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Ski-Nordisch-Telegramm 2020/21: Langläuferin Weng gewinnt Abschluss - Fink und Hennig in den Top 15

Ski-nordisch-Telegramm 20/21 : Langläuferin Weng gewinnt Abschluss - Fink und Hennig in den Top 15

Die deutschen Langläuferinnen haben einen Tag nach ihrem Top-Resultat einen weiteren Achtungserfolg im Engadin in der Schweiz eingefahren. In unserem Ski-Nordisch-Telegramm verpassen Sie nichts.

Die deutschen Langläuferinnen haben einen Tag nach ihrem Top-Resultat einen weiteren Achtungserfolg im Engadin in der Schweiz eingefahren. Über 30 Kilometer Verfolgung in der freien Technik belegten Pia Fink als Siebte und Katharina Hennig als 13. am Sonntag Plätze unter den besten 15. Am Samstag war Laura Gimmler überraschend auf Rang vier gelaufen. Den Einzelsieg über die Langstrecke sicherte sich in Abwesenheit von Norwegens Therese Johaug ihre Landsfrau Heidi Weng. Hinter ihr landeten Ebba Andersson aus Schweden und Julia Stupak aus Russland. Die viermalige Weltmeisterin Johaug stand wegen einer Entzündung am Handgelenk nicht am Start.

Als Gesamtweltcup-Sieger standen schon vor den abschließenden Rennen am Sonntag Jessica Diggins aus den USA und der Russe Alexander Bolschunow fest. Bolschunow hatte am Samstag nach dem verpassten WM-Titel über 50 Kilometer gleich das erste Rennen nach den Titelkämpfen von Oberstdorf gewonnen. Über 50 Kilometer Verfolgung in der freien Technik siegte am Sonntag der Norweger Simen Hegstad Krüger. Bester Deutscher wurde Lucas Bögl auf Rang elf.

+++++13. März 2021+++++

Bolschunow deklassiert Konkurrenz im Massenstartrennen

Der russische Skilangläufer Alexander Bolschunow hat beim Auftakt des Weltcup-Finales im Engadin/Schweiz das 15-km-Massenstartrennen überlegen gewonnen. Der Skiathlon-Weltmeister hatte nach einer Laufzeit von 34:07,1 Minuten 18,4 Sekunden Vorsprung auf seinen norwegischen Rivalen Johannes Hösflot Kläbo, Dritter wurde dessen Landsmann Paal Golberg (+18,9).

Topstar Kläbo konnte sich nicht für die WM-Enttäuschung revanchieren. In Oberstdorf war der 24-Jährige nach dem Gewinn seiner vermeintlich vierten Goldmedaille disqualifiziert worden, weil er nach 50 km auf der Zielgeraden Bolschunow die Vorfahrt genommen hatte. Der Russe stand schon vor dem Abschluss im Engadin als Gesamtweltcupsieger fest.

Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte an seinem 31. Geburtstag als bester deutscher Teilnehmer den 29. Platz. Er lag 1:11,9 Minuten hinter Bolschunow.

Die Frauen starten um 15.30 Uhr in den Massenstart über 10 km. Topfavoritin Therese Johaug (Norwegen), die zuletzt bei der WM vier Goldmedaillen holte, kann wegen einer Entzündung am Handgelenk nicht antreten.

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+++++14. Februar 2021+++++

Kombinierer Riiber siegt in Seefeld - Frenzel auf Rang vier

Der Norweger Jarl Magnus Riiber hat seine Extraklasse in der Nordischen Kombination erneut unter Beweis gestellt und geht als Führender in den letzten Wettkampftag des prestigeträchtigen Seefeld-Triples. Der 23-Jährige setzte sich am Samstag nach einem Sprung und dem zehn Kilometer langen Rennen vor dem Japaner Akito Watabe und Ilkka Herola aus Finnland durch. Eric Frenzel, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle liegen auf Rang vier, fünf und sechs als beste Deutsche noch gut im Rennen um einen Podestplatz.

Um Riiber an der Spitze noch anzugreifen, müsste allerdings am Sonntag schon viel zusammenkommen. Triple-Rekordsieger Frenzel hat vor dem Finale einen Rückstand von 56,9 Sekunden, Geiger liegt 0,2 Sekunden dahinter und Rießle fehlen 59,5 Sekunden auf die Spitze.

Geiger, der am Vortag noch Rang drei belegt hatte, verdarb sich beim Skispringen am Samstag noch bessere Chancen. Er landete bereits nach 93,5 Metern und fasste sich anschließend verärgert an den Helm. Durch eine gute Laufleistung reduzierte er den Rückstand vor der Schlussetappe aber noch beträchtlich.

Beim Triple der Kombinierer werden die Ergebnisse von drei aufeinanderfolgenden Wettkämpfen zusammengerechnet. Wer nach dem 15-Kilometer-Lauf am Sonntag zuerst die Ziellinie überquert, hat die Sonderwertung gewonnen.

+++++30. Januar 2021+++++

Hennig schrammt in Falun am Podest vorbei

Skilangläuferin Katharina Hennig (Oberwiesenthal) ist beim Weltcup im schwedischen Falun nach einer ganz starken Vorstellung nur hauchdünn an ihrem dritten Karriere-Podest vorbeigestürmt. Im Massenstart-Rennen über 10 km im klassischen Stil kam die 24-Jährige beim Sieg der Schwedin Linn Svahn in einem engen Zielsprint auf Platz vier. Nur zwei Zehntelsekunden lag Hennig hinter Norwegens Topläuferin Therese Johaug zurück, die letztlich Dritte wurde.

Hennig hatte Anfang Januar bei der Tour de Ski in Val di Fiemme ebenfalls im Klassik-Massenstart Platz zwei belegt, damals fehlten aber alle Norwegerinnen. Drei Wochen vor Beginn der WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) zeigte Hennig auf der schweren Weltmeisterschafts-Strecke von 2015 mit dem berüchtigten "Mördarbacken", dass sie mit der Weltelite mithalten kann.

Hennigs Rückstand auf die Siegerin Svahn, die sich mit 0,4 Sekunden Vorsprung auf die Russin Julija Stupak durchsetzte, betrug nur 1,1 Sekunden. Pia Fink (Bermelau) auf Platz 21 und Victoria Carl (Zella-Mehlis) auf Rang 25 liefen noch in die Punkteränge.

