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Nordische Kombination 2020/21: Rießle wird Dritter in Klingenthal – Riiber siegt

Nordische Kombination 20/21 : Rießle wird Dritter in Klingenthal – Riiber siegt

Der Norweger Jarl Magnus Riiber hat nach seinem Sieg im Gesamtweltcup auch noch den Saisonabschluss gewonnen – Fabian Rießle bescherte Deutschland immerhin einen Podestplatz. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige zur Nordischen Kombination auf dem Laufenden.

Fabian Rießle hat den deutschen Nordischen Kombinierern einen Podestplatz zum Saisonabschluss beschert. Der 30-Jährige musste sich als Dritter am Sonntag in Klingenthal nur dem norwegischen Sieger und Gesamtweltcup-Gewinner Jarl Magnus Riiber und dessen Landsmann Espen Björnstad geschlagen geben.

Im Zielsprint des zehn Kilometer langen Skilanglaufrennens setzte sich Rießle mit einer Energieleistung gegen den österreichischen Doppelweltmeister Johannes Lamparter durch. Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger verteidigte seinen zweiten Rang im Gesamtklassement gegen den Japaner Akito Watabe. Dafür reichte Geiger Platz sechs am Sonntag.

Riiber hatte sich schon in den beiden vergangenen Jahren in der Gesamtwertung klar durchgesetzt. Auch in dieser Saison war er der alles überragende Kombinierer.

+++++20. März 2021+++++

Kombinierer Riiber gewinnt zum dritten Mal den Gesamtweltcup

Am Samstag setzte sich der 23 Jahre alte Gelb-Träger Riiber in Klingenthal nach einem Großschanzensprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf vor dem Japaner Akito Watabe durch und holte im ersten Rennen nach der WM in Oberstdorf seinen achten Saisonsieg. Mit 1040 Punkten und nur noch einem verbleibenden Einzel am Sonntag (11.00 Uhr und 14.45 Uhr) ist Riiber nun endgültig nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Schon in den beiden vergangenen Jahren hatte sich Riiber in der prestigeträchtigen Gesamtwertung klar durchgesetzt. Das Podium komplettierte Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter als Dritter. Watabe als Tageszweiter verkürzte im Weltcup den Rückstand auf Vinzenz Geiger, der nicht über Rang 15 hinauskam. Erst beim Wettbewerb am Sonntag wird damit die Entscheidung über den zweiten Platz im Gesamtweltcup fallen.

Manuel Faißt als Vierter, Johannes Rydzek auf Rang sechs sowie Fabian Rießle (9.) und Eric Frenzel (10.) schafften am Samstag den Sprung unter die besten Zehn. Klingenthal war für das Saisonfinale kurzfristig für Schonach eingesprungen, weil im Schwarzwald akuter Schneemangel herrschte.

+++++7. Februar 2021+++++

Doppelschlag in Klingenthal - Geiger gewinnt auch zweiten Wettbewerb

Der deutsche Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger hat auch den zweiten Wettbewerb beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal gewonnen. Am Sonntag setzte sich der 23 Jahre alte Allgäuer nach einem Großschanzensprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf vor dem Japaner Akito Watabe und Lukas Greiderer aus Österreich durch. Es war bereits sein vierter Saisonsieg. Nach dem Skispringen hatte Geiger am Sonntagmorgen noch Rang fünf belegt. Fabian Rießle (5.), Johannes Rydzek (6.), Eric Frenzel (7.) und Manuel Faißt (9.) komplettierten im Vogtland ein sehr starkes Teamresultat für die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Schon am Samstag waren die deutschen Kombinierer stark aufgetreten und hatten sogar den ersten Dreifacherfolg seit den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang feiern dürfen. Geiger siegte vor Rießle und Frenzel. Nach Absagen in Lillehammer und Peking sind nun keine weiteren Wettkämpfe vor der WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) geplant.

+++++6. Februar 2021+++++

Kombinierer schlagen gnadenlos zu und feiern Dreifacherfolg

Vinzenz Geiger lief triumphierend über die Ziellinie, dahinter brauste die nächste Welle in Schwarz-Rot-Gold heran: Die deutschen Kombinierer haben beim Heim-Weltcup in Klingenthal die Abwesenheit von Norwegens Dominator Jarl Magnus Riiber zu einer formidablen Machtdemonstration genutzt und ihren ersten Dreifachsieg seit den seit den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang 2018 gefeiert.

