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Biathlon 2021: Vanessa Voigt gibt in Nove Mesto Weltcup-Debüt - Erik Lesser will Wiedergutmachung

Biathlon-Weltcup : Voigt gibt in Nove Mesto Weltcup-Debüt - Lesser will Wiedergutmachung

Nach einer enttäuschenden WM in Pokljuka mit nur zwei Medaillen ist beim ersten Teil des Biathlon-Weltcups in Tschechien Wiedergutmachung angesagt. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

Biathletin Vanessa Voigt feiert beim ersten Teil des Weltcups in Nove Mesto (4. bis 7. März) ihr Debüt. Die 23-Jährige wurde angesichts ihrer starken Leistungen mit zuletzt drei Siegen im zweitklassigen IBU-Cup erstmals von Bundestrainer Mark Kirchner ins Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) berufen. Insgesamt nominierte Kirchner sechs Frauen, angeführt von Franziska Preuß und Denise Herrmann, sowie sechs Männer um Vizeweltmeister Arnd Peiffer.

Nach einer enttäuschenden WM in Pokljuka mit nur zwei Medaillen - neben Peiffer holte die Frauen-Staffel Silber - ist in Tschechien Wiedergutmachung angesagt. Vor allem Routinier Erik Lesser ist nach seiner desaströsen WM heiß. "Mein Ziel ist, wieder in die Top 15 zu kommen. Ich werde mich in besserer Form zeigen als zuletzt", sagte der 32-Jährige.

Mit der Staffel der Frauen über 4x6 km geht es am Donnerstag (16.05 Uhr/ZDF und Eurosport) in Nove Mesto los. Die Männer-Staffel folgt am Freitag. Am Wochenende stehen Sprint und Verfolgung auf dem Programm.

"Ich freue mich riesig auf meinen ersten Weltcup-Einsatz und bin schon sehr gespannt. Meine aktuelle Saison hätte bis dato nicht besser laufen können", sagte Voigt. Sie wolle vor allem "Spaß haben, es genießen, mir die Großen 'live' anschauen und von ihnen lernen." Neben Voigt ist im Gegensatz zur WM noch Philipp Nawrath dabei.

Das DSV-Aufgebot für Nove Mesto:

Frauen: Maren Hammerschmidt (Winterberg), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Janina Hettich (Schönwald), Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag), Vanessa Voigt (Rotterode)

Herren: Benedikt Doll (Breitnau), Johannes Kühn (Reit im Winkl), Erik Lesser (Frankenhain), Philipp Nawrath (Nesselwang), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Roman Rees (Schauinsland)

+++++22. Februar 2021+++++

„Hätten uns mehr erwartet“ - Sportdirektor nach Biathlon-WM unzufrieden

Nur zwei Medaillen in zwölf Rennen: Die deutschen Biathleten sind bei der WM in Pokljuka hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Ein bisschen mehr hätten wir uns schon erwartet. Es hat ein Stück weit das glückliche Händchen gefehlt", sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter der Biathleten, nach den historisch schlechten Titelkämpfen. Vier bis fünf Medaillen hatte der Deutsche Skiverband (DSV) als Ziel ausgegeben.

Olympiasieger Arnd Peiffer durfte als einziger deutscher Skijäger mit Einzel-Silber über eine Medaille in einem Individual-Rennen jubeln, die Frauen-Staffel lief auf der slowenischen Hochebene ebenfalls zu Silber. "Wir sind nicht komplett zufrieden mit der WM", sagte Eisenbichler: "Wir haben trotzdem gute Dinge gesehen, gerade bei den Damen mit vielen Top-8-Platzierungen."

Speziell Franziska Preuß, die alle sieben WM-Rennen bestritt, überzeugte mit starken Leistungen. Als einzige Athletin kam sie als Fünfte (Verfolgung), Sechste (Massenstart), Siebte (Einzel) und Achte (Sprint) in allen Einzel-Rennen in die Top 8. Die DSV-Athleten waren "oft sehr knapp an einer Medaille" dran, betonte Eisenbichler.

In Zukunft müssten die deutschen Biathleten "noch konstanter durch die Saison kommen, auch in Vorbereitung auf so ein Großevent", sagte der Bayer: "Da haben wir einiges an Arbeit vor uns." Lediglich zwei Medaillen hatte es seit der Wiedervereinigung nur 2013 in Nove Mesto gegeben, damals fanden allerdings weniger Wettbewerbe als heute statt.

