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Skispringen 2020/21: Eisenbichler und Geiger fliegen aufs Podest - Granerud schenkt Lahti-Sieg weg

Skispringen-Telegramm 20/21 : Eisenbichler und Geiger fliegen aufs Podest - Granerud schenkt Lahti-Sieg weg

Markus Eisenbichler hat beim Springen in Lahti den zweiten Platz belegt, Karl Geiger Rang drei. Granerud war nach einem Sturz bedient und giftete in Richtung der Sprungrichter. In unserem Telegramm halten wir Sie auf dem Laufenden.

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und der Tourneezweite Karl Geiger (Oberstdorf) sind beim Weltcup in Lahti auf das Podest geflogen, haben dabei aber vom Missgeschick des Norwegers Halvor Egner Granerud profitiert. Der deutlich in Führung liegende Granerud flog auch im zweiten Durchgang der Konkurrenz weit davon, konnte den Sprung bei 137,5 m aber nicht mehr stehen und wurde Vierter.

Somit siegte Graneruds Landsmann Robert Johansson (265,9 Punkte/128,5+126,5 m)) mit umgerechnet nicht einmal einem Meter Vorsprung auf Eisenbichler (264,2/129,5+128,5), der letztlich den Sieg durch eine schwache Landung im zweiten Durchgang vergab. Geiger (264,0/130,5+126,0) lag knapp dahinter und einen halben Punkt vor Granerud, der in den Schnee griff, aber einen schweren Sturz vermied.

Granerud war anschließend "stocksauer" und forderte Aufklärung: "Ich würde gerne von den Sprungrichtern wissen, wofür sie mir so viele Punkte abgezogen haben."

Für Geiger war es der vierte Podestplatz der Saison, der erste nach der Tournee. Eisenbichler landete erstmals seit Engelberg am 20. Dezember wieder unter den ersten Drei. Nach dem zuletzt schwachen Abschneiden in Zakopane zeigten sich die deutschen Adler gut vier Wochen vor Beginn der WM in Oberstdorf damit deutlich verbessert. Vor allem Geiger, am Vortag beim dritten Platz der DSV-Adler im Teamwettbewerb der punktbeste aller Springer, überzeugte in Lahti.

Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden) landete auf Platz zehn. Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl), vor sieben Jahren Weltcup-Sieger in Lahti, kam auf Rang 27. Martin Hamann (Aue) sprang am Tag nach seinem Team-Debüt mit Platz 28 solide. Der formschwache Constantin Schmid (Oberaudorf), der nicht für den Team-Wettkampf nominiert worden war, verpasste mit 116,5 m als 37. den zweiten Durchgang.

Im Weltcup steht ab Freitag das nächste Heimspiel für die DSV-Adler an, Schauplatz ist die Mühlenkopfschanze in Willingen.

Althaus gute Sechste - Vogt mit ordentlichem Comeback

Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt mit einem ansehnlichen Comeback, Katharina Althaus klar verbessert: Die deutschen Skispringerinnen haben zwar auch auf der zweiten Weltcup-Stadion im slowenischen Ljubno das Podest verpasst, einen Monat vor der Heim-WM in Oberstdorf aber einen Schritt nach vorne gemacht. Beste Deutsche beim Sieg der Norwegerin Eirin Maria Kvandal war am Sonntag die Pyeongchang-Olympiazweite Katharina Althaus als Sechste. Vogt kam bei ihrem ersten Wettkampf seit fast zwei Jahren auf Platz 22.

Die 24 Jahre alte Althaus (Oberstdorf), beim Auftakt im Dezember in Ramsau nur Zwölfte, sprang 87,0 und 83,5 m, mit 222,6 Punkten lag sie umgerechnet knapp acht Meter hinter dem Podest zurück. Bis zur am 23. Februar beginnenden WM wartet auf die deutsche Nummer eins, die mit dem deutschen Team am Samstag nur Platz fünf belegt hatte, noch einige Arbeit. Die von einer Knieverletzung genesene Vogt war mit Sprüngen auf 80,0 und 80,5 m hinter Anna Rupprecht (beide Degenfeld/13.) die drittbeste Deutsche

Die 19 Jahre alte Kvandal überraschte bei ihrem erst zweiten Weltcup-Einzel (nach Platz 33 in Ramsau) mit Flügen auf 92,0 sowie 89,5 m und setzte sich mit 244,2 Punkten vor der Slowenien Ema Klinec (242,8) durch. Dritte wurde Marita Kramer aus Österreich (238,1).

