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Ski-Alpin-Weltcup 19/20: Weltcupfinale in Cortina d'Ampezzo ohne Zuschauer

Ski-Alpin-Telegramm 2019/20 : Weltcupfinale in Cortina d'Ampezzo ohne Zuschauer

Mit ihrem Sieg bei der Kombination in Crans-Montana hat Federica Brignone Mikaela Shiffrin im Gesamt-Weltcup überholt. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige während der Ski-Alpin-Saison auf dem Laufenden.

Die alpinen Weltcupfinals im italienischen Cortina d'Ampezzo wird aufgrund der Coronavirus-Epidemie ohne Zuschauer stattfinden. Das sagte Markus Waldner, Renndirektor des internationalen Skiverbandes FIS, dem schwedischen Fernsehsender SVT.

Die Rennen finden vom 18. bis 22. März statt, Cortina liegt in der Region Venetien, die stark vom Ausbruch des Virus betroffen ist. "So wie es jetzt aussieht, wird in Cortina gefahren, aber ohne Fans", so Waldner.

Die Anzahl der Infizierten auf dem Apennin ist am Mittwoch auf 401 gestiegen. Das Coronavirus forderte in Italien bereits zwölf Todesopfer. In Italien wurden zahlreichen Sportevents abgesagt, Fußballspiele in der Serie A und in der Europa League werden als "Geisterspiele" ohne Zuschauer ausgetragen.

+++++23. Februar 2020+++++

Rückkehr von Shiffrin „weiter offen“

Der Zeitpunkt der Rückkehr von Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin in den alpinen Ski-Weltcup ist "weiter offen". Das teilte der US-Skiverband am Mittwoch mit. Die 24-Jährige hat seit dem überraschenden Tod ihres Vaters Anfang Februar keine Rennen mehr bestritten und deshalb ihre Führung im Gesamtweltcup verloren.

Die beste Skirennläuferin ihrer Generation und dreimalige Gewinnerin der großen Kristallkugel wird damit auch beim Weltcup am Wochenende im italienischen La Thuile fehlen, wo ein Super-G und eine Kombination auf dem Programm stehen. Danach gastiert der Ski-Zirkus vor dem Saisonfinale in Cortina d'Ampezzo/Italien Mitte März noch in Ofterschwang und im schwedischen Are.

Shiffrin liegt im Gesamtweltcup aktuell 73 Punkte hinter der neuen Führenden Federica Brignone auf Platz zwei. "Ich möchte, dass sie so schnell wie möglich zurückkommt, um wieder das tun zu können, was sie am meisten liebt", sagte die Italienerin kürzlich.

+++++23. Februar 2020+++++

Brignone überholt mit Kombinations-Sieg Shiffrin im Gesamt-Weltcup

Die italienische Skirennläuferin Federica Brignone hat die pausierende Mikaela Shiffrin im Gesamt-Weltcup überholt. Mit ihrem Sieg bei der Kombination aus Super-G und Slalom am Sonntag in Crans-Montana sammelte die 29-Jährige weitere 100 Punkte und liegt nun bei der Jagd nach der großen Kristallkugel mit 1298 Zählern vor der US-Amerikanerin Shiffrin (1225). Zweite in der Schweiz wurde die Österreicherin Franziska Gritsch vor der Tschechin Ester Ledecka.

Shiffrin hat seit dem Unfalltod ihres Vaters Jeff am 2. Februar kein Rennen mehr bestritten. Es ist weiterhin unklar, wann die 24 Jahre alte Amerikanerin in den Weltcup zurückkehrt. Bei den Rennen in Garmisch-Partenkirchen, Kranjska Gora und Crans-Montana war Shiffrin nicht am Start. In den vergangenen drei Jahren hat Olympiasiegerin Shiffrin jeweils den Gesamt-Weltcup gewonnen.

Patrizia Dorsch war am Sonntag die einzige DSV-Starterin und schied nach Rang 22 im Super-G im Slalom aus. Kombination-Favoritin und Gesamt-Weltcupdritte Petra Vlhova aus der Slowakei erging es genauso. Sie verlor gegenüber Brignone an Boden.

+++++22. Februar 2020+++++

Weidle enttäuscht erneut – Suter holt Abfahrtsweltcup

Kira Weidle griff sich nach der zweiten verpatzten Abfahrt von Crans Montana enttäuscht an den Helm. Beim Schweizer Ski-Fest mit dem nächsten Weltcup-Sieg von Lara Gut-Behrami und dem Gesamterfolg für Corinne Suter spielte die Starnbergerin erneut nur eine kleine Nebenrolle. Platz 23 mit einem Rückstand von 1,57 Sekunden auf die umjubelte Gut-Behrami war ernüchternd.

