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Nordische Kombination 2019/20: Fabian Rießle Zweiter bei Jarl Magnus Riibers Heimsieg in Oslo

Nordische-Kombination-Telegramm 2019/20 : Rießle Zweiter bei Riibers Heimsieg in Oslo

Fabian Rießle hat sich beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Oslo einen Platz auf dem Podest erkämpft. In unserem Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige zur Nordischen Kombination während der Saison auf dem Laufenden.

Team-Olympiasieger Fabian Rießle (Breitnau) hat beim Weltcup-Abschluss der Nordischen Kombinierer in Oslo noch einmal für eine deutsche Podestplatzierung gesorgt. Der 29 Jahre alte Schwarzwälder musste sich am wegen der Coronakrise fast menschenleeren Holmenkollen nur Norwegens Dominator Jarl Magnus Riiber geschlagen geben und holte als Zweiter sein bestes Saisonergebnis.

"Ich habe gedacht, ich haue nochmal alles rein. Das hat geklappt", sagte Rießle, der zuletzt Ende Dezember auf dem Podium gestanden hatte, im ZDF: "Es ist ein bisschen schade, dass die Saison jetzt schon rum ist. Gerade mein Heimweltcup in Schonach wäre richtig schön gewesen." Die am kommenden Wochenende geplanten Rennen im Schwarzwald waren wegen Schneemangels abgesagt worden, einen Ersatzausrichter fand der Weltverband FIS nicht.

Rießle lag im Ziel 54,1 Sekunden hinter dem überragenden Riiber, der mit seinem 14. Sieg im 17. Einzelrennen des Winters den Saisonrekord im Weltcup weiter steigerte. Als Gewinner des Gesamtweltcups stand der 22-Jährige bereits fest. Im Zielsprint verwies Rießle den Finnen Ilkka Herola (+54,8) auf Platz drei.

Rekord-Weltmeister Eric Frenzel (Geyer) als Sechster, Manuel Faißt (Baiersbronn) als Siebter sowie Terence Weber (Geyer) als Elfter sorgten für ein erneut gutes deutsches Mannschaftsergebnis. Die Staffel-Olympiasieger Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek (beide Oberstdorf) liefen nach schwachem Springen immerhin auf die Plätze 13 und 15 nach vorne.

Die Wettkämpfe in den drei nordischen Sparten - neben der Kombination noch der Spezial-Langlauf und das Spezialskispringen - finden bei den ansonsten bestens besuchten Holmenkollen-Spielen diesmal wegen der Coronakrise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

+++++6. März 2020+++++

Weltcupfinale in Schonach wegen Schneemangels abgesagt

Das Weltcupfinale der nordischen Kombinierer ist endgültig abgesagt worden. Der Weltverband FIS teilte am Freitag mit, dass kein Ersatzausrichter für Schonach gefunden wurde. Die Gemeinde im Schwarzwald war als Gastgeber (14./15. März) vorgesehen gewesen, die Absage erfolgte am Montag wegen Schneemangels.

Der milde Winter hat im Schwarzwald in dieser Saison schon zu einigen Absagen geführt: Auch die Snowboardcrosser und Skicrosser am Feldberg waren betroffen.

Der letzte Kombinationsweltcup der Saison findet damit am Samstag in Oslo statt. Jarl Magnus Riiber aus Norwegen darf sich in seiner Heimat feiern lassen. Der 22-Jährige steht nach einer außergewöhnlich dominanten Saison schon länger als Sieger im Gesamtweltcup fest. Als bester Deutscher ist Vinzenz Geiger (Oberstdorf) Dritter.

+++++01. März 2020+++++

Vinzenz Geiger stürmt aufs Podest

Kombinierer Vinzenz Geiger (Oberstdorf) ist beim Weltcup im finnischen Lahti auf das Podest gelaufen. Beim ersten Saisonsieg des Japaners Akito Watabe kam der Team-Olympiasieger nach einem packenden Rennen mit 7,9 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz. Zweiter wurde der Norweger Jörgen Graabak (+2,9). Für den zweimaligen Saisonsieger Geiger war es der zehnte Podiumsplatz des Winters.

Graabaks Landsmann Jarl Magnus Riiber, der schon als Gewinner des Gesamtweltcups feststand, kam nach schwachem Sprung bei schwierigen Windbedingungen nicht über Rang zehn hinaus. Damit endete auch die sagenhafte Serie des 22-Jährigen von 18 Podestplätzen in Folge seit März 2019 (15 Siege, zweimal Zweiter, einmal Dritter).