Vogt hatte im Juli 2019 im Training einen Kreuzbandriss erlitten, im Teamspringen am Samstag war die 28-Jährige geschont worden. Großes Ziel der fünfmaligen Weltmeisterin ist die WM-Teilnahme in Oberstdorf. "Wenn ich das wirklich schaffen sollte, in Oberstdorf zu stehen, nach allem, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, dann ist das für mich persönlich der größte Erfolg", sagte Vogt dem SWR.

+++++23. Januar 2021+++++

Deutsche Herren im Team-Wettbewerb in Finnland auf Rang drei

Die deutschen Skispringer sind beim letzten Teamwettkampf vor der WM in Oberstdorf auf dem Podest gelandet und haben sich damit für das schlechte Abschneiden zuletzt in Zakopane rehabilitiert. Beim Weltcup im finnischen Lahti kam das DSV-Quartett dank eines ganz starken Skiflug-Weltmeisters Karl Geiger mit 1014,4 Punkten auf den dritten Platz hinter Norwegen (1024,2) und Polen (1018,3).

Eine Woche zuvor hatte es in Polen nur zu Platz sechs gereicht, dabei lag das deutsche Team 120 Punkte - ungerechnet rund 66 Meter - hinter Sieger Österreich. Die Heim-WM beginnt am 23. Februar, Deutschland ist Titelverteidiger im Mannschaftsspringen.

Geiger (Oberstdorf), kam am Samstag im letzten Sprung von der großen Salpausselkä-Schanze auf 129,0 m und fing damit noch die vor den Deutschen liegenden Österreicher klar ab. Im ersten Durchgang hatte der Tourneezweite 125,0 m vorgelegt.

Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) zeigte sich ebenfalls verbessert und sprang 126,5 sowie 125,5 m. Pius Paschke (Kiefersfelden) kam auf 125,0+122,5 m. Martin Hamann (Aue), der den formschwachen Constantin Schmid ersetzte, flog bei seinem Team-Debüt im Weltcup auf 123,5 und 116,5 m.

Deutsches Frauen-Team in Ljubno nur auf Platz fünf

Die deutschen Skispringerinnen sind beim einzigen Team-Weltcup vor der Heim-WM in Oberstdorf klar am Podest vorbeigeflogen. Einen Monat vor dem Beginn der Titelkämpfe im Allgäu (23. Februar bis 7. März) musste sich das DSV-Quartett um die Olympiazweite Katharina Althaus im slowenischen Ljubno mit Platz fünf begnügen. 2019 waren die deutschen Frauen in Seefeld Weltmeister geworden.

Nach acht Sprüngen lagen Althaus (Oberstdorf), Luisa Görlich (Lauscha), Anna Rupprecht (Degenfeld) und Juliane Seyfarth (Ruhla) fast 100 Punkte oder umgerechnet rund 50 Meter hinter Sieger Slowenien zurück. Platz zwei ging an Norwegen vor Österreich. In den bisherigen sechs Teamspringen der Weltcup-Geschichte schnitt ein deutsches Quartett nur einmal schlechter ab - im Januar 2020 gab es Platz sechs in Zao/Japan.

Olympiasiegerin Carina Vogt, die nach fast zwei Jahren Verletzungspause ihr Comeback feiert, war für das Teamspringen nicht nominiert worden, startet aber am Sonntag (14.00 Uhr) im Einzel. 

+++++22. Januar 2021+++++

Qualifikation in Lahti wegen schlechter Bedingungen abgesagt

Schlechte Wetterbedingungen haben am ersten Skisprung-Tag im finnischen Lahti das Training und die Qualifikation verhindert. Der Quali-Durchgang für das Einzel (Sonntag) musste am Freitag abgesagt werden, wie der Weltverband Fis am Nachmittag mitteilte. Der nötige Trainingsdurchgang soll am Samstag unmittelbar vor dem Teamspringen nachgeholt werden. In Lahti stehen ein Team- und ein Einzelwettbewerb an. Es ist für Deutschlands Top-Flieger um Markus Eisenbichler und Karl Geiger die letzte Station, bevor in Willingen und Klingenthal zwei Heimspiele auf dem Programm stehen.