"Sowas darf ich mir die nächsten Jahre nicht mehr erlauben. Ich will auch mal in der Gesamtwertung weiter vorne mitfahren, da muss man auch solche Strecken im Griff haben", sagte Weidle selbstkritisch in der ARD. Material und Plan hätten gepasst, "aber es fällt mir ein bisschen schwer, das umzusetzen, Vertrauen zu finden, mit letzter Konsequenz reinzugehen in den Schwung. Wir werden hart daran arbeiten, wir müssen da eine Lösung finden - und ich glaube, wir finden auch was."

Dennoch war Weidle in Abwesenheit der verletzten Garmisch-Siegerin Viktoria Rebensburg (Kreuth) erneut beste Deutsche. Patrizia Dorsch (Schellenberg/1,85) holte als 27. immerhin ihr bestes Saisonergebnis in der Abfahrt, Michaela Wenig (Lenggries/2,32) als 29. noch zwei Punkte.

Gut-Behrami war bei ihrem 26. Weltcupsieg winzige 0,02 Sekunden schneller als Suter, die bereits am Freitag hinter ihrer Teamkollegin Zweite gewesen war. Die knapp Unterlegene konnte sich mit der ersten Kristallkugel in der Königsdisziplin einer Schweizerin seit dem Gesamtsieg der früheren Kombi-Weltmeisterin Chantal Bournissen 1991 trösten.

"Wenn ich ehrlich bin, bin ich einfach froh", sagte Suter im ORF, "es war sehr viel los, ich habe letzte Nacht gar nicht geschlafen. Es war viel Druck da, ich wurde immer auf den Abfahrtsweltcup angesprochen. Ich freue mich sehr für Lara. Sie fährt wirklich eine geile Linie."

+++++22. Februar 2020+++++

Schmid verpasst weiteren Coup – 20. im Riesenslalom von Naeba

Der Allgäuer Manuel Schmid hat knapp zwei Wochen nach seiner ersten Podestplatzierung im Weltcup einen weiteren Coup verpasst. Beim ersten Sieg des Kroaten Filip Zubcic im Riesenslalom von Naeba/Japan fuhr der 25-Jährige aus Fischen auf Rang 20. Vom "Stockerl" trennten den einzigen deutschen Starter, der beim Parallel-Riesenslalom am 9. Februar in Chamonix Dritter geworden war, 1,21 Sekunden.

Stefan Luitz (Bolsterlang) hatte auf den Trip nach Fernost krankheitsbedingt verzichten müssen. Zweiter hinter dem überlegenen Sieger Zubcic (27) wurde der Schweizer Marco Odermatt (0,74 Sekunden zurück), Tommy Ford aus den USA (1,07) belegte Platz drei. In Naeba findet am Sonntag (2.00/5.00 Uhr) noch ein Slalom statt, den Felix Neureuther vor vier Jahren gewinnen konnte.

+++++21. Februar 2020+++++

Weidle enttäuscht in Crans Montana - Österreicherin Reisinger stürzt schwer
Kira Weidle schüttelte enttäuscht den Kopf. Die Speed-Spezialistin aus Starnberg hatte sich für die Weltcup-Abfahrt in Crans Montana/Schweiz so viel vorgenommen, in ihrer Paradedisziplin die nächste Top-Platzierung anvisiert - und musste am Ende doch nur mit einem 22. Rang leben. 2,44 Sekunden hinter der souveränen Siegerin Lara Gut-Behrami, 1,52 Sekunden weg vom Podest.

"Es war nicht mein Tag, es waren einfach viel zu viele Fehler", sagte Weidle, die sich für einen frühen Start entschieden hatte und schon als Dritte die weiche Piste hinabgerast war, der ARD: "Es ist eben schwierig, wenn das Selbstvertrauen nicht so riesig ist", sagte die dreimalige Weltcup-Dritte, die dennoch beste Deutsche war.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz der Österreicherin Elisabeth Reisinger, die unter lauten Schmerzensschreien minutenlang versorgt und mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden musste. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Nachmittag mitteilte, erlitt Reisinger bei dem Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und eine Prellung des Schienbeinkopfes. Ihre Saison ist damit vorzeitig beendet. Zum Verhängnis wurde Reisinger wohl die zunehmend nachlassende Strecke - auch deshalb hatte sich Weidle für eine niedrige Startnummer entschieden.

