1. Sport
  2. Wintersport
  3. Ski Alpin

Ski Alpin 21/22: Linus Straßer wird beim Alpinen-Finale nur 20. – Slalom-Kugel an Kristoffersen

Ski Alpin : Straßer beim Alpinen-Finale nur 20. – Slalom-Kugel an Kristoffersen

Beim letzten Rennen der alpinen Ski-Saison erlebt Linu Straßer eine Enttäuschung und landet nur auf Platz 20. Der beste Slalomfahrer des Winters wurde derweil der Norweger Henrik Kristoffersen. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Straßer beim Alpinen-Finale nur 20. – Slalom-Kugel an Kristoffersen 

Linus Straßer ist im letzten Rennen der alpinen Ski-Saison nur auf Platz 20 gefahren. Der Münchner schließt den Slalom-Weltcup damit auf Rang fünf ab. Es ist zwar die mit Abstand beste Platzierung seiner Karriere in der Disziplinenwertung, den möglichen Podiumsplatz verpasste Straßer in Meribel am Sonntag aber.

Der Sieg beim Torlauf in Frankreich ging an den Norweger Atle Lie McGrath. Sein Landsmann Henrik Kristoffersen wurde Zweiter und sicherte sich dadurch bereits zum dritten Mal nach 2016 und 2020 die kleine Kristallkugel für den besten Slalomfahrer des Winters. Auf Rang drei fuhr beim Saisonfinale der Österreicher Manuel Feller.

Worley holt Riesenslalom-Kugel

Skirennläuferin Tessa Worley hat in einem spannenden Saisonfinale zum zweiten Mal die Weltcup-Gesamtwertung im Riesenslalom gewonnen. Der Französin reichte beim Sieg von Federica Brignone (Italien) in Courchevel Rang vier, um Olympiasiegerin Sara Hector noch abzufangen. Ihr Vorsprung auf die Schwedin betrug am Ende 27 Punkte.

Worleys Coup stand erst fest, als Mikaela Shiffrin als letzte Starterin im Ziel war. Die US-Amerikanerin, die bereits als Gewinnerin im Gesamtweltcup feststand, hätte sich mit einem Sieg auch die kleine Kristallkugel noch schnappen können, wurde aber nur Siebte. Worley (32), zweimalige Weltmeisterin im "Riesen", hatte die Disziplinwertung nur 2016/17 gewonnen.

Brignone setzte sich vor ihrer Teamkollegin Marta Bassino (+0,31 Sekunden) und Slalom-Olympiasiegerin Petra Vlhova (Slowakei/0,37) durch. Worley hatte 0,45 Sekunden Rückstand, Shiffrin 0,67. Die dreimalige Saisonsiegerin Hector (1,49) wurde 14. Deutsche Athletinnen hatten sich nicht für das letzte Rennen qualifiziert.

Schmid enttäuscht im Riesenslalom – Dürr rast aufs Podest

Skirennläufer Alexander Schmid hat beim Weltcup-Finale in Courchevel/Meribel im Riesenslalom einen enttäuschenden 18. Platz belegt. Der Schweizer Marco Odermatt siegte überlegen vor Lucas Braathen (Norwegen/+0,49) und seinem Teamkollegen Loic Meillard (+0,63).

Schmid, der in diesem Winter in Alta Badia einmal als Dritter aufs Podium gefahren war, hatte 2,19 Sekunden Rückstand. Der 27-Jährige, Neunter nach dem ersten Lauf, verfehlte beim Finale damit auch die Punkteränge. "Das war nicht der Abschlusslauf, den ich mir gewünscht hätte. Das war nicht mein Tag", sagte Schmid im ZDF.

  • Unfall bei Ski-WM : Heftiger Sturz von DSV-Starter Baumann
  • Ski-Alpin-WM : Hier rast Kira Weidle zum Sensations-Silber in der Abfahrt
  • Wintersport-Saison 2021/22 : Das ist der DSV-Kader im Ski Alpin der Herren

Dagegen unterstrich Odermatt seine Dominanz mit dem fünften Riesenslalom-Sieg in diesem Winter, dem siebten insgesamt. Er stand bereits als Gewinner der kleinen Kristallkugel im Riesenslalom fest. Auch der Gesamtweltcup ist dem 24-Jährigen vor dem abschließenden Slalom am Sonntag nicht mehr zu nehmen.

Dürr Zweite bei Überraschungssieg von Slokar

Skirennläuferin Lena Dürr hat beim Weltcup-Finale in Courchevel/Meribel den ersten Slalomsieg ihrer Karriere erneut verpasst. Die 30-Jährige belegte nach ihrer Führung im ersten Lauf aber einen starken zweiten Platz. Es ist das beste Slalom-Ergebnis ihrer Laufbahn.

Dürr lag 0,48 Sekunden hinter der slowenischen Überraschungssiegerin Andreja Slokar. Petra Vlhova aus der Slowakei (+0,81) wurde Dritte. Vlhova stand schon vor dem Rennen als Gewinnerin der kleinen Slalom-Kristallkugel vor Mikaela Shiffrin (USA) fest. Dürr belegte in der Saisonwertung nach vier Podiumsplätzen in diesem Winter den dritten Rang.

Dürr hatte auch schon beim olympischen Slalom in Peking und letzte Woche in Are nach dem ersten Durchgang geführt. Bei Olympia war sie Vierte geworden, in Are belegte Dürr Rang fünf. Ein Weltcupsieg steht bisher in ihrer Bilanz: Dürr gewann im Januar 2013 ein City-Event in Moskau.

+++ 17. März +++

Ski-Superstar Shiffrin gewinnt den Gesamtweltcup

Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat zum vierten Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcup gewonnen. Der zweimaligen Olympiasiegerin reichte beim Saisonfinale im Super-G am Donnerstag Platz zwei, um Verfolgerin Petra Vlhova aus der Slowakei endgültig abzuschütteln. Den Sieg beim Weltcup in Courchevel holte sich Ragnhild Mowinckel aus Norwegen. Dritte wurde Michelle Gisin aus der Schweiz.

Deutschlands einzige Starterin Kira Weidle fuhr in ihrer schwächeren der beiden Speed-Disziplinen auf den 20. Rang. Die Italienerin Federica Brignone, die am Donnerstag Platz 19 belegte, hatte schon vor dem Weltcup-Finale die kleine Kristallkugel im Super-G sicher.

Ski-Ass Kriechmayr gewinnt Super-G-Finale - Deutsche enttäuschen

Der österreichische Skirennfahrer Vincent Kriechmayr hat den letzten Super-G der Saison gewonnen. Nachdem der Weltmeister schon am Vortag in der Abfahrt erfolgreich war, holte er sich am Donnerstag seinen nächsten Sieg in Courchevel. Zweiter wurde der Schweizer Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt mit einem Rückstand von 0,53 Sekunden. Dessen Landsmann Gino Caviezel (+0,75) belegte Rang drei.

Das deutsche Trio enttäuschte wie schon am Mittwoch und verpasste geschlossen die Top Ten. Als 15. fuhr zumindest Andreas Sander in die Punkteränge. „Ich bin volles Risiko gegangen. Wollte nochmal ein gutes Ergebnis einfahren. Das ist mir nicht ganz gelungen“, sagte der Athlet vom SG Ennepetal am ZDF-Mikro. Josef Ferstl belegte Rang 19, Romed Baumann landete zwei Positionen dahinter.

+++ 16. März +++

Shiffrin setzt mit Sieg Ausrufezeichen – Abfahrtskugeln an Goggia und Kilde

US-Skistar Mikaela Shiffrin hat das letzte Abfahrtsrennen der Saison gewonnen und einen großen Schritt in Richtung Sieg im Gesamtweltcup gemacht. Die 27-Jährige setzte sich beim Saisonfinale am Mittwoch in Courchevel mit 0,10 Sekunden vor den zeitgleichen Christine Scheyer aus Österreich und Joana Hählen aus der Schweiz durch.

