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Ski Alpin 21/22: Sander und Weidle in den Top Ten – Jansrud stürzt schwer

Ski Alpin 21/22 : Sander und Weidle in den Top Ten – Jansrud stürzt schwer

Sowohl bei den Männern in Beaver Creek als auch bei den Frauen in Lake Louise sprang für das deutsche Skiteam eine Top-Ten-Platzierung heraus. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Kira Weidle schimpfte mit sich selbst und schüttelte verärgert den Kopf: Die WM-Zweite in der Abfahrt hat den Start in die Olympia-Saison verpatzt. Beim überlegenen Triumph der Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien) in Lake Louise/Kanada reichte es für die 25-Jährige zwar immerhin zu einem soliden zehnten Rang. Doch Weidles Fahrt war von Anfang an fehlerbehaftet.

"Ich bin auf gar keinen Fall zufrieden", sagte Weidle: "Es war ganz schwierig, die Mischung zu finden zwischen feinem Skifahren und trotzdem Anzugasen. Sofia hat das in Perfektion gemacht."

Von Goggia, die ihren zwölften Weltcup-Sieg holte, trennten sie stolze 2,32 Sekunden. Schon nach rund 20 Fahrsekunden unterlief Weidle noch im Flachen ein erster gröberer Schnitzer, den sie mit einem erbosten Schrei kommentierte. "Danach war es schwer, Zeit gutzumachen", sagte sie. Weitere technische Patzer kamen hinzu, zum erhofften Podium fehlten 0,78 Sekunden.

Für Goggia, Saisonbeste in der Königsdisziplin 2018 und 2021, war es der erste Sieg im zweiten Rennen nach einem Bruch des Schienbeinkopfes im Januar. Wegen der Verletzung hatte die 29-Jährige die Heim-WM in Cortina d'Ampezzo verpasst, wo sie als Medaillenbank galt.

Nach einer fast perfekten Fahrt auf der "Men's Olympic" in den Rocky Mountains betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Breezy Johnson (USA) unglaubliche 1,47 Sekunden. Dritte wurde Mirjam Puchner aus Österreich (+1,54).

Sander Zehnter – Jansrud stürzt schwer

Skirennläufer Andreas Sander ist beim Comeback-Sieg von Aleksander Aamodt Kilde erneut in die Top 10 gefahren. Einen Tag nach seinem vierten Rang in Beaver Creek/USA raste der WM-Zweite in der Abfahrt beim zweiten Weltcup-Super-G der Saison an gleicher Stelle auf Platz zehn.

"Ich hätte mir mehr zutrauen müssen. Es ist nicht ganz das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte", sagte Sander. Von Kilde, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss im Januar gewann, trennten ihn 1,56 Sekunden.

Romed Baumann, Vize-Weltmeister in der zweitschnellsten Disziplin, schied auf der berühmt-berüchtigten "Raubvogel"-Piste wie am Vortag aus. Josef Ferstl (+2,09) kam nicht unter die besten 20. Simon Jocher vermied nur mit Mühe einen Sturz und brach das Rennen kurz vor dem Ziel ab.

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"Es ist gewaltig, richtig geil", sagte der Norweger Kilde nach seinem siebten Weltcup-Sieg im ORF. Der Lebensgefährte von Topstar Mikaela Shiffrin, die beim Weltcup in Lake Louise/Kanada per Handy zuschaute, setzte sich hauchdünn vor Marco Odermatt (+0,03) durch. Der Schweizer hatte den ersten Super-G am Donnerstag gewonnen.

Kildes Teamkollege Kjetil Jansrud stürzte scher. Der Sotschi-Olympiasieger verdrehte sich das linke Knie und schlug mit dem Kopf voraus im Fangzaun ein, fuhr aber kurz darauf scheinbar unversehrt ins Ziel.

Dort scherzte er mit Kilde, später begab er sich aber zum Check in die Klinik von Vail. Laut eigener Aussage habe er sich neben dem Knie auch am Schlüsselbein weh getan. "Mir läuft es kalt den Rücken runter", sagte Eurosport-Experte Fritz Dopfer, als sich Jansrud aufgerappelt hatte, "das ist fast wertvoller als ein Sieg."

