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Skispringen 2020/21: „Freue mich riesig“ - Carina Vogt vor Comeback nach langer Pause

Skispringen-Telegramm 20/21 : „Freue mich riesig“ - Carina Vogt vor Comeback nach Kreuzbandriss

Carina Vogt gibt beim Weltcup im slowenischen Ljubno nach 22-monatiger Verletzungspause ihr Comeback. Die 28-Jährige steht im DSV-Aufgebot für die zweite Saison-Station. In unserem Telegramm halten wir Sie auf dem Laufenden.

Skispringerin Carina Vogt steht nach einer 22 Monate langen Pause vor ihrem Weltcup-Comeback. Die 28-Jährige aus Schwäbisch Gmünd gehört zum Aufgebot des Teams von Bundestrainer Andreas Bauer für die Wettkämpfe an diesem Wochenende in Ljubno. Vogt hatte vor der Saison 2019/20 im Training einen Kreuzbandriss erlitten und war im vergangenen Sommer zudem durch weitere Verletzungen zurückgeworfen worden.

„Ich freue mich natürlich riesig, dass ich es nach fast zwei Jahren Wettkampfpause wieder zurückgeschafft habe, dass ich wieder beim Team dabei sein darf - und bin sehr gespannt, was dieses Wochenende so bringt“, sagte Vogt laut Verbandsmitteilung vom Mittwoch.

„Ljubno ist jetzt nicht gerade der Ort, den ich mir zum Wiedereinstieg ausgesucht hätte - die Schanze ist relativ schwierig zu springen“, ergänzte die Olympiasiegerin von 2014. „Im Moment ist mir das aber ziemlich egal. Mit der Euphorie, die ich gerade in mir trage, wird das alles ziemlich cool und ein schöner Einstieg.“ Die Gemeinde in Slowenien ist erst die zweite Weltcup-Station der Springerinnen in diesem Winter.

+++++17. Januar 2021+++++

Nächste Enttäuschung für deutsche Skispringer in Zakopane – Lindvik siegt

Die deutschen Skispringer um Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und Karl Geiger (Oberstdorf) haben beim Weltcup im polnischen Zakopane die nächste Enttäuschung erlebt. Weltmeister Eisenbichler landete als bester DSV-Adler mit Sprüngen auf 129,5 und 134,5 m auf Rang acht. Den Sieg holte sich der Norweger Marius Lindvik mit Weiten von 135,0 und 145,5 m (296,5 Punkte).

"Das Fazit ist eher bescheiden, wir sind nicht so gut gesprungen, sagte Eisenbichler (279,1) am ARD-Mikrofon: "Bei mir war es heute ein Kampf. Aber auch an einem schlechteren Tag bin ich noch in Schlagdistanz, und ich habe wieder extrem Bock."

Der Vierschanzentournee-Zweite Geiger (Oberstdorf) sucht indes weiter nach seiner Form und landete nur auf dem enttäuschenden 25. Platz (260,3). "So ganz schlau werde ich aus dem Wochenende noch nicht. Es ist nicht leicht gegangen, das muss ich ein paar Tage sacken lassen", sagte der Skiflug-Weltmeister.

Über ein gutes Ergebnis durfte sich Pius Paschke (Kiefersfelden/273,9) als 13. freuen. Auch Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl/271,4) auf Platz 16 und Martin Hamann (Aue/271,2) als 17. zeigten gute Sprünge. Constantin Schmid (Oberaudorf) verpasste als 43. das Finale deutlich.

Lokalmatador und Tourneesieger Kamil Stoch musste sich mit Platz elf (276,7) zufrieden geben, der norwegische Dominator und Gesamtweltcupführende Halvor Egner Granerud (266,0) kam nicht über Rang 23 hinaus.

+++++16. Januar 2021+++++

DSV-Team in Zakopane nur Sechster – Polen gewinnt

Die deutschen Skispringer haben beim Team-Weltcup in Zakopane einen vollkommen missglückten Tag erwischt. Bei dichtem Schneetreiben und böigem Wind im polnischen Wintersport-Mekka enttäuschte das DSV-Team um den Tournee-Zweiten Karl Geiger und Weltmeister Markus Eisenbichler mit durchwachsenen Sprüngen und landete nur auf Platz sechs. Bei ihrem Heim-Weltcup verpassten die Polen um Tourneesieger Kamil Stoch trotz deutlicher Zwischenführung den Sieg, Österreich setzte sich mit 8,9 Punkten Vorsprung durch.