+++++21. Februar 2021+++++

Peiffer und Doll verpassen Medaille im Massenstart

Arnd Peiffer und Benedikt Doll haben zum Abschluss der Biathlon-WM in Pokljuka/Slowenien eine weitere Medaille verpasst. Im Massenstart über 15 km kam Peiffer als bester der beiden deutschen Starter auf Rang zwölf, auf den Bronzeplatz fehlte dem 33-Jährigen nach drei Schießfehlern fast eine Minute. Benedikt Doll (+2:58,5 Minuten Rückstand) lief beim Sieg des Norwegers Sturla Holm Lägreid nach katastrophaler Schießleistung (6 Strafrunden) lediglich auf Rang 23.

Für die deutschen Männer bleibt es damit wie schon im Vorjahr bei der WM in Antholz bei einer Medaille, Peiffer hatte im Einzel Silber gewonnen. Im Massenstart verspielte der Routinier (+1:09,2) einen Tag nach der Enttäuschung in der Staffel mit zwei Fehlern beim letzten Schießen einen weiteren Podestplatz.

Der Norweger Lägreid holte in 36:27,2 Minuten mit nur einem Schießfehler seinen zweiten Titel auf der slowenischen Hochebene. Silber ging an seinen Landsmann Johannes Dale (2/+10,2 Sekunden), Bronze holte der Franzose Quentin Fillon Maillet (2/+12,8). Erik Lesser, Roman Rees und Johannes Kühn hatten die Qualifikation für den Massenstart der besten 30 Athleten verpasst.

+++++21. Februar 2021+++++

Keine Einzelmedaille für deutsche Biathletinnen – Preuß Sechste im Massenstart

Franziska Preuß und Vanessa Hinz haben im abschließenden Massenstart der Biathlon-Weltmeisterschaft in Pokljuka eine Medaille klar verpasst. Beim ersten WM-Titel der Österreicherin Lisa Theresa Hauser lief Preuß am Sonntag auf Rang sechs, Hinz wurde Zehnte. Damit blieben die deutschen Skijägerinnen, die tags zuvor Silber in der Staffel gewonnen hatten, erstmals seit 1997 ohne WM-Einzelmedaille. Zuletzt hatte es 2013 in Nove Mesto nur eine Damen-Medaille bei Welttitelkämpfen gegeben.

Hauser, die auch vom früheren deutschen Damen-Coach Gerald Hönig betreut wird, sorgte damit für den ersten WM-Titel einer österreichischen Skijägerin überhaupt.

Preuß (26) leistete sich zwei Strafrunden und hatte nach 12,5 Kilometern 52,6 Sekunden Rückstand auf die Siegerin, die die beiden Norwegerinnen Ingrid Landmark Tandrevold (1 Fehler/+ 21,7 Sekunden) und Tiril Eckhoff (3/+ 23,0) auf die Medaillenplätze verwies. Hinz (28) kam nach einem Fehler mit 1:21,2 Minuten Rückstand ins Ziel. Preuß hatte am Samstag mit einer herausragenden Schießleistung und einem phänomenalen Schlussspurt Staffel-Silber gesichert und galt als eine der Medaillenkandidatinnen.

Denise Herrmann musste kurzfristig auf ihren Start verzichten. Wie der Deutsche Skiverband knapp zwei Stunden vor dem Rennen mitteilte, ist eine Erkrankung Grund für die Entscheidung. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld und schloss eine Infektion mit dem Coronavirus aus. Herrmann hatte tags zuvor mit Preuß, Hinz und Janina Hettich Staffel-Silber geholt.

Herrmann fällt für Massenstart aus

Biathletin Denise Herrmann muss kurzfristig auf ihren Start im abschließenden Massenstart bei der Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka verzichten. Wie der Deutsche Skiverband am Sonntag knapp zwei Stunden vor dem Rennen mitteilte, ist eine Erkrankung Grund für die Entscheidung. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld und schloss eine Infektion mit dem Coronavirus aus. „Wir gehen davon aus, dass sie mit der Erkrankung nicht 100 Prozent leistungsfähig ist und ein Start keinen Sinn macht“, sagte Wüstenfeld über die 32 Jahre alte Sächsin. Noch am Samstag hatte die ehemalige Langläuferin mit der deutschen Frauenstaffel hinter Norwegen die Silbermedaille gewonnen.

