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Ski Alpin 20/21: Shiffrin gewinnt Weltcup-Slalom in Jasna - Deutscher Achtungserfolg

Ski Alpin 20/21 : Shiffrin gewinnt Weltcup-Slalom in Jasna - Deutscher Achtungserfolg

Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat den Weltcup-Slalom von Jasna gewonnen. Die deutschen Starterinnen konnten erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Rängen eingreifen. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat den Weltcup-Slalom von Jasna gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich am Samstag vor der slowakischen Lokalmatadorin Petra Vlhova (+0,35 Sekunden) und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,52) durch. Shiffrin feierte den 69. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und nähert sich damit weiter den Allzeit-Bestmarken von Ingemar Stenmark (86) und Lindsey Vonn (82).

Im Slalom-Weltcup bleibt es vor den finalen drei Torläufen des Winters sehr spannend: Vlhova führt mit 480 Punkten vor Shiffrin (435) und Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Österreich (410).

Die deutschen Starterinnen konnten erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Rängen eingreifen. Lena Dürr (Germering) kam auf Platz zwölf (+3,78). Einen kleinen Achtungserfolg gab es für Jessica Hilzinger (Oberstdorf), die 18. wurde (+4,40) und damit so weit vorne landete wie noch nie in einem Weltcup-Slalom. Die 23-Jährige hatte nach dem ersten Lauf sogar überraschend auf Platz 13 gelegen, fiel im Finale aber zurück. Andrea Filser verpasste als 42. den zweiten Lauf.

„Das war gut, ein richtig großer Schritt“, sagte Shiffrin nach ihrem Sieg. Es war der 45. in einem Slalom - mehr Erfolge in einer Disziplin waren nur dem Schweden Stenmark mit 46 Siegen im Riesenslalom gelungen. In Jasna profitierte Shiffrin von einem starken Finish, dem auch ihre Dauerrivalin Vlhova als Führende nach dem ersten Lauf nichts mehr entgegensetzen konnte.

Die Slowakin verringerte aber immerhin in der Weltcup-Gesamtwertung - die ihr größtes Ziel der Saison ist - den Rückstand auf die Schweizerin Lara Gut-Behrami auf nun 107 Punkte. Am Sonntag (09.30/12.30 Uhr) stehen sich die beiden Rivalinnen um die große Kristallkugel dann im Riesenslalom in Jasna direkt gegenüber.

DSV-Abfahrer bei Kriechmayr-Sieg weit zurück

Die deutschen Skirennläufer haben ihre herausragenden Leistungen bei der WM in Cortina d'Ampezzo vorerst nicht bestätigen können. Bei der vorletzten Abfahrt der Saison im österreichischen Saalbach-Hinterglemm kam Vizeweltmeister Andreas Sander beim Sieg von Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich mit 2,04 Sekunden Rückstand nur auf Rang 24. Romed Baumann, hinter Kriechmayr WM-Zweiter im Super-G, war als Zwölfter (+1,51 Sekunden) der beste Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV).

"Das hat schon gepasst, ich bin nicht unzufrieden", betonte Baumann, der im Ziel der WM-Abfahrt drei Wochen zuvor gestürzt war und sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Er habe sich erst "langsam wieder herantasten müssen nach der Brezn", ergänzte er. Sander dagegen wirkte zerknirscht. "Ich bin schon enttäuscht. Das war sicher keine gute Fahrt, keine gute Leistung", sagte er. Dominik Schwaiger belegte Rang 32, Josef Ferstl kam bei seinem Comeback auf Rang 34.

Wie bei der WM-Abfahrt, die er mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Sander gewonnen hatte, gelang Kriechmayr gleich mit Startnummer eins die beste Fahrt. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,17 Sekunden), der damit seinen Vorsprung im Abfahrtsweltcup auf den diesmal drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus (Österreich/+0,27) auf 68 Punkte ausbaute. Dominik Paris (Italien), Führender beim Abbruch der ersten Abfahrt am Freitag, wurde Vierter (+0,42).

Feuz steht damit beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (17. bis 21. März) vor seinem vierten Sieg nacheinander in der Wertung der Abfahrer - dies gelang bislang nur dem Österreicher Franz Klammer (1975 bis 1978). Starten dürfen bei den letzten Rennen der Saison unter anderem die jeweils 25 Besten in den Weltcup-Wertungen - neben Baumann (6. im Abfahrts-Weltcup) und Sander (10.) ist damit in der abschließenden Abfahrt auch Schwaiger (25.) dabei.

