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Skispringen 2020/21: Markus Eisenbichler siegt in Kusaamo

Skispringen-Telegramm 2020/21 : Nächster Skisprung-Sieg für Eisenbichler - Geiger auf Rang neun

Die Skisprung-Saison 2020/21 ist gespickt mit Höhepunkten. Die abgesagte Skiflug-WM in Planica soll im Dezember nachgeholt werden. Außerdem steht die Nordische Ski-WM in Oberstdorf an. Doch Corona wird vor allem die Zuschauerzahl beeinflussen. In unserem Telegramm halten wir Sie auf dem Laufenden.

Markus Eisenbichler ist in großartiger Form und fliegt im Skisprung-Weltcup von Sieg zu Sieg. Am Samstag enteilte der Bayer der kompletten Konkurrenz um mehr als zehn Meter und festigte mit dem zweiten Einzelerfolg in diesem Winter das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. „Er hat deutlich bestätigt, dass er ein würdiger Träger des Gelben Trikots ist. Er hat tolle Sprünge gemacht. Er ist auf solchen Schanzen sehr, sehr gut“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Die polnischen Rivalen Piotr Zyla und Tournee-Sieger Dawid Kubacki komplettierten das Podest, hatten gegen Überflieger Eisenbichler (146 und 141 Meter) aber keine Chance.

Mit dem Maximum von 200 Punkten thront „Eisei“ nun an der Spitze des Weltcups. An diesem Sonntag (15.30 Uhr/ZDF und Eurosport) kann er dieses Polster weiter ausbauen. „Es war toll. Ich komme auf so viel Speed. Ich bin echt froh, dass ich in so einer Form bin. Ich weiß aber, dass ich weiter hart arbeiten muss“, sagte Eisenbichler, der vor diesem Winter seinen einzigen Weltcup-Einzelsieg beim Skifliegen eingefahren hatte, im ZDF.

Pius Paschke als Achter und Karl Geiger auf Rang neun komplettierten ein starkes deutsches Ergebnis. „Gratulation an Markus, auch an die anderen. Das war ein toller Wettkampf für uns heute“, erklärte Horngacher. Für Eisenbichlers Zimmerkollegen Geiger, der in Wisla vor einer Woche als Zweiter noch einen Doppelerfolg perfekt gemacht hatte, ist die kleine Serie seines Freundes nicht verwunderlich. „Der 'Eisei' zeigt, wie es geht. Es überrascht mich jetzt wenig“, sagte Geiger. Eisenbichler hatte schon bei der deutschen Meisterschaft im Oktober die nationale Konkurrenz überragt.

Hinter dem Trio Eisenbichler, Paschke und Geiger holten sich auch Martin Hamann (15.), Constantin Schmid (16.) und der frühere Weltmeister Severin Freund als 23. Weltcup-Punkte. Olympiasieger Andreas Wellinger ging wie schon zum Auftakt leer aus.

Die internationale Konkurrenz schlägt sich im Gegensatz zu „Eisei“ mit anderen Problemen herum: fehlende Konstanz, Stürze, Corona-Fälle. Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande aus Norwegen verletzte sich am Samstag bei einem Sturz am Knie, bei den Österreichern ist nun auch Gesamtweltcup-Sieger Stefan Kraft positiv auf Corona getestet worden. Weltklasseathleten wie Kamil Stoch (Polen) oder Ryoyu Kobayashi (Japan) sind derzeit instabil und weit entfernt von Eisenbichler.

+++++28. November 2020+++++

Weitere Corona-Fälle bei Österreich - auch Kraft positiv

Die österreichischen Skispringer und Zimmerkollegen Stefan Kraft und Michael Hayböck sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gesamtweltcup-Gewinner Kraft und Hayböck waren nach den positiven Tests ihrer Teamkollegen Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald sowie von Cheftrainer Andreas Widhölzl bereits in Quarantäne gewesen und nicht zum Weltcup ins finnische Lahti gereist. Beide haben keine Symptome, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Samstag unter Berufung auf den Österreichischen Skiverband (ÖSV) berichtet.