Im Klassik-Massenstart der Männer über 15 km siegte wie am Freitag der umstrittene Russe Alexander Bolschunow, der am vergangenen Sonntag in der Staffel von Lahti nach einem üblen Bodycheck gegen seinen finnischen Konkurrenten Joni Mäki disqualifiziert worden war. Nach seinem achten Saisonerfolg ist Bolschunow der erneute Gewinn des Gesamtweltcups praktisch nicht mehr zu nehmen. Bester der chancenlosen deutscher Läufer war Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) auf Platz 35.

+++++24. Januar 2021+++++

Nordische Ski-WM in Oberstdorf mit Pappkameraden in den Stadien

Nach dem coronabedingten Zuschauerausschluss für die Nordische Ski-WM in Oberstdorf sollen bei den Wettkämpfen immerhin Pappkameraden in die Stadien dürfen. Dies teilten die Veranstalter auf ihrer Homepage mit. Fans können zu einem Preis von 19,50 Euro ihre persönliche Figur bestellen und damit zumindest virtuell bei den Wettkämpfen im Skispringen, der Kombination und im Langlauf dabei sein. Die ersten 300 erworbenen Pappfiguren sollen zudem von den WM-Medaillengewinnern signiert werden.

Bereits bei der Vierschanzentournee hatten die Veranstalter in Oberstdorf auf diese Möglichkeit gesetzt. Dort waren unter anderem Biathletin Laura Dahlmeier, Skifahrer Felix Neureuther und Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder abgebildet gewesen.

+++++24. Januar 2021+++++

Kasachischer Skilangläufer Tschebotko stirbt bei Autounfall

Der kasachische Skilangläufer Nikolai Tschebotko ist bei einem Autounfall in seiner Heimat ums Leben gekommen. Dies gab der nationale Langlauf-Verband Kasachstans bekannt. Tschebotko wurde 38 Jahre alt. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in der Nähe des nordkasachischen Dorfes Borowoje.

Tschebotko, Teilnehmer an vier Olympischen Winterspielen, hatte Ende Dezember bei den nationalen Meisterschaften sein letztes Rennen bestritten. Im Weltcup war er zuletzt im Januar 2019 aktiv, gehörte aber schon länger nicht mehr zur Weltspitze. Seine größten Erfolge waren ein Teamsprint-Sieg im Weltcup 2012 in Quebec mit Denis Wolotka sowie WM-Bronze 2013 in Val di Fiemme mit Alexei Poltoranin.

+++++24. Januar 2021+++++

Deutsche Langlauf-Staffeln belegen in Lahti Plätze vier und sechs

Das deutsche Langlauf-Quartett der Frauen hat bei der Staffel am Sonntag den sechsten Platz belegt. In der Besetzung Laura Gimmler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Pia Fink lag die Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder im finnischen Lahti 2:16 Minuten hinter dem deutlichen Sieger Norwegen um Therese Johaug. Schweden und Finnland komplettierten die Podestplätze in dem Rennen über 4x5 Kilometer.

Die Norwegerinnen hatten Ende November ihren zuvor letzten Weltcup bestritten und waren dann wegen Corona nicht mehr zu den Wettkampfstätten gereist. Deutschlands beste Langläuferin Hennig war am Samstag im Skiathlon auf Rang 13 gelandet. Das große Ziel der deutschen Langläuferinnen ist eine Team-Medaille bei der Heim-WM in Oberstdorf.

Etwas besser lief es bei den deutschen Männern, die in der Besetzung Jonas Dobler, Janosch Brugger, Florian Notz und Friedrich Moch Rang vier belegten. Der Sieg über 4x7,5 Kilometer ging an Norwegen vor Finnland und dem zweiten russischen Team. Team Russland I war wegen unsportlichen Verhaltens von Alexander Bolschunow disqualifiziert worden, weshalb Deutschland auf Rang vier landete.

+++++23. Januar 2021+++++

Skilangläuferin Johaug siegt bei Comeback - Hennig auf Rang 13

Norwegens Langlauf-Star Therese Johaug hat sich nach fast zwei Monaten Weltcup-Pause in bestechender Form zurückgemeldet und einen Monat vor der nordischen Ski-WM in Oberstdorf ihre Rolle als Topfavoritin unterstrichen. Beim Skiathlon im finnischen Lahti feierte die 32-Jährige einen Start-Ziel-Sieg und setzte sich nach jeweils 7,5 km im klassischen sowie freien Stil mit 28,1 Sekunden auf ihre Landsfrau Helene Marie Fossesholm durch.

Für Johaug war es der 77. Weltcup-Sieg, vor ihr liegt nur ihre große Landsfrau Marit Björgen (114). Heidi Weng als Dritte (+29,6) machte Norwegens Dreifacherfolg perfekt. Beste Deutsche war Katharina Hennig (Oberwiesenthal), die als 13. stolze 1:07,9 Minuten Rückstand hatte. Pia Fink (Bremelau) holte als 25. ebenfalls Weltcup-Punkte. Die Führung im Gesamtweltcup baute die US-Amerikanerin Jessie Diggins mit Platz fünf aus.

Johaug, die im Skiathlon seit 2014 nur einmal geschlagen wurde (Platz zwei hinter Weng 2016 in Canmore) und 13-mal bei ihren jüngsten 14 Distanzrennen gewann, hat im Kampf um die große Kristallkugel keine Chance mehr. Die Norweger hatten sich Ende November nach dem Auftakt in Kuusamo komplett aus dem Weltcup zurückgezogen, um sich angesichts der Corona-Pandemie möglichst risikolos auf die WM (23. Februar bis 7. März) vorzubereiten. In Lahti ist die führende Langlauf-Nation erstmals wieder am Start.

+++++19. Januar 2021+++++

Keine Zuschauer bei WM in Oberstdorf

Die Nordische Ski-WM in Oberstdorf findet ohne Zuschauer statt. Dies gaben die Organisatoren der Titelkämpfe vom 23. Februar bis 7. März am Dienstag bekannt. Nach Rücksprache mit dem bayrischen Innenministerium, dem Internationalen Skiverband FIS und dem Deutschen Skiverband (DSV) sei die Entscheidung "aus Sicherheitsgründen" gefallen, angesichts des Pandemie-Geschehens das zuletzt verfolgte Konzept mit einer reduzierten Zuschauerkapazität zu verwerfen.

"Natürlich hätten wir uns alle eine andere Entscheidung gewünscht", sagte Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der "FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH": "Allerdings haben sich bereits seit einiger Zeit die Zeichen aus der Politik verdichtet, dass uns am Ende wohl keine andere Wahl bleiben würde. Jetzt heißt es, den Blick nach vorne zu richten und das Beste aus der Situation zu machen."

