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Biathlon: Laura Dahlmeiers Karriereende von Olympia 2022 in Peking beeinflusst

Dahlmeiers Karriereende : Olympia 2022 in Peking hat Entscheidung beeinflusst

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hätte sich aus einem Grund vielleicht doch noch für eine Fortsetzung ihrer Biathlon-Karriere entschieden. Die siebenmalige Weltmeisterin war vor einem Jahr mit nur 25 Jahren zurückgetreten.

Das wäre der Fall gewesen, wenn die Olympischen Winterspiele 2022 nicht in Peking, sondern in einer wintersportbegeisterten Region stattgefunden hätten. „In Cortina oder bei uns in der Alpenregion, dann hätte ich mir das sicherlich noch mal genauer überlegt. Es hätte die Entscheidung deutlich schwerer gemacht“, sagte die 26-Jährige, die wie einst Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner nie einen Hehl aus ihrer Kritik an Olympia machte.

Vor einem Jahr, am 17. Mai 2019, gab die siebenmalige Weltmeisterin mit nur 25 Jahren ihren Rücktritt bekannt. 2018 in Pyeongchang habe sie mit Olympia trotz zwei Mal Gold keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Das größte und wichtigste Sportevent der Welt sei eben nicht ein Fest für die Sportler, sondern „ganz anders, als man es sich vorstellt. Irgendwie unecht und aufgeblasen.“ Ändert sie ihre Sicht eines Tages? „Vielleicht wenn ich die Spiele von der anderen Seite beobachten kann und sage, wow, so ein grandioses Sportfest. Dann steigt das auch sicher wieder in meinem Ansehen.“

Jetzt studiert Dahlmeier in München Sportwissenschaften, in der Corona-Krise aber im Homeoffice. Zudem macht sie den Trainerschein. Wird sie die erste deutsche Biathlon-Bundestrainerin? „Nein, nein. Ich kann ausschließen, dass ich sofort als Trainerin im Biathlon-Zirkus einsteige“, sagte Dahlmeier: „Aber wie heißt es so schön: Sag niemals nie.“

(eh/dpa)