"Es war ein perfekter Tag für Team Deutschland", sagte Geiger (Oberstdorf), der von Platz 14 ganz nach vorne stürmte und vor Fabian Rießle sowie Eric Frenzel seinen dritten Saisonerfolg feierte: "Beim Springen hatte ich noch ein bisschen Probleme, umso glücklicher bin ich, dass es dann aufgegangen ist." Seit Januar 2019 zeichnete der 23-Jährige für die jüngsten sechs Einzelsiege der deutschen Kombinierer im Weltcup verantwortlich.

"Das habe ich mir genau so vorgestellt. Wir wollten Verantwortung übernehmen und zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen", sagte ein begeisterter Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF: "Wir haben dem Rennen von Beginn an unseren Stempel aufgedrückt, angegriffen von Anfang bis Ende."

Rießle (Breitnau), der im März 2018 ebenfalls in Klingenthal für den letzten deutschen Heimsieg gesorgt hatte, lag 3,5 Sekunden zurück und setzte sich im Sprint um Platz drei vor Rekordweltmeister Frenzel (Geyer/+3,6) durch.

Auch der Vierte der Staffel-Olympiasieger von Pyeongchang, Johannes Rydzek, überzeugte als Fünfter (+5,8). Terence Weber (Geyer) schaffte es als Achter (+29,1) ebenfalls in die Top 10.

Gut zwei Wochen vor Beginn der WM in Geigers und Rydzeks Heimat Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) zeigten sich die deutschen Asse gerüstet für die Duelle mit dem siebenmaligen Saisonsieger Riiber, der sich nach dem Gewinn des Triples in Seefeld bereits in Lillehammer auf die Weltmeisterschaften vorbereitet. Der dritte Sieg im Gesamtweltcup in Folge ist dem Norweger kaum noch zu nehmen.

Zuletzt hatte es im März 2017 in Trondheim durch Frenzel, Rydzek und Rießle einen deutschen Dreifach-Coup im Weltcup gegeben. Ein Jahr später gab es zudem im olympischen Großschanzen-Wettbewerb durch Rydzek, Rießle und Frenzel ein komplett deutsches Podest.

Für ein solches legten die DSV-Kombinierer in Klingenthal mit einem starken Springen die Grundlage. Sechs deutsche Starter gingen unter den besten 14 in die Loipe. Der nach dem Springen klar führenden Japaner Ryota Yamamoto wurde auf Platz neun durchgereicht.

+++++31. Januar 2021+++++

Kombinierer Riiber gewinnt Seefeld-Triple - Frenzel auf Rang vier

Der norwegische Gesamtführende Jarl Magnus Riiber hat das prestigeträchtige Triple der Nordischen Kombinierer gewonnen und damit seinen Titel verteidigt. Der 23-Jährige gewann das dreitägige Event am Sonntag in Seefeld nach einem Sprung von der Normalschanze und einem 15-Kilometer-Lauf vor dem Finnen Ilkka Herola und Akito Watabe aus Japan. Hinter den drei Top-Kombinierern führten zwei Deutsche das Verfolgerfeld an: Der viermalige Triple-Sieger Eric Frenzel belegte den vierten Platz vor Landsmann Vinzenz Geiger. Fabian Rießle kam als Siebter über die Ziellienie, Johannes Rydzek wurde Neunter.

Beim Triple der Kombinierer werden die Ergebnisse von drei aufeinanderfolgenden Wettkämpfen zusammengerechnet. Wer nach dem 15-Kilometer-Lauf am Sonntag zuerst die Ziellinie überquert, hat die Sonderwertung gewonnen.

+++++29. Januar 2021+++++

Geiger stürmt beim Triple-Auftakt in Seefeld auf Platz drei

Vinzenz Geiger ist mit einer starken Aufholjagd beim Auftakt des Triples der Nordischen Kombinierer in Seefeld auf das Podest gestürmt und hat sich damit eine vielversprechende Ausgangsposition bei der renommierten Miniserie über drei Tage erarbeitet. Beim 32. Weltcup-Sieg des Norwegers Jarl Magnus Riiber im Sprint-Rennen kam der Staffel-Olympiasieger aus Oberstdorf auf Platz drei und geht aussichtsreich in die beiden längeren Rennen am Samstag und Sonntag.