Shiffrins Vorsprung auf Verfolgerin Petra Vlhova aus der Slowakei beträgt in der Gesamtwertung nun 156 Punkte. Drei Einzelrennen werden in dieser Woche noch gefahren. Für einen Sieg gibt es 100 Punkte.

Italiens Ausnahme-Abfahrerin Sofia Goggia reichte in den französischen Alpen Rang zwölf, um sich zum dritten Mal in ihrer Karriere die kleine Kristallkugel in der Königsdisziplin zu sichern. Kira Weidle belegte als einzige deutsche Starterin den 18. Platz.

Kilde gewinnt Abfahrts-Weltcup

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde hat die kleine Kristallkugel im Abfahrtsweltcup gewonnen. In der letzten Abfahrt des Winters beim Weltcup-Finale im französischen Courchevel/Meribel reichte ihm beim Sieg des Österreichers Vincent Kriechmayr der vierte Platz. Dem 29-Jährigen blieben damit 13 Punkte vor Olympiasieger Beat Feuz (Schweiz), dessen dritter Platz zu wenig war. Kilde gewann erstmals den Abfahrtsweltcup, nachdem Feuz in den vergangenen vier Jahren triumphiert hatte.

Marco Odermatt, der am Mittwoch Zweiter wurde, liegt im Gesamt-Ranking nun uneinholbare 359 Punkte vor Kilde. Der Shootingstar ist nach Carlo Janka (2010) der erste Skirennläufer aus der Schweiz, der den Gesamtweltcup gewinnen konnte.

Kriechmayr feierte bei frühsommerlichen Temperaturen auf dem drehenden Kurs in Courchevel seinen zweiten Saisonsieg. Die deutschen Abfahrer erlebten im letzten Saisonrennen derweil eine weitere Enttäuschung. Dominik Schwaiger landete als bester DSV-Athlet auf Rang zwölf, Romed Baumann als 16. und Josef Ferstl als 23. verpassten die für die Top 15 vergebenen Weltcup-Punkte.

Beim Weltcup-Finale sind unter anderem die jeweils 25 Bestplatzierten der Disziplin-Wertungen sowie alle Fahrer mit mehr als 500 Weltcup-Punkten startberechtigt. Am Donnerstag geht es in Frankreich mit den Super-G-Rennen weiter, ehe nach dem Team-Event am Freitag am Wochenende jeweils ein Riesenslalom sowie Slalom auf dem Programm stehen.

+++ 13. März +++

Schmid fällt im Riesenslalom auf Platz fünf zurück

Alexander Schmid hat trotz aussichtsreicher Ausgangsposition sein zweites Weltcup-Podest in diesem Winter knapp verpasst. Nachdem der Allgäuer am Sonntag im Riesenslalom von Kranjska Gora zunächst auf Platz zwei gelegen hatte, fiel er im Finaldurchgang noch auf den fünften Rang zurück. Den Sieg holte sich wie am Vortag der Norweger Henrik Kristoffersen vor dem Österreicher Stefan Brennsteiner (+0,23 Sekunden). Dritter wurde der Schweizer Überflieger Marco Odermatt mit einem Rückstand von 0,27 Sekunden.

Wie schon beim ersten Riesenslalom am Vortag erreichten in Anton Grammel und Fabian Gratz zwei weitere DSV-Starter den Finaldurchgang. Grammel holte mit Platz 26 seine ersten Weltcup-Punkte, Gratz belegte Rang 28. Julian Rauchfuss hatte die Runde der besten 30 verpasst.

Mit über 300 Punkten Vorsprung im Gesamtweltcup ist Odermatt die große Kristallkugel quasi nicht mehr zu nehmen. Schließlich hatte Verfolger Aleksander Aamodt Kilde angekündigt, beim Saisonfinale in Frankreich auf den Slalom verzichten. Mehr als 300 Punkte wären dementsprechend für den Norweger in der kommenden Woche nicht drin.

Skirennfahrer Schmid in Kranjska Gora 14. - Kristoffersen gewinnt

Der deutsche Skirennfahrer Alexander Schmid hat beim Riesenslalom-Weltcup im slowenischen Kranjska Gora Platz 14 belegt. Der Rückstand auf Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen betrug für den 27-Jährigen vom SC Fischen 1,92 Sekunden. Den zweiten Platz teilten sich am Samstag Kristoffersens Landsmann Lucas Braathen und der Überflieger der Alpin-Saison, Marco Odermatt. Dem Schweizer ist dadurch die Kleine Kristallkugel im Riesenslalom nicht mehr zu nehmen.

In Fabian Gratz und Anton Grammel hatten sich zwei weitere DSV-Starter für den Finaldurchgang qualifiziert. Gratz feierte mit Rang 28 sein bestes Weltcup-Ergebnis, Grammel schied bei seinem Debüt nach einem Fahrfehler kurz vor dem Ziel aus. Julian Rauchfuss hatte die Runde der besten 30 verpasst.

Am Sonntag steht für die Herren in Kranjska Gora ein zweiter Riesenslalom an. Anschließend reist die Alpin-Riege weiter zum Saisonfinale nach Frankreich.

+++ 10. März +++

Shiffrin siegt im Super-G

Straßer beendete den Flutlicht-Slalom in Flachau am Mittwoch auf dem neunten Rang, ganz vorne setzte sich das muntere Wechselspiel indes fort: Der junge Norweger Atle Lie McGrath (21) feierte seinen ersten Weltcup-Sieg, im neunten Slalom dieses Winters ist er bereits der achte Sieger.

Vor Tausenden Fans gewann McGrath knapp vor Olympiasieger Clement Noel (+0,29) aus Frankreich und dem Schweizer Daniel Yule (+0,64). "Wer von großen Dingen träumt: Es ist möglich, mir ist es heute gelungen", sagte McGrath nach dem Rennen. Der Olympia-Zweite Johannes Strolz dagegen führte bei seinem Heimspiel zur Halbzeit mit fast einer Sekunde Vorsprung und landete am Ende nur auf Rang vier.

Straßer, in Peking Silber-Gewinner mit der Mannschaft, hatte letztlich 0,98 Sekunden Rückstand auf den Sieger, gut drei Zehntel fehlten auf das Podest. "Ich bin in beiden Durchgängen extrem stabil gefahren, bin aber vor allem im ersten nicht richtig auf Tempo gekommen", sagte Straßer: "Das Ergebnis könnte sicher besser sein."

In der Weltcup-Disziplinwertung ist Straßer damit weiter guter Dritter, im vorletzten Slalom der Saison machte er zudem Punkte auf den Gesamtführenden gut: Henrik Kristoffersen landete nur auf dem 16. Platz.

Der Norweger, Doppelsieger zuletzt in Garmisch, erlaubte sich im ersten Durchgang einen groben Fehler und schaffte es gerade noch in den zweiten Lauf. Als einziger Deutscher neben Straßer gelang das auch Anton Tremmel (Rottach-Egern), der letztlich den 20. Rang belegte.

Mit dem Rennen in Flachau wurde der im Januar in Zagreb abgebrochene Slalom nachgeholt, nun steht noch das Finale in Courchevel/Meribel (20. März) auf dem Programm. Kristoffersens Führung im Klassement ist trotz des Ausrutschers komfortabel.

Worley siegt in Lenzerheide

Die französische Skirennfahrerin Tessa Worley hat den Riesenslalom in Lenzerheide gewonnen. Die 32-Jährige triumphierte bei dem Rennen in der Schweiz am Sonntag vor der Italienerin Federica Brignone und Olympiasiegerin Sara Hector aus Schweden. Die amerikanische Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin, die beim Sieg der Französin Romane Miradoli im Super-G am Samstag Zweite geworden war, belegte diesmal Platz vier. Die 26-Jährige baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Ihre erste Verfolgerin, Petra Vlhova aus der Slowakei, schied im ersten Durchgang aus.

Die Slowenin Meta Hrovat fädelte im zweiten Lauf an einem Tor ein, wurde ausgehoben und stürzte heftig. Eine deutsche Athletin war nicht am Start. Im Super-G tags zuvor hatte die Starnbergerin Kira Weidle als Siebte ihr bislang bestes Ergebnis in dieser Disziplin gefeiert.