Marco Odermatt (Schweiz) verkürzte mit einem starken fünften Rang seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Alexis Pinturault (Frankreich) auf 165 Punkte. Einschließlich des Super-G am Sonntag (11.00 Uhr/Eurosport) stehen noch sieben Saison-Rennen aus.

+++++5. März 2021+++++

Herren-Abfahrt in Saalbach wegen schlechten Wetters abgebrochen

Die Weltcup-Abfahrt der Herren in Saalbach-Hinterglemm ist wegen schlechten Wetters nach neun Startern abgebrochen worden. Weil über der Strecke am Freitag ein immer dichterer Nebel hing und es zudem intensiv schneite, konnte das Rennen nicht unter sicheren und fairen Bedingungen beendet werden.

Der Südtiroler Dominik Paris lag beim Abbruch vor Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich in Führung. Die deutschen Athleten um den WM-Zweiten Andreas Sander waren zu dem Zeitpunkt noch nicht gestartet. Am Samstag steht eine weitere Abfahrt an - dann sollen im Salzburger Land bessere Wetterbedingungen vorherrschen.

+++++1. März 2021+++++

Schwere Verletzungen bei gestürzten Schneeberger und Vickhoff Lie

Die norwegische Skirennläuferin Kajsa Vickhoff Lie hat sich bei ihrem dramatischen Sturz beim Super-G im italienischen Val di Fassa am Sonntag das Bein gebrochen. Das teilte der Norwegische Skiverband am Montag der Nachrichtenagentur NTB mit. Die Befürchtungen, auch ihr Knie sei schwer verletzt worden, hätten sich aber nicht bestätigt, sagte der Arzt der Nationalmannschaft, Marc Jacob Strauss. Es sei zwar eine kleine Fraktur festgestellt worden, aber die Bänder seien unverletzt. „Jetzt erwarten sie zu Hause in Norwegen Rehabilitation und Training.“

Strauss schätzt, dass Lie in sechs Monaten wieder trainieren kann. Es werde aber noch drei weitere Monate dauern, bis sie wieder an Rennen teilnehmen könne. Die aktuelle Saison ist für sie beendet.

Die 22-Jährige war nach einem Sturz am Sonntag kopfüber im Fangzaun gelandet. Da sich ihre Skier nicht lösten, verdrehte sie sich dabei die Beine. Kurz danach war auch die Österreicherin Rosina Schneeberger in die Streckenbegrenzung gekracht. Die 27-Jährige zog sich einen Unterschenkelbruch zu, wie ihr Verband mitteilte.

+++++28. Februar 2021+++++

Zwei schwere Stürze überschatten Super-G

Skirennläuferin Kira Weidle hat ihrem starken dritten Abfahrtsrang in Val di Fassa beim Super-G keine weitere Topplatzierung hinzufügen können. In ihrer deutlich schwächeren Disziplin musste sich die 25-Jährige aus Starnberg beim 16. Weltcup-Sieg von Federica Brignone mit Platz 24 zufrieden geben. Zur Italienerin fehlten der WM-Zweiten in der Abfahrt stolze 2,35 Sekunden.

Immerhin festigte die Starnbergerin einen Platz unter den Top 25 der Disziplinwertung. Damit darf Weidle beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz neben der Abfahrt auch im Super-G starten. In der Königsdisziplin war sie nach WM-Silber vor zwei Wochen auch in Val di Fassa aufs "Stockerl" gerast.

Das Rennen wurde von zwei schweren Unfällen überschattet. Die WM-Fünfte Kajsa Vickhoff Lie (Norwegen) und Rosina Schneeberger aus Österreich stürzten heftig. Die frühere Junioren-Weltmeisterin Vickhoff Lie (22) blieb schreiend im Netz liegen und zog sich wohl einen Schien- und Wadenbeinbruch zu.

Schneeberger (27) fädelte mit dem rechten Ski in einem Tor ein und verletzte sich vermutlich schwer am Knie. Beide wurden mit dem Helikopter abtransportiert. Auch ein Pistenarbeiter kam zu Fall. Das Rennen war wegen der drei Vorfälle und insgesamt etwa eine Stunde unterbrochen.

