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Nordische Ski-WM 2020/21: Kombinierer holen Silbermedaille im Teamwettbewerb

Nordische Ski-WM 20/21 : Kombinierer gewinnen Silber in der Staffel

Die deutschen Nordischen Kombinierer holen im Teamwettbewerb die Silber-Medaille – das norwegische Quartett war einfach zu stark. In unserem Telegramm halten wir Sie über die Nordische Ski-WM auf dem Laufenden.

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben bei der Heim-WM in Oberstdorf die Silbermedaille im Team-Wettbewerb gewonnen. Terence Weber, Fabian Rießle, Eric Frenzel und Vinzenz Geiger mussten sich am Sonntag nur den überragenden Norwegern geschlagen geben. Bronze ging an Österreich. Vor zwei Jahren in Seefeld hatten die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch ebenfalls Silber hinter Norwegen geholt.

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen hatten Rießle, Weber, Geiger und Frenzel im Skispringen von der Normalschanze am Vormittag den Grundstein für den Podestplatz gelegt. Die beim Springen längst nicht immer überzeugenden Deutschen erwischten punktgenau zum Saisonhöhepunkt einen starken Tag. Vor allem Rekord-Weltmeister Frenzel gelang mit einem Satz auf 107 Meter ein hervorragender Sprung. Jubelnd riss er den Arm im Auslauf nach oben. „Der war flüssig, der lief wie an der Schnur gezogen“, kommentierte er zufrieden. Zum achten WM-Titel der Karriere reichte es für den 32-Jährigen am Ende nicht ganz.

Mit 25 Sekunden Rückstand auf die führenden Österreicher war Weber als erster Deutscher und insgesamt Zweiter in das 4x5 Kilometer lange Langlaufrennen gegangen. Auf der Strecke musste er die Norweger und Japaner vorbeiziehen lassen. Mit rund 40 Sekunden Rückstand auf Platz eins übergab er an Rießle. Der Breisgauer überholte Japan und schickte Frenzel als Dritten auf die anspruchsvolle Strecke. Der Routinier hängte die Österreicher ab und sicherte Platz zwei. Schlussläufer Geiger ließ sich das nicht mehr nehmen, der Lokalmatador konnte den norwegischen Überflieger Jarl Magnus Riiber an der Spitze aber nicht mehr gefährden. Der Rückstand betrug am Ende 42,7 Sekunden.

Für Geiger war es nach Silber mit der Mannschaft vor zwei Jahren die zweite WM-Medaille. Weber durfte sich erstmals über Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft im Herrenbereich freuen. Der 24-Jährige war für den zweifachen Olympiasieger Johannes Rydzek ins Team gerückt, dem in seiner Heimat wegen anhaltender Formschwäche nur die Zuschauerrolle blieb. „Es ist sehr, sehr schade für ihn“, sagte Geiger über den 29-Jährigen. „Aber er hat schon so viele Medaillen gesammelt, er kommt auch aus dem Loch wieder raus.“ Beim Auftaktwettbewerb der Kombinierer am Freitag hatte das deutsche Team eine Einzelmedaille verpasst.

Deutsche Skispringer fliegen im Mixed zu Gold

Wahnsinn! Das deutsche Team holt Gold im Mixed-Wettbewerb der Skispringer. Dabei war das Quartett um Silbergewinner Karl Geiger als Außenseiter in den Wettkampf gegangen.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht

+++++28. Februar 2021+++++

Norwegen gewinnt Gold im Teamsprint

Mit einer großen Langlauf-Show auf der letzten Runde hat Norwegens Nordisch-Star Johannes Kläbo den Teamsprint bei der WM in Oberstdorf entschieden. Der 24-Jährige lief mit einer beeindruckenden Kraftleistung allen Konkurrenten davon und holte mit Erik Valnes Gold.

Kurz zuvor hatten Victoria Carl und Sofie Krehl im Frauenrennen am Sonntag den neunten Platz belegt. Beim Sieg der Schwedinnen Maja Dahlqvist und Jonna Sundling hatten die beiden 25 Jahre alten Deutschen mit dem Kampf um die Medaillen nichts zu tun. Krehl war zu Beginn des Rennens gestrauchelt. Silber sicherte sich überraschend das Duo Laurien van der Graaff und Nadine Fähndrich aus der Schweiz, Bronze holte Slowenien.

