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Biathlon-Weltcup in Hochfilzen: Laura Dahlmeier muss weiter auf ihr Comeback warten

Biathlon-Weltcup in Hochfilzen : Dahlmeier fühlt sich noch immer nicht bereit

Laura Dahlmeier wird auch beim Weltcup in Hochfilzen fehlen. Die Biathlon-Königin fühlt sich noch nicht bereit für die Rennen.

Gezieltes Aufbautraining statt kräftezehrender Rennen: Für Biathlon-Königin Laura Dahlmeier kommt auch der zweite Weltcup des Winters nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall im Herbst noch zu früh. Die Doppel-Olympiasiegerin wird wie erwartet auch die Rennen im österreichischen Hochfilzen von Donnerstag bis Sonntag verpassen.

Der Zeitpunkt eines Comebacks von Dahlmeier, die schon beim Saisonauftakt in Pokljuka gefehlt hatte, ist weiter offen. Die siebenmalige Weltmeisterin wird wohl auch im tschechischen Nove Mesto (20. bis 23. Dezember) nicht am Start sein. Erste Möglichkeit einer Rückkehr im neuen Jahr wäre der Weltcup in Oberhof (10. bis 13. Januar), danach folgt Ruhpolding (16. bis 20. Januar).

Die 25-Jährige ist zwar wieder gesund, fühlt sich für einen harten Wettkampf aber noch nicht fit genug. "Wir haben von Anfang an vereinbart, dass ich erst dann wieder im Weltcup starte, wenn ich wirklich zu einhundert Prozent fit und belastungsverträglich bin", sagte Dahlmeier zuletzt. Sie werde sich "keinen Druck machen". Man wolle "kein Risiko eingehen", hatte auch Weltcup-Trainer Florian Steirer betont.

Dahlmeier war erst Anfang November in ein leichtes Training eingestiegen, nachdem sie in Folge mehrerer gesundheitlicher Rückschläge und eines geschwächten Immunsystems eine Zwangspause eingelegt hatte. Zuletzt intensivierte sie ihre Einheiten mit der IBU-Cup-Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Ridnaun/Italien.

Ohne ihre Vorzeigeathletin waren die deutschen Frauen bei der ersten Weltcup-Station der Saison in Pokljuka erstmals seit 2014 ohne Podiumsplatzierung geblieben. Franziska Preuß (Haag) mit drei Top-Ten-Plätzen und Anna Weidel (Kiefersfelden) mit dem zehnten Platz im Sprint und Rang elf im Verfolger zeigten dennoch gute Form.

"Die Ergebnisse von Franziska und Anna waren sehr zufriedenstellend", sagte Disziplin-Trainer Kristian Mehringer. Allerdings habe "ein großer Teil der etablierten Sportlerinnen ihre Leistung aus unterschiedlichen Gründen noch nicht abrufen können. In Hochfilzen möchten wir es wieder besser machen."

Bundestrainer Mark Kirchner sprach bei den Männern nach Rang zwei von Johannes Kühn (Reit im Winkl) und den fünften Plätzen von Simon Schempp (Uhingen) und Benedikt Doll (Breitnau) von einem "recht ordentlichen Einstand. Wir sind auf dem Weg und jetzt versuchen wir, uns über die nächsten zwei Stationen immer besser in die Saison zu arbeiten."

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Am Donnerstag steht in Hochfilzen der Sprint der Frauen über 7,5 km auf dem Programm, am Freitag der Sprint der Herren über 10 km. Für Samstag sind bei Frauen (10 km) und Männern (12,5) die Verfolgungsrennen geplant. Am Sonntag folgen die Staffeln.

Bei den Frauen sollen neben Preuß und Weidel Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), Vanessa Hinz (Schliersee) und Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) für die erste Podestplatzierung des Winters sorgen. Bei den Männern sind neben Kühn, Schempp und Doll auch Philipp Horn (Frankenhain), Erik Lesser (Frankenhain) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) nominiert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Laura Dahlmeier

(sid/old)