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Nordische Kombination 2021/22: Deutsche Athleten verpassen in Klingenthal das Podest

Nordische Kombination : Deutsche Athleten verpassen Heim-Podest in Klingenthal

Wie gut springen die deutschen Athleten - und wie schnell sind sie danach in der Loipe? In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige zur Nordischen Kombination auf dem Laufenden.

Die deutschen Kombinierer sind beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal ohne die erhoffte Podestplatzierung geblieben, haben knapp drei Wochen vor den Olympischen Spielen aber vor allem läuferisch überzeugt. Vinzenz Geiger kam zum Abschluss am Sonntag als bester DSV-Athlet beim erneuten Sieg von Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter auf Platz sieben, sein Oberstdorfer Teamkollege Johannes Rydzek sicherte sich mit Platz acht wohl das Peking-Ticket.

Lamparter, der sich vor dem Esten Kristjan Ilves (+8,4 Sekunden) und seinem Landsmann Franz-Josef Rehrl (+8,7) durchsetzte, löste den Norweger Jarl Magnus Riiber als Spitzenreiter im Gesamtweltcup ab. Riiber fehlte wie schon in der Vorwoche in Val di Fiemme, da er sich ins Training zurückgezogen hat.

Geiger lag 38,5, Rydzek 39,2 Sekunden zurück. Julian Schmid (ebenfalls Oberstdorf), am Vortag als Vierter bester Deutscher, kam auf Rang zehn. Manuel Faißt (Baiersbronn/12.), Fabian Rießle (Breitnau/14.), Rekordweltmeister Eric Frenzel (16.) und Terence Weber (beide Geyer/22.) liefen an den Top 10 vorbei. Die Chance auf eine bessere Platzierung hatten die deutschen Kombinierer bereits im Springen auch aufgrund von Windpech vergeben.

Sein fünfköpfiges Olympia-Aufgebot, für das Geiger und Frenzel bereits gesetzt waren, will Bundestrainer Hermann Weinbuch am Sonntagabend nominieren. Da der Weltcup in Planica am kommenden Wochenende wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt wurde, steht vor den Winterspielen nur noch das Seefeld-Triple (28. bis 30. Januar) unmittelbar vor der Abreise nach China an.

+++ 15. Januar +++

Schmid starker Vierter bei Lamparter-Sieg in Klingenthal

Die deutschen Kombinierer haben beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal das Podest verpasst, mit Platz vier für Youngster Julian Schmid und Rang sechs Rekord-Weltmeister Eric Frenzel aber gute Leistungen gezeigt. Am Tag vor der deutschen Olympia-Nominierung lieferte vor allem Schmid beim Sieg von Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter gute Argumente für ein Peking-Ticket.

Schmid (Oberstdorf), schon nach dem Springer bester Deutscher, setzte sich im Sprint einer Verfolgergruppe durch und lag im Ziel 16,7 Sekunden hinter Sieger Lamparter. Frenzel (Geyer) hatte 17,8 Sekunden Rückstand. Der erst 20 Jahre alte Lamparter, der vor dem Esten Kristjan Ilves (+0,3 Sekunden) und dem Japaner Ryota Yamamoto (+0,7) gewann, zog im Weltcup nach Punkten mit Spitzenreiter Jarl Magnus Riiber gleich. Der Norweger, der sich ins Training zurückgezogen hat, fehlte schon in der Vorwoche in Val di Fiemme.

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Auf den Plätzen 10 bis 13 landete ein deutsches Quartett mit Manuel Faißt (Baiersbronn), Terence Weber (Geyer), Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger (beide Oberstdorf), der zuletzt in Val di Fiemme gewonnen hat. Für Routinier Fabian Rießle, der nur 26. wurde, wird es im Kampf um das Olympia-Ticket ganz eng.

Seine voraussichtlich fünf Peking-Fahrer wird Bundestrainer Hermann Weinbuch am Sonntag nach dem zweiten Wettkampf in Klingenthal benennen.

+++ 10. Januar +++

FIS sagt WM-Testwettbewerbe in Planica wegen Corona ab

Die für den 22./23. Januar geplanten Weltcups der Nordischen Kombinierer und Skilangläufer im slowenischen Planica sind wegen der steigenden Coronazahlen abgesagt worden. Das teilte der Weltverband FIS mit Hinweis auf die "akute Entwicklung der Pandemie" mit. Die Wettkämpfe hätten auch als Tests für die Nordische Ski-WM 2023 an gleicher Stelle dienen sollen.