Kilde feiert Heimsieg und holt die Kristallkugel

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde hat beim Super-G in Kvitfjell den ersten Heimsieg seiner Karriere gefeiert. Kilde triumphierte hauchdünn vor dem Kanadier James Crawford (+0,07 Sekunden) und Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich (+0,12). Romed Baumann belegte als bester DSV-Skirennläufer den zehnten Rang (+0,93). Andreas Sander wurde nach vielen Enttäuschungen in dieser Saison 13. (+1,07).

"Das war ein etwas versöhnlicher Abschluss nach den zwei durchwachsenen Abfahrten. Natürlich hätte ich mir mehr erhofft, aber es ist eben so. Jetzt heißt es Kräfte bündeln und noch einmal voll angreifen", sagte Baumann. Sander sprach von einer "ganz guten Leistung". Josef Ferstl (+1,48) wurde 24. und Simon Jocher (+1,71) belegte Rang 29, Dominik Schwaiger kam nicht ins Ziel.

Für Kilde, der in den Abfahrten am Freitag und Samstag die Plätze fünf und zwei belegt hatte, war es der siebte Weltcup-Sieg in diesem Winter, der 13. insgesamt. "Das ist unglaublich. Das war knapp. Es war am Limit", sagte der 29-Jährige, der auch die kleine Kristallkugel im Super-G gewann.

Baumann, Sander und Ferstl sicherten sich immerhin im Super-G einen Platz beim Weltcup-Finale im französischen Courchevel/Meribel. In der Abfahrt hatten sich Ferstl, Baumann und Schwaiger qualifiziert.

+++ 5. März +++

Shiffrin siegt im Super-G

Die amerikanische Ausnahme-Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat sich nach ihrem Olympia-Debakel eindrucksvoll zurückgemeldet. Die 26-Jährige wurde beim Super-G in Lenzerheide am Samstag Zweite hinter der Französin Romane Miradoli, die überraschend ihren ersten Weltcup-Sieg feierte. Es war der erste Start Shiffrins seit den Winterspielen in China, bei denen sie in drei von sechs Rennen ausgeschieden und letztlich ohne eine einzige Medaille geblieben war. Dritte wurde Olympiasiegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz. Die einzige deutsche Starterin, Kira Weidle, fuhr als Siebte ihr erstes Top-Ten-Ergebnis in dieser Disziplin überhaupt ein.

Mit den größten Applaus von den Zuschauern, unter ihnen der Schweizer Tennis-Star Roger Federer, erhielt die spürbar erleichterte Shiffrin. Durch ihr bislang bestes Super-G-Ergebnis der Saison übernahm sie im Gesamtweltcup die alleinige Führung vor der Slowakin Petra Vlhova, die diesmal nur auf Rang 18 landete - und das, obwohl Vlhovas Trainer Mauro Pini den Kurs gesetzt hatte. Mehrere Topfahrerinnen taten sich auf der anspruchsvollen Strecke schwer oder schieden wie die Olympia-Zweite Mirjam Puchner aus Österreich aus. Federica Brignone aus Italien sicherte sich als Neunte vorzeitig den Super-G-Gesamtsieg.

Standing Ovations beim Karriereende von Norwegens Ski-Star Jansrud

Der norwegische Ski-Star Kjetil Jansrud hat sich mit großen Emotionen von der alpinen Weltcup-Bühne verabschiedet. Nachdem er die Abfahrt im heimischen Kvitfjell beendet hatte, sank der 36-Jährige am Samstag auf die Knie und küsste den Schnee im Zielraum. Danach nahmen ihn seine Teamkollegen auf die Schultern - bejubelt von den Zuschauern und etlichen anderen Fahrern. Jansrud hatte schon vor dem Rennen angekündigt, dass es das letzte seiner Karriere sein würde. Er beendete es letztlich auf Platz 52.

Jansrud gewann in seiner aktiven Laufbahn fünf olympische Medaillen, darunter Gold im Super-G 2014 in Sotschi. Dazu holte er 2019 den WM-Titel in der Abfahrt und insgesamt 23 Weltcup-Siege. Nach einem heftigen Sturz in Beaver Creek (USA) Anfang Dezember, bei dem er sich schwer am Knie verletzte, schien die Saison für den Routinier schon vorbei zu sein. Bei den Winterspielen in China meldete er sich dann aber überraschend noch mal zurück und wurde 23. im Super-G. Es war die fünfte Olympia-Teilnahme Jansruds nach 2006, 2010, 2014 und 2018.

+++ 28. Februar 2022 +++

Skistar Jansrud kündigt Karrierenende an

Ski-Olympiasieger Kjetil Jansrud wird seine Karriere am Samstag nach der Weltcup-Abfahrt beim Heimrennen in Kvitfjell beenden. Das gab der 36-Jährige am Montag auf seinem Instagram-Kanal bekannt. "Eine Reihe von Überlegungen hat zu dieser Entscheidung geführt", schrieb der Norweger. Es sei "nicht leicht, etwas aufzugeben, das man sein ganzes Leben lang gemacht hat".

Jansrud hatte bei den Olympischen Spielen in Peking überraschend sein Comeback gefeiert, nachdem er sich zu Saisonbeginn in Beaver Creek bei einem Sturz schwer verletzt hatte.

Anfangs war Jansrud von einer sechs- bis neunmonatigen Genesungszeit ausgegangen. Der OP-Termin war bereits anberaumt, um sein lädiertes inneres Seitenband zu richten - doch Jansrud entschied sich gegen den Eingriff.

Der Abfahrts-Weltmeister von 2019 hat bei Olympia fünf Medaillen gewonnen, darunter Gold im Super-G 2014. Zudem feierte Jansrud 23 Weltcupsiege, gewann dreimal das Super-G-Gesamtklassement und einmal die Abfahrts-Gesamtwertung.

+++++27. Februar 2022+++++

+++ Straßer stürmt noch auf Rang drei +++

Der Münchner, nur 16. des ersten Durchgangs, belegte einen starken dritten Rang mit 0,47 Sekunden Rückstand auf Sieger Henrik Kristoffersen und hinter Dave Ryding aus Großbritannien (+0,35).

Am Samstag war Straßer, der in Peking Olympia-Silber mit der Mannschaft gewonnen hatte, Sechster geworden. Auch da hatte Kristoffersen triumphiert. "Mein Plan ist aufgegangen. Man konnte Gas geben, das ist mir gelungen. Das war extrem cool", sagte Straßer nach dem Rennen am Sonntag in der ARD.

Bereits im ersten Lauf waren die deutschen Starter Julian Rauchfuss, Alexander Schmid und Anton Tremmel ausgeschieden. Nicht für das Finale qualifizieren konnten sich David Ketterer, Adrian Meißen und Fabian Himmelsbach.

Nufer gewinnt in Crans-Montana – Weidle abgeschlagen

Die 30-Jährige war am Sonntag 0,11 Sekunden schneller als die tschechische Vortagessiegerin Ester Ledecka und feierte den ersten Weltcup-Erfolg ihrer Karriere. Dritte wurde die im Abfahrts-Gesamtklassement führende Italienerin Sofia Goggia (+0,23 Sekunden), Platz vier belegte Olympiasiegerin Corinne Suter aus der Schweiz (+0,27).

Die einzige deutsche Starterin, Kira Weidle (+1,80), fuhr auf Rang 25. Nach ihrem heftigen Trainingssturz am Freitag hatte die Starnbergerin auf die erste der beiden Abfahrten des Wochenendes am Samstag verzichtet. Auch am Sonntag fuhr die Olympia-Vierte nicht schmerzfrei. Die Österreicherin Cornelia Hütter schlug bei einem Sturz am letzten Sprung mit dem Kopf auf dem Schnee auf, konnte den Zielraum nach kurzer Behandlungspause aber selbstständig verlassen.

