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Ski-Nordisch-Telegramm 2020/21: Langläuferin Weng gewinnt Abschluss - Fink und Hennig in den Top 15

Ski-nordisch-Telegramm 20/21 : Langläuferin Weng gewinnt Abschluss - Fink und Hennig in den Top 15

Die deutschen Langläuferinnen haben einen Tag nach ihrem Top-Resultat einen weiteren Achtungserfolg im Engadin in der Schweiz eingefahren. In unserem Ski-Nordisch-Telegramm verpassen Sie nichts.

Die deutschen Langläuferinnen haben einen Tag nach ihrem Top-Resultat einen weiteren Achtungserfolg im Engadin in der Schweiz eingefahren. Über 30 Kilometer Verfolgung in der freien Technik belegten Pia Fink als Siebte und Katharina Hennig als 13. am Sonntag Plätze unter den besten 15. Am Samstag war Laura Gimmler überraschend auf Rang vier gelaufen. Den Einzelsieg über die Langstrecke sicherte sich in Abwesenheit von Norwegens Therese Johaug ihre Landsfrau Heidi Weng. Hinter ihr landeten Ebba Andersson aus Schweden und Julia Stupak aus Russland. Die viermalige Weltmeisterin Johaug stand wegen einer Entzündung am Handgelenk nicht am Start.

Als Gesamtweltcup-Sieger standen schon vor den abschließenden Rennen am Sonntag Jessica Diggins aus den USA und der Russe Alexander Bolschunow fest. Bolschunow hatte am Samstag nach dem verpassten WM-Titel über 50 Kilometer gleich das erste Rennen nach den Titelkämpfen von Oberstdorf gewonnen. Über 50 Kilometer Verfolgung in der freien Technik siegte am Sonntag der Norweger Simen Hegstad Krüger. Bester Deutscher wurde Lucas Bögl auf Rang elf.

+++++13. März 2021+++++

Bolschunow deklassiert Konkurrenz im Massenstartrennen

Der russische Skilangläufer Alexander Bolschunow hat beim Auftakt des Weltcup-Finales im Engadin/Schweiz das 15-km-Massenstartrennen überlegen gewonnen. Der Skiathlon-Weltmeister hatte nach einer Laufzeit von 34:07,1 Minuten 18,4 Sekunden Vorsprung auf seinen norwegischen Rivalen Johannes Hösflot Kläbo, Dritter wurde dessen Landsmann Paal Golberg (+18,9).

Topstar Kläbo konnte sich nicht für die WM-Enttäuschung revanchieren. In Oberstdorf war der 24-Jährige nach dem Gewinn seiner vermeintlich vierten Goldmedaille disqualifiziert worden, weil er nach 50 km auf der Zielgeraden Bolschunow die Vorfahrt genommen hatte. Der Russe stand schon vor dem Abschluss im Engadin als Gesamtweltcupsieger fest.

Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte an seinem 31. Geburtstag als bester deutscher Teilnehmer den 29. Platz. Er lag 1:11,9 Minuten hinter Bolschunow.

Die Frauen starten um 15.30 Uhr in den Massenstart über 10 km. Topfavoritin Therese Johaug (Norwegen), die zuletzt bei der WM vier Goldmedaillen holte, kann wegen einer Entzündung am Handgelenk nicht antreten.

+++++14. Februar 2021+++++

Kombinierer Riiber siegt in Seefeld - Frenzel auf Rang vier

Der Norweger Jarl Magnus Riiber hat seine Extraklasse in der Nordischen Kombination erneut unter Beweis gestellt und geht als Führender in den letzten Wettkampftag des prestigeträchtigen Seefeld-Triples. Der 23-Jährige setzte sich am Samstag nach einem Sprung und dem zehn Kilometer langen Rennen vor dem Japaner Akito Watabe und Ilkka Herola aus Finnland durch. Eric Frenzel, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle liegen auf Rang vier, fünf und sechs als beste Deutsche noch gut im Rennen um einen Podestplatz.

Um Riiber an der Spitze noch anzugreifen, müsste allerdings am Sonntag schon viel zusammenkommen. Triple-Rekordsieger Frenzel hat vor dem Finale einen Rückstand von 56,9 Sekunden, Geiger liegt 0,2 Sekunden dahinter und Rießle fehlen 59,5 Sekunden auf die Spitze.