„Freue mich riesig“ - Carina Vogt vor Comeback nach Kreuzbandriss

Skispringerin Carina Vogt steht nach einer 22 Monate langen Pause vor ihrem Weltcup-Comeback. Die 28-Jährige aus Schwäbisch Gmünd gehört zum Aufgebot des Teams von Bundestrainer Andreas Bauer für die Wettkämpfe an diesem Wochenende in Ljubno. Vogt hatte vor der Saison 2019/20 im Training einen Kreuzbandriss erlitten und war im vergangenen Sommer zudem durch weitere Verletzungen zurückgeworfen worden.

„Ich freue mich natürlich riesig, dass ich es nach fast zwei Jahren Wettkampfpause wieder zurückgeschafft habe, dass ich wieder beim Team dabei sein darf - und bin sehr gespannt, was dieses Wochenende so bringt“, sagte Vogt laut Verbandsmitteilung vom Mittwoch.

„Ljubno ist jetzt nicht gerade der Ort, den ich mir zum Wiedereinstieg ausgesucht hätte - die Schanze ist relativ schwierig zu springen“, ergänzte die Olympiasiegerin von 2014. „Im Moment ist mir das aber ziemlich egal. Mit der Euphorie, die ich gerade in mir trage, wird das alles ziemlich cool und ein schöner Einstieg.“ Die Gemeinde in Slowenien ist erst die zweite Weltcup-Station der Springerinnen in diesem Winter.

+++++17. Januar 2021+++++

Nächste Enttäuschung für deutsche Skispringer in Zakopane – Lindvik siegt

Die deutschen Skispringer um Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und Karl Geiger (Oberstdorf) haben beim Weltcup im polnischen Zakopane die nächste Enttäuschung erlebt. Weltmeister Eisenbichler landete als bester DSV-Adler mit Sprüngen auf 129,5 und 134,5 m auf Rang acht. Den Sieg holte sich der Norweger Marius Lindvik mit Weiten von 135,0 und 145,5 m (296,5 Punkte).

"Das Fazit ist eher bescheiden, wir sind nicht so gut gesprungen, sagte Eisenbichler (279,1) am ARD-Mikrofon: "Bei mir war es heute ein Kampf. Aber auch an einem schlechteren Tag bin ich noch in Schlagdistanz, und ich habe wieder extrem Bock."

Der Vierschanzentournee-Zweite Geiger (Oberstdorf) sucht indes weiter nach seiner Form und landete nur auf dem enttäuschenden 25. Platz (260,3). "So ganz schlau werde ich aus dem Wochenende noch nicht. Es ist nicht leicht gegangen, das muss ich ein paar Tage sacken lassen", sagte der Skiflug-Weltmeister.

Über ein gutes Ergebnis durfte sich Pius Paschke (Kiefersfelden/273,9) als 13. freuen. Auch Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl/271,4) auf Platz 16 und Martin Hamann (Aue/271,2) als 17. zeigten gute Sprünge. Constantin Schmid (Oberaudorf) verpasste als 43. das Finale deutlich.

Lokalmatador und Tourneesieger Kamil Stoch musste sich mit Platz elf (276,7) zufrieden geben, der norwegische Dominator und Gesamtweltcupführende Halvor Egner Granerud (266,0) kam nicht über Rang 23 hinaus.

+++++16. Januar 2021+++++

DSV-Team in Zakopane nur Sechster – Polen gewinnt

Die deutschen Skispringer haben beim Team-Weltcup in Zakopane einen vollkommen missglückten Tag erwischt. Bei dichtem Schneetreiben und böigem Wind im polnischen Wintersport-Mekka enttäuschte das DSV-Team um den Tournee-Zweiten Karl Geiger und Weltmeister Markus Eisenbichler mit durchwachsenen Sprüngen und landete nur auf Platz sechs. Bei ihrem Heim-Weltcup verpassten die Polen um Tourneesieger Kamil Stoch trotz deutlicher Zwischenführung den Sieg, Österreich setzte sich mit 8,9 Punkten Vorsprung durch.

Schon zur Halbzeit waren die deutschen Hoffnungen auf das Podest verflogen, am Ende betrug der Rückstand auf Österreich stolze 120,9 Punkte. Skiflugweltmeister Geiger (Oberstdorf) und Schlussspringer Eisenbichler (Siegsdorf) erwischten mit 121,5 und 126,5 Metern nur mittelmäßige erste Versuche. Zumindest Geiger steigerte sich im zweiten Durchgang bei besseren Bedingungen deutlich auf 135,5 m.

