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Ski Alpin 20/21: Linus Straßer verpasst Spitzenrang beim Saisonfinale

Ski Alpin 20/21 : Slalom-Fahrer Straßer verpasst Spitzenrang bei alpinem Saisonfinale

Linus Straßer hat zum Abschluss der alpinen Weltcup-Saison einen Spitzenplatz verpasst. Ganz vorne landete ein Österreicher. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Linus Straßer hat zum Abschluss der alpinen Weltcup-Saison einen Spitzenplatz verpasst. Beim Slalom in Lenzerheide wurde der Münchner Skirennfahrer am Sonntag nur Neunter, weil er seinen fünften Platz nach dem ersten Lauf nicht halten konnte. Der Sieg in der Schweiz ging an den Österreicher Manuel Feller vor den Franzosen Clement Noel (+0,08 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,11). Straßer hatte 1,24 Sekunden Rückstand auf Feller.

Der nach dem ersten Lauf noch führende Österreicher Marco Schwarz wurde Sechster, hatte sich die Kristallkugel als Jahresbester der Disziplinwertung aber schon zuvor gesichert. Pinturault machte am Samstag im Riesenslalom den Triumph im Gesamtweltcup perfekt.

+++++21. März 2021+++++

Shiffrin verpasst erneut 70. Sieg

Skirennläuferin Mikaela Shiffrin hat auch im letzten Rennen der alpinen Saison ihren 70. Weltcup-Sieg verpasst. Die 26 Jahre alte Amerikanerin wurde im abschließenden Riesenslalom im zweiten Lauf noch von der Neuseeländerin Alice Robinson abgefangen und belegte wie am Vortag im Slalom Rang zwei (+0,28 Sekunden). Dritte wurde Meta Hrovat (Slowenien/+0,48). Eine deutsche Läuferin war nicht am Start.

Den Riesenslalom-Weltcup hatte bereits vorzeitig Marta Bassino (Italien) gewonnen. Die als Gesamtweltcupsiegerin feststehende Petra Vlhova (Slowakei) belegte Rang acht.

+++++20. März 2021+++++

Pinturault räumt ab – auch Vlhova gewinnt Gesamtweltcup

Als es endlich vollbracht war, wurde Alexis Pinturault von seinen Gefühlen übermannt. Er riss die Fäuste in die Höhe, ließ erleichtert seine Stöcke fallen und ging für einen Moment in Gedanken versunken in die Knie. Dann lief auch schon der junge Schweizer Marco Odermatt auf ihn zu und fiel dem glücklichen Franzosen, dem er im Kampf um die große und die kleine Kristallkugel so lange ein hartnäckiger Konkurrent gewesen war, im Zielraum von Lenzerheide um den Hals.

"Es ist wirklich unglaublich, das ist das beste Geschenk, was ich mir machen konnte", sagte Pinturault, der sich an seinem 30. Geburtstag und damit vor dem letzten Rennen der Saison am Sonntag erstmals den Gesamtweltcup sicherte: Uneinholbare 107 Punkte liegt er vor Odermatt, dem er mit dem Sieg im letzten Riesenslalom des Winters noch die kleine Kristallkugel in der Disziplin-Wertung entriss. Der Schweizer wurde nur Elfter und büßte damit seine 25 Punkte Vorsprung vor dem Rennen ein.

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Petra Vlhova sicherte sich wenig später als erste Slowakin ebenfalls den Gesamtweltcup. Nach ihrem sechsten Rang beim letzten Slalom der Saison liegt sie vor dem Riesenslalom am Sonntag uneinholbare 136 Punkte vor der Schweizerin Lara Gut-Behrami. Vlhova war dennoch nicht bester Laune: Sie verlor ihren Titel im Slalom an Weltmeisterin Katharina Liensberger (Österreich), die sich mit ihrem Sieg vor Mikaela Shiffrin (USA) auch die kleine Kristallkugel sicherte.

Pinturault dagegen war einfach nur glücklich. "Es war ein großes Ziel in meiner Karriere. Ich hatte Marcel Hirscher, der stärker als ich war. Ich war sehr oft Zweiter, aber ich habe nie aufgegeben. Und es ist heute gekommen - es war ein sehr großer Moment", sagte er und bekannte: "Ich hatte in der letzten Woche viel Druck. Das war heute vielleicht eine meiner größten Leistungen." Tatsächlich hatte Pinturault in den vergangenen Rennen geschwächelt und dem furiosen Odermatt dadurch in beiden Wertungen noch eine Chance gelassen.

Als Gewinner der großen Kristallkugel folgt Pinturault auf Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) und gewann die begehrte Trophäe als dritter Franzose nach Jean-Claude Killy (1967 und 1968) und Luc Alphand (1997). Odermatt hätte die Entscheidung noch einmal spannend machen können: Er war mit nur 31 Punkten Rückstand zum Weltcup-Finale gekommen, dann aber wurden die Abfahrt und der Super-G wegen des schlechten Wetters zu seinem Nachteil abgesagt.

Die beiden deutschen Starter Stefan Luitz (Bolsterlang) und Alexander Schmid (Fischen) beendeten ihre Saison mit den Plätzen zehn und 14 im Rennen und den Rängen 16 (Schmid) und 19 (Luitz) im Riesenslalom-Weltcup. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist noch einiges mehr drin", sagte Luitz, der künftig wieder "um das Podest mitfahren" will. Schmid, wie Luitz WM-Dritter mit der Mannschaft, hat sich vorgenommen, "konstanter zu werden".

Lena Dürr (Germering) belegte im letzten Slalom Rang 14, beeindruckte allerdings durch ihre Abschlussplatzierung: Sie beendete die Saison als Sechste in der Disziplin-Wertung.

+++++19. März 2021+++++

„Sind alle zufrieden“ - DSV-Quartett verpasst Team-Sieg nur knapp

Deutschlands Skirennfahrer haben auch zum Abschluss dieses Winters ihre Klasse im Teamevent gezeigt. Nach dem Bronze-Erfolg bei den Weltmeisterschaften rasten die vier DSV-Sportler auch im Mannschafts-Parallelrennen des Weltcup-Finales als Zweite auf das Podest. In Lenzerheide in der Schweiz mussten sich Lena Dürr, Andrea Filser, Linus Straßer und Alexander Schmid am Freitag erst im Finale Weltmeister Norwegen geschlagen geben.

„Das war eine richtig gute Leistung von allen heute“, sagte Straßer in der ARD. Im Finale hatte es nach Siegen 2:2 gestanden, deshalb entschied die Zeit und nur 0,22 Sekunden gegen die Deutschen. „Norwegen ist nicht umsonst Weltmeister geworden. Am Schluss ist oft ein bisschen Glück dabei. Aber sind alle zufrieden“ sagte Straßer.

Nachdem am Mittwoch und Donnerstag die Abfahrten und Super-G der Damen und Herren wegen heftigem Neuschnee und Nebel abgesagt werden mussten, fand der Teamevent in der Schweiz bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Winterkulisse statt.

Die Deutschen setzten sich im Viertelfinale gegen Italien und im Halbfinale gegen die später drittplatzierten Österreicher durch. „Das hat mega Spaß gemacht zum Skifahren“, erzählte Schmid. Die Auswahl des DSV raste wie schon bei den vergangenen vier Weltcup-Finales auf einen Podestplatz. Den bislang einzigen Sieg hatte es 2013 ebenfalls in Lenzerheide gegeben.

Die Saison geht am Wochenende mit den vier letzten Einzelevents zu Ende. Am Samstag gehen Schmid und Stefan Luitz im Riesenslalom der Männer an den Start - beim Frauen-Slalom ist zugleich Lena Dürr im Einsatz. Im Männer-Slalom am Sonntag ist Straßer dran; für den Riesenslalom der Frauen qualifizierte sich keine Deutsche.

Im Fokus steht der Kampf um den Gesamtweltcup, wo Alexis Pinturault (Frankreich) und Petra Vlhova (Slowakei) als Führende die besten Chancen auf die Kristallkugeln haben.

+++++19. März 2021++++++

Schweizer Skirennfahrerin Holdener positiv auf Corona getestet

Das alpine Weltcup-Finale hat erneut einen prominenten Coronafall. Wie der Skiverband der Schweiz am Freitagmorgen bestätigte, wurden Slalom-Olympiasiegerin Wendy Holdener und Trainer Klaus Mayrhofer beim Abschluss der Saison in Lenzerheide positiv getestet. Dies hätten zusätzliche PCR-Tests am Donnerstag ergeben, nachdem beide bei den Schnelltests des Organisationskomitees auffällig geworden waren.

"Beiden geht es gut", teilte Swiss Ski mit. Holdener und Mayrhofer hätten sich bereits am Donnerstag umgehend in Isolation begeben. Weitere Mitglieder des Schweizer Teams seien nicht positiv getestet worden. Holdener hätte im Slalom (Samstag) und Riesenslalom (Sonntag) an den Start gehen sollen.

Am Mittwoch war bereits einer der Hauptverantwortlichen des Internationalen Skiverbandes (FIS) positiv auf das Coronavirus getestet worden: Emmanuel Couder, stellvertretender Renndirektor und Koordinator des Weltcups der Männer, begab sich umgehend in Isolation. Wie die FIS mitteilte, wurden danach alle Personen, die mit Couder in Kontakt gekommen waren, getestet. Sie sollten auch täglich untersucht werden.

Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier hatte vor dem Finale mitgeteilt, dass die deutsche Weltcup-Mannschaft in der zu Ende gehenden Saison "keinen positiven Fall" zu beklagen hatte. Neben einer ausgefeilten eigenen Testlogistik "war dafür sicherlich auch die große Disziplin aller Beteiligten ausschlaggebend. Soziale Kontakte wurden so weit wie möglich heruntergefahren, die Aktiven haben sich überwiegend in einer Bubble bewegt".

+++++14. März 2021+++++

Straßer verpasst im Schneegestöber von Kranjska Gora die Top-Ten-Plätze

Am Ende fehlte Skirennfahrer Linus Straßer im Schneegestöber von Kranjska Gora womöglich ein bisschen der Durchblick. Der Münchner belegte beim vorletzten Weltcup-Slalom der Saison in Slowenien am Sonntag Rang 14. 2,33 Sekunden lag er im Ziel hinter dem Franzosen Clement Noel, der vor seinem Landsmann Victor Muffat-Jeandet (+0,62) siegte. Dritter wurde der Schweizer Ramon Zenhäusern (+0,71). Der Österreicher Marco Schwarz (+1,69) sicherte sich mit Platz sieben den Gesamtsieg in der Slalom-Wertung.

„Ich habe oben gemerkt, dass ich das Ganze ganz gut treffe, und unten leider ein bisschen aufgehört Ski zu fahren“, sagte Straßer dem ZDF, nachdem ihn ein Fehler kurz vor dem Ziel den möglichen Top-Ten-Platz gekostet hatte. Er sei „passagenweise sehr gut gefahren“, fand der 28-Jährige. Die Verhältnisse seien eben „sehr schwierig gewesen“.

Starker Schneefall erschwerte die Sicht der Fahrer und zog die Strecke gehörig in Mitleidenschaft. Straßers Teamkollege Sebastian Holzmann (+2,92), der sich im zweiten Lauf noch von Platz 30 auf 19 vorgekämpft hatte, sprach von einem „richtigen Kampf“ auf einer „brutalen Schweinspiste“. Anton Tremmel, Julian Rauchfuß und Fabian Himmelsbach waren im ersten Durchgang ausgeschieden.

Straßer, der Anfang Januar mit seinem Slalom-Sieg in Zagreb und als Zweiter in Adelboden überzeugt, bei der WM in Cortina d'Ampezzo im Februar als 15. des Torlaufs dann aber enttäuscht hatte, nimmt trotz seines mäßigen Resultats in Slowenien ein „positives Gefühl“ mit ins Saisonfinale kommende Woche. „Ich freue mich auf Lenzerheide“, sagte er mit Blick auf den Abschluss des Weltcup-Winters in der Schweiz.

+++++13. März 2021+++++

Lena Dürr fährt in Are knapp am Podest vorbei - Liensberger siegt

Skirennfahrerin Lena Dürr hat nur um Haaresbreite ihr erstes Slalom-Podest im alpinen Weltcup verpasst. Die Sportlerin vom SV Germering fiel in Are am Samstag im zweiten Durchgang noch vom dritten auf den vierten Rang zurück, feierte damit aber dennoch ihr bislang bestes Karriere-Ergebnis in dieser Disziplin. 0,13 Sekunden lag sie am Ende hinter der drittplatzierten Schweizerin Wendy Holdener (+1,65). Der Sieg ging an die im zweiten Lauf furios fahrende Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Österreich vor der Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+0,72). Im ersten der beiden Slaloms in Schweden am Freitag war Dürr auf Platz fünf gefahren.

Die Gesamtweltcup-Führende Petra Vlhova (+2,71) aus der Slowakei kämpfte sich im zweiten Lauf am Samstag noch vom 27. auf den achten Rang vor. Dürrs Teamkollegin Andrea Filser (+3,51) belegte Platz 21. Die dritte Deutsche, Jessica Hilzinger, hatte das Finale verpasst.

Luitz in Slowenien in den Top Ten - Odermatt siegt

Skirennfahrer Stefan Luitz ist beim Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora in die Top Ten gefahren. Der Sportler vom SC Bolsterlang arbeitete sich im zweiten Durchgang am Samstag noch von Rang 15 auf zehn vor. 1,53 Sekunden lag er im Ziel hinter dem Schweizer Marco Odermatt, der durch seinen Sieg auch die Führung in der Riesenslalom-Wertung übernahm.

Zweiter wurde Odermatts Landsmann Loic Meillard (+1,06) vor dem Österreicher Stefan Brennsteiner (+1,09) und dem im Gesamtweltcup nur noch knapp vor Odermatt führenden Franzosen Alexis Pinturault (+1,11). Der Allgäuer Alexander Schmid (+1,68) fiel im zweiten Lauf noch vom siebten auf den elften Platz zurück. Der dritte deutsche Starter, Julian Rauchfuß, hatte das Finale verpasst.

+++++12. März 2021+++++

Vlhova siegt in Are – Dürr starke Fünfte

Ski-Rennfahrerin Lena Dürr hat beim Weltcup im schwedischen Are überzeugt. Beim Sieg von Petra Vlhova egalisierte die 29-Jährige als starke Fünfte das beste Slalom-Resultat ihrer Karriere. Bei der Zieldurchfahrt riss Dürr (Germering) jubelnd die Arme nach oben. Zum Podium fehlten ihr allerdings 1,03 Sekunden.

2015 war Dürr in Maribor ebenfalls auf Rang fünf gelandet. Beste Platzierung des Winters war bislang der achte Platz in Zagreb im Januar gewesen. Nach dem ersten Lauf von Are lag Dürr noch auf Rang sechs. Vize-Weltmeisterin Vlhova holte sich ihren sechsten Saisonsieg vor Weltmeisterin Katharina Liensberger (Österreich/+0,20) und Mikaela Shiffrin (USA/+0,64), die den 70. Weltcup-Sieg verpasste.

Vlhova übernahm damit auch mit 64 Punkten Vorsprung die Führung im Gesamt-Weltcup vor Speed-Spezialistin Lara Gut-Behrami (Schweiz), zudem baute sie ihren Vorsprung im Kampf um die kleine Kristallkugel aus. In der Slalom-Wertung liegt sie bei zwei ausstehenden Rennen 85 Punkte vor Shiffrin und 90 vor Liensberger. "Jetzt ist jeder Sieg und jedes Podest für mich wichtig. Ich muss alles perfekt machen", sagte Vlhova.

Bereits am Samstag (10.30 und 13.45 Uhr/ZDF und Eurosport) in Are könnte Vlhova bei einem weiteren Slalom für eine Vorentscheidung sorgen. Die Saison wird kommende Woche mit dem Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz abgeschlossen. Noch fünf Rennen sind insgesamt geplant.

Andrea Filser (Wildsteig/+4,24) musste sich beim Slalom von Are nach einem verkorksten zweiten Lauf mit Rang 25 zufrieden geben. Jessica Hilzinger (Oberstdorf) schied im zweiten Durchgang aus.

+++++7. März 2021+++++

Vlhova gewinnt Riesenslalom in Jasna - Kugel an Bassino

Einen Tag nach Platz zwei im Slalom hinter Dauerrivalin Mikaela Shiffrin war die slowakische Skirennfahrerin am Sonntag nicht zu schlagen und siegte vor Alice Robinson aus Neuseeland (+0,16 Sekunden) und Shiffrin (+0,37). In der Gesamtwertung profitierte Vlhova von einem verpatzten Rennen der Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (9.) und kam bis auf 36 Punkte an die führende Schweizerin ran.

Mit einem vierten Platz sicherte sich indes Marta Bassino frühzeitig den Gewinn der Disziplinwertung. Die Italienerin ist beim letzten Riesenslalom in Lenzerheide nicht mehr vom Top-Platz zu verdrängen.

Aus dem deutschen Ski-Team verpasste Jessica Hilzinger als 34. des ersten Laufes das Finale, Andrea Filser schied aus. Im siebten Riesenslalom dieser ersten Saison nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg gingen die DSV-Damen damit zum fünften Mal leer aus.

Odermatt gewinnt Super-G in Saalbach - Sander zurück in Top Ten

Der Schweizer Marco Odermatt hat den Super-G in Saalbach-Hinterglemm gewonnen und den Kampf um die Weltcup-Gesamtwertung weiter spannend gemacht. Dem 23-Jährigen gelang am Sonntag in einem extrem schweren Ski-Rennen ein perfekter Lauf, mit dem er Matthieu Bailet aus Frankreich um 0,62 Sekunden auf Platz zwei verwies. Dritter wurde der österreichische Weltmeister Vincent Kriechmayr (+0,81). Aus dem deutschen Skiteam schaffte Andreas Sander als Achter (+1,54) die Rückkehr in die Top Ten, nachdem er tags zuvor in der Abfahrt nur 24. geworden war. Auch Josef Ferstl überzeugte beim ersten Super-G nach seiner Verletzung mit Platz 13 (+2,02).

+++++6. März 2021+++++

Shiffrin gewinnt Weltcup-Slalom in Jasna - Deutscher Achtungserfolg

Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat den Weltcup-Slalom von Jasna gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich am Samstag vor der slowakischen Lokalmatadorin Petra Vlhova (+0,35 Sekunden) und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,52) durch. Shiffrin feierte den 69. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und nähert sich damit weiter den Allzeit-Bestmarken von Ingemar Stenmark (86) und Lindsey Vonn (82).

Im Slalom-Weltcup bleibt es vor den finalen drei Torläufen des Winters sehr spannend: Vlhova führt mit 480 Punkten vor Shiffrin (435) und Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Österreich (410).

Die deutschen Starterinnen konnten erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Rängen eingreifen. Lena Dürr (Germering) kam auf Platz zwölf (+3,78). Einen kleinen Achtungserfolg gab es für Jessica Hilzinger (Oberstdorf), die 18. wurde (+4,40) und damit so weit vorne landete wie noch nie in einem Weltcup-Slalom. Die 23-Jährige hatte nach dem ersten Lauf sogar überraschend auf Platz 13 gelegen, fiel im Finale aber zurück. Andrea Filser verpasste als 42. den zweiten Lauf.

„Das war gut, ein richtig großer Schritt“, sagte Shiffrin nach ihrem Sieg. Es war der 45. in einem Slalom - mehr Erfolge in einer Disziplin waren nur dem Schweden Stenmark mit 46 Siegen im Riesenslalom gelungen. In Jasna profitierte Shiffrin von einem starken Finish, dem auch ihre Dauerrivalin Vlhova als Führende nach dem ersten Lauf nichts mehr entgegensetzen konnte.

Die Slowakin verringerte aber immerhin in der Weltcup-Gesamtwertung - die ihr größtes Ziel der Saison ist - den Rückstand auf die Schweizerin Lara Gut-Behrami auf nun 107 Punkte. Am Sonntag (09.30/12.30 Uhr) stehen sich die beiden Rivalinnen um die große Kristallkugel dann im Riesenslalom in Jasna direkt gegenüber.

DSV-Abfahrer bei Kriechmayr-Sieg weit zurück

Die deutschen Skirennläufer haben ihre herausragenden Leistungen bei der WM in Cortina d'Ampezzo vorerst nicht bestätigen können. Bei der vorletzten Abfahrt der Saison im österreichischen Saalbach-Hinterglemm kam Vizeweltmeister Andreas Sander beim Sieg von Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich mit 2,04 Sekunden Rückstand nur auf Rang 24. Romed Baumann, hinter Kriechmayr WM-Zweiter im Super-G, war als Zwölfter (+1,51 Sekunden) der beste Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV).

"Das hat schon gepasst, ich bin nicht unzufrieden", betonte Baumann, der im Ziel der WM-Abfahrt drei Wochen zuvor gestürzt war und sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Er habe sich erst "langsam wieder herantasten müssen nach der Brezn", ergänzte er. Sander dagegen wirkte zerknirscht. "Ich bin schon enttäuscht. Das war sicher keine gute Fahrt, keine gute Leistung", sagte er. Dominik Schwaiger belegte Rang 32, Josef Ferstl kam bei seinem Comeback auf Rang 34.

Wie bei der WM-Abfahrt, die er mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Sander gewonnen hatte, gelang Kriechmayr gleich mit Startnummer eins die beste Fahrt. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,17 Sekunden), der damit seinen Vorsprung im Abfahrtsweltcup auf den diesmal drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus (Österreich/+0,27) auf 68 Punkte ausbaute. Dominik Paris (Italien), Führender beim Abbruch der ersten Abfahrt am Freitag, wurde Vierter (+0,42).

Feuz steht damit beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (17. bis 21. März) vor seinem vierten Sieg nacheinander in der Wertung der Abfahrer - dies gelang bislang nur dem Österreicher Franz Klammer (1975 bis 1978). Starten dürfen bei den letzten Rennen der Saison unter anderem die jeweils 25 Besten in den Weltcup-Wertungen - neben Baumann (6. im Abfahrts-Weltcup) und Sander (10.) ist damit in der abschließenden Abfahrt auch Schwaiger (25.) dabei.

Marco Odermatt (Schweiz) verkürzte mit einem starken fünften Rang seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Alexis Pinturault (Frankreich) auf 165 Punkte. Einschließlich des Super-G am Sonntag (11.00 Uhr/Eurosport) stehen noch sieben Saison-Rennen aus.

+++++5. März 2021+++++

Herren-Abfahrt in Saalbach wegen schlechten Wetters abgebrochen

Die Weltcup-Abfahrt der Herren in Saalbach-Hinterglemm ist wegen schlechten Wetters nach neun Startern abgebrochen worden. Weil über der Strecke am Freitag ein immer dichterer Nebel hing und es zudem intensiv schneite, konnte das Rennen nicht unter sicheren und fairen Bedingungen beendet werden.

Der Südtiroler Dominik Paris lag beim Abbruch vor Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich in Führung. Die deutschen Athleten um den WM-Zweiten Andreas Sander waren zu dem Zeitpunkt noch nicht gestartet. Am Samstag steht eine weitere Abfahrt an - dann sollen im Salzburger Land bessere Wetterbedingungen vorherrschen.

+++++1. März 2021+++++

Schwere Verletzungen bei gestürzten Schneeberger und Vickhoff Lie

Die norwegische Skirennläuferin Kajsa Vickhoff Lie hat sich bei ihrem dramatischen Sturz beim Super-G im italienischen Val di Fassa am Sonntag das Bein gebrochen. Das teilte der Norwegische Skiverband am Montag der Nachrichtenagentur NTB mit. Die Befürchtungen, auch ihr Knie sei schwer verletzt worden, hätten sich aber nicht bestätigt, sagte der Arzt der Nationalmannschaft, Marc Jacob Strauss. Es sei zwar eine kleine Fraktur festgestellt worden, aber die Bänder seien unverletzt. „Jetzt erwarten sie zu Hause in Norwegen Rehabilitation und Training.“

Strauss schätzt, dass Lie in sechs Monaten wieder trainieren kann. Es werde aber noch drei weitere Monate dauern, bis sie wieder an Rennen teilnehmen könne. Die aktuelle Saison ist für sie beendet.

Die 22-Jährige war nach einem Sturz am Sonntag kopfüber im Fangzaun gelandet. Da sich ihre Skier nicht lösten, verdrehte sie sich dabei die Beine. Kurz danach war auch die Österreicherin Rosina Schneeberger in die Streckenbegrenzung gekracht. Die 27-Jährige zog sich einen Unterschenkelbruch zu, wie ihr Verband mitteilte.

+++++28. Februar 2021+++++

Zwei schwere Stürze überschatten Super-G

Skirennläuferin Kira Weidle hat ihrem starken dritten Abfahrtsrang in Val di Fassa beim Super-G keine weitere Topplatzierung hinzufügen können. In ihrer deutlich schwächeren Disziplin musste sich die 25-Jährige aus Starnberg beim 16. Weltcup-Sieg von Federica Brignone mit Platz 24 zufrieden geben. Zur Italienerin fehlten der WM-Zweiten in der Abfahrt stolze 2,35 Sekunden.

Immerhin festigte die Starnbergerin einen Platz unter den Top 25 der Disziplinwertung. Damit darf Weidle beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz neben der Abfahrt auch im Super-G starten. In der Königsdisziplin war sie nach WM-Silber vor zwei Wochen auch in Val di Fassa aufs "Stockerl" gerast.

Das Rennen wurde von zwei schweren Unfällen überschattet. Die WM-Fünfte Kajsa Vickhoff Lie (Norwegen) und Rosina Schneeberger aus Österreich stürzten heftig. Die frühere Junioren-Weltmeisterin Vickhoff Lie (22) blieb schreiend im Netz liegen und zog sich wohl einen Schien- und Wadenbeinbruch zu.

Schneeberger (27) fädelte mit dem rechten Ski in einem Tor ein und verletzte sich vermutlich schwer am Knie. Beide wurden mit dem Helikopter abtransportiert. Auch ein Pistenarbeiter kam zu Fall. Das Rennen war wegen der drei Vorfälle und insgesamt etwa eine Stunde unterbrochen.

Brignone erwischte bei guten Bedingungen in den Dolomiten einen Traumlauf und war stolze 0,59 Sekunden schneller als Weltmeisterin Lara Gut-Behrami. Die Schweizerin, die am Samstag die Abfahrt gewonnen hatte, sicherte sich damit vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Disziplinwertung. Dritte wurde Abfahrtsweltmeisterin Corinne Suter (Schweiz/+0,72).

+++++28. Februar 2021+++++

Deutsche Ski-Asse enttäuschen in Bansko - Weltmeister Faivre siegt

Für die deutschen Skirennfahrer ist das Weltcup-Wochenende im bulgarischen Bansko mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Top-Ten-Kandidat Alexander Schmid schied im zweiten Lauf des Riesenslaloms am Sonntag aus. Nach dem ersten Durchgang war der Allgäuer noch Siebter gewesen. Sein Teamkollege Stefan Luitz landete mit 3,19 Sekunden Rückstand auf Rang 19. Der dritte deutsche Starter, Bastian Meisen, war bereits im ersten Lauf ausgeschieden. Der Sieg ging an den französischen Weltmeister Mathieu Faivre. Zweiter wurde der Schweizer Marco Odermatt (+0,75) vor dem französischen Gesamtweltcup-Führenden Alexis Pinturault (+0,81).

+++++27. Februar 2021+++++

Vize-Weltmeisterin Weidle in Val di Fassa auf dem Podest

Skirennläuferin Kira Weidle ist zwei Wochen nach ihrem sensationellen Abfahrtssilber bei der WM in Cortina d'Ampezzo zum dritten Mal in ihrer Karriere im Weltcup auf das Podest gefahren. Die 25-Jährige vom Ski-Club Starnberg kam bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa auf Rang drei. Am Vortag hatte Weidle das Podium in der alpinen Königsdisziplin als Vierte knapp verpasst.

Geschlagen wurde sie am Samstag nur von den Schweizerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter (+0,32 Sekunden), die auch den WM-Titel gewonnen hatte. Weidle lag 0,68 Sekunden hinter Gut-Behrami, die Doppel-Weltmeisterin (Riesenslalom und Super-G) hatte bereits am Freitag triumphiert.

Für Gut-Behrami war es der 32. Weltcupsieg, sie baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Wie im vergangenen Jahr in Crans-Montana/Schweiz gelangen ihr zwei Abfahrtssiege an zwei Tagen.

Weidle war zuvor 2019 in Garmisch-Partenkirchen und 2018 in Lake Louise jeweils Dritte geworden. Am Freitag hatte sie das Podest nur um 0,07 Sekunden verfehlt und angekündigt: "Da ist auf jeden Fall noch was drin für morgen."

Riesenslalom in Bansko: Schmid bei Zubcic-Sieg auf Platz elf

Skirennläufer Alexander Schmid (Fischen) hat beim ersten Weltcup nach der WM eine Platzierung unter den Top 10 knapp verpasst. Der 26 Jahre alte Allgäuer, der im Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo auf Medaillenkurs liegend ausgeschieden war, fiel in seiner Spezialdisziplin in Bansko/Bulgarien nach dem ersten Durchgang von Platz sieben auf Rang elf zurück. Schmid hatte 2,15 Sekunden Rückstand auf den Sieger Filip Zubcic.

