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Ski-Nordisch-Telegramm 2020/21: Nordische Ski-WM in Oberstdorf mit Pappkameraden in den Stadien

Ski-nordisch-Telegramm 20/21 : Nordische Ski-WM in Oberstdorf mit Pappkameraden in den Stadien

Zuschauer sind bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf keine zugelassen. Die Veranstalter haben sich daher etwas Besonderes einfallen lassen. In unserem Ski-Nordisch-Telegramm verpassen Sie nichts.

Nach dem coronabedingten Zuschauerausschluss für die Nordische Ski-WM in Oberstdorf sollen bei den Wettkämpfen immerhin Pappkameraden in die Stadien dürfen. Dies teilten die Veranstalter auf ihrer Homepage mit. Fans können zu einem Preis von 19,50 Euro ihre persönliche Figur bestellen und damit zumindest virtuell bei den Wettkämpfen im Skispringen, der Kombination und im Langlauf dabei sein. Die ersten 300 erworbenen Pappfiguren sollen zudem von den WM-Medaillengewinnern signiert werden.

Bereits bei der Vierschanzentournee hatten die Veranstalter in Oberstdorf auf diese Möglichkeit gesetzt. Dort waren unter anderem Biathletin Laura Dahlmeier, Skifahrer Felix Neureuther und Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder abgebildet gewesen.

+++++24. Januar 2021+++++

Kasachischer Skilangläufer Tschebotko stirbt bei Autounfall

Der kasachische Skilangläufer Nikolai Tschebotko ist bei einem Autounfall in seiner Heimat ums Leben gekommen. Dies gab der nationale Langlauf-Verband Kasachstans bekannt. Tschebotko wurde 38 Jahre alt. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in der Nähe des nordkasachischen Dorfes Borowoje.

Tschebotko, Teilnehmer an vier Olympischen Winterspielen, hatte Ende Dezember bei den nationalen Meisterschaften sein letztes Rennen bestritten. Im Weltcup war er zuletzt im Januar 2019 aktiv, gehörte aber schon länger nicht mehr zur Weltspitze. Seine größten Erfolge waren ein Teamsprint-Sieg im Weltcup 2012 in Quebec mit Denis Wolotka sowie WM-Bronze 2013 in Val di Fiemme mit Alexei Poltoranin.

+++++24. Januar 2021+++++

Deutsche Langlauf-Staffeln belegen in Lahti Plätze vier und sechs

Das deutsche Langlauf-Quartett der Frauen hat bei der Staffel am Sonntag den sechsten Platz belegt. In der Besetzung Laura Gimmler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Pia Fink lag die Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder im finnischen Lahti 2:16 Minuten hinter dem deutlichen Sieger Norwegen um Therese Johaug. Schweden und Finnland komplettierten die Podestplätze in dem Rennen über 4x5 Kilometer.

Die Norwegerinnen hatten Ende November ihren zuvor letzten Weltcup bestritten und waren dann wegen Corona nicht mehr zu den Wettkampfstätten gereist. Deutschlands beste Langläuferin Hennig war am Samstag im Skiathlon auf Rang 13 gelandet. Das große Ziel der deutschen Langläuferinnen ist eine Team-Medaille bei der Heim-WM in Oberstdorf.

Etwas besser lief es bei den deutschen Männern, die in der Besetzung Jonas Dobler, Janosch Brugger, Florian Notz und Friedrich Moch Rang vier belegten. Der Sieg über 4x7,5 Kilometer ging an Norwegen vor Finnland und dem zweiten russischen Team. Team Russland I war wegen unsportlichen Verhaltens von Alexander Bolschunow disqualifiziert worden, weshalb Deutschland auf Rang vier landete.

+++++23. Januar 2021+++++

Skilangläuferin Johaug siegt bei Comeback - Hennig auf Rang 13

Norwegens Langlauf-Star Therese Johaug hat sich nach fast zwei Monaten Weltcup-Pause in bestechender Form zurückgemeldet und einen Monat vor der nordischen Ski-WM in Oberstdorf ihre Rolle als Topfavoritin unterstrichen. Beim Skiathlon im finnischen Lahti feierte die 32-Jährige einen Start-Ziel-Sieg und setzte sich nach jeweils 7,5 km im klassischen sowie freien Stil mit 28,1 Sekunden auf ihre Landsfrau Helene Marie Fossesholm durch.