Besonders hart trifft es die Langläufer: Weil schon die Wettkämpfe im französischen Les Rousses (14. bis 16. Januar) abgesagt wurden, stehen derzeit vor den Olympischen Winterspielen in Peking keine Weltcuprennen mehr auf dem Programm. Damit fehlt den nicht qualifizierten Athleten auch die Möglichkeit, noch die Peking-Norm zu erfüllen. Zumindest für Planica versucht die FIS noch, einen Ersatzausrichter zu finden.

In der Nordischen Kombination stehen vor Olympia noch die Wettkämpfe in Klingenthal (15./16. Januar) sowie Seefeld (28. bis 30. Januar) an.

+++ 9. Januar +++

Geiger und Frenzel bekommen Olympia-Start-Garantie

Die beiden Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger und Eric Frenzel können fest für ihren Start bei den Olympischen Winterspielen in Peking planen. Der 24 Jahre alte Geiger und der 33 Jahre alte Frenzel wurden von Bundestrainer Hermann Weinbuch am Sonntag nach dem Weltcup im italienischen Val di Fiemme für das Olympia-Team nominiert.

„Ich habe nur zwei nominiert“, sagte Weinbuch, der sich aufgrund der hohen Leistungsdichte die weiteren drei Plätze für den Saisonhöhepunkt in China vom 4. bis 20. Februar noch offenhalten möchte.

„Alle anderen fünf sind noch im Topf für die letzten drei Plätze. Ich hoffe, dass ich nach Klingenthal noch mal mindestens zwei dazu melden kann“, erklärte Weinbuch. Die Pyeongchang-Olympiasieger Johannes Rydzek und Fabian Rießle müssen sich dabei genauso dem extrem harten Konkurrenzkampf stellen wie Terence Weber, Manuel Faißt und Julian Schmid. Weber dürfte als derzeitiger Gesamtvierter sehr gute Chancen auf eine Teilnahme haben. Auch für Rydzek, der in Val di Fiemme als Tagesdritter auf sich aufmerksam machte und derzeit herausragend läuft, sieht es wieder deutlich besser aus.

„Wir wollen sichergehen, dass derjenige, bei dem die Formkurve nach oben zeigt, berücksichtigt wird, weil es ein so enges Rennen ist“, sagte Weinbuch. Auf die Wettbewerbe in Italien blickte der 61-Jährige mit höchster Zufriedenheit. „Alle sieben unter den besten 15, zwei auf dem Stockerl. Was willst du mehr? Wir blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück“, sagte der Chefcoach.

Geiger gewinnt Weltcup in Val di Fiemme - Rydzek krönt Aufholjagd

Der deutsche Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger hat den Einzelwettbewerb in Val di Fiemme gewonnen. Einen Tag nach seinem zweiten Platz siegte der 24 Jahre alte Oberstdorfer am Sonntag vor Österreichs Johannes Lamparter und Einzel-Olympiasieger Johannes Rydzek. Rydzek war nach dem Großschanzensprung noch auf Rang 19 positioniert und verbesserte sich auf den zehn Kilometern noch auf den Podestrang. Am Samstag hatte Lamparter noch vor Geiger und Eric Frenzel gewonnen. Alle profitierten von der Absage des Norwegers Jarl Magnus Riiber, der Rückenprobleme hat.

„Taktisch habe ich nicht viel falsch gemacht. Ich habe mich auf einmal wieder richtig gut gefühlt. Dann war es Vollgas und versuchen, die Gruppe zu sprengen. Das ist voll aufgegangen“, sagte der zufriedene Sieger Geiger in der ARD. Er sei bereits „heiß“ auf Olympia in Peking (4. bis 20. Februar). Riiber hat alle seine aktiv bestrittenen Wettbewerbe in diesem Winter gewonnen. Zweimal fiel er nun mit Rückenproblemen aus, einmal wurde er disqualifiziert.

Hinter Geiger und Rydzek schafften es auch Frenzel (7.) und Manuel Faißt (10.) unter die besten Zehn. Direkt dahinter folgten Fabian Rießle und Terence Weber. Bundestrainer Hermann Weinbuch hat mit Blick auf die Spiele in China ein extrem breit aufgestelltes Team zur Verfügung.