Noch Ende Dezember hatten die Organisatoren während der Vierschanzentournee ihre Pläne bekräftigt, die WM mit 2500 Zuschauern beim Skispringen und 2000 Zuschauern beim Langlauf auszutragen. "Jeder sollte motiviert sein, die WM zu unterstützen und zu besuchen", sagte Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der "Nordischen Ski WM GmbH".

Für die Wettkämpfe im Allgäu waren rund 55.000 Tickets verkauft worden. Vor der Corona-Pandemie hatten die Veranstalter mit 350.000 Zuschauern gerechnet. Großer finanzieller Schaden droht den Organisatoren nicht, da sie frühzeitig eines Ausfallversicherung abgeschlossen hatten.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig zum Tour-de-Ski-Abschluss Achte

Die amerikanische Skilangläuferin Jessie Diggins hat zum ersten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die 29-Jährige musste sich auf der Abschlussetappe über 10 km Freistil zur Alpe Cermis in Val di Fiemme (Italien) lediglich der Schwedin Ebba Andersson geschlagen geben. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) überzeugte beim achten und letzten Rennen mit einem achten Rang und beendete die Tour somit wie im vergangenen Jahr als Gesamtachte.

Bei den Männern wurde Lucas Bögl (Gaißach)als bester Deutscher Zwölfter in der Wertung der Wettkampfserie, die der Russe Alexander Bolschunow für sich entschied.

"Es war ein Kampf von Anfang an", sagte Hennig nach dem Rennen: "Auf den ersten Kilometern habe ich mich richtig gut gefühlt und versucht, mich ranzuhängen, das war mein Plan und ich habe es bis zum Ende durchziehen können."

Bögl wurde über die 10 km Freistil beim Sieg von Denis Spizow (Russland/32:41,0 Minuten) Achter (+37,9 Sekunden). Zweitbester DSV-Athlet beim letzten Rennen war Jonas Dobler (Traunstein/+1:15,9 Minuten) auf Rang 20, Florian Notz (Römerstein/+1:32,1) wurde 25., Janosch Brugger (Schluchsee/+1:37,2) landete auf dem 27., Thomas Bing (Dermbach/+2:48,6) auf dem 44. Platz.

In Abwesenheit der Vorjahressiegerin Therese Johaug (Norwegen) kam Diggins mit einem Rückstand von 9,2 Sekunden auf Andersson (36:45,6 Minuten) ins Ziel. Hennig (+1:23,6 Minuten) war beste Deutsche, es folgte Antonia Fräbel (Asbach/+1:57,0) als 14., Pia Fink (Bermelau/+2:23,0) wurde 19., für Julia Preußger (Oberwiesenthal/+3:28,5) landete auf dem 33. Rang.

Knapp eineinhalb Monate vor der Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) präsentierte sich Hennig bei der diesjährigen Tour in guter Form. Mit Ausnahme des Auftaktrennens hatte sie es immer unter die Top-15 geschafft. Mit dem zweiten Platz bei der sechsten Etappe war ihr sogar der Sprung auf das Podium und die beste Weltcup-Platzierung ihrer Karriere gelungen.

"Bei ihr kann man definitiv sagen, dass sie in der Weltspitze angekommen ist", sagte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter des Deutschen Skiverbands (DSV). "Generell haben sich die Mädels sehr gut verkauft."

In der Gesamtwertung fehlten Hennig am Ende 3:41,4 Minuten auf Siegerin Diggins (3:04:45,8 Stunden), die sich vor der Russin Julia Stupak (+1:24,8 Sekunden) und Andersson (+2:00,8) durchsetzte. Bögl lag 7:49,6 Minuten hinter Bolschunow (3:32:32,3 Stunden).

Fräbel (26.) und Fink (27.) schafften es unter die Top 30 der Frauen, Notz (19.), Dobler (21.) und Brugger (30.) unter die der Männer.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig weiter auf Top-10-Kurs bei Tour de Ski

Die Oberwiesenthalerin zog am Samstag ins Viertelfinale ein, am Ende gelang ihr mit Platz 15 das beste Sprintergebnis ihrer Karriere. Vor der letzten Etappe am Sonntag fiel Hennig auf Rang acht in der Gesamtwertung zurück, im vergangenen Jahr hatte sie die Tour auf diesem Platz abgeschlossen.

Die Siege im klassischen Sprint gingen an Linn Svahn, die auch bereits beim Tour-Auftakt gewonnen hatte, und Oskar Svensson (beide Schweden). Janosch Brugger (8./Schluchsee) bescherte den Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen Achtungserfolg und zog ins Halbfinale ein, Antonia Fräbel (22./Asbach), Pia Fink (23./Bermelau) und Thomas Bing (19./Dermbach) erreichten jeweils das Viertelfinale.

Julia Preußger (37./Oberwiesenthal), Lucas Bögl (42./Gaißlach), Jonas Dobler (47./Traunstein) und Florian Notz (49./Römerstein) waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Die Gesamtwertung der Frauen wird weiter von Jessie Diggins (2:27:51 Stunden/USA) angeführt, vor der achten und letzten Etappe beträgt Hennigs Rückstand 2:27 Minuten. Bei den Männern liegt der Russe Alexander Bolschunow (2:59:38 Stunden/Russland) vorne. Bester Deutscher ist Bögl auf Rang 16 (+7:25 Minuten).

Am Sonntag steht sowohl für die Frauen (12.45 Uhr) als auch für die Männer (15.35 Uhr) der Schlussanstieg über zehn Verfolgungs-Kilometer in Val di Fiemme an.

Kein Langlauf-Finale mit Deutschen - Siege an Svahn und Svensson

Die deutschen Langlauf-Teams haben einen Tag nach dem Podestplatz von Katharina Hennig eine weitere Überraschung bei der Tour de Ski verpasst. Im italienischen Val di Fiemme schaffte es am Samstag keiner der deutschen Athleten ins Sprint-Finale der besten sechs Athleten. Bei den Männern schied Janosch Brugger im Halbfinale als Vierter seines Laufs aus. Bei den Frauen hatte es Hennig, Pia Fink und Antonia Fräbel bereits im Viertelfinale erwischt. Der Sprint ist in diesem Winter die Sorgendisziplin der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder. Das Resultat an diesem Samstag war in der laufenden Saison noch eines der besseren.

Die Tagessiege sicherten sich die beiden Schweden Linn Svahn und Oskar Svensson. Svahn gewann bei einem schwedischen Dreifacherfolg vor Maja Dahlqvist und Emma Ribom. Bei den Männern komplettierten Gleb Retiwich und Alexander Bolschunow (beide Russland) das Podium.