Für Johaug war es der 77. Weltcup-Sieg, vor ihr liegt nur ihre große Landsfrau Marit Björgen (114). Heidi Weng als Dritte (+29,6) machte Norwegens Dreifacherfolg perfekt. Beste Deutsche war Katharina Hennig (Oberwiesenthal), die als 13. stolze 1:07,9 Minuten Rückstand hatte. Pia Fink (Bremelau) holte als 25. ebenfalls Weltcup-Punkte. Die Führung im Gesamtweltcup baute die US-Amerikanerin Jessie Diggins mit Platz fünf aus.

Johaug, die im Skiathlon seit 2014 nur einmal geschlagen wurde (Platz zwei hinter Weng 2016 in Canmore) und 13-mal bei ihren jüngsten 14 Distanzrennen gewann, hat im Kampf um die große Kristallkugel keine Chance mehr. Die Norweger hatten sich Ende November nach dem Auftakt in Kuusamo komplett aus dem Weltcup zurückgezogen, um sich angesichts der Corona-Pandemie möglichst risikolos auf die WM (23. Februar bis 7. März) vorzubereiten. In Lahti ist die führende Langlauf-Nation erstmals wieder am Start.

+++++19. Januar 2021+++++

Keine Zuschauer bei WM in Oberstdorf

Die Nordische Ski-WM in Oberstdorf findet ohne Zuschauer statt. Dies gaben die Organisatoren der Titelkämpfe vom 23. Februar bis 7. März am Dienstag bekannt. Nach Rücksprache mit dem bayrischen Innenministerium, dem Internationalen Skiverband FIS und dem Deutschen Skiverband (DSV) sei die Entscheidung "aus Sicherheitsgründen" gefallen, angesichts des Pandemie-Geschehens das zuletzt verfolgte Konzept mit einer reduzierten Zuschauerkapazität zu verwerfen.

"Natürlich hätten wir uns alle eine andere Entscheidung gewünscht", sagte Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der "FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH": "Allerdings haben sich bereits seit einiger Zeit die Zeichen aus der Politik verdichtet, dass uns am Ende wohl keine andere Wahl bleiben würde. Jetzt heißt es, den Blick nach vorne zu richten und das Beste aus der Situation zu machen."

Noch Ende Dezember hatten die Organisatoren während der Vierschanzentournee ihre Pläne bekräftigt, die WM mit 2500 Zuschauern beim Skispringen und 2000 Zuschauern beim Langlauf auszutragen. "Jeder sollte motiviert sein, die WM zu unterstützen und zu besuchen", sagte Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der "Nordischen Ski WM GmbH".

Für die Wettkämpfe im Allgäu waren rund 55.000 Tickets verkauft worden. Vor der Corona-Pandemie hatten die Veranstalter mit 350.000 Zuschauern gerechnet. Großer finanzieller Schaden droht den Organisatoren nicht, da sie frühzeitig eines Ausfallversicherung abgeschlossen hatten.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig zum Tour-de-Ski-Abschluss Achte

Die amerikanische Skilangläuferin Jessie Diggins hat zum ersten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die 29-Jährige musste sich auf der Abschlussetappe über 10 km Freistil zur Alpe Cermis in Val di Fiemme (Italien) lediglich der Schwedin Ebba Andersson geschlagen geben. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) überzeugte beim achten und letzten Rennen mit einem achten Rang und beendete die Tour somit wie im vergangenen Jahr als Gesamtachte.

Bei den Männern wurde Lucas Bögl (Gaißach)als bester Deutscher Zwölfter in der Wertung der Wettkampfserie, die der Russe Alexander Bolschunow für sich entschied.

"Es war ein Kampf von Anfang an", sagte Hennig nach dem Rennen: "Auf den ersten Kilometern habe ich mich richtig gut gefühlt und versucht, mich ranzuhängen, das war mein Plan und ich habe es bis zum Ende durchziehen können."

Bögl wurde über die 10 km Freistil beim Sieg von Denis Spizow (Russland/32:41,0 Minuten) Achter (+37,9 Sekunden). Zweitbester DSV-Athlet beim letzten Rennen war Jonas Dobler (Traunstein/+1:15,9 Minuten) auf Rang 20, Florian Notz (Römerstein/+1:32,1) wurde 25., Janosch Brugger (Schluchsee/+1:37,2) landete auf dem 27., Thomas Bing (Dermbach/+2:48,6) auf dem 44. Platz.

In Abwesenheit der Vorjahressiegerin Therese Johaug (Norwegen) kam Diggins mit einem Rückstand von 9,2 Sekunden auf Andersson (36:45,6 Minuten) ins Ziel. Hennig (+1:23,6 Minuten) war beste Deutsche, es folgte Antonia Fräbel (Asbach/+1:57,0) als 14., Pia Fink (Bermelau/+2:23,0) wurde 19., für Julia Preußger (Oberwiesenthal/+3:28,5) landete auf dem 33. Rang.