+++++8. Januar 2022+++++

Kombiniererinnen verpassen Top Ten

Die deutschen Kombiniererinnen haben beim Weltcup in Val di Fiemme die Top Ten verpasst. Cindy Haasch (Ruhla) landete im Massenstart-Wettbewerb als beste DSV-Starterin auf dem zwölften Rang und damit unmittelbar vor der früheren Junioren-Weltmeisterin Jenny Nowak (Sohland).

Den sechsten Sieg im sechsten Saisonrennen feierte Weltmeisterin Gyda Westvold Hansen. Die Norwegerin gewann mit 124,6 Punkten klar vor der Japanerin Anju Nakamura (110,5) und Lisa Hirner (109,4) aus Österreich.

Zwei deutsche Podestplätze in Val die Fiemme

Die Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger und Eric Frenzel sind auch im ersten Einzel-Wettkampf des Jahres auf das Podest gelaufen. Beim ersten Weltcupsieg des Weltmeisters Johannes Lamparter (Österreich) gewann Geiger im italienischen Val di Fiemme den Zielsprint um Platz zwei gegen seinen Teamkollegen knapp.

Der 20 Jahre alte Lamparter führte bereits nach einem starken Sprung auf 105,5 m, in der Loipe hielt er die Konkurrenz souverän in Schach und hatte im Ziel 16 Sekunden Vorsprung auf das deutsche Duo. Geiger (Oberstdorf) und Frenzel (Geyer) hatten auch im letzten Wettkampf des Jahres 2021 die Ränge zwei und drei belegt, damals aber hinter Riiber.

Der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf/+30,7 Sekunden) verbuchte als Fünfter sein bestes Ergebnis des Winters und empfahl sich für einen Platz im Olympia-Team für Peking. Um das Ticket bangen muss dagegen weiter Team-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau), der als Zehnter keine weitere Teilnorm (2xTop6 oder 3xTop8) schaffte.

Manuel Faißt (Baiersbronn/16.) und Julian Schmid (Oberstdorf/20.) landeten ebenfalls in den Punkten. Jakob Lange (Kiefersfelden) musste sich mit Rang 37 begnügen.

Norwegens Topstar Jarl Magnus Riiber, der sieben der ersten acht Wettkämpfe des Winters gewonnen hat, war wegen Rückenproblemen nicht am Start. Auch der einzige deutsche Saisonsieger Terence Weber (Geyer) verzichtete nach seinem Einsatz im Mixed am Freitag. Beide wollen am Sonntag aber wieder in Geschehen eingreifen.

+++++19. Dezember 2021+++++

Geiger und Frenzel stürmen aufs Podest und fordern Rekordjäger Riiber

Vinzenz Geiger wagte nach dem erneuten Sturmlauf zu Platz zwei eine kühne Kampfsansage, bei Eric Frenzel wich der Samstags-Frust der Freude über einen starken dritten Platz: Die deutschen Kombinierer haben in Ramsau ihre Podestserie fortgesetzt und sich zweimal nur dem überlegenen Norweger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben müssen. Der Dominator zog mit seinem 43. Weltcup-Sieg mit Frenzel auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste gleich - doch zumindest Geiger rückt Riiber stärker auf die Pelle.

"Zwei zweite Plätze, so kann ein Wochenende gut ausschauen", sagte Team-Olympiasieger Geiger (Oberstdorf) im ZDF: "Ich habe mich gut entwickelt, da will ich weiterarbeiten und im neuen Jahr voll angreifen." Nur 15,3 Sekunden lag der 24-Jährige am Sonntag hinter dem gleichaltrigen Riiber, der diesmal nicht locker ins Ziel laufen konnte.

"Vielleicht wäre Riiber heute sogar zu schlagen gewesen, in der dritten Runde hätte ich vielleicht noch etwas schneller laufen können", sagte Geiger und versprach: "Ich werde dranbleiben, und irgendwann werde ich ihn knacken."

Rekordweltmeister Frenzel, am Vortag noch wegen eines irregulären Anzugs disqualifiziert, setzte sich im Sprint um Platz drei gegen seinen Klubkollegen Terence Weber vom SSV Geyer durch. Damit stand in den vergangenen sieben Rennen mindestens ein deutscher Athlet auf dem Podest.

