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Ski-Alpin-Weltcup 20/21: Skirennfahrerin Kira Weidle enttäuscht bei nächster Goggia-Gala

Ski-Alpin-Telegramm 20/21 : Skirennfahrerin Weidle enttäuscht bei nächster Goggia-Gala

Auch die Weltcup-Saison der alpinen Skirennfahrer ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige während der Ski-Alpin-Saison auf dem Laufenden.

Kira Weidle schüttelte frustriert den Kopf. Nach ihrem starken fünften Platz am Freitag hat die Starnberger Skirennfahrerin bei der zweiten Abfahrt in Crans-Montana am Samstag einen Dämpfer kassiert. Die 24-Jährige belegte beim erneuten Sieg der Italienerin Sofia Goggia mit 1,56 Sekunden Rückstand nur Rang 16.

„Ich bin mit meiner Fahrt nicht zufrieden, weil ich teilweise ein bisschen unsauber gefahren und ein bisschen passiv gewesen bin“, sagte Weidle dem ZDF. Die einzige deutsche Starterin an diesem Wochenende in der Schweiz war als Fünfte auf die Piste gegangen und hatte mit den Sichtverhältnissen unter zunächst wolkenverhangenem Himmel spürbar zu kämpfen. Zudem sei die Strecke aufgrund kühlerer Temperaturen schneller gewesen als am Vortag, erklärte sie.

Nachdem das Wetter im weiteren Rennverlauf etwas aufklarte, fiel Weidle im Klassement immer weiter zurück. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im italienischen Cortina d'Ampezzo im Februar bleibt sie aber die größte deutsche Hoffnungsträgerin.

Die formstarke Olympiasiegerin Goggia feierte indes bereits ihren vierten Erfolg in der fünften Abfahrt dieser Saison. „Sie fährt extrem viel Risiko“, sagte Weidle über die 28-Jährige. „Wenn sie an der einen oder anderen Stelle technisch noch sauberer fahren würde, kann sie sich fast nur selber schlagen.“

Zweite wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,27), Dritte Goggias Landsfrau Elena Curtoni (+0,60). Für einen Schreckmoment sorgte die Tschechin Ester Ledecka, die zu weit aus einer Kurve rausgetragen wurde und in ein Fangnetz krachte. Die 25-Jährige stand aber wieder auf und streckte den Daumen nach oben. Am Sonntag (12.00 Uhr) steht für die Damen in Crans-Montana noch ein Super-G an.

+++++22. Januar 2021+++++

Zweite Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel von Samstag auf Sonntag verschoben

Das Wetter hat das Programm der alpinen Weltcup-Wettbewerbe in Kitzbühel ein wenig durcheinandergewirbelt. Die klassische Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif, die am Samstagmorgen wegen Regen, Schneefall, Nebel und der Pistenbedingungen abgesagt wurde, soll nun am Sonntag (10.20 Uhr) nachgeholt werden. Der Super-G verschiebt sich dadurch auf Montag (10.45 Uhr).

"Aufgrund der aktuellen Wettersituation und des damit verbundenen Pistenzustands hat die Jury entschieden, das heutige Abfahrtsrennen abzusagen", teilten der Internationale Skiverband FIS und die Organisatoren am Samstagmorgen mit. Durch die hohen Temperaturen am Freitag war die Streif bereits in Mitleidenschaft gezogen worden, der Regen verschlechterte die Bedingungen zusätzlich.

"Es hat in der Nacht bis zum Hausberg rauf geregnet und angefangen zu schneien", berichtete der deutsche Männer-Cheftrainer Christian Schwaiger. Für die Organisatoren sei es deshalb "nach dem gestrigen warmen Tag" schwierig gewesen, die Piste rennfertig zu präparieren. Schwaiger nannte es eine "relativ vernünftige Entscheidung", das Rennen abzusagen.

Die deutschen Läufer waren nicht überrascht von der Absage am Samstag. "Das habe ich schon fast erwartet, als ich heute Morgen aufgestanden bin, da habe ich kurz rausgeschaut, und es sah nicht gut aus", sagte Andreas Sander, der am Freitag bei der ersten Abfahrt auf der Streif Rang fünf belegt hatte. "Die Jungs werden sich jetzt regenerieren", sagte Cheftrainer Schwaiger zu den Plänen für den restlichen Samstag.