Für den Weltcup im russischen Nischni Tagil am kommenden Wochenende fallen sie ebenfalls aus. Bei der Skiflug-WM in Slowenien vom 10. bis zum 13. Dezember wollen Kraft und Hayböck wieder dabei sein. In Lahti tritt der ÖSV mit einem B-Team an.

+++++27. November 2020+++++

Geiger Zweiter der Qualifikation - auch Eisenbichler wieder stark

Angeführt von Vizeweltmeister Karl Geiger haben alle sieben gestarteten deutschen Skispringer die Qualifikation zum zweiten Weltcup-Skispringen der Saison geschafft. Im finnischen Kuusamo musste sich der Oberstdorfer nach einem Sprung auf 132,0 m als Zweiter nur dem polnischen Vierschanzentournee-Gewinner Dawid Kubacki (Polen/135,5) geschlagen geben.

Auch Auftaktsieger Markus Eisenbichler (Siegsdorf/126,0) überzeugte auf dem sechsten Platz, den er sich mit Pius Paschke (Kiefersfelden) teilte. Nach seinem Erfolg im polnischen Wisla am vergangenen Sonntag trägt Weltmeister Eisenbichler im Wettkampf am Samstag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters.

"Im Training habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber der Qualisprung hat mir schon ganz gut gefallen. Hier ist richtig Winter, viel Schnee, es ist kalt, das gefällt mir richtig gut", sagte Geiger. Eisenbichler meinte: "Die Quali war ganz in Ordnung, aber ich habe noch etwas zu tun, hatte Probleme mit dem Anlauf."

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) qualifizierte sich am zweiten Wettkampf-Wochenende nach seiner langen Pause wegen eines Kreuzbandrisses als schlechtester DSV-Adler auf Platz 39. Vor ihm landeten Martin Hamann (Aue/21.), Constantin Schmid (Oberaudorf/34.) und Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl/36.).

Erstmals in einer Weltcup-Qualifikation am Start war Mico Ahonen, 19 Jahre alter Sohn von Finnlands 2018 endgültig zurückgetretenem Vierschanzentournee-Rekordsieger Janne Ahonen (43). Als 59. unter 63 Startern verpasste der Youngster aber deutlich den Sprung unter die besten 50 und muss auf sein Weltcup-Debüt warten.

Vor dem Weltcup-Wochenende in Kuusamo hatten mehrere positive Coronatests für Wirbel gesorgt. Bei den Österreichern hatte es Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, dessen Teamkollegen Philipp Aschenwald und Trainer Andreas Widhölzl erwischt. Während Österreichs A-Team in Isolation ging, reiste der B-Kader nach Finnland. Russland fehlte nach einem positiven Test von Michail Maximotschkin beim Auftakt in Wisla in Kuusamo komplett.

+++++26. November 2020+++++

Auch Russlands Skispringer in Quarantäne - Teilnehmerfeld in Kuusamo dezimiert

Das Coronavirus dezimiert das Starterfeld für den zweiten Skisprung-Weltcup der Saison am Wochenende im finnischen Kuusamo weiter. Wie der russische Verband mitteilte, ist Michail Maximotschkin nach dem Auftakt in Wisla positiv auf COVID-19 getestet worden. Das Team Russland hat sich deshalb komplett in Quarantäne begeben, kein Russe wird in Kuusamo starten.

Am Mittwoch hatte Österreichs Verband ÖSV bekannt gegeben, dass Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, dessen Teamkollege Philipp Aschenwald sowie Cheftrainer Andreas Widhölzl positiv getestet worden waren. Als Reaktion darauf zog der ÖSV sein geplantes Team für die Springen am Wochenende im finnischen Kuusamo zurück und wird mit dem B-Kader antreten.

Die deutschen Skispringer um Auftaktsieger Markus Eisenbichler, die in Wisla in direktem Kontakt mit den Österreichern waren, hatten Entwarnung gegeben. Demnach seien die deutschen Springer sowohl in Wisla wie auch beim Treffpunkt für die Reise nach Kuusamo negativ getestet worden, das Team ist seit Mittwoch in Finnland.

+++++25. November 2020+++++

Nächster Corona-Fall bei den Österreichern

Das österreichische Skiteam hat seinen nächsten Coronafall. Technikspezialistin Chiara Mair wurde positiv auf COVID-19 getestet und muss auf einen Start beim Parallel-Riesenslalom in Lech/Zürs (17.45 Uhr) verzichten.