Deutschlands Vorzeigeathletin Viktoria Rebensburg (Kreuth), die vor knapp zwei Wochen noch die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen hatte, fehlte wegen ihrer Knieverletzung. Rebensburg wird aller Voraussicht nach erst im kommenden Winter wieder angreifen können. US-Superstar Mikaela Shiffrin verzichtete wegen des Tods ihres Vaters erneut auf einen Start und könnte am Wochenende ihre Führung im Gesamtweltcup verlieren.

Bereits am Samstag (10.30 Uhr) findet die vorletzte Abfahrt der Saison statt. Nach dem Weltcup in Crans Montana steigt das Saisonfinale der Speed-Königinnen am 18. März im italienischen Cortina d'Ampezzo.

+++++20. Februar 2020+++++

Shiffrin startet auch nicht in Crans Montana - Rückkehr offen

Ski-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin wird auch beim Weltcup in Crans Montana am Wochenende fehlen, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr ist nach wie vor offen. Das teilte der amerikanische Verband am Donnerstag mit. "Über ihre Rückkehr nach Europa und in den Wettkampf muss noch entschieden werden", hieß es.

Shiffrin hatte nach dem überraschenden Tod ihres Vaters bereits in Garmisch-Partenkirchen und Kranjska Gora/Slowenien gefehlt. Seit ihrem Super-G-Sieg am 26. Januar in Bansko/Bulgarien hat die 24-Jährige kein Rennen mehr bestritten. Angeblich ist sogar offen, ob die Amerikanerin bis zum Saisonfinale in Cortina d'Ampezzo Mitte März überhaupt noch einmal startet.

In der Gesamtwertung hat sie aktuell einen Vorsprung von 113 Punkten auf die Italienerin Federica Brignone. In Crans Montana/Schweiz stehen zwei Abfahrten (Freitag und Samstag) und eine Super-Kombination (Sonntag) auf dem Programm, danach werden inklusive des Weltcupfinales noch elf Rennen ausgetragen.

+++++20. Februar 2020+++++

Luitz fällt für Japan-Rennen aus

Das deutsche Skiteam muss bei seinen zwei Rennen in Japan auf Stefan Luitz verzichten. Der Riesenslalom-Spezialist konnte die Reise nach Asien wegen einer Grippe nicht antreten und wird den Infekt stattdessen daheim auskurieren. Das gab der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag bekannt. Der 27-Jährige will bis zum nächsten Riesenslalom in der nächsten Woche in Hinterstoder fit sein.

Durch den Ausfall ist Alexander Schmid der einzige deutsche Starter beim Riesentorlauf am Samstag (02.00/05.00 Uhr/MEZ). Der 25 Jahre alte Allgäuer zog sich jüngst in Chamonix aber eine Rückenblessur zu, weswegen er in dieser Woche nicht auf Schnee trainieren konnte. „Es ging aber von Tag zu Tag wieder besser, und so sollte es auf jeden Fall für das kommende Rennwochenende wieder passen“, sagte Schmid.

Im Slalom am Sonntag (02.00/05.00 Uhr/MEZ) treten sechs Deutsche an. Die größten Hoffnungen ruhen auf Linus Straßer. Nach seinem Ausfall in Chamonix will er wieder überzeugen. Der Münchner (27) könne „mit zwei konstanten Läufen unter die besten Fünfzehn fahren, und das ist auch unser Ziel“, sagte Herren-Cheftrainer Christian Schwaiger.

Die Frauen haben drei Rennen in Crans-Montana vor sich: Am Freitag (10.05 Uhr) steht die Nachhol-Abfahrt für Sotschi an, am Samstag (10.30 Uhr) die reguläre Abfahrt. Am Sonntag (10.30/13.30 Uhr) folgt eine Kombination. In Abwesenheit der verletzten Viktoria Rebensburg starten Kira Weidle, Michaela Wenig, Patrizia Dorsch und Veronique Hronek in den Speed-Events. Die Kombination bestreitet nur Dorsch.

+++++16. Februar 2020+++++

Deutsche Skirennläuferinnen enttäuschen - Vlhova gewinnt

Christina Ackermann (Oberstdorf) musste sich nach zaghaften Läufen mit dem 24. Rang begnügen. Lena Dürr (Germering), nach dem ersten Durchgang als Zwölfte noch in aussichtsreicher Position, fädelte im Finale ein. Auch Marina Wallner (Inzell) und Jessica Hilzinger (Oberstdorf) schieden aus.