+++++22. Januar 2021+++++

Heftige Stürze auf der Streif in Kitzbühel - Kryenbühl schwer verletzt

Andreas Sander hat in einem Chaos-Rennen auf der berüchtigten Streif die erste Podestplatzierung seiner Karriere verpasst, seine starke Form aber unterstrichen. Der 31-Jährige aus Ennepetal belegte bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten in Kitzbühel beim Premierensieg von Beat Feuz (Schweiz) den fünften Platz. Das mehrfach unterbrochene Rennen wurde nach 30 von 55 Startern endgültig abgebrochen, konnte damit aber gewertet werden.

Romed Baumann (Kiefersfelden), Dominik Schwaiger (Königssee) und Josef Ferstl (Hammer) rundeten auf den Rängen acht, zwölf und 13 das beste Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) in "Kitz" ab. Drei deutsche Läufer hatten sich zuvor nur einmal unter den ersten Zwölf platziert: 1990 in Schladming kamen Stefan Krauss, Markus Wasmeier und Hansjörg Tauscher auf die Plätze sechs, neun und zehn.

Überschattet wurde das Geisterrennen von einem schweren Sturz des Schweizers Urs Kryenbühl, der beim extrem weiten Zielsprung bei einer Geschwindigkeit von 145 km/h die Kontrolle verlor und schwer auf die harte Piste krachte. Nach Angaben des Schweizer Skiverbandes Swiss Ski erlitt der 26-Jährige neben einer Gehirnerschütterung und einem Bruch des rechten Schlüsselbeins auch einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie. Ryan Cochran-Siegle (USA) zog sich bei einem Sturz laut US-Verband eine "leichte Halswirbelfraktur" zu.

Das Rennen stand zwischenzeitlich vor dem Abbruch, weil nach der Zieldurchfahrt des Österreichers Daniel Danklmaier (Startnummer 23) als zusätzliche Gefahr für die Läufer starker Wind aufkam. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung fuhren noch die für eine Wertung des Rennens erforderlichen sieben weiteren Starter - unter anderem der starke Schwaiger (Startnummer 26).

Feuz triumphierte bei der 500. Abfahrt seit der Gründung des alpinen Ski-Weltcups im Jahre 1966 nach einer überzeugenden Fahrt in 1:53,77 Minuten vor Vorjahressieger Matthias Mayer aus Österreich (+0,16) und Dominik Paris aus Italien (+0,56). Der 33-Jährige hatte noch nie in Kitzbühel gewinnen können. Vier Mal war der Schweizer bisher Zweiter geworden.

Weidle gute Fünfte bei Abfahrt in Crans-Montana

Skirennfahrerin Kira Weidle hat bei der Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana ihr bestes Saisonergebnis egalisiert. Die 24-Jährige aus Starnberg kam am Freitag auf den fünften Platz, den sie bereits im vergangenen Dezember in Val d'Isère belegt hatte. Als einzige deutsche Starterin lag Weidle auf verkürzter Strecke eine knappe Sekunde hinter Siegerin Sofia Goggia.

Die Italienerin setzte sich vor der Tschechin Ester Ledecka (+0,20 Sekunden) und Breezy Johnson aus den USA (+0,57) durch. Das Rennen musste zeitweise wegen starken Windes unterbrochen werden. Am Samstag steht in der Schweiz erneut eine Abfahrt auf dem Programm.

+++++21. Januar 2021+++++

Thomas Dreßen nach Hüft-OP zurück auf der Piste
Rund zwei Monate nach seiner Hüft-Operation ist Skirennfahrer Thomas Dreßen auf die Piste zurückgekehrt. Deutschlands bester Abfahrer postete in den sozialen Medien am Donnerstag ein Video, das ihn dabei zeigt, wie er den Kasberg in Österreich hinabfährt. „Endlich! Zurück, wo ich hingehöre“, schrieb er dazu.

In den Tagen zuvor hatte sich Dreßen weiteren Untersuchungen beim Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbands (DSV), Manuel Köhne, in München unterzogen. An mehr als lockeres, freies Fahren ist für den 27-Jährigen, der sich nach wie vor in der Reha befindet, aber noch nicht zu denken. Erst als nächste Schritte sind intensiveres Kraft- und eine Rückkehr ins Schneetraining geplant.