Am Sonntag steht im Fleimstal für Männer und Frauen das große Finale bei dem mehrtägigen Traditionsevent an. Beim Anstieg auf die Alpe Cermis kämpft Deutschlands Top-Läuferin Hennig nicht nur um eine weitere gute Tagesplatzierung, sondern auch um einen Top-Platz in der Gesamtwertung der Tour de Ski.

+++++8. Januar 2021+++++

Hennig stürmt aufs Langlauf-Podest - Rang zwei im Massenstart

Katharina Hennig hat Deutschlands Langlauf-Team einen großen Erfolg bei der Tour de Ski beschert. Die 24-Jährige spielte am Freitag in Val di Fiemme ihre ganze Stärke in der klassischen Technik aus und belegte Platz zwei im Massenstart über zehn Kilometer. Hennig musste sich im Schlussspurt nur der Russin Natalja Neprajewa geschlagen geben. „Ich bin ehrlich: Ich habe schon damit geliebäugelt. Aber dass es so klappt, hätte ich wirklich nicht gedacht. Dass es am Ende noch gereicht hat, kann ich nicht fassen“, sagte Hennig in einer ersten Reaktion im ZDF.

Als sie über die Ziellinie fuhr, streckte die derzeit beste deutsche Langläuferin die rechte Faust in die Luft und schrie lauthals ihre Freude raus. Den dritten Platz, den sie im Vorjahr bei einer Tour-de-Ski-Etappe erzielt hatte, toppte Hennig damit sogar noch. Sie verbesserte sich damit auch in der Gesamtwertung der Tour de Ski auf Rang fünf. Vor dem Finalwochenende im Fleimstal fehlen nur 24 Sekunden zum Podest. In der Gesamtwertung führt die Amerikanerin Jessica Diggins, die am Freitag Rang neun belegte und klar hinter Hennig landete.

Bei den Männern hatte zuvor Janosch Brugger als Sechster das nächste Top-Resultat eingefahren. Der 23 Jahre alte Schwarzwälder ließ damit Weltklasse-Akteure wie Maurice Manificat (Frankreich) oder Jewgeni Below aus Russland hinter sich. Der Sieg in Val di Fiemme ging erneut an den Russen Alexander Bolschunow, der in der Gesamtwertung inzwischen fast drei Minuten Vorsprung auf Manificat (2:37 Minuten) und seinen Landsmann Iwan Jakimuschkin (2:47) hat. Brugger, der am Dienstag schon Zehnter wurde, belegt im Gesamtranking Platz 31.

Langläufer Brugger Sechster bei Tour de Ski - Bolschunow dominiert

Langläufer Janosch Brugger hat bei der Tour de Ski überraschend die nächste Top-Ten-Platzierung eingefahren. Der 23 Jahre alte Schwarzwälder belegte am Freitag beim Massenstart über 15 Kilometer in der klassischen Technik den sechsten Rang und ließ damit Weltklasse-Akteure wie Maurice Manificat (Frankreich) oder Jewgeni Below aus Russland hinter sich. Der Sieg in Val di Fiemme ging erneut an den Russen Alexander Bolschunow, der in der Gesamtwertung inzwischen fast drei Minuten Vorsprung auf Manificat (2:37 Minuten) und seinen Landsmann Iwan Yakimuschkin (2:47) hat. Brugger, der am Dienstag schon Zehnter wurde, belegt im Gesamtranking Rang 31.

Ebenfalls in die Punkteränge gelaufen waren Florian Notz (13.), Jonas Dobler (23.), Thomas Bing (26.) und Lucas Bögl auf Rang 30. Bögl ist in der Tour-de-Ski-Gesamtwertung auf Rang 13 der bislang beste Deutsche. Im italienischen Val di Fiemme stehen am Samstag und Sonntag zwei weitere Etappen zum Abschluss des Traditionsevents an.

+++++6. Januar 2021+++++

Hennig Achte in der Verfolgung - Bögl auf Platz zehn

Katharina Hennig hat bei der Tour de Ski im italienischen Toblach erneut eine Top-Platzierung für die deutschen Langläuferinnen geholt. Die Oberwiesenthalerin wurde im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer Achte und liegt damit weiterhin auf Platz neun der Gesamtwertung.

Lucas Bögl (+2:02,5 Sekunden/Gaißach) wurde als bester Deutscher Zehnter im Verfolgungsrennen der Männer, das der Gesamtführende Alexander Bolschunow (34:32,9 Minuten/Russland) vor seinen Landsleuten Iwan Jakimuschkin (+55,5) und Jewgeni Below (+55,6) gewann. Florian Notz (2:04,3/Römerstein) belegte den 13. Rang, Jonas Dobler wurde 18. (+2:22,0/Traunstein). Die weiteren DSV-Athleten verpassten sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern erneut die Top 30.

Andreas Katz, der in der Verfolgung auf Rang 50 landete, beendete die Tour de Ski nach dem Rennen am Mittwoch und will sich nach Angaben des Deutschen Skiverbandes (DSV) zu Hause auf den Formaufbau konzentrieren.

Der 24-jährigen Hennig fehlten am Ende 58,5 Sekunden auf Etappensiegerin Julia Stupak (29:24,7). Die Russin setzte sich auf den letzten Metern knapp vor Ebba Andersson (Schweden/+0,7 Sekunden) und Jessie Diggins (USA/+0,8) durch, die am Dienstag das Rennen im freien Stil für sich entschieden hatte.

Diggins behält bei den Frauen weiterhin das goldene Trikot der Gesamtführenden. Hennig hatte sich nach ihrem fünften Platz im Massenstart und einem starken Verfolgungsrennen in die Top 10 vorgeschoben.

Am Donnerstag legt die Tour einen Ruhetag ein, bevor am Freitag in Val die Fiemme die sechste von acht Etappen ansteht.

+++++3. Januar 2021+++++

Langläuferin Katharina Hennig Neunte in der Verfolgung

Katharina Hennig hat auf der 3. Etappe der Tour de Ski in Val Müstair/Schweiz den Sprung unter die Top 10 der Gesamtwertung geschafft. Die Skilangläuferin aus Oberwiesenthal, die am Tag zuvor im Massenstart überraschend Fünfte geworden war, machte im Verfolgungsrennen zwei Plätze gut und liegt als Neunte im Soll. Im vergangenen Jahr war Hennig Gesamtachte geworden, einen Platz unter den besten zehn peilt sie auch in diesem Winter an.

Die Führung vor dem Ruhetag am Montag übernahm die US-Amerikanerin Jessie Diggins vor ihrer Landsfrau Rosie Brennan (+5,6 Sekunden) und Frida Karlsson aus Schweden (+10,7). Hennig liegt 1:28,7 Minuten zurück. Die Siegerin der beiden ersten Etappen, Linn Svahn aus Schweden, fiel auf Platz sechs zurück.