+++++26. Februar 2022+++++

Straßer im ersten Garmisch-Slalom Sechster  – Kristoffersen siegt

Skirennfahrer Linus Straßer hat beim ersten der beiden Slalom-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen den erhofften Podestplatz verpasst. Der Münchner wurde beim deutschen Heimrennen am Samstag Sechster. Sein Rückstand auf den Norweger Henrik Kristoffersen betrug 1,01 Sekunden. Zweiter wurde der Schweizer Loic Meillard (+0,14) vor dem Österreicher Manuel Feller (+0,51). Meillards Landsmann TanguyNef ging überraschend als Führender in den zweiten Durchgang, schied dann aber aus. Durch den Erfolg Kristoffersens gibt es nach sieben Slaloms dieser Weltcup-Saison bereits sieben unterschiedliche Sieger.

Die sechs weiteren deutschen Starter - darunter Alexander Schmid und Julian Rauchfuss, die mit Straßer vor einer Woche Olympia-Silber im Mixed-Teamevent geholt hatten - schafften es nicht in den zweiten Lauf. Am Sonntag steht am Gudiberg noch ein zweiter Slalom an. 

+++++26. Februar 2022+++++

Dritter Weltcup-Sieg für Ledecka

Die 26 Jahre alte Tschechin feierte dabei ihren dritten Sieg im alpinen Ski-Weltcup von Ragnhild Mowinckel aus Norwegen (+0,21 Sekunden) und Cornelia Hütter aus Österreich (+0,42). Kira Weidle hatte nach ihrem Trainingssturz am Freitag auf einen Start am Samstag verzichtet.

Das Multitalent Ledecka hatte in Peking zum zweiten Mal nach 2018 Gold im Parallel-Riesenslalom der Snowboarderinnen gewonnen. Ihren Sensationssieg im Super-G der alpinen Skirennläuferinnen von Pyeongchang konnte sie dagegen nicht wiederholen. Am Sonntag findet in Crans-Montana ein zweites Abfahrtsrennen statt. Dann will auch Weidle wieder an den Start gehen.

Die WM-Zweite und Olympia-Vierte war im Abschlusstraining am Freitag spektakulär gestürzt. Dabei hatte sie sich den Nacken verrissen.

+++++26. Februar 2022+++++

Straßer beim Slalom in Garmisch mit geringen Chancen aufs Podest

Skirennläufer Linus Straßer hat beim ersten von zwei Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen nur noch geringe Chancen auf eine Podestplatzierung. Nach dem ersten Lauf des Slaloms am Gudiberg liegt der Münchner, der bei Olympia in Peking Silber mit der Mannschaft gewonnen hatte, auf dem sechsten Rang - der Rückstand auf den drittplatzierten Schweizer Loic Meillard beträgt bereits 0,49 Sekunden.

Meillards Teamkollege Tanguy Nef geht überraschend als Führender in den zweiten Lauf (12.30 Uhr/ARD). Er liegt 0,07 Sekunden vor Henrik Kristoffersen (Norwegen) und 0,08 Sekunden vor Meillard. Bereits ausgeschieden sind die vier anderen deutschen Starter David Ketterer, Fabian Himmelsbach, Alexander Schmid und Anton Tremmel. Nicht für das Finale qualifzieren konnten sich Julian Rauchfuss und Adrian Meißen.

+++++26. Februar 2022+++++

Weidle verzichtet auf Start am Samstag

 Skirennläuferin Kira Weidle verzichtet nach ihrem Trainingssturz auf die erste von zwei Weltcup-Abfahrten an diesem Wochenende im Schweizer Crans-Montana. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, lässt die WM-Zweite und Olympia-Vierte das Rennen am Samstag aus, um sich auf einen Start am Sonntag (10.00 Uhr) vorzubereiten.

Weidle war am Freitag im Abschlusstraining nach einem Verschneider in die Fangnetze geflogen. Dabei hatte sie sich den Nacken verrissen.

+++++25. Februar 2022+++++

Weidle im Abschlusstraining gestürzt

Wie der Deutsche Skiverband (DSV) auf SID-Nachfrage mitteilte, zog sich die 25-Jährige dabei keine strukturellen Verletzungen zu. Untersuchungen ergaben, dass sie sich ihren Nacken verrissen habe.

Weidle will nach physiotherapeutischer Behandlung am Samstagmorgen entscheiden, ob sie im Rennen starten kann. Die Vizeweltmeisterin ist als einzige deutsche Starterin in Crans-Montana vorgesehen. Am Samstag (10.30 Uhr) und Sonntag (10 Uhr) findet dort je eine Abfahrt statt.

+++++30. Januar 2022+++++

Zwei Siegerinnen beim Super-G in Garmisch – Weidle nur 20.

Beim Super-G auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen kam Weidle in der Abfahrt in ihrer schwächeren Disziplin nur auf Rang 20. Am Vortag hatte sie in der alpinen Königsdisziplin nur um 0,04 Sekunden das Podest verpasst.

Die windumtoste Olympia-Generalprobe gewannen zeitgleich Cornelia Hütter (Österreich) und Federica Brignone (Italien), Rang drei belegte mit großem Rückstand (+0,82 Sekunden) Tamara Tippler (Österreich). Die deutschen Nachwuchsläuferinnen Carina Stuffer und Nadina Kapfer kamen auf die Plätze 32 und 33.

+++++30. Januar 2022+++++

Weidle wird Vierte bei Heimrennen in Garmisch – Suter siegt

 Skirennfahrerin Kira Weidle hat bei der Olympia-Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen einen Podestplatz knapp verpasst. Die Starnbergerin hatte beim Abfahrtsrennen am Samstag 0,82 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Corinne Suter aus der Schweiz und wurde Vierte. Suters Landsfrau Jasmine Flury und Cornelia Hütter aus Österreich belegten die Plätze zwei und drei.

Das anspruchsvolle Kandahar-Rennen fand ohne die große Topfavoritin Sofia Goggia aus Italien statt. Die Dominatorin der bisherigen Speed-Saison hatte sich am vergangenen Wochenende in Cortina d'Ampezzo eine Knieverletzung zugezogen. Sie hofft weiterhin auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen vom 4. bis 20. Februar.

+++++25. Januar 2022+++++

Straßer rast beim Nachtslalom in Schladming zum Sieg

Skirennfahrer Linus Straßer hat dank eines famosen zweiten Durchgangs den Nachtslalom im österreichischen Schladming gewonnen. Der 29-Jährige vom TSV 1860 München siegte am Dienstag vor dem Norweger Atle Lie McGrath und feierte den dritten Weltcup-Erfolg in seiner Karriere. „Es ist einfach geil. Es war so cool“, beschrieb Straßer im BR das Gefühl nach seinem Sieg.

Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen setzte der Oberbayer kurz vor den Olympischen Winterspielen (4. bis 20. Februar) ein dickes Ausrufezeichen. Der Erfolg auf der Planai war der zweite Podiums-Platz für Straßer in diesem Winter. Dritter wurde der Österreicher Manuel Feller.

Die übrigen Starter des Deutschen Skiverbandes hatten den zweiten Durchgang verpasst. Julian Rauchfuß und Alex Schmid, die beide in Peking an den Start gehen, schieden ebenso nach Fahrfehlern aus wie Fabian Himmelsbach und Anton Tremmel. David Ketterer kam zwar ins Ziel, war aber zu langsam.

Feuz gewinnt zweite Abfahrt auf der Streif – Deutsche enttäuschen erneut

Der Schweizer Skirennfahrer Beat Feuz hat seinen insgesamt dritten Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel gefeiert. Der 34-Jährige, der im vergangenen Jahr bei den Hahnenkammrennen einen Doppelerfolg gefeiert hatte, gewann die zweite Abfahrt dieses Wochenendes am Sonntag vor seinem im Gesamtweltcup führenden Landsmann Marco Odermatt. Dritter wurde der Österreicher Daniel Hemetsberger. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der die erste Schussfahrt am Freitag gewonnen hatte, belegte Rang sechs.

Die Deutschen vermasselten die Olympia-Generalprobe und verpassten die Top Ten erneut deutlich. Romed Baumann fuhr als Bester auf Platz 15. Josef Ferstl, Dominik Schwaiger, Andreas Sander und Simon Jocher belegten die Ränge 20, 22, 30 und 33. Es war das letzte Speedrennen der Herren vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar).

