Skispringen: DSV-Team nur von Österreich geschlagen

Skispringen : DSV-Team nur von Österreich geschlagen

Die deutschen Skispringer sind angeführt von Karl Geiger auch im dritten Teamwettkampf der WM-Saison auf das Podest geflogen.

Der überragende Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe landeten beim Weltcup im finnischen Lahti nach acht Sprüngen mit 942,6 Punkten knapp hinter Österreich (953,6) auf Rang zwei. Dritter wurde Japan mit Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi (929,5).

Auch ohne Markus Eisenbichler, der mit Blick auf die WM in Seefeld (19. Februar bis 3. März) auf die Reise verzichtet hatte, zeigte das DSV-Team eine gute Leistung. Geiger brachte das Quartett von Noch-Bundestrainer Werner Schuster mit starken Flügen auf 129,5 und 130,5 m in beiden Durchgängen jeweils in Führung, am Ende fehlten aber umgerechnet 6,11 Meter zum Sieg.

Die Austria-Adler meldeten sich derweil eindrucksvoll zurück. Mit Stefan Kraft an der Stätte seines doppelten WM-Triumphs, Rückkehrer Gregor Schlierenzauer, Philipp Aschenwald und Michael Hayböck holte das ÖSV-Team seinen ersten Teamerfolg seit März 2017 in Oslo. Danach waren die einstigen Seriensieger in zwölf Team-Wettkämpfen ohne Erfolg geblieben.

Vierter wurde Weltmeister Polen mit Olympiasieger Kamil Stoch (925,7). Ohne Chance war Olympiasieger Norwegen. Andreas Stjernen trat nach einem heftigen Sturz in der Probe zwar zum Wettkampf an, kam sichtlich angeschlagen aber nur auf 83,0 m. Anschließend verzichteten die Skandinavier auf den zweiten Durchgang und belegten somit nur den neunten Platz.

Der Wettkampf stand auch im Zeichen der am Montag verstorbenen Skisprung-Legende Matti Nykänen. Zwischen den Durchgängen gab es eine Schweigeminute in Erinnerung an den viermaligen Olympiasieger. Zudem konnten Fans an einem Schneehügel vor einem Nykänen-Foto Blumen und Geschenke niederlegen. Der sechsmalige Weltmeister war nur 55 Jahre alt geworden.

Am Sonntag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) folgt in Lahti zum Abschluss ein Einzelspringen. Vor allem Geiger ist dann nach seiner starken Vorstellung am Samstag sogar ein Podestplatz zuzutrauen.

(pabie/sid)
Mehr von RP ONLINE