Die 15. Tour de Ski geht am Dienstag in Italien weiter. Sie endet traditionell am 10. Januar in Val di Fiemme. In diesem Jahr fehlen die dominierenden Norweger, die als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Corona-Pandemie in der Heimat bleiben und sich auf die WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) vorbereiten.

+++++3. Januar 2021+++++

Bolschunow siegt auch in der Langlauf-Verfolgung - Bögl bester Deutscher

Der Russe Alexander Bolschunow ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat auch das Verfolgungsrennen bei der Tour de Ski der Langläufer gewonnen. Nach seinem Erfolg am Samstag in der klassischen Technik setzte sich der 24-Jährige nach 15 Kilometern im freien Stil am Sonntag deutlich vor seinem Landsmann Artem Malzew und Maurice Manificat aus Frankreich durch. Lukas Bögl belegte als bester Deutscher den 17. Platz. Der 30-Jährige war am Vortag 19. geworden. Florian Notz lief als Zweitbester aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder als 30. ins Ziel.

+++++2. Januar 2021+++++

Langläuferin Hennig starke Fünfte im Massenstart bei Tour de Ski

Die deutsche Langläuferin Katharina Hennig hat am zweiten Tag der Tour de Ski für eine Überraschung gesorgt und ein Top-Resultat eingefahren. Die 24-Jährige belegte am Samstag im Zehn-Kilometer-Massenstart in Val Müstair in der Schweiz den fünften Platz und lag dabei nur zwei Sekunden hinter der siegreichen Schwedin Linn Svahn. Am Vortag hatten Deutschlands Langläufer in den Sprints noch massiv enttäuscht. Hennig schob sich mit ihrem starken Resultat im Massenstart in der klassischen Technik auch in der Gesamtwertung nach vorne und ist nun Elfte. Sie hatte vorher „ein Resultat in den Top 10“ als Ziel ausgegeben.

„Das ist schon mal höher zu bewerten als der dritte Platz letztes Jahr. Wir hatten gutes Material. Das ist das, was wir können“, sagte der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder der dpa. Dieser Erfolg „tut der ganzen Mannschaft gut“, wie der ehemalige Langläufer feststellte. Die klassische Technik und die schweren Anstiege seien Hennig entgegengekommen, fügte Schlickenrieder an.

Hinter der im Schlussspurt siegreichen Svahn komplettierten Julia Stupak aus Russland und die Amerikanerin Jessica Diggins das Podium im zweiten Einzelrennen. Hinter Hennig landete auch Antonia Fräbel als 25. in den Punkte-Rängen. Dahinter lagen Pia Fink (35.) und Julia Preussger (39.) deutlich weiter zurück.

Bei den Männern gewann der Russe Alexander Bolschunow über die 15 Kilometer in der klassischen Technik. Er ließ Dario Cologna aus der Schweiz und den Russen Iwan Jakimuschkin mehr als 20 Sekunden hinter sich. Bester Deutscher wurde Lucas Bögl auf Rang 19.

+++++1. Januar 2021+++++

Deutsche Langläufer beim Auftakt der Tour de Ski chancenlos

Die deutschen Langläufer haben zum Start der Tour de Ski nicht ins Rennen um die vorderen Plätze eingreifen können. Im Freistil-Sprint in Val Müstair schied Sofie Krehl als beste deutsche Athletin am Freitag im Viertelfinale aus. Die 25-Jährige lief in 3:47,27 Minuten die langsamste Zeit der 30 Starterinnen, die die Qualifikation überstanden hatten.

Bei den Männern erreichte kein Deutscher das Viertelfinale. Bester Sportler in der Mannschaft von Bundestrainer Peter Schlickenrieder war Janosch Brugger, der in der Qualifikation nach 3:15,30 Minuten die Ziellinie überquerte und damit 47. wurde.

Die Tour de Ski erstreckt sich über acht Etappen in der Schweiz sowie im italienischen Toblach und Val die Fiemme. Das starke norwegische Team um Vorjahressiegerin Therese Johaug verzichtet aus Furcht vor einer Corona-Infektion auf die Veranstaltung.

+++++1. Januar 2021+++++

Fragezeichen bei Tour de Ski: Funktioniert das Hygienekonzept?

Ohne Vorjahrssiegerin Therese Johaug, dafür mit einigen Unwägbarkeiten startet die Tour de Ski der Langläufer am Neujahrstag in ihre 15. Auflage. Johaug bleibt wie das gesamte norwegische Team dem ersten Saisonhöhepunkt aus Furcht vor einer Corona-Ansteckung fern. Die Pandemie belastet auch die Acht-Etappen-Veranstaltung, die mit einem Freistil-Sprint im schweizerischen Val Müstair beginnt und nach weiteren Rennen in Toblach und Val die Fiemme am 10. Januar mit dem traditionellen Schlussanstieg auf die Alpe Cermis endet.

Bislang funktionierte das vom Weltverband Fis mit den Gastgebern entwickelte Hygienekonzept gut, positive Corona-Fälle unter den Sportlern und Betreuern blieben Ausnahmen. Wie das jedoch über zehn Tage mit zwei Länder- und drei Standortwechseln sein wird, kann niemand voraussagen.

Als Weltcup-Führende starten die überraschend starke Amerikanerin Rosie Brennan und der russische Vorjahressieger Alexander Bolschunow. Gerade bei den Herren geht der Gesamtsieg über die Russen, die derzeit vier Athleten unter den besten Fünf des Distanzweltcups platziert haben. Bei den Damen dürften die Schwedinnen Ebba Andersson und Frida Karlsson in der Lage sein, Brennan und den Russinnen um Natalja Neprajewa einen harten Kampf um den Gesamterfolg zu liefern.

Das deutsche Team geht mit der Hoffnung auf einige WM-Normen in die Tour. Von den je sechs Damen und Herren sollen vor allem Katharina Hennig aus Oberwiesenthal und Lucas Bögl aus Gaißach versuchen, wieder Top-10-Platzierungen im Gesamtklassement herauszulaufen.

+++++1. Januar 2021+++++

Tour de Ski der Langläufer startet ohne Norwegen

Mit einem Freistil-Sprint startet am Neujahrstag die Tor de Ski der Langläufer in ihre 15. Auflage. Im schweizerischen Val Müstair gehen 66 Damen und 85 Herren aus 21 Ländern an den Start der acht Etappen umfassenden Tour. Nicht dabei sind die Top-Läufer aus Norwegen, die wegen der Corona-Pandemie auf die Teilnahme verzichten. Das deutsche Team ist mit je sechs Damen und Herren vertreten. Die größten Aussichten auf gute Endplatzierungen haben Katharina Hennig aus Oberwiesenthal und Lucas Bögl aus Gaißach.

