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Ski-Alpin-Weltcup 20/21: Genug Schnee - Skirennen in Garmisch kann stattfinden

Ski-Alpin-Telegramm 20/21 : Genug Schnee - Skirennen in Garmisch kann stattfinden

Auch die Weltcup-Saison der alpinen Skirennfahrer ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige während der Ski-Alpin-Saison auf dem Laufenden.

Die alpinen Skirennen der Damen in Garmisch-Partenkirchen am 30. und 31. Januar können wie geplant stattfinden. Das teilte der Weltverband Fis nach einer Streckenkontrolle am Montag mit. Auf der berühmten Kandahar stehen am Monatsende eine Abfahrt und ein Super-G an. Eine Woche später machen die Herren dort Station.

+++++17. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Bassino siegt erneut - Filser wieder in den Punkten

Die italienische Skirennfahrerin Marta Bassino hat auch den zweiten Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Die 24-Jährige siegte am Sonntag mit 0,66 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Schweizerin Michelle Gisin, Dritte wurde die Slowenin Meta Hrovat (+0,73). US-Star Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, landete auf Platz sechs.

Die einzige deutsche Starterin, Andrea Filser, fuhr als 22. zum zweiten Mal in Serie in die Punkte. Die Niederländerin Adriana Jelinkowa war im ersten Durchgang schwer gestürzt. Das Rennen wurde daraufhin für mehrere Minuten unterbrochen, die 25-Jährige kam mit einem Transportschlitten ins Tal.

Skirennfahrer Straßer scheidet beim zweiten Slalom in Flachau aus

Skirennfahrer Linus Straßer ist am Sonntag beim zweiten Slalom im österreichischen Flachau ausgeschieden. Weil er im ersten Durchgang einfädelte, war das Rennen für den 28-Jährigen vorzeitig beendet. Beim ersten Slalom im Salzburger Land tags zuvor hatte der Sieger von Zagreb und Zweite von Adelboden noch Platz fünf belegt - und damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Nun folgte beim Premierensieg des Norwegers Sebastian Foss-Solevaag vor Marco Schwarz aus Österreich (+0,76 Sekunden) und dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,95) der Dämpfer für den Münchner.

Vor den Weltmeisterschaften im Februar in Cortina d'Ampezzo stehen noch der Nachtslalom in Schladming und zwei Torläufe in Chamonix an.

+++++16. Januar 2021+++++

Kreuzbandriss: Saison für Kilde nach Trainingssturz beendet

 Für den norwegischen Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde (28) ist die Saison nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie beendet. Der Gesamtweltcupsieger des vergangenen Winters zog sich die Verletzung beim Super-G-Training auf der österreichischen Reiteralm zu.

"Es ist so, wie ich es befürchtet, aber nicht erhofft hatte", wurde Kilde vom norwegischen Skiverband zitiert. Er sei aber "in sehr guten Händen" und werde "stark zurückkommen", so Kilde.

Kilde, der in dieser Saison den Super-G und die Abfahrt in Gröden gewonnen hatte, soll schon bald operiert werden. "Für so etwas gibt es nie einen guten Zeitpunkt, aber das gehört bei unserem Sport dazu", hatte der Norweger schon vor der Diagnose gesagt. Eine Untersuchung in Innsbruck brachte das niederschmetternde Ergebnis.

+++++16. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Filser punktet bei nächstem Bassino-Sieg

Skirennläuferin Marta Bassino hat den Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora deutlich gewonnen. Die Italienerin holte sich in 2:11,90 Minuten ihren dritten Weltcupsieg des Winters souverän vor der Französin Tessa Worley (+0,80 Sekunden) und Michelle Gisin aus der Schweiz (+1,46). Mikaela Shiffrin (USA/+2,18), die unter der Woche in Flachau beim Slalom ihren 68. Weltcup-Sieg gefeiert hatte, fiel von Rang vier auf sechs zurück.

Andrea Filser (+5,10) vom SV Wildsteig, einzige Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV), qualifizierte sich im Riesenslalom erstmals für den zweiten Durchgang und holte sich mit Platz 22 das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Bereits am Sonntag (9.15 und 12.15 Uhr) steht in Kranjska Gora erneut ein Riesenslalom auf dem Programm.