Der diesmal vom französischen Trainer deutlich drehender gesetzte Kurs verlangte den Athleten alles ab. Sander schüttelte im Ziel enttäuscht den Kopf. "Er kann ruhig ein bisschen mehr die Kampflinie auspacken", sagte Dopfer. Baumann schrie seinen Ärger heraus.

In Beaver Creek ist am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (20 Uhr) noch jeweils eine Abfahrt geplant.

+++ 3. Dezember +++

Weidle führt Aufgebot in Lake Louise an

Skirennfahrerin Kira Weidle führt das deutsche Damen-Aufgebot beim Speed-Auftakt an diesem Wochenende im kanadischen Lake Louise an. „Lake Louise ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich freue mich sehr darauf. Ich war dort die letzten Jahre immer recht erfolgreich“, sagte die Abfahrtsspezialistin und WM-Zweite am Mittwoch. Neben Weidle geht auch Nadine Kapfer an den Start. In Lake Louise stehen zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm.

Schon am Donnerstag starten die Herren im US-amerikanischen Beaver Creek in ihr zweites Speed-Wochenende der Saison. Romed Baumann will seinen starken sechsten Platz der vergangenen Woche bestätigen, Vize-Weltmeister Andreas Sander hofft auf eine Leistungssteigerung. Ergänzt wird das Team durch Josef Ferstl, Simon Jocher und Dominik Schwaiger. In Colorado kämpfen die Herren in zwei Super-G und zwei Abfahrten um wichtige Punkte für Olympia.

+++++28. November 2021+++++

Dürr bestätigt gute Slalom-Form - Shiffrin holt 71. Sieg

Skirennläuferin Lena Dürr hat ihre dritte Podiumsplatzierung nacheinander knapp verpasst, im Slalom-Weltcup aber erneut vollauf überzeugt. Die 30-Jährige aus Germering, zuletzt zweimal Dritte, fuhr in Killington/USA auf einen guten fünften Rang.

Im Schneetreiben in den Green Mountains im Bundesstaat Vermont fehlten Dürr 0,72 Sekunden auf den nächsten Stockerlplatz. Im Ziel zeigte sie die linke Faust, schien aber nicht restlos mit sich zufrieden. Drei Podiumsränge im Slalom-Weltcup in Serie waren aus deutscher Sicht zuletzt Maria Höfl-Riesch 2010/11 gelungen.

"Es war ein Traum zu fahren, das ist ein cooler Hang, es hat wieder so Spaß gemacht. Ich bin froh, dass ich es wieder so umsetzen und Levi bestätigen konnte", sagte Dürr. Alpinchef Wolfgang Maier lobte: "Das war wieder eine absolute Weltklasse-Leistung von dir!"

Von Mikaela Shiffrin (USA), die ihren 71. Weltcup-Sieg holte, trennten Dürr 1,55 Sekunden. Für Shiffrin, die auch den insgesamt fünften Slalom in Killington gewann, war es der 46. Sieg in ihrem Spezialgebiet - so viele schaffte in einer Disziplin nur der große Schwede Ingemar Stenmark (Riesenslalom). Beim Siegerinterview brachte sie zunächst kein Wort heraus, weinte hemmungslos. "Es war ein großer Kampf", sagte die 26-Jährige.

Petra Vlhova (Slowakei), die zuletzt in Levi beide Rennen für sich entschieden hatte, blieb diesmal "nur" Rang zwei (+0,75). Dritte wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+0,83).

Hinter Dürr klaffte aus DSV-Sicht diesmal eine Lücke: Andrea Filser und Emma Aicher verpassten das Finale, Marlene Schmotz schied im 1. Lauf aus.

Der Riesenslalom am Samstag wurde wegen starker Winde nach neun Starterinnen abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frankreichs Ex-Weltmeisterin Tessa Worley geführt, Olympiasiegerin Shiffrin lag auf dem letzten Platz.

