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Ski Alpin 20/21: Linus Straßer verpasst Spitzenrang beim Saisonfinale

Ski Alpin 20/21 : Slalom-Fahrer Straßer verpasst Spitzenrang bei alpinem Saisonfinale

Linus Straßer hat zum Abschluss der alpinen Weltcup-Saison einen Spitzenplatz verpasst. Ganz vorne landete ein Österreicher. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Linus Straßer hat zum Abschluss der alpinen Weltcup-Saison einen Spitzenplatz verpasst. Beim Slalom in Lenzerheide wurde der Münchner Skirennfahrer am Sonntag nur Neunter, weil er seinen fünften Platz nach dem ersten Lauf nicht halten konnte. Der Sieg in der Schweiz ging an den Österreicher Manuel Feller vor den Franzosen Clement Noel (+0,08 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,11). Straßer hatte 1,24 Sekunden Rückstand auf Feller.

Der nach dem ersten Lauf noch führende Österreicher Marco Schwarz wurde Sechster, hatte sich die Kristallkugel als Jahresbester der Disziplinwertung aber schon zuvor gesichert. Pinturault machte am Samstag im Riesenslalom den Triumph im Gesamtweltcup perfekt.

+++++21. März 2021+++++

Shiffrin verpasst erneut 70. Sieg

Skirennläuferin Mikaela Shiffrin hat auch im letzten Rennen der alpinen Saison ihren 70. Weltcup-Sieg verpasst. Die 26 Jahre alte Amerikanerin wurde im abschließenden Riesenslalom im zweiten Lauf noch von der Neuseeländerin Alice Robinson abgefangen und belegte wie am Vortag im Slalom Rang zwei (+0,28 Sekunden). Dritte wurde Meta Hrovat (Slowenien/+0,48). Eine deutsche Läuferin war nicht am Start.

Den Riesenslalom-Weltcup hatte bereits vorzeitig Marta Bassino (Italien) gewonnen. Die als Gesamtweltcupsiegerin feststehende Petra Vlhova (Slowakei) belegte Rang acht.

+++++20. März 2021+++++

Pinturault räumt ab – auch Vlhova gewinnt Gesamtweltcup

Als es endlich vollbracht war, wurde Alexis Pinturault von seinen Gefühlen übermannt. Er riss die Fäuste in die Höhe, ließ erleichtert seine Stöcke fallen und ging für einen Moment in Gedanken versunken in die Knie. Dann lief auch schon der junge Schweizer Marco Odermatt auf ihn zu und fiel dem glücklichen Franzosen, dem er im Kampf um die große und die kleine Kristallkugel so lange ein hartnäckiger Konkurrent gewesen war, im Zielraum von Lenzerheide um den Hals.

"Es ist wirklich unglaublich, das ist das beste Geschenk, was ich mir machen konnte", sagte Pinturault, der sich an seinem 30. Geburtstag und damit vor dem letzten Rennen der Saison am Sonntag erstmals den Gesamtweltcup sicherte: Uneinholbare 107 Punkte liegt er vor Odermatt, dem er mit dem Sieg im letzten Riesenslalom des Winters noch die kleine Kristallkugel in der Disziplin-Wertung entriss. Der Schweizer wurde nur Elfter und büßte damit seine 25 Punkte Vorsprung vor dem Rennen ein.

Petra Vlhova sicherte sich wenig später als erste Slowakin ebenfalls den Gesamtweltcup. Nach ihrem sechsten Rang beim letzten Slalom der Saison liegt sie vor dem Riesenslalom am Sonntag uneinholbare 136 Punkte vor der Schweizerin Lara Gut-Behrami. Vlhova war dennoch nicht bester Laune: Sie verlor ihren Titel im Slalom an Weltmeisterin Katharina Liensberger (Österreich), die sich mit ihrem Sieg vor Mikaela Shiffrin (USA) auch die kleine Kristallkugel sicherte.

Pinturault dagegen war einfach nur glücklich. "Es war ein großes Ziel in meiner Karriere. Ich hatte Marcel Hirscher, der stärker als ich war. Ich war sehr oft Zweiter, aber ich habe nie aufgegeben. Und es ist heute gekommen - es war ein sehr großer Moment", sagte er und bekannte: "Ich hatte in der letzten Woche viel Druck. Das war heute vielleicht eine meiner größten Leistungen." Tatsächlich hatte Pinturault in den vergangenen Rennen geschwächelt und dem furiosen Odermatt dadurch in beiden Wertungen noch eine Chance gelassen.