Die 24-Jährige zeigt laut Verband keine Krankheitssymptome und hat sich "unverzüglich in Quarantäne begeben". Mair hatte am vergangenen Wochenende bei den Slalom-Rennen im finnischen Levi die Plätze acht und elf belegt.

Zuvor hatte sich bereits ihr Teamkollege Marco Schwarz infiziert. Bei den österreichischen Skispringern sind Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, Philipp Aschenwald und Cheftrainer Andreas Widhölzl positiv.

Hier finden Sie die Termine der Skispringer 2020/21>>>

+++++24. November 2020+++++

Schlierenzauer und Widhölzl positiv getestet - ÖSV-Team in Quarantäne

Die Corona-Pandemie hat den Skisprung-Weltcup schon nach dem Auftakt in Wisla/Polen erreicht: Wie Österreichs Verband ÖSV am Mittwoch mitteilte, sind Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, dessen Teamkollege Philipp Aschenwald sowie Cheftrainer Andreas Widhölzl positiv auf COVID-19 getestet worden.

Als Reaktion darauf zog der ÖSV sein geplantes Team für die Springen am Wochenende im finnischen Kuusamo zurück und wird mit dem B-Kader antreten. Die positiv Getesteten sowie der Rest des A-Kaders hat sich in Quarantäne begeben.

"Trotz Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen und Beachtung der strengen ÖSV-Regeln wurden bei einem Routine-Test einige Personen aus dem Lager der Skispringer positiv auf COVID-19 getestet", hieß es in der ÖSV-Mitteilung: "Als reine Präventivmaßnahme und um mögliche Ansteckungsketten zu unterbrechen, hat sich die sportliche Führung des ÖSV dazu entschlossen, keine Athleten und Betreuer, die beim Auftakt in Wisla vor Ort waren, nach Finnland zu entsenden."

Die deutschen Skispringer um Auftaktsieger Markus Eisenbichler, die in Wisla in direktem Kontakt mit den Österreichern waren, gaben indes Entwarnung. "Auf uns hat das keine Auswirkungen, wir sind alle sauber. Die Jungs sitzen am Flughafen und warten auf die Maschine nach Finnland", sagte DSV-Sprecher Ralph Eder dem SID.

Demnach seien die deutschen Springer sowohl in Wisla wie auch beim Treffpunkt für die Reise nach Kuusamo negativ getestet worden. In Kuusamo stehen nach der Ankunft die nächsten Tests an. "Wir versuchen, dass Risko so gering wie möglich zu halten und sauber durch den Winter zu kommen", sagte Eder.

+++++25. November 2020+++++

Deutsche Skispringer mit unverändertem Team nach Ruka

Mit unveränderter Mannschaft will Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher die kommenden Weltcups im finnischen Ruka und russischen Nischni Tagil angehen. „Wir werden jetzt erstmal definitiv mit dem Team weitermachen“, sagte der 51-Jährige in einem Interview bei „sportschau.de“ (Mittwoch). Der Österreicher verwies jedoch auch auf den Konkurrenzkampf in der Mannschaft. „Irgendwann muss sich jeder beweisen und Leistung bringen“, sagte Horngacher. „Denn zu Hause warten mit Richard Freitag und David Siegel zwei, die auch im Weltcup springen wollen.“

Beim Auftakt am vergangenen Wochenende im polnischen Wisla hatte Markus Eisenbichler den Einzelwettbewerb vor Teamkollege Karl Geiger gewonnen. Das Teamspringen schloss Deutschland auf Rang zwei ab. Neben Eisenbichler und Geiger waren Andreas Wellinger, Severin Freund, Pius Paschke, Martin Hamann und Constantin Schmid für den Deutschen Skiverband gesprungen.

Das ist der Kader der deutschen Skispringer 2020/21>>>

+++++23. November 2020+++++

Eisenbichler und Geiger sorgen für deutschen Doppelsieg

Markus Eisenbichler und Karl Geiger haben mit einem deutschen Doppelsieg für einen Traumstart in den Skisprung-Winter gesorgt. Eisenbichler gewann im polnischen Wisla nach zwei starken Sprüngen auf 137,5 und 134,0 m mit 267,6 Punkten klar vor seinem Teamkollegen Geiger (258,7) und schlüpfte mit dem zweiten Weltcupsieg seiner Karriere in das Gelbe Trikot. Dritter wurde der Österreicher Daniel Huber (255,7).