Auch Super-G in Lake Louis wegen Schneefalls abgesagt

Permanenter Schneefall in Lake Louise/Kanada hat im alpinen Ski-Weltcup auch für die Absage des ersten Super-G der Männer in der Olympia-Saison gesorgt. Weil keine Wetterbesserung in Sicht war und die Piste schon arg gelitten hatte, teilte die Jury am Sonntag kurz vor der Besichtigung durch die Athleten mit, dass das Rennen ausfallen müsse.

Am Freitag war aus demselben Grund bereits die erste Abfahrt abgesagt worden. Bei der Abfahrt am Samstag, die der Österreicher Matthias Mayer gewann, belegte Romed Baumann als bester Deutscher Rang sechs.

Baumann fährt in Lake Louise auf Rang sechs – Österreicher Mayer vorn

Der deutsche Skirennfahrer Romed Baumann durfte beim Speed-Auftakt im kanadischen Lake Louise gleich doppelten jubeln. Der WM-Zweite fuhr am Samstag nicht nur als einziger DSV-Athlet unter die besten Zehn, sondern löste durch seinen sechsten Platz auch auf Anhieb das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar. „Das Ergebnis ist sehr gut, Romed ist stark gefahren“, lobte Alpinchef Wolfgang Maier.

Der Abfahrtssieg ging an Olympiasieger Matthias Mayer, der seinen insgesamt elften Weltcup-Erfolg feierte. Der Österreicher hatte 0,23 Sekunden Vorsprung auf Landsmann und Weltmeister Vincent Kriechmayr. Dritter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,35), der sich in den letzten vier Jahren jeweils die kleine Kristallkugel in der Abfahrt gesichert hatte.

Die deutschen Athleten müssen in der Weltcup-Saison einmal unter die Top 8 oder zweimal unter die Top 15 fahren, um sich für Olympia zu qualifizieren. Vize-Weltmeister und Deutschlands zweiter Hoffnungsträger Andreas Sander verpasste als 20. dieses Ziel zunächst ebenso wie die übrigen DSV-Athleten Josef Ferstl (19.), Dominik Schwaiger (23.) und Simon Jocher (30.).

„Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz das, was sich die Jungs erwartet haben. Gerade Andi hat sich wohl etwas mehr ausgerechnet“, sagte Maier.

Am Sonntag steht zum Abschluss des Speed-Wochenendes ein Super-G in Lake Louise an. Die erste Abfahrt am Freitag war wegen Schneefalls abgesagt worden.

Frauen-Riesenslalom abgebrochen

Der Riesenslalom beim Ski-Weltcup der Frauen in Killington/Vermont ist am Samstag nach neun Starterinnen abgebrochen und schließlich abgesagt worden. Starke Winde machten eine Fortsetzung des Rennens unmöglich. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frankreichs Ex-Weltmeisterin Tessa Worley geführt, US-Topstar Mikaela Shiffrin lag auf dem letzten Platz.

Am Sonntag (15.45 Uhr MEZ) steht in Killington ein Slalom auf dem Programm. Bereits am Freitagabend war der Weltcup-Auftakt der Abfahrer in Lake Louise/Kanada wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden, für Samstagabend (20.15 Uhr MEZ) ist eine weitere Abfahrt angesetzt.

+++ 26. November +++

Zu viel Schnee: Männer-Abfahrt in Lake Louise abgesagt

Permanenter Schneefall in Lake Louise/Kanada hat im alpinen Ski-Weltcup für die Absage der ersten Männer-Abfahrt der laufenden Saison gesorgt. Nur Stunden vor dem geplanten Start um 20.00 Uhr MEZ gab der Weltverband FIS die Entscheidung bekannt.

"Aufgrund des Schneefalls am Vortag, des aktuellen Schneefalls und der Wettervorhersage haben die Jury und das Organisationskomitee entschieden, die Abfahrt abzusagen", hieß es in der FIS-Mitteilung. Für Samstag ist beim Speed-Auftakt in Lake Louise eine weitere Abfahrt vorgesehen, für Sonntag ein Super-G.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) hätten am Freitag Romed Baumann, Josef Ferstl, Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger an den Start gehen sollen.

