“Druck haben wir eigentlich immer“ Biathletinnen schüren Erwartungen vor Staffel-Auftakt

Nach den starken Einzel-Ergebnissen folgen nun die Staffelrennen. Den Auftakt in Östersund machen die Biathletinnen - beflügelt von zwei unerwarteten Podestplätzen.

 Franziska Preuß (l) jubelt über ihren zweiten Platz im Einzel in Östersund.

Franziska Preuß (l) jubelt über ihren zweiten Platz im Einzel in Östersund.

Foto: dpa/Anders Wiklund

Der glänzende Auftakt mit zwei Podestplätzen im ersten Einzelrennen des Winters soll die deutschen Biathletinnen nicht nachlässig werden lassen. „Druck haben wir eigentlich immer. Wir wollen immer das Beste geben“, sagte Cheftrainer Kristian Mehringer. Am Mittwoch (15.20 Uhr/ZDF und Eurosport) steht im schwedischen Östersund über 4 x 6 Kilometer das erste Saisonrennen für die Frauenstaffel mit Janina Hettich-Walz, Sophia Schneider, Vanessa Voigt und Franziska Preuß auf dem Programm - mit guten Chancen auf den nächsten Podestplatz gegen starke Konkurrenz aus Frankreich, Norwegen und Schweden.

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„Sie haben bewiesen, dass sie es können“, sagte Mehringer im Rückblick auf das schwere Einzel am Sonntag. Preuß als Zweite und Voigt als Dritte schafften es über 15 Kilometer zusammen auf das Podest. Ex-Staffelweltmeisterin Preuß fehlten sogar nur 0,1 Sekunden zum Sieg. „Sie haben einen super Job gemacht, vor allem am Schießstand“, lobte Mehringer in der ARD. Nach dem Rücktritt von Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick im Frühjahr hatte kaum jemand damit gerechnet, dass der Winter so gut beginnen würde.

„Die Mädels sind jetzt happy und positiv gestimmt. Jetzt schauen wir natürlich auf die nächsten Rennen“, sagte der 42 Jahre alte Mehringer, machte seinem Team aber keinen Druck. Am Montagabend feierte das Team die ersten Erfolge auch entspannt mit einem Burger-Abend. „Wir wollen das abrufen, was wir das ganze Jahr trainiert haben. Dann schauen wir, was herauskommt“, sagte Mehringer. Am Donnerstag folgt in Schweden die Männerstaffel, bis Sonntag stehen zudem noch Sprints und Verfolgungsrennen an.

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Auch die Männer rechnen sich Chancen auf weitere Erfolge aus. Roman Rees geht nach seinem Einzel-Sieg im Sprint am Samstag sogar im Gelben Trikots des Gesamtweltcup-Führenden in die Loipe. Preuß hat die Chance, der Italienerin Lisa Vittozzi das Leibchen abzujagen. „Ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagte Preuß nach ihrer gelungenen Weltcup-Rückkehr. Die 29-jährige Bayerin hatte die vergangene Saison nach vielen gesundheitlichen Problemen vorzeitig beenden müssen.

(ako/dpa)
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