+++++23. Januar 2022+++++

Goggia-Sturz überschattet Alpin-Weltcup in Cortina – Weidle Zwölfte 

Kira Weidle schlug sich mit der rechten Faust auf ihren schwarzen Sturzhelm. Bei der Rückkehr auf ihre silberne WM-Strecke in Cortina d'Ampezzo war die beste deutsche Abfahrerin ein gutes Stück von ihrer Medaillen-Form vom vergangenen Jahr entfernt. Platz zehn bei der wilden Ski-Show der Olympia-Favoritin Sofia Goggia aus Italien war solide - aber nicht das, was sich Weidle erhofft hatte.

"Es war eine Windlotterie, aber für jeden gleich", sagte Weidle über die Bedingungen, deretwegen die Strecke auch stark verkürzt worden war. "Nur weil ich letztes Jahr gut gefahren bin", ergänzte die Vizeweltmeisterin, "heißt es ja nicht, dass ich auch dieses Jahr gut fahre." Besser lief's am Sonntag im Super-G: Beim Sieg von Elena Curtoni aus Italien fuhr sie auf Rang zwölf - es ist das beste Weltcup-Ergebnis in ihrer Nebendisziplin.

Für das große Drama an diesem Wochenende sorgte Goggia. Die Olympiasiegerin feierte am Samstag ihren sechsten Erfolg in dieser Saison und den vierten in der Abfahrt, büßte am Tag nach ihrem "schönsten Weltcup-Sieg" aber wieder mal für ihre Alles-oder-nichts-Fahrweise: Sie stürzte schwer und verletzte sich dabei allem Anschein nach schwer am linken Knie. Und das zwei Wochen vor Olympia.

Goggia war schon eine Woche zuvor in Zauchensee gestürzt - und auch am Samstag nahe an einem Crash. Zweimal fuhr die Speed Queen weit neben der Strecke und nach einer Schrecksekunde auf nur einem Ski - und war trotzdem 0,20 Sekunden schneller als Ramona Siebenhofer aus Österreich auf Rang zwei. "Es war ein wilder Ritt", berichtete die Italienerin. Am Sonntag war es zu wild.

Für die Frauen geht es nun nach Garmisch-Partenkirchen, zur Generalprobe für Peking mit Abfahrt und Super-G am Samstag und Sonntag. "Man hofft natürlich auf ein gutes Ergebnis, um mit einem guten Gefühl zu Olympia zu fahren", sagte Weidle, betonte aber zugleich: "Ich bin zuversichtlich." Für Goggia scheint das nicht zu gelten: Den Zielbereich in Cortina verließ sie gestützt auf zwei Betreuer.

 +++++22. Januar 2022+++++

Straßer 14. im Schnee-Slalom von Kitzbühel

Skirennfahrer Linus Straßer ist beim Slalom-Klassiker in Kitzbühel nicht über Platz 14 hinausgekommen. Immerhin holte der Münchner nach drei Nullnummern in den vorherigen vier Torläufen der Saison am Samstag aber mal wieder Punkte. Am legendären Ganslernhang waren es seine ersten seit 2015. Der Sieg ging bei starkem Schneefall völlig überraschend an den Briten Dave Ryding, der mit 35 Jahren seinen ersten Weltcup-Erfolg feierte. Auf den Rängen zwei und drei landeten die Norweger Lucas Braathen und Henrik Kristoffersen. Gleich elf Fahrer schieden im zweiten Lauf aus.

Straßers Teamkollege Anton Tremmel profitierte von den vielen Ausfällen und holte als 17. seine ersten Weltcup-Zähler des Winters. David Ketterer als 38. sowie Julian Rauchfuß, Alexander Schmid und Fabian Himmelsbach, die alle ausschieden, waren im Finale nicht dabei. Am Sonntag steht in Kitzbühel noch mal eine Abfahrt an.

+++ 21. Januar +++

Deutsche Skirennfahrer enttäuschen auf der Streif

Aleksander Aamodt Kilde hob im Zielraum jubelnd den rechten Zeigefinger, die deutschen Skirennfahrer haderten. Mit seinem ersten Sieg auf der legendären Streif in Kitzbühel hat der Norweger Kilde seine Favoritenstellung für die Olympischen Spiele in Peking untermauert. Der 29-Jährige gewann die erste der beiden Abfahrten des prestigeträchtigen Hahnenkamm-Wochenendes in Tirol am Freitag vor dem überraschend starken Franzosen Johan Clarey. Dessen Landsmann Blaise Giezendanner raste mit Startnummer 43 auf der schneller werdenden Piste noch auf Rang drei. Etliche Topfahrer blieben hinter den Erwartungen zurück, auch die Deutschen verpassten die Top Ten.

Bester aus dem Quintett des Deutschen Skiverbandes (DSV) war wie schon am vergangenen Sonntag in Wengen Dominik Schwaiger. „Es wäre ein bisschen mehr drin gewesen“, sagte er nach seinem 14. Platz der ARD. Wie so viele andere auch, hatte Schwaiger in den Gleitstücken der Piste reichlich Zeit verloren. Die Ergebnisse der übrigen deutschen Speed-Herren machten zwei Wochen vor den Winterspielen in China (4. bis 20. Februar) erstmal wenig Hoffnung.

Andreas Sander, Romed Baumann, Simon Jocher und Josef Ferstl, der im Training am Mittwoch schwer gestürzt war, belegten die Plätze 23, 25, 29 und 33. „Es war skifahrerisch nicht das, was ich mir vorgestellt habe“, sagte der seit Wochen schwächelnde Abfahrts-Vizeweltmeister Sander selbstkritisch. Baumann hatte sich wenig vorzuwerfen, dafür aber Pech mit seiner niedrigen Startnummer zwei. Die Piste, die wegen starken Windes im oberen Streckenabschnitt leicht verkürzt worden war, baute nämlich nicht etwa nach und nach ab. Sie wurde besser. „Schade“, so der WM-Zweite im Super-G. „Solche Rennen gibt's halt.“

Kilde indes setzte trotz eines kleinen Fehlers bei der veränderten Einfahrt in die Traverse das nächste Ausrufezeichen. „Unglaublich“ fühle sich dieser Triumph an, sagte der Gesamtweltcupsieger der Saison 2019/2020. Gemeinsam mit dem diesmal fünftplatzierten und im Gesamtklassement weiter führenden Schweizer Marco Odermatt ist Kilde der Dominator dieses Winters. Nach seinem sechsten Saisonerfolg ist er auch Favorit für die zweite Schussfahrt auf der berühmten Streif am Sonntag.

+++ 16. Januar +++

Weidle 16. beim Super-G in Zauchensee - Nullnummer für Straßer

Skirennläuferin Kira Weidle hat auch in ihrer Nebendisziplin Super-G einen großen Schritt nach vorne gemacht. Beim Weltcup in Zauchensee fuhr die 25-Jährige einen Tag nach ihrem zweiten Platz bei der Abfahrt als 16. nur knapp an ihrem besten Ergebnis vorbei.

"Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung", sagte Weidle, die in einem extrem engen Rennen am Kälberloch nur 0,82 Sekunden hinter Siegerin Federica Brignone aus Italien lag.

"Ich bin ein gutes Zehntel hinter dem zehnten Platz, es fehlt nicht mehr so viel", meinte Weidle. Besser als 15. war sie bei einem Super-G im Weltcup noch nie, ein Top-10-Resultat verhinderte diesmal "ein bisschen Windpech", wie sie erklärte.

Alpinchef Wolfgang Maier sprach von einer "wirklich guten Vorstellung", Weidle meinte: "Das ist was, worauf ich aufbauen kann. Ich konnte den Spirit aus der Abfahrt ganz gut mitnehmen."