Knapp eineinhalb Monate vor der Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) präsentierte sich Hennig bei der diesjährigen Tour in guter Form. Mit Ausnahme des Auftaktrennens hatte sie es immer unter die Top-15 geschafft. Mit dem zweiten Platz bei der sechsten Etappe war ihr sogar der Sprung auf das Podium und die beste Weltcup-Platzierung ihrer Karriere gelungen.

"Bei ihr kann man definitiv sagen, dass sie in der Weltspitze angekommen ist", sagte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter des Deutschen Skiverbands (DSV). "Generell haben sich die Mädels sehr gut verkauft."

In der Gesamtwertung fehlten Hennig am Ende 3:41,4 Minuten auf Siegerin Diggins (3:04:45,8 Stunden), die sich vor der Russin Julia Stupak (+1:24,8 Sekunden) und Andersson (+2:00,8) durchsetzte. Bögl lag 7:49,6 Minuten hinter Bolschunow (3:32:32,3 Stunden).

Fräbel (26.) und Fink (27.) schafften es unter die Top 30 der Frauen, Notz (19.), Dobler (21.) und Brugger (30.) unter die der Männer.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig weiter auf Top-10-Kurs bei Tour de Ski

Die Oberwiesenthalerin zog am Samstag ins Viertelfinale ein, am Ende gelang ihr mit Platz 15 das beste Sprintergebnis ihrer Karriere. Vor der letzten Etappe am Sonntag fiel Hennig auf Rang acht in der Gesamtwertung zurück, im vergangenen Jahr hatte sie die Tour auf diesem Platz abgeschlossen.

Die Siege im klassischen Sprint gingen an Linn Svahn, die auch bereits beim Tour-Auftakt gewonnen hatte, und Oskar Svensson (beide Schweden). Janosch Brugger (8./Schluchsee) bescherte den Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen Achtungserfolg und zog ins Halbfinale ein, Antonia Fräbel (22./Asbach), Pia Fink (23./Bermelau) und Thomas Bing (19./Dermbach) erreichten jeweils das Viertelfinale.

Julia Preußger (37./Oberwiesenthal), Lucas Bögl (42./Gaißlach), Jonas Dobler (47./Traunstein) und Florian Notz (49./Römerstein) waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Die Gesamtwertung der Frauen wird weiter von Jessie Diggins (2:27:51 Stunden/USA) angeführt, vor der achten und letzten Etappe beträgt Hennigs Rückstand 2:27 Minuten. Bei den Männern liegt der Russe Alexander Bolschunow (2:59:38 Stunden/Russland) vorne. Bester Deutscher ist Bögl auf Rang 16 (+7:25 Minuten).

Am Sonntag steht sowohl für die Frauen (12.45 Uhr) als auch für die Männer (15.35 Uhr) der Schlussanstieg über zehn Verfolgungs-Kilometer in Val di Fiemme an.

Kein Langlauf-Finale mit Deutschen - Siege an Svahn und Svensson

Die deutschen Langlauf-Teams haben einen Tag nach dem Podestplatz von Katharina Hennig eine weitere Überraschung bei der Tour de Ski verpasst. Im italienischen Val di Fiemme schaffte es am Samstag keiner der deutschen Athleten ins Sprint-Finale der besten sechs Athleten. Bei den Männern schied Janosch Brugger im Halbfinale als Vierter seines Laufs aus. Bei den Frauen hatte es Hennig, Pia Fink und Antonia Fräbel bereits im Viertelfinale erwischt. Der Sprint ist in diesem Winter die Sorgendisziplin der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder. Das Resultat an diesem Samstag war in der laufenden Saison noch eines der besseren.

Die Tagessiege sicherten sich die beiden Schweden Linn Svahn und Oskar Svensson. Svahn gewann bei einem schwedischen Dreifacherfolg vor Maja Dahlqvist und Emma Ribom. Bei den Männern komplettierten Gleb Retiwich und Alexander Bolschunow (beide Russland) das Podium.

Am Sonntag steht im Fleimstal für Männer und Frauen das große Finale bei dem mehrtägigen Traditionsevent an. Beim Anstieg auf die Alpe Cermis kämpft Deutschlands Top-Läuferin Hennig nicht nur um eine weitere gute Tagesplatzierung, sondern auch um einen Top-Platz in der Gesamtwertung der Tour de Ski.