Brignone erwischte bei guten Bedingungen in den Dolomiten einen Traumlauf und war stolze 0,59 Sekunden schneller als Weltmeisterin Lara Gut-Behrami. Die Schweizerin, die am Samstag die Abfahrt gewonnen hatte, sicherte sich damit vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Disziplinwertung. Dritte wurde Abfahrtsweltmeisterin Corinne Suter (Schweiz/+0,72).

+++++28. Februar 2021+++++

Deutsche Ski-Asse enttäuschen in Bansko - Weltmeister Faivre siegt

Für die deutschen Skirennfahrer ist das Weltcup-Wochenende im bulgarischen Bansko mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Top-Ten-Kandidat Alexander Schmid schied im zweiten Lauf des Riesenslaloms am Sonntag aus. Nach dem ersten Durchgang war der Allgäuer noch Siebter gewesen. Sein Teamkollege Stefan Luitz landete mit 3,19 Sekunden Rückstand auf Rang 19. Der dritte deutsche Starter, Bastian Meisen, war bereits im ersten Lauf ausgeschieden. Der Sieg ging an den französischen Weltmeister Mathieu Faivre. Zweiter wurde der Schweizer Marco Odermatt (+0,75) vor dem französischen Gesamtweltcup-Führenden Alexis Pinturault (+0,81).

+++++27. Februar 2021+++++

Vize-Weltmeisterin Weidle in Val di Fassa auf dem Podest

Skirennläuferin Kira Weidle ist zwei Wochen nach ihrem sensationellen Abfahrtssilber bei der WM in Cortina d'Ampezzo zum dritten Mal in ihrer Karriere im Weltcup auf das Podest gefahren. Die 25-Jährige vom Ski-Club Starnberg kam bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa auf Rang drei. Am Vortag hatte Weidle das Podium in der alpinen Königsdisziplin als Vierte knapp verpasst.

Geschlagen wurde sie am Samstag nur von den Schweizerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter (+0,32 Sekunden), die auch den WM-Titel gewonnen hatte. Weidle lag 0,68 Sekunden hinter Gut-Behrami, die Doppel-Weltmeisterin (Riesenslalom und Super-G) hatte bereits am Freitag triumphiert.

Für Gut-Behrami war es der 32. Weltcupsieg, sie baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Wie im vergangenen Jahr in Crans-Montana/Schweiz gelangen ihr zwei Abfahrtssiege an zwei Tagen.

Weidle war zuvor 2019 in Garmisch-Partenkirchen und 2018 in Lake Louise jeweils Dritte geworden. Am Freitag hatte sie das Podest nur um 0,07 Sekunden verfehlt und angekündigt: "Da ist auf jeden Fall noch was drin für morgen."

Riesenslalom in Bansko: Schmid bei Zubcic-Sieg auf Platz elf

Skirennläufer Alexander Schmid (Fischen) hat beim ersten Weltcup nach der WM eine Platzierung unter den Top 10 knapp verpasst. Der 26 Jahre alte Allgäuer, der im Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo auf Medaillenkurs liegend ausgeschieden war, fiel in seiner Spezialdisziplin in Bansko/Bulgarien nach dem ersten Durchgang von Platz sieben auf Rang elf zurück. Schmid hatte 2,15 Sekunden Rückstand auf den Sieger Filip Zubcic.

Der Kroate gewann vor Weltmeister Mathieu Faivre (+0,40 Sekunden), der nach dem ersten Lauf noch geführt hatte. Platz drei ging an Stefan Brennsteiner aus Österreich (+0,93). Als zweitbester Deutscher landete Stefan Luitz (Bolsterlang/+2,55) auf Platz 14. Luitz und Schmid hatten bei der WM im Team Bronze gewonnen. Bastian Meisen (Garmisch) kam nicht ins Ziel.

Skicrosser Wilmsmann rast zum ersten Weltcup-Sieg

Der deutsche Skicrosser Florian Wilmsmann hat den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere eingefahren. Der 25-Jährige vom TSV Hartpenning gewann am Samstag im georgischen Bakuriani. In einem spannenden Finale profitierte er zunächst von einem Sturz des Kanadiers Brady Leman und zog kurz vor dem Ziel dann auch noch am letztlich zweitplatzierten Schweden David Mobärg vorbei.