Der Kroate gewann vor Weltmeister Mathieu Faivre (+0,40 Sekunden), der nach dem ersten Lauf noch geführt hatte. Platz drei ging an Stefan Brennsteiner aus Österreich (+0,93). Als zweitbester Deutscher landete Stefan Luitz (Bolsterlang/+2,55) auf Platz 14. Luitz und Schmid hatten bei der WM im Team Bronze gewonnen. Bastian Meisen (Garmisch) kam nicht ins Ziel.

Skicrosser Wilmsmann rast zum ersten Weltcup-Sieg

Der deutsche Skicrosser Florian Wilmsmann hat den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere eingefahren. Der 25-Jährige vom TSV Hartpenning gewann am Samstag im georgischen Bakuriani. In einem spannenden Finale profitierte er zunächst von einem Sturz des Kanadiers Brady Leman und zog kurz vor dem Ziel dann auch noch am letztlich zweitplatzierten Schweden David Mobärg vorbei.

„Ich bin so glücklich. Es war ein verrücktes Rennen. Es hat Spaß gemacht“, sagte Wilmsmann, der kurz vor Weihnachten bereits Dritter im französischen Val Thorens geworden war.

Cornel Renn (Hindelang) und Tim Hronek (Unterwössen) schieden in Bakuriani im Viertelfinale aus, für Tobias Müller (Fischen) und Daniel Bohnacker (Gerhausen) war im Achtelfinale Endstation.

Bei den Damen, bei denen erst gar keine Deutsche an den Start gegangen war, siegte die Schweizerin Fanny Smith und entschied dadurch auch vorzeitig den Gesamtweltcup für sich.

+++++25. Februar 2021+++++

WM-Zweite Weidle knapp am Weltcup-Podium vorbei

Knapp zwei Wochen nach ihrem Silber-Coup bei der Weltmeisterschaft ist Skirennfahrerin Kira Weidle im Weltcup knapp am Podest vorbeigefahren. Die Starnbergerin kam am Freitag in der Abfahrt von Val di Fassa auf den vierten Platz. Auf Rang drei und Weltmeisterin Corinne Suter aus der Schweiz fehlten nur 0,07 Sekunden - auch Siegerin Lara Gut-Behrami war nur 0,33 Sekunden schneller.

Dennoch bedeutete Rang vier die beste Platzierung für Weidle in diesem Weltcup-Winter. Zuvor war sie zweimal Abfahrts-Fünfte geworden. Bei der WM in Cortina d'Ampezzo hatte die 25-Jährige sensationell Silber und den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert.

Gut-Behrami war nach ihren zwei WM-Goldmedaillen abermals nicht zu schlagen und übernahm die Führung im Gesamtweltcup. Vor der zweiten Abfahrt in Val di Fassa am Samstag und dem Super-G am Sonntag (jeweils 11.00 Uhr) löste die Schweizerin die bislang führende Petra Vlhova aus der Slowakei ab.

+++++25. Februar 2021+++++

Abfahrer Dreßen am Knie operiert

Skirennfahrer Thomas Dreßen ist am Knie operiert worden und muss deshalb vorerst sein Training unterbrechen. Der 27-Jährige litt unter einer Schädigung des Knorpels im rechten Knie, wie bei dem Eingriff in München am Donnerstag diagnostiziert wurde. Der deutsche Teamarzt Manuel Köhne sagte nach der einstündigen Arthroskopie laut Verbandsangaben: „Wir konnten freie Knorpelstücke (Knorpelflakes) entfernen und den Knorpel glätten. Thomas wird das Knie nun einige Wochen entlasten müssen, ehe er dann wieder mit der Rehabilitation und den schrittweisen Einstieg ins Training beginnen kann.“ Dreßen hatte seine Saison schon beendet.

Der fünfmalige Weltcupsieger hatte in Cortina d'Ampezzo bereits über Probleme im Knie geklagt. „Aufgrund der zuletzt aufgetretenen Schmerzen hatte ich mit einem Eingriff gerechnet“, erzählte er nun. „Eine OP passt zwar nie. Aber besser jetzt als im Sommer, wenn ich in die Vorbereitung auf die Olympia-
Saison einsteige.“ Nachdem er diesen Winter wegen den Folgen einer Hüft-OP weitgehend verpasst hat, will Dreßen in der nächsten Saison mit dem Höhepunkt bei den Winterspielen wieder angreifen.

Der Deutsche Skiverband (DSV) gab sein Aufgebot für die Rennen am Wochenende bekannt. Bei den zwei Abfahrten und dem Super-G der Damen von Freitag bis Sonntag in Val di Fassa in Italien treten Abfahrts-Vizeweltmeisterin Kira Weidle (Starnberg), Carina Stuffer (Samerberg) und Kathrin Hirtl-Stanggassinger (Königssee) an. Die zwei Männer-Riesenslaloms in Bansko in Bulgarien fahren Alexander Schmid (Fischen), Stefan Luitz (Bolsterlang) und Bastian Meisen (Garmisch).

+++++20. Februar 2021+++++

Straßer patzt, Foss-Solevaag holt Slalom-Gold

Linus Straßer hat im letzten Rennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo/Italien die erhoffte Medaille klar verpasst. Nach einem missratenen ersten Lauf und dem Absturz auf Rang 23 konnte sich der Münchner nur noch auf Rang 15 retten.

Gold gewann Sebastian Foss-Solevaag. Der bereits 29 Jahre alte Norweger, Team-Weltmeister und Dritter nach dem ersten Lauf, siegte vor dem Österreicher Adrian Pertl (+0,21 Sekunden). Bronze ging in Henrik Kristoffersen (+0,46) ebenfalls an einen Norweger, die Skandinavier hatten zuletzt 1997 mit Tom Stiansen den Slalom-Weltmeister gestellt.

Die deutsche Mannschaft beendete die WM dennoch mit einer überraschend positiven Bilanz: Romed Baumann (Super-G), Kira Weidle und Andreas Sander (jeweils Abfahrt) hatten sensationell Silber gewonnen, hinzu kam Bronze im Mannschafts-Wettbewerb. "Vier Medaillen sind deutlich mehr, als man sich von uns erwartet hat", sagte Alpinchef Wolfgang Maier und betonte: "Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren."

Im Medaillenspiegel belegte die deutsche Mannschaft den siebten Rang. Erfolgreichste Nation war Österreich mit fünfmal Gold sowie einmal Silber und zweimal Bronze. Die meisten, nämlich neun Medaillen gewannen die Schweizer: Sie stellten mit Lara Gut-Behrami (zweimal Gold, einmal Bronze) ebenso wie Österreich in Katharina Liensberger (zweimal Gold, einmal Bronze) eine Doppelweltmeisterin.

Zwei Goldmedaillen gewannen auch Foss-Solevaag (Slalom/Team) und der Österreicher Vincent Kriechmayr (Abfahrt/Super-G). Die meisten Einzelmedaillen holte Mikaela Shiffrin: Die 25 Jahre alte Amerikanerin beendete die WM mit einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

+++++20. Februar 2021+++++

Liensberger holt im Slalom fünftes Gold für Österreich - Dürr fällt aus Top Ten

Die Österreicherin Katharina Liensberger hat bei den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo Gold im Slalom gewonnen und die langjährige Dominatorin Mikaela Shiffrin entthront. Die 23-Jährige zeigte am Samstag ein famoses Rennen und verwies Mitfavoritin Petra Vlhova aus der Slowakei um eine Sekunde auf den Silberrang. Immerhin noch Bronze ging an Shiffrin, die in ihrer Karriere noch nie einen Torlauf bei einer WM verloren hatte.

Aus dem deutschen Skiteam konnte Lena Dürr ihren guten siebten Platz aus dem ersten Durchgang nicht halten und beendete das Rennen auf Rang 14 (+3,75 Sekunden). Andrea Filser wurde 20. (+4,39).

„Großartig, das ist unglaublich“, sagte Liensberger nach ihrem Coup und dem bereits zweiten Gold in den Dolomiten nach dem Erfolg im Parallel-Rennen. Dazu kommt noch Bronze im Riesenslalom. „Ich habe heute alles gegeben. Ich habe so viel geschuftet. Unglaublich, dass irgendwann alles zurückkommt. Ich bin so glücklich.“ Liensberger hatte zuvor in ihrer Karriere noch nie einen Weltcup gewonnen.

Auch wenn Shiffrin ihr fünftes WM-Slalom-Gold nacheinander verpasste, schrieb sie ein weiteres Kapitel Ski-Geschichte: Mit elf Einzelmedaillen schloss sie zu Anja Pärson (Schweden) und Marielle Goitschel (Frankreich) auf - mehr Edelmetall hatte nur die Deutsche Christl Cranz (15) in den 30er Jahren gesammelt. Außerdem raste sie in Cortina nach Super-G (Bronze), Kombination (Gold) und Riesenslalom (Silber) auch in ihrem vierten Rennen auf einen Podestrang: Mit vier Medaillen bei einer WM egalisierte sie den ewigen Frauen-Rekord von Goitschel, Pärson, Hanni Wenzel und Rosi Mittermaier.

Dazu kommt eine schier unglaubliche Bilanz: Shiffrin ist in jedem ihren jüngsten zehn WM-Rennen seit 2015 auf das Podest gefahren.

Dürr war mit ihrem ersten Durchgang noch zufrieden, konnte die Leistung dann aber im Finale nicht wiederholen. „Der Zug hat gefehlt, der Rhythmus“, analysierte sie. „Das nervt mich.“

+++++19. Februar 2021+++++

Schmid verpasst nächste Medaille für Deutschland

Skirennfahrer Alexander Schmid hat eine historische deutsche WM-Medaille durch einen Ausfall im Riesenslalom verpasst. Der Allgäuer konnte seinen dritten Rang nach dem ersten Lauf am Freitag im italienischen Cortina d'Ampezzo im Finale nicht ins Ziel bringen - wegen eines Fahrfehlers schied er auf eisiger Piste aus. Schmid hätte für die zweite Riesenslalom-Medaille eines Deutschen bei einer Weltmeisterschaft sorgen können. Die bislang einzige Plakette hatte Markus Wasmeier 1985 mit Gold in Bormio gewonnen. Zugleich blieb dem Deutschen Skiverband (DSV) das fünfte Edelmetall in den Dolomiten verwehrt.

Weil auch Topfavorit Alexis Pinturault als Schnellster nach dem ersten Lauf ausschied und andere Favoriten ebenso patzten, kamen drei Überraschungsathleten auf das Podium. Pinturaults französischer Landsmann Mathieu Faivre holte nach dem Parallel-Event seine zweite Goldmedaille. Silber ging an Luca de Aliprandini aus Italien vor dem österreichischen Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz.

Als zweiter deutscher Riesenslalom-Starter in Cortina kam Stefan Luitz auf den siebten Platz (+1,99 Sekunden). „Mir tut der Alex wirklich unglaublich leid“, sagte Luitz. „Er hat es wirklich drauf gehabt, er fährt einen unglaublich schnellen Schwung.“

Auf einem sehr schwierigen und langen Kurs hatte Schmid im ersten Lauf mit Rang drei überrascht, nur Pinturault und de Aliprandini waren schneller. „Das war ein Kampf von oben bis unten“, sagte er danach im ZDF. Vor dem Finale versuchte er cool zu bleiben. „Ich will einfach nur Spaß haben und mein Skifahren zeigen.“ Das gelang ihm aber nicht.

Das deutsche Skiteam bleibt damit bei vier WM-Medaillen: In der ersten Woche hatten Romed Baumann (Super-G), Kira Weidle (Abfahrt) und Andreas Sander (Abfahrt) jeweils Silber gewonnen. Am Donnerstag jubelten dann auch die Techniker mit Schmid über Bronze im Teamevent.

+++++18. Januar 2021+++++

Gut-Behrami schnappt Ski-Ass Shiffrin Gold im Riesenslalom weg

Skirennläuferin Lara Gut-Behrami hat in einem packenden Duell mit Mikaela Shiffrin überraschend ihre zweite Goldmedaille bei der WM in Cortina d'Ampezzo gewonnen. In einem spannenden zweiten Durchgang machte die Schweizer Weltmeisterin im Super-G einen Rückstand von 0,08 Sekunden wett und siegte in der knappsten Riesenslalom-Entscheidung der WM-Geschichte mit 0,02 Sekunden Vorsprung auf die Olympiasiegerin aus den USA. Dritte wurde Katharina Liensberger (Österreich/+0,09 Sekunden).

Während sich WM-Debütantin Andrea Filser (Wildsteig/+4,43 Sekunden) im zweiten Lauf vom 26. auf den 20. Platz verbesserte, holte Gut-Behrami bei frühlingshaften Temperaturen ihre dritte Medaille nach Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt. "Es ist einfach unglaublich", sagte die Schweizerin über ihre achte WM-Medaille. Shiffrin kann Bronze im Super-G, Gold in der Kombination und nun Silber im Riesenslalom am Samstag im Slalom eine weitere Medaille hinzufügen.

Die 27 Jahre alte Filser war nach Platz elf im Parallel-Rennen, Bronze mit der Mannschaft und der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Lauf sehr zufrieden mit ihrer WM, zumal ihr wie vielen anderen Deutschen zuvor in Cortina das beste Karriereresultat gelang. "Es bleibt ein gutes Gefühl", sagte sie und versicherte mit Blick auf die Zukunft: "Es ist noch vieles möglich."

Zu den großen Verlierern gehörten neben der zweimaligen Weltmeisterin Tessa Worley (Frankreich/7.) vor allem Marta Bassino (Italien) und Petra Vlhova (Slowakei). Vlhova, die vor zwei Jahren in Are den Titel vor Viktoria Rebensburg gewonnen hatte, belegte nur Rang zwölf - einen Platz vor Parallel-Weltmeisterin Bassino, die von den sechs Saison-Rennen im Riesenslalom vier gewonnen hatte.

Wegen umstrittenem Wettkampf: Rennchef bei Ski-WM erhält Morddrohungen

An der Chancengleichheit bei den Parallelrennen der Ski-Alpin-WM hatte es reichlich Kritik gegeben. Jetzt bekam der Renndirektor des Ski-Weltverbandes Fis, Markus Waldner, Morddrohungen wegen des Wettkampfs. Hier geht es zum kompletten Artikel.

Feueralarm im deutschen Teamhotel

Die deutschen Skirennläufer sind in der Nacht nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb von einem Feueralarm aufgeschreckt worden. Gegen zwei Uhr und damit rund zehn Stunden vor Beginn des Riesenslaloms der Frauen ertönte im Teamhotel ein lauter Signalton.

"Wir waren alle kurz wach", sagte Andrea Filser, die am Donnerstag als einzige Deutsche im Riesenslalom an den Start ging. Die Aufregung legte sich allerdings schnell wieder - Fehlalarm. In der Lobby hatten sich ohnehin nur wenige Personen eingefunden, die Sportler ließen sich allem Anschein nach nicht groß aus der Ruhe bringen.

+++++17. Februar 2021+++++

Deutschland gewinnt Mannschafts-Bronze

Die deutschen Skirennläufer haben im Team-Event bei der WM in Cortina d'Ampezzo Bronze gewonnen. Im kleinen Finale siegten die erst 17 Jahre alte Emma Aicher, Andrea Filser, Stefan Luitz und Alexander Schmid nach einem 2:2 in den vier Läufen gegen Olympiasieger und Titelverteidiger Schweiz aufgrund der besseren Einzelzeiten der jeweils schnellsten Frau und des jeweils schnellsten Mannes mit einem Vorsprung von 0,12 Sekunden.

Gold gewann anschließend Norwegen mit einem 3:1 gegen Schweden. Für Deutschland war es die dritte WM-Mannschaftsmedaille nach Bronze 2013 und Gold bei der Erstauflage 2005, allerdings wurde die Premiere in einem anderen Modus ausgefahren.

+++++16. Februar 2021+++++

TV-Experte Neureuther außer sich – Live-Anruf bei Ski-Rennchef

Felix Neureuther konnte es nicht fassen - und griff zum Handy. Weil sich der frühere Skirennfahrer dermaßen über die Kurssetzung beim WM-Parallelevent aufregte, sorgte er in der Live-Übertragung der ARD mit einer kuriosen Aktion für Aufsehen. Neureuther versuchte, während des Wettkampfs in Cortina d'Ampezzo den Rennchef Markus Waldner anzurufen. Als dieser am Dienstag nicht ran ging, schrieb Neureuther ihm nach eigenen Angaben eine Nachricht, um sich zu beschweren.

Hintergrund waren der Kurs in den Dolomiten und das Reglement: Im Parallel-Format fahren die Athleten zweimal gegeneinander, jeder einmal auf jedem Kurs. Grundsätzlich werden die Zeiten dann addiert und der Schnellere kommt weiter. Wenn man aber im ersten Lauf stürzt oder sich einen zu großen Rückstand anhäuft, läuft die Zeit nicht ewig weiter, sondern wird bei 0,50 Sekunden gestoppt. Eine halbe Sekunde ist also der maximale Rückstand vor dem zweiten Lauf.

Weil ein Kurs nun aber deutlich langsamer war, man also teilweise mehr als eine halbe Sekunde verlor, waren die Athleten im Nachteil, die im entscheidenden Lauf auf jenem Streckenteil fahren mussten.

Darüber beschwerte sich Neureuther also bei Waldner und forderte, den langsamen Kurs leicht zu verändern und damit ähnlich schnell zu machen. Wie er danach erzählte, antwortete ihm der Fis-Rennchef dann tatsächlich während des Rennens mit einer Nachricht, in der er angab, dass eine Kursveränderung nicht möglich sei und er den Wettkampf schon als fair erachte. Überzeugt hatte er Neureuther damit nicht.

Schmid verpasst Bronze in Parallel-Event nur knapp

Alexander Schmid hat die nächste deutsche Medaille bei der alpinen Ski-WM im erstmals ausgetragenen Parallel-Rennen knapp verpasst. Der 26 Jahre alte Allgäuer musste sich in Cortina d'Ampezzo im Kampf um Bronze nach einem Sturz dem starken Schweizer Loic Meillard geschlagen geben und wurde unglücklicher Vierter.

Gold ging an den Franzosen Mathieu Faivre, der sich nach seinem Halbfinal-Sieg über Schmid auch im finalen Duell mit dem Kroaten Filip Zubcic durchsetzte. Linus Straßer scheiterte in der Runde der letzten Acht, für Stefan Luitz war im Achtelfinale Endstation.

Bei den Frauen bescherte Marta Bassino Gastgeber Italien die erste Goldmedaille. Nach einer Jury-Entscheidung gab es mit der Österreicherin Katharina Liensberger eine zweite Weltmeisterin. Beide erreichten zeitgleich das Ziel, zunächst war aber nur die Italienerin als Weltmeisterin angezeigt worden. Bronze sicherte sich Tessa Worley (Frankreich), die im "kleinen Finale" die Amerikanerin Paula Moltzan bezwang.

Andrea Filser, die sich als einzige von drei gestarteten deutschen Frauen überraschend für die K.o.-Runde qualifiziert hatte, scheiterte im Achtelfinale.

+++++15. Februar 2021+++++

Schwarz wird Kombi-Weltmeister - Jocher starker Fünfter

Marco Schwarz hat bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo die Kombination gewonnen und die dritte Goldmedaille für Österreich im dritten Männer-Event geholt. Der Slalom-Spezialist setzte sich mit nur 0,04 Sekunden Vorsprung auf Titelverteidiger Alexis Pinturault aus Frankreich durch. Bronze bei dem Zweikampf aus Super-G und Slalom ging an den Schweizer Loic Meillard (+1,12 Sekunden). Der junge Garmischer Simon Jocher wurde starker Fünfter (+2,46); er war Neuntschnellster im Super-G und hielt als Speed-Spezialist bei dem von vielen Ausfällen geprägten Slalom auf eisiger Piste auffallend gut mit.

+++++15. Februar 2021+++++

Shiffrin triumphiert in der Kombination

US-Superstar Mikaela Shiffrin hat ein weiteres Kapitel Ski-Geschichte geschrieben. Gleich bei ihrem ersten WM-Start in der alpinen Kombination sicherte sich die Amerikanerin in Cortina d'Ampezzo am Montag den Titel. Die 25-Jährige siegte bei dem Event mit Super-G und Slalom mit 0,86 Sekunden Vorsprung vor der slowakischen Gesamtweltcupführenden Petra Vlhova. Dritte wurde die Schweizer Olympiasiegerin Michelle Gisin (+0,89).

Shiffrin habe gezeigt, dass sie aktuell „die kompletteste Fahrerin“ sei, sagte Gisin in der ARD anerkennend, „sie hat zwei super Läufe durchgezogen“. Durch ihren insgesamt sechsten WM-Titel zog Shiffrin in der ewigen Bestenliste mit der Schweizerin Erika Hess gleich. Lediglich die Deutsche Christl Cranz (12), die Französin Marielle Goitschel (7) und die Schwedin Anja Pärson (7) haben bei den Frauen noch öfter WM-Gold gewonnen als die Ausnahmeathletin aus den USA.

Und Shiffrin, die inzwischen bei insgesamt neun WM-Medaillen steht, könnte in Cortina sogar noch nachlegen. Sowohl im Riesenslalom am Donnerstag als auch im Slalom am Samstag zählt sie in den Dolomiten, wo sie vergangenen Donnerstag bereits Bronze im Super-G gewonnen hat, erneut zu den Favoritinnen. Genau wie ihre Dauerrivalin Vlhova - es dürften also noch spannende Duelle zwischen den beiden bevorstehen.

Die Italienerin Federica Brignone, die nach dem Super-G der Kombination am Montag noch geführt hatte, schied indes wie etliche weitere Fahrerinnen im Slalom aus. Eine deutsche Athletin war nicht am Start. Für das Parallel-Event am Dienstag nominierte der Deutsche Skiverband (DSV) allerdings gleich drei Sportlerinnen: Lena Dürr, Andrea Filser und überraschend auch die 17-jährige Emma Aicher.

+++++14. Februar 2021+++++

Sander holt nächstes Sensations-Silber für Deutschland – Baumann stürzt heftig

Andreas Sander hat bei der alpinen Ski-WM für die nächste deutsche Sensation gesorgt. Der 31 Jahre alte Westfale belegte bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo den zweiten Rang, dabei fuhr er lediglich um eine Hundertstelsekunde an Gold vorbei. Den Titel holte sich wie im Super-G der Österreicher Vincent Kriechmayr, Bronze ging an Beat Feuz (Schweiz), Weltmeister von 2017.

Den kompletten Bericht zum Silbermedaillen-Gewinner aus Ennepetal finden Sie hier.

+++++13. Februar 2021+++++

Olympiasieger Ligety beendet Karriere ohne letzten WM-Start

Der langjährige Riesenslalom-Dominator und zweimalige Olympiasieger Ted Ligety muss auf das letzte Rennen seiner Karriere verzichten. Der 36 Jahre alte Amerikaner postete am Samstagabend bei Instagram eine MRT-Aufnahme seiner Wirbelsäule und gab den verletzungsbedingten Verzicht auf seinen eigentlich angestrebten Start bei den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo bekannt.

„Ich war so aufgeregt, ein letztes Rennen zu fahren und zu meinen Bedingungen in den Ruhestand zu gehen“, schrieb Ligety. Er sei aber zuletzt mit schlimmsten Schmerzen am Rücken aufgewacht. „Mein Rücken hat mir gesagt: 'Ich bin der Boss und du bist jetzt fertig'“ Jetzt sei die Zeit, den Rücken gesund zu bekommen, „damit ich mein Leben lang mit meinen Kindern spielen und Skifahren kann“, schrieb er und bedankte sich für die Unterstützung.

Bei den witterungsbedingt verzögert gestarteten Weltmeisterschaften ist der Riesenslalom der Männer für kommenden Freitag geplant. Ligety war mehrere Winter lang der überragende Athlet dieser Disziplin und holte in der Kerndisziplin neben seinem Olympia-Sieg 2014 auch noch Kombi-Gold bei den Winterspielen 2006. Zudem wurde er fünfmal Weltmeister: dreimal im Riesenslalom (2011, 2013, 2015) und 2013 in Schladming auch noch in der Kombination und im Super-G.

„Wahnsinn“ – Weidle holt sensationell Abfahrts-Silber

Kira Weidle kam nach ihrer Sensationsfahrt aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Die Skirennfahrerin aus Starnberg hat bei den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo Silber gewonnen und dem deutschen Team im dritten Rennen die bereits zweite Medaille beschert. Sie musste sich am Samstag nur Mitfavoritin Corinne Suter aus der Schweiz um 0,20 Sekunden geschlagen geben.

„Wahnsinn, ich weiß noch gar nicht was ich sagen soll“, sagte Weidle bei der ARD. „Der Schnee war traumhaft zu fahren heute. Ich wusste, wenn es einigermaßen zusammenpasst, kann ich richtig schnell fahren.“ Und wie! Die einzige deutsche Speedfahrerin bei diesen Titelkämpfen ließ sogar Super-G-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami um 0,17 Sekunden hinter sich; die Schweizerin holte Bronze.

Die 24-Jährige sorgte für die erste deutsche WM-Medaille des Deutschen Skiverbands (DSV) bei einer Frauen-Abfahrt seit Maria Höfl-Riesch 2013. Letztmals Silber holte Katja Seizinger 1996; die bislang letzte Abfahrts-Weltmeisterin aus Deutschland war Rosi Mittermaier 1976.

Für den DSV, der mit nur drei Frauen nach Cortina gereist war, ist die zweite Medaille nach Silber durch Romed Baumann im Super-G ein weiterer Coup. In drei Rennen holte der DSV schon gleich viel Medaillen wie bei den Weltmeisterschaften 2017 und 2019 zusammen.

Weidle selbst hatte nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg einen schwierigen Winter und die Podestplätze im Weltcup verpasst. Sie bedankte sich im Ziel bei ihren Betreuern, Trainer und Serviceleuten. „Gerade in der schwierigen Saison alleine irgendwo unterwegs zu sein, war nicht einfach“, sagte sie. „Deswegen ein großes Dankeschön.“

+++++11. Februar 2021+++++

Abfahrtskurs in Cortina sorgt für Unmut

Das erste Training für die WM-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo hat bei den Skirennfahrern teils heftige Kritik hervorgerufen. Auf der völlig neuen Strecke sorgten am Freitag vor allem extreme Kurven vor einer Kante für Unmut - die Kurssetzer wollten so Tempo rausnehmen, damit die Athleten nicht gefährlich weit springen. „Solche Spitzkehren bin ich in der Abfahrt glaube ich noch nie gefahren“, berichtete Dominik Paris, der dann auch gleich zwei Tore ausließ und deshalb eine Trainingsbestzeit ohne Wert hinlegte.

Der Südtiroler hält den Kurs auf die Art für nicht WM-würdig und haderte: „Da sind die Riesenslalomfahrer im Vorteil.“ Auch der Deutsche Dominik Schwaiger befand zu dem besagten Teil: „Das hat für mich nicht unbedingt was mit einer Abfahrt zu tun.“ Teamkollege Andreas Sander sprach von keinem guten Gefühl und kündigte prompt an, eine Riesenslalom-Trainingseinheit einzuschieben. Der Österreicher Max Franz sagte im ORF, die Anfahrt auf den Sprung sei „ein Gewürge“.

„Der Hang ist nicht geeignet für eine Abfahrt“, urteilte der Schweizer Ex-Weltmeister und Weltcup-Führende Beat Feuz. Den besagten Vertigine-Sprung etwa kann man nicht mit vollem Tempo anfahren, denn dann würde man im Flachen landen und schwere Verletzungen riskieren. Schon im Super-G am Donnerstag stellte der Teil viele vor Probleme.

Deutschlands wiedergenesener Abfahrtsstar Thomas Dreßen nahm die Kurssetzer indes in Schutz. „Ich glaube, für heute war es gut, dass sie es so eingebremst haben. Es bringt keinem was, wenn die Startnummer 1 beim Vertigine-Sprung bis ins Loch springt und beide Knie kaputt gehen“, sagte er. „Aber freilich hoffe ich schon, dass die Kurssetzung ein bisschen offener wird auf morgen hin.“

Feuz und Paris kündigten an, mit den Verantwortlichen über Änderungen verhandeln zu wollen. Weder Fahrer noch Fans hätten so Spaß. Rennchef Markus Waldner erklärte: „Wir wussten, dass sich die Jungs beschweren werden. Unser Ansatz war aber die Sicherheit. Wir müssen erst sehen, mit viel viel Geschwindigkeit man an diesen Sprung ran kann.“ Mit den Erkenntnissen des ersten Trainings werde man jetzt die Tore versetzen und damit offener machen. „Morgen wird es perfekt werden.“

+++++11. Februar 2021+++++

Baumann gewinnt sensationell Super-G-Silber

Romed Baumann hat bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo sensationell Silber im Super-G gewonnen. In einem spektakulären Rennen lag der gebürtige Österreicher, der seit zwei Jahren für den Deutschen Skiverband (DSV) fährt, nur 0,07 Sekunden hinter dem favorisierten Österreicher Vincent Kriechmayr. Bronze gewann Alexis Pinturault (+0,38).

"Es ist heute alles so locker von der Hand gegangen, ich hab gar nicht geschnauft im Ziel, es ist unglaublich", sagte der 35 Jahre alte Baumann, der auf der neuen Piste Vertigine seine ganze Routine ausspielte.

