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Biathlon: Königin Laura Dahlmeier zurück auf dem Thron

Biathlon-Königin : Dahlmeier zurück auf dem Thron

Laura Dahlmeier hat in Antholz den 20. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Sechs Wochen vor der WM kommt die 25-Jährige ihrer Goldform immer näher.

Völlig euphorisch sprang Laura Dahlmeier auf die oberste Stufe des Podiums, Weltcup-Sieg Nummer 20 krönte die famosen Festspiele der Biathlon-Königin. "Ich habe mir die ganze Zeit vorgestellt und gewünscht, wieder vorne zu sein", sagte die Doppel-Olympiasiegerin nach dem Triumph im Massenstart von Antholz: "Es ist unheimlich schön, einfach traumhaft."

Nach einer taktisch cleveren und nahezu fehlerfreien Vorstellung gewann die 25-Jährige souverän vor der Tschechin Marketa Davidova (+13,1 Sekunden) und Teamkollegin Vanessa Hinz (Schliersee/+16,4), die sich ebenfalls einen Schießfehler erlaubten. "Ich liebe diesen Ort", schwärmte Dahlmeier von der Gemeinde, die sich für die in dieser Saison leidgeplagte deutsche Nummer eins als Jungbrunnen erwies.

Im sonnenverwöhnten Südtirol hatte Dahlmeier zuvor bereits mit dem vierten Platz im Sprint und dem zweiten Rang in der Verfolgung geglänzt - die siebenmalige Weltmeisterin nähert sich in gewaltigen Schritten ihrer Goldform an. "Jetzt habe ich das Selbstvertrauen für die kommenden Rennen", sagte Dahlmeier, die mit ihren Leistungen knapp sechs Wochen vor den Titelkämpfen in Östersund (7. bis 17. März) die unmissverständliche Botschaft schickte: Ich bin wieder da!

"Es hilft, immer weiterzumachen und an sich zu glauben. Man muss einfach dranbleiben", sagte Dahlmeier mit Blick auf das Rennen am Sonntag, in dem sie sich zu Beginn "richtig schlecht" gefühlt hatte und das sie deshalb vorzeitig beenden wollte. Doch die Worte hätten auch als Einschätzung für ihren bisherigen Saisonverlauf herhalten können.

Nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen in Pyeongchang grübelte die Bayerin über ihre Zukunft, zu allem Überfluss warfen sie ein geschwächtes Immunsystem vor dem Saisonstart und ein Infekt zwischen den Jahren zurück. Doch Dahlmeier scheute sich nicht davor, auch diesen "schweren und steinigen Weg" zu beschreiten. Die WM als Fernziel blieb stets der Fixpunkt, auf den alles ausgerichtet war.

"Ich freue mich, dass ich mich Schritt für Schritt steigern konnte und es stetig bergauf ging", sagte Dahlmeier, die in diesem Winter nun in sieben Rennen fünfmal unter den besten Fünf landete - und trotz der beeindruckenden Zahlen noch an ihrer Konstanz arbeiten möchte.

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Es sei für sie nämlich "recht wichtig", in jedem Rennen um den Sieg mitkämpfen zu können. Wie ihr das gelingen soll? "Läuferisch muss ich noch zwei, drei Prozent aufholen, damit ich nicht auf die anderen reagieren muss, sondern selbst agieren und aktiv sein kann." Die triumphale Rückkehr auf die Stufe mit der "1" dürfte sie am Sonntag zusätzlich motiviert haben.

Bei den Männern stellte Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer seine bärenstarke Verfassung unter Beweis. Beim Premierensieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet lief der 31-Jährige auf den dritten Rang, Zweiter wurde der elfmalige Saisonsieger Johannes Thingnes Bö (Norwegen). "Ich hätte Johannes noch gerne in Schach gehalten, aber der ist einfach zu stark", sagte Peiffer: "Ich freue mich darüber, fehlerfrei geschossen zu haben."

Dahlmeier, Peiffer und die anderen Skijäger dürfen nun nach dem anstrengenden zweiten Trimester mit den Heimspielen in Oberhof und Ruhpolding sowie den Rennen in Antholz auf über 1600 Metern Höhe eine Woche lang die Akkus aufladen. Danach geht es nach Übersee, wo in Canmore/Kanada (ab 7. Februar) und Soldier Hollow/USA (ab 14. Februar) die letzten beiden Weltcups vor der WM in Östersund (ab 3. März) stattfinden. "Ich kann versichern: Die Tickets sind gebucht", sagte Dahlmeier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Laura Dahlmeier

(sid/old)