Biathlon: Weltverband lässt nach Skandal Anti-Doping-Programm prüfen

Nach Korruptionsskandal : Biathlon-Weltverband lässt Anti-Doping-Programm prüfen

Der Biathlon-Weltverband IBU zieht weitere Konsequenzen aus dem Doping- und Korruptionsskandal. Der Verband will seine Strukturen untersuchen. Dies teilte der Verband nach einer Vorstandssitzung in Saalfelden mit.

Der Biathlon-Weltverband will sein Anti-Doping-Programm von der Vereinigung der führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (iNado) prüfen lassen. Das hat der Vorstand auf seiner Sitzung in Saalfelden beschlossen. An der nahmen alle acht derzeit aktiven Mitglieder teil.

Ein entsprechender Bericht soll vor dem nächsten IBU-Kongress Anfang September über den Stand der Dinge informieren und veröffentlicht werden. Zudem sollen die Gespräche mit der unabhängigen Behörde für Doping-Testverfahren (ITA) intensiviert werden.

Auf administrativer Ebene plant die IBU ebenfalls eine Neuausrichtung, über die exakten Änderungen will der Verband zeitnah informieren.

Die IBU befindet sich seit einigen Wochen in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Anfang April war öffentlich geworden, dass seit Ende 2017 Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wegen Doping- und Betrugsverdachts sowie Geschenkannahme laufen.

Die Ermittlungen richten sich gegen den ehemaligen IBU-Präsidenten Anders Besseberg und Ex-Generalsekretärin Nicole Resch sowie russische Sportler und Betreuer.

(rent/SID)
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