Schon zur Halbzeit waren die deutschen Hoffnungen auf das Podest verflogen, am Ende betrug der Rückstand auf Österreich stolze 120,9 Punkte. Skiflugweltmeister Geiger (Oberstdorf) und Schlussspringer Eisenbichler (Siegsdorf) erwischten mit 121,5 und 126,5 Metern nur mittelmäßige erste Versuche. Zumindest Geiger steigerte sich im zweiten Durchgang bei besseren Bedingungen deutlich auf 135,5 m.

Eisenbichler, am Freitag noch Zweiter in der Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD), kam lediglich auf Weiten von 126,5 und 127,0 m. Der frühere deutsche Top-Springer Severin Freund (Oberstdorf), der nach zahlreichen Verletzungen und Rückschlägen erstmals seit 2016 wieder an einem Teamspringen teilnahm, lieferte Sprünge über 125,5 und 120,0 Meter ab und sprach im Anschluss von einem "schweren Tag" für das deutsche Team. Pius Paschke (Kiefersfelden) stürzte bei seinem zweiten Sprung auch aufgrund von starkem Rückenwind schon bei 109,0 m an. "Beide Sprünge waren einfach nicht gut", sagte Paschke.

Bundestrainer Stefan Horngacher war bereits nach dem ersten Durchgang bedient. "Die Sprünge waren technisch nicht sauber genug, da waren einige Fehler drin", sagte der Österreicher am ARD-Mikrofon.

Der Wettbewerb war zunächst durch starken Schneefall gekennzeichnet, die Wettkampfleitung drückte dementsprechend aufs Tempo. Der zweite Durchgang musste dann aufgrund von einsetzenden Windböen immer wieder kurz unterbrochen werden.

Auch der Weltcupführende Halvor Egner Granerud landete bei seinem ersten Sprung schon nach 116,5 Metern. Dank einer Steigerung im zweiten Durchgang und besserer Leistungen seiner norwegischen Teamkollegen flogen die Skiflugweltmeister im Team immerhin noch auf den dritten Platz.

Der Wettkampf in Zakopane war das zweite Teamspringen der Weltcup-Saison. Ende November hatte die deutsche Mannschaft in Wisla/Polen hinter Österreich den zweiten Platz belegt. Auch bei der Skiflug-WM landete das deutsche Team auf dem Silberrang.

+++++16. Januar 2021+++++

Eisenbichler Zweiter bei Quali in Zakopane

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) hat beim Weltcup im polnischen Zakopane mit einem guten Sprung in der Qualifikation überzeugt. Mit einem Satz auf 132,0 m landete der 29-Jährige auf dem zweiten Platz. Nur der überraschende Tagesbeste Yukiya Sato aus Japan (139,8 Punkte) war um 2,8 Punkte besser als Eisenbichler.

Die weiteren deutschen Springer erwischten vor dem Team-Wettkampf am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) keinen guten Tag. Der Tournee-Zweite Karl Geiger (Oberstdorf) als 29. und der frühere Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) als 21. lieferten bei schwachem Rückenwind mittelmäßige Sprünge ab. Pius Paschke (Kiefersfelden), Constantin Schmid (Oberaudorf) und Martin Hamann (Aue) qualifizierten sich mit den Plätzen 17, 35 und 36 für das Einzelspringen am Sonntag (16.00/ARD und Eurosport).

Nach seinem Erfolg bei der Vierschanzentournee kam auch der formstarke Kamil Stoch auf seiner Heimschanze nicht mit den Bedingungen zurecht. Er belegte den 19. Rang bei der Generalprobe für den Einzel-Wettkampf.

Am Samstag findet zunächst das zweite Teamspringen der Weltcup-Saison statt. Ende November hatte die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher in Wisla (Polen) hinter Österreich den zweiten Platz belegt.

+++++16. Januar 2021+++++

Zakopane übernimmt Peking-Weltcups

 Der Skisprung-Weltcup der Männer wird in diesem Winter ein weiteres Mal Station in Zakopane machen. Das am 13. und 14. Februar geplante Springen in Peking war aufgrund der Corona-Pandemie bereits nach Polen verlegt, am Samstag gab der Ski-Weltverband FIS Zakopane als Austragungsort bekannt.

