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Olympia: Rodlerin Geisenberger beklagt unwürdige Corona-Zustände in Peking

Bitterer Vorgeschmack auf Olympia : Rodlerin Geisenberger beklagt unwürdige Corona-Zustände in Peking

Natalie Geisenberger erlebt derzeit in der Olympia-Vorbereitung auf der Bob-und Rodelbahn in Peking offenbar schwere Tage. Sie und einige andere aus der deutschen Mannschaft befinden sich seit Tagen in Isolation.

Die deutsche Rodel-Nationalmannschaft erlebt derzeit in Peking eine scheinbar schwere Zeit. Während der Testwochen für die Olympischen Spiele im Februar sollten die Deutschen die neue Olympia-Bahn vor Ort ausgiebig kennenlernen und testen, damit sie im Ernstfall im Winter gut vorbereitet sind. Doch laut der mehrfachen Olympiasiegerin Natalie Geisenberger sind die Bedingungen vor Ort alles andere als gut. Das liegt laut ihren Aussagen vor allem an den Behörden.

Seit der Anreise vor gut eine Woche nach China befinden sich mehrere Rodler und Rodlerinnen in Isolation und dürfen ihr Zimmer nur für die Trainings auf der Bahn verlassen. „Wir dürfen nur aus dem Zimmer, wenn Bahntraining ist, bekommen nicht wirklich vernünftiges Essen in Plastikbechern und Tüten vor die Tür gestellt, haben keine Möglichkeit uns zu bewegen, jeden Tag zwei Corona-Test“, schreibt Geisenberger auf ihrem Instagram-Kanal.

Der Grund: Auf dem Flug der deutschen Mannschaft nach Peking gab es offenbar einen Corona-Fall in unmittelbarer Nähe der eigentlich für Geisenberger und Co. vorgesehen Sitzreihe. Die Bestimmungen in China sehen vor, dass alle Personen in unmittelbarer Nähe in Quarantäne müssen. Problem laut Geisenberger: sie saßen überhaupt nicht in der besagten Reihe und postete ein Foto dabei, auf dem zu sehen ist, dass jede Menge Gepäck auf Sitzen liegt. Laut Geisenberger saß sie 30 Reihen weiter vorn.

Geisenberger beklagt vor allem, dass die Behörden es scheinbar nicht interessiert, dass sie keinen unmittelbaren Kontakt zu der mit Corona infizierten Person hatten. „Wir haben seit sieben Tagen ausschließlich negative Coronatests in unserer Mannschaft“, schreibt die 33-Jährige. Dennoch dürfen sie das Zimmer weiter nicht verlassen und haben entsprechend auch keine Möglichkeiten sich richtig zu bewegen, schreibt die Sportlerin.

Doch auch auf der Bahn scheint es größere Probleme zu geben. Laut der neunfachen Weltmeisterin wird die Eisrinne nicht gut genug präpariert, vor allem nicht zum Abend hin, wenn die deutsche Mannschaft endlich ran darf. Zudem würden die Zeiten wild durcheinander gewürfelt, sodass die Rodler und Rodlerinnen nicht einmal anständige Vergleichswerte zur Konkurrenz hätten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Natalie Geisenberger