Weber war im Olympiawinter der einzige Sieger neben Riiber, beim Triumph des deutschen Aufsteigers in Ruka fehlte der Norweger wegen einer Disqualifikation. Mehr Weltcupsiege als Riiber und Frenzel hat nur der Finne Hannu Manninen auf dem Konto, der zwischen 1996 und 2010 48-mal triumphierte.

Frenzel war 29 Jahre alt und befand sich in seiner elften Weltcupsaison, als er im März 2018 seinen 43. Sieg feierte. Manninen erreichte diese Marke einen Monat vor seinem 28. Geburtstag in seiner 13. Saison. Der 24-Jährige Riiber, der seine achte Saison bestreitet, ist also reichlich früh dran. Dass er Manninens 48 Siege und Frenzels fünf Erfolge im Gesamtweltcup erreicht, ist für Riiber, der auf dem Weg zur vierten Kristallkugel ist, nur eine Frage der Zeit.

Am Samstag hatte Geiger mit einem starken zweiten Platz hinter dem schon nach dem Springen uneinholbar führenden Riiber geglänzt. Der Team-Olympiasieger attackierte rund einen Kilometer vor dem Ziel aus einer großen Gruppe an einem Anstieg entscheidend. Bundestrainer Hermann Weinbuch stellte zufrieden fest: "Das war der Vinzenz Geiger, wie wir ihn kennen. Das hatte er zuletzt nicht gezeigt."

+++++18. Dezember 2021+++++

Geiger Zweiter hinter Riiber in Ramsau – Weber Fünfter

Vinzenz Geiger hat die Podestserie der deutschen Kombinierer im Weltcup fortgesetzt. Der Team-Olympiasieger aus Oberstdorf musste sich am Samstag in Ramsau nur dem erneut unschlagbaren Norweger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben, im sechsten Rennen in Serie stand damit mindestens ein DSV-Athlet auf dem Stockerl.

Der 24 Jahre alte Geiger, der in der Schlussphase aus einer großen Verfolgergruppe angegriffen hatte, lag im Ziel 28 Sekunden hinter Riiber zurück. Der Dominator hatte bei seinem sechsten Saisonsieg bereits nach dem Springen mit riesigem Vorsprung geführt und konnte es in der Loipe ruhig angehen lassen. Dritter wurde der Finne Ilkka Herola (+31,9).

Terence Weber (Geyer) auf Platz fünf sowie Julian Schmid (Oberstdorf) als Achter sorgten für ein gutes deutsches Teamergebnis und sammelten im Hinblick auf Olympia Pluspunkte gegenüber drei Team-Olympiasiegern: Johannes Rydzek (Oberstdorf) wurde 16., Fabian Rießle (Breitnau) trat nach verkorkstem Springen nicht zum Lauf an. Der zuletzt starke Rekordweltmeister Eric Frenzel wurde wegen eines irregulären Anzugs vor dem Springen disqualifiziert.

+++ 12. Dezember +++

Nowak wird Neunte

Die deutschen Kombiniererinnen haben beim Weltcup in Ramsau einen Spitzenplatz verfehlt. Die frühere Junioren-Weltmeisterin Jenny Nowak (Sohland) kam am Freitag in Österreich nicht über einen neunten Platz hinaus, Cindy Haasch (Ruhla) wurde Zwölfte. Den fünften Sieg im fünften Saisonrennen feierte die überlegene norwegische Weltmeisterin Gyda Westvold Hansen.

"Es ist in Ordnung, aber ich habe mir ein bisschen mehr vorgenommen. In die Top 6 zu kommen, das ist der Anspruch, den jede hat. Wenn ich besser springe, wird es einfacher", sagte Nowak im ZDF.

Im vergangenen Winter hatte es erstmals einen Weltcup für Frauen gegeben, der Wettbewerb in Ramsau blieb wegen Corona aber der einzige der gesamten Saison. Im Februar hatten die Kombiniererinnen in Oberstdorf ihre WM-Premiere gefeiert, für 2026 hoffen sie auf eine Olympia-Premiere.