Nullnummer für Skirennfahrer Straßer - Braathen siegt sensationell

Eine Woche nach seinem dritten Platz in Adelboden hat Skirennfahrer Linus Straßer wieder einen Rückschlag kassiert. Der 29-Jährige fädelte nach einem guten Start im zweiten Lauf des Slalom-Weltcups in Wengen am Sonntag ein und schied aus. Es war bereits die dritte Nullnummer des Münchners im vierten Saisonrennen in seiner Paradedisziplin. Der Sieg ging sensationell an den Norweger Lucas Braathen, der zur Halbzeit noch auf Rang 29 gelegen hatte. Zweiter wurde Daniel Yule (Schweiz) vor Giuliano Razzoli (Italien).

Riesentorlauf-Spezialist Alexander Schmid erreichte trotz der höchsten Startnummer aller Athleten den zweiten Lauf und holte als 14. seine ersten Weltcup-Punkte im Slalom überhaupt. David Ketterer, Anton Tremmel, Fabian Himmelsbach und Julian Rauchfuß verpassten das Finale.

+++ 15. Januar +++

Kira Weidle feiert als Zweite ihr bestes Weltcup-Ergebnis

Skirennläuferin Kira Weidle hat drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere eingefahren. Bei der Abfahrt im österreichischen Zauchensee belegte die Vizeweltmeisterin hinter Lara Gut-Behrami aus der Schweiz den zweiten Rang. Es war nach drei dritten Plätzen erst ihre vierte Fahrt auf ein Weltcup-Podest.

"Das bedeutet mir sehr viel", sagte Weidle, "vor allem, weil die ersten Rennen nicht so gelaufen sind." Das Resultat gebe "natürlich Selbstbewusstsein für Olympia." Zum ersten Sieg ihrer Karriere fehlten der 25-Jährigen genau einen Monat vor dem Start der Olympia-Abfahrt nur 0,10 Sekunden.

Dritte auf der spektakulären Kälberloch-Piste wurde Ramona Siebenhofer aus Österreich (+0,44 Sekunden). Die Olympia- und Seriensiegerin Sofia Goggia aus Italien stürzte, konnte allerdings selbstständig ins Ziel fahren.

+++ 14. Januar +++

Deutsche erleben Debakel bei erster Lauberhorn-Abfahrt

Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde fährt weiter eine beeindruckende Comeback-Saison. Der 29 Jahre alte Norweger, der im vergangenen Januar einen Kreuzbandriss erlitten hatte, feierte bei der ersten von zwei Abfahrten in Wengen seinen fünften Saisonsieg und bestätigte seine Rolle als Medaillenanwärter bei Olympia.

Kilde siegte auf der um gut 45 Fahrsekunden verkürzten Strecke am Lauberhorn vor dem Schweizer Wunderknaben Marco Odermatt (+0,19 Sekunden). Am Vortag im Super-G war die Reihenfolge noch umgekehrt gewesen. Odermatt führt auch deutlich vor Kilde im Gesamtweltcup. Dritter wurde diesmal Ex-Weltmeister Beat Feuz (Schweiz/+0,30).

Die deutschen Starter konnten ihre starken Leistungen vom Super-G mit Platz vier und sechs nicht bestätigen. Keiner des Quintetts kam unter die ersten 20, der langsamste war mit großen Rückstand Vizeweltmeister Andreas Sander, der über seine Leistung im ZDF sagte: "Momentan ist der Wurm drin. Da passt nichts zusammen."

Vor dem Rennen hatte es Diskussionen um den am Ende neuntplatzierten Österreicher Vincent Kriechmayr gegeben. Der Doppel-Weltmeister, vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet, hatte die beiden Trainingsläufe am Dienstag und Mittwoch nicht absolvieren können - er wäre daher im Rennen nicht startberechtigt gewesen.

Die Jury des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) um den Südtiroler Markus Waldner setzte daher für Kriechmayr am Freitagmorgen ein Training an. Der 30-Jährige verließ dabei das Starthaus und brach die Fahrt danach sofort ab - die FIS-Regel, wonach er in den Trainingslauf gestartet worden war, hatte er damit erfüllt.

"Wir würden für jeden Läufer so entscheiden, weil wir in sehr komplizierten COVID-Pandemie-Zeiten leben", sagte Renndirektor Waldner. Der Schweizer Verbandspräsident Urs Lehmann legte vergeblich Protest ein und sprach daher von "Willkür". Es gehe "um die Regeln, die eingehalten werden müssen".

+++ 13. Januar +++

Baumann verpasst das Podest knapp

Vize-Weltmeister Romed Baumann hat seine erste Podestplatzierung im Olympia-Winter denkbar knapp verpasst, kurz vor den Olympischen Spielen von Peking aber wie Josef Ferstl das ersehnte Erfolgserlebnis gefeiert. Baumann fuhr einen Tag vor seinem 36. Geburtstag beim Weltcup-Super-G im Schweizer Wengen als Vierter nur um drei Hundertstelsekunden am "Stockerl" vorbei, Ferstl wurde guter Sechster.

"Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte Baumann, der bei einem Weltcup-Super-G nur einmal besser war: als Dritter im November 2010 in Lake Louise. Die Rückkehr aufs Podium verspielte er im Ziel-S. "Mei, irgendwann kommen die Hundertstel wieder zurück", sagte er und ergänzte mit Blick auf Olympia: "Vielleicht brauchen wir sie heuer noch mal..."

Ferstl fuhr bei der Generalprobe für das Olympia-Rennen am 8. Februar den besten Super-G seit seinem Kitzbühel-Sieg 2019. "Klar bin ich glücklich", sagte er im ZDF und meinte schmunzelnd: "Der Januar war schon immer ein guter Monat von mir, den Februar nehmen wir diesmal auch noch mit."

Bei Kaiserwetter am Fuße der Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau ließ Lokalmatador Marco Odermatt die Schweizer Fans jubeln. Mit seinem sechsten Saisonerfolg vor Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen/+0,23) und Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich/+0,58) fuhr er endgültig in die Favoritenrolle für Peking.

"Ich bin in einem super Flow", sagte der 24-Jährige. Baumann lag 0,61, Ferstl 0,86 Sekunden zurück. Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger kamen nicht unter die Top 20.

Am Freitag und Samstag steht am Lauberhorn je eine Abfahrt an, am Sonntag folgt der traditionelle Slalom.

+++++11. Januar 2022+++++

Dürr rast auf das Podest - Rekordsieg für Shiffrin

Skirennläuferin Lena Dürr ist beim Rekordsieg von Mikaela Shiffrin endgültig in den Kreis der Anwärterinnen auf eine Olympiamedaille gefahren. Weniger als einen Monat vor den Winterspielen in Peking wurde die formstarke 30-Jährige beim Nachtslalom in Schladming starke Dritte und egalisierte damit das beste Ergebnis ihrer Karriere in dieser Disziplin. Die US-Amerikanerin Shiffrin stellte mit ihrem 47. Slalom-Erfolg eine Bestmarke für die meisten Weltcupsiege in einer Disziplin auf.

Als ihr Sieg feststand, war die zweimalige Olympiasiegerin den Tränen nahe. "Ich weine in letzter Zeit einfach viel", sagte Shiffrin: "Es ist ein solches Privileg, auf dieser Piste zu fahren. Ich wollte mir den Sieg heute unbedingt verdienen."

Bislang hatte sie sich den Rekord mit dem zweimaligen Olympiasieger Ingemar Stenmark (Schweden) geteilt, der 46-mal im Riesenslalom gewann. Shiffrins ärgste Rivalin Petra Vlhova (+0,15) machte mit Rang zwei vorzeitig den Sieg im Disziplin-Weltcup perfekt machte. Die Slowakin hatte zuvor fünf von sechs Rennen gewonnen.

Dürr (+0,93) fuhr wie schon zweimal im November in Levi auf Rang drei und nährte damit die Hoffnungen auf eine Medaille in Peking. "Daran denke ich gerade gar nicht. Aber es ist in Reichweite und realistischer als vor vier Jahren", sagte sie: "Skifahren macht mir gerade einfach Spaß." Nach dem ersten Durchgang hatte sie noch rund eine halbe Sekunde hinter der führenden Vlhova gelegen, im zweiten Lauf folgte Shiffrins furiose Aufholjagd.