Der Sieg ging in Abwesenheit von Mikaela Shiffrin (USA), die nach dem überraschenden Tod ihres Vaters weiter eine Wettkampfpause einlegt, an die Slowakin Petra Vlhova. Bei ihrem fünften Saisonsieg triumphierte Vlhova in 1:47,56 Minuten vor Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,24) und der Österreicherin Katharina Truppe (+0,89). Vlhova profitierte allerdings von einem Sturz der Führenden Anna Swenn Larsson kurz vor dem Ziel.

+++++15. Februar 2020+++++

Neuseeländerin Alice Robinson gewinnt Riesenslalom

Skirennläuferin Lena Dürr (Germering) hat beim Weltcup im slowenischen Kranjska Gora ihre beste Riesenslalom-Platzierung der Saison verfehlt. In Abwesenheit der am Knie verletzten Viktoria Rebensburg (Kreuth) belegte die einzige deutsche Starterin nach einem schwachen zweiten Lauf den 23. Rang. Ende Oktober war Dürr 18. in Sölden geworden, nach dem ersten Durchgang am Samstag lag sie noch auf Position 17.

Den Sieg sicherte sich die Neuseeländerin Alice Robinson mit einem bärenstarken zweiten Lauf vor Weltmeisterin Petra Vlhova (Slowakei/+0,34 Sekunden). Für die erst 18-jährige Robinson ist es der zweite Triumph im Weltcup nach ihrem Riesenslalom-Coup beim Saisonauftakt in Sölden. Rang drei teilten sich Lokalmatadorin Meta Hrovat (Slowenien) und Wendy Holdener (Schweiz/beide +1,59). Weiter nicht am Start war Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA), die nach dem überraschenden Tod ihres Vaters eine Wettkampfpause eingelegt hat.

Rebensburg muss sich nach ihrem folgenschweren Sturz am vergangenen Wochenende in Garmisch-Partenkirchen auf ihre Rehabilitation konzentrieren. Ein Comeback nach einer Tibiakopfimpressionsfraktur mit Innenbandüberdehnung im linken Knie noch in diesem Winter werde "definitiv eng und schwierig", sagte die 30-Jährige im ZDF.

+++++14. Februar 2020+++++

Thomas Dreßen stürmt erneut aufs Podium - Shiffrin-Rückkehr offen

Skirennläufer Thomas Dreßen ist einen Tag nach seinem dritten Saisonsieg erneut aufs Weltcup-"Stockerl" gestürmt. Der 26-Jährige raste im Super-G von Saalbach-Hinterglemm bei fast schon irregulären Verhältnissen auf aufgeweichter Piste auf den starken dritten Platz.

"Ich muss sagen, ich bin wieder brutal happy, das Podium ist super", sagte Dreßen im ZDF. Wegen der weichen Verhältnisse auf der Schneekristall-Piste, über die viele Konkurrenten zurecht klagten, habe er mit der ungünstigen Startnummer 19 "mit brutal viel Gefühl fahren" müssen. Die Bedingungen nannte er "grenzwertig, aber ich mache mir kein Kopf drüber. Wenn gefahren wird, wird gefahren."

Von der Topzeit des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde (58,30 Sekunden) trennten Dreßen nach einem wahren Sprint-Rennen auf der wegen Schneefalls und Wind verkürzten Strecke 0,31 Sekunden. Für den Mittenwalder war es die dritte Podestfahrt in seiner etwas schwächeren Disziplin. Der Schweizer Mauro Caviezel (+0,16) wurde Zweiter.

Andreas Sander (Ennepetal/0,64) war als guter Siebter erneut zweitbester Deutscher. "Für mich war die Piste nicht weltcupwürdig, das war sehr unfair", sagte er und würdigte seinen Teamkollegen: "Das war eine Sensationsleistung vom Thomas, die Piste ließ so eine Fahrt eigentlich gar nicht mehr zu."

Kilde übernahm mit seinem ersten Saisonsieg die Führung im Gesamt- und im Disziplin-Weltcup. Wegen des Wetters musste der Start am Zwölferkogel mehrmals und um insgesamt fast zweieinhalb Stunden verschoben werden, die technisch anspruchsvolle Piste gab schnell nach. Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich) schied wie der Olympiazweite Beat Feuz (Schweiz) am Xandl-Sprung aus.

+++++14. Februar 2020+++++

Zeitpunkt von Shiffrins Rückkehr offen

Ski-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin wird auch beim Weltcup in Kranjska Gora am Wochenende fehlen, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr ist weiter offen. Das berichten US-Medien unter Berufung auf das nähere Umfeld der dreimaligen Gesamtweltcupsiegerin.