Kitzbühel: Felix Neureuther „happy“ als Elfter bei Slalom

Slalom im Kitzbühel : Felix Neureuther freut sich über Platz elf

Noch der Flutlicht-Slalom in Schladming, dann geht es schon um WM-Medaillen. Von den Top 3 und dem neuen Super-Talent ist Felix Neureuther in Kitzbühel zwar weit weg, aber die eingeschlagene Richtung stimmt den Routinier zuversichtlich.

Felix Neureuther ist beim Slalom-Klassiker von Kitzbühel wieder ein ansprechendes Skirennen gelungen, auch wenn er als Elfter die vorderen Ränge erneut klar verpasste. „Die Platzierung heute ist ehrlich gesagt zweitrangig“, sagte der Routinier am Samstag. „Ich bin happy, wie es hier gelaufen ist.“ Beim Sieg von Super-Talent Clement Noel aus Frankreich vor dem Österreicher Marcel Hirscher holte sich Neureuther Selbstvertrauten vor der WM-Generalprobe am Dienstag in Schladming und den Titelkämpfen im Februar in Are.

Auf die Spitze fehlte dem erfolgreichsten deutschen Weltcupfahrer aber noch viel, knapp zwei Sekunden langsamer war Neureuther als Noel. Der 21-Jährige war wie sechs Tage zuvor in Wengen nicht zu schlagen und könnte sich als dauerhafter Rivale von Superstar Hirscher etablieren, der am Ganslernhang 0,29 Sekunden langsamer war als Noel. Außer dem Österreicher hatte seit zwei Jahren kein anderer Alpinsportler zwei Weltcup-Slaloms in Serie gewonnen. Dritter wurde Noels Teamkollege Alexis Pinturault (+0,36 Sekunden).

Für Neureuther war das Rennen in dem Nobelskiort, wo er schon zweimal gewonnen hatte, „absolut ein Schritt in die richtige Richtung“. Zuletzt hatte der 34-Jährige, der in diesem Winter nach einer mehr als einjährigen Verletzungspause zurückgekommen war, in Adelboden und Wengen enttäuscht. „Das gibt mir sehr viel Zuversicht. Das war auf alle Fälle ein ganz anderes Skifahren als die letzten Wochen bei mir“, sagte er. Die Probleme mit der Materialabstimmung scheint er gerade rechtzeitig für die WM in den Griff zu bekommen.

Die anderen Deutschen enttäuschten, vor allem Fritz Dopfer und Linus Straßer, die im ersten Lauf ausschieden. Die beiden haben in diesem Winter noch jeweils kein Ergebnis im Torlauf zu Buche stehen. Dominik Stehle fädelte im ersten Durchgang nach solider Zwischenzeit ein. Für die WM-Qualifikation bleibt im Slalom nur noch Schladming.

(sef/sid)
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