Während Geiger von Platz acht nach dem Springen eine starke Aufholjagd hinlegte, sorgten insgesamt sechs Deutsche unter den besten Zwölf für ein beachtliches Mannschaftsergebnis. Fabian Rießle (Breitnau), als Vierter nach dem Springen bester Deutscher, wurde Fünfter vor Eric Frenzel (Geyer) auf Rang sechs. Manuel Faißt (Baiersbronn/9.), Johannes Rydzek (Oberstdorf), der von Platz 21 auf Rang elf stürmte, und Terence Weber (Geyer/12.) überzeugten ebenfalls.

Im Kombinations-Weltcup geht es am kommenden Samstag mit einem Rennen in Oslo weiter, eine Woche später steht das Saisonfinale in Schonach mit zwei Wettbewerben an.

+++++29. Februar 2020+++++

Deutsches Doppelpodest im Teamsprint

Das Kombinierer-Duo Manuel Faißt (Baiersbronn) und Terence Weber (Geyer) hat beim letzten Teamsprint der Weltcup-Saison mit Platz zwei überzeugt. Im finnischen Lahti musste sich die deutsche Paarung nach einem Sprung von der großen Salpaussäka-Schanze und 2x7,5 km in der Loipe nur den favorisierten Norwegern Jarl Magnus Riiber und Jörgen Graabak geschlagen geben, die im Januar in Val di Fiemme den zuvor einzigen Teamsprint des Winters gewonnen hatten.

Hinter Faißt/Weber, die 28,1 Sekunden Rückstand hatten, liefen auch die Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek (beide Oberstdorf) als Dritte (+30,8 Sekunden) auf das Podest. Das deutlich laufstärkere deutsche Duo hatte mit nur Platz sieben im Springen seine Siegchance verspielt.

Eric Frenzel und Fabian Rießle, die gemeinsam im Vorjahr bei der WM in Seefeld den Teamsprint gewonnen hatten, waren von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht nominiert worden. Zuletzt hatten die deutschen Kombinierer im Januar 2018 mit Frenzel und Geiger in einem Teamsprint-Weltcup triumphiert.

Der bereits als Gewinner des Gesamtweltcups feststehende Riiber war damit an allen 15 norwegischen Siegen in 17 Saisonrennen beteiligt: 13-mal siegte er im Einzel, je einmal im Team und im Teamsprint. Lediglich Geiger mit zwei Einzelsiegen unterbrach die Riiber-Festspiele - der Norweger wurde dabei jeweils Zweiter.

+++++23. Februar 2020+++++

Riiber holt mit Siegrekord Gesamtweltcup - Frenzel Fünfter

Norwegens Überflieger Jarl Magnus Riiber hat vorzeitig den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination gewonnen und damit seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt. Beim Heimspiel in Trondheim gewann der 22-Jährige am Sonntag auch den zweiten Einzelwettbewerb und ist bei noch vier ausstehenden Rennen nicht mehr einzuholen. Mit seinem 13. Sieg im 15. Wettkampf des Winters sicherte sich Riiber zudem den alleinigen Saisonrekord.

Riiber führte einen norwegischen Vierfachsieg an und setzte sich vor seinen Landsleuten Jens Luraas Oftebro (+29,4 Sekunden), Espen Björnstad (+35,5) und Jörgen Graabak (+54,7) durch. Einzig Graabak hätte Riiber rechnerisch im Weltcup noch abfangen können.

Die deutschen Kombinierer erreichten ein starkes Mannschaftsergebnis mit fünf Startern unter den Top 10: Rekordweltmeister Eric Frenzel (Geyer) wurde Fünfter (+58,6) vor Manuel Faißt (Baiersbronn), am Samstag als Fünfter bester Deutscher, auf Platz sechs. Auch Vinzenz Geiger (Oberstdorf/8.), Terence Weber (Geyer/9.), Fabian Rießle (Breitnau/10.) und Johannes Rydzek (Oberstdorf/12.) überzeugten.

Riiber, der erst seine sechste Weltcup-Saison bestreitet, schob sich derweil mit 26 Siegen bereits auf den vierten Platz der "ewigen" Bestenliste vor. Nur noch der Finne Hannu Manninen (48 Erfolge), Frenzel (46) und Ronny Ackermann (28) liegen vor dem Norweger. Den bisherigen Rekord von zwölf Saisonsiegen hatten Riiber selbst (2018/19) und Manninen (2005/06) gehalten.