Dreßen, der bislang die komplette Weltcup-Saison ausfiel, hat die Hoffnung auf ein Comeback bei den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) noch nicht aufgegeben. „Klar ist die WM ein Thema“, sagte der Gewinner der Kitzbühel-Abfahrt von 2018 und insgesamt fünfmalige Weltcupsieger vergangene Woche. „Die letzten paar Wochen habe ich richtig gute Fortschritte gemacht. Ich bin soweit schmerzfrei“, berichtete er.

Der Hüft-OP im Herbst hatte sich Dreßen unterzogen, weil ihm das Gelenk schon länger Schmerzen bereitet hatte. Ein freier Gelenkkörper konnte dabei aber nicht wie geplant entfernt werden. Ob ihn die Blessur auch beim intensiven Schneetraining oder bei Rennen beeinflusst, wird sich erst zeigen.

Sander in Kitzbühel auch im Abschlusstraining stark

Die deutschen Skirennläufer haben auch im Abschlusstraining für die Weltcup-Abfahrten auf der Streif in Kitzbühel die Hoffnung auf vordere Platzierungen genährt. Bester war wie bereits am Vortag Andreas Sander, der mit 1,13 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Vincent Kriechmayr (Österreich) erneut den sechsten Rang belegte. "Es war eine gute Fahrt", sagte der Westfale, "es gab ein paar Abschnitte, da war ich noch nicht am Limit."

In Kitzbühel finden zum ersten Mal seit 2004 zwei Abfahrten statt. Am Freitag wird zunächst das in Wengen/Schweiz ausgefallene Rennen nachgeholt, am Samstag folgt die klassische Hahnenkamm-Abfahrt (jeweils 11.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Am Sonntag findet noch ein Super-G statt (10.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Die Trainingsläufe sind nur zum Teil aussagekräftig, weil sich zahlreiche Fahrer in einigen Passagen noch zurückhalten und die Strecke nicht in vollem Renntempo absolvieren.

Hinter Sander belegten Josef Ferstl (+1,80 Sekunden), Dominik Schwaiger (+1,87) und Romed Baumann (+2,21) die Plätze elf, zwölf und 21. "Die Piste ist in einem guten Zustand", berichtete Baumann, da ist noch einiges drin. Ziel ist ein Podium, aber das ist schon die ganze Saison das Ziel." Der gebürtige Österreicher war im vergangenen Jahr bei seiner zwölften Abfahrt auf der Streif als Siebter bester DSV-Starter.

Auch Sander kam dort in den vergangenen beiden Jahren gut zurecht. Beim Sieg seines derzeit noch verletzten Mannschaftskollegen Thomas Dreßen im Januar 2018 belegte er nach bester letzter Zwischenzeit Rang sechs, im vergangenen Jahr wurde er Elfter. "Ich muss gar nicht viel anders machen", sagte er nach dem Anschlusstraining, "wenn ich den Stand abrufe, den ich habe, sollte ich besser sein als im Vorjahr."

+++++19. Januar 2021+++++

DSV-Fahrer wecken im Training in Kitzbühel große Hoffnungen

Die deutschen Skirennläufer haben im ersten Training für die beiden Weltcup-Abfahrten auf der berüchtigten "Streif" in Kitzbühel Hoffnungen auf Spitzenresultate geweckt. Bei Kaiserwetter fuhren Andreas Sander (+0,61 Sekunden) und Romed Baumann (+0,71) auf die Plätze sechs und sieben, Josef Ferstl (+0,84) und Manuel Schmid (+1,03) belegten auf der bestens präparierten Piste herunter vom Hahnenkamm die Platz 12 und 13. Der Tagesbeste war Ryan Cochran-Siegle (USA).

"Der Nervenkitzel ist einfach da, was auch gut ist", sagte Sander nach seiner Fahrt und bekannte: "Ich habe mich gewundert, dass es für eine so gute Zeit reicht." Routinier Baumann erwartet für Freitag und Samstag (jeweils 11.30 Uhr/ZDF) spannende Rennen. "Man sieht, dass es schon im Training relativ knapp ist. Das wird mit Sicherheit eine Schlacht werden", sagte der gebürtige Österreicher. Am Sonntag folgt auf der Streif noch ein Super-G.