Geiger hatte nach dem Springen 1:04 Minuten hinter den gleichauf führenden Riiber und Akito Watabe (Japan) sowie 40 Sekunden hinter Riibers drittplatziertem Landsmann Espen Björnstad auf Patz sechs gelegen. Eigentlich ein zu großer Rückstand angesichts der nur fünf Kilometer Langlauf. Doch Geiger machte mit einer Verfolgergruppe mächtig Druck und fing Björnstad wenige Meter vor dem Ziel noch ab.

Riiber, im Vorjahr souveräner Triple-Sieger, setzte sich im Foto-Finish vor Watabe durch, Geiger lag 45 Sekunden zurück. Da die Abstände in die kommenden Rennen mitgenommen werden, muss der Oberstdorfer auch am Samstag wieder auf die Jagd gehen. Fabian Rießle (Breitnau) kam auf Platz sieben (+47,7), der viermalige Triple-Sieger Eric Frenzel (Geyer) wurde Achter (+48,3). Der Rekord-Weltmeister hat bereits 13 Weltcuprennen sowie einen WM-Titel in Seefeld gewonnen.

Weil das eigentliche Springen am Freitagnachmittag wegen wechselnder Winde abgebrochen wurde, zählte der zuvor ausgetragene provisorische Wertungsdurchgang für den kurzen Langlauf. Da hatten zwar angeführt von Geiger fünf Deutsche unter den besten Elf gelegen, der Abstand nach vorne schien allerdings zu groß.

Das Triple erstreckt sich über drei Tage. Am Samstag steht ein Wettbewerb mit einem Sprung und 10 km in der Loipe auf dem Programm (13.30/15.30 Uhr), den Abschluss bildet am Sonntag ein "Marathon" mit zwei Sprüngen und 15 km (12.15/15.30 Uhr).

+++++28. Januar 2021+++++

Norwegen schließt Grenzen - Weltcups im Februar abgesagt

Da Norwegen ab dem 29. Januar im Kampf gegen die Virus-Mutationen seine Grenzen schließen wird, werden die Wettbewerbe der Skispringerinnen sowie Kombinierer und Kombinierinnen in Lillehammer vom 12. bis 14. Februar gestrichen. Dies gab der Weltverband FIS bekannt.

Die Weltcups im Olympia-Ort von 1994 sollten ursprünglich bereits Anfang Dezember ausgetragen werden, waren aber wegen der Pandemie verschoben und erst in der Vorwoche neu angesetzt worden. In der Kombination wäre es die Generalprobe für die WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) gewesen.

Sollten Norwegen die Grenzen längerfristig schließen, sind weitere Wettkämpfe gefährdet. Die Skispringer tragen Mitte März ihre "Raw Air"-Tour an vier Schauplätzen in Norwegen aus, das Weltcup-Finale im Skilanglauf soll vom 12. bis 14. März in Oslo und vom 19. bis 21. März in Lillehammer ausgetragen werden, und auch die Biathleten haben ihren Saisonabschluss am Holmenkollen (16. bis 21. März).

+++++17. Januar 2021+++++

Deutsche Kombinierer in Lahti auf Plätzen vier bis sechs

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben ihren Podestplatz vom Teamsprint im Einzelwettbewerb nicht bestätigen können. Am Sonntag belegten die drei Olympiasieger Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger nach einem Großschanzensprung und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf die Plätze vier, fünf und sechs. Auch Terence Weber schaffte es im finnischen Lahti als Zehnter noch in die Top Ten. Eric Frenzel verzichtete nach Rang 42 auf der Schanze auf einen Start in der Loipe.

Den Sieg sicherte sich der Japaner Akito Watabe, der Norwegens Dominator Jarl Magnus Riiber in der dritten Laufrunde abhängte. Rang drei belegte der Japaner Ryota Yamamoto. Im Gesamtweltcup führt Riiber weiter deutlich. Am Samstag hatten Geiger und Rießle im Teamsprint Rang zwei hinter den Norwegern Riiber und Jörgen Graabak belegt.