+++++2. Februar 2020+++++

Geiger im Springen abgeschlagen – zwei Riibers vorn

Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im norwegischen Trondheim kaum noch eine Chance auf das Podest. Der Oberstdorfer belegt im Einzel nach einem Sprung auf 117 m lediglich den 26. Platz und geht mit einem Rückstand von 2:14 Minuten auf die Spitze in den abschließenden 10-km-Langlauf am Nachmittag (16.15 Uhr).

Die besten Siegchancen hat ein Norweger. Der überlegene Weltcup-Spitzenreiter Jarl Magnus Riiber geht mit einem komfortablen Vorsprung von 31 Sekunden auf seinen Bruder Harald Johnas in die Loipe. Als Dritter mit einem Rückstand von 38 Sekunden folgt der Japaner Ryota Yamamoto, der mit 136 m die größte Weite erzielte.

Hinter dem Österreicher Martin Fritz (+54) folgt als bester deutscher Manuel Faißt (Baiersbronn/+1:03 Minuten) auf Platz fünf. Elfter wurde Terence Weber (Geyer/+1:22) mit einem Sprung auf 128 m. Der dreimalige Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal) haderte nach seinem Satz auf 118 m, sein Rückstand auf Jarl Magnus Riiber beträgt 1:54 Minuten.

+++++2. Februar 2020+++++

Geiger Dritter beim Saisonhöhepunkt – Riiber unschlagbar

Vinzenz Geiger hat mit Rang drei beim Saisonhöhepunkt der Nordischen Kombinierer erneut geglänzt. Der Team-Olympiasieger musste beim Triple in Seefeld trotz Erkältung einzig dem norwegischen Dominator Jarl Magnus Riiber und dessen Teamkollegen Jörgen Graabak den Vortritt lassen. Der viermalige Triple-Sieger Eric Frenzel rundete als Fünfter das starke deutsche Ergebnis ab.

"Ich bin richtig froh, dass das Wochenende so gelaufen ist, auch wenn ich Jörgen gerne noch erwischt hätte. Dritter trotz Infekt, das ist echt genial", sagte Geiger im ZDF. Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch konnte mit dem Ergebnis gut leben. "Vinz war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, daher bin ich sehr zufrieden. Wir haben hier gute Platzierungen und speziell beim Springen einen Schritt nach vorne gemacht", sagte Weinbuch.

Ein Klasse für sich war erneut Riiber, der an allen drei Tagen dominierte und als erster Norweger den lukrativen Wettbewerb gewann. Im Ziel des abschließenden "Marathons" über 15 Kilometer lag der Überflieger 50,2 Sekunden vor Graabak und Geiger und feierte im 13. Wettkampf der Saison den elften Sieg. Riiber fehlt somit nur noch ein Erfolg, um den von ihm und dem Finnen Hannu Manninen gehaltenen Rekord zu egalisieren.

Geiger ging nach einem starken Sprung mit einem Rückstand von 1:22 Minuten auf Riiber als Zweiter in die Loipe, für eine Aufholjagd auf der ungewohnt langen Distanz fehlte dem zweimaligen Saisonsieger aber die Kraft. Auch im Sprint um Rang zwei gegen Graabak zog Geiger den Kürzeren. Besser lief es für Frenzel (+1:17,7 Minuten), der in seinem "Wohnzimmer" noch Boden gut machte. "Ich bin mit dem ganzen Wochenende sehr zufrieden", sagte der dreimalige Olympiasieger, der in Seefeld bereits 13 Weltcup-Siege geholt hat.

Der Vorjahreszweite Fabian Rießle (Breitnau/+2:31,6) lief noch auf den zehnten Rang nach vorne. Der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf/+2:32,2) durften nach seinem schwierigen Saisonverlauf mit Rang elf zufrieden sein.

+++++1. Februar 2020+++++

Vinzenz Geiger bei Riiber-Show Dritter

Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist auch am zweiten Tag des Kombinierer-Triples in Seefeld auf das Podest gestürmt. Beim zehnten Saisonsieg des erneut überragenden Norwegers Jarl Magnus Riiber belegte der Oberstdorfer den dritten Rang. Zweiter wurde der Norweger Jörgen Graabak, der am Freitag noch den Sprint um Rang zwei gegen Geiger verloren hatte.

Im Kampf um den Gesamtsieg dürfte beim Saisonhöhepunkt die Entscheidung aber schon gefallen sein: Riiber lag im Ziel 1:07,0 Minuten vor Graabak, den Vorsprung dürfte er sich im Finale am Sonntag kaum noch nehmen lassen. "Das wird nicht zu machen sein, wir müssen ihn ziehen lassen", sagte auch Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF.