Für den DSV war es die erste WM-Medaille seit Slalom-Bronze von Felix Neureuther 2017 in St. Moritz/Schweiz. Im Super-G der Männer hatte bislang nur 1987 der spätere Olympiasieger Markus Wasmeier als Dritter in Crans-Montana/Schweiz auf dem WM-Podest gestanden.

Baumann hatte zuvor für Österreich Bronze im Teamwettbewerb (2011 in Garmisch-Partenkirchen) und in der Super-Kombination (2013 in Schladming) gewonnen.

Endlich Gold - Gut-Behrami gewinnt Super-G bei der WM

Die große Favoritin Lara Gut-Behrami ist im ersten Rennen der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo/Italien in eindrucksvoller Manier zur ersten Goldmedaille ihrer Karriere gefahren. Die 29 Jahre alte Schweizerin gewann den Super-G vor Mannschaftskollegin Corinne Suter (+0,34 Sekunden), die bereits vor zwei Jahren in Are/Schweden Platz zwei belegt hatte.

Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin (USA) holte trotz eines schweren Patzers noch Bronze (+0,47), Olympiasiegin Ester Ledecka (Tschechien) wurde Vierte (+0,53). Kira Weidle (Starnberg) verfehlte eine Platzierung unter den ersten 15 deutlich.

Gut-Behrami, seit 2018 mit dem kurzzeitigen Hamburger Fußball-Profi Valon Behrami verheiratet, hatte sich mit Siegen in den vergangenen vier Super-G-Rennen in die Favoritenrolle gefahren und wurde dieser endlich auch gerecht. Zuvor war sie bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften je dreimal Zweite und Dritte geworden. Auf der Olimpia delle Tofane profitierte Gut-Behrami bei Sonnenschein und leichtem Wind von einem schweren Fehler von Shiffrin, die auf dem Weg zu einer überragenden Bestzeit war.

Gut-Behrami ist die erste Schweizer Weltmeisterin seit Sonja Nef, die 2001 in St. Anton/Österreich den Riesenslalom gewonnen hatte. Letzte eidgenössische Siegerin im Super-G war Maria Walliser bei der WM 1987 in Crans-Montana/Schweiz.

+++++9. Februar 2021+++++

WM soll nach Super-G-Absage nun erst am Donnerstag starten

Erst fiel zu viel Schnee, dann kam der Nebel, und so musste am zweiten Tag der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo bereits das dritte Rennen abgesagt werden: Nach der Kombination der Frauen und dem Super-G der Männer traf es am Dienstag den Super-G der Frauen. Um 13.00 Uhr sollte gefahren werden, doch weil sich der Nebel über der Strecke Olympia delle Tofane nicht verzog, erging um 14.30 Uhr die ernüchternde Mitteilung: "Race cancelled". Die Folge: ein Termin-Chaos.

Der Internationale Skiverband FIS und die Organisatoren warfen am Dienstagnachmittag das Programm fast komplett über den Haufen: Die Kombination der Männer, ursprünglich vorgesehen für den Mittwoch, wurde wie die am Montag abgesagte Kombination der Frauen auf den kommenden Montag (15. Februar) verschoben. Der Super-G der Frauen soll nun ebenso wie der zuvor wegen Lawinengefahr verschobene Super-G der Männer am Donnerstag (11. Februar) stattfinden. Die Abfahrten der Frauen (Samstag) und Männer (Sonntag) sind noch nicht betroffen.

"Eigentlich ist Cortina ja bekannt dafür, dass es sehr wetterstabil ist, jetzt ist es halt umgekehrt. Das kann passieren", sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier und betonte, die Absage des Super-G der Frauen sei gerechtfertigt gewesen: Die Sicht habe nur bei fünf bis acht Metern gelegen, "und das kann man gegenüber den Sportlern nicht verantworten".

Maier gab freilich zu bedenken: "Jetzt bekommt man langsam Druck auf das System." Druck, weil bei dieser WM erstmals 13 Wettbewerbe in 14 Tage gepresst werden sollten. "Das Programm ist schon sehr eng gestrickt", sagte Maier. Immerhin: Weil in Cortina zwei Pisten zur Verfügung stehen, können Frauen und Männer jeweils ein Rennen pro Tag fahren. Durch die Verschiebung der Super-G-Rennen fallen am Donnerstag aber die wichtigen Trainingsläufe für die Abfahrten am Wochenende aus.

Um weiterem Ungemach vorzubeugen, wurde die für Mittwoch geplante Kombination der Männer am Dienstag vorsorglich gestrichen, denn: Die Wetterprognose verheißt ein weiteres Mal Schneefall über Nacht bis Mittag, erst dann sollen die Niederschläge nachlassen und die Sonne herauskommen. "Die Hoffnung stirbt immer zuletzt", sagte Maier und betonte: "Wir gehen mit dem Thema sehr positiv um. Wenn ein Rennen ist, dann fahren wir, wenn keins ist, fahren wir halt später."

Erst ab Donnerstag ist Wetterbesserung in Sicht: Erwartet werden dann Sonnenschein und zum Wochenende hin zusätzlich eisige Temperaturen. Viele Möglichkeiten, ein Rennen zu verschieben, bleiben der FIS und den Organisatoren allerdings nicht mehr.

Den vollständigen neuen Zeitplan finden Sie hier.

Ski-Routinier und US-Olympiasieger Ligety beendet Karriere bei WM

Der 36 Jahre alte Amerikaner werde bei den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo den Riesenslalom am Freitag der nächsten Woche als letztes Rennen bestreiten, teilte er am Dienstag mit. „Ich bin super aufgeregt und super stolz auf das, was ich erreicht habe“, sagte er.

Ligety war mehrere Winter lang der überragende Athlet im Riesenslalom und holte in der Kerndisziplin neben seinem Olympia-Sieg 2014 auch noch Kombi-Gold bei den Winterspielen 2006. Zudem wurde er fünfmal Weltmeister: dreimal im Riesenslalom (2011, 2013, 2015) und 2013 in Schladming auch noch in der Kombination und im Super-G.

Im Weltcup sammelte der Athlet aus Park City (Utah) 25 Siege. Fünfmal sicherte er sich die kleine Kristallkugel als Disziplin-Bester im Riesentorlauf. Der letzte Sieg datierte vom Oktober 2015; seit drei Jahren schaffte es Ligety aber nicht mehr auf ein Podium.

„Ich habe diesem Sport alles gegeben und bin dankbar für alles, was mir der Skirennsport zurückgegeben hat. Ich liebe den Sport und hatte so viel Spaß, in den vergangenen 17 Jahren im Weltcup zu fahren. Ich habe mir jeden Kindheitstraum erfüllt mit Olympia-Goldmedaillen, WM-Goldmedaillen und Weltcup-Siegen, aber jetzt ist es Zeit, bei meiner Familie zu sein“, schrieb Ligety bei Instagram neben einem Foto seiner drei Söhne.

DSV schickt alle vier Super-G-Starter auch in die WM-Kombination

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat das erwartete Quartett für die Kombination der Herren bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo nominiert. Mit Ausnahme des kürzlich nach einer Hüft-Operation in den Weltcup zurückgekehrten Thomas Dreßen, der sich bei den Titelkämpfen in Italien voll auf die Abfahrt konzentriert, sind alle deutschen Speed-Spezialisten am Mittwoch (10.00 und 13.30 Uhr/jeweils ARD und Eurosport2) dabei.

Angeführt wird das Team von den Routiniers Romed Baumann, der für sein Geburtsland Österreich schon mehrere gute WM-Resultate in der Kombination erzielt hat, und Andreas Sander. Dominik Schwaiger und Simon Jocher komplettieren es. Der Super-G der Kombination ist eine gute Gelegenheit für die deutschen Athleten, sich an die neue Strecke in den Dolomiten zu gewöhnen, auf der sie am Donnerstag auch den eigentlichen Super-G bestreiten sollen. Ob die vier auch allesamt im Slalom der Kombination starten, ist noch offen.

+++++8. Februar 2021+++++

Schnee-Chaos wirbelt WM-Programm durcheinander

Für die Corona-Pandemie sind sie in Cortina d'Ampezzo bestens präpariert - gegen das Wetter aber helfen weder Masken, Tests noch Abstandhalten. Massen an Neuschnee haben gleich an den ersten Tagen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Italien das Programm durcheinander gewirbelt. Nachdem es die Nacht über geschneit hatte, wurde die Kombination der Damen am Montagmorgen abgesagt. Am Abend folgte dann die Entscheidung, auch den für Dienstag geplanten Super-G der Herren um zwei Tage auf Donnerstag zu verschieben. „Ich komme wirklich schon lange her und habe noch nie so viel Schnee erlebt“, sagte Alpinchef Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband.

Als WM-Auftakt soll nun am Dienstag (13.00 Uhr/ARD und Eurosport2) der Super-G der Damen mit Kira Weidle als einziger deutscher Starterin stattfinden. Anders als die Herrenpiste, die wegen der Lawinengefahr nicht mehr rechtzeitig präpariert werden kann, dürften die Arbeiten am Damen-Hang unterhalb des Tofane-Massivs also klappen.

Von Frust war im Schatten der mächtigen Dolomiten trotz alledem aber nichts zu spüren. „Für das Team ist es total easy, wir sind das gewohnt“, beschwichtigte Maier. „Wir wissen, dass wir eine Freiluftsportart sind und uns auf Verschiebungen einstellen müssen.“

Allerdings war da noch nicht klar, dass durch die Verschiebung des Herren-Super-G auf Donnerstag auch das erste Abfahrtstraining ausfällt. Damit bleiben Thomas Dreßen in seinem Wettlauf gegen die Zeit nur zwei Testläufe vor dem Rennen am Sonntag. Für den Super-G war der Kitzbühel-Sieger von 2018 ohnehin nicht vorgesehen. Die Kombination soll nun am als Ruhetag vorgesehenen kommenden Montag (15. Februar) stattfinden.

Meteorologisch ist Besserung in Sicht. Ab Mitte der Woche könnten ideale Bedingungen herrschen - dank erwarteter eisiger Temperaturen in der Nacht sowie Sonne und geringerer Minusgrade tagsüber.

„Der Terminplan ist extrem eng“, hatte Maier der ARD schon vor den Absagen gesagt. 13 Entscheidungen sollen bis einschließlich 21. Februar in Cortina fallen - so viele wie nie zuvor bei einer WM.

Corona-Sorgen sollten angesichts des umfassenden Sicherheitskonzepts in dem kleinen Wintersportort aber nicht auch noch dazu kommen. Über 600 Athleten aus 70 Nationen sind für die WM gemeldet. Inklusive Trainern, Betreuern, Funktionären und Helfern sind laut Veranstalter rund 6000 Menschen für die Titelkämpfe nach Cortina gereist, rund um die Strecke bewegen sie sich in vier voneinander getrennten Blasen.

Medienvertreter laufen am Eingang des Pressezentrums durch eine Art Desinfektionsdusche. Dazu bekommen sie kleine Sensoren ausgehändigt, die blinken und vibrieren, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Vor und während der WM stehen regelmäßige Corona-Tests an.

Die deutschen Ski-Asse fühlen sich derweil sportlich gut gerüstet - auch wenn ihr Einstand am Dienstag ausfällt. Andreas Sander und Romed Baumann sind die großen Hoffnungsträger des DSV im Super-G, für den zudem noch Simon Jocher und Dominik Schwaiger nominiert wurden. „Die Jungs haben eine wahnsinnig gute Körpersprache und wollen schnell Skifahren“, sagte Ex-Skistar Felix Neureuther der dpa.

„Die sind auch mit einem fünften Platz wie dem von Andi Sander in Kitzbühel nicht zufrieden. Diese Gewinnermentalität müssen wir wieder in den deutschen Skisport reinbringen. Ohne die bist du chancenlos. Aber die Jungs haben die und das macht Spaß“, betonte Neureuther. Und deswegen traut er Baumann und Sander nach ihren Plätzen 10 und 13 bei der Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen bei der WM auch viel zu.

Und Kira Weidle? „Sie ist eher die Spezialistin im Abfahrtsbereich“, sagte Alpinchef Maier. Der Super-G sei „noch eine Baustelle für sie“. Vielleicht findet die Starnbergerin aber doch das passende Werkzeug.

Auftaktrennen der WM abgesagt - Quintett für Super-G nominiert

Das Wetter hat den Organisatoren der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo gleich am ersten Wettkampftag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wegen starken Schneefalls in der Nacht ist die Kombination der Damen am Montag abgesagt worden. Einen neuen Termin gab es zunächst noch nicht. Und angesichts des pickepackevollen Programms für die Titelkämpfe in Italien dürfte es auch nicht allzu einfach werden, einen zu finden.

Insgesamt 13 Entscheidungen sollen bis einschließlich 21. Februar in Cortina fallen - so viele wie noch nie zuvor. Erstmals sind auch separate Parallelrennen der Damen und Herren vorgesehen. „Der Terminplan ist extrem eng“, hatte der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), Wolfgang Maier, der ARD bereits am Sonntag gesagt. „Der Organisation wird nicht viel Luft bleiben, wenn es so Wetterkapriolen gibt wie es im Augenblick der Fall ist.“

Nachdem es den ganzen Sonntag über geregnet und geschneit hatte, wurde die Reihenfolge für die Kombination der Damen zunächst getauscht und der Slalom nach vorne gezogen. Am Montagmorgen wurde das Rennen wegen des vielen Neuschnees dann gestrichen. Eine deutsche Athletin wäre nach dem Verzicht der nach wie vor leicht am Daumen lädierten Kira Weidle ohnehin nicht am Start gewesen.

Das erste mit Spannung erwartete Kräftemessen zwischen Weltmeisterin Wendy Holdener, deren Schweizer Teamkollegin und Olympiasiegerin Michelle Gisin, US-Star Mikaela Shiffrin sowie der slowakischen Gesamtweltcup-Führenden Petra Vlhova fiel damit ebenfalls aus.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur alpinen Ski-WM.

Quintett vertritt DSV bei WM-Super-G-Rennen - Dreßen nicht dabei

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat die erwarteten fünf Athletinnen und Athleten für die für Dienstag angesetzten Super-G-Rennen bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo nominiert.

Bei den Damen (10.30 Uhr) soll demnach die Starnbergerin Kira Weidle als einzige Deutsche an den Start gehen, wie der DSV am Montag mitteilte. Bei den Herren (13.00 Uhr/jeweils ARD und Eurosport2) sind neben den Hoffnungsträgern Romed Baumann und Andreas Sander noch Simon Jocher und Dominik Schwaiger vorgesehen. Thomas Dreßen, der nach einer Hüft-Operation erst vergangene Woche in den Weltcup zurückgekehrt war, lässt den Super-G wie erwartet aus und konzentriert sich auf die für kommenden Sonntag geplante Abfahrt.

Noch ist die Austragung der beiden Rennen am Dienstag aber nicht gesichert. Die für Montag geplante Kombination der Damen musste wegen starken Schneefalls in der Nacht abgesagt werden.

+++++7. Januar 2021+++++

Damen-Kombi ohne deutsche Beteiligung

Der erste Wettbewerb der Alpinen-Ski-WM findet ohne deutsche Beteiligung statt. Nach einer kurzfristigen Programmänderung für die Kombination der Frauen verzichtet Kira Weidle (Starnberg) auf eine Teilnahme.

Aufgrund der aktuellen Wettersituation und der Prognosen wird die Kombination entgegen der ursprünglichen Planung mit dem Slalom beginnen (11.00 Uhr). Erst im Anschluss folgt der Super-G (14.30 Uhr). Damit bleibt angesichts der Niederschläge mehr Zeit, die Super-G-Strecke in einen rennfertigen Zustand zu versetzen.

Weidle hätte den Super-G der Kombination als Vorbereitung auf das Super-G-Rennen am Dienstag auf gleicher Strecke nutzen wollen und den anschließenden Slalom ausgelassen. Nun wird sie am Montag auf einer anderen Strecke trainieren.

Das ist das deutsche Aufgebot für die Alpine Ski-WM 2021

++++++6. Februar 2021++++++

Baumann bei WM-Generalprobe in den Top Ten

Die deutschen Skirennfahrer haben einen versöhnlichen zweiten Teil ihrer WM-Generalprobe erlebt. Romed Baumann belegte beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen am Samstag als bester Starter des Deutschen Skiverbands Rang zehn. 0,78 Sekunden betrug sein Rückstand auf den Österreicher Vincent Kriechmayr, der knapp vor seinem Landsmann Matthias Mayer (+0,17) und dem Schweizer Marco Odermatt (+0,49) triumphierte.

Auf Platz fünf fehlte Baumann gerade mal eine Zehntelsekunde. „Ich bin wieder solide gefahren. Aus dem Selbstvertrauen heraus kann man bei einem Großereignis attackieren“, sagte der 35-Jährige zufrieden. Auch Andreas Sander (+0,94) steigerte sich und fuhr auf Rang 13. Es habe ihm an der letzten Überzeugung und auch ein bisschen an der nötigen Kraft gefehlt, erklärte Sander.

Bis zu den am Montag beginnenden Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo habe er zwar nicht mehr viel Zeit, sagte der 31-Jährige. „Aber so eine WM vor Augen mobilisiert natürlich nochmal Kräfte.“ In der Abfahrt tags zuvor hatten die beiden bislang besten deutschen Speedfahrer der laufenden Saison die Plätze 14 und 24 belegt.

Simon Jocher (+1,14) erreichte im Super-G am Samstag einen ordentlichen 18. Rang. Manuel Schmid (+2,27) und Dominik Schwaiger (+2,30) fuhren auf die Plätze 41 und 42.

Der nach einer Hüft-Operation zurückgekehrte Thomas Dreßen hatte die beiden Heimrennen nach seinem Trainings-Comeback am Donnerstag noch ausgelassen und will erst bei der WM wieder in den Rennbetrieb einsteigen. Für Josef Ferstl war die Saison nach seinem heftigen Sturz am Freitag bereits beendet.

+++++5. Februar 2021+++++

Deutsche Ski-Asse patzen bei WM-Generalprobe - Ferstl stürzt heftig

Die deutschen Skirennfahrer haben den ersten Teil ihrer WM-Generalprobe vermasselt und die Top Ten bei der letzten Abfahrt vor den Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo verpasst.

Dominik Schwaiger belegte beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen am Freitag als bester Starter des Deutschen Skiverbands Rang zwölf. 1,36 Sekunden betrug sein Rückstand auf den Südtiroler Dominik Paris, der seinen ersten Saisonsieg feierte. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,37) vor dem Österreicher Matthias Mayer (+0,40).

Schwaigers zuletzt noch so formstarke Teamkollegen enttäuschten: Romed Baumann (+1,53) fuhr auf Platz 14, Andreas Sander (+2,37) auf Rang 24. Dahinter landeten noch Simon Jocher (+2,78) und Manuel Schmid (+2,96) auf den Plätzen 25 und 29. „Das Feld ist so eng. Man darf nur wenige Fehler machen, und dafür habe ich heute einfach zu viele gemacht“, sagte Baumann wenige Tage vor WM-Start. „Es war jetzt aber nicht so, dass ich skitechnisch irgendwelche Defizite gehabt hätte. Von daher beunruhigt mich das überhaupt nicht.“

Der Zeitplan der Ski-WM.

Josef Ferstl stürzte heftig. Seine Knie blieben nach eigener Aussage verschont, wegen Schmerzen am Sprunggelenk und an der Hüfte begab er sich aber zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Das Rennen wurde für mehrere Minuten unterbrochen, weil der Fangzaun, in den der 32-Jährige gekracht war, wieder aufgebaut werden musste. „Es hätte schlimmer ausgehen können“, sagte Ferstl.

Thomas Dreßen, der nach einer Hüft-OP im Training am Donnerstag sein Comeback gab, verzichtete noch auf einen Rennstart und ging nur als Vorläufer auf die Piste. Auch am Super-G auf der Kandahar am Samstag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) wird der 27-Jährige nicht teilnehmen. Die WM in Italien findet vom 8. bis 21. Februar statt.

+++++4. Februar 2021+++++

Thomas Dreßen nach Hüft-OP zurück auf der Piste

Thomas Dreßen ist gerade noch rechtzeitig vor seinem geplanten WM-Start kommende Woche in den Ski-Zirkus zurückgekehrt. Der beste deutsche Abfahrer bestritt am Donnerstag das Training für die Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen. Dreßen ließ es auf der "Kandahar" erwartet locker angehen und lag im Ziel 3,03 Sekunden hinter der Bestzeit des Österreichers Max Franz.

Ob der 27-Jährige bei der WM-Generalprobe in "GAP" am Freitag und Samstag aber auch die Rennen in Abfahrt und Super-G (jeweils 11.30 Uhr) bestreiten wird, blieb offen. "Ich gehe stark davon aus, dass ich als Vorläufer fahren werde", sagte Dreßen. Eine endgültige Entscheidung wollte er nach Rücksprache mit dem Trainerteam treffen.

Für den Mittenwalder war das Training in Garmisch das Saisondebüt. Wegen einer Hüft-OP Ende November hatte Dreßen bislang noch kein Rennen bestreiten können. "Mein Endruck war, dass es körperlich super passt", sagte er nach seiner Fahrt ohne Schmerzen an der Hüfte: "Das war das Wichtigste. Dass ich vom Fahrerischen her noch weit weg bin von den Vorderen, ist klar."

Dreßen sieht Garmisch nach bislang erst sechs Trainingstagen auf Schnee vor allem als "guten Test" für die WM. Er wolle "ein bisschen Rennluft schnuppern", sagte er.

Der Saisonhöhepunkt im italienischen Cortina d'Ampezzo beginnt für die Speedspezialisten schon am Dienstag mit dem Super-G. Das WM-Rennen in der Königsdisziplin ist für den 14. Februar geplant.

Bester Deutscher beim Testlauf auf der anspruchsvollen Strecke am Kreuzeck war Josef Ferstl (0,29 Sekunden zurück) auf Platz zwei. Ihm folgten mit Romed Baumann, Dominik Schwaiger, Manuel Schmid und Andreas Sander vier weitere DSV-Starter in den Top 20. Allerdings sind die Trainings in der Regel wenig aussagekräftig.

+++++3. Februar 2021+++++

Erstes Abfahrtstraining in „GAP“ abgesagt, Dreßen-Comeback verschiebt sich

Das Comeback von Abfahrer Thomas Dreßen wird sich aufgrund der Absage des ersten Abfahrtstrainings in Garmisch-Partenkirchen zumindest um einen Tag verschieben. Wie die FIS am Mittwoch mitteilte, wurde das Training wegen der hohen Temperaturen gestrichen. Die Strecke soll für die letzten Rennen vor der alpinen Ski-WM im italienischen Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) geschont werden.

Das Training am Donnerstag soll wie geplant stattfinden. Der Regen über Nacht habe die Kandahar an bestimmten Bereichen beschädigt, erklärte der Veranstalter. "Die Piste ist allgemein in einem sehr guten Zustand. Die ein oder andere Stelle braucht noch kältere Temperaturen, die erwartet man von heute auf morgen", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

In "GAP" steht am Freitag und Samstag mit Super-G und Abfahrt der letzte Weltcup vor den Titelkämpfen auf dem Programm. Dreßen hat nach seiner Hüft-OP in diesem Winter noch kein Rennen bestritten, der 27-Jährige aus Mittenwald stand allerdings auf der Startliste für das erste Abfahrtstraining beim Heim-Weltcup. "Wir werden sehen, ob wir ihn als Vorläufer einsetzen oder ob er beim Rennen teilnimmt", hatte Maier am Montag der ARD gesagt.

"Die ersten Versuche auf Schnee waren sehr vielversprechend, er war schmerzfrei", sagte Maier über Dreßens jüngste Fortschritte: "Er ist unser Zugpferd. Wenn es die Möglichkeit gibt, wollen wir ihn auf jeden Fall mit nach Cortina nehmen."

Dreßen war Ende November operiert worden. Um einen drohenden zweiten Eingriff wegen eines freien Gelenkkörpers kam Deutschlands "Skisportler des Jahres" herum.

+++++2. Februar 2021+++++

Shiffrin plant bei WM persönliches Rekordprogramm

US-Superstar Mikaela Shiffrin plant bei der anstehenden alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo so viele Starts wie nie zuvor bei einem internationalen Großevent. Sie wolle in der Kombination, im Super-G, im Riesenslalom und im Slalom antreten, kündigte die 25-Jährige am Dienstag an. Bislang hatte sie bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften stets maximal drei Rennen bestritten. Im Slalom gewann sie zuletzt vier WM-Titel in Serie. Bei den vergangenen Titelkämpfen im schwedischen Aare vor zwei Jahren überraschte sie zudem mit der Goldmedaille im Super-G.

In diesem Winter ist die 68-malige Weltcup-Siegerin bislang nur Technikrennen gefahren. Zuletzt habe sie zwar drei Trainingstage im Super-G eingestreut, berichtete sie. Sie trete in dieser Disziplin aber nicht an, um ihren Titel zu verteidigen und verwies unter anderem auf die Topform der Schweizerin Lara Gut-Behrami, die die vergangenen vier Super-G-Rennen allesamt gewonnen hat. „Ich

fühle mich wohl auf den Skiern, es macht Spaß. Ich denke, dass ich in der Lage bin, ein gutes Ergebnis einzufahren“, sagte Shiffrin. „Aber ich habe absolut keine Garantie dafür.“

Im Gesamtweltcup liegt die Amerikanerin derzeit auf Rang sieben. Als die ganz große Favoritin sieht sie sich in Italien daher nicht. Die Titelkämpfe finden vom 8. bis 21. Februar statt.

+++++1. Februar 2021+++++

Sofia Goggia verpasst Heim-WM nach Sturz neben der Rennstrecke - Dreßen vor Comeback

Die italienische Skirennfahrerin Sofia Goggia hat sich in Garmisch-Partenkirchen bei einem Sturz neben der Piste verletzt und fällt für die anstehende WM in ihrem Heimatland aus. Nachdem der Super-G am Sonntag wegen Nebels abgesagt wurde, fuhr die Abfahrts-Olympiasiegerin mit ihren Teamkolleginnen auf einer Piste parallel zur Rennstrecke ab, kam dabei zu Fall und erlitt eine Knieblessur. Eine eingehende Untersuchung in Mailand ergab, dass die 28-Jährige eine Fraktur des Schienbeinkopfes im rechten Knie erlitten hat, teilte der italienische Skiverband am Abend mit.

„Goggia wird nicht an den Weltmeisterschaften von Cortina d'Ampezzo teilnehmen, die am Montag, dem 8. Februar, beginnen“, teilte der Verband mit. Als derzeit beste Abfahrerin war Goggia eine der größten Hoffnungen der Italiener für die Titelkämpfe. In diesem Winter gewann sie vier von fünf Abfahrten und wurde einmal Zweite. Als erster Wettkampf in den Dolomiten steht am Montag der nächsten Woche die Kombination an. Goggia hatte vor einem Jahr im Super-G von Garmisch bei einem Sturz einen Unterarmbruch erlitten.

+++++2. Februar 2021+++++

Abfahrer Dreßen vor Comeback

Garmisch-Partenkirchen (SID) - Abfahrer Thomas Dreßen soll schon beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen und damit noch vor seinem geplanten Einsatz bei der Ski-WM sein Comeback geben. "Wir werden sehen, ob wir ihn als Vorläufer einsetzen oder ob er beim Rennen teilnimmt", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier am Montag der ARD.

In "GAP" steht am Freitag und Samstag mit Super-G und Abfahrt der letzte Weltcup vor den Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo/Italien (8. bis 21. Februar) auf dem Weltcup-Programm. Dreßen hat nach seiner Hüft-OP in diesem Winter noch kein Rennen bestritten, will aber unbedingt zur WM.

"Die ersten Versuche auf Schnee waren sehr vielversprechend, er war schmerzfrei", sagte Maier über Dreßens jüngste Fortschritte: "Er ist unser Zugpferd. Wenn es die Möglichkeit gibt, wollen wir ihn auf jeden Fall mit nach Cortina nehmen."

Auch Techniker Stefan Luitz hat wohl noch Hoffnung. Der Allgäuer nahm nach seiner Oberschenkelverletzung laut Maier am Montag wieder das Training auf.

Der Alpinchef gab für Männer und Frauen je eine Medaille als Ziel vor. "Wir brauchen nicht runterfahren und sagen, wir werden nur zum Durchreichen dabei sein", betonte Maier: "Wir werden den ein oder anderen Akzent setzen können. Ich bin von unserem Team zu 100 Prozent überzeugt."

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur alpinen Ski-WM.

+++++1. Februar 2021++++++

Weidle verpatzt WM-Generalprobe - Gut-Behrami erneut vorne

Skirennfahrerin Kira Weidle hat auch den zweiten Teil der WM-Generalprobe verpatzt. Beim wegen Nebels von Sonntag auf Montag verschobenen zweiten Super-G in Garmisch-Partenkirchen belegte die Starnbergerin nur Platz 24. 2,20 Sekunden betrug ihr Rückstand auf die wieder einmal überragende Schweizerin Lara Gut-Behrami, die bereits am Samstag auf der Kandahar triumphiert hatte und ihren insgesamt vierten Sieg in Serie in dieser Disziplin feierte. Zweite wurde die slowakische Gesamtweltcup-Führende Petra Vlhova (+0,28) vor der Österreicherin Tamara Tippler (+0,74).