+++++12. Dezember 2021+++++

Rießle und Schmid spurten auf das Podest

Kombinierer Fabian Rießle ist beim Weltcup im estnischen Otepää mit einer spektakulären Aufholjagd noch auf das Podest gesprintet, Julian Schmid machte mit seinem ersten Stockerl überhaupt ein erneut ganz starkes deutsches Abschneiden perfekt. Mit Platz zwei und drei beim erneuten Sieg des derzeit praktisch unschlagbaren Norwegers Jarl Magnus Riiber krönten die DSV-Kombinierer ein glänzendes Wochenende, am dem bereits Manuel Faißt als Dritter des ersten Rennens auf dem Podium gestanden hatte.

Team-Olympiasieger Rießle (Breitnau), der weiterhin mit Sprungschwäche zu kämpfen hatte, kämpfte sich noch von Platz 15 zur Halbzeit nach vorne und gewann den Sprint um Rang zwei. Im Ziel lag er 33,5 Sekunden hinter Riiber zurück, der ganz entspannt zu seinem 41. Weltcupsieg lief. Schmid spurtete mit zwei Zehnteln Rückstand auf Rießle zu seinem besten Karriereergebnis.

Terence Weber als Siebter und Eric Frenzel (beide Geyer) als Neunter sorgten für ein überzeugendes deutsches Mannschaftsergebnis. Vinzenz Geiger (Oberstdorf), nach dem Springen als Vierter bester Deutscher, kam im Sprint der großen Verfolgergruppe zu Fall und belegte Platz 13.

Doppel-Olympiasieger Johannes Rydzek (Oberstdorf), der weiter mit schwachen Sprüngen kämpft, lief noch von Platz 23 auf 15 nach vorne. Für Faißt (Baiersbronn) reichte es nach seinem Erfolgserlebnis im Massenstart am Samstag nach einem schlechten Sprung nur zu Rang 17.

+++++11. Dezember 2021+++++

Riiber kann es auch andersherum - Faißt auf Rang drei

Auch die spontane Wettkampfänderung hat den Nordischen Kombinierer Jarl Magnus Riiber nicht stoppen können. Norwegens Dauergewinner setzte sich am Samstag beim Weltcup im estnischen Otepää souverän durch, nachdem er sowohl in der Loipe als auch auf der Schanze die Tagesbestleistung gezeigt hatte. Anders als sonst üblich wurde das Rennen als Massenstart veranstaltet. Die Kombinierer traten zunächst gemeinsam in der Loipe an und sprangen am Nachmittag von der Schanze. Üblicherweise wird erst gesprungen und dann mit den entstandenen Abständen in die Langlauf-Loipe gestartet.

Den deutschen Kombinierern kam die wetterbedingte Planänderung nur teilweise entgegen. Manuel Faißt belegte den dritten Platz, Rang neun ging an Terence Weber. Neben Riiber und Faißt komplettierte Espen Björnstad aus Norwegen das Podium. Für Vinzenz Geiger (12.), Julian Schmid (13.), Eric Frenzel (15.), Johannes Rydzek (18.) und Fabian Rießle (23.) waren die ordentlichen Leistungen aus der Loipe zu wenig. Sie verloren am Nachmittag zu viele Meter beim Skispringen.

Haasch Siebte bei norwegischem Doppelsieg

Cindy Haasch hat für das beste Ergebnis einer deutschen Kombiniererin in der noch jungen Weltcup-Geschichte gesorgt. Die 17-Jährige aus Ruhla landete im estnischen Otepää auf Rang sieben. Nicht zu schlagen war erneut Gyda Westvold Hansen. Die norwegische Weltmeisterin holte vor ihrer Teamkollegin Ida Marie Hagen und Yuna Kasai (Japan) im dritten Wettkampf der Saison ihren dritten Sieg.

Wie zuvor die Männer gingen auch die Frauen wegen der schwierigen Windverhältnusse erst in die Loipe und dann auf die Schanze. Zweitbeste Deutsche wurde Maria Gerboth (Schmiedefeld) als Zehnte. Jenny Nowak (Sohland), beim Saisonstart in Lillehammer noch Achte, musste sich diesmal mit dem 13. Rang begnügen.

Im vergangenen Winter hatte es erstmals einen Weltcup für Frauen gegeben, der Wettbewerb in Ramsau blieb wegen Corona aber der einzige der gesamten Saison. Im Februar hatten die Kombiniererinnen in Oberstdorf ihre WM-Premiere gefeiert, für 2026 hoffen sie auf eine Olympia-Premiere.