+++ 24. November +++

Dürr fährt auch im zweiten Levi-Rennen aufs Podium

Lena Dürr führt das vierköpfige DSV-Damenaufgebot für die Weltcup-Rennen am kommenden Samstag und Sonntag in Killington/USA an. Das gab der Deutsche Skiverband am Mittwoch bekannt. Die formstarke Dürr, die am vergangenen Wochenende im finnischen Levi zweimal sensationell aufs Podest fuhr, geht mit Selbstvertrauen in den Slalom in den USA.

"Mir geht es richtig gut nach dem Wochenende in Levi. Es hat so viel Spaß gemacht. Ich habe jetzt kurz nochmal Energie getankt und hoffe, dass wir unsere Teamleistung auch dort wieder umsetzen können", sagte Dürr.

Dürr geht zusammen mit Emma Aicher im Slalom an den Start, Andrea Filser und Marlene Schmotz starten zusätzlich noch im Riesenslalom.

Für die Herren stehen im kanadischen Lake Louise von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrts- und ein Super-G-Rennen an. Für den DSV gehen Romed Baumann, Josef Ferstl, Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger an den Start.

+++++21. November 2021+++++

Ski-Ass Dürr fährt erneut auf Slalom-Podest in Levi – Vlhova gewinnt

Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr ist auch im zweiten Slalom des Wochenendes in Levi aufs Podest gefahren. Die 30 Jahre alte Münchnerin wiederholte beim erneuten Triumph der Slowakin Petra Vlhova ihren starken dritten Platz (+0,78 Sekunden) vom Vortag. Zweite wurde wie schon am Samstag die zweimalige Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin mit 0,47 Sekunden Rückstand. Für Vlhova war es bereits der vierte Levi-Erfolg in Serie. Neben Dürr fuhren in Andrea Filser (18.), Jessica Hilzinger (22.) und Emma Aicher (23.) drei weitere Starterinnen aus dem deutschen Ski-Aufgebot in die Punkteränge. Marlene Schmotz verpasste den Finaldurchgang.

+++++20. November 2021+++++

Lena Dürr erstmals auf Podest im Slalom-Weltcup – Vlhova siegt

Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr ist im finnischen Levi erstmals auf das Podium bei einem Slalom-Weltcup gefahren. Die Münchnerin kämpfte sich dank eines starken zweiten Laufes am Samstag von Platz sechs auf Rang drei vor und machte einen großen Schritt in Richtung Olympia. Den Sieg holte sich zum dritten Mal in Folge beim Lappland-Rennen Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei vor US-Skistar Mikaela Shiffrin (+0,31 Sekunden)

Neben Dürr fuhren aus dem fünfköpfigen DSV-Aufgebot auch Youngster Emma Aicher (14.) und Jessica Hilzinger (25.) in die Punkteränge. Marlene Schmotz und Andrea Filser hatten das Finale der besten 30 knapp verpasst. Ein Top-8- oder zwei Top-15-Plätze sind im Verlauf der Saison nötig, um die nationale Olympia-Norm für die Winterspiele in Peking zu knacken. Am Sonntag (10.30/13.30 Uhr/ARD und Eurosport) steht in Lappland ein weiterer Slalom der Damen auf dem Programm.

+++++13. November 2021+++++

Deutsche Starter enttäuschen beim Parallel-Weltcup

Linus Straßer ließ den Kopf hängen, die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Die deutschen Skirennläufer haben ihre hervorragende Ausgangsposition beim Weltcup in Lech/Zürs nicht genutzt und die Spitzenplätze klar verpasst. Straßer, Alexander Schmid und Julian Rauchfuss schieden beim Parallel-Event am Arlberg bereits im Achtelfinale aus.

"Ich bin ein bisschen zu ungeduldig geworden und nie auf Tempo gekommen", sagte Straßer über den entscheidenden Lauf, "dafür ist der Hang zu kurz und zu einfach, als dass man sich da irgendwelche Fehler erlauben kann."