Das Wintersportzentrum im Süden Polens ist an diesem Wochenende bereits Veranstalter von zwei Weltcup-Springen. Neben Zakopane stand auch Wisla zur Auswahl, dort fand Ende November der Saison-Auftakt statt.

In Peking sollten in diversen Sportarten Testwettkämpfe für die Olympischen Winterspiele 2022 stattfinden, dem standen die rigiden Einreisebestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie entgegen.

+++++14. Januar 2021+++++

Wellinger und Freitag erneut nicht norminiert

Team-Weltmeister Richard Freitag und Olympiasieger Andreas Wellinger müssen weiter auf eine Rückkehr in den Skisprung-Weltcup warten. Das Duo wurde von Bundestrainer Stefan Horngacher nicht für die Wettbewerbe im polnischen Zakopane am kommenden Wochenende nominiert, wie der Deutsche Skiverband am Donnerstag mitteilte. Stattdessen werden weiterhin der Tournee-Zweite Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Severin Freund, Martin Hamann, Pius Paschke und Constantin Schmid für Deutschland starten. Freitag und Wellinger waren bei der Vierschanzentournee in der nationalen Gruppe dabei, schafften danach aber nicht den Sprung in den A-Kader.

+++++13. Januar 2021+++++

„Ausgequetscht wie eine Rosine“ – Kraft lässt Weltcup aus

Der Gesamtweltcup-Gewinner der vergangenen Saison, Stefan Kraft, wird nicht am Weltcup der Skispringer im polnischen Zakopane teilnehmen. Nach einer Corona-Infektion im Dezember und immer wieder auftretenden Schmerzen im Rücken- und Leistenbereich sowie der anstrengenden Vierschanzentournee fühle sich Kraft „ausgequetscht wie eine Rosine“, wird der 27-Jährige in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) am Mittwoch zitiert. Am vergangenen Weltcup in Titisee-Neustadt hatte Kraft noch teilgenommen und die Ränge drei und neun belegt.

+++++10. Januar 2021+++++

Eisenbichler verpasst Podest als Vierter - Granerud gewinnt

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) hat trotz einer erneut starken Leistung auch im zweiten Weltcup-Wettbewerb beim deutschen Heimspiel in Titisee-Neustadt seinen ersten Podestplatz im Jahr 2021 knapp verpasst. Beim sechsten Saisonsieg des Norwegers Halvor Egner Granerud kam der 29-Jährige wie am Vortag auf Platz vier und war mit Abstand bester DSV-Adler.

"Es war knapp hier, die Jungs haben sich gut geschlagen", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF: "Aber wir sind schon längere Zeit unterwegs. Wir brauchen jetzt ein paar Tage Ruhe."

Eisenbichler, der bei schwierigen Windverhältnissen 136,5 m und 135,5 m sprang, fehlten mit 288,7 Punkten umgerechnet anderthalb Meter zu Platz drei. Granerud setzte sich mit 140,0 und 138,0 m (299,4 Punkte) vor seinem überraschend starken Landsmann Daniel Andre Tande (297,0) durch und baute die Führung im Gesamtweltcup aus, Dritter wurde der Österreicher Stefan Kraft (291,3).

Der Vierschanzentournee-Zweite Karl Geiger (Oberstdorf) zeigte sich nach Platz 25 am Vortag verbessert und erreichte mit Platz elf (272,6 Punkte) einen versöhnlichen Abschluss. Tourneesieger Kamil Stoch (Polen), der am Vortag seinen 39. Weltcupsieg gefeierte hatte, musste sich nach einem schwachen ersten Sprung bei starkem Rückenwind mit Rang 17 begnügen

Pius Paschke (Kiefersfelden/132,2 Punkte) belegte Rang zwölf. Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl), 2015 Weltcup-Sieger in Titisee-Neustadt, fiel im zweiten Durchgang von Platz 15 auf 24 zurück.

Constantin Schmid, der auf der Hochfirstschanze 2017 als 18-Jähriger mit Platz acht erstmals in die Top 10 gesprungen war, verpasste als 32. das Finale. Auch Martin Hamann (Aue), am Samstag als 14. noch zweitbester Deutscher, flog mit Platz 39 am zweiten Durchgang vorbei.