Die deutschen Männer schieden schon im Halbfinale aus und hatten dabei Pech. Janosch Brugger, der im Duett mit Sebastian Eisenlauer lief, verlor einen Ski. „Blöder kann es nicht laufen“, sagte der 23-Jährige zu seinem Malheur. Silber hinter Norwegen gewann Finnland vor dem russischen Team um Alexander Bolschunow.

+++++28. Februar 2021+++++

Langläuferinnen im Teamsprint auf Rang neun - Schweden siegt

Die beiden Skilangläuferinnen Victoria Carl und Sofie Krehl haben im Teamsprint bei der Heim-WM den neunten Platz belegt. Beim Sieg der Schwedinnen Maja Dahlqvist und Jonna Sundling hatten die beiden 25-Jährigen mit dem Kampf um die Medaillen nichts zu tun. Krehl war zu Beginn des Rennens gestrauchelt. Silber sicherte sich am Sonntag in Oberstdorf überraschend das Duo Laurien van der Graaff und Nadine Fähndrich aus der Schweiz, Bronze holte Slowenien.

Die deutschen Männer schieden schon im Halbfinale aus und hatten dabei Pech. Janosch Brugger, der im Duett mit Sebastian Eisenlauer lief, verlor einen Ski. „Blöder kann es nicht laufen“, sagte der 23-Jährige zu seinem Malheur.

+++++28. Februar 2021+++++

„Das war erst der Anfang“ - Kombiniererinnen hoffen nach WM-Debüt auf mehr

Cindy Haasch lächelte ein wenig schüchtern, doch dann meisterte die Jüngste im gesamten deutschen WM-Team auch die nächste Premiere souverän. "Das macht Motivation für mehr", sagte die 16 Jahre alte Thüringerin nach dem ersten WM-Rennen der Nordischen Kombiniererinnen der Geschichte, das sie als beste DSV-Starterin auf dem guten elften Platz beendet hatte, in ihrer ersten großen Presserunde: "Jetzt muss ich schauen, was die nächsten Ziele sind."

Oberstdorf soll dabei für Haasch wie auch für die gesamte Frauen-Kombination nur ein Etappenort auf dem Weg zum Fernziel Olympia gewesen sein. "Das war schon groß, ein Traum ist wahr geworden", sagte die souveräne norwegische Siegerin Gyda Westvold Hansen, mit 18 Jahren wie Haasch auch noch ein ganz frisches Gesicht. Ihr Kombi-Landsmann Jarl Magnus Riiber, der in Oberstdorf Männer-Gold geholt hatte, gratulierte: "Heute wurde Geschichte geschrieben."

Erst seit drei Jahren gibt es die Frauen-Kombination als weltweite Wettkampf-Disziplin, im Januar 2018 fand der erste Continental Cup statt, im Dezember 2020 der erste Weltcup - und jetzt schon der WM-Auftakt zur besten TV-Sendezeit. "Das ist schon ein bisschen unreal", sagte die frühere Junioren-Weltmeisterin Jenny Nowak, als 18. in Oberstdorf etwas unter Wert geschlagen, "wir waren aber auch alle richtig nervös."

Kurzzeitig war eine deutsche Kombiniererin sogar mitten ins Rampenlicht geflogen: Die mit 27 Jahren als DSV-Führungskraft firmierende Svenja Würth, als frühere Skisprung-Weltmeisterin dafür prädestiniert, hatte nach dem Schanzendurchgang auf Platz drei gelegen. "Ich wusste aber, dass ich im Laufen keine Glanzleistung vollbringen kann", sagte Würth, die auch wegen eines Sturzes auf Platz 17 zurückfiel, "aber ich habe den Umstieg nicht bereut, es macht einen Riesenspaß."

Den hatte auch Trainer Klaus Edelmann. "Es war ein Wahnsinns-Wettkampf und eine sehr schöne Weltmeisterschaft für uns", sagte der 65-Jährige: "Ich hätte mir noch einen zweiten Wettkampf gewünscht." Den soll es womöglich bei der WM 2023 in Planica mit dem Team geben, zwei Jahre später in Trondheim könnte ein zweites Einzel hinzukommen, die Olympia-Premiere 2026 in Cortina steigen.

