Entscheidung am Sportgerichtshof CAS: Doping-Sperre gegen Bob-Pilotin Sergejewa vorerst aufgehoben

Entscheidung am Sportgerichtshof CAS: Doping-Sperre gegen Bob-Pilotin Nadeschda Sergejewa vorerst aufgehoben

Die russische Bob-Pilotin Nadeschda Sergejewa wurde bei den olympischen Winterspielen in Pyeongchang positiv getestet und von den Spielen ausgeschlossen. Ihr Einspruch gegen die Sperre am Internationalen Sportgerichtshof hatte nun Erfolg.

Die provisorische Sperre gegen die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa ist nach ihrem positiven Dopingtest bei Olympia in Pyeongchang und dem Ausschluss von den Winterspielen aufgehoben worden. Das entschied die Anti-Doping-Division des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, Sergejewa hatte mit ihrem Einspruch Erfolg. Das bestätigte der CAS am Montag.

Nach jetzigem Stand ist die 31-Jährige daher in der im Dezember startenden Weltcup-Saison startberechtigt. Der CAS werde nun aber so schnell wie möglich eine eventuelle finale Strafe prüfen. Möglich sei die Aufhebung der provisorischen Sperre, weil Sergejewa glaubhaft habe machen können, dass das Dopingvergehen "wahrscheinlich" auf ein "kontaminiertes Produkt zurückzuführen" sei.

Sergejewa war bei den Spielen im Februar in Südkorea positiv auf das Stimulanzium Trimetazidin getestet worden. Ihr zwölfter Platz im Frauenrennen wurde daraufhin annulliert. Der Bob-Weltverband IBSF wollte Sergejewa zunächst für vier Jahre sperren, die Russin beharrte allerdings auf dem Standpunkt, sie habe das Mittel versehentlich zu sich genommen. Im August akzeptierte die IBSF dies, wollte aber weiterhin eine neunmonatige Sperre erwirken.

In Pyeongchang hatten die Russen als Folge des Staatsdopingskandals nicht unter eigener Flagge starten dürfen, stattdessen nahmen sie als "Olympische Athleten aus Russland" teil. Sergejewa sorgte für einen von zwei russischen Dopingfällen. Vor ihr war der Curler Alexander Kruschelnizki mit Meldonium erwischt worden.

(lt/sid)
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