Der Münchner zog gegen den Kanadier Trevor Philp in zwei Läufen klar den Kürzeren (+0,37 Sekunden). Schmid (Fischen) musste sich Lokalmatador Adrian Pertl geschlagen geben, obwohl er zeitgleich mit dem Österreicher ins Ziel kam. Rauchfuss (Mindelheim) scheiterte am Slowenen Stefan Hadalin (+0,08), fuhr aber immerhin erstmals in seiner Karriere in die Top 16 im Weltcup.

+++++4. November 2021+++++

Keine Impfung – Schweizer Skifahrer verpassen Abfahrts-Auftakt

Das Schweizer Alpin-Team muss zum Speed-Auftakt Ende November in Lake Louise auf seine zwei Fahrer Urs Kryenbühl und Ralph Weber verzichten. Beide erhalten aufgrund einer fehlenden Corona-Impfung keine Einreisegenehmigung für das Rennen in Kanada, wie sie am Donnerstag auf ihren Instagram-Kanälen mitteilten. „Das ist ein harter Schlag und ein Stich in mein Rennfahrerherz“, schrieb Kryenbühl. Der 27-Jährige zeigte sich enttäuscht vom Weltverband FIS, welcher keine Absichten hege, das Rennen an einem anderen Ort durchzuführen.

Auch Teamkollege Weber erfüllt die derzeitigen Einreisebestimmungen nicht. „Es ist für mich etwas befremdlich, wenn wir jeden anderen Menschen als potenzielle Gefahr und potenziellen Virusträger betrachten“, übte der einstige Juniorenweltmeister im Super-G auf Instagram Kritik.

Beide Athleten hatten sich laut eigener Aussage vor ein paar Monaten bereits mit dem Coronavirus infiziert. „Mein Körper hatte die Chance die Antikörper selbst zu bilden, gegen das Virus anzukämpfen und hat dann die Krankheit nach wenigen Tagen überstanden“, schrieb Weber.

Luitz und Schmid verpassen Top 15 in Sölden

Beim fünften Weltcup-Sieg des Schweizers Marco Odermatt im spektakulären Riesenslalom von Sölden kam Luitz auf Platz 17, Schmid wurde 19. Zur Spitze fehlten Luitz (Bolsterlang) 1,35 Sekunden, Schmid hatte einen Rückstand von 1,53 Sekunden.

"Das wird nicht mehr mein Lieblingshang", sagte Luitz über den anspruchsvollen Rettenbachgletscher, der bei perfekten Bedingungen aber gut wie selten zu fahren war. Nach dem Wechsel seiner Skimarke hatte der Allgäuer vor allem im Steilhang zu kämpfen. "Ich muss schauen, dass ich der Chef bin - und nicht die Ski mit mir fahren", sagte der 29-Jährige.

Schmid (27) hatte im Vorfeld mit Problemen an der Quadrizepssehne zu kämpfen, als Siebter des ersten Laufs aber auf deutlich mehr gehofft. Julian Rauchfuss (Burig Mindelheim) schied im ersten Lauf aus. Das Podium in einem sehr spannenden Rennen komplettierten der Österreicher Roland Leitinger (0,07 Sekunden zurück) und Zan Kranjec aus Slowenien (+0,10).

+++++23. Oktober 2021+++++

Shiffrin gewinnt alpinen Saisonstart in Sölden

Mikaela Shiffrin hat beim Saisonauftakt der Skirennläuferinnen in Sölden ihren 70. Weltcup-Sieg gefeiert. Die US-Amerikanerin setzte sich im Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher bei traumhaften Bedingungen mit 0,14 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (Schweiz) durch.

Dritte wurde Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei (1,30 Sekunden zurück). Marlene Schmotz (Leitzachtal/+4,32) kam in ihrem Comeback-Rennen nach Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie auf Rang 28, Andrea Filser (Wildsteig) hatte das Finale als 52. im ersten Lauf verpasst.