Die zweite deutsche Starterin, Anna Schillinger, schied aus. Schon am Samstag hatte es für die deutsche Speed-Hoffnung Weidle beim Heim-Weltcup nur zu Platz 23 gereicht. Es waren die letzten Rennen der Damen vor der WM in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar).

+++++31. Januar 2021+++++

Straßer verpatzt WM-Generalprobe – Kristoffersen siegt

Skirennläufer Linus Straßer hat bei der WM-Generalprobe eine herbe Enttäuschung erlebt. Der 28 Jahre alte Münchner verpatzte den zweiten Slalom im französischen Chamonix völlig und belegte nur den mäßigen 23. Platz. Schon am Samstag war Straßer nur 17. geworden.

Der Sieg im letzten Rennen für die Technik-Spezialisten vor der WM in Cortina d'Ampezzo/Italien (8. bis 21. Februar) ging an den Norweger Henrik Kristoffersen. Er sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg vor Ramon Zenhäusern aus der Schweiz (+0,28) und dessen Landsmann Sandro Simonet (+0,38), der sich um 27 (!) Plätze verbesserte.

Straßer hatte nach dem ersten Durchgang als Siebter noch in Lauerstellung zum Podium gelegen, verpatzte den zweiten Durchgang auf immer schlechter werdender Piste aber völlig und wies zwei Sekunden Rückstand auf Kristoffersen auf. Straßer hatte zuletzt den Slalom in Zagreb gewonnen. Nach Platz zwei in Adelboden und fünf in Flachau war er danach zweimal ausgeschieden.

Sebastian Holzmann, der als 29. gerade noch den zweiten Durchgang erreicht hatte, verbesserte sich dagegen auf Rang 20 (+1,82) und landete sogar noch vor Straßer. Julian Rauchfuss, Anton Tremmel und Alexander Schmid konnten sich nicht qualifizieren.

+++++31. Januar 2021+++++

Nach Super-G-Absage: Ski-Ass Goggia verletzt sich neben Rennstrecke

Die italienische Skirennfahrerin Sofia Goggia hat sich in Garmisch-Partenkirchen bei einem Sturz neben der Piste verletzt und droht für die Heim-WM auszufallen. Nachdem der Super-G am Sonntag wegen Nebels abgesagt wurde, fuhr die Abfahrts-Olympiasiegerin mit ihren Teamkolleginnen auf einer Piste parallel zur Rennstrecke ab, kam dabei zu Fall und erlitt eine Knieblessur. Der italienische Verband schrieb in einem ersten Bulletin von einer Verstauchung oder Zerrung im rechten Knie. Die 28-Jährige fuhr nach Mailand, um sich weiter untersuchen zu lassen.

Als derzeit beste Abfahrerin war Goggia eine der größten Hoffnungen der Italiener für die Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo, in diesem Winter gewann sie vier von fünf Abfahrten und wurde einmal Zweite. Als erster Wettkampf in den Dolomiten steht am Montag der nächsten Woche die Kombination an. Goggia hatte vor einem Jahr im Super-G von Garmisch bei einem Sturz einen Unterarmbruch erlitten.

+++++30. Januar 2021+++++

Weidle enttäuscht bei Super-G in Garmisch-Partenkirchen

Skirennläuferin Kira Weidle hat beim Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen eine herbe Enttäuschung erlebt. Beim letzten Weltcup-Wochenende vor der WM in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) kam die 24-jährige Starnbergerin im ersten Super-G am Samstag nicht über Platz 23 hinaus. Den Sieg holte sich wie schon am vergangenen Wochenende in Crans-Montana die Schweizerin Lara Gut-Behrami.

Weidles Rückstand betrug 2,15 Sekunden. "Das ist absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe. So langsam wünsche ich mir auch, dass es da einen Schritt nach vorne geht", sagte Weidle: "Warum die Fehler passieren, weiß ich nicht. Wir suchen eifrig nach einer Lösung."

Auch ARD-Experte Felix Neureuther hatte mehr erwartet, "die letzte Konsequenz hat gefehlt, und sie hatte kleine Unsicherheiten drinnen", sagte er. Vielleicht helfe ja "mal ein Schnaps am Start", fügte Weidle hinzu. Bereits im Super-G von Crans-Montana hatte Deutschlands beste Schussläuferin mit Rang 26 einen Spitzenplatz deutlich verfehlt.

+++++29. Januar 2021+++++

Super-G statt Abfahrt in Garmisch

Die für Samstag (11.00 Uhr) in Garmisch-Partenkirchen angesetzte Weltcup-Abfahrt der alpinen Skirennfahrerinnen musste abgesagt werden. Wegen des Dauerregens und des damit verbundenen schlechten Zustandes der Strecke konnte am Freitagmorgen das angesetzte Training nicht durchgeführt werden. Ohne Trainingsdurchgang war damit auch ein Rennen am Samstag nicht möglich. Es soll nun am 26. Februar (11.45 Uhr) in Val di Fassa/Italien nachgeholt werden.

Statt der Abfahrt wird in Garmisch am Samstag zum gleichen Zeitpunkt ein Super-G ausgetragen. Für Sonntag ist um 11.00 Uhr planmäßig ein zweiter Super-G angesetzt. "Wir bedauern die Absage natürlich sehr, doch wir sind sehr optimistisch und freuen uns, dass wir am Wochenende überhaupt zwei Rennen fahren können", sagte, Wolfgang Maier, Sportvorstand Alpin im Deutschen Skiverband (DSV).

Kira Weidle, beste deutsche Schussfahrerin, bedauerte den Ausfall der Abfahrt sehr. "Das ist schade, ich habe sehr gute Erinnerungen an die Abfahrt hier. Ich mag sie gerne", sagte die Starnbergerin.

+++++26. Januar 2021+++++

Straßer scheidet auch im Schladming-Slalom aus

Linus Straßer stand an der berühmten Planai und blickte frustriert den Berg hinauf. Der deutsche Skirennfahrer ist auch beim Slalom von Schladming ausgeschieden und hat einen weiteren Dämpfer vor der WM im Februar kassiert. Wie schon vor gut einer Woche in Flachau fädelte der Hoffnungsträger des DSV auch am Dienstagabend bei dem Flutlichtevent ein. Nachdem der Münchner mit einem Sieg und einem zweiten Platz einen famosen Start in den Januar hingelegt hatte, muss er nun mit einer Formdelle im Weltcup umgehen.

„Das ist blöd“, sagte der 28-Jährige im Bayerischen Fernsehen. „Aber es war mir vorher klar, dass es nicht nur hoch hinaus geht, sondern auch mal schwierige Rennen und Phasen kommen.“

Den Sieg bei dem Nachtslalom, der auf die sonst üblichen zigtausend Zuschauer verzichten musste und von vielen Ausfällen geprägt war, sicherte sich der Österreicher Marco Schwarz vor den beiden Franzosen Clement Noel (+0,68 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,82).

Straßer hatte bei dichtem Schneetreiben schon im ersten Durchgang enttäuscht und mit großem Rückstand nur den 27. Platz erreicht. „Das war nicht der Linus, den man gekannt hat von den anderen Rennen“, analysierte der frühere Skistar Felix Neureuther als TV-Experte. Straßer selbst berichtete von physischen Erschöpfungserscheinungen.

Im Finale wollte der beste deutsche Torläufer attackieren, schied dann aber schon recht früh bei einem Rechtsschwung aus. „So ein Einfädler kann passieren“, meinte der Sieger von Zagreb und Zweitplatzierte von Adelboden, suchte aber auch im Rückblick auf Flachau keine Ausreden: „Das war beides mal ein Fahrfehler von mir.“

Nun stehen am Wochenende noch zwei Slaloms in Chamonix an; das sind die Generalproben für die Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo.

+++++26. Januar 2021+++++

Französin Worley gewinnt Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz - Deutsche chancenlos

Skirennfahrerin Tessa Worley hat den Riesenslalom am Kronplatz gewonnen. Die zweimalige Weltmeisterin aus Frankreich setzte sich am Dienstag auf der schwierigen Piste in Südtirol vor Lara Gut-Behrami aus der Schweiz (+0,27 Sekunden) und der Italienerin Marta Bassino (+0,73) durch. Auf der steilen und tückischen Strecke kämpfte sich Worley noch von Platz fünf nach dem ersten Durchgang auf eins vor. Die drei Führenden des ersten Laufes - Michelle Gisin (Schweiz), Mikaela Shiffrin (USA) und Federica Brignone (Italien) - rutschten im Finale jeweils noch hinter die Podiumsränge zurück.

Mit ihrem dritten Rang beim letzten Weltcup-Riesenslalom vor der WM im Februar in Cortina d'Ampezzo festigte Bassino, die vier der sechs Saisonrennen gewonnen hatte, die Führung in der Disziplinwertung. In der Gesamtwertung hat die Slowakin Petra Vlhova, die am Kronplatz als Weltmeisterin nur Zwölfte wurde, nun 100 Punkte Vorsprung auf Gisin.

Die deutschen Starterinnen fuhren wie schon im ganzen Winter in der Disziplin weit hinterher. Von den vier Starterinnen des DSV kam keine in den zweiten Durchgang: Andrea Filser als 36. und Jessica Hilzinger als 44. waren jeweils klar zu langsam für die besten 30, Lisa Marie Loipetssperger und Leonie Flötgen schieden aus.

Nach dem Rücktritt von Vizeweltmeisterin Viktoria Rebensburg fehlt dem deutschen Team in der Disziplin eine Topfahrerin - im sechsten Riesenslalom sprangen zum vierten Mal keine Weltcup-Punkte heraus.

+++++25. Januar 2021+++++

Dreßen bekommt WM-Garantie - Start bleibt offen

Die drei Weltcups auf der legendären Streif musste Thomas Dreßen daheim am Fernseher verfolgen - dank einer Blitzheilung soll der beste deutsche Abfahrer aber pünktlich zum Saisonhöhepunkt bei der Weltmeisterschaft im Februar wieder fit sein. Vom Deutschen Skiverband bekam der Mittenwalder, der wegen einer Hüft-Operation in diesem Winter noch keinen Wettkampf bestritten hatte und erst in der vorigen Woche erstmals wieder Skifahren war, eine Garantie für die Reise nach Cortina d'Ampezzo. „Wir nehmen ihn auf jeden Fall mit“, versicherte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier der dpa am Montag.

Bei der WM in den Dolomiten vom 8. bis 21. Februar zählen die Asse des DSV nicht zuletzt durch die beachtlichen Abfahrten am Wochenende und den Super-G am Montag in Kitzbühel zu den Medaillenkandidaten. Dreßen aber könnte nun der Joker werden! Ob der 27-Jährige dann in Cortina auch tatsächlich an den Start gehen kann, das werde sich wohl erst bei den Trainings vor Ort zeigen, wie Maier erklärte. „Natürlich ist die WM ein Thema“, hatte der Sportler selbst zuletzt gesagt.

„Einen Dreßen, den besten deutschen Abfahrer der Geschichte, würde ich nie zuhause lassen“, bekräftigte der Alpin-Direktor. „Es stand für uns außer Diskussion, dass wir ihm die Chance geben.“ Sollte der fünfmalige Weltcupsieger sich in Cortina also bereit fühlen, an den Start zu gehen, könnte der DSV in die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbare Qual-der-Wahl-Situation kommen, dass sich Fahrer im Training vor Ort um die vier Startplätze duellieren müssten.

Vor einem internen Ausscheidungs-Wettkampf sind zwei Abfahrer sicher, nämlich Andreas Sander und Romed Baumann. Die zwei Routiniers zeigten an diesem Wochenenden in Kitzbühel ihre Klasse und gehen mit viel Rückenwind in die Heimrennen Ende der nächsten Woche in Garmisch-Partenkirchen und dann die WM in Norditalien.

Sander schloss die verlängerte Kitzbühel-Woche am Montag mit Rang neun im Super-G ab, Baumann wurde Elfter. Josef Ferstl als 13. und Dominik Schwaiger als 17. rundeten ein gutes Ergebnis ab. „Das gibt viel Selbstvertrauen“, sagte Sander vor der Abreise aus Tirol.

Rund eineinhalb Sekunden fehlten Sander und Baumann auf Sieger Vincent Kriechmayer. Der Österreicher gewann vor dem Schweizer Marco Odermatt (+0,12 Sekunden) und seinem Landsmann Matthias Mayer (+0,55). „Es sind Kleinigkeiten, die nicht ganz gepasst haben“, sagte Sander zu seinem Kitzbühel-Abschluss im ZDF. Er habe seine Ski nicht perfekt auf die Pistenbedingungen eingestellt, außerdem waren einige Abschnitte nicht ideal. „Fehler macht man natürlich“, betonte der 31-Jährige. „Die Kunst ist es, mit Fehlern wenig Zeit zu verlieren.“

Mit den Plätzen acht, fünf und neun - plus einem Ausreißer als 20. - kann sich Sanders Super-G-Bilanz in diesem Winter sehen lassen. „Ich freu mich voll auf Garmisch“, sagte der Ennepetaler nun. Für Teamkollege Baumann waren die Kitzbühel-Events die Heimrennen, schließlich wuchs der gebürtige Österreicher nur wenige Kilometer von der Streif entfernt auf. In Garmisch aber soll der Heimvorteil den Ausschlag geben für die DSV-Truppe. „Wir waren dort schon zum Trainieren und sind top motiviert“, berichtete der 35-Jährige.

Auch der in den vergangenen Wochen schwächelnde und heftig mit seiner Form hadernde Ferstl konnte Platz 13 als Schritt nach vorne werten. „Die Mannschaft ist gut drauf, besonders der Andi und der Romed. Ich und die Kollegen hinken ein bisschen hinterher“, erzählte er. „Aber das ist das Schöne: Wir können uns ranziehen an unsere Besten.“ Und vielleicht ist der Allerbeste bald überraschend auch wieder dabei.

+++++25. Januar 2021+++++

DSV-Ass Sander Neunter im Kitzbüheler Super-G

Die deutschen Skirennläufer haben auch zum Abschluss der Weltcup-Wettbewerbe in Kitzbühel eine gute Leistung geboten. Beim Sieg von Vincent Kriechmayr (Österreich) belegten Andreas Sander (Ennepetal/+1,41 Sekunden), Romed Baumann (Kiefersfelden/+1,52), Josef Ferstl (Hammer/+1,60) und Dominik Schwaiger (Königssee/+1,78) bei schwierigen und wechselnden Sichtbedingungen und trotz mehrerer Fehler die Plätze neun, elf, 13 und 17.

Auf der eisigen und von Rippen durchzogenen Streif lag der schon in den beiden Abfahrtsrennen favorisierten Kriechmayr am Ende 0,12 Sekunden vor dem Schweizer Marco Odermatt, Dritter wurde sein Landmanns Matthias Mayer (+0,55), der nach den beiden Abfahrten zum dritten Mal aufs Podest fuhr. Beat Feuz (Schweiz), Gewinner der beiden Abfahrtsrennen, schied aus. Ebenso der junge Simon Jocher (Oberstdorf).

Baumann und Sander in Top 6 von Kitzbühel - Feuz feiert Doppel-Sieg

+++++24. Januar 2021+++++

Die deutschen Skirennläufer haben bei der legendären Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel die Podestplätze zwar knapp verpasst, aber trotzdem ein Spitzenergebnis eingefahren. Beim zweiten Rennen auf der berüchtigten Streif war der Schweizer Beat Feuz erneut nicht zu schlagen, Romed Baumann (Kiefersfelden) als Fünfter (+0,97 Sekunden) und Andreas Sander (Ennepetal/+1,00) direkt dahinter bestätigten drei Wochen vor der Ski-WM in Cortina ihre gute Form.

Baumann, dem 59 Hundertstelsekunden auf das Podium fehlten, war bei schwierigen Sichtverhältnissen dennoch nicht zufrieden. "Irgendwie habe ich nicht ganz so den Trieb hingebracht, den ich mir gewünscht habe", sagte der Routinier im ZDF. Auch Sander fand seine Fahrt "nicht so gut".

Dominik Schwaiger (Königssee) lag nach einer guten Fahrt bei der vorletzten Abfahrt vor der WM im Zwischenergebnis auf Platz 13 (+1,62), Josef Ferstl (Hammer) verfehlte die Spitzenplätze mit einem Rückstand von 2,56 Sekunden deutlich. Feuz, der am Freitag erstmals in "Kitz" triumphierte hatte, feierte den ersten Abfahrts-Doppelsieg im österreichischen Ski-Mekka seit Luc Alphand (Frankreich) vor 26 Jahren.

Feuz gewann vor dem Franzosen Johan Clarey (+0,17) und Lokalmatador Matthias Mayer (+0,38). Das für Samstag geplante Rennen war wegen des schlechten Wetters um einen Tag verschoben worden. Der Super-G findet nun am Montag (10.45 Uhr) statt.

Skirennfahrerin Weidle abgeschlagen - Gut-Behrami siegt deutlich

Skirennläuferin Kira Weidle hat beim Weltcup in Crans-Montana ein Wochenende zum Vergessen erlebt. Nach dem enttäuschenden 16. Platz in der Abfahrt kam die Starnbergerin auch im Super-G nicht über Rang 26 hinaus. Für Weidle ein Rückschlag zwei Wochen vor der WM, für die Abfahrtskönigin Sofia Goggia (Italien) und Super-G-Queen Lara Gut-Behrami (Schweiz) endgültig in die Favoritenrolle fuhren.

"Es waren überall Fehler drin", sagte Weidle (24) nach dem Super-G zerknirscht im ZDF: "Ich war in der Fläche schnell und unten raus, aber wenn man zwischendrin so Fehler macht, bringt das auch nicht mehr viel." Ihr Rückstand auf Gut-Behrami: 2,35 Sekunden.

Die Schweizerin holte sich zwei Wochen nach ihrem Erfolg von St. Anton den zweiten Sieg im Super-G in Serie, es war ihr insgesamt 28. im Weltcup. Die 29-Jährige war nach überstandenen Rückenproblemen stolze 0,93 Sekunden schneller als die Österreicherin Tamara Tippler. Federica Brignone (Italien/1,02) wurde Dritte.

Gleich mehrere Athletinnen hatten große Probleme mit der Kurssetzung. Petra Vlhova (Slowakei) schied aus, Goggia fuhr nach verpatztem Zielsprung am vorletzten Tor vorbei und verspielte den zweiten Platz. Die Italienerin hatte zuvor beide Abfahrten in Crans-Montana gewonnen.

Weidle, am Freitag noch gute Fünfte, hatte schon nach dem zweiten Rennen in der Königsdisziplin am Samstag mit sich gehadert: "Ich bin hie und da nicht so sauber über dem Ski gestanden." Zudem, ergänzte sie selbstkritisch, sei sie bei wolkenverhangenem Himmel wegen der schlechten Sicht "ein bisschen passiv gewesen".

Olympiasiegerin Goggia (28) war am Samstag 0,27 Sekunden schneller als Gut-Behrami und holte ihren vierten Abfahrtserfolg in Serie. Das war zuletzt Speed-Queen Lindsey Vonn (USA) von Januar bis März 2018 gelungen. Weidle lag 1,56 Sekunden zurück.

+++++23. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Weidle enttäuscht bei nächster Goggia-Gala

Kira Weidle schüttelte frustriert den Kopf. Nach ihrem starken fünften Platz am Freitag hat die Starnberger Skirennfahrerin bei der zweiten Abfahrt in Crans-Montana am Samstag einen Dämpfer kassiert. Die 24-Jährige belegte beim erneuten Sieg der Italienerin Sofia Goggia mit 1,56 Sekunden Rückstand nur Rang 16.

„Ich bin mit meiner Fahrt nicht zufrieden, weil ich teilweise ein bisschen unsauber gefahren und ein bisschen passiv gewesen bin“, sagte Weidle dem ZDF. Die einzige deutsche Starterin an diesem Wochenende in der Schweiz war als Fünfte auf die Piste gegangen und hatte mit den Sichtverhältnissen unter zunächst wolkenverhangenem Himmel spürbar zu kämpfen. Zudem sei die Strecke aufgrund kühlerer Temperaturen schneller gewesen als am Vortag, erklärte sie.

Nachdem das Wetter im weiteren Rennverlauf etwas aufklarte, fiel Weidle im Klassement immer weiter zurück. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im italienischen Cortina d'Ampezzo im Februar bleibt sie aber die größte deutsche Hoffnungsträgerin.

Die formstarke Olympiasiegerin Goggia feierte indes bereits ihren vierten Erfolg in der fünften Abfahrt dieser Saison. „Sie fährt extrem viel Risiko“, sagte Weidle über die 28-Jährige. „Wenn sie an der einen oder anderen Stelle technisch noch sauberer fahren würde, kann sie sich fast nur selber schlagen.“

Zweite wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,27), Dritte Goggias Landsfrau Elena Curtoni (+0,60). Für einen Schreckmoment sorgte die Tschechin Ester Ledecka, die zu weit aus einer Kurve rausgetragen wurde und in ein Fangnetz krachte. Die 25-Jährige stand aber wieder auf und streckte den Daumen nach oben. Am Sonntag (12.00 Uhr) steht für die Damen in Crans-Montana noch ein Super-G an.

+++++22. Januar 2021+++++

Zweite Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel von Samstag auf Sonntag verschoben

Das Wetter hat das Programm der alpinen Weltcup-Wettbewerbe in Kitzbühel ein wenig durcheinandergewirbelt. Die klassische Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif, die am Samstagmorgen wegen Regen, Schneefall, Nebel und der Pistenbedingungen abgesagt wurde, soll nun am Sonntag (10.20 Uhr) nachgeholt werden. Der Super-G verschiebt sich dadurch auf Montag (10.45 Uhr).

"Aufgrund der aktuellen Wettersituation und des damit verbundenen Pistenzustands hat die Jury entschieden, das heutige Abfahrtsrennen abzusagen", teilten der Internationale Skiverband FIS und die Organisatoren am Samstagmorgen mit. Durch die hohen Temperaturen am Freitag war die Streif bereits in Mitleidenschaft gezogen worden, der Regen verschlechterte die Bedingungen zusätzlich.

"Es hat in der Nacht bis zum Hausberg rauf geregnet und angefangen zu schneien", berichtete der deutsche Männer-Cheftrainer Christian Schwaiger. Für die Organisatoren sei es deshalb "nach dem gestrigen warmen Tag" schwierig gewesen, die Piste rennfertig zu präparieren. Schwaiger nannte es eine "relativ vernünftige Entscheidung", das Rennen abzusagen.

Die deutschen Läufer waren nicht überrascht von der Absage am Samstag. "Das habe ich schon fast erwartet, als ich heute Morgen aufgestanden bin, da habe ich kurz rausgeschaut, und es sah nicht gut aus", sagte Andreas Sander, der am Freitag bei der ersten Abfahrt auf der Streif Rang fünf belegt hatte. "Die Jungs werden sich jetzt regenerieren", sagte Cheftrainer Schwaiger zu den Plänen für den restlichen Samstag.

+++++22. Januar 2021+++++

Heftige Stürze auf der Streif in Kitzbühel - Kryenbühl schwer verletzt

Andreas Sander hat in einem Chaos-Rennen auf der berüchtigten Streif die erste Podestplatzierung seiner Karriere verpasst, seine starke Form aber unterstrichen. Der 31-Jährige aus Ennepetal belegte bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten in Kitzbühel beim Premierensieg von Beat Feuz (Schweiz) den fünften Platz. Das mehrfach unterbrochene Rennen wurde nach 30 von 55 Startern endgültig abgebrochen, konnte damit aber gewertet werden.

Romed Baumann (Kiefersfelden), Dominik Schwaiger (Königssee) und Josef Ferstl (Hammer) rundeten auf den Rängen acht, zwölf und 13 das beste Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) in "Kitz" ab. Drei deutsche Läufer hatten sich zuvor nur einmal unter den ersten Zwölf platziert: 1990 in Schladming kamen Stefan Krauss, Markus Wasmeier und Hansjörg Tauscher auf die Plätze sechs, neun und zehn.

Überschattet wurde das Geisterrennen von einem schweren Sturz des Schweizers Urs Kryenbühl, der beim extrem weiten Zielsprung bei einer Geschwindigkeit von 145 km/h die Kontrolle verlor und schwer auf die harte Piste krachte. Nach Angaben des Schweizer Skiverbandes Swiss Ski erlitt der 26-Jährige neben einer Gehirnerschütterung und einem Bruch des rechten Schlüsselbeins auch einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie. Ryan Cochran-Siegle (USA) zog sich bei einem Sturz laut US-Verband eine "leichte Halswirbelfraktur" zu.

Das Rennen stand zwischenzeitlich vor dem Abbruch, weil nach der Zieldurchfahrt des Österreichers Daniel Danklmaier (Startnummer 23) als zusätzliche Gefahr für die Läufer starker Wind aufkam. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung fuhren noch die für eine Wertung des Rennens erforderlichen sieben weiteren Starter - unter anderem der starke Schwaiger (Startnummer 26).

Feuz triumphierte bei der 500. Abfahrt seit der Gründung des alpinen Ski-Weltcups im Jahre 1966 nach einer überzeugenden Fahrt in 1:53,77 Minuten vor Vorjahressieger Matthias Mayer aus Österreich (+0,16) und Dominik Paris aus Italien (+0,56). Der 33-Jährige hatte noch nie in Kitzbühel gewinnen können. Vier Mal war der Schweizer bisher Zweiter geworden.

Weidle gute Fünfte bei Abfahrt in Crans-Montana

Skirennfahrerin Kira Weidle hat bei der Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana ihr bestes Saisonergebnis egalisiert. Die 24-Jährige aus Starnberg kam am Freitag auf den fünften Platz, den sie bereits im vergangenen Dezember in Val d'Isère belegt hatte. Als einzige deutsche Starterin lag Weidle auf verkürzter Strecke eine knappe Sekunde hinter Siegerin Sofia Goggia.

Die Italienerin setzte sich vor der Tschechin Ester Ledecka (+0,20 Sekunden) und Breezy Johnson aus den USA (+0,57) durch. Das Rennen musste zeitweise wegen starken Windes unterbrochen werden. Am Samstag steht in der Schweiz erneut eine Abfahrt auf dem Programm.

+++++21. Januar 2021+++++

Thomas Dreßen nach Hüft-OP zurück auf der Piste

Rund zwei Monate nach seiner Hüft-Operation ist Skirennfahrer Thomas Dreßen auf die Piste zurückgekehrt. Deutschlands bester Abfahrer postete in den sozialen Medien am Donnerstag ein Video, das ihn dabei zeigt, wie er den Kasberg in Österreich hinabfährt. „Endlich! Zurück, wo ich hingehöre“, schrieb er dazu.

In den Tagen zuvor hatte sich Dreßen weiteren Untersuchungen beim Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbands (DSV), Manuel Köhne, in München unterzogen. An mehr als lockeres, freies Fahren ist für den 27-Jährigen, der sich nach wie vor in der Reha befindet, aber noch nicht zu denken. Erst als nächste Schritte sind intensiveres Kraft- und eine Rückkehr ins Schneetraining geplant.

Dreßen, der bislang die komplette Weltcup-Saison ausfiel, hat die Hoffnung auf ein Comeback bei den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) noch nicht aufgegeben. „Klar ist die WM ein Thema“, sagte der Gewinner der Kitzbühel-Abfahrt von 2018 und insgesamt fünfmalige Weltcupsieger vergangene Woche. „Die letzten paar Wochen habe ich richtig gute Fortschritte gemacht. Ich bin soweit schmerzfrei“, berichtete er.

Der Hüft-OP im Herbst hatte sich Dreßen unterzogen, weil ihm das Gelenk schon länger Schmerzen bereitet hatte. Ein freier Gelenkkörper konnte dabei aber nicht wie geplant entfernt werden. Ob ihn die Blessur auch beim intensiven Schneetraining oder bei Rennen beeinflusst, wird sich erst zeigen.

Sander in Kitzbühel auch im Abschlusstraining stark

Die deutschen Skirennläufer haben auch im Abschlusstraining für die Weltcup-Abfahrten auf der Streif in Kitzbühel die Hoffnung auf vordere Platzierungen genährt. Bester war wie bereits am Vortag Andreas Sander, der mit 1,13 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Vincent Kriechmayr (Österreich) erneut den sechsten Rang belegte. "Es war eine gute Fahrt", sagte der Westfale, "es gab ein paar Abschnitte, da war ich noch nicht am Limit."

In Kitzbühel finden zum ersten Mal seit 2004 zwei Abfahrten statt. Am Freitag wird zunächst das in Wengen/Schweiz ausgefallene Rennen nachgeholt, am Samstag folgt die klassische Hahnenkamm-Abfahrt (jeweils 11.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Am Sonntag findet noch ein Super-G statt (10.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Die Trainingsläufe sind nur zum Teil aussagekräftig, weil sich zahlreiche Fahrer in einigen Passagen noch zurückhalten und die Strecke nicht in vollem Renntempo absolvieren.

Hinter Sander belegten Josef Ferstl (+1,80 Sekunden), Dominik Schwaiger (+1,87) und Romed Baumann (+2,21) die Plätze elf, zwölf und 21. "Die Piste ist in einem guten Zustand", berichtete Baumann, da ist noch einiges drin. Ziel ist ein Podium, aber das ist schon die ganze Saison das Ziel." Der gebürtige Österreicher war im vergangenen Jahr bei seiner zwölften Abfahrt auf der Streif als Siebter bester DSV-Starter.