Geiger, der am Vortag noch Rang drei belegt hatte, verdarb sich beim Skispringen am Samstag noch bessere Chancen. Er landete bereits nach 93,5 Metern und fasste sich anschließend verärgert an den Helm. Durch eine gute Laufleistung reduzierte er den Rückstand vor der Schlussetappe aber noch beträchtlich.

Beim Triple der Kombinierer werden die Ergebnisse von drei aufeinanderfolgenden Wettkämpfen zusammengerechnet. Wer nach dem 15-Kilometer-Lauf am Sonntag zuerst die Ziellinie überquert, hat die Sonderwertung gewonnen.

+++++30. Januar 2021+++++

Hennig schrammt in Falun am Podest vorbei

Skilangläuferin Katharina Hennig (Oberwiesenthal) ist beim Weltcup im schwedischen Falun nach einer ganz starken Vorstellung nur hauchdünn an ihrem dritten Karriere-Podest vorbeigestürmt. Im Massenstart-Rennen über 10 km im klassischen Stil kam die 24-Jährige beim Sieg der Schwedin Linn Svahn in einem engen Zielsprint auf Platz vier. Nur zwei Zehntelsekunden lag Hennig hinter Norwegens Topläuferin Therese Johaug zurück, die letztlich Dritte wurde.

Hennig hatte Anfang Januar bei der Tour de Ski in Val di Fiemme ebenfalls im Klassik-Massenstart Platz zwei belegt, damals fehlten aber alle Norwegerinnen. Drei Wochen vor Beginn der WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) zeigte Hennig auf der schweren Weltmeisterschafts-Strecke von 2015 mit dem berüchtigten "Mördarbacken", dass sie mit der Weltelite mithalten kann.

Hennigs Rückstand auf die Siegerin Svahn, die sich mit 0,4 Sekunden Vorsprung auf die Russin Julija Stupak durchsetzte, betrug nur 1,1 Sekunden. Pia Fink (Bermelau) auf Platz 21 und Victoria Carl (Zella-Mehlis) auf Rang 25 liefen noch in die Punkteränge.

Im Klassik-Massenstart der Männer über 15 km siegte wie am Freitag der umstrittene Russe Alexander Bolschunow, der am vergangenen Sonntag in der Staffel von Lahti nach einem üblen Bodycheck gegen seinen finnischen Konkurrenten Joni Mäki disqualifiziert worden war. Nach seinem achten Saisonerfolg ist Bolschunow der erneute Gewinn des Gesamtweltcups praktisch nicht mehr zu nehmen. Bester der chancenlosen deutscher Läufer war Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) auf Platz 35.

+++++24. Januar 2021+++++

Nordische Ski-WM in Oberstdorf mit Pappkameraden in den Stadien

Nach dem coronabedingten Zuschauerausschluss für die Nordische Ski-WM in Oberstdorf sollen bei den Wettkämpfen immerhin Pappkameraden in die Stadien dürfen. Dies teilten die Veranstalter auf ihrer Homepage mit. Fans können zu einem Preis von 19,50 Euro ihre persönliche Figur bestellen und damit zumindest virtuell bei den Wettkämpfen im Skispringen, der Kombination und im Langlauf dabei sein. Die ersten 300 erworbenen Pappfiguren sollen zudem von den WM-Medaillengewinnern signiert werden.

Bereits bei der Vierschanzentournee hatten die Veranstalter in Oberstdorf auf diese Möglichkeit gesetzt. Dort waren unter anderem Biathletin Laura Dahlmeier, Skifahrer Felix Neureuther und Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder abgebildet gewesen.

+++++24. Januar 2021+++++

Kasachischer Skilangläufer Tschebotko stirbt bei Autounfall

Der kasachische Skilangläufer Nikolai Tschebotko ist bei einem Autounfall in seiner Heimat ums Leben gekommen. Dies gab der nationale Langlauf-Verband Kasachstans bekannt. Tschebotko wurde 38 Jahre alt. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in der Nähe des nordkasachischen Dorfes Borowoje.

Tschebotko, Teilnehmer an vier Olympischen Winterspielen, hatte Ende Dezember bei den nationalen Meisterschaften sein letztes Rennen bestritten. Im Weltcup war er zuletzt im Januar 2019 aktiv, gehörte aber schon länger nicht mehr zur Weltspitze. Seine größten Erfolge waren ein Teamsprint-Sieg im Weltcup 2012 in Quebec mit Denis Wolotka sowie WM-Bronze 2013 in Val di Fiemme mit Alexei Poltoranin.

