Event auf Schalke Deutsche Biathlon-Teams um Herrmann-Wick und Doll verpassen Podium auf Schalke

Gelsenkirchen · Die deutschen Biathlon-Teams mussten den anderen beim Feiern zusehen: auf Schalke verpassten Herrmann-Wick und Co. das Podest. Die Fans waren trotzdem begeistert.

 Die deutschen Teams verpassten das Podest auf Schalke.

Die deutschen Teams verpassten das Podest auf Schalke.

Foto: dpa/Friso Gentsch

Benedikt Doll schüttelte enttäuscht den Kopf, als ihn Denise Herrmann-Wick im Zielraum in Empfang nahm. Zwar gab es in der Arena auf Schalke die erwartet laute und bunte Biathlon-Show - aber erneut keinen deutschen Erfolg. Olympiasiegerin Herrmann-Wick und Doll mussten sich bei der traditionsreichen World Team Challenge mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

„Natürlich sind wir ein bisschen geknickt. Ich habe das im ersten Teil des Rennens beim Schießen versemmelt“, sagte Herrmann-Wick nach insgesamt neun Fehlern in acht Schießeinlagen im ZDF. Aber, fügte sie mit einem Lächeln an: „Das ist trotzdem eine coole Veranstaltung.“ Vanessa Voigt, mit Philipp Nawrath Fünfte, schwärmte von „Gänsehaut-Momenten“.

Beim Spektakel vor 32.000 Fans zeigten die Weltcupführende Julia Simon und Fabien Claude eine beeindruckende Vorstellung. Das französische Duo gewann bei Regen und zweistelligen Temperaturen die 19. Auflage in der Gelsenkirchener Fußball-Arena überlegen vor Ingrid Landmark-Tandrevold/Vetle Sjaastad Christiansen (Norwegen) und den Titelverteidigern Lisa Hauser/Felix Leitner (Österreich).

Die Fans auf Schalke lieferten den zehn Teams aus neun Nationen auf den neun Runden je 1,3 km schon einmal einen Vorgeschmack auf die Weltmeisterschaften in Oberhof (8. bis 19. Februar). „Das war eine sehr gute Möglichkeit, das zu proben. Es stehen turbulente Rennen bevor, besonders die Heim-WM“, sagte ZDF-Expertin Laura Dahlmeier und lobte die „besondere Atmosphäre“ auf Schalke.

Der letzte deutsche Erfolg bei der „WTC“ von Vanessa Hinz und Simon Schempp liegt sechs Jahre zurück. Zuvor waren Martina Glagow/Michael Greis (2002) und Laura Dahlmeier/Florian Graf (2013) siegreich gewesen. Pandemiebedingt hatte der Wettbewerb in den beiden vergangenen Jahren ohne Zuschauer in Ruhpolding stattgefunden.

Im Biathlon-Weltcup geht es vom 5. bis 8. Januar in Pokljuka weiter. Danach folgt ab 11. Januar der Heimweltcup in Ruhpolding. Beim deutschen Team, das in diesem Winter bereits acht Podestplatzierungen geholt hat, ist jedoch alles auf die WM ausgerichtet.

(dör/SID)
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