Auch Sander kam dort in den vergangenen beiden Jahren gut zurecht. Beim Sieg seines derzeit noch verletzten Mannschaftskollegen Thomas Dreßen im Januar 2018 belegte er nach bester letzter Zwischenzeit Rang sechs, im vergangenen Jahr wurde er Elfter. "Ich muss gar nicht viel anders machen", sagte er nach dem Anschlusstraining, "wenn ich den Stand abrufe, den ich habe, sollte ich besser sein als im Vorjahr."

+++++19. Januar 2021+++++

DSV-Fahrer wecken im Training in Kitzbühel große Hoffnungen

Die deutschen Skirennläufer haben im ersten Training für die beiden Weltcup-Abfahrten auf der berüchtigten "Streif" in Kitzbühel Hoffnungen auf Spitzenresultate geweckt. Bei Kaiserwetter fuhren Andreas Sander (+0,61 Sekunden) und Romed Baumann (+0,71) auf die Plätze sechs und sieben, Josef Ferstl (+0,84) und Manuel Schmid (+1,03) belegten auf der bestens präparierten Piste herunter vom Hahnenkamm die Platz 12 und 13. Der Tagesbeste war Ryan Cochran-Siegle (USA).

"Der Nervenkitzel ist einfach da, was auch gut ist", sagte Sander nach seiner Fahrt und bekannte: "Ich habe mich gewundert, dass es für eine so gute Zeit reicht." Routinier Baumann erwartet für Freitag und Samstag (jeweils 11.30 Uhr/ZDF) spannende Rennen. "Man sieht, dass es schon im Training relativ knapp ist. Das wird mit Sicherheit eine Schlacht werden", sagte der gebürtige Österreicher. Am Sonntag folgt auf der Streif noch ein Super-G.

Am Freitag wird in Kitzbühel die in Wengen ausgefallene Lauberhorn-Abfahrt nachgeholt, am Samstag das Hahnenkamm-Rennen gestartet. "Ich habe mich brutal gefreut, dass wir hier zwei Abfahrten fahren", betonte Baumann, "es gibt nichts Besseres, Kitzbühel ist nicht umsonst so eine Legende im Skisport." Der zuletzt beste deutsche Abfahrer vermisst allerdings das gewohnte Flair: Wegen Corona werden die Wettbewerbe auch in Kitzbühel als Geisterrennen ausgetragen.

Für gewöhnlich werden die Abfahrten in Kitzbühel von 45.000 Zuschauern verfolgt, selbst zu den Siegerehrungen am Samstagabend kommen an die 20.000 Ski-Fans. "Es ist schon schade, dass das heuer nicht so ist", sagte Baumann.

+++++19. Januar 2021+++++

Genug Schnee - Skirennen in Garmisch kann stattfinden

Die alpinen Skirennen der Damen in Garmisch-Partenkirchen am 30. und 31. Januar können wie geplant stattfinden. Das teilte der Weltverband Fis nach einer Streckenkontrolle am Montag mit. Auf der berühmten Kandahar stehen am Monatsende eine Abfahrt und ein Super-G an. Eine Woche später machen die Herren dort Station.

+++++17. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Bassino siegt erneut - Filser wieder in den Punkten

Die italienische Skirennfahrerin Marta Bassino hat auch den zweiten Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. Die 24-Jährige siegte am Sonntag mit 0,66 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Schweizerin Michelle Gisin, Dritte wurde die Slowenin Meta Hrovat (+0,73). US-Star Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, landete auf Platz sechs.

Die einzige deutsche Starterin, Andrea Filser, fuhr als 22. zum zweiten Mal in Serie in die Punkte. Die Niederländerin Adriana Jelinkowa war im ersten Durchgang schwer gestürzt. Das Rennen wurde daraufhin für mehrere Minuten unterbrochen, die 25-Jährige kam mit einem Transportschlitten ins Tal.

Skirennfahrer Straßer scheidet beim zweiten Slalom in Flachau aus

Skirennfahrer Linus Straßer ist am Sonntag beim zweiten Slalom im österreichischen Flachau ausgeschieden. Weil er im ersten Durchgang einfädelte, war das Rennen für den 28-Jährigen vorzeitig beendet. Beim ersten Slalom im Salzburger Land tags zuvor hatte der Sieger von Zagreb und Zweite von Adelboden noch Platz fünf belegt - und damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Nun folgte beim Premierensieg des Norwegers Sebastian Foss-Solevaag vor Marco Schwarz aus Österreich (+0,76 Sekunden) und dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,95) der Dämpfer für den Münchner.

Vor den Weltmeisterschaften im Februar in Cortina d'Ampezzo stehen noch der Nachtslalom in Schladming und zwei Torläufe in Chamonix an.

+++++16. Januar 2021+++++

Kreuzbandriss: Saison für Kilde nach Trainingssturz beendet

Für den norwegischen Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde (28) ist die Saison nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie beendet. Der Gesamtweltcupsieger des vergangenen Winters zog sich die Verletzung beim Super-G-Training auf der österreichischen Reiteralm zu.

"Es ist so, wie ich es befürchtet, aber nicht erhofft hatte", wurde Kilde vom norwegischen Skiverband zitiert. Er sei aber "in sehr guten Händen" und werde "stark zurückkommen", so Kilde.

Kilde, der in dieser Saison den Super-G und die Abfahrt in Gröden gewonnen hatte, soll schon bald operiert werden. "Für so etwas gibt es nie einen guten Zeitpunkt, aber das gehört bei unserem Sport dazu", hatte der Norweger schon vor der Diagnose gesagt. Eine Untersuchung in Innsbruck brachte das niederschmetternde Ergebnis.

+++++16. Januar 2021+++++

Skirennfahrerin Filser punktet bei nächstem Bassino-Sieg

Skirennläuferin Marta Bassino hat den Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora deutlich gewonnen. Die Italienerin holte sich in 2:11,90 Minuten ihren dritten Weltcupsieg des Winters souverän vor der Französin Tessa Worley (+0,80 Sekunden) und Michelle Gisin aus der Schweiz (+1,46). Mikaela Shiffrin (USA/+2,18), die unter der Woche in Flachau beim Slalom ihren 68. Weltcup-Sieg gefeiert hatte, fiel von Rang vier auf sechs zurück.

Andrea Filser (+5,10) vom SV Wildsteig, einzige Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV), qualifizierte sich im Riesenslalom erstmals für den zweiten Durchgang und holte sich mit Platz 22 das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Bereits am Sonntag (9.15 und 12.15 Uhr) steht in Kranjska Gora erneut ein Riesenslalom auf dem Programm.

+++++14. Januar 2021+++++

Thomas Dreßen hofft noch auf Comeback für WM

Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen hat die Hoffnung auf ein Comeback bei den Ski-Weltmeisterschaften im Februar offenbar noch nicht aufgegeben. Das sagte der 27-Jährige am Donnerstag in einer Medienrunde. Dreßen absolviert aktuell die Reha nach einer Hüftoperation und hofft bei einer Kontrolle nächste Woche auf die Erlaubnis der Ärzte, in das Skitraining einsteigen zu können. Auf die Frage, ob die WM in Cortina d'Ampezzo vom 8. bis 21. Februar ein Thema für ihn sei, antwortete er nun: „Klar ist die WM ein Thema.“

Das Ziel scheint ambitioniert, vor allem weil Dreßen einen Start bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen Anfang Februar zugleich als „unrealistisch“ bezeichnet. Nur wenige Tage nach dem Weltcup auf der Kandahar stehen bereits die Trainings und WM-Rennen in Cortina an.

Der Optimismus bei dem Kitzbühel-Champion von 2018 und insgesamt fünfmaligen Weltcup-Sieger rührt daher, dass die Reha bislang besser verlaufen sei als erhofft. „Die letzten paar Wochen habe ich richtig gute Fortschritte gemacht. Ich bin soweit schmerzfrei“, sagte der Sportler aus Mittenwald in Oberbayern. „Jetzt heißt es, die nächsten Schritte zu machen, damit ich mich hundertprozentig sicher fühle, wenn es hoffentlich bald wieder auf Ski geht.“

Dreßen hatte sich im Herbst einer Hüft-OP unterzogen, weil ihm das Gelenk schon seit langer Zeit Schmerzen bereitet hatte. Eine freier Gelenkkörper konnte dabei aber nicht wie geplant entfernt werden. Ob ihn diese Blessur auch beim intensiven Schneetraining oder bei Rennen beeinflusst, muss sich erst zeigen. Eine exakte Prognose, dass es mit der WM noch klappt, kann Dreßen daher vorerst nicht treffen.

+++++13. Januar 2021+++++

Rennen in Kitzbühel wegen Coronavirus-Mutation verlegt

Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Herren in Kitzbühel am kommenden Wochenende sind wegen der möglichen 17 Fälle der britischen Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg abgesagt worden. Stattdessen finden sie nun in Flachau statt, wie der Weltverband Fis am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung für die Absage in Kitzbühel war unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erfolgt, wie Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zuvor verkündet hatte. Nach der Absage der Lauberhorn-Rennen im schweizerischen Wengen war Kitzbühel eingesprungen. Nun steigen die für Samstag und Sonntag vorgesehenen Slaloms im Salzburger Land.

Die Hahnenkamm-Rennen vom 22. bis 24. Januar seien nach aktuellem Stand noch nicht gefährdet. Deren Austragung sei allerdings abhängig vom Ergebnis der PCR-Tests im gesamten Bezirk Kitzbühel, sagte Platter. Sollten dabei keine Auffälligkeiten auftreten, könnten die Abfahrts- und Super-G-Rennen auf der Streif wie geplant stattfinden.

Einen Tag nach Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen von Infektionen mit dem mutierten Coronavirus aus Großbritannien in Jochberg sind bisher keine weiteren Verdachtsfälle aufgetreten. Von den sehr gezielten 191 PCR-Tests seien alle negativ, sagte Platter. Auslöser der Suche war ein Kurs zur Skilehrer-Ausbildung, an dem vor allem Briten teilgenommen hatten. „Natürlich ist so eine Ausbildung entbehrlich“, sagte Platter und zeigte damit wenig Verständnis für die Veranstaltung.

+++++12. Januar 2021+++++

Shiffrin mit Rekordsieg "Königin der Nacht", Dürr nur Elfte

Die deutschen Skirennläuferinnen haben die WM-Generalprobe im Slalom verpatzt. Beim Nachtrennen im österreichischen Flachau verfehlte Lena Dürr (Germering) beim Rekordsieg von Mikaela Shiffrin (USA) die angestrebte Platzierung unter den besten Acht. Als einzige von vier deutschen Starterinnen im Finale belegte sie bei anhaltendem Schneefall auf der Hermann-Maier-Piste nur Rang elf.

Shiffrin feierte als "Königin der Nacht" im letzten Slalom vor der WM in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar), die nach einem Beschluss der italienischen Regierung wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden muss, ihren 68. Weltcupsieg. Sie überholte damit in der ewigen Bestenliste Marcel Hirscher (Österreich), vor ihr liegen noch Ingemar Stenmark (Schweden/86) und Lindsey Vonn (USA/82).

Zugleich stellte Shiffrin mit ihrem ersten Slalom-Erfolg in diesem Winter vor Katharina Liensberger aus Österreich (+0,19 Sekunden) und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,43) einen Rekord auf: Sie hat nun 44 Slalom-Rennen gewonnen, so viele Siege sind keiner anderen Skirennläuferin in einer einzigen Disziplin gelungen. Häufiger auf Rang eins lag nur Stenmark im Riesenslalom (46), Vonn gewann 43-mal eine Abfahrt.

Für Shiffrin war der Sieg nicht zuletzt die 100. Podestplatzierung beim 183. Weltcup-Start. Diese Marke hatten zuvor nur sieben Alpine erreicht. Die meisten Podestplatzierungen holten Stenmark (155), Hirscher (138) und Vonn (137).

+++++11. Januar 2021+++++

Lauberhorn-Rennen in Wengen abgesagt - Verlegung nach Kitzbühel

Die traditionsreichen Lauberhornrennen der Skirennläufer in Wengen/Schweiz sind abgesagt worden. Nach einigem Hin und Her entschieden die Verantwortlichen des Kantons Bern, den Weltcup-Klassiker in dem 1100 Einwohner zählenden Bergdorf aufgrund der zu hohen Corona-Infektionszahlen nicht auszutragen. Das teilte der Schweizer Skiverband Swiss Ski mit.

Zwei der drei in Wengen geplanten Wettbewerbe wurden nach Kitzbühel verlegt, wo vom 22. bis 24. Januar die Hahnenkammrennen ausgetragen werden sollen. Vorgesehen ist nun, am kommenden Wochenende die Slaloms von Wengen und Kitzbühel zu fahren (16./17.), in der darauf folgenden Woche dann zwei Abfahrten (22./23.) sowie ein Super-G (24.) auf der "Streif". Nur für die zweite Abfahrt von Wengen ist noch kein Ersatztermin bekannt.

Die Gesundheits- und Wirtschaftsdirektion des Kantons Bern habe in Absprache mit dem Organisationskomitee in Wengen, Swiss Ski und den Verantwortlichen des Weltcups entschieden, "die Bewilligung für die Lauberhornrennen zurückzuziehen", teilte der Internationale Ski-Verband FIS am Montag mit und ergänzte: "Die Berner Behörden haben nach eingehender Prüfung festgestellt, dass es nicht möglich ist, alle Vorkehrungen zu treffen, damit die Athleten und die Betreuungsteams in getrennten Zonen ausreichend geschützt werden können."

Noch am Sonntag hatte der Internationale Skiverband FIS nach Absprache mit den Behörden in Bern grünes Licht für die Anreise gegeben, beide sahen sich allerdings am Montag wegen der Pandemie zu einem Umdenken gezwungen. Die Mannschaften wurden bereits am Vormittag angewiesen, wegen der verschlechterten Lage nicht in die Schweiz oder vom Wettkampfort Adelboden weiter nach Wengen zu reisen.

+++++10. Januar 2021+++++

Straßer fährt nach Aufholjagd im Slalom auf Rang zwei

Nur wenige Stunden nach einem behördlichen Okay droht den alpinen Ski-Klassiker von Wengen nun doch eine Absage. Am Montagmorgen wurden die internationalen Mannschaften aufgefordert, ihre Anreise in die Schweiz zu stoppen. Der Grund sei, dass die Corona-Lage in dem Skiort im Berner Oberland weiter evaluiert werde. „Die Lauberhornrennen sind nicht abgesagt“, twitterte der Schweizer Skiverband zunächst. Eine Entscheidung sei am Nachmittag zu erwarten. Das bestätigte auch ein Sprecher des Weltverbandes Fis auf Anfrage.

Diverse Medien hatten zuvor bereits über eine fixe Absage berichtet. Auch der deutsche Abfahrer Dominik Schwaiger schrieb bei Instagram zu einem kurzen Video aus dem Auto, dass Wengen gestrichen worden sei.

In Wengen waren zuletzt vermehrt Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Über Weihnachten waren offenbar viele Touristen aus Großbritannien zu Gast, inzwischen wurde in dem Kanton Bern laut den Behörden auch die mutierte Virusvariante nachgewiesen. Der alpine Ski-Weltcup sorgt sich vor allem vor einer größeren Infektionswelle, die die Austragung der WM im Februar im italienischen Cortina gefährden könnte.

Trotz dieser Entwicklung hatten der Schweizer Kanton und die Fis noch am Sonntag entschieden, wie geplant in Wengen zu starten.

+++++10. Januar 2021+++++

Linus Straßer in Adelboden Zweiter

Linus Straßer streckte schon im Ziel strahlend den Zeigefinger nach oben. Der 28-Jährige wusste sofort, dass ihm am legendären Chuenisbärgli erneut ein Traumlauf gelungen war. Und tatsächlich: Vier Tage nach seinem Triumph von Zagreb setzte der Münchner auch beim Slalom-Klassiker in Adelboden ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer famosen Aufholjagd verbesserte sich Straßer noch vom zwölften auf einen herausragenden zweiten Rang, nur der Österreicher Marco Schwarz war etwas schneller.

"Das war unerwartet, ich habe mich nicht grandios gefühlt. Es war mehr ein Arbeitserfolg, aber ich habe es durchgezogen, von daher bin auch zufrieden", sagte Straßer und fügte nach seinem "Lieblingsrennen" an: "Das Hundertstel-Glück war definitiv auf meiner Seite, es war unglaublich eng." 0,14 Sekunden fehlten auf Schwarz, der Brite Dave Ryding lag als Dritter nur 0,01 Sekunden zurück. Für Straßer war es im Spezialslalom das zweite Podium in Serie. Dies hatte zuletzt Felix Neureuther 2017 geschafft.

Erneut zeigte Straßer vor allem im zweiten Lauf seine (Welt-)Klasse, nachdem er in Zagreb von Rang acht nach ganz oben gestürmt war. "Das war eine Top-Performance von ihm, vor allem der 2. Lauf war genial", sagte Cheftrainer Christian Schwaiger. Aber, merkte Straßer im ZDF schmunzelnd an, er hätte "auch nichts dagegen, wenn ich mal nach dem ersten Lauf etwas weiter vorne bin".

In Adelboden fehlten nach Durchgang eins bereits 0,69 Sekunden auf das Podium, doch Straßer zeigte sich davon unbeeindruckt. Der Coup von Zagreb, "das macht was mit einem", sagte er, man müsse es "nur in die richtige Richtung lenken". Und das schafft der Münchner angesichts der enormen Leistungsdichte im Slalom derzeit beeindruckend. Für die WM in Februar zählt er in dieser Form zu den Medaillen-Anwärtern, doch erst einmal stehen im Januar noch vier Slaloms auf dem Programm.

Es war ein spannender Abschluss der Rennen am Chuenisbärgli, die am Samstag beim Riesenslalom von einem schweren Sturz des Amerikaners Tommy Ford überschattet wurden. Der 31 Jahre alte Skirennläufer krachte im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel mit dem Kopf auf die eisharte Piste.

Nach 20-minütiger Behandlung auf der Piste wurde Ford mit einem Helikopter in eine Klinik gebracht. Der US-Verband konnte leichte Entwarnung geben. Die Kopf- und Nackenverletzungen seien "geringfügig und heilen gut". Ford habe aber eine "Knieverletzung, die weiter untersucht wird".

Beim Sieg von Alexis Pinturault musste sich Alexander Schmid nach einer schwachen Fahrt mit einem enttäuschenden 22. Rang zufrieden geben. Stefan Luitz fehlte im Berner Oberland nach seiner Oberschenkelverletzung, er muss vier Wochen pausieren.

Auch Kira Weidle verpasste im österreichischen St. Anton die erhoffte Topplatzierung. Die 24-Jährige aus Starnberg belegte in der Abfahrt beim überlegenen Sieg der überragenden Sofia Goggia den zehnten Platz. Weidle war allerdings von einem Bänderriss am linken Daumen gehandicapt.

"Ich bin froh, dass ich einigermaßen Skifahren konnte, aber das war nicht das, was ich will. Ich bin nicht ganz zufrieden. Es waren immer mal wieder ein paar Fehler drin, vor allem im oberen Teil", sagte Weidle, die in ihrer Karriere bisher zweimal auf dem Podest stand. Am Sonntag fuhr sie beim Super-G immerhin ihre beste Weltcup-Platzierung in dieser Disziplin ein. Weidle wurde 15., die Schweizerin Lara Gut-Behrami holte ihren 27. Weltcup-Erfolg.

+++++10. Januar 2021+++++

Trotz Corona-Sorgen: Ski-Klassiker in Wengen findet statt

Trotz steigender Corona-Fallzahlen in Wengen und dem Nachweis der neuen Virus-Variante aus Großbritannien sollen die traditionellen Lauberhorn-Skirennen am nächsten Wochenende wie geplant stattfinden. Das entschieden am Sonntag die Behörden des Schweizer Kantons Bern und eine Taskforce des Weltverbandes Fis.

Am Samstag hatte der Herren-Rennchef Markus Waldner berichtet, dass die Events in Wengen gefährdet seien, nachdem in der Region etliche Covid-19-Fälle aufgetreten waren. Weil während der Feiertage auch viele Engländer zu Gast waren und dabei die mutierte Form des Coronavirus mitbrachten, wuchsen die Sorgen. Die Fis will auf keinen Fall eine größere Infektionswelle im Ski-Weltcup und damit die Austragung der Ski-WM im Februar in Cortina d'Ampezzo riskieren.

Bei einer Videokonferenz am Sonntag wurden den Verantwortlichen die Ängste aber offenbar genommen. Eine Austragung der Rennen in Wengen sei vertretbar, hieß es. Am Freitag und Samstag stehen zwei Abfahrten auf dem Programm, am Sonntag folgt ein Slalom. Durch das Okay der Verantwortlichen können die Teams nun schon am Montag anreisen. Laut Kanton wird es aber noch strengere Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen das Virus geben.

+++++10. Januar 2021+++++

Gut-Behrami gewinnt Super-G in St. Anton - Weidle auf Platz 15

Lara Gut-Behrami hat den Super-G von St. Anton gewonnen. Die Schweizer Skirennfahrerin setzte sich am Sonntag in Österreich vor Marta Bassino aus Italien (+0,16 Sekunden) und ihrer Teamkollegin Corinne Suter (+0,20) durch. Kira Weidle fuhr auf den 15. Platz. So weit vorn war sie in dieser Disziplin im Weltcup noch nie gelandet. Am Samstag hatte die Starnbergerin beim Abfahrtserfolg von Sofia Goggia aus Italien den zehnten Platz erreicht und damit ihre Form vor den nächsten Speed-Events und der WM angedeutet.

+++++9. Januar 2021+++++

Ford stürzt schwer, Schmid enttäuscht, Pinturault siegt

Der Weltcup-Schlusshang des schweren Chuenisbärgli sorgt normalerweise für Spektakel und Ekstase bei Zigtausenden Skifans in Adelboden. In diesem Corona-Winter fehlen die Zuschauer - und neben dem sportlichen Höhepunkt durch Sieger Alexis Pinturault ereignete sich auf dem kniffligen Pistenabschnitt am Samstag vor allem ein Schockmoment. Der Amerikaner Tommy Ford stürzte im Riesenslalom kurz vor dem Ziel schwer, wurde lange an der Strecke behandelt und dann in ein Krankenhaus geflogen. Der Skirennfahrer sei bei Bewusstsein, hieß es - am Abend gab es dann zumindest ein wenig Entwarnung. Die Kopf- und Nackenverletzungen seien nicht so schlimm, teilte der US-Verband mit. Ford habe sich eine Blessur am Knie zugezogen, die noch weiter untersucht werden müsse.

Der Anblick zuvor war erschreckend: Ford verlor wenige Tore vor dem Ziel die Kontrolle über die Ski, überschlug sich, prallte mit dem Kopf auf den Boden und rutschte - womöglich kurz bewusstlos - in ein Fangnetz. Dabei krachte er auch mit zwei Pistenarbeitern zusammen. Er blieb regungslos liegen, den Kopf verdreht, sein Fuß hing in dem Netz. Herbeieilende Mediziner behandelten ihn noch am Unfallort.

Danach transportierten Helfer Ford mit einem Rettungsschlitten ab und verluden ihn in einen Hubschrauber. Der US-Skiverband teilte mit, dass Ford bei der Aktion mit den Rettungskräften sprechen konnte. Er wurde in eine Klinik geflogen und war bei Bewusstsein, hieß es.

Am kniffligen Hang im Berner Oberland waren schon im ersten Riesentorlauf am Freitag mehrere Sportler gescheitert. Der junge Norweger Lucas Braathen stürzte beim Überqueren der Ziellinie und erlitt eine Bänderverletzung im Knie. Er muss operiert werden und fällt monatelang aus. Für ihn ist die Saison ebenso vorzeitig zu Ende wie für seinen auch am Knie verletzten Landsmann Atle Lie McGrath.

Sportlich standen die zwei Riesenslalom-Tage in Adelboden ganz klar im Zeichen des Weltcup-Gesamtführenden Pinturault, der beide Rennen mit deutlichem Vorsprung jeweils vor Filip Zubcic gewann. Am Samstag war er 1,26 Sekunden schneller als der Kroate. Der nach dem ersten Lauf noch führende Schweizer Loic Meillard wurde Dritter (+1,65).

Für den besten deutschen Riesenslalom-Fahrer Alexander Schmid gab es wie schon am Freitag nichts zu holen. Auf dem von ihm ungeliebten Hang im Berner Oberland kam der Allgäuer nicht über den 22. Platz hinaus und war damit sogar noch einen Rang schlechter als am Freitag. Im ersten Lauf hatte er noch als Elfter überzeugt, dann aber fiel er zurück und hatte am Ende 3,75 Sekunden Rückstand auf Pinturault.

Stefan Luitz fehlte dem deutschen Team in Adelboden verletzt. Die großen Hoffnungen ruhen nun auf Linus Straßer im Slalom am Sonntag, wo der Münchner nach seinem Überraschungssieg zuletzt in Zagreb wieder die Spitze attackiert. Adelboden ist Straßers Lieblingshang.

Weidle bei Abfahrt auf Rang zehn - Goggia gewinnt

Skirennläuferin Kira Weidle hat bei der Abfahrt im österreichischen St. Anton die erhoffte Spitzenplatzierung verpasst. Die 24-Jährige aus Starnberg belegte beim sechsten Weltcup-Abfahrtserfolg der überragenden Sofia Goggia den zehnten Rang.

Weidle war allerdings von einem Bänderriss am linken Daumen gehandicapt. Kurz vor Weihnachten war sie deshalb operiert worden. "Ich bin froh, dass ich einigermaßen Skifahren konnte, aber das war nicht das, was ich will. Ich bin nicht ganz zufrieden. Es waren immer mal wieder ein paar Fehler drin, vor allem im oberen Teil", sagte Weidle, die in ihrer Karriere bisher zweimal auf dem Podest stand, im ZDF.

Die italienische Olympiasiegerin Goggia gewann überlegen vor Tamara Tippler aus Österreich (+0,96) und der Amerikanerin Breezy Johnson (+1,04). Weidle lag 1,48 Sekunden zurück. Michaela Wenig schied aus.

+++++8. Januar 2021+++++

Skirennfahrer Schmid in Adelboden abgeschlagen - Pinturault siegt

Skirennläufer Alexander Schmid hat nach zuletzt starken Leistungen im Riesenslalom einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Allgäuer kam beim Weltcup auf dem legendären Chuenisbärgli im Schweizer Adelboden nicht über einen enttäuschenden 21. Platz hinaus. Vom überlegenen Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich trennten ihn stolze 4,08 Sekunden.

"Der Hang", klagte er im ZDF, "mit dem werde ich noch nicht so ganz warm." Bei der WM-Generalprobe in seiner Spezialdisziplin am Samstag will er es trotzdem besser machen. "Es hilft nix, ich muss weiterkämpfen", sagte Schmid (26). Sein Rezept: "Besser schlafen - und noch mehr Gas geben."

Stefan Luitz fehlt im Berner Oberland nach seiner Oberschenkelverletzung, er muss nach einem Trainingssturz vier Wochen pausieren. Julian Rauchfuß schied im ersten Lauf aus.

Pinturault fuhr seinen 32. Weltcup-Sieg mit über einer Sekunde Vorsprung auf den Kroaten Filip Zubcic heraus. Der Schweizer Marco Odermatt wurde Dritter.

Überschattet wurde das Rennen vom Unfall des Sölden-Siegers Lucas Braathen. Dem jungen Norweger unterlief am letzten (!) Tor ein Fehler, er stürzte ins Ziel und verdrehte sich das linke Knie. Braathen musste mit einer Trage aus dem Zielraum gebracht werden.

+++++6. Januar 2021+++++

Linus Straßer gewinnt Slalom in Zagreb

Skirennfahrer Linus Straßer hat den ersten Slalom-Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Münchner triumphierte beim Torlauf in Zagreb am Mittwoch nach einem famosen zweiten Durchgang vor den Österreichern Manuel Feller (+0,10 Sekunden) und Marco Schwarz (+0,16). Nach dem ersten Lauf hatte Straßer noch auf Rang acht gelegen. Sebastian Holzmann (+1,04) fuhr als zweitbester Deutscher auf Platz 17, Julian Rauchfuß hatte das Finale als 38. des ersten Durchgangs verpasst. Straßer holte den ersten deutschen Slalom-Sieg seit Felix Neureuther im November 2017.

+++++3. Januar 2021+++++

Dürr Achte beim Slalom in Zagreb - Vlhova feiert 18. Weltcuperfolg

Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr hat erstmals nach mehr als einem Jahr im Weltcup wieder die Top Ten erreicht. Die 29-Jährige wurde beim Slalom von Zagreb am Sonntagabend Achte. Auf Siegerin Petra Vlhova hatte die Sportlerin aus Germering 1,91 Sekunden Rückstand. Die Slowakin gewann in einem spannenden Finale vor Katharina Liensberger aus Österreich (+0,05) und der Schweizerin Michelle Gisin (+0,22) und feierte ihren 18. Weltcuperfolg.

Jessica Hilzinger (23) kam auf Platz 21 und sammelte damit erstmals seit Januar 2020 wieder Weltcup-Punkte. Zugleich egalisierte die Oberstdorferin ihr bestes Slalom-Ergebnis im Weltcup.