+++++5. Dezember 2021+++++

Kombinierer verzweifeln an Riiber - Frenzel auf dem Podest

Der deutsche Nordische Kombinierer Eric Frenzel hat in Lillehammer den nächsten Podiumsplatz eingefahren. Am Sonntag holte sich der 33 Jahre alte Olympiasieger nach einem Sprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf Rang drei hinter Norwegens Sieger Jarl Magnus Riiber und dem Österreicher Johannes Lamparter. Im Schlusssprint löste sich Frenzel von Jens Luraas Oftebro und Mario Seidl. Für ihn war es nach Rang zwei in der Vorwoche in Ruka schon der zweite Podestplatz. „Ich bin auf einem guten Weg. Darum versuche ich, diesem Weg treu zu bleiben“, sagte Frenzel.

Schon nach dem Springen war er zufrieden. „Darauf lässt sich aufbauen. Mit dem Vertrauen, das man in den Sprung reinlegt, geht vieles einfacher. Ich bin auf einem guten Weg und freue mich sehr“, sagte der Routinier in der ARD. Auch Vinzenz Geiger (6.), Terence Weber (8.), Fabian Rießle (11.) und Manuel Faißt (12.) landeten in der erweiterten Weltspitze.

Tags zuvor hatten Frenzel, Faißt, Weber und Geiger Platz zwei im Teamwettbewerb belegt. Stärker waren nur die Norweger mit Schlussmann Riiber, der sich auf dem letzten Kilometer gegen Geiger durchgesetzt hatte. Riiber baute mit dem Sieg vom Sonntag auch die Führung im Gesamtklassement aus.

+++++4. Dezember 2921+++++

Deutsches Team hinter Norwegen auf Rang zwei

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben beim Staffelrennen in Norwegen den zweiten Platz belegt. Eric Frenzel, Manuel Faißt, Terence Weber und Vinzenz Geiger mussten sich am Samstag in Lillehammer nach dem Skispringen von der Normalschanze und 4 x 5 Kilometern Langlauf nur den Gastgebern geschlagen geben. Rang drei ging an Japan.

„Es war ein guter Wettkampf von uns. Am Ende sind wir glücklich mit dem zweiten Platz, aber wir wollten natürlich um den ersten Platz kämpfen“, sagte Frenzel. „Am Ende war es sehr eng. Ich denke, wir haben heute alle einen guten Job gemacht. Norwegen hat es etwas besser gemacht. Beim nächsten Mal können wir das hoffentlich ändern.“

Startläufer Frenzel war nach dem Springen als Führender 21 Sekunden vor Norwegen auf die Langlaufstrecke gegangen. Der 33-Jährige verdoppelte seinen Vorsprung und stellte in der ARD zurecht fest: „Ich bin sehr gut durchs Rennen durchgekommen.“ Nachfolger Faißt verlor erwartungsgemäß Zeit gegen Jens Luraas Oftebro. Mit noch fast 19 Sekunden übergab er an Weber, der gegen Joergen Graabak weitere Zeit einbüßte. Fast zeitgleich gingen die Schlussläufer Geiger und Jarl Magnus Riiber auf die letzten beiden Runden. Im Endspurt setzte sich Riiber im einzigen Staffelrennen dieser Saison vor den Winterspielen in Peking durch.

Haasch in den Top ten

Die deutschen Kombiniererinnen haben auch beim zweiten Weltcup-Rennen im norwegischen Lillehammer eine Top-10-Platzierung geholt. Nachdem Jenny Nowak (Sohland) am Freitag als Achte als erste deutsche Kombiniererin im Weltcup unter die besten zehn gekommen war, belegte Cindy Haasch (Ruhla) am Samstag Rang neun.

Die 17 Jahre alte Haasch, bei der WM Ende Februar als Elfte beste Deutsche, hatte nach einem Sprung und fünf Kilometern in der Loipe 2:27 Minuten Rückstand auf Norwegens Weltmeisterin Gyda Westvold Hansen, die bereits am Vortag gesiegt hatte. Nowak kam hinter Maria Gerboth (Schmiedefeld/16.) auf Platz 17.

Im vergangenen Winter hatte es erstmals einen Weltcup für Frauen gegeben, der Wettbewerb in Ramsau blieb wegen Corona aber der einzige der gesamten Saison. Die damalige Gewinnerin Tara Geraghty-Moats (USA) ist inzwischen zum Biathlon gewechselt.