++++++30. Dezember 2020+++++

Deutsche Langläufer sind vor Tour de Ski selbstkritisch

Der ambitionierte WM-Plan der deutschen Langläufer steht kurz vor dem Scheitern. „Wir sind nicht dort, wo wir sein wollten“, stellte Bundestrainer Peter Schlickenrieder vor dem Start der 15. Tour de Ski am Neujahrstag in Val Müstair in der Schweiz ernüchtert fest. Sein Weckruf richtet sich an alle, die mit der Disziplin Langlauf zu tun haben: Athleten, Trainer, Funktionäre, Betreuer und Übungsleiter in den Vereinen.

Die goldenen Jahre der deutschen Langläufer liegen lange zurück. Die bislang letzte Medaille bei einem Großereignis gab es bei Olympia 2014 in Sotschi, als die Damen-Staffel Bronze gewann. Die bis dato letzte Herren-Medaille datiert gar aus dem Jahr 2011. An die großen Einzelerfolge der Weltcup-Gesamtsieger René Sommerfeldt, Axel Teichmann und Tobias Angerer erinnern sich nur noch die Älteren. „Es gab eine deutsche Langlauf-DNA, die wir alle verkörperten. Andere Nationen wie Norwegen haben uns beobachtet, analysiert und schließlich kopiert und überholt“, sagte Angerer, heute Vizepräsident im Deutschen Skiverband (DSV).

Beim Versuch, danach weiter mitzuhalten, wurden Fehler gemacht. „Dabei haben wir unsere größten Talente wie Hannes Dotzler, Tim Tscharnke oder Franz Göring durch Verletzungen und Krankheiten verloren“, sagte Schlickenrieder. Man habe hohe Trainingsreize zu früh angewendet, zu früh zu viel trainiert, meint auch Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter der Langläufer. Es folgte eine jahrelange Durststrecke. Auch das große Ziel „Medaillen bei der Heim-WM“, die im Februar und März in Oberstdorf stattfindet, ist in sehr weite Ferne gerückt.

Dabei kam mit Schlickenrieders Amtsübernahme 2018 Aufbruchstimmung auf. Es wurden Veränderungen beschlossen, an die Eigenverantwortung der Athleten appelliert, die Wissenschaft noch mehr hinzugezogen. „Wir hatten erkannt, dass wir nicht nur Kraft/Technik- oder Athletik/Technik-Probleme, sondern auch ein Ausdauerproblem haben. Die Frage war, wie man es schafft, die Ausdauerfähigkeit auf die hohen Geschwindigkeiten zu transformieren“, erklärt Schlickenrieder.

Mit Blick auf Olympia 2022 in Peking fordert der Chefoach aus Bayern noch einmal ein Umdenken: „Die Schritte, die wir uns vorgenommen hatten, sind deutlich kleiner geworden. Wir müssen uns insgesamt noch einmal intensiv über die Dinge hermachen, um etwas zu ändern.“

Das betrifft auch die Testbereiche. „Wir müssen die Diagnostiken überprüfen und welche Schlussfolgerungen wir daraus mitnehmen“, bemerkt Schlütter und bringt als Beispiel den Schubtest auf dem Laufband: „Bildet er das ab, was dann draußen wirklich geleistet werden muss?“ Man habe „einfach zu lange an Standards festgehalten, ohne sie zu hinterfragen“.

Und deshalb ist auch diese Tour de Ski, die von den Norwegern erneut coronabedingt ausgelassen wird, für das deutsche Langlauf-Team nur eine weitere Zwischenstation. WM-Normen einzusammeln von so vielen Startern wie möglich, lautet das Nahziel. „Ich sehe für die WM nicht so schwarz“, sagte Schlütter.

+++++29. Dezember 2020+++++

Oberstdorf plant Nordische Ski-WM trotz Corona weiter mit Zuschauern

Die Organisatoren der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) halten weiter an einem Konzept mit Zuschauern fest. "Wir planen derzeit mit 2500 Zuschauern beim Skispringen und 2000 beim Langlauf", sagte Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Eine definitive Entscheidung über die Zulassung von Fans werde laut Steinle "nicht vor Ende Januar" getroffen.

Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der "Nordischen Ski WM GmbH" sagt, es sei der "Wunsch, den Menschen möglichst live hier die WM zu ermöglichen. Wir sehen uns als Fels in der Brandung und als letzte Bastion, die daran noch festhalten kann. Und wir haben die Chance, möglichst lange daran festzuhalten. In den nächsten sechs, sieben Wochen kann sich noch viel entwickeln."

Tickets seien noch im Verkauf verfügbar, aus Hygienegründen gebe es aber nur Sitzplatzkarten, die im Falle des Falles problemlos zurückgegeben werden könnten. Eine Impf- oder Testpflicht werde es laut Beckers-Schwarz nicht geben. "Jeder sollte motiviert sein, die WM zu unterstützen und zu besuchen", sagte er.

+++++29. Dezember 2020+++++

Langlauf-Teamchef sieht Tour de Ski als „Härteprobe“ für die WM

Für den deutschen Teamchef Peter Schlickenrieder hat die Tour de Ski der Langläufer auch ohne die starke norwegische Mannschaft einen hohen Stellenwert. „Die Tour de Ski ist nach wie vor eins der Vorzeigeformate im Skilanglauf“, sagte der 50-Jährige laut Verbandsmitteilung zur Nominierung des deutschen Teams am Dienstag. „Folglich hat die Tour auch für uns einen sehr hohen Stellenwert und eine besondere Bedeutung.“

Mit Blick auf den Saisonhöhepunkt, die Heim-Weltmeisterschaft ab dem 23. Februar in Oberstdorf, ist die Tour de Ski vom Neujahrstag bis zum 10. Januar 2021 auch unter Trainingsgesichtspunkten wichtig. „Wir haben noch nicht allzu viele intensive Schneekilometer absolviert“, sagte Schlickenrieder. „Die Tour de Ski ist also nicht nur eine Härteprobe, sondern auch ein großer, intensiver "Trainingsblock", der seine Wirkung entfalten wird, wenn man danach entsprechend wieder Ruhe an den Körper lässt.“

Bei den deutschen Männern nominierte Schlickenrieder Thomas Bing (Rhöner WSV S. Dermbach), Lucas Bögl (SC Gaißach), Janosch Brugger (WSG Schluchsee), Jonas Dobler (SC Traunstein e.V.), Andreas Katz (SV Baiersbronn) und Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein). Bei den Frauen sind Pia Fink (SV Bremelau), Antonia Fräbel (WSV Asbach), Laura Gimmler (SC 1906 Oberstdorf), Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), Sofie Krehl (SC 1906 Oberstdorf) und Julia Preußger (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) dabei.