Geiger verpasste eine bessere Ausgangslage durch einen Rückschlag auf der Schanze, wo er schon nach 94,5 m landete. "Das war eine Frechheit, bei solchen Bedingungen losgeschickt zu werden. Bei so viel Rückenwind hat man keine Chance", sagte der zweimalige Saisonsieger, der auf Rang sechs zurückfiel. In der Loipe machte er dann Boden gut und landete zum achten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen.

Der dreimalige Olympiasieger Eric Frenzel zeigte in seinem "Wohnzimmer" Seefeld als Vierter (+1:17,8) klar aufsteigende Tendenz. Der viermalige Triple-Sieger, der bereits 13 Weltcup-Rennen sowie zwei WM-Titel in Seefeld gewonnen hat, stellte damit sein bestes Ergebnis der Saison ein. Stark verbessert präsentierte sich zudem der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf/+2:21,9) als Zehnter.

Beim Triple werden die Rückstände von Tag zu Tag mitgenommen. Die Entscheidung fällt am Sonntag (12.00/14.40) bei einem "Marathon" mit einem Sprung und einem Langlauf über 15 km. Der Gesamtsieger erhält 200 Weltcup-Punkte, doppelt so viele wie normal.

+++++31. Januar 2020++++

Kombinierer Geiger zum Triple-Auftakt Zweiter hinter Riiber

Als Vinzenz Geiger völlig ausgepumpt seinen zweiten Platz zum Auftakt des Seefeld-Triples feierte, verriet nur die angeschlagene Stimme die Qualen des deutschen Kombinierers. "Es war sehr, sehr hart heute. Ich bin erkältet und habe gemerkt, dass ich nicht ganz fit bin", sagte der Team-Olympiasieger völlig entkräftet. Nach seiner Aufholjagd wollte Geiger nur noch ins Bett. "Hoffentlich ist das bis morgen weg", sagte der 22-Jährige.

Dabei war zumindest in der Loipe nichts von einer Schwächung des zweimaligen Saisonsiegers zu sehen. Geiger startete nach einem guten Sprung vom fünften Rang in den nur fünf Kilometer langen Langlauf, dort machte er Boden gut und gewann auch den Zielsprint um Rang zwei gegen den Norweger Jörgen Graabak. Kein Kraut gewachsen war aber gegen dessen Teamkollegen Jarl Magnus Riiber, der bei seinem neunten Saisonsieg im elften Rennen stolze 44,3 Sekunden vor Geiger lag.

Geiger war nach seinem siebten Podestplatz der Saison dennoch zufrieden: "Ich bin richtig glücklich, dass es so geklappt hat. Ich hoffe, dass ich mich jetzt bis Samstag erholen kann." Dann nämlich steht beim Saisonhöhepunkt, bei dem die Rückstände mit in den nächsten Tag genommen werden, die doppelte Distanz an. "Über zehn Kilometer wird es deutlich zäher", sagte Geiger.

Der viermalige Triple-Sieger Eric Frenzel, der bereits 13 Weltcup-Rennen sowie zwei WM-Titel in Seefeld gewonnen hat, folgte als zweitbester DSV-Starter auf Rang acht (+56,8 Sekunden). "Grundsätzlich bin ich zufrieden. Ich war doch ein bisschen angeschlagen, dafür bin ich aber recht gut vorwärts gekommen", sagte Frenzel.

Terence Weber (Geyer/+1:29,4 Minuten) belegte den 14. Rang, der Vorjahreszweite Fabian Rießle (Breitnau/+1:43,2) musste sich mit Rang 20 begnügen. Der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf/+1:53,8) war als 23. erneut chancenlos.

Beim Triple steht am Samstag (13.00/15.00) ein Wettkampf nach dem gewohnten Gundersen-Format mit einem Sprung und 10 km in der Loipe an, die Entscheidung fällt am Sonntag (12.00/14.40) mit einem "Marathon" über 15 km Langlauf.

Frenzel hatte von 2014 bis 2017 die ersten vier Auflagen des Triple gewonnen. Im Vorjahr hatte der Österreicher Mario Seidl vor Rießle den Drei-Tages-Wettbewerb für sich entschieden, der ausnahmsweise wegen der WM 2019 in Seefeld im französischen Chaux-Neuve ausgetragen worden war.

+++++29. Januar 2020+++++

Kombinierer-Weltcup in Otepää wegen Schneemangels abgesagt