Als Gewinner der großen Kristallkugel folgt Pinturault auf Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) und gewann die begehrte Trophäe als dritter Franzose nach Jean-Claude Killy (1967 und 1968) und Luc Alphand (1997). Odermatt hätte die Entscheidung noch einmal spannend machen können: Er war mit nur 31 Punkten Rückstand zum Weltcup-Finale gekommen, dann aber wurden die Abfahrt und der Super-G wegen des schlechten Wetters zu seinem Nachteil abgesagt.

Die beiden deutschen Starter Stefan Luitz (Bolsterlang) und Alexander Schmid (Fischen) beendeten ihre Saison mit den Plätzen zehn und 14 im Rennen und den Rängen 16 (Schmid) und 19 (Luitz) im Riesenslalom-Weltcup. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist noch einiges mehr drin", sagte Luitz, der künftig wieder "um das Podest mitfahren" will. Schmid, wie Luitz WM-Dritter mit der Mannschaft, hat sich vorgenommen, "konstanter zu werden".

Lena Dürr (Germering) belegte im letzten Slalom Rang 14, beeindruckte allerdings durch ihre Abschlussplatzierung: Sie beendete die Saison als Sechste in der Disziplin-Wertung.

+++++19. März 2021+++++

„Sind alle zufrieden“ - DSV-Quartett verpasst Team-Sieg nur knapp

Deutschlands Skirennfahrer haben auch zum Abschluss dieses Winters ihre Klasse im Teamevent gezeigt. Nach dem Bronze-Erfolg bei den Weltmeisterschaften rasten die vier DSV-Sportler auch im Mannschafts-Parallelrennen des Weltcup-Finales als Zweite auf das Podest. In Lenzerheide in der Schweiz mussten sich Lena Dürr, Andrea Filser, Linus Straßer und Alexander Schmid am Freitag erst im Finale Weltmeister Norwegen geschlagen geben.

„Das war eine richtig gute Leistung von allen heute“, sagte Straßer in der ARD. Im Finale hatte es nach Siegen 2:2 gestanden, deshalb entschied die Zeit und nur 0,22 Sekunden gegen die Deutschen. „Norwegen ist nicht umsonst Weltmeister geworden. Am Schluss ist oft ein bisschen Glück dabei. Aber sind alle zufrieden“ sagte Straßer.

Nachdem am Mittwoch und Donnerstag die Abfahrten und Super-G der Damen und Herren wegen heftigem Neuschnee und Nebel abgesagt werden mussten, fand der Teamevent in der Schweiz bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Winterkulisse statt.

Die Deutschen setzten sich im Viertelfinale gegen Italien und im Halbfinale gegen die später drittplatzierten Österreicher durch. „Das hat mega Spaß gemacht zum Skifahren“, erzählte Schmid. Die Auswahl des DSV raste wie schon bei den vergangenen vier Weltcup-Finales auf einen Podestplatz. Den bislang einzigen Sieg hatte es 2013 ebenfalls in Lenzerheide gegeben.

Die Saison geht am Wochenende mit den vier letzten Einzelevents zu Ende. Am Samstag gehen Schmid und Stefan Luitz im Riesenslalom der Männer an den Start - beim Frauen-Slalom ist zugleich Lena Dürr im Einsatz. Im Männer-Slalom am Sonntag ist Straßer dran; für den Riesenslalom der Frauen qualifizierte sich keine Deutsche.

Im Fokus steht der Kampf um den Gesamtweltcup, wo Alexis Pinturault (Frankreich) und Petra Vlhova (Slowakei) als Führende die besten Chancen auf die Kristallkugeln haben.

+++++19. März 2021++++++

Schweizer Skirennfahrerin Holdener positiv auf Corona getestet

Das alpine Weltcup-Finale hat erneut einen prominenten Coronafall. Wie der Skiverband der Schweiz am Freitagmorgen bestätigte, wurden Slalom-Olympiasiegerin Wendy Holdener und Trainer Klaus Mayrhofer beim Abschluss der Saison in Lenzerheide positiv getestet. Dies hätten zusätzliche PCR-Tests am Donnerstag ergeben, nachdem beide bei den Schnelltests des Organisationskomitees auffällig geworden waren.