Das norwegische Team hatte seinen Startverzicht angekündigt, nachdem die Austragungsorte der Tour de Ski nicht wie gefordert reduziert worden waren. Die Veranstaltung findet in Val Müstair (Schweiz), Toblach (Italien) und Val di Fiemme (Italien) statt.

+++++29. Dezember++++

Das deutsche Aufgebot für die Tour de Ski

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat ein zwölfköpfiges Aufgebot um die Vorjahresachte Katharina Hennig (Oberwiesenthal) für die Tour de Ski nominiert. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, werden je sechs deutsche Männer und Frauen bei den am Freitag (bis 10. Januar) startenden Rennen in Val Müstair (Schweiz), Toblach und Val di Fiemme (beides Italien) an den Start gehen.

Für Bundestrainer Peter Schlickenrieder steht die Balance "zwischen Wettkampf und Trainingskilometern" mit Blick auf den Saisonhöhepunkt, die Heim-Weltmeisterschaften in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März), im Vordergrund. Dennoch "wollen wir Deutschen da einfach vorne mit dabei sein und haben uns da bisher immer gut präsentiert", sagte er: "Ich denke, das wird auch diesmal wieder gelingen."

Sprint-Spezialistin Coletta Rydzek wird sich auf die WM-Quali konzentrieren und nicht bei der Tour starten. Laura Gimmler und Sofie Krehl werden nur die Auftakt-Rennen in Val Müstair bestreiten.

Das deutsche Aufgebot in der Übersicht:

Frauen (6): Katharina Hennig, Julia Preußger (beide Oberwiesenthal), Laura Gimmler, Sofie Krehl (beide Oberstdorf), Pia Fink (Bremelau), Antonia Fräbel (Asbach)

Männer (6): Thomas Bing (Rhön), Lucas Bögl (Gaißach), Janosch Brugger (Schluchsee), Jonas Dobler (Traunstein), Andreas Katz (Baiersbronn), Florian Notz (Römerstein)

+++++21. Dezember 2020+++++

Ex-Langlaufstar Northug muss wegen Raserei und Kokain ins Gefängnis

Norwegens Skilanglauf-Idol Petter Northug hat einen neuen Tiefpunkt erreicht und muss für sieben Monate ins Gefängnis. Ein Gericht in Oslo verurteilte den 34 Jahre alten Rekord-Weltmeister wegen Rasens und des Besitzes von Betäubungsmitteln. Northug war bereits zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten, nun war die Geduld der Staatsmacht erschöpft.

Zudem muss der zweimalige Olympiasieger und 13-fache Weltmeister lebenslang seinen Führerschein abgeben, in der Praxis bedeutet das einen Entzug von mindestens fünf Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte für Northug acht Monate hinter "norwegischen Gardinen" beantragt, das Gericht blieb knapp darunter. Northugs Anwalt teilte mit, dass sein Mandant das Urteil akzeptiere.

Northug war im August in seinem Jaguar mit 168 km/h in einer 110er-Zone in eine Kontrolle geraten. Northug gab am Montag zu, viermal mit mehr als 200 km/h auf einem Autobahnabschnitt unterwegs gewesen zu sein und sich dabei gefilmt zu haben. "Es besteht kein Zweifel, dass er sich und andere Verkehrsteilnehmer einer erheblichen und unnötigen Gefahr ausgesetzt hat, verletzt oder getötet zu werden", stellte das Gericht fest. Zudem waren mehr als sechs Gramm Kokain und 0,6 Gramm Amphetamine in Northugs Wohnung gefunden worden.

2014 war Northug bereits wegen eines Autounfalls im Rauschzustand verurteilt worden, damals durfte er die 50-tägige Haftstrafe mit einer Fußfessel daheim verbüßen. Erst im Mai 2019 hatte Northug seinen Führerschein zurückerhalten. Im August 2020 hatte er bei einer Pressekonferenz zugegeben, ein Drogenproblem zu haben.

"Ich habe einen großen Fehler gemacht", hatte Northug nach dem Vorfall im August in den sozialen Medien geschrieben: "Letzte Nacht wurde ich von der Polizei bei einer Geschwindigkeitskontrolle angehalten. Ich fuhr zu schnell und wurde auch zu einer Blutuntersuchung gebracht. Außerdem fand die Polizei in meinem Haus eine kleine Menge Drogen. Es ist Kokain."

Er sei verzweifelt und habe Angst vor der Zukunft, so der 2018 zurückgetretene Northug weiter: "Es tut mir unglaublich leid für all diejenigen, die ich enttäuscht habe."

+++++21. Dezember 2020+++++

Schwedische Langläufer reisen ohne Charlotte Kalla zur Tour de Ski

Das schwedische Langlaufteam tritt ohne sein Zugpferd Charlotte Kalla bei der Tour de Ski an. „Die allgemeine Einschätzung ist, dass die Tour de Ski derzeit nicht das ist, was Charlotte am meisten braucht, um sich auf das vorzubereiten, was später in diesem Winter passieren wird“, sagte Nationalmannschaftsmanager Anders Byström laut einer Pressemitteilung. Die 33-Jährige, die dreimal olympisches Gold geholt hat, war gerade erst in die Saison gestartet, nachdem sie im November wegen einer Corona-Infektion aussetzen musste. Kalla werde bei der Weltmeisterschaft aber wieder am Start stehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte das schwedische Team wie das norwegische und das finnische seine Teilnahme an den Weltcuprennen in Davos und Dresden abgesagt. Alle drei Länder hatten gefordert, dass die Austragungsorte der Tour de Ski reduziert werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, scheiterten aber mit ihrem Vorstoß. Norwegen sagte daraufhin auch seine Teilnahme an der Tour de Ski ab. Finnland hingegen präsentierte am Montag seinen Kader und wird mit Krista Pärmäkoski und Iivo Niskanen in die Schweiz reisen.

+++++16. Dezember 2020+++++

Langlauf-Star Kläbo erwägt WM-Verzicht

"Oberste Priorität hat für mich, gesund zu bleiben. Falls das Risiko zu hoch ist, muss man sich Gedanken machen", sagte der dreimalige Olympiasieger dem Fernsehsender TV2.