+++++14. Januar 2021+++++

Thomas Dreßen hofft noch auf Comeback für WM

Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen hat die Hoffnung auf ein Comeback bei den Ski-Weltmeisterschaften im Februar offenbar noch nicht aufgegeben. Das sagte der 27-Jährige am Donnerstag in einer Medienrunde. Dreßen absolviert aktuell die Reha nach einer Hüftoperation und hofft bei einer Kontrolle nächste Woche auf die Erlaubnis der Ärzte, in das Skitraining einsteigen zu können. Auf die Frage, ob die WM in Cortina d'Ampezzo vom 8. bis 21. Februar ein Thema für ihn sei, antwortete er nun: „Klar ist die WM ein Thema.“

Das Ziel scheint ambitioniert, vor allem weil Dreßen einen Start bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen Anfang Februar zugleich als „unrealistisch“ bezeichnet. Nur wenige Tage nach dem Weltcup auf der Kandahar stehen bereits die Trainings und WM-Rennen in Cortina an.

Der Optimismus bei dem Kitzbühel-Champion von 2018 und insgesamt fünfmaligen Weltcup-Sieger rührt daher, dass die Reha bislang besser verlaufen sei als erhofft. „Die letzten paar Wochen habe ich richtig gute Fortschritte gemacht. Ich bin soweit schmerzfrei“, sagte der Sportler aus Mittenwald in Oberbayern. „Jetzt heißt es, die nächsten Schritte zu machen, damit ich mich hundertprozentig sicher fühle, wenn es hoffentlich bald wieder auf Ski geht.“

Dreßen hatte sich im Herbst einer Hüft-OP unterzogen, weil ihm das Gelenk schon seit langer Zeit Schmerzen bereitet hatte. Eine freier Gelenkkörper konnte dabei aber nicht wie geplant entfernt werden. Ob ihn diese Blessur auch beim intensiven Schneetraining oder bei Rennen beeinflusst, muss sich erst zeigen. Eine exakte Prognose, dass es mit der WM noch klappt, kann Dreßen daher vorerst nicht treffen.

+++++13. Januar 2021+++++

Rennen in Kitzbühel wegen Coronavirus-Mutation verlegt

Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Herren in Kitzbühel am kommenden Wochenende sind wegen der möglichen 17 Fälle der britischen Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg abgesagt worden. Stattdessen finden sie nun in Flachau statt, wie der Weltverband Fis am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung für die Absage in Kitzbühel war unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erfolgt, wie Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zuvor verkündet hatte. Nach der Absage der Lauberhorn-Rennen im schweizerischen Wengen war Kitzbühel eingesprungen. Nun steigen die für Samstag und Sonntag vorgesehenen Slaloms im Salzburger Land.

Die Hahnenkamm-Rennen vom 22. bis 24. Januar seien nach aktuellem Stand noch nicht gefährdet. Deren Austragung sei allerdings abhängig vom Ergebnis der PCR-Tests im gesamten Bezirk Kitzbühel, sagte Platter. Sollten dabei keine Auffälligkeiten auftreten, könnten die Abfahrts- und Super-G-Rennen auf der Streif wie geplant stattfinden.

Einen Tag nach Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen von Infektionen mit dem mutierten Coronavirus aus Großbritannien in Jochberg sind bisher keine weiteren Verdachtsfälle aufgetreten. Von den sehr gezielten 191 PCR-Tests seien alle negativ, sagte Platter. Auslöser der Suche war ein Kurs zur Skilehrer-Ausbildung, an dem vor allem Briten teilgenommen hatten. „Natürlich ist so eine Ausbildung entbehrlich“, sagte Platter und zeigte damit wenig Verständnis für die Veranstaltung.

+++++12. Januar 2021+++++

Shiffrin mit Rekordsieg "Königin der Nacht", Dürr nur Elfte

Die deutschen Skirennläuferinnen haben die WM-Generalprobe im Slalom verpatzt. Beim Nachtrennen im österreichischen Flachau verfehlte Lena Dürr (Germering) beim Rekordsieg von Mikaela Shiffrin (USA) die angestrebte Platzierung unter den besten Acht. Als einzige von vier deutschen Starterinnen im Finale belegte sie bei anhaltendem Schneefall auf der Hermann-Maier-Piste nur Rang elf.