"Beiden geht es gut", teilte Swiss Ski mit. Holdener und Mayrhofer hätten sich bereits am Donnerstag umgehend in Isolation begeben. Weitere Mitglieder des Schweizer Teams seien nicht positiv getestet worden. Holdener hätte im Slalom (Samstag) und Riesenslalom (Sonntag) an den Start gehen sollen.

Am Mittwoch war bereits einer der Hauptverantwortlichen des Internationalen Skiverbandes (FIS) positiv auf das Coronavirus getestet worden: Emmanuel Couder, stellvertretender Renndirektor und Koordinator des Weltcups der Männer, begab sich umgehend in Isolation. Wie die FIS mitteilte, wurden danach alle Personen, die mit Couder in Kontakt gekommen waren, getestet. Sie sollten auch täglich untersucht werden.

Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier hatte vor dem Finale mitgeteilt, dass die deutsche Weltcup-Mannschaft in der zu Ende gehenden Saison "keinen positiven Fall" zu beklagen hatte. Neben einer ausgefeilten eigenen Testlogistik "war dafür sicherlich auch die große Disziplin aller Beteiligten ausschlaggebend. Soziale Kontakte wurden so weit wie möglich heruntergefahren, die Aktiven haben sich überwiegend in einer Bubble bewegt".

+++++14. März 2021+++++

Straßer verpasst im Schneegestöber von Kranjska Gora die Top-Ten-Plätze

Am Ende fehlte Skirennfahrer Linus Straßer im Schneegestöber von Kranjska Gora womöglich ein bisschen der Durchblick. Der Münchner belegte beim vorletzten Weltcup-Slalom der Saison in Slowenien am Sonntag Rang 14. 2,33 Sekunden lag er im Ziel hinter dem Franzosen Clement Noel, der vor seinem Landsmann Victor Muffat-Jeandet (+0,62) siegte. Dritter wurde der Schweizer Ramon Zenhäusern (+0,71). Der Österreicher Marco Schwarz (+1,69) sicherte sich mit Platz sieben den Gesamtsieg in der Slalom-Wertung.

„Ich habe oben gemerkt, dass ich das Ganze ganz gut treffe, und unten leider ein bisschen aufgehört Ski zu fahren“, sagte Straßer dem ZDF, nachdem ihn ein Fehler kurz vor dem Ziel den möglichen Top-Ten-Platz gekostet hatte. Er sei „passagenweise sehr gut gefahren“, fand der 28-Jährige. Die Verhältnisse seien eben „sehr schwierig gewesen“.

Starker Schneefall erschwerte die Sicht der Fahrer und zog die Strecke gehörig in Mitleidenschaft. Straßers Teamkollege Sebastian Holzmann (+2,92), der sich im zweiten Lauf noch von Platz 30 auf 19 vorgekämpft hatte, sprach von einem „richtigen Kampf“ auf einer „brutalen Schweinspiste“. Anton Tremmel, Julian Rauchfuß und Fabian Himmelsbach waren im ersten Durchgang ausgeschieden.

Straßer, der Anfang Januar mit seinem Slalom-Sieg in Zagreb und als Zweiter in Adelboden überzeugt, bei der WM in Cortina d'Ampezzo im Februar als 15. des Torlaufs dann aber enttäuscht hatte, nimmt trotz seines mäßigen Resultats in Slowenien ein „positives Gefühl“ mit ins Saisonfinale kommende Woche. „Ich freue mich auf Lenzerheide“, sagte er mit Blick auf den Abschluss des Weltcup-Winters in der Schweiz.

+++++13. März 2021+++++

Lena Dürr fährt in Are knapp am Podest vorbei - Liensberger siegt

Skirennfahrerin Lena Dürr hat nur um Haaresbreite ihr erstes Slalom-Podest im alpinen Weltcup verpasst. Die Sportlerin vom SV Germering fiel in Are am Samstag im zweiten Durchgang noch vom dritten auf den vierten Rang zurück, feierte damit aber dennoch ihr bislang bestes Karriere-Ergebnis in dieser Disziplin. 0,13 Sekunden lag sie am Ende hinter der drittplatzierten Schweizerin Wendy Holdener (+1,65). Der Sieg ging an die im zweiten Lauf furios fahrende Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Österreich vor der Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,72). Im ersten der beiden Slaloms in Schweden am Freitag war Dürr auf Platz fünf gefahren.

Die Gesamtweltcup-Führende Petra Vlhova (+2,71) aus der Slowakei kämpfte sich im zweiten Lauf am Samstag noch vom 27. auf den achten Rang vor. Dürrs Teamkollegin Andrea Filser (+3,51) belegte Platz 21. Die dritte Deutsche, Jessica Hilzinger, hatte das Finale verpasst.