Noch "hoffe und glaube" er mit Blick auf die Titelkämpfe (23. Februar bis 7. März) an eine Lösung, ergänzte der 24-Jährige. Derzeit aber sei das Virus "überall" und das Risiko zu hoch: "Wir müssen die Daumen drücken, dass nach und nach ein Impfstoff zur Verfügung steht und es wieder deutlich sinkt. Denn das muss der Fall sein, wenn ich in der Zukunft weitere Skirennen bestreiten soll."

Kläbo hatte sich nach seinem Gesamtsieg ("Ruka Triple") beim Saison-Auftakt in Finnland aus dem Weltcup zurückgezogen. Die gesamte norwegische Mannschaft folgte seinem Beispiel. Die Skandinavier werden auch auf die Tour de Ski (1. bis 10. Januar), den ersten Höhepunkt des Winters, verzichten. Mit ihrer Rückkehr wird frühestens für die Rennen im schwedischen Ulricehamn Mitte Januar gerechnet.

+++++29. November 2020+++++

Langläuferin Hennig Elfte in Davos - Brennan siegt erneut

Katharina Hennig ist beim Weltcup der Skilangläuferinnen in Davos knapp an einem Top-10-Platz vorbeigeschrammt. Die 24-Jährige belegte im Freistilrennen am Sonntag über zehn Kilometer den elften Rang und war damit die beste Deutsche. 1,6 Sekunden trennten Hennig am Ende von Rang zehn und der Tschechin Katerina Razymova. Allerdings fehlten in der Schweiz auch die starken Norwegerinnen, Schwedinnen und Finninnen. Den Sieg sicherte sich wie schon im Sprint am Vortag die Amerikanerin Rosie Brennan. Zweite wurde die Russin Julia Stupak vor Hailey Swirbul aus den USA.

Pia Fink (20.), Julia Preussger (21.) und Sofie Krehl (29.) holten für das Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder ebenfalls noch Weltcup-Punkte. Tags zuvor waren die besten deutschen Langläuferinnen im Freistil-Sprint im Viertelfinale ausgeschieden.

Norwegen hatte zuletzt als erste Top-Nation angekündigt, die Stationen in der Schweiz und kommende Woche in Dresden aufgrund der Corona-Pandemie auszulassen. Kurz darauf hatten auch Schweden und Finnland mit Absagen nachgezogen.

+++++29. November 2020+++++

Johaug und Kläbo prägen Langlauf-Auftakt in Ruka - Deutsche hinterher

Norwegens Skilanglaufstars Therese Johaug und Johannes Hösflot Kläbo haben im finnischen Kuusamo die Mini-Tour zum Weltcup-Auftakt gewonnen und damit ihre Favoritenstellung in der WM-Saison untermauert. Johaug setzte sich am Sonntag im abschließenden Verfolgungsrennen über 10 km im freien Stil überlegen mit 47 Sekunden Vorsprung auf die Russin Tatjana Sorina durch, nachdem sie bereits am Samstag das Klassikrennen gewonnen hatte.

Für Johaug war es der 74. Weltcupsieg, vor ihr liegt nur ihre große Landsfrau Marit Björgen (114). Zwölf der jüngsten 13 Distanzrennen im Weltcup hat die 32-Jährige gewonnen. Bei der WM in Oberstdorf dürfte Johaug ihren bislang zehn Weltmeistertiteln noch einige hinzufügen. Beste Deutsche war in Kuusamo Katharina Hennig (Oberwiesenthal), die nach Platz 18 am Samstag 19. wurde.

Kläbo gewann nach dem Einzelrennen am Samstag auch den Verfolger über 15 km und zog durch seinen 39. Weltcup-Erfolg in der "ewigen" Bestenliste an seinem Landsmann Petter Northug vorbei auf Platz zwei. Vor Kläbo liegt nur noch die norwegische Legende Björn Dählie (46). Der erst 24 Jahre alte Kläbo hat gute Chancen, sich noch in diesem Winter an die Spitze zu setzen. Einziger Deutscher in den Weltcup-Punkten war Lucas Bögl (Gaißlach) mit den Plätzen 27 und 25.

+++++28. November 2020+++++

Johaug und Kläbo dominieren zum Skilanglauf-Saisonstart

Norwegens Skilanglaufstar Therese Johaug ist auch im WM-Winter das Maß aller Dinge. Beim ersten Distanzrennen der Weltcup-Saison siegte die 32-Jährige im finnischen Kuusamo über 10 km im klassischen Stil mit 21,8 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Frida Karlsson und feierte ihren elften Sieg bei den jüngsten zwölf Starts abseits von Sprintwettbewerben.

Für Johaug war es der 74. Weltcupsieg, vor ihr liegt nur ihre große Landsfrau Marit Björgen (114). Bei der WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) könnte die zehnmalige Weltmeisterin, deren Karriere mit einer Dopingsperre ab 2017 einen vorübergehenden Knick erhalten hatte, erneut groß abräumen.

Bei den Männern feierte über 15 km Dreifach-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo seinen ersten Saisonsieg und zog durch seinen 38. Weltcup-Erfolg mit seinem Landsmann Petter Northug auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste gleich. Vor Kläbo liegt nur noch die norwegische Legende Björn Dählie (46). Der erst 24 Jahre alte Kläbo hat gute Chancen, sich noch in diesem Winter an die Spitze zu setzen.

Großen Rückstand haben zu Beginn der Saison noch die deutschen Langläufer. Nach der Nullnummer im Sprint am Freitag holten Katharina Hennig (Oberwiesenthal) als 18. (+1:15,7 Minuten) und Victoria Carl (Zella-Mehlis) als 20. (+1:22,7) immerhin die ersten Weltcup-Punkte. Bei den Männern gelang dies nur Lucas Bögl (Gaißach) auf Platz 27 mit 1:30,1 Minuten Rückstand auf Kläbo.

Weltcup der Nordischen Kombinierer in Estland abgesagt

Der Weltcup der Nordischen Kombinierer im estnischen Otepää ist frühzeitig abgesagt worden. Die für 2. und 3. Januar geplanten Wettkämpfe können wegen finanzieller Probleme und steigender Corona-Fallzahlen nicht stattfinden, wie der Weltverband Fis am Freitag mitteilte.

Für die Kombinierer beginnt die WM-Saison kommende Woche im finnischen Ruka. Im Gegensatz zu anderen Winter-Sportarten setzen die nordischen Disziplinen auf einen vollen Wettkampfkalender. Bei den Skispringern wurde bislang nur der Weltcup im japanischen Sapporo wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

(dpa/sid)