Shiffrin feierte als "Königin der Nacht" im letzten Slalom vor der WM in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar), die nach einem Beschluss der italienischen Regierung wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden muss, ihren 68. Weltcupsieg. Sie überholte damit in der ewigen Bestenliste Marcel Hirscher (Österreich), vor ihr liegen noch Ingemar Stenmark (Schweden/86) und Lindsey Vonn (USA/82).

Zugleich stellte Shiffrin mit ihrem ersten Slalom-Erfolg in diesem Winter vor Katharina Liensberger aus Österreich (+0,19 Sekunden) und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,43) einen Rekord auf: Sie hat nun 44 Slalom-Rennen gewonnen, so viele Siege sind keiner anderen Skirennläuferin in einer einzigen Disziplin gelungen. Häufiger auf Rang eins lag nur Stenmark im Riesenslalom (46), Vonn gewann 43-mal eine Abfahrt.

Für Shiffrin war der Sieg nicht zuletzt die 100. Podestplatzierung beim 183. Weltcup-Start. Diese Marke hatten zuvor nur sieben Alpine erreicht. Die meisten Podestplatzierungen holten Stenmark (155), Hirscher (138) und Vonn (137).

+++++11. Januar 2021+++++

Lauberhorn-Rennen in Wengen abgesagt - Verlegung nach Kitzbühel

Die traditionsreichen Lauberhornrennen der Skirennläufer in Wengen/Schweiz sind abgesagt worden. Nach einigem Hin und Her entschieden die Verantwortlichen des Kantons Bern, den Weltcup-Klassiker in dem 1100 Einwohner zählenden Bergdorf aufgrund der zu hohen Corona-Infektionszahlen nicht auszutragen. Das teilte der Schweizer Skiverband Swiss Ski mit.

Zwei der drei in Wengen geplanten Wettbewerbe wurden nach Kitzbühel verlegt, wo vom 22. bis 24. Januar die Hahnenkammrennen ausgetragen werden sollen. Vorgesehen ist nun, am kommenden Wochenende die Slaloms von Wengen und Kitzbühel zu fahren (16./17.), in der darauf folgenden Woche dann zwei Abfahrten (22./23.) sowie ein Super-G (24.) auf der "Streif". Nur für die zweite Abfahrt von Wengen ist noch kein Ersatztermin bekannt.

Die Gesundheits- und Wirtschaftsdirektion des Kantons Bern habe in Absprache mit dem Organisationskomitee in Wengen, Swiss Ski und den Verantwortlichen des Weltcups entschieden, "die Bewilligung für die Lauberhornrennen zurückzuziehen", teilte der Internationale Ski-Verband FIS am Montag mit und ergänzte: "Die Berner Behörden haben nach eingehender Prüfung festgestellt, dass es nicht möglich ist, alle Vorkehrungen zu treffen, damit die Athleten und die Betreuungsteams in getrennten Zonen ausreichend geschützt werden können."

Noch am Sonntag hatte der Internationale Skiverband FIS nach Absprache mit den Behörden in Bern grünes Licht für die Anreise gegeben, beide sahen sich allerdings am Montag wegen der Pandemie zu einem Umdenken gezwungen. Die Mannschaften wurden bereits am Vormittag angewiesen, wegen der verschlechterten Lage nicht in die Schweiz oder vom Wettkampfort Adelboden weiter nach Wengen zu reisen.

+++++10. Januar 2021+++++

Straßer fährt nach Aufholjagd im Slalom auf Rang zwei

Nur wenige Stunden nach einem behördlichen Okay droht den alpinen Ski-Klassiker von Wengen nun doch eine Absage. Am Montagmorgen wurden die internationalen Mannschaften aufgefordert, ihre Anreise in die Schweiz zu stoppen. Der Grund sei, dass die Corona-Lage in dem Skiort im Berner Oberland weiter evaluiert werde. „Die Lauberhornrennen sind nicht abgesagt“, twitterte der Schweizer Skiverband zunächst. Eine Entscheidung sei am Nachmittag zu erwarten. Das bestätigte auch ein Sprecher des Weltverbandes Fis auf Anfrage.

