Biathlon-Weltcup: Johannes Kühn erstmals auf dem Podest, Arnd Peiffer ist Papa

Biathlon-Weltcup in Pokljuka: Kühn erstmals in seiner Karriere auf dem Podest

Biathlet Johannes Kühn ist beim Weltcup in Pokljuka auf Platz zwei gelandet. Es ist der erste große Erfolg für den 27-Jährigen. Nur der Franzose Martin Fourcade war mal wieder nicht zu schlagen. Eine schöne Nachricht gab es von Arnd Peiffer.

Biathlet Johannes Kühn hat beim Weltcup-Auftakt im slowenischen Pokljuka als Zweiter für eine große Überraschung gesorgt und seinen ersten Weltcupsieg nur knapp verpasst. Der 27-Jährige blieb am Donnerstag im Einzel über 20 Kilometer fehlerfrei und musste sich lediglich dem Franzosen Martin Fourcade geschlagen geben. Dem Skijäger aus Reit im Winkl fehlten am Ende 4,2 Sekunden auf Fourcade, der nach 47:09,2 Minuten über die Ziellinie lief.

Im Nachholrennen des am Mittwoch wegen Nebels verschobenen Einzels sicherte sich der Österreicher Simon Eder mit einem Rückstand von 21,3 Sekunden auf den Sieger und ebenfalls null Fehlern Rang drei hinter Kühn.

Kühn, der vor sechs Jahren sein Weltcup-Debüt gefeiert hatte, überzeugte bereits in der Vergangenheit durch seine Laufstärke, brachte sich aber durch zu viele Fehler beim Schießen immer wieder um bessere Platzierungen. „Ich bin natürlich super happy“, sagte Kühn, dessen bisher bestes Ergebnis ein fünfter Platz im Massenstart war, in der ARD. „Zweiter Platz, null Fehler: Das ist für mich super.“

Neben Kühn zeigte nur Simon Schempp eine ansprechende Leistung. Der 30-Jährige hatte sich im Frühjahr bei einem Radunfall an der Schulter verletzt und konnte mehrere Wochen lang nicht schießen - dass er sich nur einen Fehlschuss erlaubte und letztlich Rang fünf belegte, zeugte von seiner Klasse.

Erik Lesser belegte Platz 23, Benedikt Doll wurde 58., Weltcup-Neuling Philipp Horn landete auf Platz 77.

Arnd Peiffer ist Papa

Dank der Nebelverschiebung konnte Arnd Peiffer (Platz 52) doch noch am Rennen teilnehmen. Der 31-Jährige hatte einen guten Grund für seine Absage: Peiffer wurde Vater. „Ich bin Papa geworden und das ist glaube ich das Allerschönste und Wichtigste“, sagte er am Donnerstag in der ARD. „Deswegen wollte ich zwei Rennen auslassen, jetzt ist es nur eins geworden.“

Abgelenkt sei er durch die Vatergefühle beim Rennen nicht gewesen, erklärte Peiffer. „Dadurch, dass man so viele Schmerzen hat, kommt man eh in einen Trott und denkt gar nicht so viel nach“, sagte er.

Männer, Einzel (20 km):

1. Martin Fourcade (Frankreich) 47:09,2 Minuten (0 Strafminuten)
2. Johannes Kühn (Reit im Winkl) 4,2 Sekunden zurück (0)
3. Simon Eder (Österreich) 19,7 (0)
4. Jakov Fak (Slowenien) 34,4 (1)
5. Simon Schempp (Uhingen) 38,6 (1)
6. Sergej Semenow (Ukraine) 45,0 (0)
7. Johannes Thingnes Bö (Norwegen) 1:11,9 (3)
8. Antonin Guigonnat (Frankreich) 1:13,5 (1)
9. Sebastian Samuelsson (Schweden) 1:18,5 (2)
10. Lars Helge Birkeland (Norwegen) 1:22,0 (1)
...
23. Erik Lesser (Frankenhain) 2:29,9 (2)
52. Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) 3:49,1 (3)
58. Benedikt Doll (Breitnau) 4:21,2 (5)
77. Philipp Horn (Frankenhain) 6:04,3 (5)

(dpa/sid/old)
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