„Ich bin so glücklich. Es war ein verrücktes Rennen. Es hat Spaß gemacht“, sagte Wilmsmann, der kurz vor Weihnachten bereits Dritter im französischen Val Thorens geworden war.

Cornel Renn (Hindelang) und Tim Hronek (Unterwössen) schieden in Bakuriani im Viertelfinale aus, für Tobias Müller (Fischen) und Daniel Bohnacker (Gerhausen) war im Achtelfinale Endstation.

Bei den Damen, bei denen erst gar keine Deutsche an den Start gegangen war, siegte die Schweizerin Fanny Smith und entschied dadurch auch vorzeitig den Gesamtweltcup für sich.

+++++25. Februar 2021+++++

WM-Zweite Weidle knapp am Weltcup-Podium vorbei

Knapp zwei Wochen nach ihrem Silber-Coup bei der Weltmeisterschaft ist Skirennfahrerin Kira Weidle im Weltcup knapp am Podest vorbeigefahren. Die Starnbergerin kam am Freitag in der Abfahrt von Val di Fassa auf den vierten Platz. Auf Rang drei und Weltmeisterin Corinne Suter aus der Schweiz fehlten nur 0,07 Sekunden - auch Siegerin Lara Gut-Behrami war nur 0,33 Sekunden schneller.

Dennoch bedeutete Rang vier die beste Platzierung für Weidle in diesem Weltcup-Winter. Zuvor war sie zweimal Abfahrts-Fünfte geworden. Bei der WM in Cortina d'Ampezzo hatte die 25-Jährige sensationell Silber und den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert.

Gut-Behrami war nach ihren zwei WM-Goldmedaillen abermals nicht zu schlagen und übernahm die Führung im Gesamtweltcup. Vor der zweiten Abfahrt in Val di Fassa am Samstag und dem Super-G am Sonntag (jeweils 11.00 Uhr) löste die Schweizerin die bislang führende Petra Vlhova aus der Slowakei ab.

+++++25. Februar 2021+++++

Abfahrer Dreßen am Knie operiert

Skirennfahrer Thomas Dreßen ist am Knie operiert worden und muss deshalb vorerst sein Training unterbrechen. Der 27-Jährige litt unter einer Schädigung des Knorpels im rechten Knie, wie bei dem Eingriff in München am Donnerstag diagnostiziert wurde. Der deutsche Teamarzt Manuel Köhne sagte nach der einstündigen Arthroskopie laut Verbandsangaben: „Wir konnten freie Knorpelstücke (Knorpelflakes) entfernen und den Knorpel glätten. Thomas wird das Knie nun einige Wochen entlasten müssen, ehe er dann wieder mit der Rehabilitation und den schrittweisen Einstieg ins Training beginnen kann.“ Dreßen hatte seine Saison schon beendet.

Der fünfmalige Weltcupsieger hatte in Cortina d'Ampezzo bereits über Probleme im Knie geklagt. „Aufgrund der zuletzt aufgetretenen Schmerzen hatte ich mit einem Eingriff gerechnet“, erzählte er nun. „Eine OP passt zwar nie. Aber besser jetzt als im Sommer, wenn ich in die Vorbereitung auf die Olympia-
Saison einsteige.“ Nachdem er diesen Winter wegen den Folgen einer Hüft-OP weitgehend verpasst hat, will Dreßen in der nächsten Saison mit dem Höhepunkt bei den Winterspielen wieder angreifen.

Der Deutsche Skiverband (DSV) gab sein Aufgebot für die Rennen am Wochenende bekannt. Bei den zwei Abfahrten und dem Super-G der Damen von Freitag bis Sonntag in Val di Fassa in Italien treten Abfahrts-Vizeweltmeisterin Kira Weidle (Starnberg), Carina Stuffer (Samerberg) und Kathrin Hirtl-Stanggassinger (Königssee) an. Die zwei Männer-Riesenslaloms in Bansko in Bulgarien fahren Alexander Schmid (Fischen), Stefan Luitz (Bolsterlang) und Bastian Meisen (Garmisch).

+++++20. Februar 2021+++++

Straßer patzt, Foss-Solevaag holt Slalom-Gold

Linus Straßer hat im letzten Rennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo/Italien die erhoffte Medaille klar verpasst. Nach einem missratenen ersten Lauf und dem Absturz auf Rang 23 konnte sich der Münchner nur noch auf Rang 15 retten.