+++++24. Januar 2021+++++

Deutsche Langlauf-Staffeln belegen in Lahti Plätze vier und sechs

Das deutsche Langlauf-Quartett der Frauen hat bei der Staffel am Sonntag den sechsten Platz belegt. In der Besetzung Laura Gimmler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Pia Fink lag die Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder im finnischen Lahti 2:16 Minuten hinter dem deutlichen Sieger Norwegen um Therese Johaug. Schweden und Finnland komplettierten die Podestplätze in dem Rennen über 4x5 Kilometer.

Die Norwegerinnen hatten Ende November ihren zuvor letzten Weltcup bestritten und waren dann wegen Corona nicht mehr zu den Wettkampfstätten gereist. Deutschlands beste Langläuferin Hennig war am Samstag im Skiathlon auf Rang 13 gelandet. Das große Ziel der deutschen Langläuferinnen ist eine Team-Medaille bei der Heim-WM in Oberstdorf.

Etwas besser lief es bei den deutschen Männern, die in der Besetzung Jonas Dobler, Janosch Brugger, Florian Notz und Friedrich Moch Rang vier belegten. Der Sieg über 4x7,5 Kilometer ging an Norwegen vor Finnland und dem zweiten russischen Team. Team Russland I war wegen unsportlichen Verhaltens von Alexander Bolschunow disqualifiziert worden, weshalb Deutschland auf Rang vier landete.

+++++23. Januar 2021+++++

Skilangläuferin Johaug siegt bei Comeback - Hennig auf Rang 13

Norwegens Langlauf-Star Therese Johaug hat sich nach fast zwei Monaten Weltcup-Pause in bestechender Form zurückgemeldet und einen Monat vor der nordischen Ski-WM in Oberstdorf ihre Rolle als Topfavoritin unterstrichen. Beim Skiathlon im finnischen Lahti feierte die 32-Jährige einen Start-Ziel-Sieg und setzte sich nach jeweils 7,5 km im klassischen sowie freien Stil mit 28,1 Sekunden auf ihre Landsfrau Helene Marie Fossesholm durch.

Für Johaug war es der 77. Weltcup-Sieg, vor ihr liegt nur ihre große Landsfrau Marit Björgen (114). Heidi Weng als Dritte (+29,6) machte Norwegens Dreifacherfolg perfekt. Beste Deutsche war Katharina Hennig (Oberwiesenthal), die als 13. stolze 1:07,9 Minuten Rückstand hatte. Pia Fink (Bremelau) holte als 25. ebenfalls Weltcup-Punkte. Die Führung im Gesamtweltcup baute die US-Amerikanerin Jessie Diggins mit Platz fünf aus.

Johaug, die im Skiathlon seit 2014 nur einmal geschlagen wurde (Platz zwei hinter Weng 2016 in Canmore) und 13-mal bei ihren jüngsten 14 Distanzrennen gewann, hat im Kampf um die große Kristallkugel keine Chance mehr. Die Norweger hatten sich Ende November nach dem Auftakt in Kuusamo komplett aus dem Weltcup zurückgezogen, um sich angesichts der Corona-Pandemie möglichst risikolos auf die WM (23. Februar bis 7. März) vorzubereiten. In Lahti ist die führende Langlauf-Nation erstmals wieder am Start.

+++++19. Januar 2021+++++

Keine Zuschauer bei WM in Oberstdorf

Die Nordische Ski-WM in Oberstdorf findet ohne Zuschauer statt. Dies gaben die Organisatoren der Titelkämpfe vom 23. Februar bis 7. März am Dienstag bekannt. Nach Rücksprache mit dem bayrischen Innenministerium, dem Internationalen Skiverband FIS und dem Deutschen Skiverband (DSV) sei die Entscheidung "aus Sicherheitsgründen" gefallen, angesichts des Pandemie-Geschehens das zuletzt verfolgte Konzept mit einer reduzierten Zuschauerkapazität zu verwerfen.

"Natürlich hätten wir uns alle eine andere Entscheidung gewünscht", sagte Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der "FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH": "Allerdings haben sich bereits seit einiger Zeit die Zeichen aus der Politik verdichtet, dass uns am Ende wohl keine andere Wahl bleiben würde. Jetzt heißt es, den Blick nach vorne zu richten und das Beste aus der Situation zu machen."

Noch Ende Dezember hatten die Organisatoren während der Vierschanzentournee ihre Pläne bekräftigt, die WM mit 2500 Zuschauern beim Skispringen und 2000 Zuschauern beim Langlauf auszutragen. "Jeder sollte motiviert sein, die WM zu unterstützen und zu besuchen", sagte Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der "Nordischen Ski WM GmbH".