Im Februar hatten die Kombiniererinnen in Oberstdorf ihre WM-Premiere gefeiert, für 2026 hoffen sie auf eine Olympia-Premiere.

+++ 28. November +++

Kombinierer verpassen Podest

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben es zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes im finnischen Ruka knapp nicht erneut auf das Podest geschafft. Einen Tag nach dem Dreifacherfolg des deutschen Teams lief Terence Weber als Bester aus der Mannschaft von Bundestrainer Hermann Weinbuch auf den vierten Platz. Den Sieg sicherte sich der Norweger Jarl Magnus Riiber, der damit auch die Gesamtführung von Weber übernahm. Am Vortag war Ausnahmeathlet Riiber wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs disqualifiziert worden. Zweiter wurde der Österreicher Johannes Lamparter vor dem Norweger Jens Luraas Oftebro.

Zum Abschluss des Wochenendes im bitterkalten Ruka war das Skispringen wegen widriger Bedingungen am Vormittag abgesagt worden. Für die Startreihenfolge wurde der sogenannte PCR-Durchgang herangezogen, bei dem die Deutschen nicht so gut abgeschnitten hatten. Am Samstag hatte Weber vor Eric Frenzel und Vinzenz Geiger gewonnen. Am Sonntag war Manuel Faißt als Siebter der zweitbeste Deutsche. Johannes Rydzek wurde Neunter, Geiger lief direkt vor Frenzel als Elfter ins Ziel.

+++ 27. November +++

Dreifach-Sieg für Kombinierer

Angeführt von Überraschungs-Sieger Terence Weber haben die deutschen Kombinierer im finnischen Ruka für einen furiosen Dreifacherfolg gesorgt. Der 25 Jahre alte Weber holte den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere vor Routinier Eric Frenzel und Vinzenz Geiger. Das Trio von Bundestrainer Hermann Weinbuch profitierte dabei auch von einer Disqualifikation des norwegischen Dominators Jarl Magnus Riiber.

Weber lag schon nach dem Springen in Führung, im Ziel hatte er 1,2 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls für den SSV Geyer startenden dreimaligen Olympiasieger Frenzel. Webers zuvor bestes Weltcupergebnis war ein siebter Platz 2018 in Ramsau gewesen.

Geiger (+2,3 Sekunden) machte bei Temperaturen von 15 Grad unter dem Gefrierpunkt das erste Dreifach-Podium seit dem 6. Februar in Klingenthal perfekt. Julian Schmidt (beide Oberstdorf/+3,1 Sekunden) rundete als Fünfter das herausragende Ergebnis ab.

Topfavorit Riiber, der den Saisonstart am Freitag überlegen gewonnen hatte, war dagegen nicht am Start. Der dreimalige Gewinner des Gesamtweltcups wurde nach der Qualifikation wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Riiber passierte dieses Missgeschick nicht zum ersten Mal, zuletzt war er im November 2020 disqualifiziert worden - ebenfalls beim Saisonstart in Ruka.

+++++26. November 2021+++++

Deutsche verpassen das Podium zum Auftakt in Ruka

Die deutschen Kombinierer haben beim Weltcup-Auftakt im finnischen Ruka das Podest verpasst. Beim überlegenen Sieg von Dominator Jarl Magnus Riiber (Norwegen) war Manuel Faißt als Fünfter bester Starter aus dem Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch, zum Podium fehlten knapp zehn Sekunden. Für das zweite deutsche Top-Ten-Ergebnis sorgte der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) als Zehnter.

Der schon nach dem Springen führende Riiber ließ auf der nur fünf Kilometer langen Strecke seine Konkurrenz stehen und kam 20,2 Sekunden vor dem 20 Jahre alten Weltmeister Johannes Lamparter (Österreich) ins Ziel. Dritter wurde in Jan Luraas Oftebro ein weiterer Norweger.

Faißt lag nach dem weitesten Sprung der gesamten Konkurrenz auf 143,0 m noch auf Rang drei, verlor in der Loipe aber noch etwas an Boden. "Am Ende waren die Kräfte am Ende. Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, dass es nicht zum Podium gereicht hat", sagte Faißt im ZDF.