Für Edelmann beginnt die Arbeit nun erst richtig, die Lücke zu Norwegen, das in Oberstdorf einen Dreifachsieg durch Westvold Hansen sowie die Schwestern Mari und Marte Leinand Lund feierte, muss verkleinert werden. "Andere Nationen, besonders Norwegen, haben schon mehr getan", sagte der Coach.

Seine Schützlinge werden begeistert mitziehen. "Unsere WM-Premiere war nicht das Ende einer Entwicklung", sagte Maria Gerboth (18), die 19. wurde, "das war erst der Anfang."

+++++27. Februar 2021+++++

Lokalmatador Geiger gewinnt Silber von der Normalschanze

Skispringer Karl Geiger hat bei seiner Heim-WM in Oberstdorf Silber von der Normalschanze gewonnen. Der Bayer musste sich einzig dem Polen Piotr Zyla (34) geschlagen geben, für den Deutschen Skiverband war es die erste Medaille der Titelkämpfe im Allgäu. Bronze ging an Anze Lanisek aus Slowenien.

"Ich bin echt sprachlos, das habe ich nicht kommen sehen. Vor dem Wettkampf habe ich gesagt: Hopp oder Flop. Und es war Hopp", sagte Geiger. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher war erleichtert: "Wir sind alle überglücklich, dass wir beim ersten Wettkampf schon eine Medaille gewonnen haben. Karls zweiter Sprung war eine echte Bombe."

Geiger lag nach dem ersten Durchgang noch auf dem vierten Rang, kämpfte sich aber mit einem starken zweiten Flug auf 102,0 m auf das Podest. Mit 265,2 Punkten fehlten ihm umgerechnet nur 180 Zentimeter zu Überraschung-Weltmeister Zyla (268,8), der in seiner Karriere erst zwei Weltcupsiege feiern konnte und Nachfolger seines Landsmanns Dawid Kubacki wurde.

Glänzend präsentierte sich auch Pius Paschke (Kiefersfelden) als Elfter. Hoffnungsträger Markus Eisenbichler (Siegsdorf) musste sich dagegen bei schwierigen Bedingungen mit dem 17. Rang begnügen. Topfavorit Halvor Egner Granerud aus Norwegen landete als Vierter knapp neben dem Podium.

Constantin Schmid (Oberaudorf), der den Vorzug gegenüber Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) und Martin Hamann (Aue) erhalten hatte, rechtfertigte auf der 23. Position seine Nominierung.

Für eine Schrecksekunde sorgte ein Sturz von Eetu Nousiainen. Der Finne kam nach der Landung zu Fall und blieb zunächst im Auslauf liegen, ehe er auf eigenen Füßen die Anlage verlassen konnte.

Schon am Sonntag wartet im Mixed (17.00 Uhr/ARD und Eurosport) mit zwei Männern und zwei Frauen pro Team die nächste Medaillenchance. Das Format gehört zum vierten Mal zum WM-Programm, Deutschland holte bislang dreimal Gold (2015, 2017, 2019).

+++++27. Februar 2021+++++

Kombinierer beim Teamwettbewerb ohne Olympiasieger Rydzek

Olympiasieger Johannes Rydzek wird beim Teamwettbewerb der Nordischen Kombinierer aus dem deutschen Aufgebot genommen. Der sechsmalige Weltmeister und Lokalmatador wird am Sonntag (10.00 Uhr und 15.00 Uhr/ARD und Eurosport) von Terence Weber ersetzt, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Samstagnachmittag bestätigte. Am Freitag im Einzel hatte der Oberstdorfer Rydzek nur den 28. Platz belegt und war in seiner Spezialdisziplin Langlauf am Ende eingebrochen. Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger waren gesetzt. Deutschland gilt neben Norwegen um Jarl Magnus Riiber als heißer Anwärter auf Team-Gold.