+++++30. Dezember 2020+++++

Deutsche Abfahrer enttäuschen in Bormio

Die deutschen Abfahrer haben erstmals seit einem Jahr eine Top-Ten-Platzierung in der alpinen Königsdisziplin verpasst. Bei dem spektakulären und ungemein spannenden Rennen auf der wie üblich höchst anspruchsvollen Piste "Stelvio" im italienischen Bormio belegte der gebürtige Österreicher Romed Baumann als bester Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) Rang 14.

Nicht zu stoppen waren im letzten Rennen dieses Jahres die Österreicher. Nach zuletzt 22 Weltcup-Wettbewerben ohne einen Sieg bei Frauen und Männern gewann der zweifache Olympiasieger Matthias Mayer mit 0,04 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Vincent Kriechmayr. Den dritten Rang belegte der aufstrebende Schweizer Urs Kryenbühl (+0,06 Sekunden).

Zwölf Monate zuvor hatten die deutschen Abfahrer ebenfalls in Bormio zuletzt die Top 10 verpasst - damals war Josef Ferstl (Hammer) 21. geworden. Auch diesmal hatten sie mit der rund 3,3 Kilometer langen "Stelvio" schwer zu kämpfen: Baumann lag 1,02 Sekunden hinter Mayer, dem im März in Kvitfjell auch der davor letzte Sieg der Österreicher gelungen war.

"Es ist selten, dass wir auf einer so schweren Strecke ein so enges Rennen hatten. Mit einer Sekunde Rückstand bist du bei anderen Rennen auf dem Podium", sagte Baumann, der tags zuvor als starker Siebter im Super-G auf der "Stelvio" überzeugt hatte. Mit seinen beiden Fahrten "muss ich zufrieden sein", sagte der derzeit beste Deutsche.

Baumann fehlten nur 0,43 Sekunden zu den Top 10 - zu viel in einem knappen Rennen. Seine fünf Mannschaftskollegen hatten noch mehr Rückstand, aber: Andreas Sander (Ennepetal/19.), Manuel Schmid (Fischen/21.), Simon Jocher (Garmisch/26.), Ferstl (27.) und Dominik Schwaiger (Königssee/30.) fuhren dabei immerhin in die Punkteränge.

+++++29. Dezember 2020+++++

Mikaela Shiffrin verpasst Rekordsieg im Slalom

Ski-Superstar Mikaela Shiffrin (USA) hat zum Abschluss ihres bewegten Jahres einen Rekord-Sieg verpasst. Beim Slalom am "Zauberberg" im niederösterreichischen Semmering musste sich die 25-Jährige nach Patzern im zweiten Durchgang mit Rang drei zufrieden geben. Unter Flutlicht gewann Michelle Gisin aus der Schweiz ihr erstes Weltcuprennen vor Katharina Liensberger aus Österreich (+0,11 Sekunden).

Beste Deutsche im letzten Frauen-Rennen des Jahres war Lena Dürr (Germering/+3,30), die allerdings im zweiten Lauf von Rang acht auf Rang 13 zurückfiel. Sie erfüllte damit immerhin zur Hälfte die deutsche Norm für die WM im Februar in Cortina d'Ampezzo. Andrea Filser (Wildsteig), nach dem ersten Durchgang auf einem beachtlichen 15. Rang platziert, schied im Finale aus.

Shiffrin (+0,57) muss weiter auf ihren 44. Sieg in einem Slalom warten - so viele erste Plätze in einer Disziplin hat noch keine Ski-Rennläuferin aufzuweisen. Zugleich bleibt sie in der ewigen Bestenliste vorerst gemeinsam mit Marcel Hirscher (Österreich/68 Siege) auf Rang drei hinter Ingemar Stenmark (Schweden/86) und Lindsey Vonn (USA/82).

+++++29. Dezember 2020+++++

Romed Baumann überzeugt bei Super G in Bormio

Die Österreicher wollten Romed Baumann nicht mehr haben - vor eineinhalb Jahren warfen sie ihn mehr oder weniger raus. Beim Deutschen Skiverband (DSV) nahmen sie den Routinier nach einigem Zögern auf, und sie haben es nicht bereut. Baumann (34), verheiratet mit einer Deutschen, fährt als Deutscher so schnell wie schon seit Jahren nicht mehr: Am Dienstag überzeugte er beim Weltcup im italienischen Bormio mit einem starken siebten Rang im Super-G. Und nicht nur er.

"Ein richtig cooler Tag, mir ist alles aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe", sagte Baumann. Beim Premierensieg von Ryan Cochran-Siegle (USA), der mit einem gewaltigen Vorsprung vor Vincent Kriechmayr aus Österreich (+0,79 Sekunden) und Adrian Smiseth Sejersted aus Norwegen (+0,94) auf Platz eins fuhr, überzeugte überraschend auch Simon Jocher: Der 24 Jahre alte Schongauer vom Ski-Club Garmisch fuhr in seinem achten Rennen im Weltcup als 15. erstmals in die Punkteränge.

Baumann hatte bei der ersten Zwischenzeit sogar noch vor dem offensichtlich formstarken Cochran-Siegle gelegen, im Ziel war er dann 1,45 Sekunden zurück - wollte sich darüber allerdings nicht grämen. Über seine Platzierung, versicherte er, "bin ich selbst überrascht". Tatsächlich war Baumann in einem Super-G zuletzt im Februar 2016 in die Top 10 gefahren. "Topmotiviert" gehe er nun in die Abfahrt am Mittwoch (11.30 Uhr), sagte er nach seiner dritten Top-10-Platzierung in diesem Winter.

Der Wert von Baumann bemisst sich nicht nur in seiner eigenen Leistung, wie der glückliche Jocher bestätigte. "Roman hat mir noch den Tipp gegeben, ich muss Gas geben da runter", erzählte der deutsche Überraschungsmann des Tages. Auf der gnadenlosen Piste "Stelvio" ist das leichter gesagt als getan, aber Jocher nahm sein Herz in die Hand und vollbrachte mit Startnummer 41 eine Großtat. "Ich bin natürlich mega happy, erstmals Punkte, und dann gleich als 15., megageil", sagte er. Platz 15 ist zudem die halbe Norm für die WM im Februar.

Trotz des Ausfalls von Thomas Dreßen (Mittenwald), der nach seiner Hüftoperation womöglich die gesamte Saison verpassen wird, liefern die deutschen Abfahrer beständig bemerkenswerte Resultate - auch, weil sie sich gegenseitig unterstützen. So bedankte sich Baumann, im Januar bei der Abfahrt in Kitzbühel als Siebter sogar besser als jeder Österreicher, bei seinen Teamkollegen Andreas Sander und Josef Ferstl - sie hätten ihm nach ihrer Fahrt "super Infos" zur Strecke gegeben.

Sander (Ennepetal/+2,15) und Ferstl (Hammer/2,16) fuhren auf die Ränge 20 und 21 und damit im Gegensatz zu Manuel Schmid (Fischen/35.) in die Punkte, zufrieden waren sie freilich mit ihrer Leistung nicht. "Ich war ein bisschen zu passiv", räumte der zu Saisonbeginn überzeugende Sander ein, und auch Ferstl gab enttäuscht zu Protokoll: "Ich hab viel probiert, aber ich hab's nicht auf dem letzten Zacken durchgezogen. Es geht grad ein bisschen zäh."

Cochran-Siegle befindet sich derweil in bestechender Form. Der Sohn von Barbara Ann Cochran, Slalom-Olympiasiegerin von 1972, war vor eineinhalb Wochen in Gröden als Zweiter in der Abfahrt erstmals auf Podest gefahren. In Bormio hatte er sich bislang als Favorit auf den Sieg in der Abfahrt präsentiert: In den beiden Trainingsfahrten war er jeweils der Schnellste gewesen. "Ich weiß nicht, wie das geht", behauptete er.

+++++29. Dezember 2020+++++

Weltcup-Rennen im Montafon abgesagt

Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) hat nach Rücksprache mit dem Weltverband FIS die Weltcup-Rennen der Ski- und Snowboard-Crosser im kommenden Januar abgesagt. Grund seien die aktuellen Corona-Schutzverordnungen, teilte der ÖSV mit. Eine Spitzensport-Veranstaltung sei bei gleichzeitig laufendem täglichen Skibetrieb aufgrund der zahlreichen Auflagen nicht durchführbar.

Die Rennen hätten am 15. (Skicross) und 16. Januar (Snowboard) ausgetragen werden sollen.

+++++28. Dezember 2020+++++

2. Durchgang im Riesenslalom g abgebrochen

Die deutschen Skirennfahrerinnen müssen weiter auf ihre ersten Riesenslalom-Punkte in diesem Winter warten. Marlene Schmotz ging beim Weltcup im österreichischen Semmering am Montagvormittag wegen Knieproblemen kurzfristig gar nicht erst an den Start, Andrea Filser verpasste als 46. klar den zweiten Durchgang, der wegen starker Windböen am Mittag zunächst zweimal verschoben und dann abgesagt wurde.

Die slowakische Weltmeisterin Petra Vlhova, die in dieser Saison schon drei Weltcup-Siege gefeiert hat, hatte nach dem ersten Lauf geführt. Dahinter lagen die Italienerin Marta Bassino mit einem Rückstand von 0,22 Sekunden, die Schweizerin Michelle Gisin (+0,35) und die amerikanische Ausnahmeathletin Mikaela Shiffrin (+0,59).

+++++28. Dezember 2020+++++

Super G in Bormio wieder auf Dienstag gelegt

Das für diesen Montag geplante Super-G-Rennen der alpinen Skirennfahrer im italienischen Bormio ist wetterbedingt auf Dienstag (11.30 Uhr) verschoben worden. Das teilte der Skiweltverband Fis am Montagvormittag mit. Die ursprünglich für Dienstag vorgesehene Abfahrt der Herren soll stattdessen nun am Mittwoch (11.30 Uhr) stattfinden.

++++26. Dezember 2020+++++

Rennen in Bormio tauschen die Termine - Abfahrt am Dienstag

Die Herren-Abfahrt beim Ski-Weltcup im italienischen Bormio findet wegen der zu erwartenden Wetterbedingungen erst am Dienstag (11.30 Uhr) statt. Wie der Internationale Skiverband FIS am Samstag mitteilte, wird dafür das ursprünglich für Dienstag geplante Super-G-Rennen auf Montag (11.30 Uhr) vorgezogen. Das zweite Training für die Abfahrt ist für Sonntag terminiert.

+++++23. Dezember 2020+++++

Straßer als Weihnachts-Mutmacher fürs deutsche Skiteam

Für einen abschließenden Schnappschuss vor der Flutlicht-Piste von Madonna di Campiglio grinste Linus Straßer noch einmal in die Kamera. Dann trat der Münchner mit einem unerwarteten Glücksgefühl und voll Vorfreude auf den Klassiker-Monat Januar die Heimreise zur kurzen Weihnachtspause an. Mit einem starken sechsten Slalom-Platz trotz heftig eingeschränkter Vorbereitung bescherte Straßer dem Deutschen Skiverband einen weiteren Mutmacher.

Die DSV-Männer in allen Disziplinen und auch Kira Weidle in der Frauen-Abfahrt haben den Anschluss an die Weltspitze geschafft. Nun sind weitere Plätze auf dem Treppchen das Ziel für den WM-Winter - Alexander Schmid hatte schon einen dritten Rang im Parallel-Event geholt. „Wir melden das Podium ganz gerne jetzt dann mal an. Das ist nun unsere große Herausforderung“, sagte Alpin-Chef Wolfgang Maier.

Andreas Sander als Fünfter im Super-G und Romed Baumann als Achter in der Abfahrt jeweils in Gröden; Alex Schmid mit Platz sieben beim Riesenslalom von Alta Badia; Weidle als Abfahrts-Fünfte in Val d'Isère; und nun Straßers Erfolg in Madonna: Im DSV hat man Lust auf mehr. „Die Saison hat jetzt erst richtig begonnen. Ich denke, dass wir noch Luft haben“, sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur.

Die Einschätzung dürfte vor allem auf Straßer zutreffen. „Diese paar Zehntel muss ich noch rauskitzeln, dass es fürs Podium reicht“, kündigte er am Dienstagabend an. Sein zweitbestes Slalom-Ergebnis im Weltcup mache ihn „mega happy“. Dass dem DSV-Athleten nur 0,54 Sekunden auf Sieger Henrik Kristoffersen (Norwegen) und gar nur zwei Zehntelsekunden zum Podest gefehlt hatten, kommt noch dazu.

Dabei hatte der 28-Jährige wegen einer Entzündung der Quadrizepssehne im Oberschenkel im Herbst viele Wochen nicht trainieren können und war erst Mitte November eingestiegen. „Wir haben das Training sehr vorsichtig angehen müssen“, erzählte Chefcoach Christian Schwaiger.

Beim Slalom-Debüt mit Rang 18 am Montag in Alta Badia testete Straßer seine Form - in Madonna griff er dann an. Das Harakiri frühere Tage stellte er aber ab, der Sportler vom TSV 1860 München wirkt gereift. „Er hat sich als Persönlichkeit super entwickelt, hat das Geschäft verstanden und weiß genau, was er machen muss“, lobte Maier. „Der Linus ist jetzt aufgeräumter, er hat seine Lektionen gelernt. Zudem macht er viel für das Team und ist da besonders wertvoll.“

Lange war der explosive Sportler ein unerfülltes Versprechen; seinen fünften Platz im Schladming-Slalom 2015 konnte er nicht bestätigen. In Parallel-Events sorgte er dann für Furore, gewann im Januar 2017 den City-Event in Stockholm. Mit drei Top-Ten-Erfolgen pirschte er sich in der vorigen Saison auch im Slalom heran. In dieser Disziplin fühlt sich Straßer nun ebenfalls bereit für einen Podestplatz.

+++++22. Dezember 2020+++++

Slalomfahrer Linus Straßer starker Sechster in Madonna di Campiglio

Linus Straßer hat im letzten Ski-Weltcup vor der kurzen Weihnachtspause mit einem Spitzenplatz im Slalom von Madonna di Campiglio überzeugt. Der Münchner Skirennfahrer wurde am Dienstag bei dem Flutlichtrennen in Italien starker Sechster. Er hatte nur 0,54 Sekunden Rückstand auf Sieger Henrik Kristoffersen und steigerte sich deutlich im Vergleich zu Rang 18 am Sonntag in Alta Badia. Der Norweger verwies seinen Landsmann Sebastian Foss-Solevaag (+0,33) und den Südtiroler Alex Vinatzer (+0,34)auf die Plätze.

Als zweiter Deutscher im Finale kam Sebastian Holzmann auf Platz 25 (+1,43). Nach Weihnachten geht es am Montag mit einer Herren-Abfahrt in Bormio und einem Riesenslalom der Damen in Semmering weiter.

+++++21. Dezember 2020+++++

Straßer nach Verletzung 18. im Slalom

Der deutsche Skirennfahrer Linus Straßer ist beim ersten Slalom der Weltcup-Saison in Alta Badia nur auf Platz 18 gefahren. Der Münchner war in der Vorbereitung von einer Oberschenkelverletzung arg gehemmt worden und hatte am Montag 1,11 Sekunden Rückstand auf Sieger Ramon Zenhäusern. Der Schweizer Olympia-Zweite gewann vor den Österreichern Manuel Feller (+0,08) und Marco Schwarz (+0,12). Als zweiter deutscher Athlet im Finale landete Sebastian Holzmann aus Oberstdorf auf dem 25. Platz (+1,44). Am Dienstagabend (17.45/20.45 Uhr) steht in Madonna di Campiglio ein zweiter Slalom und das letzte Weltcup-Rennen vor Weihnachten an.

+++++20. Dezember 2020+++++

Schmid nach starker Aufholjagd im Riesenslalom Siebter

Ski-Rennläufer Alexander Schmid hat als Siebter beim Riesenslalom-Klassiker von Alta Badia ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Der Allgäuer legte auf der Traditionsstrecke "Gran Risa" eine beeindruckende Aufholjagd hin und machte im Finale noch stolze elf Plätze gut. Von Tagessieger Alexis Pinturault (Frankreich) trennten Schmid letztlich nur 0,90 Sekunden, Stefan Luitz (+1,12) verbesserte sich um fünf Ränge und wurde guter Zwölfter.

"Ich bin sehr zufrieden, ich habe ziemlich fighten müssen", sagte Schmid, den kleinere Fehler um eine echte Spitzenplatzierung brachten. Besser war der 26-Jährige im "Riesen" aber nur einmal - als Sechster vor drei Jahren in Val d'Isere.

Nach einem "zu braven" ersten Lauf habe er "ein bisschen Coolness reingebracht", meinte Schmid: "Man muss einfach die Sau rauslassen, g'scheit draufsteigen und nix herschenken." Damit überzeugte Schmid auch Felix Neureuther. "Gewaltig! Der Alex ist sensationell Skigefahren", sagte der ARD-Experte. Auch Luitz war "im Großen und Ganzen zufrieden".

Hinter Pinturault, der seinen 31. Weltcup-Sieg feierte, fuhr der junge Norweger Atle Lie McGrath (0,07) sensationell auf Rang zwei. Dritter wurde Justin Murisier (Schweiz/0,24).

Einen sehr emotionalen Tag erlebte der Slowene Zan Kranjec. Keine zwei Wochen nach dem Unfalltod seines Vaters fuhr der zweimalige Weltcup-Sieger mit der Helmbotschaft "Dad, for you!" auf Platz neun (0,93). "Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper", sagte Neureuther bewegt.

Am Montag geht es für die Ski-Rennläufer an gleicher Stelle mit dem ersten Slalom der WM-Saison weiter.

Weidle verpasst bei Ledecka-Sieg Top 15 klar

Snowboarderin Ester Ledecka hat die Ski-Spezialistinnen erneut düpiert und ist beim Super-G in Val d'Isere zu ihrem zweiten Weltcup-Sieg gerast. Während die deutsche Hoffnungsträgerin Kira Weidle die nächste gute Platzierung nach Rang fünf in der Abfahrt als 23. klar verpasste, setzte sich die Doppel-Olympiasiegerin aus Tschechien hauchdünn vor der Schweizer WM-Dritten Corinne Suter durch (0,03 Sekunden zurück).

Gesamtweltcup-Gewinnerin Federica Brignone wurde Dritte (0,35). Weidle (Starnberg) lag in ihrer schwächeren Disziplin mit 2,28 Sekunden deutlich zurück.

Für Ledecka, die 2018 in Pyeongchang sensationell Super-G-Gold gewonnen hatte, war es der zweite Weltcup-Sieg bei den Alpinen: Vor einem Jahr hatte sie in Lake Louise die Abfahrt gewonnen. In diesem Winter setzte sie sich gleich beim Saisonstart der Snowboarder erneut an die Spitze, ehe sie wieder ins Alpin-Lager wechselte.

"Ich habe mich nicht gut gefühlt und dachte, es waren viele Fehler im Lauf", sagte die 25-Jährige nach ihrem Husarenritt etwas verdattert im ORF: "Das Ergebnis ist besser, als es sich angefühlt hat."

Weidle reagierte enttäuscht, nach dem guten Rennen in der Königsdisziplin hatte sie auf mehr gehofft. Beim fünften Abfahrtserfolg von Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien) fehlten ihr nur 0,32 Sekunden zu ihrem dritten Weltcup-"Stockerl".

"Es hat sehr viel Spaß gemacht, das ist ein cooler Tag", sagte Weidle da noch mit einem breiten Lächeln, "das Ergebnis ist okay." In der Tat: Besser war sie bislang nur bei ihren beiden dritten Rängen und einem vierten Platz im Winter 2018/19.

+++++19. Dezember 2020+++++

Weidle rast bei der Abfahrt auf Platz fünf - Kilde gewinnt in Gröden

Skirennläuferin Kira Weidle hat ihre erste Podestplatzierung im WM-Winter knapp verpasst, aber einen echten Achtungserfolg eingefahren. Die Starnbergerin (24) belegte beim fünften Weltcup-Abfahrtserfolg der italienischen Olympiasiegerin Sofia Goggia in Val d'Isere den starken fünften Platz.

Zu ihrem dritten Weltcup-"Stockerl" fehlten der einzigen deutschen Starterin 0,32 Sekunden, Siegerin Goggia war 0,59 Sekunden schneller. Die Schweizerin Corinne Suter (+0,24) und Breezy Johnson aus den USA (+0,27) belegten auf der anspruchsvollen "O.K."-Piste die Plätze zwei und drei.

"Es hat sehr viel Spaß gemacht, das ist ein cooler Tag", sagte Weidle mit einem breiten Lächeln, "das Ergebnis ist okay." In der Tat: Besser war sie bislang nur bei ihren beiden dritten Rängen und einem vierten Platz im Winter 2018/19.

Weidle hatte mit Startnummer 2 vorgelegt und musste zunächst Goggia, dann die WM-Zweite Suter passieren lassen. "Leider" sei dann auch noch Johnson schneller gewesen, sagte sie, "aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf." Obwohl sich mit der hohen Startnummer 30 auch noch die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie vor sie schob.

Dennoch habe das Rennen ihr wieder Selbstvertrauen gegeben, sagte Weidle, die in beiden Trainingsläufen gestürzt war. In der ersten Saison-Abfahrt am Freitag an gleicher Stelle war sie Elfte, sah aber mit Schrecken, wie gleich mehrere Konkurrentinnen verunfallten - alle an der Stelle, die ihr im Training zum Verhängnis geworden war. Die frühere Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer (Österreich) riss sich dabei Kreuz- und Seitenband im linken Knie. Für das zweite Rennen wurde die Unglückspassage entschärft.

Kilde gewinnt Abfahrtsklassiker in Gröden - Baumann in Top Ten

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde hat die Abfahrt von Gröden gewonnen. Beim ersten Speedklassiker der Ski-Saison verwies der letztjährige Weltcup-Gesamtsieger den Amerikaner Ryan Cochran-Siegle (+0,22 Sekunden) und Beat Feuz aus der Schweiz (+0,54) auf die weiteren Plätze. Mit seinem Favoritensieg übernahm Kilde am Samstag auch wieder die Führung im Kampf um den Gesamtweltcup. 24 Stunden zuvor hatte er auch den Super-G in Gröden gewonnen.

Für die deutschen Starter sprang ein achter Platz von Romed Baumann (+0,90) heraus. Andreas Sander, der tags zuvor im Super-G noch Fünfter geworden war, landete auf der Saslong-Strecke auf dem 16. Rang (+1,53). Manuel Schmid musste nach 43 Startern um Weltcup-Punkte bangen; Josef Ferstl und Dominik Schwaiger verpassten die Top 30.

+++++18. Dezemer 2020+++++

Skirennfahrer Sander Fünfter im Super-G - Viele Stürze bei den Frauen in Val d'Isère

Der deutsche Skirennfahrer Andreas Sander hat beim Super-G von Gröden mit einem Spitzenplatz überzeugt. Der formstarke Athlet aus Ennepetal wurde am Freitag Fünfter und egalisierte damit sein bislang bestes Ergebnis im Weltcup. Auf Sieger Aleksander Aamodt Kilde fehlten Sander 0,60 Sekunden. Hinter dem Gesamtweltcupsieger kamen Mauro Caviezel aus der Schweiz (+0,12) und Kildes norwegischer Landsmann Kjetil Jansrud (+0,21) auf die weiteren Podiumsplätze.

Sander hatte schon am vorigen Wochenende als Abfahrts-Siebter und Super-G-Achter in Val d'Isère überzeugt. Aus dem deutschen Team, das auf den verletzten Thomas Dreßen verzichten muss, wurde Romed Baumann 16. (+1,34). Josef Ferstl, der auf der Saslong in Südtirol bereits gewonnen hatte, wies als 20. gut eineinhalb Sekunden Rückstand auf. Dominik Schwaiger und Simon Jocher verpassten dagegen die Top 30, Manuel Schmid schied aus. Am Samstag steht die Abfahrt in Gröden an.

+++++18. Dezemer 2020+++++

Skirennfahrerin Weidle wird Elfte - Viele Stürze in Val d'Isère

Skirennfahrerin Kira Weidle hat bei der ersten Weltcup-Abfahrt dieses Winters im französischen Val d'Isère eine Top-Ten-Platzierung knapp verpasst. Die 24-Jährige belegte beim Sieg der Schweizerin Corinne Suter am Freitag Rang elf. Weidles Rückstand auf die Vizeweltmeisterin von 2019 und Abfahrts-Weltcupsiegerin der vergangenen Saison betrug 1,45 Sekunden. Auf die Plätze zwei und drei fuhren die Italienerin Sofia Goggia (+0,11) und die Amerikanerin Breezy Johnson (+0,20).

Weidle war die einzige deutsche Starterin beim ersten Speedwettbewerb der Damen in dieser Saison, der von Stürzen überschattet und mehrfach unterbrochen wurde. Die Österreicherin Nicole Schmidhofer, Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone aus Italien, Joana Haehlen (Schweiz) und Alice McKennis (USA) krachten alle im gleichen Streckenabschnitt in den Fangzaun, in dem auch Weidle im Training schon gestürzt war.

Schmidhofer durchbrach gar das Netz und blieb dahinter liegen. Sie wurde mit dem Rettungsschlitten ins Tal und danach in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Informationen war sie bei Bewusstsein.

+++++14. Dezember 2020+++++

Dreßen beginnt mit Reha – Comeback ungewiss

Der deutsche Skirennfahrer Thomas Dreßen startet nach seiner Hüft-Operation zunächst ohne eine Comeback-Prognose in die Reha. Bei dem Abfahrer war Ende November ein arthroskopischer Eingriff vorgenommen worden; allerdings konnten nicht alle freien Gelenkteile entfernt werden. Dreßen geht davon aus, die Höhepunkte der Saison etwa beim Weltcup in Kitzbühel oder der WM in Cortina im Februar zu verpassen. Eine Rückkehr am Ende dieser Saison aber hatte er zuletzt angepeilt. Am Montag gab es von dem 27-Jährigen und Teamarzt Manuel Köhne aber keinen Termin für ein Comeback auf Schnee.

„Erst im Laufe der Rehabilitation wird sich herausstellen, ob und inwieweit der im Gelenk verbliebene Knochensplitter funktionale Probleme bereitet“, sagte der Mediziner. Zwei Wochen nach der OP beginnt Dreßen in Bad Wiessee mit den Reha-Maßnahmen. Er hatte schon seit Längerem über heftige Schmerzen in der Hüfte geklagt.

Nach der Wundheilung und dem Beginn der Physiotherapie gab sich der Sportler motiviert. „Die Voraussetzungen, dass ich wieder vollständig fit und gesund werde, sind hier ideal“, sagte er. In der Klinik am Tegernsee war er schon nach seinem Kreuzbandriss im Herbst 2018 behandelt worden. Mannschaftsarzt Köhne sagte: „Der bisherige Heilungsverlauf ist sehr positiv, und daher kann Thomas die nun folgende, mehrwöchige Rehabilitation in Angriff nehmen.“

Dreßen will noch nicht an eine Rückkehr in den Weltcup denken. „Ich konzentriere mich jetzt erst einmal voll und ganz auf die Reha im Medical Park“, sagte der fünfmalige Weltcup-Sieger laut Mitteilung.

+++++14. Dezember 2020+++++

Shiffrin holt 67. Weltcup-Sieg - DSV-Damen enttäuschen beim Riesenslalom

Gegen ihre Gefühle hatte Mikaela Shiffrin diesmal keine Chance. Nach dem für sie so emotionalen Sieg beim Riesenslalom von Courchevel ging die amerikanische Skirennfahrerin noch im Ziel in die Knie und weinte drauflos. Die nächstplatzierten Federica Brignone und Tessa Worley versuchten die Amerikanerin zu trösten - aber es musste alles raus. Mehr als zehn Monate nach dem Unfalltod ihres Vaters gewann Shiffrin am Montag wieder ein Weltcup-Rennen und schrieb ganz nebenbei noch ein Stück alpine Ski-Geschichte.

Dass Shiffrin mit dem 67. Weltcup-Sieg in der ewigen Bestenliste zum Österreicher Marcel Hirscher aufschloss, das spielte für sie zunächst aber keine Rolle. „Es ist schwer zu erklären“, sagte sie nur Minuten nach dem Wettkampf im Interview. Dann kam ihre Mutter und ständige Begleiterin Eileen und drückte sie fest. „95 Prozent in mir haben gesagt, dass ich das nicht kann. Aber ein kleiner Teil...“, stammelte Shiffrin und atmete schwer. „Es ist verrückt, jetzt hier zu sein.“ 67 Siege, das klinge „so komisch“, sagte die 25-Jährige im ORF und meinte: „Irgendwie fühlt es sich an wie mein erster Sieg.“

Der Ausnahmesportlerin aus den USA, die nach dem Schicksalsschlag im vorigen Winter und der Corona-Pandemie auch manchmal ans Aufhören gedacht hatte, reichten am Montag zwei solide und weitgehend fehlerfreie Läufe zum Erfolg. Zudem hatte sie Glück, dass etliche Rivalinnen ausschieden, etwa die Gesamtweltcup-Führende Petra Vlhova aus der Slowakei oder die Italienerin Marta Bassino, die die ersten beiden Riesenslaloms des Winters gewonnen hatte.