+++++21.Februar 2021+++++

Frauen-Staffel holt Silber - Männer verhindern schlechtestes Staffel-Ergebnis der Geschichte

Nach einem unwiderstehlichen Zielsprint riss Franziska Preuß die Arme in die Höhe, dann verschwand sie in der Jubeltraube ihrer Teamkolleginnen. Am Streckenrand fielen sich die Trainer Florian Steirer und Mark Kirchner glücklich in die Arme. Die Erleichterung in der deutschen Biathlon-Mannschaft war nach Silber für die Frauen-Staffel riesig - auch wenn es kurz darauf einen herben Dämpfer bei den Männern gab. Nach einem unglaublichen Einbruch von Erik Lesser musste sich das DSV-Quartett mit dem enttäuschenden siebten Rang begnügen.

Der Freude bei den Frauen tat dies keinen Abbruch. "Ich habe es auch nicht mehr geglaubt. Aber mein zweites Leben ist wiedergekommen. Das war echt cool", sagte Preuß strahlend. 0,4 Sekunden lag das DSV-Team nach fünf Nachladern vor der Ukraine (0+7), es war die erste Medaille für die erfolgsverwöhnten Biathletinnen bei den Titelkämpfen auf der Hochebene Pokljuka.

"Es ist eine mega Erleichterung, ein richtig schönes Gefühl, wenn man sich mal nicht rechtfertigen muss. Das tut uns allen extrem gut", betonte Preuß nach ihrer furiosen Aufholjagd von Rang fünf auf zwei. Nur die Norwegerinnen (0+11) waren um 8,8 Sekunden besser. Er sei "viele Tode gestorben", bekannte Steirer im ZDF und fügte glücklich an: "Das war eine geile Kiste."

Im Mittelpunkt stand Schlussläuferin Preuß, die mit ihrer Kraftanstrengung auf den letzten Metern gegen Olena Pidhruschna Platz zwei sicherte. "Das war gigantisch. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet", lobte Denise Herrmann ihre überragende Kollegin.

Endlich, so Preuß, habe man "einen Grund zum Feiern". Zumal die erste WM seit der Wiedervereinigung ohne deutsche Frauen-Medaille gedroht hatte. Doch vor dem Massenstart über 12,5 km am Sonntag (12.30/ZDF und Eurosport) ist nun der Druck nicht mehr ganz so groß.

Dagegen quittierten die Männer in der Staffel über 4x7,5km das zweitschlechteste WM-Ergebnis seit der Wiedervereinigung nach Rang zwölf 2001. Schon nach Startläufer Lesser waren alle Träume von der vierten Staffel-Medaille in Serie bei einem Großereignis dahin. Der 32-Jährige brach auf der Strecke komplett ein und übergab als 20. an Roman Rees.

"Die letzte Runde ging gar nichts mehr. Eine wirkliche Erklärung habe ich nicht", sagte DSV-Arzt Jan Wüstenfeld. Nach dem Zieleinlauf war Lesser zusammengebrochen, Betreuer hatten ihm aufhelfen müssen. Lesser gehe es aber soweit gut, ergänzte Wüstenfeld.

Einen Einbruch in dem Ausmaß habe er "noch nicht erlebt", sagte Rees. Lesser habe schon "beim Einlaufen nicht gut ausgesehen. Er ist explodiert. Es ist natürlich bitter, dass es am Höhepunkt passiert. Das tut mir wahnsinnig leid für ihn", sagte Arnd Peiffer. Nach dem völlig verpatzten Auftakt von Lesser nutzten auch gute Leistungen von Rees und Peiffer, die am Schießstand fehlerfrei blieben, sowie von Benedikt Doll (ein Nachlader) nichts mehr.

Weltmeister wurde wie bei den Frauen Norwegen. Das Team um Johannes Thingnes Bö (0+8) triumphierte deutlich mit 33,1 Sekunden Vorsprung vor Olympiasieger Schweden (0+7) und Russland (0+5/+50,9). Peiffer und Co. (0+4) hatten 1:43,2 Minuten Rückstand.