Am Freitag wird in Kitzbühel die in Wengen ausgefallene Lauberhorn-Abfahrt nachgeholt, am Samstag das Hahnenkamm-Rennen gestartet. "Ich habe mich brutal gefreut, dass wir hier zwei Abfahrten fahren", betonte Baumann, "es gibt nichts Besseres, Kitzbühel ist nicht umsonst so eine Legende im Skisport." Der zuletzt beste deutsche Abfahrer vermisst allerdings das gewohnte Flair: Wegen Corona werden die Wettbewerbe auch in Kitzbühel als Geisterrennen ausgetragen.

Für gewöhnlich werden die Abfahrten in Kitzbühel von 45.000 Zuschauern verfolgt, selbst zu den Siegerehrungen am Samstagabend kommen an die 20.000 Ski-Fans. "Es ist schon schade, dass das heuer nicht so ist", sagte Baumann.

+++++19. Januar 2021+++++

Genug Schnee - Skirennen in Garmisch kann stattfinden

Die alpinen Skirennen der Damen in Garmisch-Partenkirchen am 30. und 31. Januar können wie geplant stattfinden. Das teilte der Weltverband Fis nach einer Streckenkontrolle am Montag mit. Auf der berühmten Kandahar stehen am Monatsende eine Abfahrt und ein Super-G an. Eine Woche später machen die Herren dort Station.

+++++17. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Bassino siegt erneut - Filser wieder in den Punkten

Die italienische Skirennfahrerin Marta Bassino hat auch den zweiten Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Die 24-Jährige siegte am Sonntag mit 0,66 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Schweizerin Michelle Gisin, Dritte wurde die Slowenin Meta Hrovat (+0,73). US-Star Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, landete auf Platz sechs.

Die einzige deutsche Starterin, Andrea Filser, fuhr als 22. zum zweiten Mal in Serie in die Punkte. Die Niederländerin Adriana Jelinkowa war im ersten Durchgang schwer gestürzt. Das Rennen wurde daraufhin für mehrere Minuten unterbrochen, die 25-Jährige kam mit einem Transportschlitten ins Tal.

Skirennfahrer Straßer scheidet beim zweiten Slalom in Flachau aus

Skirennfahrer Linus Straßer ist am Sonntag beim zweiten Slalom im österreichischen Flachau ausgeschieden. Weil er im ersten Durchgang einfädelte, war das Rennen für den 28-Jährigen vorzeitig beendet. Beim ersten Slalom im Salzburger Land tags zuvor hatte der Sieger von Zagreb und Zweite von Adelboden noch Platz fünf belegt - und damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Nun folgte beim Premierensieg des Norwegers Sebastian Foss-Solevaag vor Marco Schwarz aus Österreich (+0,76 Sekunden) und dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,95) der Dämpfer für den Münchner.

Vor den Weltmeisterschaften im Februar in Cortina d'Ampezzo stehen noch der Nachtslalom in Schladming und zwei Torläufe in Chamonix an.

+++++16. Januar 2021+++++

Kreuzbandriss: Saison für Kilde nach Trainingssturz beendet

 Für den norwegischen Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde (28) ist die Saison nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie beendet. Der Gesamtweltcupsieger des vergangenen Winters zog sich die Verletzung beim Super-G-Training auf der österreichischen Reiteralm zu.

"Es ist so, wie ich es befürchtet, aber nicht erhofft hatte", wurde Kilde vom norwegischen Skiverband zitiert. Er sei aber "in sehr guten Händen" und werde "stark zurückkommen", so Kilde.

Kilde, der in dieser Saison den Super-G und die Abfahrt in Gröden gewonnen hatte, soll schon bald operiert werden. "Für so etwas gibt es nie einen guten Zeitpunkt, aber das gehört bei unserem Sport dazu", hatte der Norweger schon vor der Diagnose gesagt. Eine Untersuchung in Innsbruck brachte das niederschmetternde Ergebnis.

+++++16. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Filser punktet bei nächstem Bassino-Sieg

Skirennläuferin Marta Bassino hat den Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora deutlich gewonnen. Die Italienerin holte sich in 2:11,90 Minuten ihren dritten Weltcupsieg des Winters souverän vor der Französin Tessa Worley (+0,80 Sekunden) und Michelle Gisin aus der Schweiz (+1,46). Mikaela Shiffrin (USA/+2,18), die unter der Woche in Flachau beim Slalom ihren 68. Weltcup-Sieg gefeiert hatte, fiel von Rang vier auf sechs zurück.