Zudem machte Brignone im zweiten Lauf einen kapitalen Fehler. Am Ende hatte Shiffrin einen Vorsprung von 0,82 Sekunden auf die Italienerin und 1,09 Sekunden auf Lokalmatadorin Worley aus Frankreich. „Ich habe nicht gewusst, ob ich noch einmal auf dem Level fahren kann“, sagte sie. „Es braucht so viel Energie. Das ist ein Sieg für mein ganzes Team, für meine Mutter. Ich bin heute nicht allein gefahren.“

Der Riesenslalom war einst auch eine deutsche Paradedisziplin: WM-Titel, Olympiasiege und etliche Weltcup-Erfolge fuhren die heimischen Athleten über die Jahrzehnte ein. Für das Damen-Team aber sieht es nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg als bis dato letzter Spitzenathletin düster aus in der alpinen Kerndisziplin. In Courchevel sprangen erneut kein Finalplatz und keine Punkte heraus.

Nachdem es schon zum Auftakt in Sölden und im ersten Courchevel-Event am Samstag Nullnummern gegeben hatte, ist ein historischer Tiefpunkt erreicht: In der mehr als 50-jährigen Weltcup-Geschichte gab es für den Deutschen Skiverband noch nie drei Damen-Riesenslaloms nacheinander ohne Zähler. Und es kam bisher noch nicht vor, dass in zwei Rennen in der Disziplin keine Deutsche im zweiten Durchgang war.

In diesem Corona-Winter aber sind die vorderen Plätze ganz weit weg. „Und das wird auch nicht besser, da braucht man keine Wunder erwarten“, sagte Bundestrainer Jürgen Graller der Deutschen Presse-Agentur, nachdem am Montag Andrea Filser als 41., Lisa Marie Loipetssperger auf Rang 46 und Marlene Schmotz nach einem Ausfall deutlich die Qualifikation für das Finale verpasst hatten.

+++++13. Dezember 2020+++++

Sander starker Siebter bei Caters Überraschungssieg

Der deutsche Ski-Rennläufer Andreas Sander hat bei der ersten Saison-Abfahrt in Val d'Isere für ein starkes Ergebnis gesorgt. In Abwesenheit des verletzten Topstars Thomas Dreßen erreichte der 31-Jährige aus Ennepetal beim Überraschungssieg des Slowenen Martin Cater in einem engen Rennen den siebten Rang.

"Ich bin so, so zufrieden. Ich habe mich überwunden. Ich hatte viel Selbstvertrauen von der ersten Kurve an", sagte Sander, der bereits am Samstag mit Platz acht im Super-G überzeugt hatte: "Das ist ein Mega-Einstand in die Saison, zweimal Top 10 ist grandios. Ziel ist es, regelmäßig da vorne zu landen."

Auf Urs Kryenbühl aus der Schweiz auf Platz drei fehlten Sander, der bei der dritten Zwischenzeit noch der Drittschnellste war, nur drei Zehntelsekunden. Das sehr gute Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) in der Abfahrt rundete Romed Baumann (+0,60) als Neunter ab.

Überraschungsmann Cater fuhr mit Startnummer 41 noch ganz nach vorne und setzte sich in 2:04,67 Minuten vor dem Österreicher Otmar Striedinger (+0,22) und Kryenbühl (+0,27) durch. Caters beste Weltcup-Ergebnisse waren bislang sechste Plätze im Super-G (Kvitfjell 2017) und Kombination (Wengen 2020) gewesen, in der Abfahrt hatte der 27-Jährige 2019 in Wengen Platz acht belegt.

Dominik Schwaiger (+1,20) belegte Rang 21, Manuel Schmid (+1,77) wurde 33., Josef Ferstl (+1,86) kam auf Platz 38.

Dreßen fehlt nach einer Hüftoperation. Er will "demnächst" ins Aufbautraining einsteigen. Mit einem Start bei der WM in Cortina d'Ampezzo im Februar rechnet der 27-Jährige, Kitzbühel-Sieger von 2018, allerdings nicht.

+++++13. Dezember 2020+++++

Riesenslalom der Damen wegen starken Schneefalls verschoben

Das Wetter macht den alpinen Skirennläuferinnen erneut einen Strich durch die Rechnung. Der für Sonntag geplante zweite Riesenslalom der Frauen im französischen Courchevel musste wegen starker Schneefälle abgesagt werden. Das Rennen soll am Montag nachgeholt werden. Bereits am vergangenen Wochenende waren die beiden Super-G in St. Moritz ausgefallen.

Den Riesenslalom am Samstag hatte Marta Bassino gewonnen. Die Italienerin stoppte bei ihrem dritten Weltcup-Erfolg die Siegesserie von Weltmeisterin Petra Vlhova. Die Slowakin, die die letzten drei Rennen gewonnen hatte, musste sich bei dichtem Nebel und Schneefall nach Rang eins im ersten Lauf am Ende mit Platz drei (+0,59 Sekunden) begnügen. Zweite wurde nach einem starken zweiten Lauf die Schwedin Sara Hector (+0,46).

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+1,70) landete auf Platz vier. Die Olympiasiegerin war im November bei den beiden Slaloms in Levi/Finnland erstmals nach einer Pause von 300 Tagen wieder im Weltcup gestartet. Danach hatte sie die Stationen Lech/Zürs und St. Moritz ausgelassen.

Die Rennläuferinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) hatten sich in Courchevel nicht für den zweiten Lauf qualifizieren können. Marlene Schmotz verfehlte den Durchgang als 32. mit einem Rückstand von 3,76 Sekunden. Andrea Filser (+4,05) und Lisa Marie Loipetssperger (+4,18) belegten die Ränge 38 und 39.

+++++12. Dezember 2020+++++

Sander ragt mit Platz acht beim Super-G heraus

Guter Auftakt für die deutschen Speedfahrer: Skirennfahrer Andreas Sander raste beim ersten Super-G am Samstag in Val d'Isere gleich in die Weltelite und war mit Rang acht zufrieden. „Die Platzierung schaut ganz gut aus, die nehme ich so mit. Aber ich bin nicht zufrieden mit meiner Fahrweise“, sagte der 31-Jährige aus Ennepetal selbstkritisch. „Es war ein ganz ordentlicher Start, aber kein guter.“

Bundestrainer Christian Schwaiger lobte seinen Schützling. „Das Ergebnis von Andi Sander ist sehr erfreulich. Das war ein guter Start in die Saison. Das von Peppi Ferstl war okay“, sagte Schwaiger. Als Bester des DSV-Sextetts wies Sander beim „Kriterium des ersten Schnees“ nur einen Rückstand von 0,88 Sekunden auf Sieger Mauro Caviezel auf. Der Schweizer setzte sich gegen den Norweger Adrian Smiseth Sejersted und Christian Walder (Österreich) durch und feierte seinen ersten Weltcupsieg überhaupt. Der ehemalige Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl verpasste als 18. einen Platz in den Top 15 nur um einige Hundertstelsekunden.

Bei schwierigen Bedingungen mit Schneefall auf der leicht verkürzten Strecke war in Abwesenheit des an der Hüfte operierten Thomas Dreßen, der daheim die Daumen drückte, für das Top-Duo Sander und Ferstl sogar noch mehr drin. „Es war von oben bis unten nicht das Risiko, das ich mir gewünscht habe. Ich bin nicht so gut mit den Schneeverhältnissen zurechtgekommen“, resümierte Sander, der nur um 34 Hundertstelsekunden am Podestplatz vorbeiraste und schneller war als Topfahrer wie Beat Feuz oder Aleksander Aamodt Kilde.

Eine bessere Platzierung vergab auch Ferstl. „Ich muss an der ein oder anderen Stelle noch mutiger fahren“, befand er. „Jetzt freue ich mich auf die Abfahrt.“ Romed Baumann wurde 35., die übrigen DSV-Starter Simon Jocher, Dominik Schwaiger und Manuel Schmid kamen nicht ins Ziel. „Die restliche Mannschaft hat noch ziemliche Fehler gemacht. Es war bei diesen Verhältnissen aber schwierig für die hinteren Startnummern“, sagte der Trainer, der auf eine Steigerung bei der Abfahrt am Sonntag an selber Stelle hofft.

Vlhova gibt Führung aus der Hand und wird Dritte - Bassino siegt im Riesenslalom

Die Italienerin Marta Bassino hat die Siegesserie der Ski-Weltmeisterin Petra Vlhova (Slowakei) gestoppt und den Riesenslalom in Courchevel/Frankreich gewonnen. Vlhova, die die letzten drei Weltcup-Rennen gewonnen hatte, musste sich bei dichtem Nebel und Schneefall nach Rang eins im ersten Lauf am Ende mit Platz drei (+0,59 Sekunden) begnügen. Zweite wurde nach einem starken zweiten Lauf die Schwedin Sara Hector (+0,46).

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (+1,70) landete auf Platz vier. Für Riesenslalom-Spezialistin Bassino war es der dritte Weltcup-Sieg.

Die Rennläuferinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren. Marlene Schmotz verfehlte den Durchgang als 32. mit einem Rückstand von 3,76 Sekunden knapp. Andrea Filser (+4,05) und Lisa Marie Loipetssperger (+4,18) belegten die Ränge 38 und 39.

Vlhova hatte zuletzt den Parallel-Riesenslalom in Lech/Zürs und die beiden Slalom-Rennen in Levi/Finnland gewonnen. Beim Riesenslalom in Sölden zum Auftakt hatte die Slowakin Rang drei geholt. Olympiasiegerin Shiffrin war im November bei den beiden Slaloms in Levi/Finnland erstmals nach einer Pause von 300 Tagen wieder im Weltcup gestartet. Danach hatte sie die Stationen Lech/Zürs und St. Moritz ausgelassen.

Am Sonntag (9.30/12.30 Uhr) findet in Courchevel noch ein Riesenslalom statt.

Caviezel feiert ersten Weltcup-Sieg - Sander beim Super-G Achter

Mauro Caviezel hat den ersten Super-G der alpinen Ski-Saison gewonnen. Der Schweizer feierte am Samstag in Val d'Isere mit 0,10 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Adrian Smiseth Sejersted und dem Österreicher Christian Walder (+0,54) seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt. Als bester des deutschen Sextetts kam Andreas Sander beim „Kriterium des ersten Schnees“ mit einem Rückstand von 0,88 Sekunden auf Rang acht. Josef Ferstl hatte 1,16 Sekunden Rückstand auf den Sieger und verpasste einen Platz unter den besten 15 knapp.

+++++10. Dezember+++++

Gesamtweltcup für Ski-Star Shiffrin in diesem Winter „kein Thema“

Die amerikanische Ausnahme-Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin sieht in diesem Winter kaum eine Chance auf den Gewinn der Gesamtwertung im Weltcup. Die 25-Jährige hatte wegen des Todes ihres Vaters im Februar, der Corona-Pandemie und zuletzt einer Rückenblessur viel weniger Trainingstage als üblich und will deshalb vorerst nur Slaloms und Riesentorläufe fahren. „Die Gesamtwertung ist kein Thema“, sagte sie am Mittwochabend in Courchevel, wo am Wochenende zwei Weltcup-Riesenslaloms anstehen.

„Ich will mir nur Ziele setzen, die realistisch sind“, meinte die langjährige Dominatorin. In der Saison seien andere die Favoritinnen auf die große Kristallkugel, etwa Petra Vlhova (Slowakei), Titelverteidigerin Federica Brignone (Italien) oder Michelle Gisin (Schweiz). „Ich zähle mich nicht dazu“, sagte Shiffrin.

Wegen des Trainingsrückstands „werde ich während der ganzen Saison aufholen müssen“, prognostizierte sie. Und das sei in allen Disziplinen nicht möglich, weswegen der Fokus auf den Technikevents liegt. „Das macht am meisten Sinn und war immer meine Priorität“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin und fünfmalige Weltmeisterin, die von 2017 bis 2019 dreimal den Gesamtweltcup gewonnen hatte.

Durch ihren Schicksalsschlag sei es oft schwierig für sie, sich zum Training aufzuraffen. „Manchmal wache ich auf und habe auf gar nichts Bock, außer Speck und Eiern“, erzählte Shiffrin. Vater Jeff fehle sehr als Ruhepol und Organisator. „Jeder Tag fühlt sich an wie ein Neustart. Alles, was wir gerade tun, ist wie neu geboren werden. Wir machen das alles zum ersten Mal ohne meinen Dad als Sicherheitsnetz.“

+++++8. Dezember 2020+++++

Abgesagte China-Rennen der Damen werden in Dolomiten verlegt

Die wegen der Folgen der Corona-Krise in China abgesagten Weltcups der alpinen Skirennfahrerinnen werden in Italien ausgetragen. Das gab der Weltverband Fis am Dienstag bekannt. Statt auf der Olympia-Strecke von 2022 in Yanqing bestreiten die Sportlerinnen am 27. und 28. Februar im Val di Fassa in den Dolomiten eine Abfahrt und einen Super-G. Eine Woche zuvor gehen nur wenige Täler weiter die alpinen Ski-Weltmeisterschaften von Cortina d'Ampezzo zu Ende. Im Fassatal, wo 2019 die Junioren-WM stattfand, wird erstmals in der Geschichte ein alpiner Weltcup ausgetragen.

+++++7. Dezember 2020+++++

Schmid wird Neunter in Santa Caterina – Aufwärtstrend hält an

Skirennfahrer Alexander Schmid hat beim Riesenslalom von Santa Caterina Valfurva als Neunter die Top Ten erreicht und seinen Aufwärtstrend im Weltcup fortgesetzt. Zwei Tage nach dem elften Rang auf demselben Hang hatte der Allgäuer am Montag 1,09 Sekunden Rückstand auf Sieger Marco Odermatt aus der Schweiz. In einem dahinter extrem knappen Rennen fehlten Schmid bei leichtem Schneefall nur 0,34 Sekunden auf das Podest. Teamkollege Stefan Luitz war mit seinem 17. Platz nach einem zu verhaltenen Finale indes nicht zufrieden. Odermatt siegte vor Tommy Ford aus den USA (+0,73) und Samstags-Sieger Filip Zubcic aus Kroatien (+0,75).

+++++6. Dezember 2020+++++

Riesenslalom der Männer wegen heftiger Schneefälle auf Montag verschoben

Der für Sonntag vorgesehene zweite Riesenslalom der alpinen Skirennläufer im italienischen Santa Caterina ist wegen anhaltend heftiger Schneefälle auf Montag verlegt worden. Dies teilten die Organisatoren am Sonntagmorgen mit. "Unter diesen Bedingungen ist die Sicherheit der Fahrer nicht garantiert", hieß es in der Mitteilung. Die beiden Läufe sollten um 10.00 und 13.00 Uhr gestartet werden.

Den ersten Riesenslalom am Samstag hatte der Kroate Filip Zubcic gewonnen, als bester Deutscher landete Alexander Schmid (Fischen) auf dem elften Rang.

Auch die beiden am Wochenende geplanten Super-G der Frauen in St. Moritz fielen heftigen Schneefällen zum Opfer. Es wären die ersten Speedrennen der Saison für die Frauen gewesen.

+++++5. Dezember 2020+++++

Beide Super-G der alpinen Frauen in St. Moritz abgesagt

Die beiden Weltcup-Super-G der alpinen Skirennläuferinnen in St. Moritz an diesem Wochenende sind nach heftigen Schneefälle abgesagt worden. Am Samstag wurde zunächst das für 11.30 Uhr geplante erste Rennen gestrichen. Am frühen Abend verkündete der Internationale Ski-Verband FIS, dass auch das Rennen am Sonntag (11.30 Uhr) nicht stattfinden kann. Wegen hoher Lawinengefahr sind die Skigebiete im Oberengadin geschlossen.

Der Super-G am Samstag wäre bei den Frauen das erste Speedrennen der Saison gewesen. Der Deutsche Skiverband (DSV) wollte nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg mit einem dreiköpfigen Team an den Start gehen: Neben der etablierten Kira Weidle (Starnberg) hatte Frauen-Cheftrainer Jürgen Graller die Nachwuchsfahrerinnen Nadine Kapfer (Garmisch) und Fabiano Dorigo (München) gemeldet.

Schmid verpasst die Top 10 - Luitz nach Sturz raus

Skirennfahrer Alexander Schmid hat eine Top-10-Platzierung beim Riesenslalom im italienischen Santa Caterina Valfurva knapp verpasst. Der 26-Jährige fuhr beim zweiten Weltcupsieg des Kroaten Filip Zubcic am Samstag mit 1,59 Sekunden Rückstand auf Rang elf. Nach dem ersten Lauf hatte er noch auf Platz neun gelegen. Zweiter wurde der Slowene Zan Kranjec mit einem Rückstand von 0,12 Sekunden. Auf Rang drei kam der Schweizer Marco Odermatt (+0,30).

Stefan Luitz, der nach dem ersten Lauf auf Rang zwölf gelegen hatte, schied nach einem frühen Sturz im zweiten Durchgang aus. Der dritte Starter des Deutschen Skiverbands, Julian Rauchfuß, hatte als 52. das Finale der besten 30 verpasst. Am Sonntag (10.30 und 13.30 Uhr/ARD und Eurosport) steht in Italien ein weiterer Riesenslalom an.

Dreßen rechnet nach Hüftoperation mit WM-Aus

Ski-Ass Thomas Dreßen rechnet nach seiner Hüftoperation nicht mit einem Start bei der Alpin-WM im Februar, hofft aber auf ein Comeback zum Saisonende. „Es wäre unrealistisch, an die WM zu denken“, sagte der Speedspezialist der „Bild“-Zeitung (Samstag). Die WM in Cortina d'Ampezzo (Italien) findet vom 9. bis 21. Februar statt.

Bei einem optimalen Heilungsverlauf hofft der 27-Jährige, zum vorletzten Weltcup-Rennen am 6. März im norwegischen Kvitfjell wieder fit zu sein. „Und wenn alles perfekt läuft, kann es sein, dass ich für Kvitfjell wieder parat bin, vielleicht auch schon vorher, als Test für die nächste Saison“, sagte der fünfmalige Weltcup-Sieger.

Bei dem Eingriff am 26. November wurde der Oberschenkelkopf geschliffen, um ihn passend für die Hüftpfanne zu machen. Dreßen geht davon aus, dass dadurch der Grund für seine starken Schmerzen beseitigt wurde. „Das sollte mit dieser OP Vergangenheit sein“, sagte der Oberbayer.

Noch nicht abschließend geklärt ist, ob sich der Sieger der Abfahrt in Kitzbühel 2018 noch einem zweiten Eingriff an der Hüfte unterziehen muss, um freie Gelenkkörperchen zu entfernen. „Die Unbekannte ist immer noch das Teil, das drin ist. Ob es Probleme macht, wird man erst sehen, wenn ich wieder Skifahren kann“, sagte der Olympia-Fünfte von Pyeongchang 2018.

Super-G der Damen in St. Moritz wegen starken Schneefalls abgesagt

Der erste von zwei geplanten Weltcup-Super-G der alpinen Skirennläuferinnen in St. Moritz fällt aus. Das am Samstag um 11.30 Uhr geplante Rennen musste wegen starker Schneefälle und heftiger Winde abgesagt werden. Dies gab die Rennleitung nach einer letzten Inspektion am frühen Morgen bekannt. Ob der zweite Lauf am Sonntag (11.30) stattfinden kann, steht noch nicht fest.

Der Super-G am Samstag wäre bei den Frauen das erste Speedrennen der Saison gewesen. Der Deutsche Skiverband (DSV) wollte nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg mit einem dreiköpfigen Team an den Start gehen: Neben der etablierten Kira Weidle (Starnberg) hatte Frauen-Cheftrainer Jürgen Graller die Nachwuchsfahrerinnen Nadine Kapfer (Garmisch) und Fabiano Dorigo (München) gemeldet. Das Trio hofft nun auf eine Durchführung am Sonntag.

+++++1. Dezember 2020+++++

Ski-Star Shiffrin auch in St. Moritz nicht am Start

Ski-Star Mikaela Shiffrin lässt auch die nächsten beiden alpinen Weltcup-Rennen aus. Die fünfmalige Weltmeisterin und zweimalige Olympiasiegerin will sich vorerst mehr auf die Technikwettbewerbe konzentrieren und verzichtet daher auf einen Start bei den Super-G-Rennen der Damen am kommenden Samstag und Sonntag in St. Moritz. Bei den Riesenslaloms am 12. und 13. Dezember im französischen Courchevel will die 25-Jährige dann wieder dabei sein.

Shiffrin hatte zuletzt schon das Parallelrennen in Lech/Zürs ausgelassen. Beim Saisonauftakt in Sölden Mitte Oktober fehlte die Amerikanerin wegen einer Rückenblessur. Bei den Slalomrennen im finnischen Levi belegte Shiffrin Mitte November einmal den zweiten und einmal den fünften Platz. Es waren ihre bislang einzigen Weltcup-Starts in diesem Winter.

+++++1. Dezember 2020+++++

Dreßen bleibt zweite Operation vorerst erspart

Ski-Rennläufer Thomas Dreßen bleibt eine zweite Operation an der Hüfte vorerst erspart. Diese Entscheidung habe der 27 Jahre alte Abfahrtsspezialist "übereinstimmend" mit dem medizinischen Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) getroffen, sagte DSV-Sprecher Ralph Eder auf SID-Anfrage. Einem ersten Eingriff am linken Hüftgelenk hatte sich Dreßen am vergangenen Donnerstag unterzogen.

Ein Comeback rechtzeitig zu den alpinen Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d'Ampezzo (8. bis 21. Februar) erscheint damit nach wie vor möglich, wenn auch nicht sicher. Den Auftakt der Abfahrer am 12. Dezember in Val d'Isere wird Dreßen aber ebenso verpassen wie voraussichtlich das Rennen in Kitzbühel (23. Januar), wo er 2018 gewonnen hatte. Vor der WM findet noch die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen statt (5. Februar).

Bei einer zweiten Operation wäre dem besten deutschen Ski-Rennläufer ein freier Gelenkkörper entfernt worden. Nach der Erörterung der verschiedenen Möglichkeiten habe man sich aber darauf geeinigt, dass Dreßen demnächst in eine Reha-Phase mit physiotherapeutischen Maßnahmen einsteige, sagte Eder. Beim ersten Eingriff war zunächst das natürliche Gelenkrelief wiederhergestellt worden.

+++++27. November 2020+++++

Schmid holt im Parallel-Riesenslalom ersten Podestplatz für den DSV

Skirennläufer Alexander Schmid (Fischen) hat dem Deutschen Skiverband (DSV) die erste Podestplatzierung des Winters bei den Alpinen beschert. Der 26-Jährige setzte sich beim Parallel-Riesenslalom in Lech/Zürs im "kleinen Finale" gegen den Österreicher Adrian Pertl durch und landete auf dem dritten Platz. Der Sieg ging an den Franzosen Alexis Pinturault, Stefan Luitz (Bolsterlang) wurde Siebter.

"Es ist einfach nur der Wahnsinn. Das hätte ich mir vorher echt nicht ausmalen können", sagte Schmid und sprach von einem "unbeschreiblichen Gefühl". Er landete im Parallel-Wettbewerb bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere auf dem Podium. "Das Fahren Mann gegen Mann pusht einen gegenseitig. Man muss einfach riskieren. Es sind kurze Läufe, in denen man echt ans Limit gehen muss", sagte er. "Ich freue mich riesig."

Unter Flutlicht kämpfte sich Schmid am Freitagabend nach Siegen gegen Timon Haugan (Norwegen) und Christian Hirschbühl (Österreich) bis ins Halbfinale vor. Dort ging er gegen den späteren Sieger Pinturault im zweiten Lauf in Rückstand liegend jedoch zu viel Risiko und kam nicht ins Ziel. Gegen Pertl gewann er anschließend klar mit 0,58 Sekunden Vorsprung.

Luitz war als Schnellster der Qualifikation zunächst mühelos gegen Mathieu Faivre (Frankreich) ins Viertelfinale eingezogen, ehe er dort gegen den späteren Zweiten Henrik Kristoffersen (Norwegen) nach einem Fahrfehler im entscheidenden Lauf das Nachsehen hatte. Den siebten Platz sicherte der 28-Jährige gegen Hirschbühl.

"Damit bin ich sehr zufrieden", sagte Luitz und ergänzte: "Es hat auf jeden Fall mega Spaß gemacht." Beim Lauf gegen Kristoffersen habe er sich "ein bisschen verleiten lassen, ich bin zu direkt geworden und habe die Spuren nicht getroffen". Männer-Cheftrainer Christian Schwaiger äußerte sich sehr zufrieden: "Es war unser Ziel, vorne mitzufahren. Es war eine sehr gute Leistung von der Mannschaft."

Das deutsche Duo fühlt sich im Parallel-Wettbewerb insgesamt wohl. So belegte Luitz in der Vorsaison in Alta Badia/Italien im selben Wettbewerb den zweiten Platz, ein Jahr zuvor wurde er an gleicher Stelle Fünfter. Schmid hatte im vergangenen Winter in Chamonix/Frankreich als Dritter seine zuvor einzige Podestplatzierung gefeiert. Der DSV ist somit nun bereits zum dritten Mal in Folge auf dem Parallel-Podest vertreten.

Linus Straßer (München), Sebastian Holzmann (Oberstdorf) und Julian Rauchfuß (Mindelheim) waren am Freitagmittag in der Qualifikation gescheitert. Auch Norwegens Jungstar Lucas Braathen, der den Saisonauftakt der Techniker in Sölden/Österreich gewonnen hatte, blieb als 18. knapp hängen.

+++++27. November 2020+++++

Dreßen droht nach Hüft-OP Ausfall für Kitzbühel und WM

Noch vom Krankenbett aus schickte Thomas Dreßen eine Nachricht an seine Fans - auf der Piste wird man den besten deutschen Skirennfahrer vorerst nicht mehr sehen. Nach einer Hüftoperation droht der Oberbayer den Großteil der alpinen Saison inklusive der Weltcup-Höhepunkte in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen sowie die Weltmeisterschaften in Cortina zu verpassen. Bei einem Eingriff in München wurden zwar keine nachhaltigen Verletzungen am Gelenk festgestellt, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag mitteilte. Allerdings könnte eine zweite Operation in den nächsten Tagen folgen, um noch einen verbliebenen, freien Gelenkkörper zu entfernen.

„Jetzt überlegen die Ärzte, wie sie dieses Problem lösen“, schrieb Dreßen am Morgen in den Sozialen Netzwerken zu einem Foto nach dem Eingriff, das ihn mit hoch gelegten Beinen in einem Klinikbett zeigt. Erst dann lasse sich eine konkrete Prognose zur Ausfallzeit treffen.

Weil derartige Eingriffe oft Zwangspausen von sechs Wochen oder mehr nach sich ziehen, dürfte ein Comeback bei den wichtigsten Rennen dieses Winters knapp werden. Bei den ersten Speed-Rennen im Dezember in Val d'Isère, Gröden und Bormio fehlt der Spitzensportler sicher.

Im Januar stehen die Abfahrt-Weltcups in Wengen (16.) und Kitzbühel (23.) auf dem Programm, im Februar das Heim-Event in Garmisch (5.) und danach die WM in Cortina. Für den DSV ist der Ausfall seines besten Sportlers bitter, zumal vor der Saison Viktoria Rebensburg als zweite Siegfahrerin neben Dreßen ihre Karriere beendet hatte.

Allerdings steht die langfristige Gesundheit Dreßens im Vordergrund - mit 27 Jahren sind noch etliche Winter an der Weltspitze möglich. Seine Hüfte hatte ihm schon mehr als zwei Jahre Probleme bereitet, zuletzt hielt es Dreßen im Trainingslager in den USA vor Schmerzen nicht mehr aus.

Deshalb wurde nun entschieden, „das Problem nachhaltig zu lösen“, wie er sagte, „auch wenn dafür eine zweite OP notwendig sein sollte und ich daher nicht weiß, wie lange die Rehabilitation dauern wird. Wichtig ist, dass ich wieder vollständig fit und gesund werde. Denn nur so kann ich erfolgreich Skirennen fahren.“

Die positive Nachricht der ersten Operation war, dass „keine unvorhergesehenen Schädigungen“ festgestellt wurden, wie der operierende Arzt Michael Dienst nach der zweieinhalbstündigen Arthroskopie an Dreßens linker Hüfte sagte. „Ich habe mich auf den schlimmsten Fall vorbereitet und bin jetzt erleichtert, dass an der Hüfte keine weiteren Verletzungen festgestellt wurden“, sagte Dreßen.

+++++26. November 2020+++++

Dritter Sieg in Serie für Vlhova beim Parallel-Weltcup in Lech

Petra Vlhova hat den Parallel-Weltcup in Lech/Zürs gewonnen und ihre beeindruckende Frühform in diesem Ski-Winter unterstrichen. Die Slowakin feierte am Donnerstag ihren dritten Sieg im vierten Saisonrennen, dazu kommt ein dritter Platz beim Auftakt. Bei dem K.o.-Wettkampf gewann die 25-Jährige im Finale gegen die Amerikanerin Paula Moltzan, die bislang einen zehnten Platz als bestes Ergebnis ihrer Weltcup-Karriere vorzuweisen hatte. Dritte wurde Lara Gut-Behrami aus der Schweiz. Alle sieben deutschen Starterinnen um die erfahrene Lena Dürr hatten in der Qualifikation am Vormittag den Einzug ins K.o.-Finale der besten 16 verpasst.