Die WM wird am Sonntag (15.15 Uhr) mit dem Massenstart der Männer über 15 km abgeschlossen.

+++++18. Februar 2021+++++

Mixed-Staffel enttäuscht

Franziska Preuß und Erik Lesser haben bei der Biathlon-WM in Pokljuka eine Medaille in der Single-Mixed-Staffel deutlich verpasst. Das deutsche Duo musste sich beim Sieg der Franzosen nach einer enttäuschenden Vorstellung am Schießstand mit dem siebten Platz begnügen. Im Vorjahr waren Preuß/Lesser bei der WM in Antholz noch Vizeweltmeister geworden.

Das französische Duo Julia Simon und Antonin Guigonnat triumphierte in 36:42,4 Minuten (0 Strafrunden+5 Nachlader) vor Norwegen (0+9/+2,8 Sekunden) und Schweden (0+8/+22,6). Preuß und Lesser (1+9) lagen 1:21,2 Minuten zurück.

Lesser, der im Einzel geschont worden war, zeigte nach dem Debakel im Sprint (66.) und der Mixed-Staffel erneut eine schwache Leistung. Am Mittwoch hatte Arnd Peiffer mit Silber im Einzel die bislang einzige Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) geholt.

Am Freitag ist Ruhetag bei der WM in Slowenien. Die Staffeln am Samstag und die Massenstart-Rennen am Sonntag schließen die Titelkämpfe auf der Hochebene Pokljuka ab.

+++++19. Februar 2021+++++

Preuß und Peiffer führen deutsche Staffeln an

 Die deutschen Biathleten gehen bei der WM in Pokljuka ohne personelle Überraschungen in die traditionellen Staffelrennen. Bei den Frauen startet die zuletzt in Oberhof siegreiche Besetzung mit Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß am Samstag (11.45 Uhr) über 4x6 km. Für die Männer jagen Erik Lesser, Roman Rees, Arnd Peiffer und Benedikt Doll über 4x7,5 km nach Edelmetall (15 Uhr/jeweils ZDF und Eurosport).

Bundestrainer Mark Kirchner hatte schon vor der Weltmeisterschaft auf der slowenischen Hochebene eine Medaille pro Staffelwettbewerb als Ziel ausgegeben. "Wir sind auf jeden Fall optimistisch und gehen mit Rückenwind rein", sagte Herrmann: "Wir können Paroli bieten." Doch dafür müsse "alles funktionieren".

Im Saisonverlauf liefen die deutschen Skijägerinnen in drei von vier Staffeln aufs Podest, in der WM-Besetzung gab es neben dem Sieg beim Heimweltcup noch einen zweiten Platz. Die Männer standen zu Saisonbeginn zweimal auf dem Stockerl, zuletzt gab es im Weltcup allerdings nur die Plätze fünf und vier.

Bei der letzten WM in Antholz holten die Frauen vor einem Jahr Silber, für Peiffer und Co. gab es Staffelbronze.

++++16. Februar 2021+++++

Den Medaillenfluch besiegt – Peiffer holt Silber im Einzel

Olympiasieger Arnd Peiffer hat den deutschen Biathleten bei der WM in Pokljuka die langersehnte erste Medaille beschert. Der 33-Jährige blieb im Einzel über 20 km fehlerfrei und schnappte sich mit 16,9 Sekunden Rückstand auf den Norweger Sturla Holm Lägreid Silber. Peiffer beendete damit im siebten Rennen den deutschen Medaillenfluch, länger hatte der Deutsche Skiverband (DSV) bei einer WM noch nie auf die erste Medaille warten müssen.

Hier geht es um kompletten Bericht: Peiffer erlöst das deutsche Biathlon-Team.

++++16. Februar 2021+++++

Biathletinnen verpassen Medaille erneut – Überraschungsgold im Einzel

Historische Durststrecke statt erhoffter Medaille: Die deutschen Biathletinnen haben auch im WM-Einzel von Pokljuka das Podium verpasst. Franziska Preuß belegte über 15 km mit zwei Fehlern als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) den siebten Rang. Denise Herrmann musste sich mit Rang 15 zufrieden geben. Auch im sechsten Rennen der Titelkämpfe in Slowenien ging das deutsche Team damit leer aus, das gab es in der WM-Historie noch nie.