"Es ist für mich hervorragend, dass ich überhaupt in den zweiten Durchgang gekommen bin und ein paar Punkte mitgenommen habe", sagte Schmotz, die außerdem einen "sehr wertvollen" dritten Startplatz für das DSV-Team einfuhr. Im Ziel ließ sie den Kopf hängen, weil sie im Steilhang "nicht ganz so konsequent" gefahren war, "das ist im ersten Moment immer ärgerlich, aber jetzt vergessen", sagte sie, ihr Comeback sei "auf jeden Fall" gelungen.

+++++20. Oktober 2021+++++

Rekord-Preisgeld beim Weltcup in Kitzbühel

Bei den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel wird in der neuen Saison im alpinen Ski-Weltcup ein Rekord-Preisgeld von insgesamt einer Million Euro ausgezahlt. Die Sieger in zwei Abfahrten und einem Slalom vom 21. bis 23. Januar 2022 erhalten jeweils 100 000 Euro. Zudem werde „erstmals in der Geschichte des Weltcups Preisgeld bis zum 45. Rang in der Abfahrt ausbezahlt“, hieß es in einer Mitteilung der Veranstalter weiter. Das bisher höchste Preisgeld in Kitzbühel betrug 725 000 Euro im Jahr 2020.

+++++19. Oktober 2021+++++

Josef Ferstl fällt mit Oberschenkelverletzung zum Saisonstart aus

 Skirennfahrer Josef Ferstl wird aufgrund einer Beinverletzung die nächsten Wochen ausfallen. Der Kitzbühel-Sieger von 2019 hatte sich am Montag im Riesenslalomtraining einen Faszienriss im Oberschenkel zugezogen, wie der 32-Jährige am Dienstag auf Instagram mitteilte. „3-4 Wochen Zwangspause“, schrieb Ferstl. Dazu postete der Traunsteiner ein Bild aus einem Behandlungszimmer des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, auf dem auch sein dick bandagierter Oberschenkel zu sehen war.

Für die deutschen Speedfahrer ist die Verletzung von Ferstl bereits der zweite Rückschlag, nachdem zuvor schon Thomas Dreßen angekündigt hatte, den Speed-Start Ende November in Lake Louise in Kanada zu verpassen. Die Techniker starten schon am kommenden Wochenende zum traditionellen Saison-Auftakt in Sölden.

Stefan Luitz führt deutsches Ski-Aufgebot in Sölden an führt deutsches Ski-Aufgebot in Sölden an

Skirennfahrer Stefan Luitz führt das deutsche Aufgebot beim ersten alpinen Weltcup am Wochenende in Sölden an. Neben dem Oberallgäuer gehen bei den Herren Alexander Schmid und Julian Rauchfuß an den Start, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Dienstag mitteilte. Andrea Filser und Marlene Schmotz wollen für die Frauen beim traditionellen Winter-Auftakt im Ötztal angreifen.

„Ich freue mich auf den Auftakt und möchte mit vollem Einsatz, Attacke und Selbstvertrauen gut Skifahren“, sagte Luitz, der im vergangenen Jahr als 14. bester Deutscher in Sölden war. Die Vorbereitung im Sommer sei gut gewesen.

Die deutschen Skirennfahrerinnen hoffen am Rettenbach-Gletscher auf ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, als beim Sieg der Italienerin Marta Bassino keine DSV-Athletin unter die besten 30 fahren konnte. „Aktuell macht mir das Skifahren großen Spaß und entsprechend hoch ist die Motivation“, sagte Filser.

In Sölden stehen die Riesenslaloms der Frauen am Samstag (10.00/13.15 Uhr) und der Männer am Sonntag (10.00/13.30 Uhr) an. Im Gegensatz zum pandemiebedingten Geisterrennen vom Vorjahr werden in diesem Jahr bis zu 9000 Fans erwartet.

Hier finden Sie den DSV-Kader der Herren.

Hier finden Sie den DSV-Kader im Ski Alpin der Damen.

(RP/dpa/sid)