Die erst 18-jährige Emma Aicher, die am Sonntag den zweiten Teil der DOSB-Norm für die Winterspiele (4. bis 20. Februar) erfüllt hatte, verpasste nach einem starken ersten Lauf das beste Weltcup-Resultat ihrer jungen Karriere. Zur Halbzeit auf Rang zehn liegend fädelte sie im zweiten Lauf ein und schied aus. Genau wie Dürr war Aicher bereits zuvor für die Winterspiele (4 bis 20. Februar) qualifiziert.

+++ 9. Januar +++

Dreßen gibt in Sölden Comeback auf Ski

Skirennfahrer Thomas Dreßen hat erstmals seit seiner Operation im Februar vergangenen Jahres wieder auf Alpin-Skiern gestanden. „Es ist gut, wieder da zu sein, wo ich hingehöre“, schrieb der 28-Jährige am Montag auf Instagram. Dazu postete Deutschlands erfolgreichster Abfahrer ein Bild, das ihn auf einer Piste in Sölden zeigt. „Die ersten Schwünge haben sich gut angefühlt und ich bin froh, wieder Schnee unter den Füßen zu haben“, berichtete der Kitzbühel-Sieger von 2018.

Dreßen hatte sich nach der WM in Cortina d’Ampezzo einer Operation am vorgeschädigten rechten Knie unterzogen, bei der ihm freie Knorpelstücke entfernt und der Knorpel geglättet wurde. Nachdem der Oberbayer bereits den Speed-Auftakt Ende November verpasst hatte, gab er im Dezember auch den Verzicht auf eine Olympia-Teilnahme bekannt. Damals hatte er ein Comeback Anfang März in Kvitfjell in den Raum gestellt.

+++ 9. Januar +++

Strasser löst mit Podesplatz Olympia-Ticket

Überglücklich ballte Skirennfahrer Linus Straßer seine Fäuste und reckte die Ski am legendären Chuenisbärgli nach oben. Exakt ein Jahr nach seinem fulminanten zweiten Platz in Adelboden raste der 29-Jährige vom TSV 1860 München am Sonntag an gleicher Stelle erneut aufs Podest. Dank eines starken zweiten Slalomlaufs bei schwieriger Sicht verbesserte sich der Techniker noch um elf Ränge auf Platz drei.

Durch sein bisher bestes Saisonergebnis knackte der Bayer gleichzeitig die verbandsinterne Norm für die Olympischen Winterspiele in Peking. „Es sind wahnsinnig schwierige Bedingungen und ich habe es geschafft, keine riesen Fehler zu machen“, kommentierte Straßer seinen Erfolg in der ARD. Jetzt seien erstmal zwei, drei Tage Pause angesagt. Zuletzt war Straßer deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der Sieg ging vor Tausenden Skifans völlig überraschend an den Österreicher Johannes Strolz. Der 29 Jahre alte Vorarlberger war zuvor in seiner Karriere erst einmal unter die besten Zehn gerast. Seine Tränen konnte er im Moment seines größten sportlichen Erfolges nicht mehr zurückhalten. Zweiter wurde Landsmann Manuel Feller. „Mehr als verdienter Sieger, unglaublich. Ich glaube, da braucht er ein paar Tage, bis er das realisiert“, freute sich Feller mit dem Sensationssieger Strolz.

Aus dem fünfköpfigen Aufgebot des Deutschen Skiverbandes schaffte es außer Straßer nur David Ketterer in den Finaldurchgang der besten 30. Mit Platz 23 erreichte der Sportsoldat vom SSC Schwenningen das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere. „Ich freue mich heute sehr, dass ich mal wieder im zweiten Durchgang war“, sagte der 28-Jährige. 2018 war Ketterer letztmalig unter die Top 30 gefahren.

Anton Tremmel, Julian Rauchfuss und Fabian Himmelsbach hatten den Finallauf verpasst.

Dürr starke Vierte, Aicher knackt Olympia-Norm

Skirennläuferin Lena Dürr hat beim Weltcup im slowenischen Kranjska Gora ihr Zwischentief endgültig überwunden. Im vorletzten Slalom vor den Olympischen Spielen in Peking belegte die 30-Jährige den vierten Rang. Ihre dritte Podestplatzierung in diesem Winter verfehlte Dürr beim fünften Saisonsieg von Petra Vlhova (Slowakei) vor Wendy Holdener (Schweiz) und Anna Swenn Larsson (Schweden) um 0,23 Sekunden.

Erfreulich war aus deutscher Sicht auch das Abschneiden von Emma Aicher. Die 18-Jährige erfüllte durch Rang 13, den sie zeitgleich mit zwei weiteren Läuferinnen belegte, die DOSB-Norm für die Winterspiele (4. bis 20. Februar). Zuvor hatte Aicher, die bei der WM im vergangenen Februar zur deutschen Bronzemedaille im Team-Wettbewerb beigetragen hatte, im November im finnischen Levi einen 14. Rang belegt.

Dürr hatte die Saison mit zwei dritten und einem fünften Rang begonnen, in den beiden vorangegangenen Slaloms aber mit dem Plätzen 18 und 11 die Erwartungen nicht erfüllen können. Nun profitierte sie unter anderem vom Ausscheiden von Mikaela Shiffrin im zweiten Lauf. Die Amerikanerin, am Vortag Siebte beim Riesenslalom-Sieg von Sara Hector (Schweden), bleibt aber im Gesamtweltcup vorne - knapp vor Rivalin Vlhova.

In die Freude über Dürr und Aicher mischte sich bei den Deutschen aber auch die Sorge um Paulina Schlosser. Die 20-Jährige von der Schwäbischen Alb stürzte am Samstag im ersten Durchgang ihres zweiten Weltcup-Rennens, dabei erlitt sie einen Bruch des Unterschenkels.

+++ 8. Januar 2022 +++

DSV-Athletin Schlosser bei Sturz in Kranjska Gora schwer verletzt

Die deutsche Skirennläuferin Paulina Schlosser hat sich beim Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora schwer verletzt. Die 20-Jährige vom Ski-Club Kreenheinstetten auf der Schwäbischen Alb stürzte im ersten Durchgang ihres zweiten Weltcup-Rennens, dabei erlitt sie einen Bruch des Unterschenkels.

Die Schwere der Verletzung war bereits beim Sturz zu erkennen, als es das rechte Bein verdrehte. Mehr als 20 Minuten musste Schlosser, die erst spät mit der hohen Startnummer 55 ins Rennen gegangen war, auf der Piste behandelt werden, ehe sie mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden konnte.

Den Sieg am Berg Vitranc, wo normalerweise die Männer ihre Weltcuprennen bestreiten, holte sich zum zweiten Mal in diesem Winter die Schwedin Sara Hector. Sie gewann mit üppigen 0,96 Sekunden Vorsprung vor vor Ex-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich und Parallel-Weltmeisterin Marta Bassino aus Italien (+1,32 Sekunden).

Mit ihrem erst dritten Weltcupsieg übernahm die 29 Jahre alte Hector, die bereits im ersten Lauf Bestzeit erzielt hatte, die Führung in der Riesenslalom-Wertung von Mikaela Shiffrin. Die 26 Jahre alte Amerikanerin belegte Rang sieben, behauptete aber ihre Spitzenposition im Gesamtweltcup vor Petra Vlhova aus der Slowakei.

Emma Aicher, zweite deutsche Starterin in Kranjska Gora, hatte mit einem Rückstand von 3,33 Sekunden auf Hector das Finale verpasst. Das Rennen hätte ursprünglich im slowenischen Maribor stattfinden sollen.

Odermatt feiert Heimsieg in Adelboden - Schmid scheidet aus

Skirennfahrer Marco Odermatt befindet sich rund vier Wochen vor Olympia weiter in Top-Form. Der Schweizer gewann am Samstag erstmals den Heim-Riesenslalom in Adelboden mit 0,48 Sekunden Vorsprung vor Manuel Feller aus Österreich. Dritter wurde der französische Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault (+0,54). Für Odermatt war es im fünften Riesentorlauf bereits der vierte Erfolg in diesem Winter.