Für die Wettkämpfe im Allgäu waren rund 55.000 Tickets verkauft worden. Vor der Corona-Pandemie hatten die Veranstalter mit 350.000 Zuschauern gerechnet. Großer finanzieller Schaden droht den Organisatoren nicht, da sie frühzeitig eines Ausfallversicherung abgeschlossen hatten.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig zum Tour-de-Ski-Abschluss Achte

Die amerikanische Skilangläuferin Jessie Diggins hat zum ersten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die 29-Jährige musste sich auf der Abschlussetappe über 10 km Freistil zur Alpe Cermis in Val di Fiemme (Italien) lediglich der Schwedin Ebba Andersson geschlagen geben. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) überzeugte beim achten und letzten Rennen mit einem achten Rang und beendete die Tour somit wie im vergangenen Jahr als Gesamtachte.

Bei den Männern wurde Lucas Bögl (Gaißach)als bester Deutscher Zwölfter in der Wertung der Wettkampfserie, die der Russe Alexander Bolschunow für sich entschied.

"Es war ein Kampf von Anfang an", sagte Hennig nach dem Rennen: "Auf den ersten Kilometern habe ich mich richtig gut gefühlt und versucht, mich ranzuhängen, das war mein Plan und ich habe es bis zum Ende durchziehen können."

Bögl wurde über die 10 km Freistil beim Sieg von Denis Spizow (Russland/32:41,0 Minuten) Achter (+37,9 Sekunden). Zweitbester DSV-Athlet beim letzten Rennen war Jonas Dobler (Traunstein/+1:15,9 Minuten) auf Rang 20, Florian Notz (Römerstein/+1:32,1) wurde 25., Janosch Brugger (Schluchsee/+1:37,2) landete auf dem 27., Thomas Bing (Dermbach/+2:48,6) auf dem 44. Platz.

In Abwesenheit der Vorjahressiegerin Therese Johaug (Norwegen) kam Diggins mit einem Rückstand von 9,2 Sekunden auf Andersson (36:45,6 Minuten) ins Ziel. Hennig (+1:23,6 Minuten) war beste Deutsche, es folgte Antonia Fräbel (Asbach/+1:57,0) als 14., Pia Fink (Bermelau/+2:23,0) wurde 19., für Julia Preußger (Oberwiesenthal/+3:28,5) landete auf dem 33. Rang.

Knapp eineinhalb Monate vor der Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) präsentierte sich Hennig bei der diesjährigen Tour in guter Form. Mit Ausnahme des Auftaktrennens hatte sie es immer unter die Top-15 geschafft. Mit dem zweiten Platz bei der sechsten Etappe war ihr sogar der Sprung auf das Podium und die beste Weltcup-Platzierung ihrer Karriere gelungen.

"Bei ihr kann man definitiv sagen, dass sie in der Weltspitze angekommen ist", sagte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter des Deutschen Skiverbands (DSV). "Generell haben sich die Mädels sehr gut verkauft."

In der Gesamtwertung fehlten Hennig am Ende 3:41,4 Minuten auf Siegerin Diggins (3:04:45,8 Stunden), die sich vor der Russin Julia Stupak (+1:24,8 Sekunden) und Andersson (+2:00,8) durchsetzte. Bögl lag 7:49,6 Minuten hinter Bolschunow (3:32:32,3 Stunden).

Fräbel (26.) und Fink (27.) schafften es unter die Top 30 der Frauen, Notz (19.), Dobler (21.) und Brugger (30.) unter die der Männer.

+++++9. Januar 2021+++++

Hennig weiter auf Top-10-Kurs bei Tour de Ski

Die Oberwiesenthalerin zog am Samstag ins Viertelfinale ein, am Ende gelang ihr mit Platz 15 das beste Sprintergebnis ihrer Karriere. Vor der letzten Etappe am Sonntag fiel Hennig auf Rang acht in der Gesamtwertung zurück, im vergangenen Jahr hatte sie die Tour auf diesem Platz abgeschlossen.

Die Siege im klassischen Sprint gingen an Linn Svahn, die auch bereits beim Tour-Auftakt gewonnen hatte, und Oskar Svensson (beide Schweden). Janosch Brugger (8./Schluchsee) bescherte den Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen Achtungserfolg und zog ins Halbfinale ein, Antonia Fräbel (22./Asbach), Pia Fink (23./Bermelau) und Thomas Bing (19./Dermbach) erreichten jeweils das Viertelfinale.