Simon Schempp droht für erstes Rennen beim Heim-Weltcup auszufallen

Biathlon: Schempp droht für erstes Rennen beim Heim-Weltcup auszufallen

Ausgerechnet zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding könnte Deutschlands derzeit bester Biathlet Simon Schempp ausfallen. Weil der dreifache Saisonsieger immer noch leicht erkältet ist, ist sein Start am Freitag (11.45 Uhr/ARD und Eurosport) im Sprint-Wettkampf gefährdet.

"Mittlerweile sind wir soweit, dass wir sagen, wenn ich nicht 100 Prozent habe, dann gehe ich hier nicht an den Start. Und das könnte passieren", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner am Donnerstag nach dem Training.

"Wenn du nur 98 Prozent deiner Leistungsfähigkeit zur Verfügung hast, wird es schwer auf diesem Niveau. Simon hat den Anspruch, wenn er hier rausgeht, um den Sieg mitzukämpfen", meinte Kirchner. Schempp, der bereits zum Jahresende angeschlagen war und deshalb einige Tage nicht trainieren konnte, gab nach dem Training mit Hinweis auf seinen kratzenden Hals keine Interviews. Zuvor hatte er noch gesagt, dass er seit Neujahr wieder voll belastbar sei und sich gesund fühle.

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Doch ganz so gut geht es dem Schwaben, der im Gesamtweltcup als Zweiter nur 53 Punkte hinter dem Franzosen Martin Fourcade liegt, dann wohl doch nicht. "Wir werden es beobachten. So haben wir es heute früh auch mit ihm besprochen. Er wird es Freitagfrüh entscheiden", erklärte Kirchner.

Am späten Nachmittag machte sich dann Optimismus hinsichtlich eines Starts breit. "Im Moment deutet alles darauf hin", sagte DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach dem SID nach einem Gespräch mit dem Mannschaftsarzt. Natürlich müsse man aber "die Nacht abwarten, wie sich der Zustand entwickelt".

(dpa/sid)