+++++8. Januar 2021+++++

Hennig stürmt aufs Langlauf-Podest - Rang zwei im Massenstart

Katharina Hennig hat Deutschlands Langlauf-Team einen großen Erfolg bei der Tour de Ski beschert. Die 24-Jährige spielte am Freitag in Val di Fiemme ihre ganze Stärke in der klassischen Technik aus und belegte Platz zwei im Massenstart über zehn Kilometer. Hennig musste sich im Schlussspurt nur der Russin Natalja Neprajewa geschlagen geben. „Ich bin ehrlich: Ich habe schon damit geliebäugelt. Aber dass es so klappt, hätte ich wirklich nicht gedacht. Dass es am Ende noch gereicht hat, kann ich nicht fassen“, sagte Hennig in einer ersten Reaktion im ZDF.

Als sie über die Ziellinie fuhr, streckte die derzeit beste deutsche Langläuferin die rechte Faust in die Luft und schrie lauthals ihre Freude raus. Den dritten Platz, den sie im Vorjahr bei einer Tour-de-Ski-Etappe erzielt hatte, toppte Hennig damit sogar noch. Sie verbesserte sich damit auch in der Gesamtwertung der Tour de Ski auf Rang fünf. Vor dem Finalwochenende im Fleimstal fehlen nur 24 Sekunden zum Podest. In der Gesamtwertung führt die Amerikanerin Jessica Diggins, die am Freitag Rang neun belegte und klar hinter Hennig landete.

Bei den Männern hatte zuvor Janosch Brugger als Sechster das nächste Top-Resultat eingefahren. Der 23 Jahre alte Schwarzwälder ließ damit Weltklasse-Akteure wie Maurice Manificat (Frankreich) oder Jewgeni Below aus Russland hinter sich. Der Sieg in Val di Fiemme ging erneut an den Russen Alexander Bolschunow, der in der Gesamtwertung inzwischen fast drei Minuten Vorsprung auf Manificat (2:37 Minuten) und seinen Landsmann Iwan Jakimuschkin (2:47) hat. Brugger, der am Dienstag schon Zehnter wurde, belegt im Gesamtranking Platz 31.

Langläufer Brugger Sechster bei Tour de Ski - Bolschunow dominiert

Langläufer Janosch Brugger hat bei der Tour de Ski überraschend die nächste Top-Ten-Platzierung eingefahren. Der 23 Jahre alte Schwarzwälder belegte am Freitag beim Massenstart über 15 Kilometer in der klassischen Technik den sechsten Rang und ließ damit Weltklasse-Akteure wie Maurice Manificat (Frankreich) oder Jewgeni Below aus Russland hinter sich. Der Sieg in Val di Fiemme ging erneut an den Russen Alexander Bolschunow, der in der Gesamtwertung inzwischen fast drei Minuten Vorsprung auf Manificat (2:37 Minuten) und seinen Landsmann Iwan Yakimuschkin (2:47) hat. Brugger, der am Dienstag schon Zehnter wurde, belegt im Gesamtranking Rang 31.

Ebenfalls in die Punkteränge gelaufen waren Florian Notz (13.), Jonas Dobler (23.), Thomas Bing (26.) und Lucas Bögl auf Rang 30. Bögl ist in der Tour-de-Ski-Gesamtwertung auf Rang 13 der bislang beste Deutsche. Im italienischen Val di Fiemme stehen am Samstag und Sonntag zwei weitere Etappen zum Abschluss des Traditionsevents an.

+++++6. Januar 2021+++++

Hennig Achte in der Verfolgung - Bögl auf Platz zehn

Katharina Hennig hat bei der Tour de Ski im italienischen Toblach erneut eine Top-Platzierung für die deutschen Langläuferinnen geholt. Die Oberwiesenthalerin wurde im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer Achte und liegt damit weiterhin auf Platz neun der Gesamtwertung.

Lucas Bögl (+2:02,5 Sekunden/Gaißach) wurde als bester Deutscher Zehnter im Verfolgungsrennen der Männer, das der Gesamtführende Alexander Bolschunow (34:32,9 Minuten/Russland) vor seinen Landsleuten Iwan Jakimuschkin (+55,5) und Jewgeni Below (+55,6) gewann. Florian Notz (2:04,3/Römerstein) belegte den 13. Rang, Jonas Dobler wurde 18. (+2:22,0/Traunstein). Die weiteren DSV-Athleten verpassten sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern erneut die Top 30.