+++++27. Februar 2021+++++

16-jährige Deutsche überrascht bei Weltpremiere der Kombiniererinnen – Norwegen überragend

Die Norwegerin Gyda Westvold Hansen hat Wintersport-Geschichte geschrieben und als erste Nordische Kombiniererin WM-Gold geholt. Bei der Frauen-Premiere in Oberstdorf setzte sich die 18-Jährige am Samstag nach einem Sprung von der Normalschanze sowie 5 km in der Loipe bei einem norwegischen Dreifachsieg vor den Schwester Mari (+13,8 Sekunden) und Marte Leinand Lund (+28,8) durch.

Beste Deutsche war die erst 16 Jahre alte Cindy Haasch (Ruhla) auf einem guten elften Platz (+2:09,2 Minuten). Die frühere Skisprung-Weltmeisterin Svenja Würth (Baiersbronn) fiel von Platz drei nach dem Schanzendurchgang noch auf Rang 17 (+2:30,9) zurück, dahinter belegten die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Jenny Nowak (Sohland/+2:48,5) und Maria Gerboth (Schmiedeberg/+3:11,9) die Plätze 18 und 19.

Die amerikanische Mitfavoritin Tara Geraghty-Moats, im Dezember Gewinnerin des bislang einzigen Frauen-Weltcups der Geschichte, kam nach schwachem Springen nicht über Platz fünf hinaus.

+++++27. Februar 2021+++++

Bolschunow holt Skiathlon-Gold - Deutsche chancenlos

Der russische Skilangläufer Alexander Bolschunow hat bei der Nordischen WM in Oberstdorf Gold im Skiathlon gewonnen und nach sieben Silbermedaillen bei Großereignissen seinen ersten Titel geholt. Der Topfavorit setzte sich am Samstag nach jeweils 15 km im klassischen und freien Stil vor den Norwegern Simen Hegstad Krüger (+1,1 Sekunden) und Hans Christer Holund (+1,7) durch.

Der 24 Jahre alte Bolschunow war erst am Freitag von der Disziplinarkammer des Weltverbandes FIS wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, nachdem er Ende Januar bei der Staffel in Lahti den Finnen Jona Mäki mit einem Bodycheck niedergestreckt hatte. Bolschunow hatte Absicht bestritten.

Bester der chancenlosen deutschen Läufer war Lucas Bögl (Gaißlach) auf Platz 29 mit 4:10 Minuten Rückstand. Jonas Dobler (Traunstein/36.), Friedrich Moch (Isny/38.) und Florian Notz (Römerstein/48.) lagen noch deutlich weiter zurück.

Hennig erlebt Debakel bei Johaugs goldener Machtdemonstration

Norwegens Star-Langläuferin Therese Johaug hat bei der Nordischen WM in Oberstdorf trotz eines Sturzes überlegen im Skiathlon gesiegt und mit einer Machtdemonstration ihren insgesamt elften Weltmeistertitel gewonnen. Die deutsche Hoffnungsträgerin Katharina Hennig (Oberwiesenthal) erlebte im ersten Distanzrennen der Titelkämpfe nach Wachsproblemen ganz bittere 15 km und kam nur auf Platz 29.

Die 32 Jahre alte Johaug lag nach jeweils 7,5 km im klassischen und freien Stil sowie 38:35,5 Minuten vor den Schwedinnen Frida Karlsson (+30,0 Sekunden) und Ebba Andersson (+30,2). Nach einer Kollision mit Karlsson war Johaug früh im Rennen zu Fall gekommen, steckte dies aber schnell weg.

Die Österreicherin Theresa Stadlober überraschte mit Platz vier (+1:11,2 Minuten) vor Schwedens Olympiasiegerin Charlotte Kalle. Die Schwedinnen dürften damit in der Staffel am Donnerstag der Favorit sein.

Beste Deutsche war Pia Fink (Bremelau) auf Platz 19 (+2:56,2), die schon nach dem Klassikpart schon hoffnungslos abgeschlagene Hennig hatte fast vier Minuten Rückstand. U23-Sprintweltmeisterin Lisa Lohmann (Oberhof) wurde 34., Antonia Fräbel (Asbach) kam auf Rang 36.

+++++25. Februar 2021+++++

Geiger und Eisenbichler patzen in Quali