Bei Temperaturen von zwölf Grad unter dem Gefrierpunkt kam Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger (Oberstdorf) direkt hinter Rydzek als Elfter ins Ziel. "Ich bin zufrieden. Es hat nicht ganz fürs Stockerl gereicht. Aber wir sind gut reingekommen", sagte Weinbuch.

Julian Schmid (Oberstdorf) und Terence Weber (Geyer) folgten auf den Rängen 13 und 17. Der dreimalige Olympiasieger Eric Frenzel (Geyer) musste sich nach einem schwachen Sprung mit Position 24, Team-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau) gar mit Rang 29 begnügen.

Für den erst 24 Jahre alten Riiber war es bereits der 37. Weltcupsieg seiner Karriere. Nur Rekordmann Hannu Manninen aus Finnland (48) und Frenzel (43) haben mehr.

+++ Rießle wird Dritter zum Abschluss in Klingenthal – Riiber siegt +++

Fabian Rießle hat den deutschen Nordischen Kombinierern einen Podestplatz zum Saisonabschluss beschert. Der 30-Jährige musste sich als Dritter am Sonntag in Klingenthal nur dem norwegischen Sieger und Gesamtweltcup-Gewinner Jarl Magnus Riiber und dessen Landsmann Espen Björnstad geschlagen geben.

Im Zielsprint des zehn Kilometer langen Skilanglaufrennens setzte sich Rießle mit einer Energieleistung gegen den österreichischen Doppelweltmeister Johannes Lamparter durch. Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger verteidigte seinen zweiten Rang im Gesamtklassement gegen den Japaner Akito Watabe. Dafür reichte Geiger Platz sechs am Sonntag.

Riiber hatte sich schon in den beiden vergangenen Jahren in der Gesamtwertung klar durchgesetzt. Auch in dieser Saison war er der alles überragende Kombinierer.

+++++20. März 2021+++++

Kombinierer Riiber gewinnt zum dritten Mal den Gesamtweltcup

Am Samstag setzte sich der 23 Jahre alte Gelb-Träger Riiber in Klingenthal nach einem Großschanzensprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf vor dem Japaner Akito Watabe durch und holte im ersten Rennen nach der WM in Oberstdorf seinen achten Saisonsieg. Mit 1040 Punkten und nur noch einem verbleibenden Einzel am Sonntag (11.00 Uhr und 14.45 Uhr) ist Riiber nun endgültig nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Schon in den beiden vergangenen Jahren hatte sich Riiber in der prestigeträchtigen Gesamtwertung klar durchgesetzt. Das Podium komplettierte Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter als Dritter. Watabe als Tageszweiter verkürzte im Weltcup den Rückstand auf Vinzenz Geiger, der nicht über Rang 15 hinauskam. Erst beim Wettbewerb am Sonntag wird damit die Entscheidung über den zweiten Platz im Gesamtweltcup fallen.

Manuel Faißt als Vierter, Johannes Rydzek auf Rang sechs sowie Fabian Rießle (9.) und Eric Frenzel (10.) schafften am Samstag den Sprung unter die besten Zehn. Klingenthal war für das Saisonfinale kurzfristig für Schonach eingesprungen, weil im Schwarzwald akuter Schneemangel herrschte.

+++++7. Februar 2021+++++

Doppelschlag in Klingenthal - Geiger gewinnt auch zweiten Wettbewerb

Der deutsche Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger hat auch den zweiten Wettbewerb beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal gewonnen. Am Sonntag setzte sich der 23 Jahre alte Allgäuer nach einem Großschanzensprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf vor dem Japaner Akito Watabe und Lukas Greiderer aus Österreich durch. Es war bereits sein vierter Saisonsieg. Nach dem Skispringen hatte Geiger am Sonntagmorgen noch Rang fünf belegt. Fabian Rießle (5.), Johannes Rydzek (6.), Eric Frenzel (7.) und Manuel Faißt (9.) komplettierten im Vogtland ein sehr starkes Teamresultat für die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Schon am Samstag waren die deutschen Kombinierer stark aufgetreten und hatten sogar den ersten Dreifacherfolg seit den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang feiern dürfen. Geiger siegte vor Rießle und Frenzel. Nach Absagen in Lillehammer und Peking sind nun keine weiteren Wettkämpfe vor der WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) geplant.

(sid/dpa)