+++++9. Januar 2021+++++

Eisenbichler Vierter in Titisee-Neustadt - Tournee-Sieger Stoch gewinnt

Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch hat auch das Weltcup-Skispringen in Titisee-Neustadt gewonnen. Der 33 Jahre alte Pole sprang am Samstag im Schwarzwald 139 und 144 Meter und setzte sich damit vor dem Norweger Halvor Egner Granerud und seinem Landsmann Piotr Zyla durch. Für die deutschen Skispringer lief es im ersten Wettkampf nach der Vierschanzentournee mittelmäßig. Der Tournee-Zweite Karl Geiger (129,5 und 121,5 Meter) kam nach zwei schwachen Versuchen nicht über Rang 25 hinaus. Besser lief es bei Markus Eisenbichler, der als bester Deutscher Rang vier belegte.

Auch Martin Hamann (14.), Pius Paschke (17.), Severin Freund (23.) und Constantin Schmid (26.) schafften es in die Punkteränge, hatten mit den vorderen Platzierungen aber nichts zu tun. Am Sonntag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) steht auf der Hochfirstschanze ein weiteres Einzel auf dem Programm.

50 Starter für 50 Plätze - Eine Skisprung-Quali, die sich nicht lohnte

Stürzen sich 50 wagemutige Athleten bei einer Weltcup-Qualifikation von der Skisprung-Schanze - und das ohne jeden ersichtlichen Sinn: Klingt wie ein schlechter Witz, war auch einer. Beim ersten Weltcup nach der Vierschanzentournee sollten an diesem Freitag (16.15 Uhr) genau 50 Starter in Titisee-Neustadt in der Quali antreten, um 50 Plätze auszuspringen. Am Freitagvormittag hatte der Ski-Weltverband Fis ein Einsehen und korrigierte: Statt der geplanten Quali soll nun „ein Prolog“ stattfinden. Der Gewinner erhält demnach ein Preisgeld von 3000 Schweizer Franken (rund 2800 Euro).

Alle Springer hätten sonst am Freitag eine bestimmte Weite erzielt und wären am Samstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) - völlig unabhängig vom erzielten Ergebnis der Vorausscheidung - wieder in der gleichen Reihenfolge gestartet. Mehr konnte die Bedeutung einer Qualifikation nicht ad absurdum geführt werden. Auch die Qualifikation am Sonntag entfällt, geplant ist lediglich ein Probesprung.

Für das deutsche Team sind neben dem Top-Duo Markus Eisenbichler und Karl Geiger vier weitere Springer dabei. Andere Nationen treten unmittelbar nach der Vierschanzentournee mit kleinerem Aufgebot oder gar nicht in Titisee-Neustadt an. Der Ski-Weltverband Fis kämpft schon seit ein paar Jahren mit sinkenden Teilnehmerzahlen. Selbst bei der prestigeträchtigen Tournee, bei der früher 70 bis 80 Springer an den Start gingen, waren diesmal nur rund 60 Athleten in den Qualifikationen dabei.

Hier gibt es alle Infos zur beendeten Vierschanzentournee>>>

+++++27. Dezember 2020+++++

Geiger soll in Oberstdorf starten - Quarantäne beendet

Skiflug-Weltmeister Karl Geiger kann nach seiner Corona-Infektion bei der am Montag in seiner Heimat Oberstdorf beginnenden 69. Vierschanzentournee wohl von Anfang an teilnehmen. Der 27-Jährige durfte nach behördlicher Genehmigung am Sonntag die seit dem 16. Dezember andauernde Quarantäne verlassen. Vor dem Start der Qualifikation zum ersten Springen (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) muss Geiger noch wie alle anderen deutschen Springer einen obligatorischen PCR-Test absolvieren.

"Ich werde auf Angriff gehen und habe nichts zu verlieren", sagte Geiger am Sonntag. Bundestrainer Stefan Horngacher dämpfte indes ein wenig die Erwartungen: "Dem Karl ist immer alles zuzutrauen, aus der Favoritenrolle ist er aber raus."

Bei der Bekanntgabe am Samstag hatte Geiger im deutschen Aufgebot noch gefehlt, für den Mitfavoriten war aber ein Startplatz freigehalten worden.