Nächster Dämpfer für die deutschen Skirennfahrerinnen

Die deutschen Skirennfahrerinnen haben einen weiteren Dämpfer im alpinen Weltcup kassiert und müssen sich künftig auf eine härtere Gangart im Training einstellen. Beim Parallel-Event in Lech/Zürs verpassten am Donnerstag alle sieben Starterinnen des Deutschen Skiverbandes die K.o.-Phase. Ein 22. Platz durch die erfahrene Lena Dürr reichte in der Qualifikation nicht für die Entscheidungsläufe der besten 16 am Abend. Bereits zum Saisonstart im Riesenslalom von Sölden und zuletzt am Wochenende bei zwei Slaloms in Levi waren die DSV-Damen der Konkurrenz deutlich hinterhergefahren.

„Hier musste man am Limit fahren, und das sind wir nicht“, haderte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. Die fehlende Aggressivität und Risikobereitschaft sind nicht neu - deshalb werde nun das Training umgestellt. „Es werden nur noch intensive Zeitläufe gefahren. Bei jeder Trainingsfahrt musst du versuchen, der Champion zu sein“, sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. Das Talent ist da, der Biss fehlt. Andere Nationen wie etwa Österreich trainieren allein schon durch den internen Konkurrenzkampf härter. „Weniger Techniktraining, mehr Wettkampftraining“, kündigte der DSV-Sportvorstand Maier an.

In den Technik-Events sollen nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg so wieder Top-Ten-Fahrerinnen geformt werden. Hinter Dürr hatten in der Qualifikation in Lech/Zürs auch Andrea Filser (28.) und Jessica Hilzinger (46.) das Finale klar verpasst. Martina Ostler, Lisa Marie Loipetssperger, Fabiana Dorigo und Leonie Flötgen schieden aus.

Als ganz kleine Ehrenrettung konnte angeführt werden, dass es in dem Parallel-Riesenslalom im österreichischen Vorarlberg auch Mitfavoritinnen traf wie die Schweizerin Wendy Holdener und Alice Robinson aus Neuseeland. „Das war ein relativ enges Rennen und es sind nicht bloß unsere auf der Strecke geblieben“, sagte Maier.

Am Freitag versuchen es die deutschen Männer besser zu machen. Stefan Luitz und Alexander Schmid hatten ihre Klasse in Parallel-Riesenslaloms bereits in der vorigen Saison gezeigt: Luitz war in Alta Badia Zweiter geworden, Schmid in Chamonix Dritter.

Herren-Riesenslaloms von Val d'Isère nach Italien verlegt

Wegen Schneemangels in den französischen Alpen sind die beiden Herren-Riesenslaloms von Val d'Isère nach Italien verlegt worden. Wie der Ski-Weltverband Fis am Donnerstag bekanntgab, finden die Technik-Events am ersten Dezember-Wochenende in Santa Caterina Valfurva statt. Die Zeiten bleiben gleich: Die Rennfahrer müssen am Samstag, 5. Dezember (10.30/13.30 Uhr) und Sonntag, 6. Dezember (10.00/13.00 Uhr) ran.

Eine Woche später sind in Val d'Isère dann eigentlich eine Abfahrt und ein Super-G der Männer geplant. Ob diese Speedrennen möglich sind, war zunächst unklar.

+++++25. November 2020+++++

Dreßen wird an Hüfte operiert - Ausfallzeit offen

Schwerer Schlag für den Deutschen Skiverband: Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen fällt wegen einer Hüftverletzung möglicherweise lange aus. Der 27 Jahre alte Ski-Star muss sich am Donnerstag einer Operation unterziehen. Dabei wird arthroskopisch ein freier Gelenkkörper entfernt.

"Ich habe schon seit zwei Jahren Probleme mit der Hüfte. Ich habe es zuletzt aber vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten. Ich habe gehofft, dass man eine OP vermeiden kann und es mit Spritzen in den Griff bekommt. Es ist eine blöde Situation", sagte Dreßen am Mittwoch.

Wie lange die Pause ausfallen wird, hängt von der Operation ab. Dabei werde "die ganze Hüfte angeschaut. Danach wird man sehen", ergänzte Dreßen.

"Dieser Ausfall trifft uns heftig. Thomas ist nach dem Rücktritt von Felix Neureuther die Galionsfigur. Jetzt müssen wir enger zusammenrücken", sagte Alpinchef Wolfgang Maier dem SID.

Dreßen war am Samstag vorzeitig aus dem Trainingslager des deutschen Speedteams in Copper Mountain/USA abgereist. Am Montag hatte er sich in München einer MRT-Untersuchung unterzogen.

Der Saisonstart Dreßens war eigentlich für Mitte Dezember (12./13.) im französischen Val d'Isere vorgesehen. Der DSV-Athlet aus Garmisch-Partenkirchen ist nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg der einzige Siegfahrer beim DSV.

Deutschlands "Skisportler des Jahres" hatte in der vergangenen Saison drei Weltcup-Siege gefeiert. Bereits Ende 2018 hatte er sich eine schwere Knieverletzung zugezogen und war lange ausgefallen. Bei seinem Comeback hatte er direkt die Abfahrt im kanadischen Lake Louise gewonnen.

+++++24. Oktober 2020+++++

DSV mit großem Alpin-Team zu Parallelrennen in Lech

Mit einer mindestens elfköpfigen Mannschaft bestreitet das deutsche Ski-Team die bevorstehenden alpinen Weltcups in Lech/Zürs. Damen-Bundestrainer Jürgen Graller nominierte für den Parallel-Riesenslalom (Donnerstag) neben Lena Dürr noch Fabiana Dorigo, Andrea Filser, Leonie Flötgen, Jessica Hilzinger, Lisa Marie Loipetssperger und Martina Ostler. Das gab der Deutsche Skiverband (DSV) am Dienstag bekannt.

Bei den Herren gehen am Freitag Stefan Luitz, Alexander Schmid, Fabian Gratz und Sebastian Holzmann an den Start. In den nächsten Tagen soll laut Bundestrainer Christian Schwaiger entschieden werden, ob noch ein fünfter Athlet dazukommt. Vorerst nicht nominiert wurde Linus Straßer, der beim Parallel-Slalom in Stockholm 2017 seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert hatte.

+++++24. November 2020+++++

Shiffrin verzichtet auf Start beim Parallel-Riesenslalom in Lech

Ski-Star Mikaela Shiffrin verzichtet auf einen Start beim Parallel-Riesenslalom in Lech/Zürs am kommenden Donnerstag. Die fünfmalige Weltmeisterin und zweimalige Olympiasiegerin legt stattdessen eine zusätzliche Trainingsschicht ein. Shiffrin hatte nach 300 Tagen Pause am vergangenen Wochenende ihr Weltcup-Comeback gegeben und bei den Slalomrennen im finnischen Levi die Plätze zwei und fünf belegt. Den Saisonauftakt in Sölden Mitte Oktober hatte die Amerikanerin wegen einer Rückenblessur verpasst.

+++++24. November 2020+++++

Österreicher Marco Schwarz positiv auf Corona getestet

Der alpine Skizirkus beklagt den nächsten Coronafall. Der Österreicher Marco Schwarz, WM-Dritter im Slalom und in der Kombination, wurde laut einer Verbandsmitteilung positiv auf COVID-19 getestet. Er fällt für den Weltcup am Freitag in Lech/Zürs aus.

Der 25-Jährige zeige leichte Erkältungssymptome und habe sich bereits in Heimquarantäne begeben, hieß es. "Schwarz dürfte sich im privaten Umfeld angesteckt haben", teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) weiter mit. Kontakt zu anderen Athleten oder Trainern habe er nicht gehabt.

+++++21. Novemer 2020+++++

Vlhova stiehlt Rückkehrerin Shiffrin mit „Levi-Double“ die Show

Petra Vlhova hat "Königin" Mikaela Shiffrin bei deren Rückkehr in den Skizirkus die Show gestohlen. Die Slowakin holte beim Slalom-Weltcup im finnischen Levi das "Double" und gewann beide Rennen. Shiffrin blieben nach 300 Tagen Rennpause und dem Unfalltod ihres Vaters bei ihrem gelungenen Comeback die Ränge zwei und fünf.

Die sieben deutschen Starterinnen erlebten ein Wochenende zum Vergessen. Lena Dürr (Germering) erreichte am Sonntag als einzige DSV-Athletin das Finale, Platz 21 ist aber nicht ihr Anspruch. Auch am Samstag war die 29-Jährige als 17. beste Deutsche. Andrea Filser (Wildsteig) und Marina Wallner (Inzell) kamen da auf die Ränge 23 und 24. "Wir haben zu wenig attackiert. Einfach runterfahren - da gewinnst du keinen Blumentopf", sagte Cheftrainer Jürgen Graller.

Vlhova setzte sich beim ersten Slalom des WM-Winters mit 18 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Shiffrin durch. Beim zweiten Rennen nördlich des Polarkreises war sie 0,31 Sekunden schneller als Michelle Gisin (Schweiz) und holte ihren 16. Weltcup-Sieg. Shiffrin lag stolze 0,93 Sekunden zurück. Schlechter war die 25 Jahre alte Amerikanerin in einem Slalom zuletzt im Januar 2018, als sie in Lenzerheide ausschied.

+++++ 21. November 2020 +++++

Shiffrin beim Comeback nur von Vlhova geschlagen

Skistar Mikaela Shiffrin hat sich beim Comeback nach 300 Tagen in starker Verfassung zurückgemeldet, ihren 67. Weltcupsieg aber verpasst. Beim ersten Saisonslalom im finnischen Levi musste sich die Amerikanerin mit Platz zwei und 18 Hundertstelsekunden Rückstand auf ihre slowakische Dauerrivalin Petra Vlhova geschlagen geben. Vlhova feierte ihren vierten Slalomsieg in Serie.

Shiffrin (25), die sich im Frühjahr nach dem Unfalltod ihres Vaters Jeff aus dem Renngeschehen zurückgezogen hatte, fuhr zwei blitzsaubere Läufe, ließ aber noch ein wenig die alte Aggressivität vermissen.

Bereits beim Interview nach dem ersten Durchgang waren ihr am ARD-Mikrofon die Tränen gekommen. "Ich will eigentlich nicht so emotional sein. Ich bin einfach glücklich. Beim Skifahren hatte ich das Gefühl, dass es wirklich Spaß macht", sagte die viermalige Levi-Siegerin, die wegen Rückenproblemen den Saisonstart im Oktober in Sölden ausgelassen hatte.

Neben Shiffrin blieb nur die Österreicherin Katharina Liensberger (+0,57) innerhalb von einer Sekunde Rückstand auf Vlhova, Gewinnerin des Slalom-Weltcups des Vorwinters. Beste Deutsche am Berg Levi war Lena Dürr (Germering) auf Rang 17 (+2,89). "Im Steilen ist einfach viel mehr drin, ich muss viel aggressiver werden", meinte die 29-Jährige in der ARD.

Andrea Filser (Wildsteig) holte als 23. (+3,44) zum zweiten Mal in ihrer Karriere und zum ersten Mal seit Ofterschwang im März 2013 (23.) Weltcup-Punkte. Marina Wallner (Inzell) kam auf Rang 24 (+3:47). Die weiteren vier DSV-Starterinnen hatten den zweiten Durchgang der besten 30 verpasst. Am Sonntag steht in Levi ein weiterer Frauen-Slalom an.

+++++ 20. November 2020 +++++

Skirennfahrer üben Kritik an Test- und Quarantäne-Vorgehen in Levi

Nach der Isolation des ganzen schwedischen Ski-Teams wegen eines positiven Corona-Tests wird Kritik am Vorgehen kurz vor den zwei Slaloms in Levi laut. Die Weltcup-Gesamtsiegerin Federica Brignone aus Italien schrieb dazu bei Instagram: „Wofür werden wir denn alle getestet? Wie kann es sein, dass alle Sportler einer Nation (die alle bei drei Tests negativ sind) wegen eines positiven Coaches nicht zum Rennen dürfen? Ist das fair?“ Mehrere deutsche Athleten wie Linus Straßer, Kira Weidle und Stefan Luitz teilten den Beitrag.

Am Donnerstag war ein positiver Befund bei einem schwedischen Trainer bekannt geworden. Die zuständigen Behörden ordneten daraufhin an, dass sich das ganze schwedische Team in Quarantäne begeben muss.

Die Schwedinnen, darunter die Spitzenfahrerin und Podiumskandidatin Anna Swenn-Larsson, verpassen damit die beiden Slaloms am Samstag und Sonntag in Lappland. Brignone (30) verglich die Situation mit jener im Fußball und fragte: „Warum darf im Fußball, wo es physischen Kontakt zwischen den Spielern gibt, weitergespielt werden, auch wenn es einige positive Fälle gibt? Bitte gebt uns klare und gleiche Regeln.“

Der französische Top-Fahrer Alexis Pinturault (29) sieht in dem Vorgehen die Chancengleichheit gefährdet. Wenn die Regel so bleibe, dass bei einem Corona-Fall sofort das ganze Team betroffen ist, „dann werde auch ich mal Wettkämpfe verpassen. Das ist nicht nur wahrscheinlich, sondern sicher.“ Der Technik-Spezialist verwies darauf, dass er selbst und einige andere Rennfahrer, darunter Brignone und der norwegische Weltcup-Gesamtsieger Aleksander Aamodt Kilde, bereits mit Corona infiziert waren und deshalb eigentlich Antikörper haben müssten.

„Die Veranstalter müssen ihre Ablaufpläne überarbeiten“, forderte Pinturault in einem Interview mit „Ski Chrono“ am Freitag. Sonst könne es Folgen für den sportlichen Wettkampf geben. Er spekulierte, dass etwa Swenn-Larsson Probleme bekommen könnte, ohne Punkte aus den zwei Rennen in Levi in der ersten Slalom-Startgruppe im Weltcup zu bleiben. „Das beeinträchtigt die Chancen enorm“, sagte der Franzose.

+++++4. November 2020+++++

Weltcup in Lech verschoben

Wegen Schneemangels und hoher Temperaturen werden die alpinen Weltcup-Rennen in Lech/Zürs (Österreich) vom 13. und 14. auf den 26. und 27. November verschoben. Das teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch mit. Es handelt sich um je einen Parallel-Weltcup für Frauen und Männer.

Nach dem Auftakt mit zwei Riesentorläufen in Sölden Mitte Oktober geht die Saison demnach erst am 21. und 22. November im finnischen Levi weiter. Dort stehen zwei Slalomrennen der Damen auf dem Programm.

+++++18. Oktober 2020+++++

DSV-Duo gelingt „solider“ Start in Weltcup-Saison

Stefan Luitz zuckte entschuldigend mit den Schultern, Alexander Schmid schnaufte etwas enttäuscht aus. Deutschlands beste Riesenslalom-Fahrer haben zum ungewöhnlichen Corona-Start in die neue Weltcup-Saison die vorderen Plätze zwar verpasst. Die Hoffnung auf einen erfreulichen Winter aber ist nach zwei Top-15-Rängen in Sölden da. „Es fehlt nicht viel“, resümierte deshalb Bundestrainer Christian Schwaiger am Sonntag. Beim Überraschungscoup des norwegischen Youngsters Lucas Braathen wurde Luitz im Ötztaler Geisterrennen 14. (+1,80 Sekunden), eine Position dahinter landete Schmid (+1,82).

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, meinte Luitz. Er hatte nach einem großteils vermasselten Winter 2019/20 angekündigt, in dieser WM-Saison wieder aggressiver und mutiger fahren zu wollen. Sein Vorhaben aber setzte er nach einem viel zu zaghaften ersten Lauf erst im Finale um und machte dabei immerhin noch neun Plätze gut. „Aber ich bin immer noch sehr enttäuscht vom ersten Durchgang.“

Bei Schmid war es andersrum. Dem Allgäuer gelang bei Top-Bedingungen samt prächtigem Sonnenschein auf dem Rettenbachgletscher ein starker erster Lauf. Im entscheidenden Durchgang patzte er etwas und fiel zurück. „Ich nehm das Positive mit“, sagte er. „Ich weiß, dass ich schnell Skifahren kann. Ich habe gemerkt, dass etwas vorwärts geht.“ Coach Schwaiger zeigte sich „zufrieden“ nach einem „soliden“ Auftakt.

Zum Podium aber fehlten dem deutschen Duo fast eineinhalb Sekunden. Der 20-jährige Norweger Braathen feierte in seinem erst 22. Weltcup den großen Triumph und zugleich den ersten Podestrang. Hinter dem zweitplatzierten Marco Odermatt raste dessen Schweizer Teamkollege Gino Caviezel ebenfalls erstmals in seiner Karriere in die Top drei.

Ebenso wichtig wie der sportliche Neustart war in Sölden das Signal, dass in der Corona-Pandemie alpiner Wintersport möglich ist. So haben es sich der Weltverband Fis und die österreichischen Ausrichter vorgestellt: strenge Hygieneregeln, Abstandsvorgaben, vier unterschiedliche „Blasen“ möglichst ohne Kontakte zueinander, keine Zuschauer. Und am Ende spannende Rennen, fast so wie früher.

„Man muss zeigen, dass man mit dem Thema umgehen kann“, meinte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier am Sonntag. „Und so, wie sie es gemacht haben, haben sie eindeutig unter Beweis gestellt, dass man auch so mit dem Thema umgehen kann. Wir haben uns adaptiert.“

Diese Anpassung war umfangreich. In Sölden etwa, wo normalerweise zigtausende Fans die erste große Après-Ski-Sause der Saison feiern, war von Partystimmung nichts zu spüren. „Ein bisschen eine traurige Stimmung“, sagte Maier, „wenn man weiß, was das hier immer für ein cooles Skifest war“. Vor allem der Geräuschpegel an der Piste stach heraus. „Man hört jedes Wort, so wie zuletzt in den Fußballstadien. An die Stille des Berges wird man sich gewöhnen müssen“, fand er.

Und auch daran, dass der Riesenslalom der Damen nach dem Rücktritt von Olympiasiegerin und Erfolgsgarantin Viktoria Rebensburg keine aussichtsreiche deutsche Disziplin mehr ist. Im ersten Event nach der Ära von Rebensburg, die in elf Weltcup-Wintern 14 Siege und 20 weitere Podestplätze in der Disziplin eingefahren hatte, verpassten alle vier deutschen Starterinnen die Top 30 und damit das Finale.

Beim Sieg von Marta Bassino aus Italien vor Teamkollegin Federica Brignone und Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei kam Lena Dürr nur auf den 38. Platz. Noch weiter dahinter landeten Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50.), Jessica Hilzinger (51.) und Andrea Filser (54.). „Das ärgert mich“, sagte Dürr. „Ich hatte natürlich gehofft, schöner in die Saison zu starten.“ Aber immerhin wurde gestartet - und das ist in diesen Corona-Zeiten schon etwas.

+++++18. Oktober 2020+++++

Luitz und Schmid verpassen Top 10 beim Weltcup-Auftakt in Sölden

Die deutschen Ski-Rennläufer Stefan Luitz und Alexander Schmid haben die angestrebte Top-Platzierung beim Weltcup-Auftakt in Sölden verpasst. Beim Überraschungssieg des jungen Norwegers Lucas Braathen belegte der Allgäuer Luitz mit einem Rückstand von 1,80 Sekunden den ordentlichen 14. Platz knapp vor Schmid (15./+1,82).

"Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung", sagte Luitz (Bolsterlang) über seine Steigerung im Finale, in dem er sich um zehn Plätze verbesserte: "Ich habe versucht, wieder normal Ski zu fahren. Aber ich bin immer noch sehr enttäuscht von meinem ersten Durchgang." Da sei er "zu viel in der Gegend rumgefahren. So gewinnt man gar nichts da runter."

Schmid (Fischen) war "im Großen und Ganzen echt sehr zufrieden mit meinem Skifahren". Eine bessere Platzierung verspielte er mit einem Patzer bei der Ausfahrt aus dem Steilhang ins Flache. "Da muss man einfach alles riskieren, leider Gottes habe ich ein Tor zu früh Druck gegeben", sagte er. Fabian Gratz verpasste beim zweiten Weltcup-Start als 40. das Finale klar.

Das 20 Jahre alte Ausnahmetalent Braathen setzte sich knapp vor Marco Odermatt (Schweiz/+0,05) durch. Dritter wurde dessen Teamkollege Gino Caviezel (+0,46).

+++++17. Oktober 2020+++++

Marta Bassino gewinnt Weltcup-Auftakt in Sölden - DSV-Quartett verpasst Top 30

Als die besten Skirennfahrerinnen um den Auftaktsieg dieser außergewöhnlichen Corona-Saison fuhren, war das deutsche Team schon auf dem Heimweg vom Rettenbachgletscher. Mit einer befürchteten Nullnummer haben die DSV-Sportlerinnen diesen Ausnahmewinter und eine neue Weltcup-Phase nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg eingeläutet. Beim Sieg der Italienerin Marta Bassino im Riesenslalom von Sölden verpassten die vier deutschen Starterinnen am Samstag allesamt die Top 30 und damit die Qualifikation für das Finale.

Neben der punktlosen Vorstellung sorgten auch das notwendige Hygiene- und Vorsichts-Drumherum im Ötztal für wenig Euphorie bei allen Beteiligten. Keine Zuschauer, so wenig Kontakte wie möglich, ständige Kontrollen: Von einer Wintersport-Party wie in all den Jahren zuvor war in Sölden diesmal überhaupt nichts zu spüren. „Ein bisschen eine traurige Stimmung“, sagte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier, „wenn man weiß, was das hier immer für ein cooles Skifest war.“

Aber an diese Bedingungen muss sich die alpine Ski-Familie gewöhnen, schließlich geht es darum, in der immer schwierigeren Corona-Lage in Europa überhaupt Rennen fahren zu können. Routinier Maier hob vor allem den völlig ungewohnten Geräuschpegel an der Piste heraus. „Man hört jedes Wort, so wie zuletzt in den Fußballstadien. An die Stille des Berges wird man sich gewöhnen müssen“, sagte der Funktionär.

Für das sportliche Abschneiden sollte das aber keine Rechtfertigung sein, schließlich hätten sich für die Fahrerinnen die Abläufe am Renntag auch in Pandemiezeiten kaum geändert. „Das ärgert mich“, haderte Lena Dürr nach ihrem 38. Rang im ersten Lauf, durch den sie nicht mehr im Finale antreten durfte. „Ich hatte natürlich gehofft, schöner in die Saison zu starten“, sagte die 29-jährige Münchnerin.

Wie auch Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50./+5,61), Jessica Hilzinger (51./+6,24) und Andrea Filser (54./+6,37) agierte Dürr auf dem steilen und schwierigen Hang von Sölden nicht mutig genug. „Sie waren viel zu vorsichtig für die Verhältnisse, sind zu wenig Risiko und Attacke gegangen. Dann bist du nicht dabei“, resümierte Maier nach dem ersten Damen-Riesenslalom ohne Punkte seit fast zwei Jahren.

Der Deutsche Skiverband (DSV) setzt nun auf seine Talente, nachdem die 31-jährige Rebensburg - die in Sölden bereits gewonnen hatte - Anfang September überraschend in die Ski-Frührente ging. „Wichtig ist, dass der Jugend die Zukunft gehört“, betonte Bundestrainer Jürgen Graller. „Die müssen auf die Weltcup-Bühne.“ Bei der erst 20 Jahre alten Loipetssperger habe man nach „wirklich guten“ Trainings auch im Rennen „ansatzweise gesehen, dass sie dazugehört.“

Zur Weltklasse klafft aber freilich noch eine große Lücke. „Die Etablierten sind die Etablierten, die fahren einfach gut“, sagte Maier. Bassino setzte sich mit 0,14 Sekunden vor ihrer Teamkollegin und letztjährigen Weltcup-Gesamtsiegerin Federica Brignone durch. Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei wurde Dritte (+1,13).

Am Sonntag (10.00/13.15 Uhr) sind die Herren mit den deutschen Hoffnungsträgern Stefan Luitz und Alexander Schmid an der Reihe.

+++++17. Oktober 2020+++++

DSV-Quartett verpasst Top 30

Die deutschen Ski-Damen haben zum Start in die neue Weltcup-Saison eine befürchtete Nullnummer kassiert. Im ersten Rennen nach dem Rücktritt von Erfolgsfahrerin Viktoria Rebensburg verpassten die vier Starterinnen des Deutschen Skiverbandes am Samstag beim Riesenslalom in Sölden die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Lena Dürr kam bei dem Event unter massiven Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Zuschauer im ersten Lauf nur auf Rang 38 und hatte 4,74 Sekunden Rückstand auf die führende Italienerin Marta Bassino.

Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50./+5,61), Jessica Hilzinger (51./+6,24) und Andrea Filser (54./+6,37) kamen ebenfalls nicht in die Top 30, die im entscheidenden zweiten Durchgang ab 13.00 Uhr (ZDF und Eurosport) um den Auftaktsieg dieses Winters fahren. Am Sonntag (10.00/13.15 Uhr) sind die Herren mit den deutschen Hoffnungsträgern Stefan Luitz und Alexander Schmid an der Reihe.

+++++17. Oktober 2020+++++

DSV-Präsident Steinle im Amt bestätigt

ranz Steinle bleibt Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV). Die Vertreter der 20 Landesverbände sprachen dem 70 Jahre alten Juristen für weitere vier Jahre ihr Vertrauen aus. Ebenfalls ohne Gegenstimme bestätigt wurden die Vizepräsidenten Miriam Vogt, Heiko Krause und Tobias Angerer sowie Schatzmeister Jörg Flechtner.

"Die Aufgaben und Herausforderungen, die wir als Spitzenverband in den kommenden Monaten und Jahren bewältigen müssen, sind enorm. Das wird uns nur dann gelingen, wenn wir wie in den vergangenen Jahren unser Knowhow und alle Kräfte bündeln", sagte Steinle, der in seine dritte Amtszeit geht.

Steinle steht seit Dezember 2013 an der Spitze des DSV. Damals hatte er die Nachfolge von Alfons Hörmann angetreten, der seither dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorsteht.

+++++17. Oktober 2020+++++

Skispringerin Gianina Ernst beendet mit 21 Jahren ihre Karriere

Die Skispringerin Gianina Ernst hat mit gerade einmal 21 Jahren ihre Karriere beendet. Das teilte die Sportlerin am Samstagmorgen auf Instagram mit. „Aufgrund meiner mittlerweile doch schon langen Verletzungsgeschichte ist es mir nicht mehr möglich, auf die Schanze zurückzukehren“, schrieb Ernst, die im Dezember 2018 einen Kreuzbandriss erlitt und seither nicht mehr richtig in die Spur fand. Sie wolle nun in Zürich Psychologie studieren. Ernst war bei der Olympia-Premiere der Skispringerinnen 2014 im russischen Sotschi als 15-Jährige am Start und belegte damals den 28. Rang.

+++++16. Oktober 2020+++++

Positive Corona-Tests vor Weltcup-Auftakt in Sölden

Einen Tag vor dem alpinen Weltcup-Auftakt in Sölden sind positive Corona-Tests bekannt geworden. Einem schwedischen Trainer sei eine Infektion nachgewiesen worden. Das sagte der Teamchef der Skandinavier, Lars Melin, dem schwedischen Sender SVT Sport. Der Coach Ola Masdal befinde sich in Quarantäne. Ein weiterer Trainer, der mit Masdal im Skilift gefahren sei, wurde untersucht.

Rennchef Markus Waldner sagte der Nachrichtenagentur APA am Freitag, dass es Fälle in zwei Teams gegeben habe. Um welche Teams es sich handele, präzisierte er nicht. Die betroffenen Personen seien bereits am Donnerstag getestet und danach isoliert worden. Die Austragung der beiden Riesenslaloms am Samstag und Sonntag sei nicht in Gefahr.

+++++15. Oktober 2020+++++

DSV tritt zum Saisonstart in Sölden nur mit kleinem Team an

Nach zahlreichen Rücktritten wie jenem von Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg hat der Deutsche Skiverband (DSV) für den Weltcup-Auftakt der alpinen Ski-Rennläufer ein kleines und zum Teil unerfahrenes Team nominiert. Bei den Frauen gehen im Riesenslalom am Samstag im österreichischen Sölden Lena Dürr (Germering), Andrea Filser (Wildsteig), Jessica Hilzinger (Oberstdorf) und Lisa Loipetssperger (München) an den Start. Am Sonntag bestreiten Stefan Luitz (Bolsterlang), Alexander Schmid (Fischen) und Fabian Gratz (Altenau) den Riesenslalom der Männer."Unseren jungen Sportlern bietet sich nun die Chance, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Das Potenzial in den Mannschaften ist vorhanden", betonte Alpinchef Wolfgang Maier. Neben Rebensburg hatten unter anderem die Weltcup-Routiniers Fritz Dopfer, Dominik Stehle und Veronique Hronek im Sommer ihre Karrieren beendet. Einige potenzielle Starterinnen fallen derzeit außerdem wegen Verletzungen oder deren Nachwirkungen aus.Beim Weltcup-Auftakt auf dem Rettenbachgletscher sind wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Darüber hinaus wurden die beiden Rennen um eine Woche vorverlegt, um damit den Ski-Touristen aus dem Weg zu gehen.

Hier finden Sie den DSV-Kader der Herren.

Hier finden Sie den DSV-Kader im Ski Alpin der Damen.

Mikaela Shiffrin

(RP/dpa/sid)