Überlagert wurden die sportlichen Wettbewerbe von erneuten Herzproblemen bei Österreichs Routinier Bernhard Gruber. Der 38-Jährige musste wegen eines Teilverschlusses des Herzkranzgefäßes ins Krankenhaus gebracht werden. Er sei „soweit in guter Verfassung“, hieß es von den Ärzten. Die gleiche Diagnose war Gruber schon im März 2020 gestellt worden. Danach musste er rund acht Monate pausieren.

 +++++23. Januar 2021+++++

Kombinierer Gruber wegen erneuter Herzprobleme im Krankenhaus

Kombinierer-Routinier Bernhard Gruber ist bei den Weltcup-Wettbewerben im finnischen Lahti wegen erneuter Herzprobleme ins Krankenhaus gebracht worden. Der 38 Jahre alte Österreicher klagte am Samstag nach dem Teamsprint über Schmerzen im Brustbereich, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) und der Ski-Weltverband Fis am Sonntagmorgen berichteten. „Bei Bernhard Gruber führte nach dem Rennen heute erneut ein Teilverschluss eines Herzkranzgefäßes zu Beschwerden“, sagte Teamärztin Ines Berger-Uckermann. Bei einer Herzkatheter-Untersuchung seien zwei Stents eingesetzt worden.

„Bernhard ist soweit in guter Verfassung und muss nun entsprechend seiner Genesung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben“, fügte Österreichs Teamärztin an. Gruber hat nicht zum ersten Mal mit Herzproblemen zu kämpfen. Im März 2020 wurde schon einmal ein Teilverschluss des Herzkranzgefäßes festgestellt. Erst acht Monate später erhielt er von den Ärzten die Freigabe, das Training wieder aufnehmen zu dürfen. Beim Teamsprint belegte er am Samstagnachmittag gemeinsam mit Landsmann Mario Seidl Rang sechs.

+++++23. Januar 2021+++++

Rang zwei und vier für deutsche Kombinierer im Teamsprint

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben beim Teamsprint in Finnland die Plätze zwei und vier belegt. Fabian Rießle und Vinzenz Geiger mussten sich im Finale knapp den starken Norwegern Jarl Magnus Riiber und Jörgen Graabak geschlagen geben. Das deutsche Duo lag am Ende 0,8 Sekunden hinter den Skandinaviern. Rang drei ging an Japan, 9,5 Sekunden dahinter lag das zweite deutsche Team mit Terence Weber und Eric Frenzel. Am vergangenen Wochenende hatten Frenzel und Rießle den Teamsprint in Val die Fiemme gewonnen.

Nach dem Skispringen lagen die deutschen Mannschaften auf Rang zwei und vier mit nur einem minimalen Rückstand auf die führenden Österreicher. Im Langlaufrennen gingen die Deutschen schon früh an die Spitze und setzten sich zunächst ab. Norwegen holte jedoch auf und entschied das Rennen letztendlich mit einem Angriff auf der Schlussrunde. Beim Teamsprint läuft jeder Sportler 7,5 Kilometer auf der Langlaufstrecke. Die Gesamtdistanz von 15 Kilometern ist in zehn Runden mit einem Wechsel nach jeder Runde aufgeteilt.

+++++17. Januar 2021+++++

Frenzel und Geiger im Fotofinish Zweiter und Dritter

In einem Fotofinish landete der Norweger Jarl Magnus Riiber am Sonntag mit 0,1 Sekunden ganz knapp vor den Olympiasiegern Frenzel und Geiger, die auf der Zielgeraden beeindruckend aufgeholt hatten. Für Gelb-Träger Riiber war es bereits der vierte Sieg in diesem Winter. Frenzel, der trotz des knapp verfehlten Sieges zufrieden die Faust nach oben streckte, steht zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podest.

„Ich bin überglücklich, dass es zum Schluss so gut funktioniert hat“, kommentierte Frenzel in der ARD nach dem Rennen. Er habe im Pulk von 18 Sportlern auch „das Glück gehabt, dass ich gut durchgekommen bin“. Das starke deutsche Teamergebnis komplettierten Fabian Rießle (8.) und Manuel Faißt (9.). Geiger sagte, er sei froh über den Podestplatz. Der 23-Jährige hat in diesem Winter schon zwei Einzel für sich entschieden und gilt als härtester Widersacher Riibers.