Dreifach-Weltmeister Eisenbichler (Siegsdorf) ist der erste DSV-Adler seit Severin Freund 2012, der mit einem Sieg in den Winter startet. Der Bayer hatte zuvor nur das Weltcup-Skifliegen im slowenischen Planica im März 2019 gewonnen und ist nun nach Manfred Deckert, Jens Weißflog, Dieter Thoma, Andre Kiesewetter, Martin Schmitt, Sven Hannawald, Severin Freund, Richard Freitag und Geiger der zehnte Deutsche an der Spitze des Gesamtweltcups.

Für Aufsehen an der Adam-Malysz-Schanze sorgte auch Martin Hamann (Aue), der im zweiten Durchgang mit 138,5 m nur einen halben Meter unter Stefan Krafts Schanzenrekord aus dem Jahr 2013 blieb. Der DM-Zweite konnte seinen Traumflug zwar nicht stehen, blieb aber unverletzt und landete am Ende auf Rang 18. "Der war Wahnsinn, eine ziemliche Granate", sagte Hamann.

Andreas Wellinger verpasste dagegen in seinem ersten Weltcup seit 20 Monaten als 39. den zweiten Durchgang klar. "Ich war schon nervös - deutlich mehr, als ich es von mir kenne. Ich tue mich noch schwer bei so Bedingungen", sagte der 25-Jährige in der ARD.

Stark verbessert präsentierte sich dagegen Severin Freund (Rastbüchl). Der lange verletzte Ex-Weltmeister kam auf Rang 25 und verpasste seine erste Top-20-Platzierung seit Dezember 2016 nur knapp. Auch Pius Paschke (Kiefersfelden) überzeugte als Zwölfter.

Nach einem Sprung seine Sachen packen musste Constantin Schmid (Oberaudorf) als 42. Das gleiche Schicksal ereilte überraschend auch Titelverteidiger Kraft aus Österreich, der viel Pech mit den Windverhältnissen hatte.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Skisprung-Saison 2020/21>>>

+++++23. November 2020+++++

2,75 Millionen Menschen sehen Doppelsieg der DSV-Adler

Die deutschen Skispringer haben der ARD einen erfolgreichen Start in die umfangreiche Wintersport-Berichterstattung der kommenden Monate beschert. 2,75 Millionen Menschen sahen am Sonntag die TV-Übertragung des Springens in Wisla. Der Marktanteil von 13,5 Prozent lag über dem Sender-Durchschnitt. ARD und ZDF haben bis März rund 500 Stunden Live-Berichterstattung im Programm.

+++++21. November 2020+++++

DSV-Quartett zum Saisonstart nur von Österreich geschlagen

Den großen Corona-Jubel mit entweder Maske oder ausreichend Abstand musste das deutsche Skisprung-Team noch nicht zeigen. Nach dem zweiten Platz im Mannschaftsspringen war das Quartett um Schlusspringer Markus Eisenbichler im polnischen Wisla aber extrem froh. „Wir sind total zufrieden. Gratulation an die Österreicher, die sind auch gut gesprungen. Für uns war wichtig, dass wir dabei sind. Wir sind um den Sieg gesprungen“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem ersten Kräftemessen am Samstag. Österreich lag am Ende 8,7 Punkte, also umgerechnet rund fünf Meter, vor dem DSV-Quartett.

Eisenbichler, Karl Geiger, Pius Paschke und Constantin Schmid zeigten allesamt ordentliche Leistungen. Nach dem ersten Durchgang hatte Deutschland noch knapp geführt, letztlich entschieden aber die Österreicher um Gesamtweltcup-Gewinner Stefan Kraft das enge Duell für sich. „Am Ende war es sehr knapp. Wir sind nicht ganz fehlerfrei gesprungen, aber für den ersten Wettkampf sehr gut“, sagte Horngacher in der ARD: „Jetzt sehen wir, wir sind dabei. Die Erleichterung ist groß.“