup ist leistungsmäßig schon das Größte, was man so als Sportler gewinnen kann, weil es die Leistung über eine ganze Saison zeigt“, sagte der 27 Jahre alte Allgäuer der Deutschen Presse-Agentur. Vier Einzel vor dem Ende liegt Geiger im Kampf um das Gelbe Trikot als Zweiter nur 118 Punkte hinter dem führenden Österreicher Stefan Kraft. Olympia sei dagegen „etwas ganz Besonderes“, weil die Chance nur alle vier Jahre komme.

Geiger und seine Skisprung-Kollegen sind ab diesem Freitag pausenlos bei der zehntägigen Raw-Air-Tour in Norwegen gefordert. „Der enge Takt, dass jeden Tag ein Wettkampf ist, macht das Ganze spannend und zu einer Herausforderung für uns Athleten genauso wie für alle Trainer, Betreuer, Techniker – kurz: für das gesamte Team“, erklärte Geiger. Los geht es mit der Qualifikation in Oslo.

Der größte Rivale riss staunend den Mund auf, die Teamkollegen machten eine kleine Laola: Karl Geiger hat den 1000. Weltcup-Wettbewerb der Skispringer gewonnen und nimmt auch in der finalen Saisonphase Kurs auf das Gelbe Trikot. Der 27 Jahre alte Allgäuer setzte am Sonntag im finnischen Lahti einen Fabelflug auf 130 Meter in den Schnee und holte sich somit seinen vierten Erfolg in diesem Winter. „So könnte man es sich erträumen. Das ist ein super Tag. Wir haben uns das erarbeitet“, lobte Bundestrainer Stefan Horngacher.

+++++1. März 2020+++++