Eisenbichler, am Freitag noch Zweiter in der Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD), kam lediglich auf Weiten von 126,5 und 127,0 m. Der frühere deutsche Top-Springer Severin Freund (Oberstdorf), der nach zahlreichen Verletzungen und Rückschlägen erstmals seit 2016 wieder an einem Teamspringen teilnahm, lieferte Sprünge über 125,5 und 120,0 Meter ab und sprach im Anschluss von einem "schweren Tag" für das deutsche Team. Pius Paschke (Kiefersfelden) stürzte bei seinem zweiten Sprung auch aufgrund von starkem Rückenwind schon bei 109,0 m an. "Beide Sprünge waren einfach nicht gut", sagte Paschke.

Bundestrainer Stefan Horngacher war bereits nach dem ersten Durchgang bedient. "Die Sprünge waren technisch nicht sauber genug, da waren einige Fehler drin", sagte der Österreicher am ARD-Mikrofon.

Der Wettbewerb war zunächst durch starken Schneefall gekennzeichnet, die Wettkampfleitung drückte dementsprechend aufs Tempo. Der zweite Durchgang musste dann aufgrund von einsetzenden Windböen immer wieder kurz unterbrochen werden.

Auch der Weltcupführende Halvor Egner Granerud landete bei seinem ersten Sprung schon nach 116,5 Metern. Dank einer Steigerung im zweiten Durchgang und besserer Leistungen seiner norwegischen Teamkollegen flogen die Skiflugweltmeister im Team immerhin noch auf den dritten Platz.

Der Wettkampf in Zakopane war das zweite Teamspringen der Weltcup-Saison. Ende November hatte die deutsche Mannschaft in Wisla/Polen hinter Österreich den zweiten Platz belegt. Auch bei der Skiflug-WM landete das deutsche Team auf dem Silberrang.

+++++16. Januar 2021+++++

Eisenbichler Zweiter bei Quali in Zakopane

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) hat beim Weltcup im polnischen Zakopane mit einem guten Sprung in der Qualifikation überzeugt. Mit einem Satz auf 132,0 m landete der 29-Jährige auf dem zweiten Platz. Nur der überraschende Tagesbeste Yukiya Sato aus Japan (139,8 Punkte) war um 2,8 Punkte besser als Eisenbichler.

Die weiteren deutschen Springer erwischten vor dem Team-Wettkampf am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) keinen guten Tag. Der Tournee-Zweite Karl Geiger (Oberstdorf) als 29. und der frühere Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) als 21. lieferten bei schwachem Rückenwind mittelmäßige Sprünge ab. Pius Paschke (Kiefersfelden), Constantin Schmid (Oberaudorf) und Martin Hamann (Aue) qualifizierten sich mit den Plätzen 17, 35 und 36 für das Einzelspringen am Sonntag (16.00/ARD und Eurosport).

Nach seinem Erfolg bei der Vierschanzentournee kam auch der formstarke Kamil Stoch auf seiner Heimschanze nicht mit den Bedingungen zurecht. Er belegte den 19. Rang bei der Generalprobe für den Einzel-Wettkampf.

Am Samstag findet zunächst das zweite Teamspringen der Weltcup-Saison statt. Ende November hatte die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher in Wisla (Polen) hinter Österreich den zweiten Platz belegt.

+++++16. Januar 2021+++++

Zakopane übernimmt Peking-Weltcups

Der Skisprung-Weltcup der Männer wird in diesem Winter ein weiteres Mal Station in Zakopane machen. Das am 13. und 14. Februar geplante Springen in Peking war aufgrund der Corona-Pandemie bereits nach Polen verlegt, am Samstag gab der Ski-Weltverband FIS Zakopane als Austragungsort bekannt.

Das Wintersportzentrum im Süden Polens ist an diesem Wochenende bereits Veranstalter von zwei Weltcup-Springen. Neben Zakopane stand auch Wisla zur Auswahl, dort fand Ende November der Saison-Auftakt statt.

In Peking sollten in diversen Sportarten Testwettkämpfe für die Olympischen Winterspiele 2022 stattfinden, dem standen die rigiden Einreisebestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie entgegen.

+++++14. Januar 2021+++++

Wellinger und Freitag erneut nicht norminiert