Diverse Medien hatten zuvor bereits über eine fixe Absage berichtet. Auch der deutsche Abfahrer Dominik Schwaiger schrieb bei Instagram zu einem kurzen Video aus dem Auto, dass Wengen gestrichen worden sei.

In Wengen waren zuletzt vermehrt Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Über Weihnachten waren offenbar viele Touristen aus Großbritannien zu Gast, inzwischen wurde in dem Kanton Bern laut den Behörden auch die mutierte Virusvariante nachgewiesen. Der alpine Ski-Weltcup sorgt sich vor allem vor einer größeren Infektionswelle, die die Austragung der WM im Februar im italienischen Cortina gefährden könnte.

Trotz dieser Entwicklung hatten der Schweizer Kanton und die Fis noch am Sonntag entschieden, wie geplant in Wengen zu starten.

+++++10. Januar 2021+++++

Linus Straßer in Adelboden Zweiter

Linus Straßer streckte schon im Ziel strahlend den Zeigefinger nach oben. Der 28-Jährige wusste sofort, dass ihm am legendären Chuenisbärgli erneut ein Traumlauf gelungen war. Und tatsächlich: Vier Tage nach seinem Triumph von Zagreb setzte der Münchner auch beim Slalom-Klassiker in Adelboden ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer famosen Aufholjagd verbesserte sich Straßer noch vom zwölften auf einen herausragenden zweiten Rang, nur der Österreicher Marco Schwarz war etwas schneller.

"Das war unerwartet, ich habe mich nicht grandios gefühlt. Es war mehr ein Arbeitserfolg, aber ich habe es durchgezogen, von daher bin auch zufrieden", sagte Straßer und fügte nach seinem "Lieblingsrennen" an: "Das Hundertstel-Glück war definitiv auf meiner Seite, es war unglaublich eng." 0,14 Sekunden fehlten auf Schwarz, der Brite Dave Ryding lag als Dritter nur 0,01 Sekunden zurück. Für Straßer war es im Spezialslalom das zweite Podium in Serie. Dies hatte zuletzt Felix Neureuther 2017 geschafft.

Erneut zeigte Straßer vor allem im zweiten Lauf seine (Welt-)Klasse, nachdem er in Zagreb von Rang acht nach ganz oben gestürmt war. "Das war eine Top-Performance von ihm, vor allem der 2. Lauf war genial", sagte Cheftrainer Christian Schwaiger. Aber, merkte Straßer im ZDF schmunzelnd an, er hätte "auch nichts dagegen, wenn ich mal nach dem ersten Lauf etwas weiter vorne bin".

In Adelboden fehlten nach Durchgang eins bereits 0,69 Sekunden auf das Podium, doch Straßer zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Coup von Zagreb, "das macht was mit einem", sagte er, man müsse es "nur in die richtige Richtung lenken". Und das schafft der Münchner angesichts der enormen Leistungsdichte im Slalom derzeit beeindruckend. Für die WM in Februar zählt er in dieser Form zu den Medaillen-Anwärtern, doch erst einmal stehen im Januar noch vier Slaloms auf dem Programm.

Es war ein spannender Abschluss der Rennen am Chuenisbärgli, die am Samstag beim Riesenslalom von einem schweren Sturz des Amerikaners Tommy Ford überschattet wurden. Der 31 Jahre alte Skirennläufer krachte im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel mit dem Kopf auf die eisharte Piste.

Nach 20-minütiger Behandlung auf der Piste wurde Ford mit einem Helikopter in eine Klinik gebracht. Der US-Verband konnte leichte Entwarnung geben. Die Kopf- und Nackenverletzungen seien "geringfügig und heilen gut". Ford habe aber eine "Knieverletzung, die weiter untersucht wird".

Beim Sieg von Alexis Pinturault musste sich Alexander Schmid nach einer schwachen Fahrt mit einem enttäuschenden 22. Rang zufrieden geben. Stefan Luitz fehlte im Berner Oberland nach seiner Oberschenkelverletzung, er muss vier Wochen pausieren.

Auch Kira Weidle verpasste im österreichischen St. Anton die erhoffte Topplatzierung. Die 24-Jährige aus Starnberg belegte in der Abfahrt beim überlegenen Sieg der überragenden Sofia Goggia den zehnten Platz. Weidle war allerdings von einem Bänderriss am linken Daumen gehandicapt.