Luitz in Slowenien in den Top Ten - Odermatt siegt

Skirennfahrer Stefan Luitz ist beim Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora in die Top Ten gefahren. Der Sportler vom SC Bolsterlang arbeitete sich im zweiten Durchgang am Samstag noch von Rang 15 auf zehn vor. 1,53 Sekunden lag er im Ziel hinter dem Schweizer Marco Odermatt, der durch seinen Sieg auch die Führung in der Riesenslalom-Wertung übernahm.

Zweiter wurde Odermatts Landsmann Loic Meillard (+1,06) vor dem Österreicher Stefan Brennsteiner (+1,09) und dem im Gesamtweltcup nur noch knapp vor Odermatt führenden Franzosen Alexis Pinturault (+1,11). Der Allgäuer Alexander Schmid (+1,68) fiel im zweiten Lauf noch vom siebten auf den elften Platz zurück. Der dritte deutsche Starter, Julian Rauchfuß, hatte das Finale verpasst.

+++++12. März 2021+++++

Vlhova siegt in Are – Dürr starke Fünfte

Ski-Rennfahrerin Lena Dürr hat beim Weltcup im schwedischen Are überzeugt. Beim Sieg von Petra Vlhova egalisierte die 29-Jährige als starke Fünfte das beste Slalom-Resultat ihrer Karriere. Bei der Zieldurchfahrt riss Dürr (Germering) jubelnd die Arme nach oben. Zum Podium fehlten ihr allerdings 1,03 Sekunden.

2015 war Dürr in Maribor ebenfalls auf Rang fünf gelandet. Beste Platzierung des Winters war bislang der achte Platz in Zagreb im Januar gewesen. Nach dem ersten Lauf von Are lag Dürr noch auf Rang sechs. Vize-Weltmeisterin Vlhova holte sich ihren sechsten Saisonsieg vor Weltmeisterin Katharina Liensberger (Österreich/+0,20) und Mikaela Shiffrin (USA/+0,64), die den 70. Weltcup-Sieg verpasste.

Vlhova übernahm damit auch mit 64 Punkten Vorsprung die Führung im Gesamt-Weltcup vor Speed-Spezialistin Lara Gut-Behrami (Schweiz), zudem baute sie ihren Vorsprung im Kampf um die kleine Kristallkugel aus. In der Slalom-Wertung liegt sie bei zwei ausstehenden Rennen 85 Punkte vor Shiffrin und 90 vor Liensberger. "Jetzt ist jeder Sieg und jedes Podest für mich wichtig. Ich muss alles perfekt machen", sagte Vlhova.

Bereits am Samstag (10.30 und 13.45 Uhr/ZDF und Eurosport) in Are könnte Vlhova bei einem weiteren Slalom für eine Vorentscheidung sorgen. Die Saison wird kommende Woche mit dem Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz abgeschlossen. Noch fünf Rennen sind insgesamt geplant.

Andrea Filser (Wildsteig/+4,24) musste sich beim Slalom von Are nach einem verkorksten zweiten Lauf mit Rang 25 zufrieden geben. Jessica Hilzinger (Oberstdorf) schied im zweiten Durchgang aus.

+++++7. März 2021+++++

Vlhova gewinnt Riesenslalom in Jasna - Kugel an Bassino

Einen Tag nach Platz zwei im Slalom hinter Dauerrivalin Mikaela Shiffrin war die slowakische Skirennfahrerin am Sonntag nicht zu schlagen und siegte vor Alice Robinson aus Neuseeland (+0,16 Sekunden) und Shiffrin (+0,37). In der Gesamtwertung profitierte Vlhova von einem verpatzten Rennen der Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (9.) und kam bis auf 36 Punkte an die führende Schweizerin ran.

Mit einem vierten Platz sicherte sich indes Marta Bassino frühzeitig den Gewinn der Disziplinwertung. Die Italienerin ist beim letzten Riesenslalom in Lenzerheide nicht mehr vom Top-Platz zu verdrängen.

Aus dem deutschen Ski-Team verpasste Jessica Hilzinger als 34. des ersten Laufes das Finale, Andrea Filser schied aus. Im siebten Riesenslalom dieser ersten Saison nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg gingen die DSV-Damen damit zum fünften Mal leer aus.

Odermatt gewinnt Super-G in Saalbach - Sander zurück in Top Ten