Deutschlands Hoffnung Alexander Schmid, der zuletzt in Alta Badia erstmals aufs Podest gerast war, hatte wie gewohnt am legendären Chuenisbärgli zu kämpfen. Nach Platz neun im ersten Durchgang stürzte der Allgäuer im zweiten Lauf und schied aus. Bester Deutscher wurde Julian Rauchfuss auf Rang 21. Fabian Gratz hatte den Finaldurchgang verpasst.

Am Sonntag steht für die Herren in Adelboden noch ein Slalom auf dem Programm. Dann will Linus Straßer endlich die Norm für die Winterspiele in Peking erfüllen.

+++++6. Januar 2022+++++

Irreguläre Verhältnisse – Slalom-Abbruch nach Farce in Zagreb

Der Weltcup-Slalom in Zagreb ist wegen irregulärer Pistenverhältnisse im ersten Durchgang nach 19 Startern abgebrochen worden. Der Münchner Linus Straßer lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz neun (+2,16 Sekunden) und damit auf Olympiakurs. Dem 29-Jährigen fehlt noch die halbe Norm und damit eine Platzierung unter den Top15 zur Teilnahme an den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar).

In Zagreb ließen die schlechten Schneeverhältnisse kein faires Rennen zu. Der Slalom war wegen der jüngsten Wetterkapriolen in der kroatischen Hauptstadt bereits von Mittwoch auf Donnerstag verschoben worden. Am Dienstag hatten die Frauen am "Bärenberg" einen kompletten Slalom in zwei Läufen trotz widrigster Bedingungen absolviert.

Frauen-Slalom in Flachau abgesagt – Inzidenz zu hoch

Der für den 11. Januar geplante Nachtslalom der alpinen Skirennfahrerinnen wird coronabedingt von Flachau nach Schladming verlegt. Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in Flachau habe sich das Land Salzburg gegen eine Durchführung des Rennens dort ausgesprochen, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag mit. Stattdessen wird nun auf der Planai gefahren.

Die weiteren Weltcup-Events im Salzburger Land in der kommenden Woche - die Skirennen der Damen in Zauchensee (15./16. Januar) und die Parallelrennen der Snowboarder in Bad Gastein (11./12. Januar) - sollen wie geplant stattfinden.

Hilzinger positiv getestet

Skirennfahrerin Jessica Hilzinger ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 24-Jährige vom SC Oberstdorf kann deshalb nicht an den Weltcup-Rennen in Kranjska Gora am kommenden Wochenende teilnehmen, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mitteilte. In Slowenien stehen für die alpinen Damen am Samstag und Sonntag ein Riesenslalom und ein Slalom an. Beim Torlauf im kroatischen Zagreb hatte Hilzinger als 21. am Dienstag ihr bestes Saisonergebnis eingefahren.

+++ 5. Januar +++

Slalom der Männer auf Donnerstag verschoben

Wetterkapriolen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb haben am Mittwoch für eine Absage des dortigen Weltcup-Slaloms der Männer gesorgt. Auch die Möglichkeit einer späteren Austragung am Abend wurde nach eingehender Prüfung verworfen. Das Rennen soll nun am Donnerstag (13.00/16.10 Uhr) stattfinden.

Nachdem die Jury den Start zunächst um 15 Minuten verschoben hatte, teilte sie dann aufgrund der "extremen Wetterverhältnisse" die Absage mit. Bei einer abermaligen Inspektion der Piste am "Bärenberg" hatte sich herausgestellt, dass diese kein reguläres Rennen ermöglichen würde.

+++++4. Januar 2022+++++

Vlhova gelingt Hattrick in Zagreb - Dürr verpasst Top Ten

Petra Vlhova bleibt die große Slalom-Dominatorin in diesem Olympia-Winter. Die 26 Jahre alte Slowakin siegte beim traditionellen Jahresauftakt in Zagreb vor ihrer großen Konkurrentin Mikaela Shiffrin aus den USA (+ 0,50 Sekunden). Dritte wurde die Österreicherin Katharina Liensberger mit einem Rückstand von 2,11 Sekunden.

Für Vlhova war es in Zagreb der dritte Erfolg hintereinander. In fünf Slalom-Rennen in diesem Olympia-Winter stand die Gesamtweltcupsiegerin viermal ganz oben. Lediglich in Killington musste sie sich Shiffrin geschlagen geben.

Die US-Amerikanerin und zweimalige Olympiasiegerin feierte auf der ruppigen Piste in Zagreb ihr Comeback. Den Torlauf in Lienz hatte die Freundin vom norwegischen Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde nach einer Corona-Infektion noch verpasst. „Viel trainieren konnte ich nicht“, hatte Shiffrin vor dem Start berichtet.

Für das Alpin-Quintett des Deutschen Skiverbandes (DSV) lief es zum zweiten Mal in Folge enttäuschend. Lena Dürr, die vor 14 Jahren in Zagreb ihr Weltcup-Debüt gegeben hatte, wurde Elfte. Nach dem ersten Durchgang hatte die Sportlerin vom SV Germering noch auf Rang sechs gelegen. Jessica Hilzinger erreichte mit Platz 21 immerhin ihr bestes Saisonergebnis. Emma Aicher, Marlene Schmotz und Paulina Schlosser verfehlten die Punkteränge.

Die Athletinnen hatten auf dem gesamten Kurs mit umherfliegenden Blättern und Tannennadeln zu kämpfen. Die Piste glich zeitweise eher einem Laubwald als einer gut präparierten Wettkampfstätte. „Es ist sehr warm und dementsprechend auch wenig Schnee“, hatte Schmotz den Hang im Vorfeld beschrieben.

+++++3. Januar 2022+++++

Drei Schweizerinnen positiv getestet – Shiffrin gibt Comeback

Auch im alpinen Ski-Weltcup gibt es vor dem nächsten Damen-Rennen weitere Corona-Fälle. Die Schweizerinnen Camille Rast, Aline Danioth und Mélanie Meillard wurden in den vergangenen Tagen positiv getestet, wie der Schweizer Ski-Verband am Montag mitteilte. Sie fehlen beim Slalom am Dienstag in Zagreb. Weltmeisterin Lara Gut-Behrami fällt wegen eines positiven Corona-Tests weiter aus. Dagegen ist die zuletzt ebenfalls an Covid-19 erkrankte Amerikanerin Mikaela Shiffrin in Kroatien wohl wieder dabei. Die Ausnahme-Rennfahrerin wurde am Montag offenbar negativ getestet. „Wir sehen uns morgen, Zagreb“, schrieb Shiffrin auf Instagram.

Angesichts der Omikron-Variante dürfte es vier Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking weitere Fälle geben. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infektionen auch bei den Herren in die Höhe schnellen“, sagte Markus Waldner, Renndirektor des Ski-Weltverbandes Fis, zuletzt in einem Interview. Der Ski-Weltcup hänge „am seidenen Faden“, sagte der Südtiroler. „Sollten wir bis Olympia im Februar heil durchkommen und dort wirklich alle weltbesten Athleten am Start stehen, dann grenzt das an ein Wunder.“

+++ 30. Dezember 2021 +++

Super-G in Bormio fällt aus

Das letzte alpine Weltcup-Rennen des Jahres ist am Donnerstagmorgen abgesagt worden. Angesichts der hohen Temperaturen im italienischen Bormio und der daraus resultierenden gefährlichen Pistenverhältnisse auf der Stelvio entschied sich die Rennjury, den geplanten zweiten Super-G der Männer "aus Sicherheitsgründen" zu canceln.

Am Mittwochabend hatte es in Bormio zunächst stark geregnet, über Nacht war es dann gefroren. Die Stelvio hatte sich daher am frühen Donnerstagmorgen zunächst als Eisbahn präsentiert, der schließlich die hohen Temperaturen zusetzten.

Die nächsten geplanten Rennen sind im neuen Jahr die Slaloms im kroatischen Zagreb am 4. und 5. Januar (Frauen/Männer).

Hier finden Sie den DSV-Kader der Herren.

Hier finden Sie den DSV-Kader im Ski Alpin der Damen.

(RP/dpa/sid)